Schlagwort: Hirnhautentzündung

  • Mumps – eine Kinderkrankheit, die Folgen haben kann

    Mumps – eine Kinderkrankheit, die Folgen haben kann

    Viele kennen Mumps unter den Namen Ziegenpeter, weil den Kranken früher ein Tuch um den Kopf gebunden wurde, was den Betroffenen das etwas einfältige Aussehen eines Ziegenhirten verlieh. Der Name Mumps leitet sich aber vom englische Wort Mump ab, was so viel wie verdrießlich bedeutet, wobei wir wieder beim Aussehen der erkrankten Patienten wären, denn die gucken nicht gerade begeistert in die Welt. Verstärkt wird dieser Ausdruck noch durch die angeschwollenen Ohrenspeicheldrüsen, die ein bisschen wie Hamsterbacken wirken. Mumps gehört zu den klassischen Kinderkrankheiten, die vor allem Kinder zwischen dem vierten und zehnten Lebensjahr betrifft.

    Die ersten Anzeichen

    Mumps ist eine Viruserkrankung mit einer Inkubationszeit zwischen zwei und drei Wochen. Eines der ersten Anzeichen ist hohes Fieber, das nicht selten auf 40° Grad steigt. Zeitgleich schwillt meist nur auf einer Seite die Ohrspeicheldrüse an, und da das Anschwellen auf den Gehörgang drückt, haben die Kranken auch Ohrenschmerzen. Nach einigen Tagen Ruhe steigt das Fieber erneut an und auch die Ohrspeicheldrüse auf der anderen Seite schwillt ebenfalls an. Durch die etwas voluminöse Gesichtsform stehen die Ohrläppchen ab, was den Kranken ihr charakteristisches Aussehen verlieht. Nach maximal zwei Wochen ist Mumps in der Regel überstanden und die Betroffenen sind ihr Leben lang vor einer erneuten Ansteckung geschützt.

    Wie wird Mumps behandelt?

    Normalerweise verläuft Mumps ohne große Probleme. Um die Krankheit vor allem für Kinder erträglich zu machen, kann es helfen feuchte Umschläge oder warme Ölpackungen auf die geschwollenen Ohrspeicheldrüsen zu legen, um zudem auch die Ohrenschmerzen lindern zu können. Zusätzlich sollte in der akuten Phase auf eine besonders sorgfältige Mundpflege geachtet werden. In den beiden Fieberphasen ist Bettruhe das oberste Gebot, und wenn das Fieber die 40° Grad Marke erreicht, dann können Wadenwickel die Temperatur senken. Obstsäfte und auch Früchte sollten während der Erkrankung nicht verabreicht werden, denn sie regen den Speichelfluss an und das ist schmerzhaft.

    Neben den Ohrspeicheldrüsen können auch die Lymphknoten am Hals anschwellen, und das ist immer dann der Fall, wenn der Kranke bei Bewegungen des Kopfs oder des Kiefers über Schmerzen klagt. Nicht selten fällt das Kauen und Schlucken schwer und daher sollten Kinder, die an Mumps erkrankt sind, nach Möglichkeit nur weiche Nahrung wie zum Beispiel Babynahrung bekommen. Ein sicherer Schutz vor Mumps ist eine Impfung, die auch als Kombiimpfung zusammen mit Masern und Röteln gegeben werden kann. Geimpft werden Kinder ab dem zweiten Lebensjahr und empfehlenswert ist eine Auffrischung zwischen dem 11. und 13. Lebensjahr.

    Welche Komplikationen kann es geben?

    Mumps verläuft in der Regel ohne Probleme, aber es kann trotzdem zu Komplikationen kommen. Je älter der Patient ist, umso größer wird auch das Risiko, dass es zu einen schweren Verlauf der Krankheit kommt. Eines dieser Komplikationen ist eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse, ältere Patienten leiden zudem unter starken Bauchschmerzen, Erbrechen und Übelkeit. Starke Kopfschmerzen sind ebenfalls ein Zeichen dafür, dass Mumps einen schweren Verlauf nimmt, selten sind hingegen Lähmungserscheinungen und Bewusstseinsstörungen. Zu den sehr gefährlichen Folgeerkrankungen von Mumps gehört aber eine Meningitis, eine Hirnhautentzündung. Immer wenn das der Fall ist, dann wird ein Aufenthalt im Krankenhaus und die Gabe von Antibiotika notwendig. Bei männlichen Patienten kann zu Schmerzen im unteren Bauchbereich kommen und auch die Hoden können in Mitleidenschaft gezogen werden. Diese Symptome treten allerdings selten bei Kindern auf, nur wenn erwachsene Männer an der Mumps erkranken, dann gehören Probleme mit den Hoden zu den Risiken.

