Schlagwort: Kälte

  • Wetterfühligkeit – Meteoropathie

    Wetterfühligkeit – Meteoropathie

    Oft unscheinbar treibt das Wetter außerhalb geschlossener Türen und Fenster sein Unwesen. Dass es uns auch innerhalb unserer vier Wände beeinflussen kann, wissen nicht viele. Man kennt es: Kopf- und Gliederschmerzen, Unwohlsein, Schlaf- und Konzentrationsstörungen, schlechte Laune, all das ist oft Ursache des Wetters. Dieses Phänomen nennt man im Volksmunde auch gerne die Wetterfühligkeit. Im Fachwesen spricht man von Meteoropathie. Besonders nach Operationen oder Unfällen, die Narben verursacht haben, wird man anfälliger für plötzliche und heftige Wetterumschwünge.

    Wie macht sich die Wetterfühligkeit bei Narben bemerkbar?

    Durch den operativen Eingriff oder den Unfall an der vernarbten Stelle, wurden Nerven durchtrennt und das Hautgewebe beschädigt. Bei heftigen oder plötzlichen Wetterveränderungen kann es sein, dass die Narbe anfängt zu schmerzen. Meistens ist es ein Stechen oder eine verspanntes Gefühl an der Narbe, welches sehr unangenehm werden kann. Starke Temperaturabstürze wie z.B.: von 30 Grad auf 10 Grad oder aber auch Veränderung des Luftdruckes oder der Luftfeuchtigkeit spielen hierbei eine große Rolle. Denn die durchtrennten Nervenbahnen sind beschädigt worden und nehmen nun fast Veränderung des Wetters wahr und leiten diese an das Gehirn als Schmerz weiter. Häufig kommt die schmerzliche Anfälligkeit auf diese Wetterumschwünge nicht direkt nach dem Unfall oder nach der Operation, sondern erst Monate oder Jahre später.

    Was hilft dagegen?

    In erster Linie sollte man auf den Vitaminhaushalt achten. Vitamin B, Zink und Eiweiße sind optimal geeignet um den Heilungsprozess der Narben innerlich so wie äußerlich zu unterstützen und zu beschleunigen. Bei starken und häufigen Schmerzen war in vielen Fällen eine Neuraltherapie aus dem Bereich der Alternativmedizin sehr erfolgreich. Jene Therapie behandelt genau die beschädigten Nervenbahnen an den Narben und befreit sie von Wetterfühligkeit.

    Wetterfühligkeit – Hohe Belastung für die Gelenke

    Viele Arthrose Patienten haben im Winter kältebedingt Probleme. Den Winter kann man leider nicht umgehen, daher hilft nur, den Umgang mit diesen Problemen zu erlernen. In den Wintermonaten kommt es immer wieder zu sehr frostigen Kälteeinbrüchen. Die eisige Luft aus Osteuropa strömt mehr und mehr nach Deutschland. Innerhalb weniger Stunden fallen die Temperaturen um mehr als 15 Grad. Diese Kälteeinbrüche bringen bei Arthrose-Patienten oft große Gelenkprobleme. Nicht die Kälte ist die Ursache für die Arthrose, sondern die Kälte verstärkt ihre Symptome. Die Patienten leiden unter drei Faktoren. Die Temperaturen sinken, der Luftdruck fällt und die Luftfeuchtigkeit steigt.  Durch diese kalte Umgebung ziehen sich die Sehnen und Muskeln fester zusammen. Dies hemmt die Beweglichkeit und verankert den Schmerz. Da feuchte Luft die Kälte besser überträgt kühlen die Gelenke schneller aus. Aufgrund des erhöhten Luftdrucks geht man davon aus, dass die entzündeten Gelenke anschwellen und Schmerzen verursachen. Passt man sich dem Wetter an, kann man aber furchtlos durch den Winter kommen. Jeder kann sich dem Wetter anpassen. Egal wie alt man ist.

