Schlagwort: Johanniskraut

  • Zehn Methoden gegen Regelschmerzen

    Zehn Methoden gegen Regelschmerzen

    Regelschmerzen

    Viele Frauen leiden monatlich an dem gleichen Problem: Menstruationsschmerzen. Einige sind vor Schmerzen nicht mehr in der Lage, den Alltag zu bewältigen. Um die Beschwerden, die aufgrund der Regel entstehen, zu mildern, gibt es dennoch einige Methoden.

     

    Zehn Methoden gegen Regelschmerzen

    Nachfolgend finden Sie zehn Tipps, mit denen Menstruationsbeschwerden gelindert werden können:

    Äußere Einflüsse

    • Sport: Eine effektive Methode, um Regelschmerzen zu lindern, besteht darin Sport zu betreiben. Ausreichend Bewegung soll vor allem während der Menstruation die Beschwerden mildern. Der Grund hierfür ist, dass Sport die Durchblutung anregt. Während der Menstruation setzt der Körper jedoch den Botenstoff Prostaglandin frei. Die Folge davon besteht darin, dass sich die Gebärmutter-Muskulatur zusammenzieht und die Durchblutung beeinträchtigt wird. Vor allem Radfahren oder Nordic Walking sollen die Blutzirkulation wieder anregen und damit gegen die Beschwerden wirken.
    • Akupunktur: Ebenso wirksam soll das Akupunktieren sein. Dazu müssen Daumen und Zeigefinger auf die Stelle der Unterschenkelseite, welche etwa eine Hand unterhalb des Knies liegt, gedrückt werden. Eine Stimulation von fünf Minuten soll bereits Abhilfe schaffen.
    • Ätherische Öle: Aromaöle wie Kamille, Fenchel oder Wacholder sind bekannt für ihre Anwendung bei Massagen. Um die Krämpfe lösen zu können, reichen schon einige Tropfen der Öle in herkömmlichen Massageöl aus, um eine Bauchmassage durchzuführen. Experten empfehlen, die Massage im Uhrzeigersinn um den Bauchnabel herum auszuführen. Auf Druck soll dabei verzichtet werden. Ein bis zwei Massagen zu je zwei bis fünf Minuten sollen bereits ausreichen, um qualvolle Regelschmerzen zu lindern.
    • Wärme: Gerade Wärme ist ein beliebtes Mittel, um den Schmerzen entgegenzuwirken. Dazu kann beispielsweise ein Kirschkernkissen oder eine herkömmliche Wärmflasche verwendet werden. Ebenso hilfreich kann ein warmes Bad sein. Durch die Wärme wird die Durchblutung angeregt und die Gebärmutter kann sich entspannen.
    • Massagen: Regelschmerzen machen sich oft nicht nur im Unterleib bemerkbar, auch beeinträchtigen sie das gesamte Wohlbefinden. Gerade der Rückenbereich wird in der Regel von den Krämpfen zunehmend belastet. Eine herkömmliche Massage kann unter Umständen wahre Wunder wirken.

    Konsum von Haushaltsmitteln

    • Tee: Das warme Getränk wirkt nicht nur beruhigend, sondern kann sich auch positiv auf die Beschwerden während der Menstruation auswirken. Vor allem Johanniskraut, Kamillenblüten oder Melisse sollen zur Entspannung der Gebärmutter beitragen.

    Chemische Mittel gegen Regelschmerzen

    • Pille: Die Pille ist nicht nur eine Verhütungsmethode, auch trägt sie zu einem beschwerdefreien Zyklus bei. Die Hormone, die in dem Medikament enthalten sind, fördern eine regelmäßige Durchblutung. Sind die Menstruationsbeschwerden dennoch nicht gelindert, hilft es oftmals ein anderes Präparat auszuprobieren. Beispielsweise soll Kontrazeptiva die Bildung der Prostaglandine, welche hauptsächlich für die Schmerzen verantwortlich sind, verhindern. Der Rat eines Gynäkologen kann durchaus hilfreich sein.

