Schlagwort: Hirn

  • Mittelohrentzündung unbedingt behandeln lassen

    Mittelohrentzündung unbedingt behandeln lassen

    Kalte Luft und eisiger Wind sorgen bei vielen Menschen in den Wintermonaten für unangenehme Ohrenschmerzen. Immer wenn in den Ohren ein ziehender oder stechender Schmerz zu spüren ist, dann sollte man das nicht auf die leichte Schulter nehmen, sondern einen Ohrenarzt aufsuchen. Hinter diesen Schmerzen kann sich eine Mittelohrentzündung verbergen, die im schlimmsten Fall sogar zum Verlust des Hörvermögens führen kann, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird.

    Wie entsteht eine Mittelohrentzündung?

    Am Anfang einer Mittelohrentzündung steht in der Regel eine Erkältung oder ein grippaler Infekt. Selbst wenn die Erkältung harmlos ist, kann sich nach ein paar Tagen ein stechender oder ziehender Schmerz bemerkbar machen, oftmals hören die Betroffenen auch nicht mehr so gut wie gewohnt. Ausgelöst wird eine Mittelohrentzündung durch Viren oder Bakterien, die sich eigentlich im Nasen-Rachen-Raum angesiedelt haben und von dort aus ins Mittelohr wandern. Handelt es sich um einen starken Schnupfen, dann kann es auch passieren, dass das Ohr von einer zur anderen Minute plötzlich zu ist. Der Nasen-Rachen-Raum werden durch die sogenannte Eustachischen Röhre und die Ohrtrompete miteinander verbunden. Hat man eine Erkältung, dann schwillt die Schleimhaut in der Ohrtrompete an und das Mittelohr wird nicht mehr ausreichend belüftet, in der Folge kommt es zu einer Mittelohrentzündung.

    Wie wird eine Mittelohrentzündung behandelt?

    Wenn die Schmerzen im Ohr immer schlimmer werden und wenn das Hörvermögen immer mehr nachlässt, dann wird es höchste Zeit zu einem HNO-Arzt zu gehen, denn eine Mittelohrentzündung muss auf jeden Fall behandelt werden. Wie jede andere Infektion, so lässt sich auch eine Mittelohrentzündung mit Schmerzmitteln und mit Medikamenten, die die Entzündung hemmen, gut behandeln, vorausgesetzt die Betroffenen gehen auch rechtzeitig zum Arzt. Wenn eine Infektion durch Bakterien nachgewiesen wird, dann wird der Arzt ein Antibiotikum verschreiben. Das ist auch immer dann der Fall, wenn die Beschwerden nach zwei bis drei Tagen nicht komplett abklingen. Selbst wenn Antibiotika in der Kritik sind, bei einer bakteriellen Infektion können auf diese Weise schwere Komplikationen verhindert werden.

    Welche Folgen kann eine unbehandelte Mittelohrentzündung haben?

    Wird eine Mittelohrentzündung nicht rechtzeitig und mit den richtigen Mitteln behandelt, dann kann das schwerwiegende Folgen haben. So ist es zum Beispiel möglich, dass die Mittelohrentzündung den Gleichgewichtssinn in einem erheblichen Maß beeinträchtigt, und auch ein Gesichtsnerv kann beschädigt werden. Eine Mittelohrentzündung kann zu einem Abszess mit einem Warzenfortsatz, einer sogenannten Mastoiditis führen, und wenn das der Fall ist, dann muss das betroffene Ohr auf jeden Fall operiert werden. Breitet sich die Entzündung des Mittelohrs bis ins Innenohr aus, dann führt das im schlimmsten Fall zu einem vollständigen Verlust des Hörvermögens. Noch schlimmer ist es, wenn die Entzündung bis ins Gehirn durchbricht, denn das kann lebensgefährlich werden.

    Keine Hausmittel verwenden

    Bekanntlich ist in der Natur gegen jede Krankheit das passende Kraut gewachsen, bei einer akuten Mittelohrentzündung raten Ärzte jedoch dringend davon ab, zu alten Hausmitteln wie etwa einem Säckchen zu greifen, das mit Zwiebeln gefüllt ist. Der Betroffene hat zwar starke Schmerzen, aber er weiß nicht, warum ihm das Ohr solche Schmerzen bereitet. Wenn es bei einer Mittelohrentzündung zu einem typischen Krankheitsbild wie zum Beispiel einem vorgewölbten und geröteten Trommelfell kommt und wenn ein eitriges Sekret auf eine bakterielle Ursache schließen lässt, dann kann das nur der Arzt im Rahmen einer gründlichen Untersuchung sehen. Besonders unangenehm ist eine Mittelohrentzündung bei Kindern, die den Schmerz noch nicht lokalisieren können. Eine Mittelohrentzündung macht sich bei kleinen Kindern fast immer durch hohes Fieber und starke Schmerzen bemerkbar. In diesem Fall sollten Eltern sofort einen HNO-Arzt oder einen Kinderarzt aufsuchen, der das Trommelfell untersucht. Kinder unter zwölf Jahren werden aber selten mit Antibiotika behandelt, eine Ausnahme machen nur Säuglinge, denn für sie kann eine Mittelohrentzündung gefährlich werden.

