Schlagwort: Infektions

  • Herpes im Winter – wie Sie vorbeugen können

    Herpes im Winter – wie Sie vorbeugen können

    Herpes im Winter ist bei einer Vielzahl von Menschen keine Seltenheit. Jedoch können Sie dem mit einigen simplen Schritten vorbeugen.

     

    Immunsystem stärken gegen Herpes im Winter

    Erkältungserscheinungen wie Niesen und Husten zeigen uns, dass Infektionskrankheiten gerade in der kalten Jahreszeit Hochkonjunktur haben. Deswegen ist für ein starkes Immunsystem eine ausreichende Menge an Vitamin D essentiell. Am besten füllen wir unsere Vitamin D-Vorrate in der sommerlichen Sonne auf. Wenn Sie jedoch sehr viel Zeit im Haus verbringen, versäumen Sie dies. Und wenn Sie obendrein noch anfällig für Infektionen und Herpes im Winter sind, ist es ratsam, den Blutwert kontrollieren zu lassen. Neuesten Erkenntnisse zufolge sollte der Blutwert oberhalb 40 ng/ml liegen.

     

    Nehmen Sie die Sonne ernst

    Aber auch in der kühlen Jahreszeit lohnt es, sich bei jedem Wetter draußen aufzuhalten. Denn auch die Wintersonne kann für Lippen mit Herpesneigung wohltuend sein. Und zwar hauptsächlich bei liegendem Schnee. Dieser reflektiert die Sonnenstrahlung. Plagt Sie Herpes im Winter, tragen Sie Lippenpflegestifte mit hohem Lichtschutzfaktor auf. Während der LSF 30 den höchsten Schutz birgt, hält der Handel sogar Pflegestifte mit Melissenextrakt bereit. Dieser kann nachweislich Herpes entgegenwirken.

    Ebenfalls wirksam zeigen sich Nahrungsmittel, in denen zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe enthalten sind. Denn sie können der menschlichen Haut beim Verkraften der UV-Strahlung helfen.

     

    So überstehen Sie Stressphasen am besten

    Gerade im Winter, wenn die Advents- und Weihnachtszeit naht, steht für viele von uns viel Stress an. Stress gilt nachweislich als Hauptauslöser für Herpes. Deshalb ist es unumgänglich, in den winterlichen Monaten für einen Ausgleich zu sorgen. So mancher Ärger lässt sich oft mit einem einzigen Laut vertreiben. Atmen Sie hierzu tief ein. Während des Ausatmens lassen Sie mit einem „Pfffft“ die Atemluft langsam entweichen. Dieser Vorgang wirkt sich beruhigend auf das Nervensystem aus.

     

    Aber auch das Baden der Füße direkt vor dem Zubettgehen wirkt entspannend. Geben Sie dem Wasser noch einen passenden Zusatz bei. Beispielsweise zeigt ätherisches Lavendelöl schlaffördernde und entspannende Wirkung. Dazu benötigen Sie sechs Tropfen vom Lavendelöl, das Sie mit sechs Teelöffeln Milch verrühren. Anschließend geben Sie den Mix unmittelbar in Ihr Badewasser.

  • Lieber Hände waschen statt desinfizieren

    Lieber Hände waschen statt desinfizieren

    Wenn langsam aber sicher der Herbst einbricht, dann geht es relativ schnell mit Schnupfen, Husten und Atemwegserkrankungen los. Dies hält meist den ganzen Winter an, sodass viele auf der Suche nach Schutzmöglichkeiten sind. Eine davon, und gleichzeitig die beliebteste, sind Desinfektionsmittel, die eine Ansteckung vermeiden sollen. Die Umweltberatung rät aber genau davon ab, denn es können dadurch multiresistente Keime entstehen. Sie lassen sich dann nicht mehr abtöten und erschweren die Behandlung von Krankheiten deutlich.

    Desinfektionsmittel haben im Haushalt nichts verloren

    Ein Haushalt sollte zu keinem Zeitpunkt Desinfektionsmittel haben, mit dem die Hände gesäubert werden. Viele verfügen nämlich gar nicht über das Wissen, wie man ein solches Produkt richtig anwendet. Des Weiteren kommen so viele Mittel ins Abwasser, was wiederum eine Belastung für die Umwelt und die Kläranlagen darstellt. Ein weiterer Punkt betrifft die resistenten Krankheitserreger, die durch solche Maßnahmen entstehen. Die Probleme sind dann im Krankenhaus sichtbar, da sie den Desinfektionsmaßnahmen der Kliniken trotzen.

