Schlagwort: Hunger

  • Frühstück mit reichlich Eiweiß senkt Gewicht

    Frühstück mit reichlich Eiweiß senkt Gewicht

    Ein Forscherteam der University of Missouri-Columbia hat herausgefunden, dass ein Frühstück mit hohem Eiweißgehalt beim Abnehmen helfen kann. Von dem Ergebnis der Studie profitieren vor allem Jugendliche, die mit einem eiweißhaltigen Frühstück ihr Gewicht reduzieren können. Zugleich führe dies zu einer Verbesserung des Blutzuckerspiegels und vermindert das Hungergefühl.

    Studie zum Thema Frühstück

    Im Rahmen ihrer Studie wurden 57 Jugendliche mit Übergewicht für drei Monate beobachtet. Die Jugendlichen verzichteten in ihrem Leben auf das Frühstück oder ließen es mindestens fünf mal in der Woche aus. Die Studienteilnehmer wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe erhielt während der 12 Wochen täglich ein klassisches Frühstück mit 13 Gramm Eiweiß, welches aus einem Müsli und Milch bestand.

    Die Kontrollgruppe erhielt ein Frühstück mit einem hohen Eiweißanteil, welches sich aus Eiern, Milchprodukten und mageren Fleisch zusammensetzte. Die dritte Gruppe verzichtete wie bisher auch auf ihr tägliches Frühstück. Alle Studienteilnehmer mussten ihre Nahrungsaufnahme und Getränkekonsum aufzeichnen. Das Körpergewicht und alle anderen wichtigen Merkmale des Körpers wurden zu Beginn und am Ende der Studie gemessen. Der Blutzuckerspiegel der Jugendlichen wurde mit einem Gerät gemessen, welches sie am Körper getragen haben.

    Eiweiß verhindert Körperfett-Zunahme

    Am Ende der Studie wurde ermittelt, dass ein eiweißhaltiges Frühstück die Zunahme von Körperfett unterbindet und somit zu einer Gewichtsreduktion führen kann. Das Hungergefühl wurde vermindert, die Nahrungsaufnahme minimiert und der Blutzuckerspiegel verbessert. Nach der Statistik gehen über 50 Prozent der Teenager ohne ein Frühstück gegessen zu haben zur Schule, wie frühere Studien andere Forscher herausfanden. Übergewichtigen jungen Menschen wird von ärztlicher Seite oft empfohlen zu frühstücken. Die Forschung untersuchte bisher aber nicht, welche Auswirkungen die Frühstücksart auf die Gewichtsreduktion hat und war nun Thema der aktuellen hier berichteten Studie.

    Nach Angaben der Studienleiterin Professor Heather Leidy sei ein eiweißreiches Frühstück mit 35 Gramm Eiweiß der richtige Weg, um Erfolg beim Abnehmen zu haben. Wie die Forscherin schreibt, sollte die morgendliche Mahlzeit aus Eiweiß und hochwertigen Proteinen bestehen. Bei der Gruppe mit einem hohen Proteingehalt im Frühstück wurde eine um 400 Kalorien geringere Nahrungsaufnahme festgestellt. Die Körperfettmasse wurde geschmolzen und führte zu weniger Gewicht. Bei den anderen beiden Gruppen hingegen nahm das Körpergewicht zu. Die Professorin führte weiter aus, dass die Jugendlichen, die ein Frühstück mit einem hohen Anteil Eiweiß gegessen hatten, im Verlauf des Tages eine geringere Nahrungsaufnahme verzeichneten. Der Blutzuckerspiegel wurde stabiler. Bei einem schwankenden Blutzuckerspiegel könnte es Prof. Leidy zufolge zu einem höheren Risiko führen an Diabetes Typ-2 zu erkranken.

    Gesundes Frühstück mit viel Eiweiß

    Basierend auf den Ergebnissen der Studie ist ein gesundes Frühstück mit einem hohen Anteil an Eiweiß und hochwertigen Proteinen der Schlüssel zur Gewichtsabnahme. Die Morgenmahlzeit könnte aus einem Frühstücksei, Chia-Leinsamen-Müsli, mageren Hähnchenfleisch und einem Proteinriegel bestehen. Ein Chia-Pudding oder Chia als Bestandteil eines Müslis vermindert das Hungergefühl für drei bis fünf Stunden, wovon der Körper in Form sinkenden Gewichts profitiert. Langfristig führt ein eiweißhaltiges und proteinhaltiges Frühstück zu einer gesunden Lebensweise. Das Ergebnis ist ein stabiler Blutzuckerspiegel, verringertes Hungergefühl und eine auf dem Tag bezogene geringere Kalorienaufnahme.

    Begleitend zu einem nahrhaften Frühstück sollte regelmäßige Bewegung in den Alltag integriert werden. Nur wer sich gesund ernährt, bewegt und im allgemeinen gut auf seine Gesundheit achtet, profitiert von einem positiven körperlichen Wohlbefinden. Ein Ernährungsberater kann helfen einen Speiseplan zu erstellen mit dem das Körpergewicht gesenkt bzw. gehalten und das körperliche wie seelische Wohlbefinden verbessert werden kann. Auf lange Sicht ist eine gesunde ausgewogene Lebensweise von Vorteil.

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  • Neuer Diät-Trend Dukan-Diät kommt nach Europa

    Neuer Diät-Trend Dukan-Diät kommt nach Europa

    Die Dukan Diät gelangt mit großen Schritten nach Europa und wurde vom französischen Arzt Dr. Pierre Dukan entwickelt. Das Konzept konnte sich in Frankreich mit Erfolg etablieren und soll über 5 Millionen Frauen dazu verholfen haben schlank zu werden. Die Dukan-Diät hat mittlerweile die Stars und Sternchen erreicht, wodurch die Medien auf das Diätkonzept aufmerksam wurden. Zu den Stars, welche auf diese Diät schwören, zählen Jennifer Lopez und Gisele Bündchen. Beide erreichten nach der Geburt ihrer Kinder ihr sportliches Aussehen und Gewicht innerhalb kurzer Zeit dank der Dukan-Diät wieder.

