Schlagwort: Husten

  • Wirksame Hausmittel gegen Husten

    Wirksame Hausmittel gegen Husten

    Husten ist neben Schnupfen und Heiserkeit eine typische Erkältungserscheinung. Nicht immer ist der Gang zum Arzt notwendig. Denn es gibt viele Hausmittel gegen Husten, die ebenso gut helfen wie Medikamente.

     

    Ab wann bei Husten einen Arzt aufsuchen

    Die Konsistenz des abgehusteten Schleims gibt Auskunft über die Ursache der Beschwerden. Aber auch darüber, ob ein Besuch beim Arzt notwendig ist.

     

    Wenn gelbgrüner Auswurf erfolgt, könnte es sich um eine eitrige, bakterielle Infektion handeln. Bei weißem Schleim kann eine Viren-Infektion vorliegen. Dahingegen weist schaumiger Schleim auf eine Lungenstauung hin. In allen Fällen ist ein Arztbesuch notwendig.

     

    Außerdem lässt sich der Gang zum Arzt nicht vermeiden, wenn der Husten länger anhält und stark ausgeprägt ist. Ansonsten können aber erst einmal Hausmittel gegen Husten eingesetzt werden.

     

    Ausreichend Trinken essentiell

    Auf jeden Fall ist es wichtig bei Husten viel zu trinken. Nur dann kann sich der Schleim lösen. Am besten sind Wasser und Tee zum Trinken geeignet. Zur Verfügung stehen zahlreiche Teerezepte, die besonders bei Husten gut eingesetzt werden können.

     

    Dabei hilft es am besten, wenn der Tee schluckweise und lauwarm getrunken wird. Honig kann den Tee verfeinern. Allerdings sollte er nicht bei Kindern unter einem Jahr Einsatz finden. So helfen beispielsweise folgende Teerezepte mit heimischen Heilpflanzen:

    • Anis-Tee (hilft nicht nur bei Husten, sondern auch bei Blähungen)
    • Eibisch-Tee (reizlindernd im Rachen- und Mundbereich, hilft auch bei Husten)
    • Fenchel-Tee (hilfreich bei Husten mit Schleimbildung)
    • Tee mit Schlüsselblumen (wirksam bei Husten mit zähflüssigem Sputum)
    • Tee mit Thymian (schleim- und krampflösende Wirkung bei hartnäckigen Hustenattacken)
    • Spitzwegerich-Tee (bei trockenem Husten).

     

    Ein weiteres altbewährtes Hausmittel gegen Husten ist heiße Milch mit Honig. Besonders bei trockenem Husten hilft Milch mit Honig hervorragend.

     

    Hausmittel gegen Husten – Wickel

    Uralte Hausmittel gegen Husten sind Wickel und Auflagen. Bereits unsere Großmütter und Urgroßmütter haben Wickel erfolgreich angewandt. Dabei regt ein warmer Reiz durch den Wickel von außen die Durchblutung an.

     

    Wird der Wickel kalt aufgelegt, wirkt sich der Reiz antientzündlich aus. Ferner findet eine Unterstützung des Heilungsprozesses statt. Allerdings ist es wichtig, dass die Betroffenen nicht frieren. Zudem müssen diese immer warmgehalten werden. Als erfolgreiche Hausmittel gegen Husten eignen sich folgende Wickel und Auflagen am besten:

    • Quarkwickel (bei nicht aufhörendem Husten in der Nacht, dieses Hausmittel gegen Husten ist auch für Kinder gut geeignet)
    • Zitronenwickel (gegen festsitzendem Husten)
    • Öl-Wickel (Oliven- oder Mandel-Öl wird als Träger-Öl eingesetzt, darauf werden ein paar Tropfen ätherische Öle gegeben – Vorsicht mit ätherischen Ölen bei Babys und Kindern)
    • Kartoffelwickel (positive Wirkung bei Husten durch langsame, kontinuierliche Wärmeabgabe)
    • Auflage aus Säckchen mit Heublumen (bei festsitzendem Husten).

     

    Zusätze in Vollbädern

    Zusätze mit ätherischen Ölen in Vollbädern gelten als wirksames Hausmittel gegen Husten. Die Auswirkungen auf den Körper sind unter anderem:

    • Linderung des Hustenreizes
    • Lösen von Verschleimungen
    • Erleichterung der Bronchien
    • Entspannung des ganzen Körpers.