    Die Wärmeregulation des Körpers lässt sich trainieren. Beispielsweise Anwendungen nach Kneipp mit Wechselduschen und Saunabesuchen stärken die Abwehr. Auch ein leichtes Ausdauertraining ist hilfreich. Bewegung ist für Arthrose-Patienten besonders wichtig. Besonders geeignet sind Sportarten wie Nordic Walking, Gymnastik oder Ski-Langlauf.  Auch warme Winterkleidung verhindert das Eindringen der Kälte in den Körper. Wärme ist für Arthrose-Patienten besonders wichtig. Daher müssen die Wohnräume auch immer gut temperiert sein. In der kalten Jahreszeit hilft auch ein Urlaub in warmen Ländern. Die Temperaturen entlasten die Knochen. Ein Umzug ist allerdings nicht empfehlenswert, denn der Körper würde sich voraussichtlich an die neuen Temperaturen schnell gewöhnen. Mit Mitteln wie Ibuprofen und Diclofenac kann man den Schmerz auf chemische Art und Weise unterbinden. Aber auch pflanzliche Mittel wie Teufelskralle, Brennnessel, Weidenrinde, Goldrute oder Pappel lindern die Schmerzen. Mit Hilfe von Wärmekompressen und Umschlägen kann man die Schmerzen ebenfalls in den Griff bekommen. Als Nahrungsergänzung empfiehlt sich Glucosamin, Kollagenhydolysat oder Vitamine E, Omega 3-Fettsäuren oder Gelatine. Diese Mittel verhindern

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  • Gastritis – Chronische Magenschleimhautentzündung

    Gastritis – Chronische Magenschleimhautentzündung

    Unter einer chronischen Magenschleimhautentzündung, medizinisch auch chronische Gastritis genannt, versteht man eine Entzündung der Magenschleimhäute, die teils Jahre dauern kann, dabei aber über weite Strecken beschwerdefrei verläuft. Gastritis betrifft vor allem Erwachsene und hier ältere Menschen.

    Normalerweise ist die Magenschleimhaut gut durchblutet und wird durch einen Schutzfilm vor aggressiven Stoffen, darunter die Magensäure, aber auch über die Nahrung Aufgenommenes geschützt. Ihrerseits ist sie der Schutzfilm der Magenwand. Kommt es jedoch zu einer Schädigung dieser schützenden Schleimschicht, kann die darunterliegende Magenschleimhaut verletzt werden. Dann sind auch Säureattacken auf die Magenwand möglich. In der Folge kommt es zu einer Magenschleimhautentzündung, deren Symptome ähnlich deren eines nervösen Magens sind.

    Ursachen für eine Gastritis

    Die Ursachen für eine Erkrankung an Gastritis können unterschiedlicher Natur sein. Man geht davon aus, dass sie vor allem eine Folge des körperlichen Alterns ist, etwa durch veränderte Durchblutung oder einen Reflux, der auch muskuläre, nicht nur operative Gründe haben kann. Als externe Auslöser von Magenschleimhautentzündungen gelten beispielsweise übermäßiger Alkoholgenuss (kann auch für Kaffee, Tee und Nikotin gelten), Medikamente wie Kortison, Rheuma- oder Schmerzmittel sowie psychische Belastungen (Stress) und Operationen oder Verletzungen.

    Unterschieden werden, je nach Ursache und auch je nach betroffenem Magenteil, vor allem drei verschiedene Gastritis-Typen: Typ A ist eine Autoimmunerkrankung, was heißt, der Körper selbst greift die Schleimhaut des Magens an. Dies birgt, da die Zellstruktur betroffen ist, ein erhöhtes Krebsrisiko in sich. Bakterien dagegen, in den meisten Fällen der Helicobacter pylori, verursachen den Typ B. Rückfluss von Galle aus dem Zwölffingerdarm oder aber Medikamente gehören zu den Verursachern des Typs C.

    Symptomatik und Diagnostik

    Die Symptome einer chronischen Magenschleimhautentzündung treten dabei meist nur nach den Mahlzeiten auf und variieren, je nachdem wie stark die Magenwände schon angegriffen sind. Oft sind sie unspezifisch, da nicht immer gleichartig auftretend: Dazu gehören Druck- oder Völlegefühl (Blähungen), aber auch Magenschmerzen oder -krämpfe sind möglich. Unangenehmes Aufstoßen, plötzliche Übelkeit oder Erbrechen werden ebenfalls genannt.