    Diese Symptome sollten nie auf die leichte Schulter genommen werden, denn eine Entzündung der Hoden ist nicht nur sehr schmerzhaft, sie kann auch Unfruchtbarkeit zur Folge haben. Erwachsene, die Mumps noch nicht gehabt haben oder die nicht geimpft sind, sollten sich daher von an Mumps erkrankten Patienten fernhalten.

    Bild: © Depositphotos.com / withGod

  • Gürtelrose – schmerzhaft aber behandelbar

    Gürtelrose – schmerzhaft aber behandelbar

    Mit einem Gürtel und einer Rose hat die Gürtelrose nur sehr entfernt zu tun. Ihren Namen verdankt die Virusinfektion den Anzeichen auf der Haut, und zwar auf der Körperpartie, wo normalerweise der Gürtel sitzt, und weil der Ausschlag mit ein wenig Fantasie an eine Rose erinnert. Eine Gürtelrose wird durch ein Virus, das sogenannte Varizella-Zoster-Virus ausgelöst, sie ist sehr schmerzhaft, aber sie lässt sich heute gut behandeln. Es gibt einige Therapien, die dafür sorgen, dass die Beschwerden gelindert werden und die Heilung beschleunigt wird.

    Welche Symptome hat eine Gürtelrose?

    Ärzte nennen die Gürtelrose etwas salopp auch Herpes Zoster. Zu den ersten Symptomen gehört ein Hautausschlag, auf dem sich kleine Bläschen bilden und der sich zunächst streifenförmig in Höhe der Hüfte zeigt. Der Grund für den Ausschlag ist in den Nervenbahnen zu finden, in die sich der Virus einnistet, und nicht selten ist es der gleiche Virus, der auch die Windpocken auslöst. Wer als Kind die Windpocken hatte, der wird die äußeren Symptome schnell wieder los, aber der Virus bleibt im Körper. Im Alter, wenn das Immunsystem nicht mehr so sicher und gut funktioniert, dann kann es ein, dass der Virus wieder zum Leben erwacht und dann eine Gürtelrose auslöst.

    Trifft die Gürtelrose einen älteren Menschen, dann löst sie in der Regel starke Schmerzen aus und die Beschwerden können lange andauern. Für die Heilung ist es von entscheidender Bedeutung, wie früh die Gürtelrose erkannt wird. Wird sie früh diagnostiziert, dann kann die entsprechende Behandlung schnell eingeleitet werden und die Krankheit ebenso schnell auch ausheilen.

    Welche Therapien gibt es?

    Treten die typischen Symptome auf, dann sollte man keine Zeit verlieren und sofort einen Arzt aufsuchen. In den meisten Fällen bekommen die Patienten dann Medikamente, die die Schmerzen lindern und eine Creme, die verhindert, dass sich die Viren weiter ausbreiten können. Mit der richtigen Therapie verschwinden die Bläschen, die die Schmerzen verursachen, recht schnell wieder und der Ausbruch der Gürtelrose wird abgebremst.

    Wichtig ist aber, dass die Betroffenen spätestens zwei bis maximal drei Tage, nachdem die ersten Symptome aufgetreten sind, zu einem Arzt gehen. Patienten, die noch keine 50 Jahre alt sind, bekommen in der Regel eine leichte Form der Gürtelrose, die sehr gut mit einer antiviralen Therapie behandelt werden kann. Bei älteren Menschen reicht diese Therapie oftmals nicht aus, und der Arzt wird versuchen, mit Infusionen zu helfen.

    Wie gefährlich ist eine Gürtelrose?

    In sehr seltenen Fällen entwickelt sich eine Gürtelrose zu einer schwerwiegenden Erkrankung. Immer dann, wenn die Nerven im Gehirn betroffen sind, dann kann es passieren, dass das Auge oder das Ohr betroffen sind. Wenn die Regenbogenhaut oder die Hornhaut des Auges betroffen sind, dann kann es zu Sehstörung und im schlimmsten Fall sogar zur Erblindung kommen. Eine Gürtelrose, die aufs Ohr schlägt, kann eine Gesichtslähmung zur Folge haben.

