Schlagwort: Kälte

  • Grippe oder Erkältung – es kommt auf die Symptome an

    Grippe oder Erkältung – es kommt auf die Symptome an

    Es ist wieder so weit, die Grippe hat Deutschland fest im Griff. Die Arztpraxen füllen sich wieder mit Menschen, die husten, niesen und über Kopf- und Gliederschmerzen klagen. Aber nicht alle, die jetzt die Wartezimmer bevölkern, haben tatsächlich eine echte Grippe, viele sind einfach nur erkältet, meinen aber, schwer krank zu sein. Der Bundesverband der Deutschen Internisten hat jetzt eine Art Leitfaden für Patienten herausgegeben, die nicht so genau wissen, ob sie eine Grippe haben oder nur erkältet sind.

    Die Symptome einer Grippe

    Eine Grippe wird immer von Viren ausgelöst und tritt meist schlagartig auf. Wer sich also am Morgen noch topfit gefühlt hat, kann am Nachmittag schon mit hohem Fieber im Bett liegen. Temperaturen von 39° Grad sind bei einer Grippe keine Seltenheit, dazu kommen starke Kopfschmerzen, alle Glieder tun weh und letztendlich gesellen sich auch noch Schnupfen und Husten dazu. Die Betroffenen fühlen sich elend und sehr krank. Bei einer echten Grippe kann der Körper schnell zwei Liter Flüssigkeit verlieren, umso wichtiger ist es, so viel wie möglich zu trinken. Wer die Grippe hat, sollte unbedingt im Bett bleiben und fiebersenkende Mittel sowie Schmerzmittel wie Ibuprofen einnehmen.

    Wie macht sich eine Erkältung bemerkbar?

    Auch eine Erkältung ist eine Virusinfektion, aber die Krankheit beginnt langsam und die Symptome flauen nach wenigen Tagen wieder ab. Den Betroffenen läuft die Nase, sie haben Halsschmerzen, Kopfschmerzen und eventuell auch Gliederschmerzen. Eine Erkältung beeinträchtigt zwar das Wohlbefinden, aber sie ist keine schwere Krankheit. Fieber ist bei einer Erkältung eher selten und auch ein Besuch beim Arzt ist nicht notwendig. Viel Ruhe, viel trinken und ein Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen kann helfen, die Erkältungstage gut zu überstehen. Wenn die Erkältung nach einer Woche nicht abgeklungen ist, dann ist allerdings ein Arztbesuch notwendig, denn dann besteht die Gefahr einer Lungenentzündung.

    Bild: © Depositphotos.com / chepko

  • Plötzliche Ohnmacht – die Angst, die Kontrolle zu verlieren

    Plötzliche Ohnmacht – die Angst, die Kontrolle zu verlieren

    Man kennt das aus vielen Filmen, immer wenn die Situation für die Hauptdarstellerin besonders heikel oder dramatisch wird, dann sinkt sie gekonnt in Ohnmacht. Das, was im Film immer so harmlos aussieht, ist in der Realität für diejenigen, die betroffen sind, alles andere als angenehm. Zwar ist eine plötzliche Ohnmacht in den meisten Fällen harmlos, aber es ist kein gutes Gefühl, das Bewusstsein und damit auch die Kontrolle zu verlieren. Was löst eine Ohnmacht aus und kann man sich davor überhaupt wappnen?

    Welche Ursache kann eine plötzliche Ohnmacht haben?

    Auch die plötzliche Ohnmacht hat einen medizinischen Namen und dieser lautet Synkope. Ärzte sprechen immer dann von einer Synkope, wenn es sich um einen kurzen Ohnmachtsanfall handelt, der nicht länger als ein paar Sekunden dauert. Ausgelöst wird diese kurze Bewusstlosigkeit von einer Durchblutungsstörung im Gehirn, die Ursachen für den Blackout sind aber vielfältig. Ein zu niedriger Blutdruck kann eine plötzliche Ohnmacht zur Folge haben, aber auch eine Schwangerschaft kann eine Synkope auslösen. Nicht immer sind die Ursachen harmloser Natur, hinter einer Ohnmacht kann auch eine ernsthafte Erkrankung stecken.