    Eine belegte Zunge und etwaiger Mundgeruch sind ebenfalls denkbar. Je nach Schwere der vorgenannten Symptome sind auch Appetitlosigkeit und damit eine allgemeine Schwäche möglich. Zu Komplikationen kann es kommen, wenn sich aus der andauernden Magenschleimhautentzündung ein Magengeschwür entwickelt: Magenblutungen oder gar ein Magendurchbruch sind dann körperliche Alarmsignale, die durchaus auch plötzlich auftreten können.

    Die meisten Betroffenen mit chronischer Gastritis merken nämlich über lange Zeit nichts von ihrer Erkrankung, sie wird oft nur zufällig diagnostiziert. Probate Mittel sind die Magenspiegelung (Gastrokopie) und die Untersuchung (Biopsie) von Gewebeproben. Zellveränderungen oder der Nachweis des Helicobacter pylori sind so etwa möglich. Auch das Blutbild kann auf eine Magenschleimhautentzündung schließen lassen. Etwa, wenn eine durch Vitamin B12-Mangel verursachte Blutarmut festgestellt wird, die z. B. ein Zeichen für eine Gastritis Typ A sein kann.

    Therapie der Gastritis

    Therapeutische Ansätze zur Beschwerden-Linderung sind wie bei einer akuten Gastritis auch Schonkost, Wärme sowie der Verzicht auf Kaffee, Nikotin und Alkohol. Achtung bei verdorbenen Lebensmitteln. Auch Entspannungstechniken können helfen. Medikamentengaben sind jedoch abhängig vom Gastritis-Typ; bei Typ B etwa ist eine meist antibakterielle Therapie sinnvoll, bei Typ C kann die zusätzliche Einnahme eines pflanzlichen Arzneimittels die Nebenwirkungen eines die Magenschleimhaut angreifendes Medikamentes lindern.

    Die Behandlung einer chronischen Magenschleimhautentzündung bedarf einer ärztlichen Überwachung, meist mit Medikamenten sowie eventueller Nahrungsumstellung. Oft bleibt sie aber erst länger unbemerkt, da sie sich meist durch leichtere Beschwerden, wie Blähungen und Völlegefühl bemerkbar macht.
    Wärme oder Kälte bei einer chronischen Magenschleimhautentzündung – was hilft besser?

    Neben den ärztlichen Empfehlungen können auch nicht-medikamentöse Behandlungen helfen eine Heilung zu unterstützen, wie z. B. eine Wärme- oder Kältetherapie. Doch welche ist bei einer chronischen Magenschleimhautentzündung die richtige Maßnahme?

    Bei einer Kältebehandlung ziehen sich die Blutgefäße zusammen, sie fungiert abschwellend und lindert Entzündungen. Allerdings bleibt in diesem Falle die erwünschte krampflösende Wirkung aus. Weiterhin empfinden die Betroffenen in ihrer Situation eine Kühlung als unangenehm.

    Wird der obere Magenbereich von außen mit Wärme versorgt, erweitern sich die lokalen Blutgefäße und die Durchblutung verbessert sich. Neben dem Wohlfühleffekt einer Entkrampfung sowie einer Entspannung, wird der Stoffwechsel angeregt und die Bildung der Magenschleimhaut angetrieben. Der Verdauungstrakt wird aktiviert und Blähungen können entweichen. Auch Völlegefühl und Übelkeit lassen folglich nach.

    Wie man sich letztendlich mit Wärme behandelt, ob mit Bestrahlung durch Rotlicht, feucht-warmen Umschlägen, einer Wärmeflasche oder mit einem warmen Bad liegt ganz an den Bedürfnissen des Betroffenen.