    Aber was heißt das jetzt? Desinfektionsmittel hören sich zwar auf den ersten Blick hilfreich und richtig an, doch in Wahrheit schaden sie uns und der Umwelt. Zudem lassen sich viele von Aufschriften wie „desinfizierend“ oder „antimikrobiell“ in die Irre führen.

    Richtig Hände waschen

    Der beste und wirksamste Schutz ist noch immer die Hände zu waschen. Geschieht dies mehrmals täglich und „richtig“, dann trifft man bereits effektive Maßnahmen. Vorsicht ist auch beim Wäschewaschen geboten, denn Hygienespüler sind ebenfalls nicht zu empfehlen. Sie finden beim letzten Spülgang ihren Einsatz und sollen die Wäsche desinfizieren. Was aber leider nicht gesagt wird ist, dass sich das Mittel am Ende des Waschvorgangs an den Kleidungsstücken festsetzt. Dadurch schaden sie den Bakterien auf der Haut, die für uns eigentlich nützlich sind. Es besteht außerdem die Gefahr, dass die verwendeten Chemikalien eine Allergie auslösen. Bereits jetzt ist das Thema heikel, in Schulen (besser gesagt in dessen Hausstaub) und in Lüftungsanlagen konnte man nämlich schon hohe Mengen von den Inhaltsstoffen nachweisen.

  • Lachyoga – einfach Glück empfinden

    Lachyoga – einfach Glück empfinden

    Lachen ist gesund, und mithilfe von Lachyoga können Sie einfach Glück empfinden. Denn hierbei lachen Sie einfach so drauflos. Beim Lachyoga befinden Sie sich in einem Raum mit anderen Menschen, die trotz ernster Mienen zusammen ein Lachen nachahmen. Schließlich lachen sie gemeinsam plötzlich los. Obwohl gar nichts Erheiterndes geschehen ist. Was zunächst wie Fremdschämen klingt, soll jedoch dazu beitragen, die eigenen Hemmungen einfach zu vergessen. Hierbei geht es ausschließlich darum, zusammen ohne Grund zu lachen. Dadurch können Sie Ihrer Gesundheit Gutes tun.

     

    Wer erfand Lachyoga?

    Madan Kataria, indischer Arzt, gilt als der Begründer von Lachyoga. Zur Mitte der 1990er Jahre erzählte er einer größeren Anzahl von Menschen in einem Park Witze und lachte kräftig darüber. Nachdem ihm plötzlich keine Witze mehr einfielen, empfahl er, trotzdem zu lachen. Denn ihm fiel als Erster auf, dass der menschliche Organismus nicht in der Lage ist, echtes Lachen von künstlichem zu unterscheiden. Dieser reagiert trotzdem positiv auf den Lachreiz. In der heutigen Zeit gibt es auf dem gesamten Globus regelrechte Lachclubs.

     

    Einfach Glück empfinden dank Lachyoga

    Zwar fehlt bislang ein Nachweis, dass viel Lachen vor Infektionskrankheiten schützen kann. Dennoch nimmt der Herzschlag beim Lachen zu. Die Atemfrequenz steigt an und unser Blut fließt besser. Und dies wiederum äußert sich positiv auf die Gesundheit der menschlichen Gefäße. Aus diesem Grund kann regelmäßiges Lachen durchaus Herzerkrankungen vorbeugen.

     

    Freunde des Lachyoga empfinden einfach Glück während des Lachens. Und zwar auch dann, wenn es zu Beginn ein wenig Überwindung kostet. Jedes Yoga nimmt seinen Anfang mit „hoho haha“. Somit lässt sich, kombiniert mit unterschiedlichen Bewegungen, Klatschen und Atemtechniken, ein echtes Lachen herbeiführen. Durch das Einbinden meditativer Elemente kann sich hieraus eine tiefe Entspannung ergeben. Üblicherweise erfolgen die Übungen in Gruppen, unter Anleitung eines speziellen Lachyoga-Übungsleiters, geübt. Typisch für eine Einheit ist eine Dauer von einer halben bis dreiviertel Stunde.