    Dukan-Diät verzichtet auf Kohlenhydrate

    Im Rahmen der Dukan-Diät wird zum Großteil sowohl auf Fett als auch Kohlenhydrate verzichtet und auf eine kalorienarme Ernährung geachtet. Im Gegenzug steht der Schwerpunkt auf eine sehr eiweißhaltige Ernährung und verhindert den Muskelabbau in Phasen des Heißhungers. Die gezielte Ergänzung der Nahrungsmittel mit Kleie verhindert Verstopfungen und der Darm soll besser arbeiten. Auf Obst, Gemüse und Getreide muss bei der Dukan-Diät verzichtet werden.

    Die Dukan-Diät wurde in die vier Phasen Attack-Phase, Cruising-Phase, Consolidation-Phase und Stabilisations-Phase aufgeteilt:

    Attack-Phase

    In der Attack-Phase, die 1 bis 10 Tage dauert, wird ausschließlich Nahrung mit hohem Eiweißanteil und sehr niedrigen Fettgehalt gegessen. Es kann aus einer Liste von 70 Lebensmitteln gewählt werden, die genossen werden dürfen. Zur Auswahl stehen vor allem mageres Fleisch, fettarme Milchprodukte, Haferkleie und Weizenkleie. Die Kleie darf nur in minimalen Mengen gegessen werden. Auf Zucker, Fett, Alkohol, Gemüse und Obst wird verzichtet.

    Cruising-Phase

    Die Cruising-Phase der Dukan-Diät dauert so lange bis das Zielgewicht erreicht wurde und Gewichtsverlust von 1 Kilo pro Woche sollten es mindestens sein. Der eiweißhaltige Speiseplan wird um Gemüse erweitert, dabei wird abwechselnd Eiweißkost und Gemüse gegessen. Die Auswahl ist auf bestimmte Gemüsesorten limitiert. Die Haferkleie-Menge steigt auf 2 Esslöffel pro Tag.

    Consolidation-Phase

    Die Konsolidierungs-Phase hat ihren Fokus auf das Halten des Gewichts und soll den berüchtigten Jojo-Effekt unterbinden. Je abgenommenen Kilogramm beläuft sich diese Phase auf jeweils zehn Tage.

    Auf dem Ernährungsplan steht die Proteinkost der ersten Phase, eine tägliche Obst-Portion, wenige kohlenhydrathaltige Speisen und zwei Scheiben Vollkornbrot. Beim Obst ausgeschlossen sind Bananen, Kirschen und Trauben. Wöchentlich dürfen zwei Genuss-Nahrungsmittel auf dem Plan stehen. Einmal wöchentlich gilt es nur Eiweißnahrung einzunehmen. Die Haferkleie-Menge wird erneut gesteigert.

    Stabilisationsphase

    Die Stabilisationsphase gilt dauerhaft und beinhaltet die Nahrungsmittel der ersten Phase und drei Esslöffel Haferkleie täglich.

    Effektive Diät aber gesundheitsgefährdend

    Die Dukan-Diät gilt als effektiv, weil innerhalb relativ kurzer Zeit das angepeilte Zielgewicht erreicht werden kann. Der Erfinder des Diät-Konzepts empfiehlt während der Diät eine ausreichende Menge Wasser zu trinken, damit der Stoffwechsel auf Grund der erhöhten Zufuhr an Proteinen eine Entlastung erfährt. Der Verzicht auf Obst und Gemüse wird von vielen Ernährungsexperten als kritisch gesehen. In Früchten und Gemüse sind wichtige Inhaltsstoffe wie Vitamine enthalten, die der Körper benötigt.

    Das französische Bundesministerium für Ernährung hat die Dukan-Diät als gesundheitsgefährdend eingestuft. Die Nachteile dieses Diätkonzepts sind die Hauptgründe für diese Einstufung. Nach Ansicht von Dr. Dukan würden die Vorteile die Nachteile jedoch ausgleichen. Vor allem für Personen mit Diabetes und Übergewicht sei die Dukan-Diät nach Einschätzung ihres Erfinders geeignet.

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  • Gesünder leben mit Chia-Samen & Co.

    Gesünder leben mit Chia-Samen & Co.

    Das Leben wird in der heutigen Zeit vor allem durch den Konsum bestimmt und die günstigen Preise in den Supermärkten verlocken dazu leckere kalorienreiche Nahrungsmittel wie Nougatringe, Nutella, Plätzchen, Steaks oder Fertiggerichte zu kaufen. Auf die Gesundheit wirken sich solche und ähnliche Gerichte mit suboptimaler Nährstoffbilanz auf Dauer negativ aus. Eine Umstellung auf gesunde alternative Lebensmittel bringt für den Körper langfristig positive Erfolge, vor allem in Bezug auf das Gewicht und dem seelischen Wohlbefinden.

    Chia-Samen – Powerfood aus Mexiko

    Das südamerikanische Volk der Maya hat schon gesund gelebt, indem sie Chia-Samen in ihren täglichen Ernährungsplan aufgenommen haben. Vor allem die Boten profitierten von dem hohen Nährstoffgehalt der Chia-Samen. Im Magen quellen die Samen auf und halten das Hungergefühl für drei bis fünf Stunden auf Abstand. Heute sind Chia-Samen als Powerfood bekannt und werden mittlerweile überall angeboten. Bei Rossmann, DM und einigen Supermarktketten sind die gesunden Samen für weniger als 10,00 Euro für eine 350 bis 500 Gramm Packung zu haben. Eine Ernährungsumstellung sollte die Chia-Samen beinhalten. Denn in ihnen stecken die wertvollen Inhaltsstoffe Kalzium, Kalium, Eisen, Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren mit denen der Körper gesund ernährt wird. Der Kalziumgehalt ist 500 mal höher als in Milch und die Verdauung anderer Lebensmittel wird in Verbindung mit Chia-Samen erleichtert.

