Schlagwort: Herzinfarkt

  • Omega-3-Fettsäuren – mehr als ein Placebo?

    Omega-3-Fettsäuren – mehr als ein Placebo?

    Alle, die sich gesund ernähren wollen, die kommen an den Omega-3-Fettsäuren nicht vorbei. Fett spielt in der Ernährung eine wichtige Rolle, aber nicht alle Fette sind auch wirklich gesund. Essen wir zu viel Fett, dann macht sich das auf den Hüften bemerkbar und die Gefahr von Krankheiten wie Diabetes, Herzinfarkt und Schlaganfall steigt an. Es sollten „gute“ Fette sein, und hier kommen die Omega-3-Fettsäuren ins Spiel, denn diese Form von Fett gilt als besonders bekömmlich und als sehr gesund. Aber ist das wirklich so, oder haben die Omega-3-Fettsäuren letztendlich nur den berühmten Placebo-Effekt?

    Gesunde und ungesunde Fette

    Die unterschiedlichen Fette werden in Gruppen aufgeteilt, und zwar in gesättigte, einfach ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Tierische Fette, wie sie in der Wurst, im Schmalz, in der Butter und in der Wurst vorkommen, sind gesättigt und damit nicht so gesund wie ungesättigte Fettsäuren. Einfach ungesättigte Fettsäuren finden sich vor allem in Pflanzenölen wie Raps- oder Olivenöl, und als besonders gesund gelten die mehrfach ungesättigten Fettsäuren, zu denen auch die Omega-3-Fettsäuren gehören. Der Hauptlieferant für Omega-3-Fettsäuren ist Fisch oder besser gesagt das Fischöl aus Kaltwasserfischen. Wer sich gesund ernähren will, der muss mehrmals in der Woche Fisch essen, um die Menge an Omega-3-Fettsäuren zu bekommen, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken kann.

    Was können Omega-3-Fettsäuren bewirken?

    Zu den positiven Eigenschaften von Omega-3-Fettsäuren gehört die Prävention von Herz- und Kreislauferkrankungen, Omega-3-Fettsäuren können aber auch Menschen helfen, die unter Rheuma leiden. Die gesunden Fettsäuren steigern zudem die Leistungen des Gehirns und wirken sich positiv auf das Immunsystem aus. Um allerdings einen positiven Effekt erzielen zu können, muss die Dosierung stimmen, denn wenn das nicht der Fall ist, kann der Placebo-Effekt wirklich eintreten. Wie wirksam Omega-3-Fettsäuren sind, darüber streiten sich die Experten bis heute, denn wer zu wenig davon zu sich nimmt, der erzielt so gut wie gar keinen Effekt. Es sollten schon mehr als 1 Gramm täglich der gesunden Fettsäuren sein, damit Omega-3-Fettsäuren ihre gesunden Eigenschaften entfalten können.

    Welche Nahrungsmittel enthalten viele Omega-3-Fettsäuren?

    Eine der wichtigsten Quellen für Omega-3-Fettsäuren sind Fische. Besonders der Hering und die Makrele, aber auch Edelfische wie Lachs und Thunfisch sind gute Lieferanten für die gesunden Fettsäuren. Auch in Lein-, Raps- und Sojaöl sind viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren zu finden. Wer diese Öle für die Zubereitung von Speisen nutzt, der steht immer auf der richtigen Seite.

