Schlagwort: Herzerkrankungen

  • Vorhofflimmern – ein Vorbote für Schlaganfälle

    Vorhofflimmern – ein Vorbote für Schlaganfälle

    Rund 1,8 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Herzrhythmusstörungen und die meisten wissen es noch nicht einmal. Besonders häufig ist das sogenannte Vorhofflimmern, ein Warnzeichen, was niemand auf die leichte Schulter nehmen sollte, denn Vorhofflimmern kann ein Vorbote für einen drohenden Schlaganfall sein. Aber wie entsteht dieses besondere Flimmern und was macht es so gefährlich? Warum sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen und gibt es eine Therapie, die das Flimmern beendet?

    Wie gefährlich ist ein Vorhofflimmern?

    Ein gesundes Herz schlägt rund 70 Mal in einer Minute, wenn es aber zu einem Vorhofflimmern kommt, dann erhöht sich die Zahl auf 150 Herzschläge in der Minute. Das stellt eine sehr große Belastung für den Herzmuskel und die reduzierte Pumpleistung des Herzens dar, für die Betroffenen bedeutet es ein stetiges Absinken der Leistungsfähigkeit. Anders als das deutlich gefährlichere Kammerflimmern führt das Vorhofflimmern nicht sofort zum Tod, aber in den Herzvorhöfen kann sich leicht ein Gerinnsel bilden, das schließlich in die Blutbahn gelangt und zum Gehirn wandern kann. Wird dann ein Gefäß verstopft, dann kommt es zu einem Schlaganfall. Über ein Drittel der Schlaganfälle geht heute auf ein Vorhofflimmern zurück.

    Die typischen Anzeichen des Vorhofflimmerns

    Das Herz rast und stolpert, es kommt zu Atemnot, zu starken Angstgefühlen, der Puls wird unregelmäßig und den Betroffenen wird schwindelig – das alles sind die typischen Anzeichen für diese besondere Form einer Herzrhythmusstörung. Die Betroffenen fühlen sich ohne erkennbaren äußeren Grund plötzlich krank, sie haben das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren und nicht selten auch Todesangst. Oft wird das gefährliche Flimmern mit einem Herzinfarkt verwechselt, und auch wenn es vielleicht seltsam klingt, aber wer mit der Verdachtsdiagnose Infarkt in ein Krankenhaus eingeliefert wird, der hat großes Glück. Bei einem EKG wird das Flimmern meist sehr schnell erkannt, und der Betroffene bekommt sofort die notwendige Therapie, die ihn in den meisten Fällen vor einem Schlaganfall bewahrt.

    Welche Ursachen gibt es?

    Wie alle Herzerkrankungen, so gibt es auch für das Vorhofflimmern verschiedene Ursachen. Die häufigste Ursache ist Bluthochdruck, dann folgt das Alter. Auch eine angeborene Herzmuskelschwäche, eine koronale Erkrankung des Herzens, ein Herzklappenfehler und auch eine Herzmuskelentzündung, wie sie sehr häufig nach einer nicht auskurierten Erkältung oder Grippe auftritt, kann ein Auslöser für diese Form der Herzrhythmusstörung sein. Menschen, die unter Diabetes leiden, starkes Übergewicht haben oder regelmäßig viel Alkohol trinken, müssen damit rechnen, dass ihr Herz ihnen auf diese Weise Probleme macht.

    Welche Behandlungen und Therapien sind möglich?