    Bild: © Depositphotos.com / SIphotography

  • Die 11. SSW – die Feinarbeiten beginnen

    Die 11. SSW – die Feinarbeiten beginnen

    In der 11. SSW haben Mutter und Kind die ersten nicht selten schwierigen Wochen der Schwangerschaft hinter sich gelassen und befinden sich jetzt in der Mitte des dritten Monats. Für das Baby ist die 11. Schwangerschaftswoche eine bedeutende Zeit, denn es lässt die embryonale Phase hinter sich, und wenn ein Ultraschallbild in der 11. SSW gemacht wird, dann sind bereits deutliche Konturen zu erkennen. Die Mutter kann in der 11. SSW aufatmen, denn die Beschwerden und auch die Belastungen, die die ersten zweieinhalb Monate mit sich bringen, sind vorbei und das Fehlgeburtsrisiko in der 11. SSW ist deutlich kleiner als in den vergangenen Wochen.

    Wie sieht das Baby in der 11. SSW aus?

    Ungefähr vier bis sechs cm ist das Baby jetzt groß und es bringt zwischen elf und 15 Gramm auf die Waage. Die Gesichtskonturen des Kindes werden in der 11. SSW immer menschlicher, aber immer noch ist der Kopf deutlich größer als der Körper. Arme und Beine sind jetzt auch auf dem Ultraschall in ihren Ansätzen zu sehen und so ganz allmählich werden die Proportionen immer deutlicher. Jeder Mensch hat aus der Evolution die Anlage eines Schwanzes „mitgenommen“, aber diese Anlage verschwindet in der 11. SSW komplett.

    Das Kind erlebt in der 11. Schwangerschaftswoche eine sehr intensive Phase des Wachstums und wird in den kommenden drei Wochen seine Körpergröße verdoppeln. Die wichtigen Organe sind bereits angelegt worden und auch die Zehen und Finger sind in der 11. SSW schon sehr klar voneinander getrennt. Die sogenannten Zahnknospen und auch die Anlagen für die Geschlechtsorgane sind schon vorhanden. Die 11. SSW gehört der Feinarbeit, denn die Ohren bekommen nun ihren endgültigen Platz und an den Zehen sowie den Fingern beginnen die Nägel zu wachsen. Die ersten Milchzähnchen sind schon unter dem Zahnfleisch vorhanden, der kindliche Brustkorb schließt sich in der 11. SSW und aus der knorpeligen Struktur des Skeletts werden langsam Knochen.

    Da sich neue Hautschichten gebildet haben, wirkt das Baby in der 11. SSW nicht mehr ganz so durchsichtig wie in den Wochen zuvor. Die ersten feinen Härchen zeigen sich und es dauert nicht mehr lange, und der ganze Körper des Kindes wird mit einem weichen Flaum bedeckt sein. Die Lider der Augen sind voll ausgebildet und noch geschlossen, öffnen wird das Baby seine Augen erst im sechsten Monat der Schwangerschaft.

    Wichtige Entwicklungsschritte in der 11. SSW

    Zwar bildet sich bei Jungen in der 11. SSW schon der Penis aus, aber eine genaue Bestimmung des Geschlechts mittels Ultraschall ist erst in den nächsten Wochen möglich. In der 11. SSW wächst aber das Darmsystem, das in dieser Phase der Schwangerschaft noch bis zur Nabelschnur reichen kann, in den nächsten zwei Wochen finden die Därme jedoch ihre richtige Position. Das Rückenmark und das Gehirn haben sich in der 11. SSW aus dem sogenannten embryonalen Neuralrohr gebildet und damit besteht auch keine Gefahr mehr, dass es durch einen Mangel an Folsäure zu einer Spina bifida, zu einem offenen Rücken kommen kann. Trotzdem sollte die Mutter bis zum Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels weiter Folsäure in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zu sich nehmen.

    Auch wenn das Baby noch sehr klein ist, es ist in der 11. SSW schon sehr aktiv. Zielgerecht kann das Kind schon seine Bewegungen steuern, es ist in der Lage zu schlucken und es kann die Hand bereits zu einer Faust ballen. Spüren kann die Mutter ihr Baby aber noch nicht, die ersten deutlichen Kindsbewegungen sind erst zwischen der 16. und der 20. SSW möglich.

    So fühlt sich die Mutter in der 11. SSW

    Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Übelkeit und das unangenehme morgendliche Erbrechen – diese Beschwerden haben die Mutter in den ersten Wochen der Schwangerschaft begleitet. In der 11. SSW gehören diese Beschwerden der Vergangenheit an. In der 11. SSW wird der Bauch vor allem bei sehr schlanken Frauen sichtbar, aber in der 11. SSW ist die Gewichtszunahme nicht allzu groß. Einige Frauen leiden in dieser Phase unter Kreislaufproblemen und auch unter einem erhöhten Puls.