    Auf die Dosierung kommt es an

    Wie schon erwähnt, ist 1 Gramm die Grenze, denn wer weniger Omega-3-Fettsäuren zu sich nimmt, der erzielt kaum positive Effekte für seine Gesundheit. Es sollten mindestens 2 Gramm sein, um der Gesundheit etwas Gutes zu tun. Ernährungsexperten empfehlen Omega-3-Fettsäuren in Form von Fischöl zu sich zu nehmen. Dies kann in Form von Kapseln oder reinem Fischöl geschehen. Um den gewünschten Effekt zu erzielen müssen ca. 6-8 Fischölkapseln oder ein Esslöffel eines natürlichen Fischöls pro Tag eingenommen werden. Wie sehr die Menge die Gesundheit beeinflusst, das wird auch in einer Studie der Universität von Southampton deutlich. Professor Philip Calder und sein Team haben Omega-3-Fettsäuren vor allem in Hinsicht auf ihre entzündungshemmenden Eigenschaften untersucht und kamen zu erstaunlichen Ergebnissen. Der Körper produziert bei Entzündungen ein bestimmtes Hormon, mit dem Namen Prostaglandin Typ 2 und wenn der Körper Omega-3-Fettsäuren in einer ausreichenden Menge bekommt, dann reduziert sich automatisch die Produktion des Hormons. Bei Studienteilnehmern, die für die Untersuchung ein Placebo bekommen haben, wurde eine Reduzierung des Hormons von zehn Prozent nachgewiesen. Bei Probanden, die nur 1 g Omega-3-Fettsäuren bekamen, gab es keine erkennbaren Unterschiede und nur bei den Studienteilnehmern, die über zwei Gramm Omega-3-Fettsäuren bekamen, stellte sich eine deutliche Verbesserung ein. Damit weist die Studie nach, dass es bei Omega-3-Fettsäuren auf die Dosierung ankommt – mindestens 2 g Omega-3-Fettsäuren pro Tag.

    Bild: © Depositphotos.com / onepony

  • Schlafapnoe – gefährliche Atemaussetzer in der Nacht

    Schlafapnoe – gefährliche Atemaussetzer in der Nacht

    Viele Menschen wissen nicht, in welcher akuten Gefahr sie sich während der Nacht befinden, denn eine sogenannte Schlafapnoe bleibt oft unbemerkt. Die Atmung setzt dann für wenige Sekunden aus und während dieser Pausen nimmt der Sauerstoffgehalt im Blut immer wieder gefährlich ab. Zwar werden die Betroffenen kurz wach, wenn der Körper Alarm schlägt, aber die wenigsten können sich am Tag an diese Aufwachphasen erinnern. Eine Schlafapnoe bleibt trotzdem nicht unbemerkt, denn wer in der Nacht immer wieder aufwacht, weil die Atmung aussetzt, der ist am Tag zwangsläufig müde und unkonzentriert.

    Was sind die Ursachen für eine Schlafapnoe?

    Rund vier Prozent der Männer und zwei Prozent der Frauen in Deutschland leiden unter Schlafapnoe, und viele wissen es nicht einmal. Eine Ursache für die Atemaussetzer in der Nacht sind verengte Atemwege oder der Atemmuskel ist kurzzeitig nicht mehr in der Lage, mit dem Gehirn zu kommunizieren. Wer schnarcht, der muss mit einer Schlafapnoe rechnen und auch Menschen, die stark übergewichtig sind, leiden unter den Atemaussetzern während der Nacht. Die häufigste Form ist aber die obstruktive Schlafapnoe, die sogenannte OSA. Sie entsteht immer dann, wenn die Atemwege verengt sind und die Kraft der Muskeln nicht mehr ausreicht, um Luft zu holen. Bei dem Versuch Luft zu holen, wird der Widerstand in den Atemwegen so groß, dass es schließlich zu einer Atempause kommt. 80 % der Betroffenen, die unter einer Schlafapnoe leiden, haben Adipositas, sie sind fettsüchtig und ihr großes Körpergewicht sorgt über kurz oder lang dafür, dass sich die Atemwege so verengen, dass es zu Aussetzern beim Atmen kommt.

    Welchen Folgen kann eine Schlafapnoe haben?

    Bei Menschen, die unter Schlafapnoe leiden, setzt der Atem immer wieder für einen Zeitraum zwischen 20 und 30 Sekunden aus, nicht selten kann ein solcher Aussetzer aber auch über eine Minute anhalten. Meist ist es der Partner, der die Aussetzer bemerkt, und zwar immer dann, wenn das Schnarchen plötzlich abbricht und Stille herrscht. Die Betroffenen merken erst am nächsten Tag, dass die Nacht unruhig war, denn sie sind müde, sie können sich nicht mehr konzentrieren und nicken oftmals für mehrere Sekunden ein. Neben einer starken Tagesmüdigkeit kann es aber auch zu Bluthochdruck, zu Herzrhythmusstörungen, zu einem Schlaganfall oder zu einem Herzinfarkt kommen. Viele Betroffene leiden unter Bluthochdruck, denn immer wenn der Körper durch die Atemaussetzer unter Stress kommt, dann wird das autonome Nervensystem aktiv und das treibt dann den Blutdruck nach oben.