    Wenn die Rhythmusstörung rechtzeitig erkannt wird, dann kann sie erfolgreich mit Medikamenten behandelt werden. Wird sie aber zu spät erkannt, dann ist es schwer, einen normalen Sinusrhythmus, also einen normalen Herzrhythmus wieder herzustellen. In akuten Fällen ist eine elektrische Kardioversion, der sogenannte Elektroschock ein bewährtes Mittel, um das Herz wieder normal schlagen zu lassen. Ähnlich wie bei einem lebensgefährlichen Herzstillstand, so wird der Patient auch beim Vorhofflimmern unter Narkose kurz geschockt, und anschließend beginnt das Herz wieder im richtigen Rhythmus zu schlagen. Bevor geschockt wird, überzeugt sich der Arzt mittels einer Ultraschalluntersuchung aber davon, dass sich in den Herzvorhöfen kein Gerinnsel gebildet hat. Um ganz sicher zu gehen, wird eine Echokardiografie gemacht, bei der eine Ultraschallsonde mit einem sehr dünnen biegsamen Schlauch durch die Speiseröhre bis ans Herz geschoben wird. Zusätzlich bekommen die Betroffenen blutverdünnende Medikamente, die die Bildung eines Gerinnsels verhindern oder hemmen sollen. Nicht immer gelingt es, den Herzrhythmus wieder in einen normalen Bereich zu bekommen. In diesen Fällen werden die Ärzte versuchen, die Pulsfrequenz im Ruhezustand unter 110 oder noch besser unter 70 Schläge in der Minute zu bekommen. Um das zu erreichen, werden dem Patienten spezielle Medikamente verabreicht, wie zum Beispiel Betablocker oder auch Digitalis.

    Bild: © Depositphotos.com / ocskaymark

  • Koffein am Abend schlecht für innere Uhr

    Koffein am Abend schlecht für innere Uhr

    Nach einer Studie des britischen Medical Research Laboratory of Molecular Biology und der University of Colorado kann sich ein abendlicher Kaffee negativ auf die innere Uhr des Menschen auswirken. Wie die Forscher herausfanden, wird der Takt der Uhr beeinflusst und würde nicht mehr korrekt laufen. Das Koffein im Kaffee trägt die Hauptverantwortung für diesen Effekt.

    Innere Uhr als Taktgeber

    Die innere Uhr wird auch zirkadianer Rhythmus genannt und befindet sich in jeder Zelle des Körpers. Sie wirkt sich auf die Gene zu verschiedenen Zeiten aus verbunden mit dem Ziel, dass wir Menschen uns dem täglichen Ablauf von Tag und Nacht anpassen können. Das Hormon Melatonin arbeitet mit einem bestimmten Auslöser und wird aktiv, sobald zum Beispiel es draußen dunkler oder das Licht gedimmt wird. Wenn dieser Ablauf gestört sein sollte, wie etwa durch Schichtarbeit oder Jetlag, kann dies zu ungewollten Schlafzuständen führen und als Konsequenz können sogar Krankheiten drohen. Als Krankheiten können Alzheimer, Herzerkrankungen, Diabetes Typ 2 und psychische Krankheitsbilder ausgelöst werden.

    Koffein – Doppelter Espresso dreht Uhr zurück

    Beim Trinken eines doppelten Espresso drei Stunden vor dem Schlafengehen, wird die innere Uhr zurückgedreht und die Ausschüttung von Melatonin verzögert. In den USA schlafen den Zahlen des CDC zufolge 25 Prozent der US-Bevölkerung nicht ausreichend genug und zirka 10 Prozent seien von chronischer Schlaflosigkeit betroffen. Die Studienteilnehmer sind einem hellen bzw. gedimmten Licht ausgesetzt worden. Die zirkadiane Phase kann durch helles Licht und dazu zählt auch der Stoff Koffein verlängert werden. Drei Stunden vor ihrer Bettruhe mussten die Teilnehmer das Gegenstück eines doppelten Espresso oder ein Placebo einnehmen. Am nächsten Tag wurde ihr Speichel analysiert, um festzustellen welche Menge Melantonin der Körper produziert hat. Der Melatonin-Spiegel stieg bei den Teilnehmern rund 40 Minuten später an, die Koffein erhalten hatten. Bei Placebo-Teilnehmern stieg der Melatonin-Level normal an.

    Labortest zur Bestätigung

    In einem Labortest versetzten die Forscher zur Untermauerung der Ergebnisse menschliche Zellen mit Koffein. Als Folge wurde die gleiche zeitliche Veränderung in der inneren Uhr verzeichnet. Das Koffein zeigte eine direkte Auswirkung auf die Adenosin-Rezeptoren, die in jeder Körperzelle vorhanden sind. Eine Erhöhung des gewichtigen intrazellularen Botenstoffs zyklischem Adenosinmonophosphat (cAMP) wurde festgestellt.