    Der Körper beginnt in der 11. SSW mehr und mehr Blut zu produzieren, um das Baby und die Gebärmutter mit allem zu versorgen, was sie brauchen. Wenn die Schwangerschaft zu Ende geht, dann wird die Mutter ihr Blutvolumen fast verdoppelt haben. Die Probleme mit dem Kreislauf lassen in der Regel nach kurzer Zeit wieder nach, sollte das nicht der Fall sein, dann muss die Mutter unbedingt einen Arzt aufsuchen. Das vergrößerte Blutvolumen hat aber auch einen Vorteil, vor allem für Frauen, die oft kalte Hände und Füße haben, denn die vermehrte Blutmenge sorgt für eine sehr gute Durchblutung in den Extremitäten und das sorgt für wohlige Wärme in den Füßen und Händen.

    Viel Blut heißt auch viel trinken und am Tag dürfen es in der 11. SSW schon mal bis zu drei Litern sein. Viel trinken ist aber nicht nur in der 11. Schwangerschaftswochen wichtig, in der gesamten Schwangerschaft ist ein ausreichendes Flüssigkeitsvolumen unbedingt erforderlich. In den ersten Schwangerschaftswochen leiden viele Frauen bedingt durch die hormonellen Veränderungen unter Verstopfung, in der 11. SSW klingt auch dieses Problem ab. Auch wenn es in der 11. SSW zu einem Ziehen im Unterleib kommt, dann ist das kein Warnzeichen, es zeigt vielmehr, dass die Mutterbänder zunehmend durch die immer größer werdende Gebärmutter beansprucht werden.

    Die Risiken in der 11. SSW

    Bei Frauen, die 35 oder älter sind, wenn sie ihr erstes Kind zur Welt bringen, handelt es sich nicht selten um eine Risikoschwangerschaft. Zu den Risiken einer späten Erstgebärenden gehört auch eine Plazenta praevia, eine Fehllage des Mutterkuchens. Wenn der Arzt eine Plazenta praevia in der ersten Hälfte der Schwangerschaft feststellt, dann ist das kein Grund zur Besorgnis, denn zu diesem Zeitpunkt kann die Plazenta noch nach oben und weg vom Muttermund wandern. Wenn das allerdings nicht passiert, dann muss das Kind mit einem Kaiserschnitt entbunden werden, da durch die viel zu tief liegende Plazenta keine natürliche Geburt mehr möglich ist.

    Sollten in der 11. SSW Blutungen auftreten, dann kann eine Plazenta praevia die Ursache sein. In diesem Fall muss die Mutter auf dem schnellsten Weg ins Krankenhaus gebracht werden.

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  • Die 12. SSW – die Frühschwangerschaft geht zu Ende

    Die 12. SSW – die Frühschwangerschaft geht zu Ende

    In der 12. SSW endet der dritte Schwangerschaftsmonat und damit liegt das erste Drittel der Schwangerschaft schon hinter der Mutter. Die Umstellung der Hormone, die vielen Frauen besonders am Anfang dieses ersten Drittels zu schaffen gemacht hat, gehört ab jetzt der Vergangenheit an und die werdenden Mütter fühlen sich sowohl körperlich als auch mental sehr wohl. Frauen, die zum ersten Mal schwanger sind, sehen besonders in der 12. SSW, wie der Bauch wächst. Das Kind ist in dieser Phase der Schwangerschaft recht aktiv, was jedes Ultraschallbild in der 12. SSW eindrucksvoll beweist. Was die 12. SSW so entspannt macht, ist auch die Tatsache, dass die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt auf ein Minimum zurückgeht.

    So entwickelt sich das Baby in der 12. SSW

    Fünf bis sechs Zentimeter ist das Baby in der 12. SSW groß und es wiegt ca. 16 Gramm. Organe wie die Leber, die Nieren und auch der Magen haben ihre Arbeit bereits aufgenommen und da sich gleichzeitig auch das Gehirn weiter entwickelt, ist es dem Kind möglich, seine Bewegungen immer besser zu koordinieren. Wenn der Arzt in der 12. SSW einen Ultraschall macht, dann können die Eltern schon sehen, wie aktiv ihr Baby ist, denn es ist permanent in Bewegung und macht die ersten Purzelbäume. Eltern, die in der 12. SSW Bilder sehen, können auch entdecken, wie das Baby seine Reflexe trainiert, es kann nämlich schon am Daumen lutschen und Fruchtwasser trinken. Sollte der Arzt in der 12. SSW ein Video machen, dann ist ebenfalls zu sehen, wie das Kind die Augenlider bewegt und den Mund auf und zu macht.

    In der 12. SSW stellt der Embryo seine Ernährung um. Hat er sich in den ersten Wochen der Schwangerschaft fast ausschließlich vom Dottersack der Eizelle ernährt und damit praktisch von seinen eigenen Vorräten gelebt, kann er sich jetzt von der bereits voll entwickelten Plazenta ernähren, die bis zur Geburt alles bietet, was das Baby für ein gesundes Wachstum braucht. Über die Blase wird in der 12. SSW schon der erste Urin ausgeschieden und mit der Fähigkeit zu trinken bekommt das Baby jetzt auch schon mal den ersten Schluckauf. Da die Blase entleert wird, muss das Fruchtwasser ab der 12. SSW ständig ausgetauscht werden, und für die Mutter heißt das, sie muss viel trinken, damit es nicht zu „Engpässen“ bei der Menge des Fruchtwassers kommt.