    Hilfe aus dem Schlaflabor

    Eine Schlafapnoe ist eine leise, aber eine große Gefahr. Wenn die Atempausen mehr als zehnmal in einer Stunde auftreten und länger als zehn Sekunden dauern, dann wird es Zeit, in ein Schlaflabor zu gehen und eine Atemtherapie zu machen. Nur ein Schlaflabor kann festgestellt werden, wie gefährlich eine Schlafapnoe wirklich ist, denn dort werden die Betroffenen während des Schlafes beobachtet und kontrolliert. Wer mehr über die persönliche Gefahr durch eine Schlafapnoe wissen möchte, der kann zum Beispiel einen einfachen Stresstest machen und so sehen, ob eine Gefährdung besteht. Aber ein Schlaflabor kann nicht nur feststellen, ob eine Schlafapnoe vorliegt, ein Schlaflabor wie das ambulante Schlafzentrum Osnabrück, bietet auch die Möglichkeit einer Therapie an. Schlafstörungen und eine Schlafapnoe können nicht nur die Gesundheit gefährden, sie beeinträchtigen auch das alltägliche Leben nachhaltig.

    Wie kann eine Schlafapnoe therapiert werden?

    Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie eine Schlafapnoe behandelt und therapiert werden kann. Handelt es sich um eine leichte Form, dann kann es schon hilfreich sein, ein paar Kilogramm abzunehmen. Auch der Verzicht auf Alkohol und Nikotin kann helfen, damit es nachts nicht zu Atemaussetzern kommt. Wer ruhig schlafen will, der sollte die Rückenlage vermeiden und auch spezielle Bissschienen können bei einer Schlafapnoe helfen.

    Bild: © Depositphotos.com / BVDC01

  • Nabelschnurblut aufbewahren kann Leben retten

    Nabelschnurblut aufbewahren kann Leben retten

    Jedes Paar, das ein Kind erwartet, wird mit unendlich vielen Informationen überflutet, die verarbeitet werden müssen. Soll man das Nabelschnurblut aufbewahren oder eher nicht? Auch mit dieser Frage müssen sich die zukünftigen Eltern auseinandersetzen. Im Nabelschnurblut sind einzigartige und kostbare Stammzellen enthalten, daher ist dieses Blut viel zu schade, um es einfach zu entsorgen. Aber was genau kann mit diesem besonderen Blut geschehen und welche Vorteile hat das Kind, wenn das Blut aus der Nabelschnur aufbewahrt wird?

    Ein Geschenk fürs Leben

    Wenn ein Kind geboren wird, dann bekommt es von der Natur ein einzigartiges und sehr wertvolles Geschenk – vitale, junge Stammzellen, die in millionenfacher Anzahl im Blut der Nabelschnur schwimmen. Aus diesen Basiszellen entsteht das Leben, sie machen aus einem Fötus ein Kind und aus dem Kind einen erwachsenen Menschen. Stammzellen helfen dabei, gesund zu bleiben, denn sie arbeiten als eine Art Reparaturtrupp, die verbrauchtes oder verletztes Gewebe wieder regenerieren. Je jünger die Zellen sind, umso größer ist ihre Fähigkeit, das menschliche Gewebe zu reparieren und es zu erneuern. Nabelschnurblut aufbewahren heißt, es stehen Millionen von gesunden und sehr jungen Stammzellen zur Verfügung, die auf einfachem Weg und immer unbedenklich gewonnen werden können. Das Nabelschnurblut aufbewahren bedeutet immer eine Quelle zu haben, wenn Stammzellen gebraucht werden.

    Wie kann man Nabelschnurblut aufbewahren?

    Wenn Eltern das Nabelschnurblut aufbewahren wollen, dann können Sie nicht nur ihrem eigenen Kind, sondern auch engen Verwandten wie den Geschwistern, aber auch einem nicht verwandten Menschen helfen und unter Umständen sogar das Leben retten. Folgende Aufbewahrungsmöglichkeiten stehen den Eltern dabei zur Verfügung:

    • Aufbewahrung in einer öffentlichen Bank für Stammzellen
    • Aufbewahrung in einer privaten Nabelschnurbank
    • Die Kombination aus einer Eigenspende und Fremdspende

    Wird das Nabelschnurblut bei einer privaten Nabelschnurbank aufbewahrt, dann müssen die Eltern selbst für die Lagerung und die spätere Aufbereitung aufkommen. Dafür stehen die Stammzellen nur dem Kind oder einem Mitglied der Verwandtschaft zur Verfügung und es kann zu jedem beliebigen Zeitpunkt abgerufen werden. Eltern, die Nabelschnurblut aufbewahren lassen wollen und sich für eine öffentliche Spende entscheiden, müssen für die Aufbewahrung und Aufbereitung nichts zahlen, aber sie haben auch keinen Einfluss mehr darauf, wer die Stammzellen bekommt. Die rund 400 Kliniken, die die Aufbewahrung anbieten, geben eine Gewähr, dass die Stammzellen auch bei eigenem Bedarf zur Verfügung stehen.