    Bei Menschen, die unter einer ausgeprägten Immunschwäche leiden, wie das zum Beispiel bei HIV Patienten der Fall ist, betrifft die Gürtelrose nicht nur die Haut, sie kann auch die inneren Organe angreifen und dann wird die Krankheit lebensbedrohlich. Sehr selten kann sich aus einer Gürtelrose auch eine Hirnhautentzündung entwickeln. Eine Gürtelrose tritt meist nur einmalig auf und ist, wenn die Behandlung anschlägt, nach vier Wochen ausgeheilt.

    Kann man vorbeugen?

    Um erst gar nicht an einer Gürtelrose zu erkranken, gibt es einige präventive Maßnahmen. Dazu gehört das Vermeiden von Stress und auch zu viele Sonnenbäder sind schädlich, denn die Wärme auf der Haut kann den Virus aktivieren und die Gürtelrose bricht aus. Wer als Kind gegen die Windpocken geimpft wurde, ist leider nicht immun, aber wenn es zu einer Gürtelrose kommt, dann ist ein Ausbruch seltener und weniger schwer als bei denjenigen, die nicht geimpft wurden.

    Bild: © Depositphotos.com / angelsimon

  • Wie kann man eine Lebensmittelvergiftung erkennen?

    Wie kann man eine Lebensmittelvergiftung erkennen?

    Lebensmittelvergiftungen sind tückisch, denn nicht immer kann man den Lebensmitteln ansehen, ob sie noch genießbar sind oder nicht. Wenn es um Lebensmittelvergiftungen geht, dann denken die meisten Menschen automatisch an verdorbenen Fisch, aber es gibt noch eine große Zahl von anderen Gefahren, die in den Lebensmitteln lauern, die wir täglich sorglos essen. Wie kann man eine Lebensmittelvergiftung erkennen und wir sollte man sich im Ernstfall verhalten? Was ist wichtig, damit es erst gar nicht zu einer Vergiftung kommt und worauf sollte jede Hausfrau in der Küche besonders achten, damit vom Essen keine Gefahr ausgehen kann?

    Lebensgefahr durch Salmonellen

    Eine Vergiftung durch Salmonellen gehört zu den häufigsten Lebensmittelvergiftungen und für einige kann eine Vergiftung durch diese Bakterien lebensgefährlich werden. Mit ihren Symptomen ähnelt eine Salmonellen Vergiftung einer Magen- und Darmgrippe und das ist auch der Grund, warum eine Salmonellenvergiftung oftmals nicht sofort erkannt wird. In der Regel treten die ersten Anzeichen einer Vergiftung durch Salmonellen nach zwölf bis 36 Stunden auf und das Erste, was die Betroffenen verspüren, ist meist nur ein leichtes Bauchgrimmen. Dann kommen heftige Bauch- und auch Kopfschmerzen dazu, dem Patienten ist übel, er ist müde, hat Krämpfe und nicht selten auch leichtes Fieber. In der nächsten Phase einer Salmonellenvergiftung kommt es zu Erbrechen und Durchfall, wobei der Stuhlgang wässrig oder sogar blutig ist.

    Auf diese Weise versucht der Organismus die Bakterien wieder loszuwerden, aber da der Körper durch die Anstrengungen erschöpft ist, kann das Immunsystem nicht mehr so wie gewohnt arbeiten. Es kann zu massiven Problemen mit dem Kreislauf kommen und im schlimmsten Fall bricht der Kreislauf völlig zusammen und es kommt zu einem Herzstillstand. Liegt eine Vergiftung durch Salmonellen vor, dann muss sofort ein Arzt eingeschaltet werden und besonders bei Kindern und älteren Menschen ist der Weg ins Krankenhaus lebensnotwendig, denn sie haben ein schwaches Immunsystem.

    Wie wird eine Salmonellenvergiftung behandelt?

    Je nach Verlauf der Krankheit muss eine Salmonellenvergiftung mit Antibiotika behandelt werden, vor allem dann, wenn es zu einem schweren Verlauf mit hohem Fieber kommt. Wenn die Hilfe für gefährdete Personen nicht schnell genug kommt, dann kann das unter anderem zu einer Entzündung der Herzklappen, zu einer Schädigung der Gelenke und auch zu einer Hirnhautentzündung führen. Nimmt diese Form der Lebensmittelvergiftung einen eher leichten Verlauf, dann hilft es viel zu trinken, am besten stilles Wasser oder ungesüßte Tees, denn durch die Flüssigkeit werden die Salmonellenbakterien aus dem Körper gespült und die Patienten sind nach drei bis vier Wochen wieder fit.