     

    Wenn Sie unter unkontrolliertem Blutdruck, Rippenbrüchen, einem Bandscheibenvorfall oder einer Harn- und Stuhlinkontinenz leiden sollten Sie Abstand vom Lachyoga nehmen. Ebenfalls gilt dies für Personen mit akuten Virus- und Atemwegserkrankungen.

     

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  • Magenkeim – hilft die Brokkoli-Diät?

    Magenkeim – hilft die Brokkoli-Diät?

    Der Magenkeim Helicobacter pylori klingt auf den ersten Blick harmlos. In Wirklichkeit täuscht das aber, denn er kann entweder keine Beschwerden bereiten, zu einer bakteriellen Gastritis führen oder sogar Lymphdrüsenkrebs (eine spezielle Art davon) beziehungsweise Magenkrebs auslösen. Das Bakterium wurde auch schon in Pharaonen-Mumien nachgewiesen, es besteht also schon sehr lange. Und auch heute ist er kein ungeschriebenes Blatt, in Österreich zum Beispiel sollen ihn mindestens 50 Prozent der Bevölkerung in sich tragen. Ganz genau weiß man das aber nicht, da er wie erwähnt oftmals keine Beschwerden verursacht. Die Bekämpfung gegen Helicobacter pylori erfolgt in der Regel mit einer intensiven Antibiotika-Therapie. Das Medikament wird bis zu zehn Tage gemeinsam mit Protonenpumpenhemmer eingenommen. Das Problem daran ist, dass Antibiotika unter Umständen die Darmflora schädigen können. Auch konnte man zum Teil schon Resistenzen nachweisen. Die wesentlich bessere und gesündere Alternative ist Brokkoli. Er soll die Kraft besitzen, den Keim effektiv zu bekämpfen.

    Brokkoli besitzt Sulforaphan

    Die Infektionskrankheit ist hinterhältig und gibt sich oftmals gar nicht zu erkennen. Wer allerdings mehr als sechs Wochen mit Beschwerden wie Magenschmerzen, saures Aufstoßen und Übelkeit zu kämpfen hat, der sollte sich auf den Helicobacter-Keim untersuchen lassen. Am wirkungsvollsten ist eine Gastroskopie, Alternativen wie ein Blut- oder Stuhltest geben weniger Informationen preis. Stellt man anschließend den Keim fest, dann kann statt Antibiotika eine Brokkoli-Diät helfen. Dessen Wirkung ist auch belegt und wird sogar bei Therapien eingesetzt. Einer dieser Nutzer ist der Gastroenterologe und Internist Marcus Franz, er verschreibt seinen Patienten für mindestens sieben Tage ein halbes Kilo vom grünen Gemüse. Und das schon seit sechs Jahren und einer Erfolgsquote von 80 Prozent. Auch in diesem Fall kommen zusätzlich Protonenpumpenhemmer zum Einsatz, noch effektiver wird die Brokkoli-Diät mit Joghurt (man kombiniert also mit Milchsäurebakterien).

    Studien sind nötig

    Studien zu diesem Thema sind leider Mangelware. Die Wirkung von im Brokkoli enthaltenen Sulforaphan gegenüber Helicobacter pylori ist also wissenschaftlich noch nicht in sicherer Hand. Die Pharmafirmen zeigen außerdem auch kein großes Interesse, schließlich wäre es für sie ein Nachteil. Im Ernstfall sollte man aber die Kur mit dem grünen Gemüse auf jeden Fall ausprobieren, schließlich ist es im Vergleich zum Antibiotika wesentlich gesünder.

  • Kontaktlinsen – geringe Hygiene kann zur Erblindung führen

    Kontaktlinsen – geringe Hygiene kann zur Erblindung führen

    Zahlreiche Brillenträger gehen gern auf Kontaktlinsen über. Denn die kleinen Kunststoffschalen sind nahezu unsichtbar und sind leicht zu handhaben. Doch gerade Kontaktlinsenträger sollten die Hygiene nicht vernachlässigen. Denn dies kann ihr Augenlicht gefährden.