     

    Lebensstil beachten

    • Ernährung: Neben ausreichender Bewegung führt auch ein gesunder Lebensstil zur Linderung von Regelschmerzen. Frauen, die auf die Ernährung achten, können sich unter Umständen qualvolle Schmerzen während der Menstruation ersparen. Beispielsweise kann der Verzicht auf koffeinhaltige Getränke Abhilfe schaffen. Es gibt sogar Berichte von Frauen, die auf den Verzicht von Milchprodukten schwören. Die Empfehlung bei regelmäßigen Menstruationsschmerzen liegt seitens von Medizinern in einer magnesium- sowie kalziumreicher Kost. Vor allem Nüsse, Weizenkeime sowie getrocknete Hülsenfrüchte sind für diese Inhaltsstoffe bekannt.
    • Entspannung: Menstruationsbeschwerden können auch durch die Psyche ausgelöst werden. Vor allem Stress kann sich schmerzverstärkend auswirken. Aus diesem Grund empfehlen Ärzte bei regelmäßigen Beschwerden, ein Anti-Stress-Programm zu vollziehen. Hilfreich können zum Beispiel autogene Trainingseinheiten oder Methoden zur progressiven Muskelentspannung sein.
    • Kein Nikotin und Alkohol: Rauchen beeinträchtigt die Durchblutung und verstärkt damit die Krämpfe in Verbindung mit Regelschmerzen. Aus diesem Grund sind rauchende Frauen von den Schmerzen öfter geplagt. Auch der Konsum von Alkohol kann Menstruationsbeschwerden fördern. Der Verzicht auf solche Laster kann sich somit lindernd auf die Beschwerden auswirken.

     

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  • Was bezeichnet man als Ausschlag?

    Was bezeichnet man als Ausschlag?

    Unter Ausschlag fallen die Erkrankungen der Haut, die mit der Bildung von Pusteln, Quaddeln, Bläschen und Pickeln einhergehen. Meist juckt der Ausschlag sehr stark. Begünstigt wird er durch trockene Haut. Diese kann Risse bilden, sich schuppen oder nässen, vor allem, wenn der Ausschlag aufgekratzt wird.

     

    Gegen den Ausschlag helfen entsprechende Medikamente, die eingenommen werden müssen. Die Hautirritationen werden mit Hilfe von Salben behandelt. Oft sind diese prednisolon- bzw. cortisonhaltig. Diese Inhaltsstoffe greifen bei Dauergebrauch die Haut an und sollten daher nur im akuten Notfall verwendet werden. Der Hautarzt ist bei diesen Erkrankungen der richtige Ansprechpartner.

     

    Viele Menschen versuchen aber auch, natürliche Medikamente zu nutzen. Gegen rissige Haut wäre Kamille jedoch das falsche Heilkraut, da die feinen Härchen zusätzlich die reizen könnten. Eine gute Wahl wären hier Oliven- oder Sonnenblumenöl und auch Johanniskrautöl.

     

    Um Ausschlag vorzubeugen, empfiehlt es sich, die Allergie auslösenden Faktoren zu vermeiden, was jedoch leider nicht immer wirksam ist. Enge Kleidung ist zu vermeiden, damit die Haut nicht durch anliegende Stoffe zusätzlich gereizt wird. Viel frische Luft und oft auch Sonnenbestrahlung können bei Ausschlag Linderung verschaffen.

     

     

    Wie kommt es zu Bläschen?

     

    Bläschen können verschiedene Ursache haben. Zum einen kommt es zur Blasenbildung nach schweren Verbrennungen. Wesentlich häufiger sind jedoch Bläschen als allergische Reaktion der Haut. Eine weitere Ursache ist die Infektion mit Herpesviren, was zu unangenehmen Bläschen an den Lippen führt. Auch die Gürtelrose als Herpesvirus-Infektion geht mit der Bildung schmerzhafter Bläschen einher.

     

    Gegen Herpesviren helfen spezielle antivirale Salben, die es frei verkäuflich in der Apotheke gibt. Diese werden in winzigen Tuben verkauft und sind recht preisintensiv, dafür aber durchaus wirksam. Bläschen- und Quaddelbildungen bei Nesselsucht (Urticaria) infolge einer allergischen Reaktion auf bestimmte Lebensmittel werden vom Arzt behandelt. Ein Besuch des Haus- oder bei Bedarf sogar Notarztes ist hier unumgänglich, da Nesselsucht schlimmstenfalls zur Erstickung führen kann!

