Schlagwort: Jugendschutz

  • 177 Millionen Menschen mit Übergewicht bis 2025

    177 Millionen Menschen mit Übergewicht bis 2025

    Die Zahl der Übergewichtigen und Fettleibigen wird nach einem Bericht der Deutschen Adipositas Gesellschaft (DAG) bis zum Jahr 2025 auf weltweit 177 Millionen Menschen steigen, wenn keine Maßnahmen zur Verhinderung dieser Entwicklung in Angriff genommen werden. Insgesamt wird es in zehn Jahren insgesamt 2,7 Milliarden Menschen auf dem Globus geben, die übergewichtig sind und davon würden rund 177 Millionen, die an einem schweren Übergewicht leiden und eine Therapie erfordere. In Deutschland sind 33 Prozent der Männer und jede zweite Frau von Übergewicht betroffen.

    Übergewicht erhöht Risiko zahlreicher Krankheiten

    Als Übergewicht gilt ein Body-Mass-Index ab 25 und Fettleibigkeit besteht ab einem BMI-Wert von 30. Das Risiko eine Krankheit, wie Diabetes Typ 2, Herzkrankheiten, Schlaganfall oder Krebs zu erleiden, steigt mit dem Körpergewicht. Je höher das Körpergewicht ist, desto stärker steigt das Risiko eine der genannten Krankheiten zu bekommen. Allein in Deutschland sind sechs Millionen Menschen von Diabetes Typ 2 betroffen. In einem Zeitraum von 35 Jahren kam es zu einer Verzweifachung der Prävalenz von Adipositas und ist dem Bericht zufolge eine erschreckende negative Tendenz auf unserem Planeten. Gegen diese Entwicklung müssen von Seiten der Regierungen entsprechende Maßnahmen erlassen werden.

    Politik ist gefragt

    Die Politik ist zur Lösung des Problems der weltweit wachsenden Adipositas und den damit verbundenen Risiken für die Gesundheit der Menschen aufgefordert. Die DAG empfiehlt wirksame Präventionsmaßnahmen. Als ersten Punkt ein Werbeverbot von Lebensmitteln mit einem hohen Fettanteil oder Zuckergehalt, deren Zielgruppe vor allem Kinder und Jugendliche sind. Das Werbeverbot sollte im Kinder- und Jugendschutzgesetz verankert werden. Besonders die Werbung der Fasfood-Ketten und Süßwarenhersteller verleiten junge Menschen dazu fettreiche oder zuckerhaltige Nahrung zu kaufen.

    Die zweite Präventionsmaßnahme sieht verpflichtende Qualitätskriterien in Kindergärten und Schulen aller Bundesländer in der Ernährung vor. Die dritte vorbeugende Maßnahme sieht die Vergünstigung gesunder Lebensmittel durch Subventionen vor, während ungesunde Nahrungsmittel per Zucker-Fett-Steuer verteuert werden sollten. Der vierte präventive Schritt beschäftigt sich mit der Bewegung. Mindestens einmal pro Tag sollten sich Schüler an jeder Schule bewegen und so dem herrschenden Bewegungsmangel entgegenwirken.

    Gesundheitsfördernde Kommunen und Lebenswelten sollten auf Empfehlung der DAG geschaffen werden. In den Regelleistungskatalogen der Krankenkassen sollten Gewichtsmanagementmaßnahmen aufgenommen werden, um übergewichtige Menschen dabei zu unterstützen gesünder zu leben.

    Gesunde Ernährung und Sport

    Eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung sind der Schlüssel zu einer Reduzierung des Übergewichts. Das Übergewicht kann mittels einer Ernährungsumstellung und Sport langsam gesenkt werden. Das körperlich wie seelische Wohlbefinden steigt mit jedem verlorenen Kilogramm Körpergewicht. Wer sich gesund ernährt und sich sportlich betätigt, lebt nicht nur länger. sondern hat einfach mehr Lebensfreude.

    Die Krankenkassen bezuschussen die Teilnahme an Fitnesskursen und Diätprogrammen. Im Rahmen einer Ernährungsumstellung ist die Inanspruchnahme einer Ernährungsberatung sehr hilfreich. Der Verzicht auf zuckerhaltige Getränke, fettreiche Nahrung und allgemein ungesunde Lebensmittel kann sich langfristig positiv auf das gesamte Lebens auswirken.

    Bild: © Depositphotos.com / lightpoet

  • Der Umgang mit Taschengeld in der Pubertät

    Der Umgang mit Taschengeld in der Pubertät

    Einige Eltern fragen sich, wie viel Taschengeld sie ihren Jugendlichen bereit stellen sollen. Ist es schon Zeit für ein eigenes Konto? Was ist angemessen? Wie dürfen die Teenies ihr Geld ausgeben? Dürfen sie es selbst bestimmen, was sie kaufen? Grundsätzlich gibt es gewisse Richtlinien, wie viel Taschengeld Jugendlichen zusteht. Bei einem Vierzehnjährigen etwa sind 30 Euro im Monat angemessen. Für reiche Eltern mag das wenig Geld sein, für Hartz-IV-Empfänger hingegen stellt es eine echte Herausforderung dar. Ob man gleich ein Konto einrichtet und seinen Sprösslingen beibringt, wie mit Karte und Überweisungen umzugehen ist oder ob man das Taschengeld bar übergibt, muss jeder selbst entscheiden.