    Die vier verschiedenen Arten der Ohnmacht

    Wer meint, eine Ohnmacht ist einfach nur ein kurzer Moment der Bewusstlosigkeit, der irrt sich, denn aus medizinischer Sicht gibt es vier verschiedene Arten einer Ohnmacht:

    • Die zerebrovaskuläre Synkope
    • Die vasovagale Synkope
    • Die orthostatische Synkope
    • Die kardiale Synkope

    Die häufigste Form, die eine plötzliche Ohnmacht auslöst, ist die orthostatische Synkope, die immer dann eintritt, wenn der Kreislauf für einen kurzen Moment zusammenbricht. Der Mangel an Flüssigkeit kann diese Ohnmacht auslösen, auch wer einen niedrigen Blutdruck hat und dann von einer liegenden oder sitzenden Position zu schnell aufsteht, der muss damit rechnen, umzufallen. In diesem Augenblick sackt das Blut in die Beingefäße und das Gehirn bekommt nicht mehr genug Sauerstoff. Kommt es zu einer vasovagalen Synkope, dann ist eine starke Reflexreaktion des Körpers die Ursache. Stress, Angst, heftige Schmerzen und Kälte, aber auch Freude oder eine schlechte Nachricht können für eine solche plötzliche Ohnmacht sorgen.

    Die gefährliche Variante

    Wer vor Freude in Ohnmacht fällt, der wird die kurze Bewusstlosigkeit wahrscheinlich gerne in Kauf nehmen. Wenn es sich jedoch um eine kardiale Synkope handelt, dann wird es gefährlich. Eine solche Ohnmacht wird immer von einer Störung der Herzfunktion ausgelöst, vielfach sind es Herzrhythmusstörungen, die einen gefährlichen Einfluss auf den Blutkreislauf haben. Auch eine Veränderung in der Struktur des Herzgewebes kann eine plötzliche Ohnmacht auslösen. Das Gefährliche ist hierbei, dass das Herz während einer kardialen Synkope einfach stehenbleibt. Meist geschieht das ohne vorherige Anzeichen und nicht alle wachen aus dieser Ohnmacht wieder auf. Wenn das der Fall ist, dann handelt es sich um den plötzlichen Herztod, auch Sekundentod genannt.

    Das Anzapfphänomen

    Die zerebrovaskuläre Synkope wird auch das Anzapfphänomen genannt und kommt nicht so häufig vor. Bei einem Anzapfphänomen handelt es sich um den Verschluss eines Gefäßes im Gehirn, was zu einer Unterversorgung mit Sauerstoff im umliegenden Gewebe führt. Dieses Gewebe sucht sofort nach einer anderen Sauerstoffquelle und zapft einfach ein anderes Gefäß in der Nähe an. Wird aber Blut aus einem anderen Gefäß abgezapft, dann entsteht auch dort eine Unterversorgung und es kommt zu einer kurzen Ohnmacht. Ganz so harmlos wie es klingt, ist eine zerebrovaskuläre Synkope leider nicht, denn ein Gefäßverschluss im Gehirn kann schwerwiegende Folgen haben.

    Wie sollte man bei einer Ohnmacht reagieren?

    Auf eine plötzliche Ohnmacht kann keiner reagieren, aber es gibt Anzeichen, die auf eine Ohnmacht hinweisen. Übelkeit oder Schweißausbrüche gehören dazu, aber auch Ohrensausen, Sehstörungen oder ein Schwindelgefühl. Wenn diese Symptome auftreten, dann ist es wichtig, den Kopf flach und die Beine hoch zu lagern, damit das Blut zurück in den Kopf fließen kann.