    Hygiene in der Küche

    Damit es erst gar nicht zu einer Lebensmittelvergiftung kommt, sollte jede Hausfrau und auch jeder Hobbykoch auf eine penible Sauberkeit in der Küche achten. Vor allem Geflügel, Mett und auch rohe Eier bergen die Gefahr von Salmonellen und es ist sehr wichtig, dass diese Lebensmittel immer gut durchgegart oder durchgebraten werden. Süßspeisen, die mit Eiern zubereitet werden, stellen eine Gefahr dar, aber auch das Mettbrötchen kann den geruchs- und geschmacklosen Schädling enthalten. Salmonellen im Geflügel werden immer dann schon nach zehn Minuten vernichtet, wenn in der Pfanne eine Temperatur von 70° Grad erreicht wird. Deshalb sollte Geflügel immer gut durchgebraten werden.

    Sauberkeit sollte in der Küche das oberste Gebot sein. Schneidebretter aus Glas oder auch Marmor sind eine bessere Wahl als ein Brett aus Holz oder Kunststoff, denn aus diesen Materialien lassen sich mögliche Keime selbst in der Spülmaschine bei einer hohen Temperatur nicht ganz abtöten. Wer auf einem Schneidebrett Geflügel vielleicht zu Gulasch geschnitten hat, der sollte anschließend das Brett sehr gründlich mit möglichst heißem Wasser reinigen, bevor andere Lebensmittel darauf zubereitet werden. Wer sich an einfache Grundregeln hält, der muss keine Lebensmittelvergiftungen fürchten.

    Bild: © Depositphotos.com / KirillM

  • Berlin: Kind verstirbt an Masern

    Berlin: Kind verstirbt an Masern

    Bereits seit Oktober vergangenen Jahres kommt es in der Hauptstadt vermehrt zu Masern-Erkrankungen. Offizielle gemeldet wurden bisher 574 Menschen die sich mit dem Masern angesteckt haben. Heute wurde von dem Gesundheitssenator bestätigt, dass es zu einem Todesfall gekommen ist. Ein Kleinkind erlag den Folgen der Krankheit.

    Nach ersten Angaben handelt es sich um ein Kind im Alter von 18 Monaten. Am 18.Februar verstarb das Kind an der Infektionskrankheit. Es wurden darüber hinaus noch keine weiteren Angaben zur Person gemacht. Erste Reaktionen auf die Meldung gab es bereits. So hat eine Sekundarschule im Berliner Vorort Lichtenrade die Türen am heutigen Montag geschlossen gehalten.

    Das Robert-Koch-Institut gibt an, das der aktuelle Masern-Ausbruch in der Hauptstadt einer der größten seit dem Jahr 2001 ist. Zu diesem Zeitpunkt wurde das Infektionsschutzgesetzes erlassen. Im Zusammenhang mit diesem Masern-Ausbruch und dem jetzigen Todesfall, entflammt die Diskussion um eine gesetzlich vorgeschriebene Impfplicht auf ein Neues. Es wird von der Bundesregierung nicht ausgeschlossen, dass es in Zukunft zu einer Impfplicht kommen kann, so eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. Eine Situation wie diese sei ein klares Zeichen dafür, wie wichtig Masern-Impfungen und anderer Impfungen sind. Sich gegen Impfungen auszusprechen sei verantwortungslos. Die 574 gemeldeten Masern-Fälle, die seit Oktober 2014 verzeichnet wurden, traten zum Großteil im Januar auf. Zum Jahresbeginn gab es 254 neuen Masern-Erkrankungen in Berlin. Von 335 befragten Patienten gaben 90 %, nicht gegen Masern geimpft zu sein.

    Laut Aussage der Berliner Behörden begann der Ausbruch unter Asylbewerbern. Diese stammen aus Bosnien Herzegowina und Serbien. In diesen Regionen gab es in den 90er Jahren lange Perioden, in denen keine oder kaum Impfungen gegeben wurden. Personen aus diesen Regionen sind stärker gefährdet. Die deutschen Behörden bieten den Asylbewerbern zahlreiche Möglichkeiten, die Impfungen nachholen zu lassen. Aus verschiedenen Gründen werden diese Angebote jedoch nur in geringen Zahlen angenommen.

    Viruserkrankung Masern

    Der Masern-Virus wird per Tröpfchen-Infektion übertragen. Dafür ist ein naher Kontakt mit einem Infizierten notwendig. Allerdings kann es bereits ausreichen, sich im gleichen Raum zu befinden. Das Masern-Virus ist recht instabil und reagiert auf Licht, hohe Temperaturen und auch Desinfektionsmittel. In den 1960er Jahren wurde eine Impfung entwickel, die effiziente ist und kostengünstig. Bisher ist es noch nicht gelungen, die Masern auszurotten. Vor allem in Entwicklungsländern fordert die Krankheit immer wieder Todesopfer und es kommt zu größeren Ausbrüchen.