    Die 12. SSW – eine Erholungspause für die Mutter

    In der 12. SSW werden die meisten Frauen merken, dass ihre normale Kleidung langsam, aber sicher anfängt zu spannen und deshalb müssen sie schon die ersten Umstandshosen kaufen. Übelkeit, Erbrechen und andere Beschwerden, die viele Frauen durch die ersten Schwangerschaftswochen begleitet haben, sind verschwunden, und die werdenden Mütter freuen sich, dass sie endlich wieder richtig Appetit haben. Da nicht nur das Kind, sondern auch die Gebärmutter stetig wächst, nimmt der Druck auf die Organe immer mehr zu und das kann zu leichtem Sodbrennen führen. In diesem Fall hilft es, die Ernährung entsprechend umzustellen und nur wenig, dafür aber öfter mal eine Kleinigkeit zu essen. Da sich das Sodbrennen vor allem in der Nacht bemerkbar macht, ist ein zweites Kissen eine gute Idee. Die höhere Lage im Bett verhindert, dass die Magensäure durch die Speiseröhre nach oben steigen kann.

    Der Bedarf an Nährstoffen steigt ab der 12. SSW kontinuierlich an und für das Baby ist es sehr wichtig, dass die Mutter viel jodreiche Nahrung zu sich nimmt. Frauen, die gerne Fisch und Meeresfrüchte essen, werden die 12. SSW besonders genießen, denn das Spurenelement Jod ist vor allem in Fisch und Meeresfrüchten zu finden und für die Mutter ist Schlemmen angesagt. Wer in der 12. SSW ein Ziehen im Unterleib verspürt, sollte sich keine Sorgen machen, denn mit dem stetigen Wachstum von Gebärmutter und Kind werden die sogenannten Mutterbänder immer mehr belastet, was ein leichtes Ziehen zur Folge hat.

    Viele Frauen bekommen in der 12. SSW Komplimente für ihr gutes Aussehen und das nicht ohne Grund. Die Haare werden voller und glänzender, und da die Haut immer besser durchblutet wird, sorgt das für einen rosigen gesunden Teint. Allerdings beginnt in der 12. SSW auch eine Veränderung der Hautpigmentierung. Sommersprossen sind jetzt deutlicher sichtbar, es können sich hellbraune Flecken auf der Haut bilden und die Brustwarzen wie auch die Warzenhöfe färben sich dunkler.

    Welche Vorsorgeuntersuchung ist in der 12. SSW wichtig?

    In der 12. SSW steht die Erste der großen Vorsorgeuntersuchungen auf dem Programm. Der Arzt schaut auf dem Ultraschall, wie es dem Kind geht und es wird ein großes Blutbild gemacht. Wenn es sich um eine Risikoschwangerschaft handelt, dann wird der Arzt über die normalen Vorsorgeuntersuchungen hinaus noch andere Diagnostikverfahren anwenden. Eines dieser Verfahren ist die Vermessung der Nackenfalte.

    Zwischen der 11. und der 14. SSW bildet sich im Nackenbereich des Babys eine natürliche Ansammlung von Flüssigkeit. Ärzte nennen das eine Nackentransparenz und wie diese Ansammlung von Flüssigkeit beschaffen ist, gibt dem Arzt Auskunft darüber, ob sich das Kind normal entwickelt oder nicht. Wenn in der 12. SSW bei der Nackenmessung Bilder gemacht werden, dann kann der Arzt sehen, ob das Kind vielleicht Fehlbildungen hat. Wenn die Messwerte zwischen einem und zweieinhalb Millimeter liegen, dann ist alles in Ordnung, ab drei Millimeter sprechen die Ärzte von einer deutlichen und ab sechs Millimeter von einer starken Veränderung.

    Bei deutlichen oder sogar starken Abweichungen von der Norm kann unter anderem eine Fehlbildung von Lunge, Herz oder Skelett vorliegen, aber auch das Turner-Syndrom oder das Down-Syndrom sind dann möglich. Eine größere Nackentransparenz kann aber auch der Auslöser für einen Bruch des Zwerchfells oder des Nabels sein.

    Wenn sich durch die Nackenmessung eine Abweichung der Norm zeigen sollte, dann ist das allein kein Grund, um die Schwangerschaft abzubrechen. Die Vermessung der Nackentransparenz dient lediglich als eine Art Softmarker in der pränatalen Diagnostik und sollte nie die alleinige Grundlage für eine so schwerwiegende Entscheidung wie ein Abbruch sein. Wenn es Auffälligkeiten gibt, dann sollten die Eltern mit dem Arzt über weitere Untersuchungen wie zum Beispiel eine Fruchtwasserpunktion sprechen, und sich beraten lassen, welche Untersuchung ein endgültiges Ergebnis bringt.