     

    Wenn gesundheitlich Angeschlagene sich für ein Vollbad mit ätherischen Ölen entscheiden, müssen sie unbedingt beim Baden beaufsichtigt werden. Bäder mit Zusätzen eignen sich nicht für Patienten mit Fieber oder Kreislaufschwäche. Auch wenn Kinder ein Vollbad mit ätherischen Ölen nehmen ist Vorsicht geboten.

     

    Inhalieren gegen Husten

    Das Inhalieren mit Salz ist ein altbekanntes Hausmittel gegen Husten. Besonders die Bronchien profitieren vom Inhalieren. Einesteils werden durch das Salz die Schleimhäute besser befeuchtet. Andererseits kann sich somit der festsitzende Schleim gut lösen. Zum Inhalieren eignen sich gutes Meeressalz oder Himalaja-Salz.

     

    Inhalieren mit Salz eignet sich als Hausmittel gegen Husten nur für Erwachsene und ältere Kinder. Babys und kleine Kinder sollten nicht mit dem heißen Dampf in Berührung kommen.

     

    Verwendung von Sirup

    Ein weiteres Hausmittel gegen Husten ist ein selbstgemachter Sirup. Dieser eignet sich als Hustensaft-Ersatz. Durch den Sirup kann der Hustenreiz gelindert und das Abhusten erleichtert werden. Es eignen sich besonders folgende Sirup-Arten, die über den Tag verteilt mit mehreren Löffeln getrunken werden können:

    • Rettich-Sirup (schwarzer Rettich)
    • Zwiebel-Sirup.

     

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  • Durch Rauchstopp 10 Jahre länger leben

    Durch Rauchstopp 10 Jahre länger leben

    Rauchen ist ungesund und führt zu einem deutlich höheren Risiko zu erkranken, doch solche Argumente ziehen bei vielen nicht. Schuld ist mitunter die Tatsache, dass sich die Auswirkungen erst zu einem späteren Zeitpunkt zeigen. Der bekannte Raucherhusten zum Beispiel ist eine vermeintlich harmlose Nebenwirkung, die als ungefährlich abgestempelt wird. Dabei stimmt es gar nicht, denn in vielen Fällen ist es ein erstes Anzeichen und es kann später zu Lungenkrebs, Magen- und Darmkrebs, COPD oder zu einem Herzinfarkt kommen. Oft müssen Menschen jahrelang Schmerz und Leid ertragen, die der Tabakkonsum über die Jahre verursacht hat. Gute Nachrichten gibt es aber nun für diejenigen, die einen Rauchstopp planen. Die bislang größte britische Studie ergab nämlich, dass die Lebenserwartung um bis zu 10 Jahre ansteigen kann.

    Raucherinnen starben früher

    Die Studie ging über 12 Jahre und begann 1996. Bis 2001 wurden etwa 1,3 Millionen Frauen mithilfe eines Fragebogens zu ihrem Lebensstil und zu ihren medizinischen Faktoren befragt. Nach drei Jahren Pause kam eine neue Befragung. Über die gesamte Zeit hinweg sind die Probandinnen von Forschern begleitet worden. Bei auftretenden Todesfällen wurden auch diese untersucht. Am Anfang der Studie hatten 52 Prozent noch nie eine Zigarette in der Hand, 28 Prozent haben aufgehört und 20 Prozent sind aktive Raucherinnen gewesen. Interessant dabei ist die Erkenntnis, dass Frauen, die beim Ausfüllen des zweiten Fragebogens nach drei Jahren nach wie vor geraucht haben, etwa dreimal häufiger gestorben sind (auf die anschließenden neun Jahre gerechnet). Es stimmt also, Rauchen führt im Durchschnitt zu einem früheren Tod.

    Je früher desto besser

    Wer rund um sein 30. Lebensjahr die Tabaksucht erfolgreich bekämpfen kann, der gewinnt mindestens zehn Jahre seines Lebens. Geschieht das Ganze vor dem 40. Geburtstag, dann stehen die Erfolgschancen immer noch bei 90 Prozent für mehr Tage auf der Erde. Damit ist sicher, dass sich unser Organismus von den Schäden erholen kann. Die beste Ausgangsposition hat man dann, wenn der Tabakkonsum so früh wie nur möglich eingestellt wird.