    Die Ausrottung ist seit 1984 erklärtes Ziel der Welt-Gesundheitsorganisation. Zum damaligen Zeitpunkt wurde ein schneller Erfolg erhofft. Die Masern Impfung arbeitet mit Lebendviren. Sie wird aus einem schwachen Virenstamm gewonnen. Da sie in Kombination mit einer Mumps- und Rötelimpfung verabreicht wird, spricht man häufig von der MMR-Impfung. Die Masern Impfung erfolgt in zwei Schritten. Die erste im Alter von 11-14 Monaten und die zweite vor Beendigung des zweiten Lebensjahres. In seltenen Fällen kommt es zu Nebenwirkungen bei einer Impfung. Diese kommen zum Beispiel in Form einer Rötung an der Einstichstelle. Einige Patienten leiden unter Fieber, Kopfschmerzen und Müdigkeit. Hinzu kann es zu einer allergischen Reaktion kommen. Diese schlägt auf die Gelenke. Es wird angegeben, dass es zu einer möglichen Hirnhautentzündung kommen kann. Bisher gab es dafür allerdings noch keine Nachweise.

    Hat man sich mit den Masern angesteckt, kommt es zu Beginn der Krankheit zu Erkältungssymptomen. Schnupfen, Husten und Fieber sind immer Begleiterscheinungen. Anschließend bilden sich Flecken aus. Diese sind rotbraun und treten am gesamten Körper auf. Die Masern sind ansteckend, ohne dass man die Flecken sehen kann. Bis zu fünf Tage bevor der Ausschlag auftritt, kann man dem Masern-Virus bereits übertragen. Nach der Ansteckung mit den Masern beträgt die Inkubationszeit bis zu 10 Tage.

    Zu wenig Kinder gegen Masern geimpft

    In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu Kontroversen im Bereich des Impfschutzes. Die Riege der Impfgegner wächst und viele Eltern entscheiden sich dazu, Ihre Kinder nicht impfen zu lassen. Dabei sind es nicht nur die Masern-Impfungen, die verweigert werden. Die Gründe sind ganz verschieden. Einige haben einfach Angst, dass es zu ernsthaften Nebenwirkungen kommen kann. Auch hat sich die Theorie durchgesetzt, dass die Masern-Impfung Autismus auslösen kann. Dies beruht auf den Aussagen einer Doktorarbeit, die im Nachhinein als falsch belegt wurden. Das Gerücht kann sich dennoch halten. Wieder anderer sehen Impfungen als wirkungslos und sind davon überzeugt, dass es keinen Unterschied macht. Der aktuelle Todesfall in Berlin zeigt die Gefahren der Krankheit klar auf.

    Bildquelle: Depositphotos.com // poznyakov

     

  • Blutvergiftung – die unterschätzte Gefahr

    Blutvergiftung – die unterschätzte Gefahr

    Eine Blutvergiftung entsteht immer dann, wenn eine Infektion nicht mehr örtlich begrenzt ist, sondern sich durch die Blutbahn im ganzen Körper ausbreitet. Immer wenn die ersten Blutvergiftung Symptome auftreten, dann ist schnelles Handeln notwendig, denn eine Blutvergiftung kann sehr schnell lebensbedrohlich werden. Die Blutvergiftung Ursachen können ganz unterschiedlich sein, und selbst ein Insektenstich kann unter ungünstigen Umständen zu einer schweren Blutvergiftung führen.

    So unterschiedlich wie die Blutvergiftung Ursachen und die Blutvergiftung Symptome sind auch die verschiedenen Stadien. Von einer leichten Sepsis sprechen die Mediziner, wenn es sich um eine Entzündung handelt, die mit Antibiotika erfolgreich behandelt werden kann, um eine schwere Blutvergiftung handelt es sich aber immer dann, wenn mindestens ein Organ betroffen ist. In diesem Fall muss die Hilfe schnell kommen, denn vielfach ist dieses Stadium der Sepsis tödlich.