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  • Frühjahrsfit – Fit durch den Frühling

    Frühjahrsfit – Fit durch den Frühling

    Das Frühlingserwachen ist jährlich bei vielen Menschen und bei der Natur zu beobachten. Die Sonne erwärmt unser Gemüt. Hinter einem liegt die Weihnachtszeit, die oftmals Spuren auf der Hüfte hinterlassen hat. Der Entschluss ist schnell gefasst, dass man langsam wieder fit werden sollte. Wer mit Sport beginnt sollte aber am Anfang nicht gleich übertreiben. Es gibt einige Dinge, die vor dem Trainingsstart beachtet werden sollten.

    In der Ruhe liegt bekanntlich die Kraft, denn auch wenn das Wetter die Menschen heraus lockt, man sollte nie mit 100 Prozent starten. Viel zu schnell leidet man sonst unter Schmerzen im Rücken oder bricht sich etwas. Ein gezieltes Aufwärmtraining ist wichtig und auch die Entspannung zwischen den Sportphasen darf nicht zu kurz kommen.

    Am Anfang sollte maximal zwei Einheiten pro Woche gemacht werden die eine Länge von 30 Minuten nicht überschreiten sollten. Auch Bewegung im Alltag bringt schon einen Erfolg. Hierunter versteht man Spazierengehen, Fahrrad fahren oder Schwimmen. Wer einen Treppe und einen Aufzug hat, sollte vorrangig die Treppe nutzen. Leichte Gymnastikübungen lassen sich ebenfalls gut zuhause machen.

    Die richtige Kleidung

    Gerade wer draußen an der frischen Luft Sport treibt, sollte auf die richtige Kleidung achten. Funktionskleidung ist speziell für diesen Bereich hergestellt. Sie bietet Schutz vor Kälte, Wasser und Wind und die durch Bewegung entstandene Feuchtigkeit wird von innen nach außen geleitet. Wer sich für die Sportart Joggen entscheidet sollte zu dem noch auf das richtige Schuhwerk setzten. Generell sollte ein Laufschuh eine gute Federung haben und rutschfest sein.

    Fit durch den Frühling

    Keine Jahreszeit ist so beliebt wie der Frühling, um mit Diäten, Fastenkuren oder sportlichen Aktivitäten zu beginnen. Dadurch dass sich die eigene Stimmung mehr und mehr hebt, liegt es quasi in der Luft sich zu verändern oder auch die eigenen vier Wände wieder auf Vordermann zu bringen. Wer einen langfristigen Erfolg erzielen möchte, sollte seine Vorhaben allerdings gut planen, denn sonst stellt sich schnell der Jo-Jo Effekt ein.

    Wissenswertes zum Thema Fasten

    Gerade in den Wintermonaten neigen wir dazu unserem Körper fetthaltige und süße Nahrung zu zuführen. Die Folge sind einige Kilos mehr auf der Waage. Dieser Speck muss nun wieder weg. Beim Fasten wird die Energiezufuhr wieder zurückgeschraubt. Führt man dem Körper weniger Energie zu, greift er auf die körpereigenen Zuckerreserven zurück. Dies passiert am ersten Tag. Am zweiten Tag ca. wird den Muskeln Eiweiß entzogen, um dem Gehirn Zucker zuzuführen. Erst ab Tag drei zieht der Körper die Energie aus den angelegten Fettdepots. Um die Muskeln nicht dauerhaft zu schädigen, nutzen auch Gehirn und Herz zu einem späteren Zeitpunkt diese Fettdepots.

    Schlacke wird bei Diäten und beim Fasten freigesetzt. Diese setzt sich im Bindegewebe ab. Nun schwemmt das natürliche Kalium die Schlacke mit Wasser aus dem Körper und strafft das Gewebe. Zusammen mit Chlor und Natrium werden nun auch der Elektrolythaushalt und der Wasserhaushalt gesteuert.

    Wer sich vorwiegend von Bananen, Brokkoli, Kartoffeln, Spinat oder Vollkornprodukten und Fisch ernährt, nimmt viel Kalium auf. Wer dem Körper während dieser Phase einige Auszeiten gönnt, fördert den Prozess.