     

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  • So inhaliert man richtig – Inhalieren bei Schnupfen.

    So inhaliert man richtig – Inhalieren bei Schnupfen.

    Bei Schnupfen oder Husten empfiehlt der Arzt im ersten Schritt das Inhalieren. Es ist nämlich eines der ältesten Hausmittel und sorgt meist schonend für Linderung. Bei diesem Verfahren spielt der heiße Dampf die Hauptrolle, der gemeinsam mit einem Zusatz in die Atemwege gelangt. In der Praxis sollten allerdings einige Punkte beachtet werden, denn nur bei richtiger Anwendung kann sich die Methode effektiv entfalten. Genauer gesagt sind es drei Dinge.

     

    Schüssel, Inhalator oder doch der Vernebler?

    Das bekannteste Mittel ist sicherlich die Schüssel. Es wird einfach heißes Wasser ins Gefäß gegeben, ein entsprechender Zusatz hinzugefügt und am Ende ein Handtuch über den Kopf gelegt. Dieses fängt den Dampf ein und leitet ihn in den Mund und in die Nase. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass gleichzeitig auch die Gesichtshaut ein Dampfbad spendiert bekommt. Optimales Anwendungsgebiet sind verstopfte Atemwege und leichter Schnupfen. Effizienter arbeitet ein Inhalator, denn mit ihm wird der Wasserdampf (bis zu 80 Grad heiß) direkt in den Mund/Nase befördert. Außerdem können so die Augen durch ätherische Öle nicht gereizt werden. Soll allerdings der in den Bronchien befindliche Schleim gelöst werden, dann ist man mit einem Vernebler (Düsen oder Ultraschall) am besten dran. Dieser stellt winzige Tröpfchen her, die die Bronchien mit Feuchtigkeit versorgen und den Schleim in die Höhe bringt.

     

    Welcher Zusatz?

    Hier kommt es ganz auf die Beschwerden ab. Kamille zum Beispiel ist sehr gut für Schnupfen und für Entzündungen geeignet. Festsitzendes Sekret hingegen wird am besten mit ätherischen Ölen aus Fichtennadeln, Eukalyptus oder Latschenkiefer bekämpft. Für eine optimale Reinigungsfunktion der Schleimhaut ist Kochsalzlösung zu empfehlen, es lockert zudem tiefsitzenden Husten.

     

    Mund oder Nase – wo am besten einatmen?

    Bei einer Erkältung sollte man durch die Nase ein- und auch wieder ausatmen. Stellt sich der Dampf als zu heiß heraus, dann muss dieser mit kaltem Wasser angepasst werden. Bei einem Schwindelgefühl sofort eine Pause einlegen. Wird aufgrund einer Bronchitis inhaliert, so ist unbedingt durch den Mund ein- und durch die Nase auszuatmen. Ansonsten wird der Schleim in die Bronchien transportiert.

     

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  • Raucherhusten: Warum entsteht er und wann wird es gefährlich?

    Raucherhusten: Warum entsteht er und wann wird es gefährlich?

    Jeder Raucher kennt den bekannten Raucherhusten. In der Regel machen sich die Betroffenen keine Sorgen darum, sodass dieser als harmloser „Nebeneffekt“ des Nikotinkonsums abgestempelt wird. Und so schlecht ist Husten ja gar nicht, schließlich befördert der Körper so Schädlinge aus dem Körper. Leider ist diese Anmutung falsch, denn aus einem Raucherhusten kann später eine sehr gefährliche Krankheit werden. Aus diesem Grund sollte die Lunge jedes Jahr durchgecheckt werden, in der Praxis machen das aber nur wenige. Und sollte es dann zum Ernstfall kommen, kann dem Patienten nur mehr bedingt geholfen werden. Aber warum entsteht diese Form von Husten eigentlich und wie schädigt es die Lunge?