    Die Blutvergiftung Symptome

    Viele bringen mit einer Blutvergiftung den berühmten roten Strich in Verbindung, der sich auf dem Arm oder auch auf dem Bein zeigt und der in Richtung des Herzens wandert. Diese rote Linie gehört aber nicht dazu, wenn es um die typischen Blutvergiftung Symptome geht, es gibt andere Anzeichen, die deutlicher auf eine Sepsis hinweisen. Charakteristische Blutvergiftung Symptome sind:

    • Ein sehr schneller Herzschlag
    • Ein niedriger Blutdruck
    • Unterkühlung bis hin zum Schüttelfrost
    • Hohes Fieber
    • Akute Schmerzen
    • Eine schnelle und schwere Atmung
    • Innere Unruhe
    • Verwirrtheit
    • Leichte Benommenheit, die aber bis zum Koma führen kann

    Welche Blutvergiftung Ursachen gibt es?

    Sepsis Blutvergiftung
    Die Blutvergiftung Ursachen sind vielfältig, aber es gibt Ursachen, die immer wieder auftreten und für die genannten Blutvergiftungen Symptome sorgen:

    • Viren und Pilze
    • Bakterien
    • Eine Lungenentzündung
    • Eine Hirnhautentzündung
    • Eine Katheterinfektion
    • Eine Infektion nach einem operativen Eingriff

    Statistisch gesehen ziehen sich die meisten Menschen aber eine Blutvergiftung durch eine gar nicht oder nur schlecht versorgte Wunde zu, und auch eine Blutvergiftung durch Insektenstich kommt im Sommer sehr häufig vor. Wer nach dem Stich einer Biene, Wespe oder Mücke einen roten Strich sieht, der sieht eine sogenannte Lymphangitis, und die hat nichts mit einer Blutvergiftung zu tun.

    Um welche Blutvergiftung Ursachen es auch geht, eine Sepsis ist immer ein medizinischer Notfall und nur, wenn schnell geholfen wird, dann gibt es auch keine bleibenden Schäden. In den meisten Fällen wird eine Blutvergiftung durch Bakterien ausgelöst und dagegen gibt es die passenden Antibiotika. Kommt es aber zu einer schweren Sepsis oder zu einem septischen Schock, dann wird eine unterstützende Therapie notwendig. In diesem Fall muss dafür gesorgt werden, dass die Versorgung mit Sauerstoff hoch ist und was noch wichtiger ist, der Blutdruck muss so schnell wie möglich wieder nach oben gebracht werden. In schweren Fällen werden auch eine künstliche Beatmung oder eine Dialyse eingesetzt, um das Blut wieder zu reinigen.

    Welche vorbeugenden Mittel gibt es?

    Einer Blutvergiftung kann in vielen Fällen mit sehr einfachen, aber auch sehr effektiven Mitteln vorgebeugt werden. Wer sich zum Beispiel bei der Arbeit im Garten geschnitten hat, der sollte die Wunde sofort unter fließendem Wasser reinigen und eventuelle Fremdkörper vorsichtig mit einer Pinzette entfernen. Anschließend sollte Jod auf die Wunde gegeben werden, denn Jod hat eine desinfizierende Wirkung und vernichtet Bakterien, die sich noch in der Wunde befinden. Je nach Größe und Tiefe der Wunde wird dann ein Pflaster oder ein Verband angelegt, zudem muss die Wunde dann beobachtet werden. Sollten sich die oben genannten Blutvergiftung Symptome einstellen, dann darf man nicht zögern, sondern sollte ohne Umwege in die Notaufnahme eines Krankenhauses fahren, denn dann zählt jede Minute.

    Bei einer Blutvergiftung durch Insektenstich hilft allerdings die ganze Vorsorge nichts, denn eine Biene oder eine Wespe sticht immer unvermittelt zu. Wie sollte man sich aber bei einer Blutvergiftung durch Insektenstich richtig verhalten?

    Die Blutvergiftung durch Insektenstich

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    Der Stich einer Wespe oder Biene ist sehr unangenehm. Die betroffene Stelle schwillt schnell an, es schmerzt und ein solcher Stich kann einige Tage Probleme bereiten. Wer auf Insektengift allergisch reagiert, der muss sich sofort in ärztliche Behandlung begeben, denn der Stich einer Biene oder Wespe kann im schlimmsten Fall zu einem allergischen Schock führen.

    Aber was viele vielleicht nicht wissen, auch eine Blutvergiftung durch Insektenstich ist durchaus möglich, und auch mit dieser Form der Blutvergiftung ist nicht zu spaßen. Besonders ein Wespenstich kann gefährlich werden, denn eine Wespe hat anders als eine Biene an ihrem Stachel keinen Widerhaken, sie kann mehrfach zustechen, was viele Wespen auch gerne tun, wenn sie wütend werden. Wenn die Wespe einen Pilz hat oder Viren und Bakterien in sich trägt, dann ist eine Blutvergiftung durch Insektenstich möglich, denn mit dem Stich hinterlässt die Wespe auch Kot in der Wunde und dieser sorgt dann für die Blutvergiftung durch Insektenstich.