    Wer die Nährstoffbomben in Wasser aufweicht, wird deren hohe Wasseraufnahme bemerken, weshalb sie sich optimal für eine Regulierung des Wasserhaushalts eignen. Bei sportlichen Aktivitäten wirken die Chia-Samen wunderbar als Energielieferant und sind dazu noch glutenfrei. Geeignet sind die mexikanischen Powersamen zur Ernährungsumstellung, Wundheilung, Linderung von Gelenkschmerzen, Diabetes, Gewichtsreduzierung, Sodbrennen und vielen weiteren Problemen. In Wasser aufgequellt eignen sie sich als Eiersatz beim Backen. Ein Chia-Pudding ist sehr lecker und entsteht indem die Samen in eine Schüssel Milch gelegt werden. Nach rund fünf Stunden sind sie fest geworden und haben einen gesunden Pudding als Alternative zu industriellen Puddingcremes aus der Tüte gebildet.

    Dinkel statt Weizenmehl

    Eine Alternative zu klassischem Mehl stellen Dinkel und Leinsamen dar. Das Dinkelkorn zählt zu den Spelzgetreiden und ist eine Weizenart. In Ägypten wurde der Dinkel im Altertum angebaut und fand dann Verbreitung bis nach Europa. Die berühmte Heilerin Hildegard von Bingen schwörte auf das Dinkelkorn und empfahl des allen Menschen in jeder Lebenslage als ein gesundes Nahrungsmittel.

    Im Vergleich zum Weizenmehl der Type 405 oder 450 enthält Dinkelmehl deutlich mehr Mineralstoffe. Neben den Mineralstoffen ist der Anteil an Spurenelementen ebenfalls höher. Der starke Kieselsäure-Gehalt wirkt sich zudem positiv auf das Hautbild aus. Der Gehalt an Vitamin B1, B2, B3, B6 und E ist anteilig höher als beim Weizenmehl. Zur Vorbeugung vor Krankheiten eignet sich das Dinkelkorn und Dinkelmehl, vor allem weil die enthaltenen Fettsäuren, Nährstoffe und Aminosäuren qualitativ sehr hochwertig sind. Auf die Stimmung wirkt sich Dinkel positiv aus und dafür verantwortlich ist eine spezielle Aminosäure. Die körperliche und geistige Leistung kann durch den Verzehr von Dinkel nachhaltig gesteigert werden. Der Verzicht auf Weizenmehl und Dinkel als Alternative ist ein Gewinn für die Gesundheit.

    Eine Ernährungsumstellung, in welcher Chia-Samen und Dinkelmehl in den Ernährungsplan aufgenommen werden, wirkt sich langfristig positiv auf das gesundheitliche Wohlbefinden aus. Es gibt wunderbare Rezepte für leckere Gerichte aus Dinkel und Chia-Samen mit denen der Speiseplan bereichert werden kann.

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  • Startup Kukimi mit gesundem Diätkonzept auf Erfolgskurs

    Startup Kukimi mit gesundem Diätkonzept auf Erfolgskurs

    Das Startup Kukimi mit seinen drei Gründern Daniel Verst (CEO), Laurent Kaestli (COO) und Laura Kroth haben ein Diät-Konzept entwickelt mit dem vor allem Zeit bei der Zubereitung von Gerichten gespart werden kann. Das Berliner Unternehmen bietet gesunde Speisen für das eigenentwickelte Diät-Programm an. Geliefert wird das Programm direkt nach Hause zum Kunden im Form abgepackter Gerichte. Die Speisen befinden sich in so genannten »Aroma-Beuteln«, wie Kukimi selbst schreibt. Der Geschmack und die Nährstoffe bleiben Firmenangaben zufolge durch die Beutel in den Gerichten erhalten. Zur Zeit arbeiten fünf Mitarbeiter für das Unternehmen und Mitgründerin Laura Kroth verließ Kukimi im Januar.

    Kurze Garzeit

    Die leckeren gesunden Gerichte sollen in nur 9 Minuten fertig gekocht auf dem Tisch stehen. Der Kunde muss dafür den Beutel nur in ein heißes Wasserbad legen und dies bedeutet einen sehr geringen Zeitaufwand. Der mininale Zeiteinsatz dürfte vor allem Kunden ansprechen, die wegen ihrer Arbeit zeitlich stark eingebunden sind und keine Zeit haben ein Mittagessen zuzubereiten.

    Kukimi – Start im Jahr 2014

    Gegründet wurde Kukimi im letzten Jahr von der Firma Atlantic Internet, die sich auf Neugründungen spezialisiert hat und dem erfolgreichen Unternehmer Christopher Maire gehört. Das innovative Startup erhielt nun 500.000 Euro über Atlantic Labs (neuer Name von Atlantic Internet) vom High-Tech-Gründerfonds (HTGF), Seedcamp und dem Business Angel Lars Dittrich. Die Gesamtsumme beläuft sich im siebenstelligen Bereich und soll in die Expansion, Produktentwicklung und Marketing investiert werden.