    Bewegung gegen die Pfunde

    Wer abnehmen möchte, aber keine Diät oder eine Fastenkur anstrebt, sollte auf die gute alte Methode der Bewegung zurückgreifen. Der Körper beginnt langsam das angebaute Fett abzubauen. Besonders eigenen sich hier Ausdauersportarten wie Schwimmen oder Laufen oder auch Fahrradfahren. Wer sein Sportprogramm drei bis viermal die Woche in den Alltag integriert macht alles richtig. Zwischen den Sportphasen sollte dem Körper auch immer wieder Ruhe gegönnt werden.

    Zusätzlich sollte man zwei bis drei Liter Wasser am Tag trinken. Dies entgiftet den Körper. Wer seine Essgewohnheiten überprüft und diese entsprechend umstellt, wird schnell einen Erfolg erzielen und einige Pfunde verlieren.

    Sich selbst motivieren um das Ziel zu erreichen

    Nach einiger Zeit und einigen gefallenen Pfunden kommt eine gewisse Routine in den Trainingsalltag. Die ist völlig normal, denn der Körper hat sich an die neue Belastung gewöhnt. Nun ist der Zeitpunkt gekommen, an dem man die Trainingseinheiten verlängern und auch Verändern sollte. Wer sich Abwechslung einbaut erzielt wieder Erfolge. Allein ist dies oft schwer, daher empfiehlt es sich zu zweit oder in der Gruppe an die unbeliebten Pfunden ran zu gehen. Durch mehr Spaß lässt sich auch mehr erreichen und nicht der Gewichtsverlust, sondern der gemeinsame Spaß steht im Vordergrund. Außerdem entwickelt man so im Training mehr Kreativität.

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  • Rheuma – Beschwerden am Bewegungsapparat

    Rheuma – Beschwerden am Bewegungsapparat

    Mit „rheuma“ wird im Altgriechischen die Strömung oder der Fluss bezeichnet. In der aktuellen Medizin kommt dieses Wort bei allen Beschwerden am Bewegungsapparat zur Anwendung, wenn der Patient z. B. über ziehende, reißende oder auch fließende Schmerzen klagt, die in der Regel auch die Bewegungsfähigkeit einschränken. In der modernen Medizin spricht man im Zusammenhang mit Rheuma etwas allgemeiner von den „Krankheiten des rheumatischen Formenkreises“.

    Von Rheuma betroffen sein können:

    • die Knochen, dann geht es meistens um Gelenk- und/oder Knochenrheuma, was auch oft als Arthrose bezeichnet wird,
    • die Muskeln einschließlich das mit ihnen verbundene Gewebe, dann spricht man von Weichteilrheuma, hier sind vor allem Myalgien zu nennen,
    • die Organfunktionen aufgrund von Stoffwechselstörungen,
    • die Kollagene, wobei es sich um Bindegewebsrheuma (Kollagenose, Lupus erythematodes) handelt.

    Ursachen und Erscheinungsformen

    Es hat sich gezeigt, dass eine Unterteilung nach den Ursachen, die im Rahmen der Diagnose hoffentlich erkannt werden, sinnvoller ist. Das, was (traditionell) im Volksmund vor allem unter Rheuma verstanden wird, das sind die entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, die man auch als Autoimmun-Störungen bezeichnen kann, das bedeutet, dass das eigene Abwehrsystem z. B. die eigenen Knorpelzellen als fremde Eindringlinge identifiziert und bekämpft. In der IT-Branche wäre so etwas eine Fehlprogrammierung. Zu dieser großen Gruppe von Erkrankungen gehören:

    • Rheumatoide Arthritis, z. B. chronische Polyarthritis,
    • Psoriasis-Arthritis,
    • Spondylitis ankylosans, z. B. Morbus Bechterew,
    • Juvenile idiopathische Arthritis,
    • Reaktive Arthritis,
    • Wegener-Granulomatose, z. B. Morbus Wegener,
    • Kollagenosen, das sind Bindegewebserkrankungen, und Vaskulitiden, das sind entzündliche Gefäßerkrankungen wie Sklerodermie, Lupus erythematodes, Mischkollagenose, Sjögren-Syndrom, Dermatomyositis oder Polymyositis

    Die Arthrose, die medizinisch ebenfalls zu den rheumatischen Erkrankungen gehört, ist dagegen in erster Linie eine degenerative Erkrankung im Sinne eines Verschleißes.