     

    Kleine Bläschen an den Finger- oder Zehenzwischenräumen jucken stark. Ursachen sind hier entweder allergischer Art oder aber Stress. Hier sollte vermieden werden zu kratzen, auch wenn es schwerfällt, da sich die Bläschen-Infektion sonst rasch ausbreitet. Beherrscht der Betroffene sich, verschwinden diese Bläschen oft von ganz allein wieder.

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  • Fußpilz Erkrankung: Was Sie dagegen tun können?

    Fußpilz Erkrankung: Was Sie dagegen tun können?

    Gerade in den Sommermonaten juckt es unter der Sohle, zwischen den Zehen und auf dem Schaft. Teilweise schuppige Haut und kleine Bläschen weisen auf eine der unangenehmsten Hauterkrankungen: Fußpilz. Der Hautarzt Dr. Andreas Degenhardt aus Bremen geht mittlerweile davon aus, dass bereits jeder vierte Deutsche schon einmal unter einer Pilzerkrankung gelitten hat. Die Gründe dafür sind vielfältig. In dem folgenden Beitrag geben wird Tipps und Hinweise, was Sie gegen eine Fußpilz Erkrankung tun können.

    Die häufigsten Symptome der Fußpilz Erkrankung

    Insbesondere das warme und feuchte Milieu im Bereich der Füße ist ideal für Bakterien. So leiden insbesondere Sportler, die den überwiegenden Teil des Tages in geschlossenen Turnschuhen verbringen, unter dieser Hautkrankheit. Es sind die Dermatophyten, die für die Fußpilz Erkrankung verantwortlich sind. So kann diese Krankheit schnell an einen anderen in öffentlichen Duschen, in der Badeanstalt oder in der Sauna weitergegeben werden. Ein Grund mehr, niemals auf die eigenen Badelatschen oder Badeschuhe zu verzichten. Auch im Hotelzimmer besteht eine Gefahr, sich mit der Fußpilz Erkrankung zu infizieren. Die mikroskopisch kleinen Hautschuppen und Bakterien können Sie mit bloßem Auge nicht entdecken. Mittlerweile sind die gefährlichen Viren auch gegen Putzmittel resistent und warten geduldig auf das nächste Opfer.

    Fußpilz Erkrankung im fortgeschrittenen Stadium

    Die ersten Anzeichen machen sich zwischen den Zehen auf, denn hier bietet sich für die Fußpilzerkrankung ein ideales Klima. Erkennen Sie bereits Rötung oder kleinere Risse auf der Haut, befinden sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium. Die Fußpilz Erkrankung kann auf die gesamte Fußsohle übergreifen und sich auch die Fußnägel vornehmen. Wenn sich die vergeblich verfärben und zu Verdickungen neigen, sollten Sie unbedingt einen Hautarzt aufsuchen, um sich helfen zu lassen. Die schwierigste Herausforderung: vermeiden Sie es, bei starkem Jucken zu kratzen. So setzen sich die Bakterien und die gelösten Hautschuppen unter die Finger und können sich ungestört verbreiten.

    Erfolgreiche Hausmittel und natürliche Hilfsmittel gegen die Fußpilz Erkrankung

    Im Prinzip ist es sinnvoll, direkt beim ersten Auftreten von Jucken und Katzen am Fuß zu handeln:

    1. Oftmals ist Apfelessig zu empfehlen, nachdem Sie den Fuß gründlich gewaschen haben.
    2. Auch aufgeschnittener Knoblauch – zwischen die Zehen gesteckt – verschafft Erleichterung.
    3. Direkt nach der Behandlung ist es ratsam, die Füße in Baumwolle zu packen.
    4. Ein weiteres probates Mittel gegen die Fußpilz Erkrankung sind Fußbäder, mit zum Beispiel schwarzem Tee. So kann der Juckreiz direkt gemildert werden. Wir verdanken dem Tannin im schwarzen Tee seine heilsame Kraft gegen die Pilzerkrankung. Geben Sie in 1 l Wasser bis zu sechs Teebeutel und betupfen die befallenen Stellen mehrere Male mit einem feuchten Teebeutel.
    5. Eines der Allheilmittel im Haushalt bleibt Natron. So soll Backsoda in einigen Fällen wahre Wunder bewirkt haben.
    6. Darüber hinaus raten Therapeuten dazu, mit Johanniskrautöl die betroffenen Stellen zu behandeln oder aber auf medizinischen Honig zurückzugreifen, der die Keime der Fußpilzerkrankung abtötet und den Juckreiz dauerhaft vermeidet.