    Basierend auf dem erlangten Wissen durch die Studie könnte den Forschern zufolge eine Behandlungsmethode zur Minimierung des Jetlag entwickelt werden. Nach langen Flügen fühlen sich viele Menschen wegen der Zeitverschiebung schlecht, weil die innere Uhr sich erst auf den neuen Zeitrhythmus im Reiseland einstellen muss. Erst nach zwei bis drei Tagen oder länger hat sich der Körper akklimatisiert und der Reisende kann seinen Urlaub zum Beispiel in den USA genießen.

    Als Fazit der Studie sollte auf den Genuss von Koffein in den Abendstunden verzichtet werden, um einen schlechten Schlaf vorzubeugen. Der Verzicht auf einen abendlichen Kaffee, Cappuccino oder Espresso kann sich positiv auf die Gesundheit auswirken und das Auftreten von Krankheiten verhindern.

    Bild: © Depositphotos.com / pmakin

  • Gefälschte Arzneimittel – die Gefahr steigt

    Gefälschte Arzneimittel – die Gefahr steigt

    Das Internet macht das Leben in vielen Bereichen einfacher, aber leider auch gefährlicher. Das trifft besonders auf gefälschte Arzneimittel zu, denn die Zahl der Mittel, die verunreinigt sind, deren Inhalt manipuliert wurde oder die überhaupt keine Wirkstoffe enthalten, wird immer größer. Für Kriminelle wird das Geschäft mit gefälschten Medikamenten immer lukrativer, für diejenigen, die diese Mittel nehmen, kann es lebensgefährlich werden, denn in den USA gab es bereits die ersten Toten durch gefälschte Arzneimittel.

    Eine internationale Aufgabe

    Für die Apotheken wird der Handel mit gefälschten Arzneimitteln zu einem immer größeren Problem. Waren es am Anfang nur dubiose Mittel gegen Haarausfall oder auch Potenz- und Schlankheitsmittel, so kommen jetzt immer mehr teure Medikamente gegen Diabetes, Herzerkrankungen, Hepatitis und auch gegen Krebs auf den Markt, die gefälscht und gefährlich sind. Am kommenden Dienstag beschäftigt sich der internationale Apotheker Kongress, an dem 3000 Apotheker aus 100 Ländern teilnehmen, mit diesem Problem. Da die Gefahr aus dem Internet kommt, streben die Apotheker eine internationale Lösung an.

    Immer besser

    Das größte Problem bei gefälschten Arzneimittel ist, dass die Fälschungen immer besser werden und sich von den Originalprodukten kaum noch unterscheiden lassen. Die meisten gefälschten Mittel enthalten zu wenig oder gar keine Inhaltsstoffe mehr, zudem beinhalten einige Medikamente gesundheitsschädliche Substanzen. Unterschieden werden gefälschte Arzneimittel zwischen den legalen Verteilerketten im pharmazeutischen Großhandel auf der einen Seite und den illegalen Anbietern aus unterschiedlichen Quellen im Internet auf der anderen Seite. So kann es passieren, dass ein gefälschtes Medikament aus dem Großhandel in eine Klinik gelangt, und das ist aus Sicht der Krankenhäuser eine echte Katastrophe. In den USA ist es bereits vorgekommen, dass Krebspatienten gestorben sind, weil sie ein unwirksames Präparat eingenommen haben. In Amerika sind bis jetzt zehn Menschen ums Leben gekommen, unter anderem durch gefälschtes Heparin, ein Mittel, das nach Operationen gegen Thrombosen und Embolien eingesetzt wird.