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  • Die 13. SSW – eine ruhige Phase der Schwangerschaft

    Die 13. SSW – eine ruhige Phase der Schwangerschaft

    In der 13. SSW beginnt der vierte Schwangerschaftsmonat und für die Mutter damit eine ruhige Phase der Schwangerschaft. Das Kind ist jetzt elf Wochen alt und es ist in der 13. SSW überwiegend mit Wachsen beschäftigt, aber auch die inneren Organe entwickeln sich nach und nach. Die meisten Mütter genießen die Schwangerschaft zu dieser Zeit, denn in der SSW 13 gehören Beschwerden wie ständige Müdigkeit, morgendliches Erbrechen, starker Harndruck und Übelkeit der Vergangenheit an. In der 13. Schwangerschaftswoche ist der Bauch als Bäuchlein erkennbar und deshalb nutzen viele Frauen diese Phase der Schwangerschaft, um noch einmal einen Strandurlaub zu genießen.

    Was macht das Baby in der 13. SSW?

    In der 13. SSW liegt die Größe des Babys zwischen sechs und sieben Zentimetern und es wiegt zwischen 18 und 23 Gramm. Was macht das Baby in der 13. SSW? Die Antwort ist einfach und lautet wachsen, wachsen und noch einmal wachsen. Aber auch das Skelett, die Muskeln und die Organe reifen und das Kind bekommt zum ersten Mal so etwas wie Proportionen. Die Ultraschallbilder in der 13. SSW zeigen ganz deutlich, dass sich der Körper und der Kopf immer mehr angleichen und Eltern, die eine Video Entwicklung in der 13. SSW sehen, können schon einen kleinen Menschen erkennen.

    Der Darm des Babys nimmt in der 13. SSW seine Arbeit auf und das Kind hat zum ersten Mal Stuhlgang. Auch die Bauchspeicheldrüse hat ihre Tätigkeit schon aufgenommen und produziert Insulin. In der 13. SSW verwandeln sich die Skelett-Knorpel langsam in Knochen, aber die eigentliche Verknöcherung des kompletten Skeletts wird erst weit nach der Geburt des Kindes im Teenageralter abgeschlossen sein. Vor allem bei den langen Röhrenknochen der unteren und der oberen Extremitäten beginnt das Wachstum in der Mitte des Knochens und setzt sich dann zu den Knochenenden fort. Erst wenn dieser so wichtige Prozess beendet ist, dann ist das Längenwachstum eines Menschen vollständig abgeschlossen.

    Der Schädelknochen ist in der 13. SSW zwar schon vorhanden, zusammenwachsen wird dieser Knochen aber erst im ersten Lebensjahr. Einer der Gründe liegt im Gehirn, das jetzt noch sehr viel Platz zum Wachsen braucht, ein anderer Grund ist, dass eine natürliche Geburt überhaupt nicht möglich wäre, wenn die Struktur des Schädels nicht flexibel ist. In der 13. SSW verknöchern aber bereits die empfindlichen Gehörknöchelchen des Kindes und das macht es möglich, dass das Baby zum ersten Mal Geräusche wahrnehmen kann. Selbst wenn die Augen jetzt noch geschlossen sind und sich erst in der 26. Schwangerschaftswoche öffnen, kann das Baby schon hell von dunkel unterscheiden. Die Helligkeit nimmt das Kind allerdings nur gedämpft und wie durch einen roten Schleier wahr.

    Wie sieht das Baby in der 13. SSW aus?

    Viele Eltern wollen möglichst früh wissen, ob es ein Sohn oder eine Tochter wird. Ist in der 13. SSW ein Junge oder ein Mädchen unterwegs? Mit ein bisschen Glück ist auf dem Ultraschall ein Mädchen in der 13. SSW zu erkennen. Wenn das Baby gerade in diesem Moment richtig liegt, dann ist entweder eine Klitoris oder aber ein Penis sichtbar. Bei einem Mädchen sind in der 13. SSW schon zwei Millionen Eizellen in den Eierstöcken zu finden, wenn das kleine Mädchen auf die Welt kommt, dann wird sich diese Zahl aber halbiert haben. Ist das Mädchen 17 Jahre alt, dann wird sie nur noch 200.000 Eizellen haben. In der 13. SSW entwickeln sich die Stimmbänder und über der Oberlippe und den Augenbrauen wachsen kleine feine Härchen.

    Noch bedeckt die sogenannte Lanugobehaarung den ganzen Körper des Kindes und in den Talgdrüsen wird die Käseschmiere produziert, die die Haut des Kindes davor schützt, im Fruchtwasser aufzuweichen. Unmittelbar nach der Geburt stößt der Körper die Behaarung wie auch die Augenbrauen und die Kopfbehaarung vollständig ab, bei einigen Kindern bleibt aber meist auf dem Rücken ein weicher Flaum zurück, der in den ersten Lebenstagen jedoch wieder verschwindet.

    Das Baby hat in der 13. SSW schon Rillen in den Fingerkuppen, es kann jetzt schon gähnen, die Stirn runzeln und auch am Finger saugen. Auf einen sanften Stupser reagiert es mit dem sogenannten Root-Reflex, den es später noch einmal benutzen wird, um nach der Brust der Mutter und damit nach der Nahrungsquelle zu suchen.