    Was verschreiben Ärzte gegen die Fußpilz Erkrankung?

    Es ist nicht davon auszugehen, dass im fortgeschrittenen Stadium einfache Hausmittel auf lange Sicht Erfolg versprechen. Aus diesem Grund ist es notwendig, den Hautarzt aufzusuchen. Dieser verfügt über Medikamente, die der Fußpilz Erkrankung nicht nur den Kampf ansagen, sondern in wenigen Tagen komplett verschwinden lassen. Selbstverständlich ist es möglich, sich von Anfang an in der Apotheke zum Thema der Fußpilz Erkrankung beraten zu lassen. Hier bieten sich Sprays und Cremes an, die jeden Tag auf die betroffene Stelle gegeben werden. Es ist wichtig, die Behandlung bis zum Ende und bis zum vollständigen Verschwinden der Fußpilz Erkrankung durchzuführen und nicht nur dann symptomatisch, wenn es zu starkem Jucken kommt. Nur so bleibt die Chance, auf Dauer dem Fußpilz den Rücken zu kehren.

    Bild: © Depositphotos.com / paisan191

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  • Hausmittel bei einer Winterdepression

    Hausmittel bei einer Winterdepression

    Eine Winterdepression beginnt in den meisten Fällen schon in den Herbstmonaten, wenn es bereits beizeiten dunkel wird. Der Mangel an Tageslicht bereitet den meisten Menschen Probleme. Die Stimmung sinkt, und nicht selten treten die ersten Symptome einer beginnenden Winterdepression auf. Hier können verschiedene Hausmittel positive Wirkungen auf den Menschen zeigen.

    Eine Herbstkur als Hausmittel bei einer beginnenden Winterdepression

    Verschiedene Hausmittel können dem Menschen bei der Bekämpfung einer sich anbahnenden Winterdepression erfolgreich entgegen treten. Beispielsweise hat sich Johanniskraut als Hausmittel bei einer Winterdepression sehr bewährt. Aber auch warme Farben in den Räumlichkeiten oder bei der Wahl der Kleidung helfen beim Vertreiben einer Depression.

    Um den Organismus des Menschen von körperlichen Giften zu befreien eignet sich als Hausmittel eine Blutreinigung im Herbst. Das Hausmittel der blutreinigenden Wirkung der Herbstkur kann bei der Vorbeugung gegen eine Winterdepression hilfreich sein. Wer sich für eine derartige blutreinigende Kur in den ersten Herbstmonaten entscheidet, kann dazu beitragen, Abfallprodukte und Schlacken aus seinem Körper auszuleiten. Diese tragen im Allgemeinen zu einer Übersäuerung von Körpergewebe und Behinderung der Arbeit unserer entscheidenden Entgiftungsorgane bei.

    Damit es gar nicht erst soweit kommt, dass Sie von einer Winterdepression befallen werden, sollten Sie zu dem einfach Hausmittel greifen und derselben vorbeugen. Für die Mischung des wirksamen Hausmittels gegen die Winterdepression werden – gekauft in einer Apotheke – folgende Kräuter benötigt:

    Kräuter Menge
    Ackerschachtelhalmkraut 10 g
    Birkenblätter   5 g
    Brennnesselblätter 10 g
    Hagebuttenfrüchte   5 g
    Löwenzahnkraut sowie –wurzel 20 g

    Es werden zur Herstellung des Hausmittels gegen die Winterdepression zwei Teelöffel dieser Kräuter mit einem Viertelliter heißem Wasser übergossen. Anschließend muss die Kräutermischung etwa eine Viertelstunde ziehen. Pro Tag wird zur Anregung des Stoffwechsels empfohlen, drei Tassen Tee für einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen zu trinken.

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    Mithilfe dieses Hausmittels gegen eine Winterdepression kann gleichzeitig noch etwas gegen Übergewicht getan werden. Darüber hinaus werden durch den Tee auch

    • Pickel bekämpft
    • Rheumatische Beschwerden gelindert
    • Unreine Haut gesäubert.

    Winterdepression und mineralstoffreiche Ernährung

    Wer an einer Winterdepression leidet und auf Hausmittel zurückgreifen möchte, der sollte auch seine Ernährung nicht vernachlässigen. Diese sollte in den winterlichen Monaten reich an

    • Kalium
    • Eisen
    • Magnesium

    sein.

