Schlagwort: Hirn

  • Warnfarbe Rot als Appetitanreger – Appetitanregende Wirkung

    Warnfarbe Rot als Appetitanreger – Appetitanregende Wirkung

    Rot als Appetitanreger? Rot gilt als Warnfarbe. Dennoch haben Forscher nun herausgefunden, dass genau diese Farbe den Appetit anregt. Dazu haben die Wissenschaftler nicht nur erkannt, wo die Ursache dafür liegt. Dabei spielen unsere Augen sowie unser Gehirn eine nicht unwesentliche Rolle.

     

    Die Farbe Rot

    Rot ist nicht nur eine Warnfarbe. Ebenso ist sie als die Farbe der Liebe bekannt. Rot kommt in der Natur häufig vor und ist beliebt im sowie am Körper. Trotz der Häufigkeit der Vorkommnisse können die meisten Säugetiere die Farbe nicht sonderlich gut wahrnehmen. Menschen hingegen sehen darin eine Signalfarbe. Allerdings kann Rot auch als Lockmittel funktionieren. Aus diesem Grund haben Forscher untersucht, wie sich die Farbe auf die Wahl unserer Nahrungsmittel auswirkt.

     

    Rot als Appetitanreger – Appetitanregende Wirkung

    Kennzeichnen für die Warnfarbe ist, dass sie laut den Wissenschaftlern im Raffaella Rumiati auch eine Wirkung auf das Gehirn besitzt. Dazu konnten die Forscher eine appetitanregende Wirkung nachweisen. Zuvor haben Studien gezeigt, dass die Signalfarbe mit dem Geschmack und Geruch in Verbindung gebracht wurde. Allerdings nehme der Sättigungsgrad eine viel wichtigere Rolle bei der Vorliebe für Rot ein. Rumiati äußert dazu: „Unser Auge hat sich vermutlich so entwickelt, dass es schnell nahrhafte Früchte vom Grünzeug des Dschungels unterscheiden konnte“.

     

    Zusammenhang zu Nährstoffen

    Die Farbe von Lebensmitteln aus der Natur sage viel über den Kaloriengehalt aus. Francesco Foroni, welcher mit der Wissenschaftlerin Rumiati zusammengearbeitet hat, erklärt: „Je rötlicher ein unverarbeitetes Lebensmittel aussieht, desto nahrhafter ist es zumeist“. Somit lässt sich sagen, dass grüne Nahrungsmittel in der Regel weniger Kalorien besitzen.

     

    Rolle des Auges

    Unsere Augen sind so entwickelt, dass sie vor allem Rot und Grün gut unterscheiden können. In Anbetracht dessen ist es nicht verwunderlich, dass unser Gehirn diese Hierarchie ebenso erkennt. Eine Studie hat gezeigt, dass Probanden den unterschiedlichen Kaloriengehalt von roten Lebensmittel nahezu immer höher eingeschätzt haben. Der Zusammenhang wird also durchaus auch auf unser Einschätzungsvermögen übertragen.

  • Angst vor dem Zahnarzt – Bedeutung der Störung (Phobie)

    Angst vor dem Zahnarzt – Bedeutung der Störung (Phobie)

    Die Angst vor dem Zahnarzt zählt zu den Phobien. Zwar ist kaum ein Mensch erfreut, wenn er zum Zahnarzt muss. Aber Menschen mit einer Zahnarztphobie zeigen krankhafte Ängste. Diese machen meistens eine Behandlung unmöglich. Als Auslöser der starken Angst vor dem Zahnarzt kommt zumeist ein äußerst unangenehmes Erlebnis in Betracht.

     

    Was wird unter Angst vor dem Zahnarzt verstanden?

     

    Wem wird nicht ein wenig mulmig bei dem Gedanken an den Bohrer beim Zahnarzt und die damit verbundenen Schmerzen. Ebenfalls das Gefühl des Ausgeliefertseins auf dem Behandlungsstuhl ist eine ganz natürliche Reaktion.

     

    Doch manche Menschen fürchten sich derart stark, dass sie gänzlich auf den Zahnarztbesuch verzichten. Vereinbarte Termine werden kurz vorher wieder abgesagt. Eines Tages gehen diese Menschen gar nicht mehr zum Zahnarzt. Aus einer ganz normalen Angst vor der Zahnbehandlung entstand eine Zahnarztphobie.