    Auch Stoffwechselstörungen können rheumatische Beschwerden auslösen, die bekanntesten und häufigsten Vertreter sind die Gicht und andere Krankheitsformen, die mit der Ablagerung von Kristallen zu tun haben, die Osteoporose und die Hämochromatose, das ist eine Eisen-Stoffwechselstörung.

    Bei Schmerzen im Bereich der Sehnen und Muskulatur, die sogenannten Weichteile, handelt es sich meistens um den entzündlichen Weichteilrheumatismus „Polymyalgia rheumatica“ oder um eine Entzündung des Muskelgewebes „Polymyositis“.

    Diagnostik

    Eine Diagnose muss immer auf einer gründlichen Anamnese (das eingehende Gespräch zwischen Arzt und Patient) und auf der körperlichen Untersuchung basieren. Für die genauere Einordnung der Erkrankung werden ggf. bestimmte Antikörper im Labortest nachgewiesen und zur genauen Untersuchung des Blutes gehört auch das Aufspüren genetischer Marker.

    In den nächsten Schritten kommen verschiedene bildgebende Verfahren zum Einsatz, z. B. Röntgenaufnahmen (Rheumastatus), Magnetresonanztomografie, Computertomografie oder die Szintigrafie. Mit Hilfe dieser Verfahren wird die Diagnose gesichert, es kann das Stadium der Erkrankung ermittelt werden, und durch Wiederholung ist eine Verlaufskontrolle beim Voranschreiten bzw. bei einer Besserung der Erkrankung möglich.

    Therapien

    Die meisten Krankheiten, die zum rheumatischen Formenkreis gehören, sind vor allem erst mal durch ihre schmerzhaften Symptome gekennzeichnet, wobei die Ursachen in der Regel an ganz anderer Stelle liegen als gerade dort, wo beispielsweise entzündete Fingergelenke sichtbar werden. Zur Zeit werden rheumatische Erkrankungen fast ausschließlich mit Medikamenten behandelt, Kortison als bewährtes Mittel gegen überbordende Entzündungen spielt dabei eine große Rolle.

    Aber eine Änderungen der Lebensweise, und dazu zählt insbesondere eine gesunde, ausgewogene Ernährung, kann eine sehr wichtige unterstützende Maßnahme sein. Als Beispiel sei die Gicht genannt, die auf einem gestörten Purinabbau basiert. Wer also die Zufuhr von Purinen in Form von Innereien, Fleisch, Alkohol drosselt, kommt auf Dauer mit deutlich weniger Medikamenten aus. Man findet übrigens viel Literatur, die die Vorzüge der vegetarischen Ernährungsweise bei Rheuma umfassend begründet.

    Operative Eingriffe, die teilweise kaum zu umgehen sind, ändern aber nichts an der Ursache der Erkrankung. Es gibt auch verschiedene physikalische Therapien, hier sei stellvertretend mal die Kältetherapie genannt, die den Entzündungs- und Schmerzzustand zurück fahren kann, aber auch hier gilt, dass damit die Ursache der Erkrankung nicht beseitigt werden kann.

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  • Kältereize und Bewegung

    Kältereize und Bewegung

    Wenn aus der Bewegung Schmerz wird

    Ein Training des Wärmeregulationssystems härtet den Körper ab und schützt ihn vor den Unbilden des Wetters. Zudem kann es die überempfindlichen Schmerzrezeptoren wetterfühliger Menschen wieder desensibilisieren. Regelmäßige Kaltwasseranwendungen nach Kneipp, Wechselduschen und Saunabesuche bringen die Abwehrkräfte und das Herz-Kreislauf-System in Schwung. Für Arthrose-Patienten ist jedoch Vorsicht geboten. Ihre Gelenke sind geschädigt, so dass die Abhärtung behutsam und dosiert erfolgen muss.