    Wie fühlt sich die werdende Mutter in der 13. SSW?

    Bei schlanken Frauen macht sich die Schwangerschaft in der 13. Woche auch äußerlich bemerkbar, denn die Gebärmutter wächst zu diesem Zeitpunkt aus dem Becken in den Bauch. Diese Entwicklung hat auch einen positiven Effekt, denn der ständige Harndrang lässt etwas nach. Nicht selten diagnostiziert der Arzt in der 13. SSW eine tief liegende Plazenta, das ist allerdings kein Grund zur Sorge, denn bei einigen Frauen bewegt sich die Plazenta erst während es vierten Monats in die perfekte Lage.

    Die Brüste beginnen in der 13. SSW die Vormilch, das Kolostrum zu produzieren, die nach der Entbindung die erste Nahrung darstellt, bevor die eigentliche Muttermilch einschießt. Am Bauch und an den Beinen können sich jetzt auch die ersten Dehnungs- oder Schwangerschaftsstreifen zeigen und in der 13. SSW ist auch die Linea Negra, eine dünne Linie zwischen dem Nabel und dem Schambein bei vielen Frauen schon sichtbar. Dehnungsstreifen lassen sich leider nicht vermeiden, aber mit Zupfmassage und milden Massageölen bleibt die Haut elastisch und die Streifen sind nicht allzu stark.

    Die Gewichtszunahme hält sich in der 13. SSW in Grenzen, die meisten Frauen nehmen nur zwischen anderthalb und zwei Kilo in dieser Woche zu. Der Kalorienbedarf liegt in der 13. SSW bei rund 2.200 Kalorien, er wird aber zum Ende der Schwangerschaft auf 2.500 Kalorien täglich anwachsen. Viel Obst sollte jetzt auf dem Speiseplan stehen, aber auch frisches Gemüse, Fisch und knackige Salate bekommen dem Baby sehr gut. Wenn der Heißhunger kommt, dann darf die werdende Mutter auch mal nachgeben und Schokolade, Kuchen oder ein Eis mit Sahne essen.

    Für die gesunde Entwicklung des Babys ist Folsäure sehr wichtig und eine ausgewogene Ernährung versorgt das Baby auch mit der ausreichenden Menge. Sollte die Menge aber nicht ausreichen, dann wird der Arzt ein Folsäurepräparat verordnen, das die Mutter in Form von Nahrungsergänzungsmittel einnehmen kann.

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  • Ritalin – immer mehr Zweifel am ADHS-Medikament

    Ritalin – immer mehr Zweifel am ADHS-Medikament

    ADHS – diese vier Buchstaben stehen für die sogenannte Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung, vereinfacht auch die Zappelphilipp-Krankheit genannt. Meist sind es Kinder, die unter ADHS leiden und für die kleinen Patienten gibt es eine Art Wundermittel: Ritalin. Das beliebte ADHS-Medikament soll den Kindern zu mehr Ausdauer verhelfen und ihren ausgeprägten Bewegungsdrang eindämmen, ihr zuweilen impulsives Verhalten stoppen und sie emotional wieder stabilisieren. Ritalin ist ein echter Kassenschlager, aber es gibt einen Haken, da die eigentlichen Ursachen von ADHS bis heute unbekannt sind, kann Ritalin nur die Symptome behandeln, aber nicht den Ursprung, was für eine erfolgreiche Therapie aber zwingend notwendig wäre.

    Ritalin verliert an Glanz

    Ritalin oder genauer gesagt der Wirkstoff Methylphenidat geraten immer mehr in die Kritik, und eine neue Studie aus Dänemark trägt nicht eben dazu bei, den ohnehin schon zweifelhaften Ruf von Ritalin wieder aufzupeppen. Der Leiter der Studie, Professor Ole Jakob Storebo bestätigt Ritalin zwar, dass es zu einer wenn auch nur geringen Verbesserung der Symptome führt, aber auf der anderen Seite müssen die Patienten auch mit massiven Nebenwirkungen wie Appetitlosigkeit und Schlafstörungen rechnen. Wissenschaftler raten dazu, Ritalin mit Vorsicht zu genießen und die möglichen Risiken gegen den Nutzen abzuwägen.

    Ärzte verschreiben immer weniger Ritalin

    Seit Jahren steht Ritalin ganz weit oben auf der Liste der am meisten verschriebenen Medikamente. Es war fast schon ein Trend, Ritalin einzunehmen, aber mit diesem Trend ist es jetzt offenbar vorbei, denn die Ärzte verschreiben immer weniger Ritalin. Der Rückgang lässt sich schon seit zwei Jahren beobachten, denn wurden 2013 pro Jahr in Deutschland noch 1803 Kilogramm verordnet, so waren es im folgenden Jahr nur noch 1716 Kilogramm. Das ist ein Rückgang von fünf Prozent und der Trend geht weiter nach unten. Als Grund für den Rückgang nennt Karl Broich, der Präsident des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte, kurz BfArM, die schon vor einigen Jahren beschlossenen Beschränkungen bei der Verschreibung des ADHS-Medikamentes. Die strengen Vorgaben für die Verschreibung von Ritalin gibt es seit 2010, und damals zeigte sich, dass der Hype um Ritalin sehr schnell nachließ.

