Schlagwort: Hodenschmerzen

  • Ursachen für Hodenschmerzen – von harmlos bis gefährlich

    Ursachen für Hodenschmerzen – von harmlos bis gefährlich

    Wenn die Hoden schmerzen, dann haben die meisten Männer Angst, dass sich hinter diesen Schmerzen ein ernsthaftes Problem verbergen könnte. Hodenkrebs ist meist die zuerst genannte Angst, wenn es um die Ursachen für Hodenschmerzen geht, aber diese Angst ist in den meisten Fällen unbegründet. Die Ursachen für Hodenschmerzen sind in der Regel harmlos, aber wenn die Schmerzen über einen längeren Zeitraum anhalten, dann sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, um eine schwere Erkrankung ausschließen zu können.

    Ursachen für Hodenschmerzen – Krebs ist es selten

    Wenn die Hoden schmerzen, dann werden viele Männer panisch und fürchten, dass Krebs die Ursache sein könnte. Hodenkrebs äußert sich aber durch andere Symptome, wie kleine Schwellungen oder auch Knötchen unter der Haut. Schmerzen treten im Frühstadium von Hodenkrebs sehr selten auf, und wenn es überhaupt zu Schmerzen in den Hoden kommt, dann muss der Krebs schon sehr weit fortgeschritten sein. Hodenkrebs, der frühzeitig erkannt wird, lässt sich sehr gut behandeln, daher ist es wichtig, die Hoden in regelmäßigen Abständen im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung von einem Arzt abtasten zu lassen.

    Schmerzen durch Hodenentzündungen

    Häufig sind die Ursachen für Hodenschmerzen in einer Entzündung zu finden. Vor allem wenn es sich um einseitige Schmerzen handelt, dann deutet das auf eine sogenannte Orchitis, eine Hodenentzündung hin. Ist das der Fall, dann sind selten beiden Hoden gleichermaßen betroffen, die Entzündung konzentriert sich meist nur auf einen Hoden. Zu den weiteren Symptomen einer Hodenentzündung gehören Kopfschmerzen, leichtes Fieber und eine allgemeine Abgeschlagenheit. In der Regel werden einseitige Entzündungen der Hoden von Viren oder Bakterien ausgelöst, die durch das Blut oder durch die Lymphen in den betroffenen Hoden wandern. Besonders häufig treten dabei Viren in Erscheinung, die Mumps auslösen, aber auch Viren, die für die Windpocken, für Malaria und das Pfeiffersche Drüsenfieber verantwortlich sind, können eine Hodenentzündung auslösen.

    Die Nebenhodenentzündung als Ursache

    Zu den Ursachen für Hodenschmerzen gehört auch die Epididymitis, eine Entzündung des Nebenhodens. Ausgelöst wird diese Erkrankung von einer Blasen- oder Prostataentzündung, aber auch wenn die Harnröhre betroffen ist, dann entzündet sich der Nebenhoden. Die Krankheitserreger kommen über den Samenleiter in den Nebenhoden und die Betroffenen verspüren Schmerzen im Rücken und in den Flanken, auch Bauchschmerzen können bei dieser Entzündung auftreten. Im späteren Verlauf könnten es auch Symptome sein, wie sie bei einer Hodenentzündung auftreten.

    Möglich ist auch ein Leistenbruch

    Der Leistenbruch gehört ebenfalls zu den Ursachen für Hodenschmerzen. Die Betroffenen spüren ein unangenehmes Ziehen in den Hoden und in der Leiste, besonders nach Erschütterungen wie Husten oder Niesen. Ob es sich tatsächlich um einen Leistenbruch handelt, kann der Arzt schnell durch abtasten feststellen, zudem macht sich eine Leistenhernie auch durch eine Beule, ein Anschwellen der Hoden oder eine Verdickung in der Leistengegend bemerkbar. Heißt die Diagnose Leistenbruch, dann ist eine Operation unumgänglich, denn sonst kann es zu einer gefährlichen Einklemmung des Darms kommen.

    Schmerzen nach dem Sex

    Selbst wenn es vielleicht komisch klingt, auch der Sex gehört zu den Ursachen für Hodenschmerzen. Nach dem Geschlechtsverkehr sind die Hoden sehr empfindlich und reagieren auf schon auf die kleinste Berührung. Wenn es nicht zu einer Ejakulation gekommen ist oder wenn die Erektion sehr lange gehalten wird, dann sind brennende oder stechende Schmerzen in den Hoden keine Seltenheit. Die Ursachen für die Hodenschmerzen liegen hier bei einem erhöhten Blutstrom in den Genitalien, der bei einer langen Erregungsphase zu Krämpfen in der empfindlichen Muskulatur der Samenwege führt. Früher wurden diese Schmerzen auch „Kavaliersschmerzen“ genannt, denn von wahren Kavalieren wurde behauptet, dass sie ihren eigenen Höhepunkt so lang hinausgezögert haben, bis die jeweilige Dame auf ihre Kosten gekommen war. Der berühmte Giacomo Casanova soll ein wahrer Meister auf diesem Gebiet gewesen sein.