    Warum sind Stammzellen so wichtig?

    Nabelschnurblut aufbewahren kann nicht nur einem Kind das Leben retten, denn auch 47 % der erwachsenen Menschen bekommen Stammzellenspenden. Allerdings werden für einen Erwachsenen mehr Stammzellen benötigt, denn er hat das höhere Körpergewicht. Stammzellen aus Nabelschnurblut können aber nicht nur schwere Krankheiten wie zum Beispiel Leukämie bekämpfen, sie werden auch benötigt, um die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren, beispielsweise nach einem Herzinfarkt. Eigene Stammzellen sind für eine entsprechende Therapie natürlich die beste Lösung, denn der Körper erkennt die Zellen und wird sie nicht abstoßen. Bei einigen Krankheiten müssen allerdings fremde Stammzellen zum Einsatz kommen, denn nur so kann vermieden werden, dass eine Krankheit erneut ausbricht. Das gilt unter anderem auch für die Leukämie, denn die fremden Zellen sind in der Lage, die Leukämiezellen effektiver angreifen.

    Wie lange kann Nabelschnurblut gelagert werden?

    Viele Eltern stellen sich vielleicht die Frage, wie lange man Nabelschnurblut aufbewahren kann. Rein theoretisch kann das Blut aus der kindlichen Nabelschnur über einen Zeitraum von Jahrhunderten gelagert werden kann. Dazu muss das Blut mit den Stammzellen aber sehr sorgfältig aufbereitet und ebenso sorgfältig gelagert werden. Aufbewahrt wird Nabelschnurblut bei minus 200° Grad, denn nur bei dieser Temperatur kommt der Stoffwechselprozess fast komplett zum Erliegen: Die Stammzellen fallen in einen Dornröschenschlaf, wenn sie aber wieder „aufgeweckt“ werden, dann sind sie wieder wie neu, fit und jung wie unmittelbar nach der Geburt.

    Bild: © Depositphotos.com / arztsamui

  • Vorhofflimmern – ein Vorbote für Schlaganfälle

    Vorhofflimmern – ein Vorbote für Schlaganfälle

    Rund 1,8 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Herzrhythmusstörungen und die meisten wissen es noch nicht einmal. Besonders häufig ist das sogenannte Vorhofflimmern, ein Warnzeichen, was niemand auf die leichte Schulter nehmen sollte, denn Vorhofflimmern kann ein Vorbote für einen drohenden Schlaganfall sein. Aber wie entsteht dieses besondere Flimmern und was macht es so gefährlich? Warum sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen und gibt es eine Therapie, die das Flimmern beendet?

    Wie gefährlich ist ein Vorhofflimmern?

    Ein gesundes Herz schlägt rund 70 Mal in einer Minute, wenn es aber zu einem Vorhofflimmern kommt, dann erhöht sich die Zahl auf 150 Herzschläge in der Minute. Das stellt eine sehr große Belastung für den Herzmuskel und die reduzierte Pumpleistung des Herzens dar, für die Betroffenen bedeutet es ein stetiges Absinken der Leistungsfähigkeit. Anders als das deutlich gefährlichere Kammerflimmern führt das Vorhofflimmern nicht sofort zum Tod, aber in den Herzvorhöfen kann sich leicht ein Gerinnsel bilden, das schließlich in die Blutbahn gelangt und zum Gehirn wandern kann. Wird dann ein Gefäß verstopft, dann kommt es zu einem Schlaganfall. Über ein Drittel der Schlaganfälle geht heute auf ein Vorhofflimmern zurück.