    Auch wenn eine Blutvergiftung durch Insektenstich unangenehm ist, sie hat gegenüber den anderen Blutvergiftung Ursachen auch etwas Gutes. Zum einen wird die Infektion durch den plötzlichen Schmerz bemerkt und zum anderen gelangt das Insektengift schneller in die Blutbahn und die ersten Blutvergiftung Symptome zeigen sich schnell. Dass es sich nicht nur um einen einfachen Insektenstich, sondern um eine Blutvergiftung durch Insektenstich handelt, das wird deutlich, wenn der Stich anschwillt oder sich auf der Haut ausbreitet. Das geschieht schon nach wenigen Stunden und so bleibt mehr Zeit, um zu reagieren.

    Es gibt aber noch einen weiteren Grund, warum aus einem an sich harmlosen Insektenstich zu einer Blutvergiftung durch Insektenstich kommen kann. Die meisten Menschen, die von einer Biene, einer Mücke oder auch von einer Wespe gestochen werden, handeln impulsiv und kratzen an der Wunde. Da sich unter jedem Fingernagel immer ein bisschen Schmutz befindet, kann dieser Schmutz zu einer Blutvergiftung durch Insektenstich werden. Winzige Schmutzpartikel wandern in die Blutbahn und sorgen so für eine Infektion, die zu einer gefährlichen Blutvergiftung werden kann.

    Wie häufig sind Blutvergiftungen?

    Ganz gleich, wie viele Blutvergiftung Ursachen es gibt, oder auch ob eine Blutvergiftung durch Insektenstich ausgelöst wurde, die Sepsis ist eine Krankheit, die man niemals unterschätzen sollte. Alleine in Deutschland erkranken rund 154.000 Menschen jedes Jahr an einer Blutvergiftung. Ältere Menschen sind deutlich eher betroffen als jüngere und in vier von zehn Fällen nimmt eine Blutvergiftung einen tödlichen Ausgang. Kommt es zu einem septischen Schock, dann sind es sogar sechs von zehn Fälle, die einen tödlichen Verlauf nehmen.

    Blutvergiftung

    Die hohe Sterblichkeitsrate ist unter anderem auch darauf zurückzuführen, dass viele Blutvergiftung Symptome zu lange unerkannt bleiben und jede Hilfe zu spät kommt. Mit zunehmendem Alter steigt die Gefahr, an einer der Blutvergiftung Ursachen zu sterben, denn mit jedem Lebensjahr nimmt die Leistung des Immunsystems weiter ab. Bei jungen Menschen funktioniert das Immunsystem noch einwandfrei und der Körper wehrt sich sehr erfolgreich gegen jede Art von Eindringlingen, seien es nun Bakterien, Viren oder auch Pilze. Wenn man älter wird, dann ist das ein immer größer werdendes Problem, und wenn das Immunsystem sich nicht mehr wehren kann, dann kommt es zu einer Blutvergiftung.

    Was ist eine Lymphangitis?

    Immer wenn von einer Blutvergiftung die Rede ist, dann kommt auch der rote Strich ins Gespräch, aber für diesen Strich ist eine Lymphangitis verantwortlich. Zwar handelt es sich auch hier umgangssprachlich um eine Blutvergiftung, allerdings um eine sehr seltene Form. Bei einer Lymphangitis entzünden sich die Lymphbahnen unter der Haut und im unteren Fettgewebe, die in der Regel durch Bakterien ausgelöst wird. Eine Blutvergiftung durch Insektenstich kommt bei dieser Form nicht infrage.

    Eine Lymphangitis ist nicht nur an einem roten Strich zu erkennen, sie verursacht auch Schmerzen und die Lymphdrüsen zum Beispiel am Hals, schwellen sichtbar an. Dazu kommen Symptome, die denen einer Blutvergiftung sehr ähnlich sind. Der Betroffene bekommt Fieber und fühlt sich unwohl. Auch bei einer Lymphangitis sollte ein Arzt aufgesucht werden, denn aus einer akuten Lymphangitis kann auch eine chronische Erkrankung werden. Wie bei einer Blutvergiftung, so kann auch eine Lymphangitis heute sehr gut mit den entsprechenden Antibiotika behandelt werden, aber auch kühlende Umschläge sind eine gute Idee, um die Lymphangitis zu lindern. Lebensgefahr wie bei einer echten Sepsis besteht bei einer Lymphangitis aber nicht.