    Vier Diätprogramme zur Auswahl

    Der Kunde kann auf der Internetseite von Kukimi unter www.kukimi.de zwischen den vier Diätprogrammen Classic, Vegan, Fitness und Kennenlernen wählen. Wenn zum Beispiel die Fitness-Diät ausgewählt wird, belaufen sich die Kosten auf 102,20 Euro pro Woche und entspricht 7,20 Euro pro Gericht. Das Kennenlernpaket kostet wöchentlich 99,95 Euro und beinhaltet wie alle anderen Diätprogramme jeweils 14 Gerichte. Als Laufzeit sind beim Kennenlernpaket maximal zwei Wochen wählbar. Bei der Classic-Diät, Vegan-Diät und Fitness-Diät sind es ein bis vier Wochen. Der Preis wird umso günsiger je mehr Gerichte auf einmal geordert werden. Zur Auswahl stehen insgesamt 20 Gerichte.

    Die Fertiggerichte werden mit Sous-vide-Technik zubereitet. Bei diesem Verfahren werden alle Zutaten unter Vakuum gegart, in Kunststofftüten verpackt und anschließend postalisch zum Kunden versendet. Das Angebot soll in nächster Zeit um Paleo- und Detox-Gerichte erweitert werden.

    Die Kosten für die Diätprogramme sind relativ hoch, weshalb sich diese effektive Diät nur Personen mit entsprechendem Einkommen leisten können. Je stärker die Nachfrage ist desto eher dürften die Preise sinken und Kukumi auch für Kleinverdiener erschwinglich werden.

    Erfolge

    Auf der Webseite von Kukimi können Erfolge von Kunden nachgelesen werden, die mit den Gerichten des Unternehmens ihr Leben verändert und abgenommen haben. Eine Kundin berichtet, dass sie ohne Hungergefühl 5,5 Kilogramm verloren habe und die Schauspielerin Judith Hoersch zeigt begeistert, weil Kukimi ihr half sich ausgewogen und gesund zu ernähren.

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  • Die 40 Schwangerschaftswochen (SSW) im Überblick

    Die 40 Schwangerschaftswochen (SSW) im Überblick

    SSW Entwicklung des Kindes und der Mutter
    1. SSW In der 1 SSW ist die Frau noch nicht schwanger. In dieser Zeit beginnt der weibliche Zyklus wie in jedem Monat: Die unbefruchtete Eizelle wird abgestoßen und die erneute Vorbereitung auf eine Schwangerschaft beginnt. In der 1. Schwangerschaftswoche bildet der Körper eine dicke Gebärmutterschleimhaut, die gut durchblutet wird. Diese Umgebung stellt den perfekten Sitz für eine befruchtete Eizelle dar. Während der 1 SSW weist die Frau noch keine typischen Schwangerschaftssymptome auf. Wer gezielt schwanger werden kann, kann die ersten Schwangerschaftswochen, in denen es noch nicht zur Befruchtung kam, dazu nutzen, um sich gezielt auf die Schwangerschaft vorzubereiten. Eine effektive Vorbereitung umfasst folgende Punkte:
     
    ·         Gesunde Ernährung
    ·         Vermeiden von Stress
    ·         Viel Schlaf
    ·         Verzicht auf Alkohol und Nikotin
    2. SSW Auch die 2 SSW steht ganz im Zeichen der Schwangerschafts-Vorbereitung. Auch in diesem Zeitraum fand noch keine Befruchtung der weiblichen Eizelle statt, weswegen noch nicht die Rede von einer Schwangerschaft im eigentlichen Sinne sein kann. Der weibliche Organismus ist in dieser Zeit noch immer damit beschäftigt, die Schleimhaut der Gebärmutter aufzubauen.
    3. SSW Das Ende der 2 SSW und der Beginn der 3 SSW sind perfekte Zeitpunkte zur Zeugung eines Kindes. In dieser Zeit befinden sich die fruchtbaren Tage der Frau, in denen eine Zeugung möglich ist. Konnte ein Spermium die Eizelle befruchten, wandert diese von den Eierstöcken in die Gebärmutter, wo sie sich schließlich in der zuvor gebildeten Schleimhaut einnistet. Bis zum Ende der 3. Schwangerschaftswoche bildet sich der Embryo (so wird das ungeborene Kind in den nächsten Schwangerschaftswochen genannt) und die Plazenta, die für die Versorgung des neuen Lebens verantwortlich ist.

    Die meisten Frauen merken in dieser Zeit noch nicht, dass sie schwanger sind – und das, obwohl der Körper bereits auf Hochtouren arbeitet und viele Veränderungen durchmacht. Wenige werdende Mütter spüren in der 3 SSW ein Spannen oder Ziehen in den Brüsten, nehmen dies jedoch häufig nicht als Anzeichen für eine Schwangerschaft wahr.

    4. SSW Während dieser SSW entschlüpft der Embryo der Eizelle und nistet sich in der Gebärmutter ein. In der gleichen Zeit bilden sich die Plazenta, der Dottersack und die Fruchtwasserhöhle vollkommen aus. Der Embryo wird also hervorragend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.

    Diese Phase der Schwangerschaftswochen ist eine ganz entscheidende. Hat der Organismus zuvor keine ausreichend dicke Schleimhaut gebildet, kann sich der Embryo dort nicht festsetzen. Er wird dann während der nächsten Periode unbemerkt ausgeschieden.

    Kommt es jedoch zu einer Einnistung, spüren viele Frauen ab der 4 SSW, dass sie schwanger sind. Typische Anzeichen in dieser Zeit sind:
     
    ·         Einnistungsblutung
    ·         Übelkeit
    ·         Stimmungsschwankungen
    ·         Müdigkeit
    ·         Wachstum der Brüste

    5. SSW Während die vorhergehenden Schwangerschaftswochen eine Art Vorbereitung waren, beginnt die tatsächliche Schwangerschaft in der 5 SSW. Der Embryo, der sich erfolgreich in der Gebärmutter eingenistet hat, entwickelt sich nun schnell. In der 5. SSW ist der Embryo etwa so groß wie ein Mohnkorn und entwickelt bereits die ersten Gesichtszüge. Außerdem hat er bereits einen Herzschlag. Dieser kann durch Ultraschall-Untersuchungen ermittelt werden. Der Herzschlag des Embryos ist etwa doppelt so schnell wie der der Mutter.