    Nach wie vor umstritten

    Immer mehr Ärzte stehen Ritalin kritisch gegenüber. Sie bemängeln unter anderem, dass eine ADHS Störung immer noch viel zu schnell und zu häufig diagnostiziert wird. So wird die Diagnose ADHS zum Beispiel sehr oft bei Kindern gestellt, die zu früh eingeschult wurden und daher zwangsläufig durch ein unreifes Verhalten auffallen. Ein Kritikpunkt ist auch, dass Eltern zu schnell zu Ritalin greifen, ohne vorher auch andere Therapiemöglichkeiten auszuloten. Aktuell sind 250.000 Kinder in Deutschland von ADHS betroffen, Jungen viermal so oft wie Mädchen. Ob die Zahl steigt oder vielleicht sogar fällt, darüber gibt es keine gesicherten Angaben. Experten vermuten, dass die Zahl der ADHS Diagnosen eher steigen wird, auch weil es ein Medikament wie Ritalin gibt, das den Eltern suggeriert, alle Probleme schnell und einfach lösen zu können.

    Welche Alternativen zu Ritalin gibt es?

    Nicht nur viele Eltern, auch Lehrer und Erzieher sehen in Ritalin eine Art Allheilmittel, denn es macht aus verhaltensauffälligen Kindern angepasste Kinder. Ritalin als Lifestyle Medikament zu bezeichnen, würde vielleicht etwas zu weit führen, aber die Tatsache, dass alternative ADHS Therapien relativ selten genutzt werden, legt diese Vermutung nahe. Dabei gibt es einige sehr effektive Therapien für ADHS Kinder, wie zum Beispiel diverse Verhaltenstherapien oder auch das sogenannte Neurofeedback. Viele Kinder- und Jugendpsychiatrien bieten heute das Neurofeedback als ADHS Therapie an und die Erfolge können sich sehen lassen. Die betroffenen Kinder lernen am Computerbildschirm, ihre Gedanken zu fokussieren, ihre Erregung unter Kontrolle zu bekommen und sich auf den Punkt zu konzentrieren. Die Helfer der Kinder sind Autos oder Flugzeuge, die über Messelektroden am Kopf befestigt und nur mit den Hirnströmen bewegt werden.

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  • 17. SSW – erholsame und ruhige Phase der Schwangerschaft

    17. SSW – erholsame und ruhige Phase der Schwangerschaft

    Frauen, die noch kein Kind geboren haben, fragen sich in der 17. SSW vielleicht, welcher Monat jetzt angebrochen ist. Die Antwort lautet: Die 17. SSW ist der Beginn des fünften Monats. Die Mehrzahl der Frauen hat sich zu diesem Zeitpunkt mit der Schwangerschaft arrangiert und auf die körperlichen Veränderungen eingestellt. Da in der 17. SSW der Bauch noch nicht allzu rund ist, sind die meisten Frauen noch sehr aktiv, sie arbeiten, treiben Sport und haben Spaß am gesellschaftlichen Leben. Auch das Kind empfindet diese Zeit als ruhig und sehr erholsam, es fängt an seine Fettschichten aufzubauen und kann jetzt zum ersten Mal seine Bewegungen gut koordinieren.

    Das Baby in der 17. SSW

    In der 17. SSW beobachtet der Arzt das Baby sehr genau, und nicht selten wird bei der Untersuchung der bisher errechnete Geburtstermin noch einmal korrigiert. Der Arzt berechnet die Größe in der 17. SSW und wenn alles nach Plan verläuft, dann misst das Baby jetzt zwischen elf und 13 Zentimetern. Da das Baby in den vergangenen Wochen kräftig zugelegt hat, wiegt es nun zwischen 100 und 140 Gramm. Auch der Umfang der Brust und des Kopfes, aber auch die Länge des Oberschenkels spielt jetzt eine wichtige Rolle, denn sie geben verlässliche Informationen über den Stand der Schwangerschaft.

    Auf die Eltern wartet in dieser Woche der Schwangerschaft erstmals ein besonders schönes Erlebnis, denn sie können durch das Ultraschallgerät die Herztöne des Babys hören, auch die Ultraschallbilder in der 17. SSW machen den Eltern klar, dass sie in Zukunft nicht mehr nur zu zweit, sondern zu dritt sein werden. Das Baby beschäftigt sich derweil mit seinem Wachstum, denn in der 17. SSW wächst das Baby nicht nur in der Länge, aus einer knorpelartigen Substanz bilden sich in dieser Phase der Schwangerschaft auch langsam die Skelettknochen. Auch die Nägel an den Fingern und Zehen prägen sich nun aus und um das Rückenmark und die Nervenzellen legt sich eine schützende Hülle.