    Gefälschte Arzneimittel – Nicht im Netz einkaufen

    In Deutschland hat es bis jetzt noch kein Todesopfer durch gefälschte Arzneimittel gegeben, aber die Gefahr wächst. Um die Gefahr zu minimieren, raten Apotheker ihren Kunden, mit dem Rezept, das sie von ihrem Arzt bekommen haben, in eine Apotheke vor Ort zu gehen und das Mittel nicht im Internet zu bestellen. Allerdings wurde jetzt beobachtet, dass gefälschte Arzneimittel immer öfter auch in den legalen Verteilerketten zu finden sind. Damit steigt die Gefahr, dass gefälschte Medikamente auch in deutschen Apotheken landen. Geschehen ist das bereits mit dem Magenmittel Omeprazol, das als Fälschung ohne Wirkstoffe den Weg in die deutschen Apotheken geschafft hat. Der Zoll stößt vermehrt auf gefälschte Arzneimittel, erst vor einigen Tagen wurden 3,5 Millionen Tabletten und Pillen aus Indien sichergestellt, die auf dem Weg nach Nordrhein-Westfalen waren. Unter den sicher gestellten Tabletten befanden sich unter anderem auch gefälschte Viagra und lebensgefährliche Schlaftabletten.

    Bild: © Depositphotos.com / kubais

  • Kommt bald die Zuckersteuer?

    Kommt bald die Zuckersteuer?

    Die Deutschen werden immer dicker und die Zahl derjenigen, die aufgrund ihres Übergewichts an Diabetes erkranken, steigt sprunghaft an. Um diesen Trend auszubremsen, gibt es jetzt wieder eine heftige Diskussion, eine Zuckersteuer und eine Fettsteuer einzuführen. Vor allem Mediziner drängen darauf, in Zukunft für Chips, Fast Food, Softgetränke und auch für Schokolade die Preise anzuheben. Mit der Zuckersteuer und der Fettsteuer soll das Verhalten der Verbraucher geändert werden, und so zu einem Trend zur gesünderen Ernährung werden.

    Zuckersteuer – Schuld sind die niedrigen Preise

    Chips, Schokolade und auch Fertiggerichte werden gerne gekauft, denn diese Lebensmittel sind günstig und in einer großen Auswahl immer verfügbar. Auch Fast Food kostet wenig Geld, ein Burger oder auch eine Tüte Pommes frites sind schon für einen Euro zu bekommen. Diese fragwürdige Preispolitik ist einer der Gründe, warum die Menschen immer dicker werden. Viele machen sich nicht mehr die Mühe, selbst zu kochen, sondern schieben eine tiefgekühlte Pizza in den Backofen oder ein Fertiggericht in die Mikrowelle. In vielen Familien fehlt auch das Geld für eine gesunde Ernährung und das hat zur Folge, dass immer mehr Kinder unter Übergewicht leiden.

    Ungesundes soll teurer werden

    Die Weltgesundheitsorganisation WHO fordert zum einen, sowohl Zucker, Salz und auch Fett in Lebensmitteln zu reduzieren und zum anderen die ungesunden Lebensmittel durch eine Zuckersteuer und eine Fettsteuer auch teurer zu machen. In anderen Ländern gibt es die Zuckersteuer bereits, so müssen zum Beispiel die Dänen seit 2009 25 % mehr für Süßwaren bezahlen und auch in Ungarn gibt es seit 2011 eine Sondersteuer auf alle Lebensmittel, die zu viel Salz, Fett und Zucker enthalten. Ebenfalls 2011 hat Finnland die Zuckersteuer auf Eiscreme, Softgetränke und Süßigkeiten eingeführt und in Frankreich muss schon seit 2012 mehr für süße Erfrischungsgetränke wie Coca-Cola bezahlt werden.

    Welche Lebensmittel sollen besteuert werden?

    In Italien, Rumänien und auch in Belgien und England wird darüber nachgedacht, für bestimmte Lebensmittel eine Zuckersteuer einzuführen. Diese Steuer soll immer dann erhoben werden, wenn ein Produkt mehr als zwölf Prozent Zucker hat, die Fettsteuer betrifft alle Lebensmittel, die einen Anteil von 20 % Fett haben. Auch Nahrungsmittel, die mehr als 1,5 % Salz enthalten, sollen besteuert werden.