     

    Symptomatik der Angst vor dem Zahnarzt

     

    Angst vor dem Zahnarzt endet in einem Teufelskreis. Denn wird nicht regelmäßig zum Zahnarzt gegangen, bildet sich ein kleines Problem schnell zu einem großen heraus. Aus einer beginnenden Karies entsteht beispielsweise die komplette Zahnzerstörung.

     

    Betroffene, die unter diesem Phänomen leiden, nehmen lieber schwere Zahn- und Zahnfleischschäden in Kauf. Zu vorhandenen Schmerzen gesellen sich leicht Schamgefühle. Diese basieren auf ein weniger schön aussehendes Gebiss und dem zumeist faulig riechenden Atem.

     

    Daraus folgt ein kompletter Rückzug aus dem sozialen Umfeld. Einige entwickeln im weiteren Verlauf Depressionen oder weitere psychische Erkrankungen.

     

    Ursachen einer starken Angst vor dem Zahnarzt

     

    Als Auslöser der Zahnarztphobie zeichnet meist eine sehr negative Erfahrung während eines Zahnarztbesuchs verantwortlich. Dies können unter anderem

     

    • auftretende Schmerzen während der Zahnbehandlung
    • Angst, nicht ausreichend Luft zu bekommen
    • Beklemmungen auf Grund des Gefühls des Ausgeliefertseins

     

    sein.

     

    Beim nächsten Zahnarzttermin ruft unser Hirn diese negativen Erlebnisse automatisch auf. Dies kann auch schon beim bloßen Gedanken an den Zahnarzt geschehen. Atemnot, Herzrasen und Schweißausbrüche sind keine seltenen Symptome.

     

    Aber auch Gruselgeschichten von anderen Menschen über schmerzhafte Erfahrungen tragen dabei bei, die Angst vor dem Zahnarzt zu schüren. Die Panik nimmt immer stärker zu, je größer der Abstand zum letzten Zahnarztbesuch wird.

     

     

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  • Schmackhafteste Pillen weltweit – Nüsse als Gesundheitsschutz

    Schmackhafteste Pillen weltweit – Nüsse als Gesundheitsschutz

    Nüsse als Gesundheitsschutz. Obwohl Mandeln nicht zu den Nüssen zählen, liefern diese Steinfrüchte zahlreiche Ballaststoffe und ungesättigte Fettsäuren. Vielmehr sind Mandeln mit der Kirsche und Aprikose verwandt.

    Nüsse zeigen einen hohen Gesundheitswert. So halten sie das Gehirn, die Haut und das Herz jung. Studien zeigen außerdem, dass Nüsse eher schlank machen. Und nicht – wie bislang angenommen – zur Gewichtszunahme führen.

     

    Neue Erkenntnisse zu Nüssen

    Lange Zeit waren sie als wahre Kalorienbomben verschrien. Doch heute wird von Seiten der amerikanischen Gesundheitsbehörde das Knabbern von etwa 40 g Nüssen täglich empfohlen. Demgemäß kann ein regelmäßiger Verzehr von Nüssen laut durchgeführten Untersuchungen einen effektiven Schutz vor

     

    • Diabetes
    • Erkrankungen des Herzens
    • Gedächtnisschwäche
    • Übergewicht
    • Schlaganfall

     

    bieten. Forscher fanden heraus, dass Nüsse die Wärmeproduktion ankurbeln. Das heißt, Energie wird verbraucht. Dies wiederum führt zu einer Gewichtsreduktion.

     

    Nüsse als Gesundheitsschutz

     

    Obwohl Mandeln nicht zu den Nüssen zählen, liefern diese Steinfrüchte zahlreiche Ballaststoffe und ungesättigte Fettsäuren. Vielmehr sind Mandeln mit der Kirsche und Aprikose verwandt. Diese Stoffe wirken sich positiv auf die Blutfettwerte aus. Einer chinesischen Studie zufolge wirken die, in der Haut der Mandeln enthaltenen, Ballaststoffe sich regulierend auf die menschliche Darmflora aus.

     

    Darüber hinaus bieten Nüsse hohe Mengen an Magnesium und Kalzium. Dies ist bedeutsam für Muskeln und Knochen. Ferner bieten sie einen Reichtum am Spurenelement Zink, Selen, Vitamin E und sekundären Pflanzenstoffen. Wie Untersuchungen des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums zeigen, können Nüsse hier sehr gut mit Spinat, Goji- und Blaubeeren mithalten.