    Kalium ist ein für das menschliche Leben enorm wichtiges Mineral, das für eine perfekte Leberfunktion und das Nervensystem wichtig ist. Wer zur Winterdepression neigt, sollte daher gern als Hausmittel schon im Herbst auf Nahrungsmittel, wie

    • Erd- und Haselnüsse sowie Mandeln
    • Erbsen und Karotten
    • Grüne Bohnen und Grünkohl
    • Kartoffeln
    • Birnen und Pflaumen

    zurückgreifen.

    Eisen wird die Blutbildung benötigt und ist ein gutes Hausmittel bei Neigung zur Winterdepression. Verzehrt werden sollten reichlich

    • Feldsalat
    • Hagebutten
    • Linsen
    • Rosinen und Trauben
    • Rote Beete
    • Rotkohl
    • Sojabohnen und Sojamehl

    Bewährt haben sich auch Produkte aus konzentrierten Pflanzenauszügen, welche kurmäßig angewendet werden.

    Magnesium ist ein Hausmittel gegen Stress bekannt und wirkt daher besonders gut gegen eine Winterdepression. Ferner zeigt Magnesium positive Wirkungen gegen Übersäuerung. Zu finden ist der Mineralstoff unter anderem in

    • Cashewkerne, Erdnüsse, Kokosnüsse, Mandeln, Paranüsse
    • Gurken, Rettich
    • Hafer, Weizenkeimlinge
    • Linsen und weißen Bohnen
    • Sojabohnen
    • Vollkornreis

    Johanniskrauttee – gutes Hausmittel gegen Winterdepression

    Bei Vorliegen einer Winterdepression liegen dieser nicht selten ein hohen Schlafbedürfnis, ein Lichtmangel und hoher Appetit zugrunde. Hilfreich wirken hier Spaziergänge – auch wenn das Wetter noch so schlecht ist. Ein bewährtes Hausmittel ist aber auch das Trinken von Johanniskrauttee.

    Johanniskrauttee kann von jedem, der von einer Winterdepression betroffen ist, selbst zubereitet werden. Für dieses einfache Hausmittel wird ein Esslöffel Johanniskraut mit 250 ml kaltem Wasser übergossen. Diese Mischung kann nun auf einem Herd zum Sieden gebracht werden. Nach etwa fünf Minuten wird die Flüssig abgeseiht. Empfehlenswert ist es, je Tag zwei bis drei Tassen Johanniskrauttee zu trinken. Bis das Hausmittel eine erste Wirkung gegen die Winterdepression zeigt, können drei Wochen vergehen. Daher sollte mit der Kur bereits Anfang Oktober begonnen werden.

    Bild: © Depositphotos.com / stevanovicigor

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  • Johanniskraut – harmlos oder riskant?

    Johanniskraut – harmlos oder riskant?

    Depressionen sind fast schon eine Volkskrankheit, immer mehr Menschen leiden unter depressiven Verstimmungen, aber nicht jeder geht auch zum Arzt. Viele gehen stattdessen in die Apotheke oder in den nächsten Drogeriemarkt und kaufen dort Johanniskraut, ein Kraut, das gegen Depressionen, innere Unruhe, Nervosität und auch gegen Angstzustände helfen soll. Johanniskraut gilt als natürliche Alternative zu den klassischen Antidepressiva und wird als vergleichsweise harmlos eingestuft. Aber ist Johanniskraut tatsächlich so harmlos, wie es scheint, oder hat das Heilkraut vielleicht doch unerwünschte Nebenwirkungen?

    Johanniskraut – ein ganz besonderes Kraut

    Im Volksmund wird Johanniskraut auch Herrgottsblut genannt. Seinen Namen verdankt das Kraut aus der Familie der Hartheugewächse aber dem Johannistag, denn die Pflanze blüht immer um den 24.Juni. Unterschieden werden verschiedenen Arten, wie das echte, das getüpfelte, das gewöhnliche und das durchlöcherte Johanniskraut. Das Kraut kann bis zu einem Meter groß werden und bis zu 50 cm tief in der Erde wurzeln. Die Blütezeit beginnt Mitte Juni, sie endet im August und einige Pflanzenteile sind leicht giftig. Die Johanniskrautarten sind überall auf der Welt zuhause, sie wachsen in Europa ebenso wie in Nord- und Südamerika und in Asien, sogar in Australien sind die gelb oder weiß blühenden Pflanzen zu finden.