    Die Frau spürt in dieser SSW ein vermehrtes Spannen der Brüste. Außerdem wird die Schwangerschaft hier meist festgestellt, da die Periode ausbleibt.

    6. SSW Der Embryo wächst schnell und ist jetzt schon so groß wie eine Linse.

    Viele Frauen leiden ab der 6 S SSW unter starken Stimmungsschwankungen. Während sie sich in der einen Minute über die Schwangerschaft freuen, sind sie in der anderen von Ängsten geplagt. Grund hierfür sind die hormonellen Veränderungen im Körper. Vielen Frauen hilft es in dieser und den kommenden Schwangerschaftswochen, wenn sie mit dem Embryo sprechen und sich auf diese Weise an den Gedanken, schwanger zu sein, gewöhnen.

    7. SSW Die 7 SSW ist der Beginn der Beweglichkeit des Embryos. Die Bewegungen sind zunächst noch unkontrolliert und nicht spürbar. Dennoch können sie mithilfe des Ultraschalls genau beobachtet werden. Für viele Eltern ist dies ein Moment, in dem sie zum ersten Mal bewusst wahrnehmen, dass Leben in der Gebärmutter der Frau heranwächst. Der heranwachsende Säugling ist nun so groß wie eine Bohne und besitzt bereits einen Kopf und Gliedmaßen. Der Ultraschall zeigt außerdem Augen, Mund und Nase.

    In der 7 SSW gehen die meisten Frauen zur ersten Vorsorgeuntersuchung. Bei dieser erhalten sie auch ihren Mutterpass.

    8. SSW In der 8 SSW entwickelt sich der Embryo zum Fötus. Dieser ist nun 1,5 cm groß und sorgt dafür, dass sich die Gebärmutter immer weiter ausbreitet. Für viele Frauen bedeutet dies, dass sie deutlich öfter Harndrang verspüren, da die Gebärmutter auf die Blase drückt. Auch die Brüste wachsen in dieser Zeit merklich.
    9. SSW Die Schwangerschaftswoche 9 ist für viele Eltern besonders spannend, da nun auch ermittelt werden kann, ob vielleicht Zwillinge unterwegs sind. Der Fötus ist nun so groß wie eine Erdbeere. Er verliert den Schwanzteil und entwickelt mehr und mehr menschliche Züge. So sind ab der 9 SSW auch Finger und Zehen erkennbar.

    Werdende Mütter spüren in dieser SSW deutlich, dass sie schwanger sind. Die Brüste werden immer empfindlicher und schwerer, da die Milchproduktion bereits beginnt. Außerdem sind viele Frauen in dieser Zeit empfindlich gegen Gerüche und andere äußerliche Faktoren und entwickeln die typischen Heißhunger-Attacken.

    10. SSW Eine Schwangerschaft bedeutet für werdende Mütter nicht nur Beeinträchtigungen. Ab der 10. SSW entwickeln viele Frauen ein sehr gesundes und gutes Aussehen. Die Haut strahlt und das Haar wirkt voller. Es ist keine Einbildung, dass schwangere Frauen ein natürliches Strahlen entwickeln, das auch ihren Mitmenschen nicht verborgen bleibt.

    Der Fötus entwickelt sich in der 10 SSW selbstverständlich auch immer weiter. Er beginnt nun damit, sich gezielt zu bewegen.

    11. SSW In der 11 SSW können die meisten Eltern das erste Ultraschallbild ihres Kindes in den Händen halten. Viele nutzen diesen Zeitpunkt, um die Schwangerschaft öffentlich zu machen.

    Das Kind ist nun ca. 3 cm groß und beginnt damit, wichtige Organe wie das Gehirn auszubilden.

    12. SSW Die 12 SSW wird häufig auch als eine „magische Grenze“ bezeichnet. Ab diesem Zeitpunkt schwindet die Gefahr einer Fehlgeburt erheblich. Andererseits sollten werdende Mütter ab jetzt auch unbedingt auf Alkohol und Nikotin verzichten.
    13. SSW Während die ersten Schwangerschaftswochen für viele Mütter eher schwierig waren, beginnt nun das sogenannte Wohlfühltrimester. Die Frau fühlt sich merklich wohler, da sich der Körper nun vollständig auf die Schwangerschaft eingestellt hat.

    Der Fötus ist nun ca. 6 cm groß. Trotz des schnellen Wachstums verändert sich der Kopf nun nur noch sehr langsam. Das führt dazu, dass sich die Proportionen von Kopf und Körper nach und nach angleichen.

    14. SSW Ab jetzt können Frauen nur noch selten eine Schwangerschaft verheimlichen. Der Babybauch wächst nun unaufhaltsam. Das ist auch gut so, denn das ungeborene Kind braucht nun immer mehr Platz in der Gebärmutter. Wenn der Fötus nun bei der Ultraschall-Untersuchung günstig liegt, kann das Geschlecht bestimmt werden.
    15. SSW In dieser SSW spüren viele werdende Mütter zum ersten Mal die Bewegung ihres Kindes. Dieser Moment ist sehr wichtig für die Bindung zwischen Mutter und Kind und bleibt daher meist in guter Erinnerung. Väter und andere Personen können die Bewegungen des Kindes allerdings noch nicht durch Handauflegen spüren.

    Eine weitere gute Nachricht in der 15 SSW ist, dass die Entwicklung des Herzens nun vollständig abgeschlossen ist.