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  • Hodenkrebs – immer mehr junge Männer sind betroffen

    Hodenkrebs – immer mehr junge Männer sind betroffen

    Hodenkrebs gehört zu den eher selten auftretenden Krebsarten, trotzdem erkranken in Deutschland jedes Jahr 4.700 Männer an dieser Krebsart. Auch wenn die Zahl der Erkrankungen auf den ersten Blick im Vergleich zu anderen Krebsarten niedrig erscheint, es sind hauptsächlich junge Männer zwischen 20 und 40 Jahren, die an Hodenkrebs erkranken. Wird Hodenkrebs in einem frühen Stadium erkannt, dann bestehen sehr gute Heilungschancen, aber viele Männer ignorieren die Symptome und scheuen sich, zu einem Arzt zu gehen.

    Hodenkrebs tritt meist nur einseitig auf

    Die Hoden setzen sich aus mehreren unterschiedlichen Zelltypen zusammen und in einem dieser Zelltypen können sich bösartige Tumore entwickeln. In rund 90 % der Fälle bilden sich diese Tumore auf dem Keimzellgewebe, das in zwei Arten unterschieden wird. Zum einen gibt es die eigentlichen Keimzellen, die sogenannten Seminome und zum anderen gibt es die Nichtseminome, die aus mehreren Gewebearten bestehen. Mutieren diese Zellen, dann bilden sich bösartige Tumore, aber in den meisten Fällen sind nicht beide Hoden, sondern es ist nur einer der Hoden davon betroffen.

    Wie entsteht Hodenkrebs?

    Seit den 1980er Jahren hat sich die Zahl der Hodenkrebs Erkrankungen mehr als verdoppelt. Mediziner machen unter anderem eine Umstellung der Ernährung für diesen Anstieg verantwortlich, die eigentliche Ursache, warum es zu Hodenkrebs kommt, wurde bislang jedoch noch nicht gefunden. Es gibt allerdings einige Risikofaktoren, die den Ausbruch der Krankheit begünstigen können. Zu diesen Risiken gehört eine genetische Veranlagung und auch angeborene Fehlstellungen der Hoden, wie zum Beispiel der Hodenhochstand, wenn sich einer der Hoden nicht im Hodensack befindet.

    Symptome selbst erkennen

    Ob mit den Hoden alles in Ordnung ist, das kann jeder Mann selbst relativ einfach feststellen. Wenn die Hoden abgetastet werden und sich Schwellungen oder Verhärtungen ertasten lassen, dann kann das ein erstes Alarmsignal für Hodenkrebs sein. Auch wenn die Hoden beim Abtasten schmerzen, dann ist das ein Symptom, dass Etwas nicht in Ordnung ist. Das Gleiche gilt, wenn sich die Hoden schwer anfühlen oder wenn sich ein ziehender Schmerz einstellt, der bis in die Leiste ausstrahlt, dann sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden. Im späteren Verlauf kommen dann nicht selten Schmerzen im Rücken und in den Brustdrüsen dazu.

    Heilbar bei Früherkennung

    Hodenkrebs hat nur dann eine sehr gute Chance komplett auszuheilen, wenn er so früh wie möglich erkannt wird. Ärzte raten deshalb allen Männern ab dem 27. Lebensjahr dazu, sich jedes halbe Jahr von einem Urologen untersuchen zu lassen. Männer, die bereits Hodenkrebs in der Familie hatten, sollen ihre Hoden zudem in regelmäßigen Abständen abtasten. Wenn sich Hodenkrebs ausbreitet, dann befällt er sehr schnell andere Organe und die Symptome, besonders die Schmerzen im unteren Bauchbereich, nehmen zu. Wird Hodenkrebs in einem frühen Stadium erkannt, dann ist er in den meisten Fällen heilbar, selbst im fortgeschrittenen Stadium sind die Heilungschancen nicht schlecht, aber die Behandlung ist deutlich aufwendiger.

    Keine Gefahr für die Potenz

    Der Arzt tastet bei einer Untersuchung zuerst die Hoden ab und verschafft sich dann durch eine Ultraschall- und eine Blutuntersuchung ein genaueres Bild. Besteht der Verdacht, dass es sich um Hodenkrebs handeln könnte, dann wird im Rahmen einer Biopsie eine Gewebeuntersuchung gemacht. Handelt es sich tatsächlich um einen Tumor, dann folgen in der Regel entweder eine Bestrahlung oder eine Chemotherapie. Viele Männer haben Angst, dass der befallene Hoden operativ entfernt werden muss und sie in der Folge ihre Potenz verlieren oder unfruchtbar werden. In dem meisten Fällen ist diese Angst aber unbegründet, denn eine vorübergehende Impotenz tritt nur während der akuten Therapie auf. Wenn die Therapie beendet ist, dann können die betroffenen Männer wieder ein ganz normales Sexualleben führen und sie sind auch in der Lage, Vater zu werden.

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