     

    Obwohl Kontaktlinsen oberhalb des Auges schwimmen, stellen sie eine mechanische Belastung für die Hornhautschicht dar. Bei guter Hygiene können Sie das Risiko für Augenerkrankungen reduzieren. Trotzdem bilden die Linsen oftmals die Hauptursache für Entzündungen der Hornhaut. Im Rahmen dieser dringen Viren, Pilze und Bakterien in die Hornhaut ein. Dabei lösen sie die Entzündung aus. Ist das Auge zudem extrem trocken, erfährt dieser Vorgang noch eine Begünstigung. Aus diesem Grunde macht sich ein sofortiger Besuch eines Augenarztes erforderlich.

     

    Richtige Hygiene von Kontaktlinsen

    Allerdings lässt sich dieser Zustand oftmals vermeiden. Und zwar dann, wenn auf eine perfekte Hygiene der Kontaktlinsen Wert gelegt wird. Haftschalen schwimmen für gewöhnlich auf der Tränenflüssigkeit des Auges. Deshalb können weiche Linsen hier Substanzen ablagern. Dazu zählen Kosmetika, Bestandteile des Tränensekrets, aber auch Staub. Dadurch wird das Auge beeinträchtigt. Lassen Sie Ihre Kontaktlinsen auf keinen Fall nachts im Auge. Dann ist die Ablagerungsgefahr am größten.

     

    Zur Vermeidung von Keimen in den Augen ist ein stetes Händewaschen essentiell. Und zwar immer dann, wenn Sie die Linsen in oder aus Ihrem Auge befördern. Verwenden Sie stets Wasser sowie Seife. Bedeutsam ist die mechanische Reinigung. Dazu benetzen Sie die Kontaktlinsen mit der Reinigungsflüssigkeit und kreisen vorsichtig mit dem Finger darauf. Anschließend legen Sie diese in die Aufbewahrungsdose. Vergessen Sie die Desinfektionslösung nicht. Allerdings sollten Sie auf keinen Fall für Reinigungszwecke Leitungswasser oder gar Spucke verwenden. Die sich hierin befindenden Viren, Bakterien und Pilze können das Auge infizieren.

     

    Kontaktlinsen – stets sauber aufbewahren

    Haftschalen sollten optimalerweise bei Nichtverwendung im Kontaktlinsengefäß aufbewahrt werden. Auch zur Aufbewahrung ist eine optimale Hygiene unabdingbar. Denn ansonsten besteht auch hier die Gefahr der Keimvermehrung. Um dies zu verhindern empfehlen Experten einen kompletten Austausch dieser Gefäße in einem Abstand von drei bis sechs Monaten. Weiterhin sollte das Döschen an jedem Morgen ausgewaschen und mit einem Kosmetiktuch ausgewischt werden.

     

     

    Weitere Informationen zum Thema Kontaktlinsenpflege  

  • Rheuma – Erste Anzeichen, Symptome und Behandlung

    Rheuma – Erste Anzeichen, Symptome und Behandlung

    Rheuma kann alle Altersgruppen treffen. Insgesamt existieren etwa 100 verschiedene Formen rheumatischer Erkrankungen. Es gibt erste Anzeichen, auf die man achten sollte und verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Auf diese Weise können Patienten nicht nur ihren Alltag meistern, sondern ihn auch genießen.

     

    Bild: Rheuma hat viele unterschiedliche Krankheitsverläufe und Symptome.
    Bildquelle: Melodia plus photos – 114116071 / Shutterstock.com

    Eine regelmäßige Physiotherapie ist oft ein wichtiger Teil der Rheuma-Behandlung, weil Übungen dabei helfen, die Gelenke beweglich zu halten und Muskeln aufzubauen. Eine weitere wichtige Säule der Therapie ist die Ergotherapie. Viele Patienten profitieren außerdem von einer physikalischen Therapie, also vom Einsatz von Wärme-, Kälte- oder Elektrotherapie. Im fortgeschrittenen Stadium ist bei manchen Betroffenen eine Operation unumgänglich, bei der zerstörte Gelenke durch eine Prothese ersetzt werden oder, wenn dies möglich ist, zum Beispiel versteift werden.