    16. SSW Nun kann das Geschlecht des Kindes mit sehr großer Wahrscheinlichkeit bestimmt werden.

    Frauen fällt es ab dieser Zeit zunehmend schwerer, sich frei zu bewegen. Die Gewichtszunahme macht sich nämlich nun mehr und mehr bemerkbar.

    17. SSW Die 17. SSW zeichnet sich vor allem durch das Wohlbefinden der Mutter aus. Deren Körper hat sich nun voll und ganz an die Schwangerschaft gewöhnt und reagiert auch nicht mehr mit morgendlicher Übelkeit.

    Das Kind im Bauch wächst unaufhörlich und hat einen ausgeprägten Bewegungsdrang. Dieser kann ab dieser SSW auch von anderen Personen gespürt werden.

    18. SSW Der Fötus hat nun ein sehr entspanntes Leben im Bauch der Mutter. Der Platz ist noch ausreichend, sodass er sich gut bewegen kann. Die übrige Zeit verbringt er mit Schlafen und Essen. Das ungeborene Kind wiegt nun rund 200 Gramm und ist 12 bis 14 cm groß. In der 18 SSW entwickeln sich die Brustwarzen des Kindes.
    19. SSW Der gesamte Körper des Fötus ist nun von einem weichen, flaumartigen Haar bedeckt. Außerdem entwickelt er nun verschiedene Hirnleistungen und reagiert zunehmend auf Geräusche und Licht.
    20. SSW Der Fötus ist nun schon größer als 20 cm und wächst unaufhaltsam weiter.

    Das bedeutet insbesondere für die werdende Mutter eine Umstellung des bisherigen Lebens. Der wachsende Bauch und die rasche Gewichtszunahme führen dazu, dass die Bewegungsabläufe der Frau stark beeinträchtigt werden.

    21. SSW Auch wenn viele Frauen bereits in den vorhergehenden Schwangerschaftswochen gelitten haben, wird der ständige Harndrang nun noch stärker. Das liegt daran, dass der Fötus permanent auf die Blase der Mutter drückt. Wichtig ist, dass Frauen nun nicht beginnen, weniger zu trinken, um seltener auf Toilette gehen zu müssen. Es ist wichtig, dass die Flüssigkeitszufuhr nach wie vor gewährleistet wird.
    22. SSW Der Bauch der Mutter wächst nun weiter. Wie beim Trinken gilt auch beim Essen: Bloß nicht einschränken. Es ist normal, dass Frauen während einer Schwangerschaft zunehmen – und zwar nicht nur am Bauch. Die Bildung von Fett ist ganz natürlich und dient der Gesundheit des Kindes. Frauen sollten aus diesem Grund keinesfalls eine Diät während der Schwangerschaftswochen machen.
    23. SSW Das Baby ist nun 30 cm groß und wiegt rund 600 Gramm. Außerdem ist es von Kopf bis Fuß mit der schützenden Käseschmiere bedeckt. Dieses Sekret wird von den Talgdrüsen des Kindes gebildet. Es spielt eine wichtige Rolle bei der Geburt, da das Baby durch die Käseschmiere besser durch den Geburtskanal rutschen kann.
    24. SSW In dieser SSW steigt die Gefahr der Schwangerschaftsdiabetes. Vor allem übergewichtige Frauen sind hiervon betroffen und sollten sich unbedingt umfangreich untersuchen lassen. Schwangerschaftsdiabetes ist nicht nur für die Mutter, sondern auch für das Kind gefährlich.
    25. SSW Nachdem sich die werdende Mutter in den letzten Schwangerschaftswochen sehr wohl gefühlt hat, können ab der 25 SSW wieder vermehrt Stimmungsschwankungen auftreten. Diese sind normal und nicht besorgniserregend, sollten jedoch nicht ignoriert werden. Es ist wichtig, dass die Mutter über ihre Gefühle und Ängste spricht, anstatt diese zu verbergen. Häufig hilft dies auch, um den Vater mehr in den Prozess der Schwangerschaft einzubinden.
    26. SSW In der 26 SSW steht die Fruchtwasseruntersuchung an. Diese ist besonders wichtig, um sicherzustellen, ob sich das Kind richtig entwickelt. Bei der Fruchtwasseruntersuchung kann folgendes festgestellt werden:
     
    ·         Ist das Kind von Erbkrankheiten betroffen?
    ·         Leidet das Kind am Down-Syndrom?
    27. SSW In dieser SSW passiert das Kind die 1 kg-Grenze. Es entwickelt sich also prächtig. Werdende Mütter leiden in dieser Zeit häufig unter Wassereinlagerungen. Diese beeinträchtigen die Bewegungen zusätzlich und sorgen dafür, dass jeder Schritt schwerfällt. Das zunehmende  Gewicht hindert viele Frauen außerdem daran, ruhig und durchgehend zu schlafen.
    28. SSW Das Baby nimmt in dieser Zeit immer mehr Licht-Signale wahr. Das liegt unter anderem auch daran, dass es nun die Augen gezielt öffnen und schließen kann. Außerdem entwickelt das Kind nun einen regelmäßigen Wach-Schlaf-Rhythmus – der nicht selten genau entgegengesetzt dem der Mutter ist.
    29. SSW In der 29 SSW beginnt gewissermaßen der Endspurt der Schwangerschaft. Das Kind ist nun weitestgehend entwickelt und muss nur noch an Gewicht und Größe zulegen. Für viele Mütter bedeutet dies, dass sie nun immer öfter an ihre körperliche und nervliche Grenze geraten. Vielen hilft es, in dieser Zeit spezielle Sportangebote für Schwangere in Anspruch zu nehmen.
    30. SSW Der Fötus ist nun rund 40 cm groß und wiegt etwa 1400 Gramm. Da der Platz im Bauch allmählich enger wird, nimmt er die typische Fötus-Stellung ein, sprich: Die Knie werden angezogen und die Arme vor der Brust überkreuzt.