    Was dürfen Jugendliche vom Taschengeld in der Pubertät kaufen?

    Häufig wird den Kindern erlaubt, dass sie sich kaufen können, was sie möchten. Das kann allerdings beim Jugendlichen auch eine Packung Zigaretten, Bier oder Wein sein. Schlimmstenfalls investieren es die Teenies in Drogen. Hier hilft aufklären und miteinander reden. Probleme lassen sich bei einem Familienstammtisch am besten besprechen. Natürlich können Eltern auch Festlegungen treffen, wofür das Geld ausgegeben werden darf.

    Aber allzu viel hineinreden sollten Mutter und Vater nicht. Auch wenn sie die neueste Zeitschrift für überflüssig erklären, Make up nicht gut finden oder auch die Sammelleidenschaft des Sohnes nicht teilen – Jugendliche sollten schon selbst entscheiden, was sie von ihrem Geld kaufen. Nur sollten es keine Dinge sein, die den jungen Menschen Schaden zufügen. Wissen Eltern, dass vom Geld Alkohol und ähnliche Dinge angeschafft werden, dann gilt es als Aufsichts- und Sorgfaltspflichtverletzung, wenn sie die Jugendlichen nicht davon abhalten.

    Wenn Jugendliche einem Hobby nachgehen, wird auch dieses Geld verschlingen. Es kann sein, dass bestimmte Ausrüstungsgegenstände benötigt werden. Reiten beispielsweise erfordert spezielle Kleidung, Reitunterricht und gegebenenfalls Fahrten zu Veranstaltungen sowie Turnieren.er Nicht immer können Eltern dafür allein aufkommen.

    Kann Jugendlichen zugemutet werden, sich an den Kosten für die Haushaltsführung zu beteiligen? Einige Eltern bejahen diese Frage, vor allem angesichts steigender Wasser- und  Stromrechnungen, weil der Nachwuchs Stunden unter der Dusche verbringt oder aber am PC, Laptop, Tablett oder wahlweise Handy sitzt. Auch Playstation, Fernseher und Co. beeinflussen Strompreise ungünstig. Mit den Jugendlichen kann ein Kostenplan erstellt werden, der eine (geringe) Beteiligung vorsieht. Auch die Belohnung für bestimmte Hilfsleistungen, wie Einkaufen oder Hausordnung machen kann finanziell erfolgen und mit den Mehrkosten verrechnet werden. So lernen Kinder erstens mit Geld umzugehen und zweitens, wie es einzuteilen ist und drittens, welche Kosten im Leben bestritten werden müssen.

    Ferienarbeit und andere Jobs, um Taschengeld in der Pubertät zu verdienen

    Wer sich für Ferienarbeit oder Hilfstätigkeiten entscheidet, sollte das Jugendschutzgesetz bedenken. Unter 18 Jahren wird sowieso  die Zustimmung der Erziehungsberechtigten benötigt. Die Tätigkeit darf keine Überstunden beinhalten und darf nur für eine bestimmte Zeit ausgeübt werden. Genaue Regelungen dazu stehen im Jugendschutzgesetz und müssen beachtet werden. Ansonsten können Eltern das Arbeitsverhältnis kündigen.

    Jugendliche kümmern sich selbst um ihren Ferienjob, wie Post austragen, in der Produktion helfen usw. Natürlich können die Teenies auch unter chaltrigen Kleidung oder Technik veräußern. Aber der Handel mit Zigaretten und Alkohol unterliegt dem Jugendschutzgesetz. Der Verkauf ist daher nur Personen über 16 bzw. 18 Jahre erlaubt. 16 Jahre gelten für Bier und Wein, 18 für Zigaretten, Likör, Schnaps usw.

    Wissen Eltern, dass ihr Nachwuchs auf eine Party geht, wo Alkohol, Zigaretten oder gar Joints und ähnliche Dinge konsumiert sind und verbieten es nicht, missachten sie ihre Aufsichts- und Fürsorgepflicht und machen sich strafbar. Doch kaum ein Elternteil kann kontrollieren, was der Sprössling so treibt, wenn er das Haus verlässt. Deshalb ist es auch hier wichtig, ein gutes Verhältnis zu seinem Nachwuchs zu haben. Vertrauen ist die eine Seite. Wer zusätzlich immer ein offenes Ohr für die Probleme der Jugend hat, wird auch über Dinge informiert. Jugendliche, die sich ihren Eltern anvertrauen können, wissen sich sicher und geborgen. Dazu ist es aber auch wichtig, dass vonseiten der Eltern nicht nur Vorwürfe oder Zurechtweisungen kommen. Jeder macht Fehler, daraus können aber wertvolle Erfahrungen gesammelt werden.

    Wichtig ist bei einer Ferienarbeit neben geregelten Arbeits- und Pausenzeiten aber auch, dass Teenies nicht schwer heben dürfen. Sonst würden ihre Gesundheit und ihre Entwicklung Schaden nehmen. Eltern sind hier in der Pflicht, Vereinbarungen mit dem Arbeitgeber zu treffen und für den Schutz ihrer Kinder zu sorgen. Werden die Jugendlichen ausgenutzt, obliegt es den Eltern, mit dem  Arbeitgeber die Probleme zu lösen und notfalls das Arbeitsverhältnis zu beenden, wenn keine Änderung eintritt.