     

    Die Flimmerhärchen streiken

    Bei Nichtrauchern arbeiten die in den Atemwegen untergebrachten Flimmerhärchen wie die Müllabfuhr. Soll etwas nicht in die Lunge, dann befördern die Härchen alle unerwünschten Dinge beziehungsweise Stoffe sofort wieder nach draußen. Anders sieht es nach nur einer Zigarette aus, sie verursacht einen Streik des „Filtersystems“ in den Atemwegen. Die Flimmerhärchen lassen also alles durch und bieten keinen Schutz mehr. Damit das Sekret aber trotzdem nach oben kommt, muss der Betroffene husten. Man spricht jetzt vom Raucherhusten, dass auf keinen Fall einfach so hingenommen werden sollte. Der Ausfall des Dienstes beläuft sich übrigens nach nur einer Zigarette auf unglaubliche sieben Stunden.

     

    Chronische obstruktive Atemwegserkrankung

    Im Durchschnitt benötigt ein Raucher eine Schachtel am Tag. Die ganzen Inhaltsstoffe sind aber nicht nur gefährlich, sondern sie überlasten die Lunge auch stetig. Als Abwehr kommen Entzündungen zum Vorschein, die langfristig weitere Schäden anrichten. Die Eiweiße zum Beispiel, welche eigentlich die unerwünschten Bakterien auffressen sollen, greifen irgendwann das Gewebe an, sodass sich die Lunge quasi selbst verdaut.

    Das Schlimme daran ist, dass ein solcher Prozess erst viel zu spät erkannt wird. Viele geben einfach dem Alter die Schuld, wenn die Fitness nach und nach schwindet. Ein Eigengeständnis, das man sich die Lunge durch die Zigarette selbst zerstört hat, kommt nur selten. Und ist die Selbstzerstörung erst mal gestartet, dann kann diese auch nicht mehr aufgehalten werden. Bessere Chancen hat man bei einem jährlichen Lungencheck. Werden die Anzeichen früh genug erkannt, dann kann der Arzt mit Medikamenten arbeiten. Anschließend folgt natürlich ein intensives Gespräch übers Rauchen.

     

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  • Aneurysma – krankhafte Aussackungen eines Blutgefäßes

    Aneurysma – krankhafte Aussackungen eines Blutgefäßes

    Ein Aneurysma ist eine Blutgefäß-Erweiterung an einer bestimmten Stelle. Dabei kann diese Erweiterung angeboren oder aber im Laufe des Lebens erworben sein. Die Aussackungen können eine spindel- oder sackähnliche Form aufweisen.

     

    Wo für gewöhnlich ein Aneurysma auftreten kann

    Es ist möglich, dass Aneurysmen an sämtlichen Blutgefäßen im Körper des Menschen auftreten können. Jedoch tritt ein Aneurysma meistens entlang von Arterien auf. Dabei müssen Arterien großen Belastungen standhalten. Denn dort herrscht ein großer Blutdruck vor. Diesen Belastungen können Arterien normalerweise gut standhalten. Ihre Gefäßwand ist kräftiger als die der Venen. Am häufigsten findet sich ein Aneurysma im

    • Bereich des Thorax (Brustkorb)
    • Bauchraum
    • Gehirn
    • Areal der Kniekehle.

     

    Formen von Aneurysmen

    Die Gefäßwandveränderungen können unterschiedliche Formen aufweisen, beispielsweise

    • sackartige Erweiterung der Gefäßwand bei Durchgängigkeit der verschiedenen Schichten in der Blutgefäßwand (Aneurysma verum)
    • eingerissene Schicht der Blutgefäßwand mit Blutfluss zwischen den Gefäßwandschichten (Aneurysma dissecans)
    • Leck in der Gefäßwand mit äußerlicher Abdichtung und Bildung eines Hämatoms um das Blutgefäß herum (Aneurysma spurium).

     

    Symptome eines Aneurysmas

    Wenn das Aneurysma nur sehr klein ist, kann es sein, dass keinerlei Beschwerden auftreten. Je nach Lage und Größe der Erweiterung können aber gravierende Symptome auftauchen.