     

    Insbesondere Walnüsse enthalten mehr als 13.000 antioxidative Einheiten. Jene werden ausschließlich von schwarzen Johannisbeeren und Acaibeeren übertroffen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass in Nüssen enthaltene Antioxidantien zur

     

    • Verbesserung der Blutgefäßfunktionen
    • Eindämmung chronischer Entzündungen
    • Vermeidung von Krebserkrankungen

     

    beitragen können. Bereits zwei Nussportionen in der Woche wirken sich positiv auf die menschliche Gesundheit aus. In Haselnüssen sticht vor allem der hohe Eisengehalt heraus.

     

    Gute Haltbarkeit von Nüssen

     

    Am längsten können Nüsse frisch gehalten werden in ihrer eigenen Schale. Denn die Zufuhr von Luft und Licht verringert den Gehalt an Vitaminen. Ferner werden gesättigte Fettsäuren ranzig. Aus diesem Grunde empfiehlt sich ein Kauf von Kernen einzig in gut verschlossenen Verpackungen. Geöffnete Tüten sollten in ein verschließbares Gefäß umgefüllt und dunkel gelagert werden.

     

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  • Symptome einer Hämochromatose – was wird darunter verstanden?

    Symptome einer Hämochromatose – was wird darunter verstanden?

    Nicht immer sorgen wertvolle Mineralstoffe dafür, dass sich der Organismus voll und ganz seinen Aufgaben widmen kann. Hin und wieder kann es auch gesundheitsgefährdend sein. So kann Eisen zum Beispiel zur Hämochromatose führen.

     

    Das Eisen und die Hämochromatose

    Eisen ist ein Nährstoff. Dieser bietet für

    • das Blut
    • die Zellen
    • die Vitalität

     

    und viele weitere Körperfunktionen eine wichtige Stütze.

     

    Das Eisen steckt in einer Vielzahl von Lebensmitteln. So kann dieses problemlos mit der Nahrung aufgenommen werden. Darüber hinaus können bei einem kleinen Mangel auch spezielle Nahrungsergänzungsmittel den Speicher erneut auffüllen.

     

    Doch manchmal kann es auch sein, dass Anzeichen wie

    • Müdigkeit
    • Schwindel oder
    • schmerzende Gelenke

     

    nicht auf einen Eisenmangel, sondern auf die Eisenspeicherkrankheit hindeuten können. Diese wird unter Medizinern auch Hämochromatose genannt. Statt eines Mangels hat der Körper dann einen zu hohen Anteil an Eisen.

     

    Hämochromatose – was wird darunter verstanden?

    Wer unter der Eisenspeicherkrankheit Hämochromatose leidet, hat im Gegensatz zu anderen das Mineral Eisen im Überfluss im Körper. Ein relativ häufiges Symptom der Hämochromatose besteht dabei in den Genen.

     

    Durch einen Defekt in den Genen kann es dann dazu kommen, dass der Darmbereich große Probleme hat, Eisen in normalen Mengen aufzunehmen. Der Anteil der Menschen, die aus erblichen Gründen an Hämochromatose leiden können, ist aber mit etwa 6 Prozent recht klein.

     

    Im Normalfall nimmt der Körper täglich rund ein Milligramm Eisen auf. Dies benötigt dieser zum Auffüllen der Speicher des Organismus. Das passiert meist durch eine Rückkopplung aus der Leber in Verbindung mit dem Heidin Eiweiß. Bestehen nun die Symptome einer Hämochromatose für einen Gendefekt, kann der Körper nicht genug Hepcidin produzieren. Dies hat zur Folge, dass der Darm viel zu viel Eisen aufnimmt. Daraus resultiert das Abführen von Eisen bis zu einer zwanzigfachen Menge.

     

    Symptome der Hämochromatose

    Sind die Eisenspeicher auf Grund des erhöhten Eisenvorkommens bereits alle ausgeschöpft, sucht sich das restliche Eisen seinen Weg bis zum Gewebe von Organen. Im Laufe der Zeit kommt es dann zur Zerstörung des Gewebes. Es bilden sich funktionslose Narben.

     

    Fehlfunktion der Organe

    Eines der ersten Symptome einer vorliegenden Hämochromatose ist dann eine Fehlfunktion verschiedener Organe. Sie kann bis zum Totalausfall führen. Extrem bemerkbar machen sich diese Symptome dann

    • in der Leber
    • innerhalb der Bauchspeicheldrüse
    • im Herzmuskel
    • im Bereich der Hirnanhangdrüse Drüse sowie
    • in der Schilddrüse.