    Die Reizleitungen, die sich durch die Nervenbahnen ziehen, nehmen jetzt Gestalt an, und in der 17. SSW wird das sogenannte Myelin gebildet, was in der Zukunft wichtige Aufgaben übernimmt. Besonders spannend ist aber, dass sich in der 17. SSW die Gesichtszüge des Kindes bilden. Die Augen sind jetzt nicht mehr an der Seite, sondern vorne und auch die Ohren haben ihre Position gefunden. Wenn in der 17. SSW die Bewegungen des Kindes sehr lebhaft sind, dann ist das vollkommen in Ordnung, denn das Baby freut sich über seine Beweglichkeit und trainiert seine Reflexe und auch seine Muskeln. Die immer besser funktionierende Koordination der Bewegungen zeigt deutlich, dass das Gehirn und die Nervenbahnen jetzt schon aktiv arbeiten.

    Gut ausgeprägt ist in der 17. SSW bereits das Gehör, wenn es zum Beispiel zu einem lauten Geräusch wie einem plötzlichen Knall kommt, dann zuckt das Baby zusammen. Es kann jetzt auch Berührungen wahrnehmen und freut sich, wenn die Mutter den Bauch sanft streichelt. Dieses Streicheln beruhigt das Baby und es trainiert gleichzeitig auch seinen Gleichgewichtssinn. Die Mutter sollte daher jeden Tag mit ihrem Kind eine kleine Kuschelstunde einlegen.

    Wie fühlt sich die Mutter in der 17. SSW?

    Die meisten werdenden Mütter fühlen sich in dieser Schwangerschaftswoche sehr wohl. Frauen, die schon ein Baby geboren haben, fühlen in der 17. SSW die ersten Bewegungen und da die Gebärmutter kontinuierlich an Größe zunimmt, machen sich die Mutterbänder erstmals bemerkbar. Schwanger in der 17. Woche heißt aber auch, dass sich jetzt äußerlich ebenfalls einiges verändert. So färben sich die Brustwarzen und die Warzenhöfe dunkelbraun und auf der Mitte des Bauches zeigt sich die sogenannte Linea Negra, eine dunkle schmale Linie, die ungefähr vom Nabel bis hin zum Schambein reicht. Auch an anderen Stellen des Körpers sind Pigmentierungen zu erkennen, die aber nach der Entbindung immer blasser werden und dann irgendwann ganz verschwinden werden.

    Der Ischias-Nerv, der genau unter der Gebärmutter verläuft, kann sich in der 17. SSW schmerzhaft bemerkbar machen. Vor allem bei einseitigen Bewegungen kommt es nicht selten zu sehr heftigen Schmerzen, daher sollten langes Stehen und Laufen nach Möglichkeit vermieden werden. Um nachts besser und erholsamer schlafen zu können, ist es eine gute Idee, ein Stillkissen mit ins Bett zu nehmen, denn dieses speziell geformte Kissen sorgt für eine spürbare Entlastung.

    Die meisten Frauen verzeichnen in der 17. SSW keine große Gewichtszunahme, aber sie kommen deutlich schneller ins Schwitzen als sonst. Das liegt an der permanent größer werdenden Blutmenge, die die Körpertemperatur nach oben steigen lässt. Eine gesunde und vor allem ausgewogene, vollwertige Ernährung ist ab jetzt ein Muss für die Mutter, denn das Baby braucht vor allem reichlich Jod, Eisen und Kalzium. Frisches Blattgemüse wie beispielsweise Spinat, aber auch Fleisch, Hülsenfrüchte und Getreideprodukte sollten in der 17. SSW auf dem Speiseplan stehen. Wenn die Versorgung mit Eisen durch die Ernährung nicht ausreichen sollte, dann wird der Arzt ein entsprechendes Präparat verschreiben.

    So wichtig ist die Pflege der Venen in der 17. SSW

    Da die Gebärmutter und das Kind tüchtig wachsen, muss der Kreislauf der Mutter in den kommenden Wochen und Monaten wahre Höchstleistungen vollbringen. Das führt wiederum zu einem verstärkten Druck auf die Venen und rund die Hälfte der Schwangeren leidet unter Varizen, einer Erweiterung der Venen. Vor allem Frauen, die Zwillinge erwarten oder die vielleicht durch ihren Beruf bedingt, lange stehen müssen, die können Krampfadern oder Hämorrhoiden bekommen. Auch Krampfadern im Schambereich sind möglich, die aber nach der Entbindung recht schnell wieder verschwunden sind. Bilden sich in den Beinen Krampfadern, dann haben die betroffenen Frauen leider noch länger damit zu tun. Eine Erweiterung der Venen kann unangenehm und auch schmerzhaft sein, eine regelmäßige Pflege der Venen ist daher unerlässlich.

    Sport ist eine gute Möglichkeit, um das Venenleiden zu bekämpfen, aber es sollte sich um einen sanften Sport handeln. Vitamin C hat die Fähigkeit, die Venen elastisch zu erhalten und auch Beckenbodengymnastik stärkt die Venen und bereitet zudem den Körper auf die kommenden Belastungen durch die Schwangerschaft optimal vor. Salben auf Kräuterbasis sind perfekt für die Pflege der Venen, und auch Stützstrümpfe leisten in der Schwangerschaft gute Dienste.

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