    Die typischen Anzeichen des Vorhofflimmerns

    Das Herz rast und stolpert, es kommt zu Atemnot, zu starken Angstgefühlen, der Puls wird unregelmäßig und den Betroffenen wird schwindelig – das alles sind die typischen Anzeichen für diese besondere Form einer Herzrhythmusstörung. Die Betroffenen fühlen sich ohne erkennbaren äußeren Grund plötzlich krank, sie haben das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren und nicht selten auch Todesangst. Oft wird das gefährliche Flimmern mit einem Herzinfarkt verwechselt, und auch wenn es vielleicht seltsam klingt, aber wer mit der Verdachtsdiagnose Infarkt in ein Krankenhaus eingeliefert wird, der hat großes Glück. Bei einem EKG wird das Flimmern meist sehr schnell erkannt, und der Betroffene bekommt sofort die notwendige Therapie, die ihn in den meisten Fällen vor einem Schlaganfall bewahrt.

    Welche Ursachen gibt es?

    Wie alle Herzerkrankungen, so gibt es auch für das Vorhofflimmern verschiedene Ursachen. Die häufigste Ursache ist Bluthochdruck, dann folgt das Alter. Auch eine angeborene Herzmuskelschwäche, eine koronale Erkrankung des Herzens, ein Herzklappenfehler und auch eine Herzmuskelentzündung, wie sie sehr häufig nach einer nicht auskurierten Erkältung oder Grippe auftritt, kann ein Auslöser für diese Form der Herzrhythmusstörung sein. Menschen, die unter Diabetes leiden, starkes Übergewicht haben oder regelmäßig viel Alkohol trinken, müssen damit rechnen, dass ihr Herz ihnen auf diese Weise Probleme macht.

    Welche Behandlungen und Therapien sind möglich?

    Wenn die Rhythmusstörung rechtzeitig erkannt wird, dann kann sie erfolgreich mit Medikamenten behandelt werden. Wird sie aber zu spät erkannt, dann ist es schwer, einen normalen Sinusrhythmus, also einen normalen Herzrhythmus wieder herzustellen. In akuten Fällen ist eine elektrische Kardioversion, der sogenannte Elektroschock ein bewährtes Mittel, um das Herz wieder normal schlagen zu lassen. Ähnlich wie bei einem lebensgefährlichen Herzstillstand, so wird der Patient auch beim Vorhofflimmern unter Narkose kurz geschockt, und anschließend beginnt das Herz wieder im richtigen Rhythmus zu schlagen. Bevor geschockt wird, überzeugt sich der Arzt mittels einer Ultraschalluntersuchung aber davon, dass sich in den Herzvorhöfen kein Gerinnsel gebildet hat. Um ganz sicher zu gehen, wird eine Echokardiografie gemacht, bei der eine Ultraschallsonde mit einem sehr dünnen biegsamen Schlauch durch die Speiseröhre bis ans Herz geschoben wird. Zusätzlich bekommen die Betroffenen blutverdünnende Medikamente, die die Bildung eines Gerinnsels verhindern oder hemmen sollen. Nicht immer gelingt es, den Herzrhythmus wieder in einen normalen Bereich zu bekommen. In diesen Fällen werden die Ärzte versuchen, die Pulsfrequenz im Ruhezustand unter 110 oder noch besser unter 70 Schläge in der Minute zu bekommen. Um das zu erreichen, werden dem Patienten spezielle Medikamente verabreicht, wie zum Beispiel Betablocker oder auch Digitalis.

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  • Frische Luft in Flaschen – Chinas Mittel gegen Smog

    Frische Luft in Flaschen – Chinas Mittel gegen Smog

    Der Umweltgipfel in Paris ist gerade zu Ende gegangen, da meldet China Smogalarm und empfiehlt seinen Bürgern, doch besser zu Hause zu bleiben. Umweltverbände sprechen von der schlechtesten Luftqualität, die es jemals in China gegeben hat, denn in Großstädten wie Peking oder Shenyang wurden bis zu 1400 Mikrogramm des besonders gefährlichen Feinstaubs PM2.5 gemessen, dass 50-fache dessen, was die WHO als Obergrenze angibt. Aber viele Chinesen wissen sich zu helfen, sie kaufen frische Luft in Flaschen, die aus dem sauberen Kanada importiert wird.