     

    Aorten-Aneurysma im Brustraum

    • Husten
    • Heiserkeit
    • Schluckstörungen
    • Brustschmerzen
    • krankhafte Atemgeräusche
    • Atemnot
    • Atemwegsentzündungen
    • Lungenentzündungen

     

    Aorten-Aneurysma im Bauchraum

    • Schmerzen im Unterbauch mit Ausstrahlung bis in den unteren Rücken oder den Beinen
    • stechender, dauerhafter Schmerz
    • Verdauungsprobleme
    • bei Ruptur eines Bauch-Aneurysmas – starke, akute Bauchschmerzen und Abfall des Blutdrucks bis hin zum Kreislaufschock und Tod

     

    Aneurysma der Kniekehlen-Arterie

    • Bildung eines Blutgerinnsels
    • keine ausreichende Durchblutung der Unterschenkel
    • Schmerzen in der Wade
    • Kribbeln
    • Taubheitsgefühle
    • Kältegefühle
    • Verschluss eines Gefäßes (Embolie)

     

    Ursachen eines Aneurysmas

    Das Auftreten eines Aneurysmas kann unterschiedliche Ursachen haben. Zu den wichtigsten zählen unter anderem

    • erbliche Vorbelastung
    • Bluthochdruck
    • Arteriosklerose (Gefäßverkalkungen)
    • Nikotinkonsum
    • bakterielle Infektionen mit Entzündung in der Gefäßwand
    • bestimmte Erbkrankheiten
    • Verletzungen der Gefäßwand

     

    Diagnose eines Aneurysmas

    Häufig kommt es vor, dass Aneurysmen keine Beschwerden verursachen. Dann wird so eine Gefäßerweiterung nur zufällig bei einem Arztbesuch entdeckt. Handelt es sich beispielsweise um ein Bauch-Aneurysma, erkennt der Arzt diese Erweiterung meistens nur an einer pulsierenden Schwellung durch die Bauchdecke. Dabei wird der Arzt dann weitergehende Untersuchungen durchführen. Dabei ist es schon mit einer Ultraschalluntersuchung möglich, ein Aneurysma zu erkennen.

     

    Weiterhin gibt es noch andere Möglichkeiten der Diagnostik, zum Beispiel

    • Computertomographie

     

    Behandlung eines Aneurysmas

    Von der Größe und Lage des Aneurysmas hängen auch die Behandlungsmethoden ab. Befindet sich das Aneurysma beispielsweise im Bauchraum und ist kleiner als vier Zentimeter, kann oft erst einmal abgewartet werden. Im Abstand eines Jahres wird der Arzt dann Kontrolluntersuchungen anordnen, die meistens per Ultraschall durchgeführt werden. Vergrößert sich die Gefäßerweiterung, müssen die Kontrolluntersuchungen engmaschiger erfolgen. Dann ist es oftmals erforderlich, jedes halbe Jahr eine Ultraschalluntersuchung durchführen zu lassen.

     

    Sitzt das Aneurysma im Kopf, kommt häufig nur eine Operation in Frage. Unter Zuhilfenahme des so genannten Clipping- oder Colling-Verfahrens verschließt der Chirurg die Aussackung des Gefäßes.

     

    In anderen Körperregionen kommt bei einer Gefäßerweiterung ebenso nur eine Operation in Frage. Seitens des Gefäßchirurgen kommt es bei dieser Operation zum Ersatz des betroffenen Gefäßabschnitts. Und zwar durch eine Gefäßprothese, oder er bringt einen Stent zur Stabilisierung in das jeweilige Blutgefäß ein.

     

    Sofern sich das Aneurysma in der Kniekehle befindet, erfolgt häufig eine Bypass-Operation. Dabei entnimmt der Chirurg aus einer anderen Körperstelle ein Stück eines Blutgefäßes und transplantiert es. Er schafft damit eine Umgehung des Aneurysmas. Somit lässt sich ein Reißen der Gefäß-Aussackung verhindern. Zur Therapie gehört natürlich auch die Abklärung und Behandlung möglicher Ursachen für eine Gefäßerweiterung.

     

    Demzufolge kann ein Aneurysma nur weiterhin erfolgreich behandelt werden, wenn der Patient

    • den Bluthochdruck durch Medikamente senkt
    • die Risikofaktoren, wie zum Beispiel Rauchen, verhindert
    • eine gesunde Lebensweise anstrebt (angemessenes Körpergewicht, gesunde Ernährung, regelmäßige körperliche Aktivitäten).