    Gesunde Lebensmittel werden günstiger

    Wenn eine Zuckersteuer und eine Fettsteuer eingeführt werden, dann sollen im Gegenzug gesunde Nahrungsmittel günstiger werden. So sollen Gemüse und Obst, aber auch Milch und alle Vollkornprodukte günstiger angeboten werden, um auch denjenigen, die wenig Geld haben, die Möglichkeit zu geben, sich gesund und ausgewogen zu ernähren. Die Idee einer Fett- und Zuckersteuer ist nicht neu, denn schon seit einigen Jahren warnen Ärzte davor, dass die Menschen in Deutschland immer dicker werden. Aktuell sind zwei Drittel der Männer und jede zweite Frau in Deutschland übergewichtig und dieses Übergewicht fördert Diabetes und Herzerkrankungen.

    Bild: © Depositphotos.com / ra3rn_

  • Rauchen schadet auch den Zähnen

    Rauchen schadet auch den Zähnen

    Nicht nur die Lungen und das Herz werden durch das Rauchen belastet, auch die Zähne leiden. Das ist das Ergebnis einer Langzeitstudie des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung in Potsdam. Wer dauerhaft raucht, der muss damit rechnen, dass er seine Zähne einige Jahre eher verliert als derjenige, der noch nie eine Zigarette angefasst hat. Es gibt allerdings auch eine gute Nachricht, denn wer auf das Rauchen verzichtet, der senkt das Risiko bleibender Zahnschäden sehr schnell.

    Das Zahnfleisch leidet

    Noch immer ist Karies die Hauptursache dafür, dass die Zähne krank werden, aber wer raucht, der schadet auf Dauer auch seinem Zahnfleisch. Rauchen ist für Parodontitis das größte Risiko, denn der Zahnverlust bei Rauchern wird in den meisten Fällen durch häufige Zahnfleischentzündungen verursacht. Bis heute lässt sich leider nicht klären, ob rauchen auch Einfluss auf Karies hat. Wer mit Rauchen aufhört, der verringert innerhalb von kürzester Zeit das Risiko, seine Zähne zu schädigen. Allerdings dauert es bis zu zehn Jahre, um den gesundheitlichen Status eines Nichtrauchers zu erreichen.

    Das Ergebnis der Langzeitstudie

    In Deutschland haben 20 % der Raucher in der Altersgruppe zwischen 65 und 74 keine Zähne mehr. Die Langzeitstudie kommt zu dem Schluss, dass es in den nächsten Jahren noch mehr Menschen sein werden, die durch das Rauchen frühzeitig ihre Zähne verlieren. Wer in jungen Jahren raucht und sich diese Sucht frühzeitig wieder abgewöhnt, der wird auch bis ins hohe Alter ein gesundes Gebiss haben. An der Studie der Potsdamer Wissenschaftler nahmen 23.300 Menschen, Raucher und auch Nichtraucher teil, die über einen Zeitraum von mehreren Jahren beobachtet wurden. Die Herausgeber der Studie betonten aber auch, dass nicht nur das Rauchen für einen frühen Zahnverlust sorgen kann, es gibt noch andere Faktoren, wie zum Beispiel eine fehlende Mundhygiene, falsche Ernährung. Auch eine genetische Veranlagung kann dazu führen, dass die Zähne früh ausfallen oder von einem Zahnarzt gezogen werden müssen.

    Rauchen verkürzt das Leben

    Raucher müssen aber nicht nur damit leben das sie früher ihre Zähne verlieren als Nichtraucher, sie müssen auch davon ausgehen, dass ihre Lebenszeit kürzer ist. Rauchen schädigt das Zahnfleisch, aber auch die Atemorgane wie die Lunge und die Bronchien, es schwächt das Herz und ist Gift für die Blutgefäße. Lungenkrebs ist nur eine mögliche Diagnose für alle die Rauchen, auch Herzerkrankungen wie ein Infarkt oder eine Herzkranzverengung stellen ein großes Risiko für Raucher dar.