    Smog als Todesursache

    Umweltverschmutzung und der daraus resultierende Smog macht den Chinesen gesundheitlich immer mehr zu schaffen. Die Zahl derjenigen, die an Krebs, an einem Herzinfarkt oder an einem Schlaganfall sterben, steigt stetig an, aber die Regierung ignoriert dieses große Problem. Zwar versuchen die jeweiligen Bezirksregierungen der schlechten Luft Herr zu werden, aber sie stehen auf verlorenem Posten. In den Wintermonaten werden die Heizungssysteme in den Millionenstädten hochgefahren und das sorgt für Smog, der es den Bewohnern unmöglich macht, weiter als 100 m zu sehen oder tief durchzuatmen. Die Augen brennen, der Rachen schmerzt und viele kaufen deshalb eine Atemmaske, um wenigstens das Gefühl zu haben, sich gegen die buchstäblich dicke Luft schützen zu können. Die Bezirksregierungen rufen die Anwohner auf, die Autos stehen zu lassen und stattdessen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren, und sie schließen die Schulen, damit wenigstens die Kinder nicht die lebensgefährliche Luft einatmen müssen.

    Mit importierter Luft gegen den Smog

    Auch wenn es wie eine aberwitzige Idee klingt, aber die Chinesen kaufen frische Luft, die in Kanada abgefüllt wurde und meinen, so dem Smog, der sie tagtäglich umgibt, entkommen zu können. Vor allem in der Hauptstadt Peking, das zum zweiten Mal in diesem Jahr in einer dichten, ungesunden Suppe aus Smog versinkt, steigt die Nachfrage nach frischer Luft in Flaschen sprunghaft an. Auf die Idee, frische Luft in Flaschen zu füllen, kam ein Kanadier mit Namen Moses Lam. Seit gut zwei Monaten verkauft er seine Sprühflaschen randvoll mit sauberer kanadischer Luft an die Volksrepublik, und hat seitdem eine mehr als lukrative Einnahmequelle für sich entdeckt. Umgerechnet 22 Euro kostet eine Flasche mit 7,7 Litern garantiert sauberer Luft aus den Rocky Mountains, und 4000 dieser Frischluftflaschen hat Moses Lam bereits nach Fernost versandt. Eigentlich war die Idee, frische Luft in Flaschen zu füllen, eine Schnapsidee, aber als die ersten 500 Flaschen, die Lam bei eBay anbot, in nur wenigen Tagen vergriffen waren, wurde daraus eine Geschäftsidee.

    Frische Luft – der Luxus gegen Smog

    Während die überwiegende Mehrheit der Chinesen weiter im Smog leben und die schlechte Luft ungefiltert einatmen muss, kann sich die chinesische Oberklasse den Luxus leisten, kanadische Luft in Flaschen zu atmen. Es sind vor allem Frauen, die es sich leisten können, Frischluftflaschen zu kaufen, die 50-mal so viel kosten wie eine Flasche Mineralwasser. Sie verwenden die Luft aus Kanada bei sich zu Hause oder verschenken sie an Freunde. Aktuell ist es im Trend, bei einer Party eine Flasche frische Luft dabei zu haben, um seine Freunde damit zu besprühen.

    Ein Problem und keine Lösung

    Braunkohle ist der Klimakiller Nummer eins weltweit, aber Länder wie China sind auf diese ungesunde Art der Energieversorgung angewiesen. Zum Heizen, aber vor allem auch für die Gewinnung von Strom setzt China nach wie vor auf Braunkohle und das führt besonders in der kalten Jahreszeit zu starkem Smog. Die einzige Hoffnung für die leidgeplagten Chinesen in den großen Städten ist das Wetter, denn wenn der Wind dreht und dann aus einer günstigen Richtung weht, dann können die Menschen in den Millionenstädten vorsichtig durchatmen. Leider sieht es im Moment nicht nach einer Wetterveränderung aus.

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  • Gesunde Zähne für ein gesundes Leben

    Gesunde Zähne für ein gesundes Leben

    „Lächeln ist die eleganteste Art, seinem Gegner die Zähne zu zeigen“, sagt ein altes Sprichwort, aber nicht jeder kann unbefangen und strahlend lächeln, wenn die Zähne nicht vorzeigbar sind. Gesunde Zähne machen nicht nur ein schönes Lächeln möglich, gesunde Zähne sind auch ein wichtiger Eckpfeiler, wenn es um die Gesundheit an sich geht. Werden die Zähne krank, dann hat das unschöne Folgen, weil nicht nur das Lächeln verschwindet, auch essen wird zunehmend schwerer, was letztendlich Mangelerscheinungen zur Folge hat.