    Ein bewährtes Heilkraut

    Johanniskraut gehört zu den ältesten Heilpflanzen der Welt. Schon in der Antike nutzen die Menschen das Kraut als Heilmittel gegen nervöse und depressive Verstimmungen, damals als Melancholie bezeichnet. 2015 wurde das Kraut zur Arzneipflanze des Jahres gewählt, obwohl die Wirkung, vor allen Dingen aber die Nebenwirkungen nicht ganz so unumstritten sind. Zunächst war das beruhigende Kraut nicht für Menschen gedacht, erst als Kühe und Pferde von der Pflanze fraßen und dann deutlich ruhiger wurden, kam man in der Antike auf den Gedanken, die Samen des Johanniskrauts zu isolieren und als Arznei zu verwenden. Das Kraut wurde als Tee aufgekocht, als Tinktur verabreicht und zu Öl destilliert. Es galt als Einreibemittel, um die Gicht und Rheuma zu lindern, es half bei einem schmerzhaften Hexenschuss und auch bei Verrenkungen oder Verstauchungen wurden Umschläge mit konzentriertem Johanniskrautöl auf die betroffenen Körperteile gelegt.

    Vorsicht vor Nebenwirkungen

    Noch immer gilt, was pflanzlich ist, das ist auch gesund und vor allem immer harmlos, beim Johanniskraut lässt sich das so leider nicht bestätigen. Pharmazeuten der Universität im australischen Adelaide haben das natürliche Antidepressivum einmal genauer unter die Lupe genommen und sind zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen. Sie fanden verschiedene Nebenwirkungen, die Palette reicht von Übelkeit über Müdigkeit bis hin zu Panikattacken. Wer regelmäßig Johanniskraut einnimmt, der muss damit rechnen, dass der Blutdruck steigt und es zu Fieber kommen kann. Bei einer zu hohen Dosis kann es zudem zu Bewusstseinsstörungen, Krämpfen und Verwirrtheit kommen. Auch Wechselwirkungen zu anderen Medikamenten wie zum Beispiel der Anti-Baby-Pille, sind wissenschaftlich belegt. Die Forscher aus Australien warnen davor, das beruhigende Kraut über einen längeren Zeitraum und in größeren Dosen einzunehmen, denn dann sind die Nebenwirkungen ebenso stark und auch so gefährlich, wie das bei Antidepressiva der Fall ist.

    Johanniskraut nicht in der Schwangerschaft einnehmen

    Viele Frauen fühlen sich besonders in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft nicht wohl, sie können schlechter schlafen, sind häufig unruhig oder nervös. Klassische Medikamente kommen in der Schwangerschaft nicht infrage und die natürliche Alternative gilt daher als das perfekte Mittel, was es aber leider nicht ist. Selbst als Tee kommt Johanniskraut während der Schwangerschaft und später auch in der Stillzeit nicht infrage, denn die Nebenwirkungen sind so gravierend, dass sie sowohl der Mutter als auch dem Kind schaden können. Nicht umsonst gilt das Kraut als Gift für schwangere und stillende Frauen, denn im Mittelalter wurde das Kraut, das eigentlich die Nerven beruhigen soll, als Mittel für eine Abtreibung verwendet.

    Bild: © Depositphotos.com / Kassandra2

  • Wie wirksam sind Medikamente ohne Rezept?

    Wie wirksam sind Medikamente ohne Rezept?

    Viele Menschen sind felsenfest davon überzeugt, dass nur die Medikamente wirksam sind, die sie auf Rezept bekommen, Medikamente ohne Rezept haben hingegen einen weniger guten Ruf. Evidenzbasierte Medikamente werden die Mittel genannt, die nachweislich eine Wirkung haben, aber ist das nur bei rezeptpflichtigen Mitteln der Fall? Dieser Frage gingen Mediziner und Pharmazeuten auf einem Kongress in Düsseldorf nach. Ist auf Medikamente ohne Rezept weniger Verlass als auf Medikamente, die der Arzt per Rezept verordnet?