     

    Die richtige Ernährung zur Therapie-Unterstützung

    Auch eine spezielle Ernährung kann die Therapie positiv unterstützen. Laut den Experten von www.kurkuma-wirkung.de kann das jahrtausendealte Heilmittel mit dem Inhaltsstoff Kurkumin genauso wirksam gegen Entzündungen im Körper vorgehen wie so manch einschlägiges Medikament. Was aber ist Rheuma genau? Und was sind die ersten Anzeichen?

     

    Rheuma – Was ist das? 

    Das Wort Rheuma hat seinen Ursprung im griechischen Wort „rheo“ (zu deutsch: „Ich fließe“). Für die heutige Medizin wird es frei mit „ziehende Schmerzen“ übersetzt. Die Krankheit umfasst Schmerzkrankheiten und die Bewegungseinschränkung von Sehnen, Muskeln, Gelenke, Knochen und der Wirbelsäule. Die insgesamt 100 Erkrankungen, die unter dem Oberbegriff „Rheuma“ zusammengefasst werden, teilt man in vier Hauptgruppen ein:

     

    Gruppe Beispiele
    Entzündlich rheumatische Erkrankungen z.B. Vaskulitiden, Morbus Bechterew, Rheumatioide Arthritis, Kollagonesen
    Degenerative rheumatische Erkrankungen z.B. Arthrose
    Erkrankungen des Bewegungssystems z.B. durch Störungen beim Stoffwechsel bei Diabetes, Osteoporose, Gicht
    Rheumatische Schmerzkrankheiten z.B. Fibromyalgie

    Tabelle: Die Anzahl der unterschiedlichen rheumatischen Erkrankungen ist so groß, dass es sinnvoll ist, diese in mehrere Hauptgruppen zu unterteilen.

     

    Neben Knochen und Gelenken können aber auch verschiedene Organe von rheumatischen Erkrankungen betroffen sein. Dazu gehören unter anderem Augen, Herzmuskel, der Darm und sogar Nerven.

     

    Wo kommt Rheuma her?

    Wie genau Rheuma entsteht, ist bisher nicht bekannt, allerdings spielen oft erbliche Faktoren eine Rolle. Kristallablagerungen, Infektionen im Gewebe sowie Autoimmunkrankheiten führen zu entzündlich-rheumatischen Krankheiten. Auch wenn Knorpel, Gelenke und deren Strukturen durch Überbelastung oder falsche Belastung geschädigt werden, folgen Gelenkkrankheiten und Arthrosen. Greifen Stoffwechselstörungen etwa die Knochenmasse an und bauen diese ab, werden die Knochen brüchig. Überlastungen beim Sport oder ein steifer Nacken können ebenfalls chronische Schmerzen hervorrufen.

     

    Wie fängt Rheuma an? 

    Die ersten Symptome erscheinen noch relativ harmlos. Zum Beispiel kommt es zu leichtem Fieber, Verlust des Appetits und Müdigkeit. Diese Anzeichen prägen sich nach einer gewissen Zeit noch stärker aus: Gelenke schwellen an, erwärmen sich, erröten und sind morgens versteift. Anfangs schmerzen vor allem Zehen und Finger. Die Krankheit tritt meist symmetrisch auf. Das heißt, es sind z.B. beide Handgelenke, Schultern, beide Füße oder beide Knie betroffen.

     

    Können Kinder oder Jugendliche von Rheuma betroffen sein?    

    Rheuma betrifft nicht nur ältere Menschen. Kinder, Jugendliche, sogar Kleinkinder können erkranken. Die heute als juvenile idiopathische Arthritis bekannte Krankheit hat ebenso wie das Rheuma bei Erwachsenen viele unterschiedliche Symptome und Verlaufsformen. Diese können sowohl Knochen als auch Organsysteme befallen. In Deutschland gehören insgesamt etwa 15.000 Kinder zu den Erkrankten.

     

    Wie Rheuma diagnostizieren? 

    Untersuchen lassen sollte man sich:

    • wenn mehr als zwei Gelenke von Schwellungen betroffen sind
    • wenn die Morgensteifheit bei Gelenken länger als 30 Minuten anhält
    • wenn Finger und Zehen bei Druck schmerzen

     

    Wichtig für eine umfassende Diagnose ist auch eine umfassende Historie des Patienten:

    • liegen bereits bei anderen Familienmitgliedern ähnliche Erkrankungen vor?
    • verändert sich die Art der Schmerzen während Tag und Nacht?
    • welche Gelenke schmerzen?
    • wandert der Schmerz?
    • wie schnell schreitet die Krankheit voran?