    Außerdem ist das Ungeborene nun sehr empfindlich gegen äußere Einflüsse. So kann es beispielsweise auch Schmerzen empfinden.

    31. SSW In der 31. SSW beginnt der gesetzliche Mutterschutz. Die Frau muss nun nicht mehr arbeiten gehen und kann sich voll und ganz auf die Schwangerschaft konzentrieren sowie auf die anstehende Geburt vorbereiten.
    32. SSW Da der Platz im Bauch immer enger für das Kind wird, kann es sich nun auch nicht mehr wie zuvor bewegen. Für die Mutter bedeutet dies, dass sie das Kind seltener spürt. Doch keine Angst – das bedeutet nicht, dass sich der Fötus nicht ausgiebig auf die Geburt und das Leben vorbereitet. In der 32 SSW übt es beispielsweise, den Kopf zu drehen. Außerdem entwickelt sich in dieser Zeit das Immunsystem des Kindes.

     

    33. SSW Das Kind wächst weiter und ist nun schon überlebensfähig. Die Mutter sollte sich langsam auf die Geburt vorbereiten und beispielsweise  die Tasche für das Krankenhaus packen. In dieser Zeit besuchen viele Eltern auch den Kreißsaal, in dem das Kind auf die Welt kommen soll.
    34. SSW Fast alle Knochen des Kindes sind nun vollständig ausgebildet und hart. Die Ausnahme bildet der Schädel des Kindes, der aus mehreren Platten besteht, die nicht miteinander verbunden sind. Das ist wichtig, damit das Kind während der Geburt durch den Geburtskanal passt. Auch nach der Entbindung dauert es noch eine Weile, bis der Schädel geschlossen und hart ist.
    35. SSW Ab jetzt gilt höchste Alarmbereitschaft. Auch wenn eine Frühgeburt ab der 35. SSW keine großen Risiken mit sich bringt, sollte sie dennoch vermieden werden. Für die werdende Mutter bedeutet dies: Stress vermeiden und viele Ruhe-Phasen einlegen. Außerdem sollten die werdenden Eltern diese letzten Wochen zu zweit intensiv nutzen.
    36. SSW Der Fötus ist nun rund 50 cm groß und wiegt knapp 3 kg. Außerdem bereitet sich das Kind nun langsam seinerseits auf die Geburt vor – es wandert langsam mit dem Kopf voran in Richtung des Geburtskanals. Wenn das Kind mit den Beinen nach unten liegt, besteht die Gefahr einer Steißgeburt. Hier ist ein Kaiserschnitt oft unvermeidbar. Dennoch sollte man in der 36. SSW noch nicht in Panik verfallen. Noch hat das Kind Zeit, um sich zu drehen.
    37. SSW Die Geburt steht unmittelbar bevor. Es kann jeden Tag soweit sein.
    38. SSW Viele werdende Mütter besuchen unmittelbar vor der Entbindung spezielle Geburtsvorbereitungskurse. Diese helfen dabei, sich auf die Entbindung vorzubereiten.
    39. SSW Schlaf wird nun langsam zur Mangelware. Das Gewicht des Kindes und des Körpers hindert viele Frauen daran, ruhig zu schlafen. Außerdem steigt nun die Aufregung immer mehr.
    40. SSW Mediziner sprechen von einer Termingeburt, wenn das Kind innerhalb von drei Wochen vor und zwei Wochen nach dem errechneten Geburtstermin auf die Welt kommt. In der letzten SSW ist die regelmäßige Kontrolle durch den Frauenarzt unerlässlich. Viele Frauen werden in dieser Zeit auch schon vorsorglich ins Krankenhaus eingewiesen.

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  • Was passiert in den verschiedenen Schwangerschaftswochen?

    Was passiert in den verschiedenen Schwangerschaftswochen?

    Eine Schwangerschaft kann durchaus als Wunder der Natur bezeichnet werden. Zu spüren, wie neues Leben in einem wächst, ist für die meisten Frauen eines der intensivsten Gefühle, die sie in ihrem Leben erfahren. Umso wichtiger ist es für sie, auch zu wissen, in welchem Entwicklungsstadium sich das ungeborene Kind gerade befindet. Um dies herauszufinden, ist es wichtig zu wissen, in welcher Schwangerschaftswoche man sich gerade befindet. Eine Schwangerschaft besteht aus insgesamt 40 Schwangerschaftswochen – kurz: SSW. Jede Woche ist von anderen Entwicklungsschritten geprägt und hat auch große Auswirkungen auf den weiblichen Körper.

    Erste Anzeichen der Schwangerschaft

    Während der Schwangerschaftswochen wächst nicht nur der Bauch der Frau. Werdende Mütter bemerken häufig, dass sie schwanger sind, weil die Periode ausbleibt oder die Brüste plötzlich überempfindlich sind. Hinzu kommen weitere Veränderungen, wie zum Beispiel:

    • Stimmungsschwankungen
    • Unruhiger Schlaf
    • Vergesslichkeit / „Schwangerschaftsdemenz“
    • Übelkeit
    • Sodbrennen
    • Heißhunger
    • Veränderungen der Brustwarzen

    In welchen Schwangerschaftswochen welche Symptome auftreten, ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Viele werdende Mütter durchleben die SSW auch ganz ohne Beschwerden. Dennoch werden bestimmte Anzeichen gewissen Schwangerschaftswochen zugeordnet. Das berühmteste Beispiel hierfür ist wahrscheinlich die Übelkeit, die in der Regel im ersten Drittel der SSW auftritt. Viele Frauen wissen zunächst gar nicht, dass sie schwanger sind und wundern sich, warum sie so häufig erbrechen müssen.