    Medikamente ohne Rezept – Es kommt auf die Krankheit an

    Medikamente ohne Rezept gibt es in jeder Apotheke in einer mehr als großen Auswahl und es gibt Mittel gegen bestimmte Beschwerden, die besonders gerne gekauft werden. Wer Kopfschmerzen hat, der geht in die nächste Apotheke und kauft ein Präparat mit Wirkstoffen wie Paracetamol, Ibuprofen oder auch Acetylsalicylsäure. Auch bei einem grippalen Infekt oder einer Erkältung gehen viele Menschen nicht zum Arzt, sondern holen sich in einer Apotheke Medikamente ohne Rezept. Wenn es um schwerwiegende Leiden wie zum Beispiel um eine Depression geht, dann ist bei vielen Johanniskraut ein bewährtes Mittel, erst dann, wenn sich das Krankheitsbild verschlechtert, dann wird ein Arzt aufgesucht. Grundsätzlich ist gegen Medikamente ohne Rezept nichts einzuwenden, aber viele Patienten verlassen sich zu sehr auf diese Mittel oder gehen unsachgemäß damit um.

    Die Nebenwirkungen beachten

    Auch Medikamente ohne Rezept haben Nebenwirkungen, aber diese Nebenwirkungen spielen seltsamerweise keine so große Rolle, wie das bei Medikamenten der Fall ist, die der Arzt verschreibt. Wissenschaftler gehen davon aus, dass bei Medikamenten, die der Arzt verschreibt, ein ausführliches Beratungsgespräch geführt wurde und das besonders in Hinsicht auf die möglichen Nebenwirkungen. Ein weitverbreiteter Irrtum ist auch die Annahme, dass Medikamente ohne Rezept, die jeder in der Apotheke kaufen kann, keine oder kaum Nebenwirkungen haben. Viele handeln nach dem Motto, wenn es frei verkauft wird, dann kann es nicht so gefährlich sein oder im Umkehrschluss, wenn es gefährliche Nebenwirkungen haben würde, dann könnte ich es nicht einfach so in der Apotheke kaufen.

    Medikamente ohne Rezept – Nicht alles ist empfehlenswert

    Nicht jedes Medikament ohne Rezept ist nach Ansicht der Kongressteilnehmer auch wirklich zu empfehlen. So stehen zum Beispiel einige Kopfschmerztabletten unter dem Verdacht, immer wieder neue Kopfschmerzen zu erzeugen, wenn diese Tabletten zu lange eingenommen werden. Auf der anderen Seite gibt es einige Medikamente ohne Rezept, die bei den Patienten eine Wirkung erzielen und das, obwohl wissenschaftlich keine Wirkung nachgewiesen werden konnte. Eine wichtige Rolle spielt in diesem Zusammenhang vor allem der Apotheker. Nach Ansicht von Thomas Preis, dem Vorsitzenden des Apothekerverbands Nordrhein, müssen sich die Apotheker mehr Zeit nehmen, um die Kunden zu beraten und mit ihnen über die Wirksamkeit und Risiken zu sprechen.

    Konkurrenz aus dem Internet

    Den Apothekern kommt eine Schlüsselrolle zu, aber sie haben es immer schwerer, ihre Kunden adäquat zu beraten, denn es gibt die Konkurrenz aus dem Internet. In den Online-Apotheken werden Kopfschmerztabletten als Großpackungen angeboten und auch die günstigen Preise locken immer mehr Menschen, im Internet statt beim Apotheker vor Ort zu kaufen. Zwar bieten auch die Apotheken im Netz eine Beratung an, aber nicht selten müssen die Kunden für eine Beratung eine teure Telefonnummer anrufen. Hier besteht nach Meinung der Kongressteilnehmer Handlungsbedarf, denn vor allem ältere Menschen, aber auch diejenigen, die in ländlichen Gebieten leben und keine Apotheke in unmittelbarer Nähe haben, kommen was die Beratung angeht, viel zu kurz.

    Medikamente ohne Rezept sind nicht grundsätzlich schlechter oder weniger wirksam als Medikamente, die der Arzt verschreibt, aber wer in die Apotheke geht und sich Kopfschmerztabletten kauft, der sollte sich immer die Zeit nehmen und sich vom Apotheker beraten lassen. Vielfach ist es jedoch besser, vor der Einnahme von Medikamenten immer einen Arzt zu fragen.

    Bild: © Depositphotos.com / avarand