     

    So besteht zu einem späteren Zeitpunkt die Möglichkeit plötzlich erhöhter Werte der Leber. Zudem kann diese viele größer als normal werden. Erfolgt keine schnelle Behandlung, kann eine Spätfolge des Eisenüberschusses Krebs sein.

     

    Aber auch in den anderen Organen können die schädlichen Symptome der Hämochromatose auftreten. Folgekrankheiten wie

    • Diabetes
    • Herzschwäche
    • Herzrhythmusstörungen
    • Testosteronmangel bei Männern
    • vorzeitigen Wechseljahre bei Frauen
    • und Osteoporose

     

    sind dann keine Seltenheit.

     

    Selten auftretende Anzeichen für eine Hämochromatose

    Neben den im meist fortgeschrittenen Stadium der Hämochromatose auftretenden Anzeichen, kann es auch eine Reihe seltener Symptome geben. Dazu zählen

    • Gelenkschmerzen in Händen und Füßen
    • häufige Müdigkeit
    • oder eine Färbung der Haut (Bronzetönung).

     

    Ein Arztbesuch kann Klarheit bringen

    Die Eisenspeicherkrankheit gehört zu den Krankheiten, die sich relativ plötzlich bemerkbar machen können. Daher kann es ratsam sein, bei Bemerken erster Symptome einen Arzt aufzusuchen. Dieser wird im ersten Schritt bei einem eventuellen Verdacht der Hämochromatose erst einmal nach dem Eisenvolumen im Körper schauen.

     

    Dabei sind vor allem der Eisenspiegel im Serum und die Transferrinsättigung sehr wichtig. Darüber hinaus kann auch die Serumferritinkonzentration ein wichtiger Anhaltspunkt für die Symptome der Hämochromatose sein.

     

    Tritt nach der Untersuchung ein Wert von über 60 Prozent bei der Transferrinsättigung und über 300 Mikrogramm pro Liter in der Serumferritinkonzentration auf, dann sind dies sichere Anzeichen für eine Eisenspeicherkrankheit.

     

    Es durchaus vorkommen kann, dass diese Krankheit eher durch Zufall bei einer Blutkontrolle entdeckt wird. Daher zeigt gegebenenfalls so manches Organ bereits erste Anzeichen für eine Funktionsstörung. Aus diesem Grunde ist es völlig normal, wenn der Arzt nach dem Feststellen der Erkrankung noch weitere Untersuchungen folgen lässt. Dazu kann auch das MRT oder das CT gehören.

     

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  • Syphilis was ist das? Verlauf und Behandlung

    Syphilis was ist das? Verlauf und Behandlung

    Wenn Sie sich fragen, Syphilis was ist das, erhalten Sie im foglenden die Antwort.

    Die Syphilis gehört zu den sexuell übertragbaren Krankheiten. Sie tritt ausschließlich beim Menschen auf und wird von Mensch zu Mensch über Schleimhautkontakt übertragen. Ebenfalls können schwangere Frauen den Erreger, Preponema pallidum, auf das Kind übertragen. Schliesslich führt Syphilis im Endstadium unbehandelte zum Nervenverfall.

     

    Symptome und Verlauf der Syphilis

    Nach der Infektion mit dem Erreger kommt es zur Bildung eines oder mehrere schmerzfreier, harter Knötchen. Besser Formuliert Knötchen an äußeren Geschlechtsteilen oder im Mund, respektive eine Schwellungen der Lymphknoten. Die Krankheit verläuft in vier Stadien. Dies sind die primäre, sekundäre, Spätsyphilis und Neurosyphilis. Im Verlauf der aufeinander folgenden Stadien der Erkrankung werden Haut und innere Organe befallen. Am Ende breitet sich die Krankheit auf das zentrale Nervensystem aus. Dabei kommt es zu auffälligen Persönlichkeitsveränderungen durch die Betroffenheit des Gehirns und zu Kontrollverlust bei der Mobilität.

    Früher galt die Krankheit häufig als Strafe für ausschweifendes Leben. Durch die Erfindung des Penicillins wurde sie in unseren Breiten in den Hintergrund gedrängt. Wahrscheinlich als Folge des Fernreiseverkehrs mit sexuellen Freizügigkeiten ist sie seit den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts wieder stärker verbreitet.