    Ein sanftes körperliches Ausdauertraining verstärkt den Effekt. Bewegung ist für Arthrose-Patienten besonders wichtig: Jeder Schritt regt die Bildung von Gelenkschmiere an und bewirkt, dass diese sich besser verteilt. Das bremst den Knorpelverschleiß. Doch auch hier gilt es, Maß zu halten und sich zwar möglichst viel draußen zu bewegen, die Gelenke dabei aber nicht zu überlasten. Ideal sind Spaziergänge, Nordic-Walking, Ski-Langlauf und Gymnastik. Damit die Kälte erst gar nicht „in die Knochen kriecht“, tragen Sie dabei unbedingt warme Winterkleidung.

    Wärme ist ohnehin das A und O für empfindliche Gelenke. Daher müssen auch die Wohnräume von Arthrose-Patienten angenehm temperiert sein. Wer Gelenkprobleme hat, sollte seine Wohnung stets gut heizen und trocken halten. Versagt die Heizung, hilft dicke Kleidung – oder die Flucht in südliche Länder. Ein Urlaub dort entlastet schmerzgeplagte Menschen. Ein Umzug in mildere Klimazonen dagegen will gut überlegt sein. Denn: Der Körper gewöhnt sich rasch an die neuen Bedingungen und die alten Probleme treten erneut auf.

     

    Dauerhaft ausweichen kann man den Sprüngen zwischen Hochs und Tiefs, Kälte und Wärme also nicht. Und sollten bei extremen Kälteeinbrüchen die erwähnten Maßnahmen nicht helfen, bleibt immer noch die herkömmliche symptomatische Behandlung mittels Wärme- und Schmerztherapie.

    Unterstützung aus der Apotheke

    Chemische Wirkstoffe wie Diclofenac, Ibuprofen oder Proxicam in Salben und Gels lindern Schmerzen und hemmen Entzündungen. Rezeptfreie Schmerzmittel zum Einnehmen enthalten Acetylsalicylsäure, Paracetamol, Ibuprofen, Naproxen oder Diclofenac in niedriger Dosis.

    Pflanzliche Auszüge aus Teufelskralle, Brennnessel, Weidenrinde, Pappel und Goldrute sind ebenfalls zur Hemmung von Schmerzen und Entzündungen gedacht und stehen als Präparate zum Einnehmen zur Verfügung. Für äußerliche Anwendungen eignen sich Salben, Pflaster sowie Badezusätze mit Beinwell, Arnika, Capsaicin oder ätherischen Ölen aus Latschenkiefer, Wacholder oder Rosmarin. Sie fördern die Durchblutung.

    Heiße Kompressen und Umschläge lindern ebenfalls Schmerzen; ebenso warme Bäder mit ätherischen Ölen. Angorawäsche hilft, die Gelenke warm zu halten.

    Nahrungsergänzungsmittel wie beispielsweise Glucosamin, Chondroitinsulfat, Kollagenhydrolysat, Gelatine, Vitamin E oder Omega-3-Fettsäuren sollen den Abbau des

  • Wetterempfindlichkeit – Kältestress für die Gelenke

    Wetterempfindlichkeit – Kältestress für die Gelenke

    Der Winter macht vielen Arthrose-Patienten schwer zu schaffen. Am Frost können sie zwar nichts ändern – aber lernen, besser mit ihm umzugehen.

    Kaltlufteinbrüche im Winter sind in unseren Breitengraden nicht selten. Immer wieder kommt es in den Wintermonaten vor, dass eisige Festlandluft aus Osteuropa nach Deutschland strömt – die Temperaturen stürzen binnen weniger Stunden um mehr als 15 Grad. Derart heftige Kälteeinbrüche machen vor allem Patienten mit Gelenkproblemen Sorgen.

    Viele Millionen Menschen leiden unter Arthrose, einem schmerzhaften, fortschreitenden Gelenkverschleiß. Nach Meinung von Experten reagieren davon zwischen 60 und 90 Prozent empfindlich auf das Wetter. Kaltfeuchte Witterung quält die Gelenke am meisten. Viele Patienten sehen dem Winter deshalb immer mit Bangen entgegen.

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