     

    Krankheitsverlauf und Prognose

    Die Prognose ist von der Lage und Größe der Gefäßerweiterung abhängig. Zudem spielt es eine entscheidende Rolle, wie schnell die Gefäß-Aussackung an Größe zunimmt.

     

    Bei einer Ruptur des Aneurysmas kann es sogar vorkommen, dass die Blutungen zum Tod führen können. Soweit sich die Gefäßerweiterung im Bauchraum befindet und es zu einer Ruptur kommt, beträgt die Sterblichkeit über 50 %. Bei einer Ruptur im Brustkorb erhöht sich die Sterblichkeitsrate sogar auf über 75 %. Reißt ein Gefäß im Gehirn, sterben 50 % der Patienten innerhalb der ersten 28 Tage.

     

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  • Gefahren in der Silvesternacht – Jahr für Jahr (Unfall und Verletzung)

    Gefahren in der Silvesternacht – Jahr für Jahr (Unfall und Verletzung)

    Böller, Kracher und Raketen – damit begrüßen die meisten von uns in der Silvesternacht das neue Jahr. Dabei werden insbesondere die von den Feuerwerkskörpern ausgehenden Gefahren jedes Jahr aufs Neue unterschätzt.

     

    Silvesternacht – zahlreiche Unfälle und Verletzungen

    Die Verletzungen und Unfälle in der Silvesternacht reichen von Verletzungen der Augen und des Gehörs über Schnitt- und Brandwunden. Aber auch bis hin zu Knochenbrüchen, Rauchgasvergiftungen und sogar Amputationen.

     

    Kleinere Brandverletzungen bergen hauptsächlich Gefahren in Schmerzen. Aber auch eventuelle Infektionen von Wunden treten auf. Bei Verbrennungen größerer Flächen sieht es bereits schlimmer aus. Denn hier gesellt sich zum Flüssigkeitsverlust und dem daraus folgenden Schock nicht selten ein Gewebezerfall durch die Gifte hinzu. Dieser kann mitunter lebensbedrohliche Formen annehmen.

     

    Ein Extrafall ist in Amputationsverletzungen zu sehen. Demzufolge können Blitzknallsätze zum Abriss von Fingern oder gar Händen führen. Eine umgehende Versorgung der Verletzungen ist essentiell. Mittels Druckverband ist eine Blutungsstoppung erforderlich.

     

    Sinnesorgane häufig betroffen

    Fliegen zusätzlich Splitter von Knallkörpern durch die Luft, folgen häufig Augenverletzungen. Ferner können diese unter Umständen sogar schlimmstenfalls den Verlust des Augenlichts bedeuten.

     

    Gehörschäden treten oft durch Explosions- und Knalltraumata auf. Dementsprechend kommt es zum Hörsturz oder Tinnitus. Ein Schaden am Gehör ist nicht heilbar. Daraus folgen in den meisten Fällen dauerhafte Schädigungen.

     

    Schädigungen an inneren Organen beträchtlich

    Während Pulversätze in geschlossenen Räumen abgebrannt werden, bilden sich Gase. In hohen Konzentrationen rufen diese Schädigungen der Lunge hervor. Charakteristische Symptome hierfür finden sich in

    • Atemnot
    • auftretendem Husten
    • Brennen im Brustkorb sowie Hals
    • Würgereiz

     

    Eine schnelle Behandlung ist angebracht. Und zwar, indem der Betroffene umgehend an die kalte, frische Luft gelangt und aufatmen kann.

     

    Unfallfreier Spaß in der Silvesternacht

    Keine Verletzungen und Unfälle provoziert hingegen jeder, der Feuerwerkskörper einzig nach Gebrauchsanweisung verwendet. Dabei gilt zu beachten, diese niemals in dichten Menschenmengen zu zünden. Ferner sollen keine Feuerwerkskörper in die Richtung von Personen geworfen werden. Insbesondere auf ältere Menschen und kleine Kinder gilt es Rücksicht zu nehmen.

     

    Die Zündung von Raketen muss in feststehenden Flaschen erfolgen. Blindgänger oder Raketen mit gebrochenen Stäben sollen auf keinen Fall Verwendung finden. Ein sofortiges Entsorgen ist angebracht. Lassen Sie Ihre Kinder niemals unbeaufsichtigt Feuerwerkskörper zünden.