     

    Syphilis was ist das – Diagnose und Behandlung von Syphilis

    Diagnostiziert wird die Krankheit durch den Nachweis von Antikörpern. Zur Behandlung werden Penicillin, beziehungsweise gleichwirkende Antibiotika bei Penicillin-Allergie, eingesetzt. Wird eine Diagnose bereits vor Ablauf des ersten Jahres der Syphilis gestellt, dauert die Behandlung ca. 14 Tage, je nach Stadium später länger. Dabei ist der beste Schutz gegen diese Erkrankung ein Kondom beim Sexualverkehr mit wechselnden Partnern zu verwenden. Außerhalb des Körpers kann das Bakterium kaum überleben.

     

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    Weiterführende Links:

    Bundesamt für Gesundheit BAG

  • Forschung Alzheimer – Ist Einsamkeit ein Frühwarnzeichen?

    Forschung Alzheimer – Ist Einsamkeit ein Frühwarnzeichen?

    Aktuellen Forschungen zufolge erkranken vereinsamte Personen vermehrt an Alzheimer. Der geistige Abbau könnte eine Begünstigung durch eine stetige geistige Unterforderung erfahren. Allerdings zeigen weitere Befragungen, dass Einsamkeit ebenfalls ein Anzeichen für eine beginnende Demenz sein könnte.

     

    Ablagerungen von Protein im Gehirn

    Nancy J. Donovan untersuchte zusammen mit ihren Kollegen insgesamt 79 Senioren sowie deren Gehirne. In ihrer Untersuchung wurden die Probanden nach deren Einsamkeitsgrad befragt. Die durchschnittlich 76 Jahren alten Damen und Herren gaben zu Beginn der Studie keinerlei Anzeichen geistiger Probleme. Die Antworten beliefen sich auf 5,3 von möglichen 12 Punkten.

     

    Beim Durchleuchten der Gehirne der Senioren fanden sich Eiweißablagerungen. Diese lassen sich bei gesunden Menschen ebenfalls nachweisen. Jedoch finden sie sich hauptsächlich in hohem Maße im Hirn von Patienten mit Alzheimer. Sich einsam fühlende Personen haben sieben Mal mehr Eiweißablagerungen im Gehirn als zufriedene Menschen. Als überraschend wurde der Zusammenhang bei Studienteilnehmern wahrgenommen, die über eine bestimmte genetische Variante verfügten. Eine erhöhte Alzheimergefahr besteht bei Betroffenen mit dem Gen APOEε4. Gerade bei diesem Personenkreis haben sich nicht nur erhebliche Proteinmengen im Gehirn gesammelt. Sie fühlen sich ferner auch äußerst einsam.

     

    Beeinflussung der Gefühle durch Alzheimer

    Es kann davon ausgegangen werden, dass Vereinsamung mit krankhafter Veränderung im Hirn einhergeht. Daraus schlussfolgern Donovan und ihre Kollegen, dass Einsamkeit ein Frühwarnzeichen für Alzheimer sein kann. Als geklärt gilt, dass Ängstlichkeit, Depressionen und Reizbarkeit eine Alzheimererkrankung ankündigen können. Jedoch ist bislang noch unbekannt, wie hoch die Bedeutsamkeit von Emotionen und Änderungen des Verhaltens bei der Alzheimerentstehung sind.

     

    Entdecken der Frühwarnzeichen

    So kann es Sinn machen, ebenso nach sozialen wie auch emotionalen Aspekten wie der Einsamkeit zu suchen. Damit lässt sich in Zukunft wahrscheinlich ein individuelles Erkrankungsrisiko an Demenz besser einschätzen. Dies wird bislang immer noch als problematisch angesehen. Werden Alzheimer und weitere Demenzerkrankungen erkannt, sind diese normalerweise bereits so weit fortgeschritten, dass ein Krankheitsstopp bisher unmöglich war. Lassen sich diese Krankheiten jedoch in einem frühen Stadium erkennen, bestehen wesentlich bessere Chancen.

     

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    Quelle:

    Nancy J. Donovan et al.: Association of Higher Cortical Amyloid Burden With Loneliness in Cognitively Normal Older Adults, JAMA Psychiatry. Published online November 2, 2016. doi:10.1001/jamapsychiatry.2016.2657

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27806159