    Gesunde Zähne von Anfang an

    Die Zähne werden schon im Mutterleib angelegt, aber der erste Zahn bricht erst sechs bis acht Monate nach der Geburt in einem meist schmerzhaften Prozess durch. Zuerst sind die mittleren Schneidezähne im Unterkiefer zu sehen, dann folgen die seitlichen Schneidezähne und schließlich die Eckzähne. Das Milchgebiss besteht aus 20 Zähnen, der erste bleibende Zahn ist der Backenzahn, der sich im sechsten Lebensjahr seinen Weg durch den Kiefer bahnt. Bis zum zwölften Geburtstag verschwinden die Milchzähne nach und nach, die bleibenden Zähne bilden sich aus, und ab dem 17. Lebensjahr wird das bleibende Gebiss durch die Weisheitszähne komplettiert. Insgesamt sind es dann 32 Zähne, die gut gepflegt werden müssen, damit sie ein Leben lang gesund bleiben. Kinder, die gesunde Zähne haben, werden auch als Erwachsene wenig Probleme haben, deshalb ist es sehr wichtig, dass Kinder schon früh lernen, ihre Zähne richtig zu pflegen.

    Gesunde Zähne sind kein Zufall

    Zähne sind widerstandsfähig, aber sie müssen entsprechend gepflegt werden, damit sie gesund bleiben. Tägliches Zähneputzen, die Verwendung von Zahnseide und einer speziellen Bürste für die Zahnzwischenräume, sowie regelmäßige Kontrollbesuche beim Zahnarzt sollten zur Pflege der Zähne dazugehören. Mit zunehmendem Alter werden die Zähne immer brüchiger und fallen schließlich aus, es beginnt die Zeit der dritten Zähne, wie Zahnersatz und Zahnprothesen auch gerne genannt werden. Während in früheren Zeiten nur eine Vollprothese infrage kam, arbeitet die Zahnmedizin heute mit unterschiedlichen Modellen beim Zahnersatz.

    Das Herz und die Gefäße leiden

    Gesunde Zähne sorgen nicht nur für ein strahlendes Lächeln, sie sind auch maßgeblich an der allgemeinen Gesundheit beteiligt. Karies und Parodontitis können unter anderem das Herz schädigen, denn die Bakterien, die die Zähne krank machen, dringen in die Blutbahn ein und schädigen die Gefäße. Die empfindlichen Gefäße werden auf diese Weise weniger elastisch, sie können sich nicht mehr ausdehnen und das kann zu Herzinfarkten und Schlaganfällen führen. Studien beweisen, dass Menschen mit weniger gesunden Zähnen öfter eine koronale Herzerkrankung haben, als diejenigen, deren Zähne weder Karies noch Parodontitis aufweisen.

    Die Möglichkeiten der modernen Zahnmedizin

    Keiner möchte mit einer unschönen Zahnlücke durchs Leben gehen, und wenn die Backenzähne fehlen, dann wird das Kauen sehr mühsam. Wurde das menschliche Gebiss früher komplett durch ein künstliches Gebiss ersetzt, so haben die Zahnärzte heute eine breit gefächerte Palette, wenn es um den Ersatz für die natürlichen Zähne geht. Implantate sind zu einem beliebten Zahnersatz geworden, denn die Implantate, die fest im Kieferknochen verankert werden, halten ein Leben lang und sie sind, was die Funktionalität angeht, kaum von einem echten Zahn zu unterscheiden. Zahnspangen sind nicht nur bei Kindern ein Thema, auch immer mehr Erwachsene lassen sich heute die Zähne mit der Hilfe einer Spange richten. Zahnkliniken wie der DentalPark, bieten eine gesamtheitliche Behandlung der Zähne an. Auch Patienten, die mit einer Dentalphobie, einer extremen Angst vor dem Zahnarzt zu kämpfen haben, müssen sich in einer modernen Zahnklinik keine Sorgen machen. Auf Wunsch werden die Zahnbehandlungen unter Narkose durchgeführt, die von einem erfahrenen Anästhesisten überwacht wird.

    Gesunde Zähne machen das Leben in jeder Hinsicht leichter, und wer bis ins hohe Alter gesunde Zähne haben möchte, der muss sich gut um seine Zähne kümmern.

    Bild: © Depositphotos.com / luckybusiness