     

    Bildnachweis: Blutvergiftung Sepsis © Coloures-pic

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  • Influenza oder echte Grippe

    Influenza oder echte Grippe

    Grippe oder Influenza

    Die echte Grippe ist eine Viruserkrankung, die sich deutlich durch die Heftigkeit von dem grippalen Infekt unterscheidet, der irrtümlich ebenfalls als Grippe bezeichnet wird. Jedes Jahr gibt es neue Formen der Influenza, die Viren ändern sich fast ständig, sogar im Laufe einer Saison und alljährlich werden neue Seren entwickelt, welche den Grippevirus eindämmen sollen. Der Virus dringt über die Schleimhaut in den Körper unter anderem als Tröpfcheninfektion oder auch als Kontaktinfektion. Der Virus bleibt bei niedrigen Temperaturen länger unempfindlich, daher ist die Gefahr einer Ansteckung im Winter wesentlich höher. Die Inkubationszeit beträgt häufig nur wenige Stunden, die Viren werden meist bereits nach etwa zwei Tagen vor dem Auftreten der Grippesymptome auf andere Menschen übertragen. Es ist immer schwierig, zu unterscheiden, ob es sich um eine echte Grippe oder lediglich um den grippalen Infekt handelt. Ein typisches Symptom ist plötzlicher Schüttelfrost sowie hohes Fieber. Die Symptome brechen gehäuft plötzlich in einer extremen Stärke auf.

    Bei einer Grippe eine Impfung?

    Auch wenn jährlich im Winter die Grippeschutzimpfung empfohlen und angeboten wird, sterben dennoch immer wieder viele Menschen an der echten Grippe. Eine Schutzimpfung kann nur dann durchgeführt werden, wenn nicht bereits ein grippaler Infekt vorliegt. Hier ist die Gefahr einer Ansteckung am Größten, von daher wird dazu geraten, sich besonders häufig die Hände zu waschen und auch sonstige Vorsichtsmaßnahmen walten zu lassen. Weiterhin sind im Vorwege bereits diverse Möglichkeiten zur Vorbeugung vorhanden, damit eine Influenza gar nicht erst eine Chance bekommt. Dazu gehören beispielsweise Sport, viel Vitamine durch Obst und Gemüse und eine allgemein, gesunde Lebensform.

    Sekundärinfektion

    Das Gefährliche bei der Grippe ist die sogenannte Sekundärinfektion, die bakteriell ist und auf die Grippeerkrankung folgt. Der Körper ist bereits von der Bekämpfung der Viren bereits stark geschwächt, so dass Bakterien in den Körper eindringen können und zu weiteren Krankheiten führen wie zum Beispiel Gehirnhautentzündungen, Stoffwechselerkrankungen oder Herzmuskelentzündungen. Besonders gefährlich kann die Influenza werden bei bereits immungeschwächten oder vorerkrankten Menschen, hier kann es unter Umständen auch lebensgefährlich werden für den betroffenen Patienten. Besonders gefährdet sind chronisch Kranke, Kinder sowie ältere Menschen. Daher empfehlen die Ärzte immer, wenn eine Impfung nicht möglich war, sich umgehend in ärztliche Behandlung zu geben, ausreichend Ruhe und gründlich auskurieren, damit es nicht zu Komplikationen kommt. Antibiotika sind laut Aussagen der Ärzte wirkungslos, sie helfen nur bei nachfolgenden Erkrankungen. Für die Grippe selber werden von der Gesundheit sogenannte Virostatika empfohlen.

    Schweinegrippe H1N1

    In den letzten Jahren haben diverse neue Grippeformen die Menschheit erschüttert wie die Schweinegrippe oder die Vogelgrippe, die bereits bei den Tieren auftreten und auf die Menschen übertragbar sind. Bei diesen neuen Grippeformen arbeitet die medizinische Forschung weiter an Impfstoffen, welche die neue Grippeformen eindämmen sollen. Die Ansteckungsgefahr ist ähnlich der altherbekannten Influenza, sie sind sich daher auch sehr ähnlich. Welcher Virus nun vorliegt, darüber kann lediglich ein Labortest genaue Kenntnisse bringen. Allerdings sind die Ärzte der Meinung, dass zuzüglich auftretender Durchfall sowie Übelkeit und Erbrechen typische Anzeichen der Schweinegrippe sind. Die Erkenntnisse der Forschung haben mittlerweile ergeben, dass jede Erkrankung aufgrund einer Grippe auf den Schweinegrippenvirus H1N1 zurückzuführen ist, andere Viren sind mittlerweile soweit verdrängt.