    Eine Beschwerde, unter der viele Frauen erst in den späteren Schwangerschaftswochen leiden, ist die Schwangerschaftsdemenz. Hierbei handelt es sich keinesfalls um eine Demenz im eigentlichen Sinne, sondern eine temporäre Vergesslichkeit aufgrund von Stress, Schlafmangel und hormonellen Veränderungen. Die Schwangerschaftsdemenz hält auch bei vielen Frauen noch nach der Entbindung an und steht in enger Verbindung zum Still-Prozess.

    Die Berechnung der Schwangerschaftswochen

    Noch wichtiger als die Veränderung des weiblichen Körpers während der SSW ist jedoch die Entwicklung des Kindes. Die meisten Eltern wollen, sobald sie wissen, dass sie ein Kind erwarten, sofort wissen, in welcher SSW sich die Frau gerade befindet. Um dies herauszufinden, kann man die SSW berechnen. Hierfür sind folgende Informationen notwendig:

    • Der erste Tag der letzten Periode
    • Die Länge desweiblichen Zyklus

    Zur Berechnung der Schwangerschaftswochen wenden die meisten Gynäkologen die Naegele-Regel an. Franz Naegele war ein Gynäkologe aus Heidelberg, der sich intensiv mit der Biologie der Frau befasst und eine Regel zur Berechnung der Schwangerschaftswochen aufgestellt hat. Diese lautet:

    Erster Tag der letzten Regelblutung + 7 Tage – 3 Monate + 1 Jahr = wahrscheinlicher Geburtstermin

    Wenn der wahrscheinliche Geburtstermin ermittelt wurde, kann man vor dem Hintergrund, dass eine Schwangerschaft 40 Wochen lang dauert, bestimmen, in welcher SSW sich die Frau gerade befindet. Diese Rechnung hat sich im Laufe der Jahre etabliert und bewährt und ist die Grundlage für zahlreiche SSW-Rechner im Internet.

    Die Bestimmung des Geburtstermins

    Wenn die aktuelle SSW schließlich ermittelt wurde, kann genau bestimmt werden, in welchem Entwicklungsstadium sich das Kind gerade befindet. Sehr interessant ist der Fakt, dass es den Embryo während der ersten beiden Schwangerschaftswochen noch gar nicht gibt. Eine Befruchtung der weiblichen Eizelle durch das männliche Spermium kann faktisch erst ab der 3. SSW stattfinden. Als rückwirkender Beginn der Schwangerschaft gilt jedoch nicht der Zeitpunkt der Befruchtung, sondern der Beginn des neuen Zyklus, also der erste Tag der letzten Periode vor der Befruchtung.

    Auch wenn diese Rechnung auf den ersten Blick sehr verwirrend erscheint, erfüllt sie ihren Zweck. Schwangerschaftswochen können auf diese Weise genau bestimmt werden. Weniger genau ist hingegen die Bestimmung des Geburtstermins. Dieser wird ganz bewusst als „wahrscheinlich“ betitelt. Tatsächlich halten sich die wenigsten Babys an Termine. Die meisten von ihnen kommen drei Wochen vor oder zwei Wochen nach dem wahrscheinlichen Geburtstermin auf die Welt. Nur rund 5 % der Säuglinge werden am errechneten Termin auf die Welt.

    Bindungen aufbauen

    Zu beobachten, wie sich der Embryo während der einzelnen Schwangerschaftswochen verändert und weiterentwickelt, ist etwas besonders Faszinierendes. Es vergeht keine Woche, in der das ungeborene Kind keine neue Fähigkeit entwickelt oder ein neues Körperteil ausbildet. Für die Eltern ist diese Zeit besonders spannend und auch wichtig, um eine Bindung zum Kind aufzubauen. Die Besuche beim Frauenarzt sind aus diesem Grund nicht nur für die Mutter, sondern auch für den Vater von großer Wichtigkeit. Das Hören der Herztöne oder das Betrachten von Ultraschallbildern sorgt dafür, dass auch der Mann während der einzelnen Schwangerschaftswochen eine Beziehung zum ungeborenen Kind entwickelt und sich nach und nach in seine Rolle als werdender Vater hineinversetzen kann.

    Die Entwicklung des Kindes während der einzelnen Schwangerschaftswochen

    Wie weiter oben bereits erwähnt, dient die Ermittlung der SSW dazu, um festzustellen, in welchem Entwicklungsstadium sich das Kind gerade befindet. Generell wird eine Schwangerschaft in der Regel ab der 5. SSW erkannt, da dies der Zeitpunkt ist, in dem die Periode ausbleibt und ein handelsüblicher Schwangerschaftstest aus der Apotheke zum Einsatz kommen kann. Dieser funktioniert nämlich erst ab dem ersten Tag der ausbleibenden Periode. Wer schon früher die Vermutung einer Schwangerschaft hat und Gewissheit haben will, kann einen sogenannten Schnelltest durchführen. Prinzipiell sollten Sie – egal, ob Sie vermuten, schwanger zu sein oder nur die Vermutung haben – sofort Ihren Frauenarzt aufsuchen. Dieser kann dann spezielle Untersuchungen durchführen und Ihnen genau sagen, in welcher SSW Sie sich befinden.

    Wenn Sie bereits wissen, welche Schwangerschaftswochen Sie schon hinter sich gebracht haben und in welcher Sie sich gerade befinden, können Sie in der nachfolgenden Übersicht genau nachvollziehen, in welchem Stadium sich Ihr Kind derzeit befindet und welche Entwicklungsschritte als nächstes folgen werden.

    Weiterführender Beitrag: Die 40 Schwangerschaftswochen (SSW) im Überblick

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