    Regelmäßig zum Zahnarzt gehen

    Wer trotz aller Gefahren die Hände nicht von der Zigarette lassen kann, der sollte mindestens zweimal im Jahr seine Zähne und vor allem sein Zahnfleisch untersuchen lassen. In diesem Fall können prophylaktische Maßnahmen helfen, die Zähne und das Zahnfleisch gesund zu erhalten. Zusammen mit einer guten und gründlichen Zahnhygiene können Raucher verhindern das sie frühzeitig ihre Zähne verlieren.

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  • Macht Butter wirklich dick?

    Macht Butter wirklich dick?

    Wer abnehmen will, der lebt nach dem Motto: Fett ist dein Feind, tierisches Fett sogar dein Todfeind. Zu den tierischen Fetten gehört auch die gute Butter und sie wird deshalb von allen, die ein paar Kilo verlieren wollen, gänzlich von der Speisekarte gestrichen. Leider ist Butter wie alle Fette, ein Geschmacksträger und wer schon einmal Weihnachtsplätzchen mit Butter und einmal mit Margarine gebacken hat, der kennt den Unterschied. Aber macht Butter wirklich dick oder ist das nur ein Mythos der Margarinehersteller?

    Fakten über Butter

    Wer 100 Gramm Butter isst, der nimmt 741 Kalorien zu sich. Die gleiche Menge Margarine liefert 704 Kalorien, aber kaum Energie. Butter enthält zudem die Vitamine A, E, D und K, diese Vitamine sind antioxidativ und schützen die Zellen vor den sogenannten freien Radikalen, die Krebs auslösen können. Butter hat aber leider auch eine Menge Cholesterin, etwa 200 Milligramm pro 100 Gramm, das bis heute für den schlechten Ruf der Butter sorgt, denn Butter gilt als Risikofaktor für Herzerkrankungen, wie den Herzinfarkt. Das stimmt so allerdings nicht, denn bei einem gesunden Menschen mit einem normalen Blutfettspiegel kann nicht viel passieren, wenn er Butter isst.

    Es kommt auf die Menge an

    Wie bei allen Lebensmitteln, so kommt es auch bei der Butter auf die Menge an, die gegessen wird. Wer abnehmen will, der sollte sich die Butter nicht gleich fingerdick aufs Brot schmieren, aber hin und wieder eine Scheibe frisches Brot mit Butter ist erlaubt und macht auf Dauer nicht dick. Selbst zum Spargel oder zum Backen muss auf Butter nicht verzichtet werden, aber auch hier gilt, es kommt auf die Menge an.

    Butter gab es immer schon

    Wie lange essen Menschen schon Butter? Seit über 1.000 Jahren, denn seit Menschen Kühe, Ziegen und Schafe als Nutztiere halten, melken sie diese Tiere auch und machen aus der Milch Butter. Im antiken Rom und auch in Griechenland diente Butter aber nicht nur als Nahrungsmittel, sie wurde auch zu medizinischen Zwecken verwendet. Die Germanen waren fest davon überzeugt, dass Butter die Haare gesund erhält und dass Fett die Kopfhaut wärmt.

    Butter oder Margarine?

    Butter oder Margarine – das ist natürlich auch eine Geschmacksfrage, wer aber konsequent abnehmen möchte, der sollte sich an die Margarine halten. Das gilt auch für Menschen, die einen erhöhten Cholesterinspiegel haben, denn auch dann ist Margarine immer die bessere Wahl. Butter ist aber nicht schädlich, und in vernünftigen Mengen genossen, treibt Butter auch nicht den Zeiger der Waage nach oben. Bei einer Diät kann Butter dabei helfen, einem kalorienarmen Essen mehr Geschmack zu verleihen, und das macht es einfacher, eine Diät auch durchzuhalten. Wer also eine Soße mit einem Stück Butter verfeinern möchte, der kann das tun, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

    Bild: © Depositphotos.com / ajafoto