     

    Zusätzlich nimmt der Arzt Blutuntersuchungen vor. Bildgebende Untersuchungen wie Röntgenschall und Röntgenaufnahmen zeigen außerdem, ob sich Flüssigkeiten in den Gelenken angesammelt haben bzw. ob Gelenk- oder Knochenschädigungen vorliegen. Mit dem

    Kernspintomografen lassen sich Schädigungen sogar schon wesentlich vorher erkennen.

    Infografik Zunahmen von Krankheiten allgemein und spezifisch Rheuma-Kranken in Deutschland.

     

     

     

     

     

     

     

    Wie kann man Rheuma behandeln?

    Für Rheuma-Patienten gibt es viele verschiedene Therapieformen, die den Verlauf für die Betroffenen angenehmer gestalten. Ziel ist das Aufhalten, also die Remission und die Linderung bzw. die komplette Abwesenheit von Schmerzen:

     

    Behandlungsmethode Beschreibung Nebenwirkungen
    Medikamente •  nichtsteroidale Antirheumatika haben keinen Einfluss auf den Verlauf der Krankheit, lindern aber Schmerzen und Steifheit in den Gelenken

    •  Krankheitsmodifizierende Medikamente wirken dagegen auf das Immunsystem ein und verhindern eine Überreaktion auf die Krankheit, sie verlangsamen oder halten den Krankheitsverlauf ganz auf.

    Die zweite Medikamentengruppe wirkt auf das Immunsystems ein, was wiederum zu einer erhöhten Infektionsgefahr führen kann. Das wäre aber auch bei einer aktiven rheumatoiden Arthritis der Fall, die nicht medikamentös behandelt wird.
    Cortison (Steroide) In Kombination mit den Medikamenten hilft auch das Hormon der Nebennierenrinde namens Kortison. In kleinen Dosen wirkt es entzündungshemmend. Nur bei intensiven Krankheitsschüben wird die Dosis erhöht. Eine Erhöhung der Dosis sollte nur über einen kurzen Zeitraum geschehen, weil eine längere Einnahme zu Knochenverlust und Zunahme von Gewicht führen kann.
    Physiotherapie Mit physikalischen Therapieformen und Bewegungsübungen soll die Muskulatur gestärkt und die Mobilität der Gelenke weiterhin gesichert werden. Hierzu zählen vor allem Krankengymnastik und Bewegungsbäder. Außerdem sind Wärmebehandlungen wie heiße Bädern, Fango oder Moor hilfreich, aber auch Kältebehandlungen durch Kyropackungen oder in der Kältekammer. Zu den weiteren Behandlungsmethoden gehören: Ultraschall, Infrarotbestrahlung, Hochfrequenztherapie Bei Krankheitsschüben sollte die Therapie vorsichtig vonstatten gehen. Eine zu starke Belastung kann nämlich zu weiteren Schäden führen. Eine zu intensive Wärmebehandlung hat ebenfalls schädliche Folgen.
    Ergotherapie Fokussiert sich darauf, wie der Patient Alltagsbewegungen (Zuhause und am Arbeitsplatz) möglichst gelenkschonend durchführen kann.

    Tabelle: Wichtig bei diesen Behandlungsmethoden ist, dass sie schon früh beginnen müssen, damit sie tatsächlich zum erwünschten Erfolg führen. Dies sollte spätestens drei Monate nach einer entsprechenden Diagnose beginnen.

     

    Wie sollten sich Rheumapatienten ernähren?

    Fettige Lebensmittel wie z.B. Leber, Butter, Schmalz, fettreicher Käse oder Wurst sollte der Patient vermeiden. Gemüse und Obst und vegetarische Gerichte sind sehr hilfreich. Zweimal in der Woche Fisch sollte ebenfalls im Diätplan stehen. Pflanzliche Öle wie Raps-, Lein-, Soja- oder Walnussöl enthalten Vitamine und wichtige Fettsäuren. Einen halben Liter fettarme Milch sollten Patienten täglich zu sich nehmen oder entsprechende Milchprodukte.

     

     

    Bildquelle: Melodia plus photos – 114116071 / Shutterstock.com