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  • Sportlich trotz Kälte – sieben Wintersportarten im Test

    Sportlich trotz Kälte – sieben Wintersportarten im Test

    Schnee, Eis und Dunkelheit sorgen dafür, dass viele zu Sportmuffeln mutieren. Es fehlt an der nötigen Motivation und auch die Angst, dass die eisige Kälte der Gesundheit schaden könnte, hält viele davon ab, im Winter sportlich aktiv zu werden. Aber der Winter ist keine Ausrede, wenn es um Bewegung geht und es gibt viele Wintersportarten, die auch noch Spaß machen, wenn der Schnee leise vom Himmel rieselt und die Eiszapfen Lichterkette von der Dachrinne hängen.

    Fit für den Frühling mit Skilanglauf

    Wer sich die Langlaufskier unterschnallen will, der muss für seinen Sport nicht in die Alpen, um dort in die gespurten Loipen zu gehen, Skilanglauf ist auch im heimischen Winterwald möglich. Besonders für Jogger ist der Skilanglauf eine der Wintersportarten, die eine Alternative zum Laufen darstellt, denn die gleitenden Bewegungen der Knie und Hüfte ähnelt dem Laufen. Wichtig ist die passende Kleidung, wie bei allen anderen Wintersportarten. Für Skilangläufer sind zwei dünne Jacken und darüber eine warme Windjacke optimal und auch bei den Hosen gilt der Zwiebellook.

    Curling – die exotischste der Wintersportarten

    Curling hat für viele Zuschauer wenig von einer typischen Wintersportart, trotzdem erfreut sich das Eisstockschießen nicht nur in den Alpenregionen großer Beliebtheit. Curler sind immer an der frischen kalten Winterluft, sie bewegen sich und sie müssen für ihren Sport eine gute Koordination und ein noch besseres Gleichgewichtsgefühl mitbringen.

    Perfekt für die Muskeln – Eislaufen

    Alle, die nach dynamischen Wintersportarten suchen, sollten aufs Eis gehen, denn auf dem Eis werden vor allem die Beine und der Po trainiert. So wachsen nicht nur die Muskeln, auch um Ausdauer aufzubauen, ist Eislaufen der optimale Sport. Zudem wird das Gleichgewicht trainiert und wer fit ist, der sollte zwischen 20 und 30 Minuten am Tag aufs Eis gehen und Tempo machen.

    Der ideale Wintersport für Athleten – Klettern

    Wer seinen ganzen Körper trainieren will, der sollte zum Klettern gehen, denn Klettern fordert jeden Muskel. Klettern gehört zu den athletischen Wintersportarten und verlangt ein hohes Maß an Konzentration und Beweglichkeit, aber wer Klettern zu seiner Sportart im Winter machen will, der sollte körperlich fit sein.

    Tanzen ist Trumpf

    Tanzen ist weitaus mehr als nur rhythmische Bewegung zur Musik, Tanzen ist eine der Wintersportarten, die bis ins hohe Alter ausgeübt werden können. Wer Musikgefühl hat, der kann auch eine flotte Sohle aufs Parkett legen, welcher Tanz dabei bevorzugt wird, spielt bei diesem sportlichen Hobby keine Rolle. Step-Dance und Zumba sind perfekt für die sportlichen Tänzer, wer mehr Spaß an eher ruhigen Tanzart hat, der sollte die Klassiker unter den Tänzen, den Walzer oder den Foxtrott wählen. Schon eine Stunde zu tanzen ist so effektiv wie eine Stunde Joggen, und Kalorien werden dabei auch noch verbrannt.

    Schwimmen – der beste Ausgleichssport im Winter

    Schwimmen gehört nicht nur zu den gesündesten Wintersportarten, Schwimmen ist generell eine Sportart, die gesund wie kaum eine andere ist. Wer richtig trainieren möchte, der sollte 300 bis 500 Meter schwimmen, denn nur dann werden die Arme und der Oberkörper perfekt trainiert. Das Schöne am Schwimmen ist, dass sich der Körper nach dem Sport sehr schnell wieder erholt, denn durch die horizontale Lage im Wasser werden alle Gefäße immer sehr gut durchblutet.

    Wintersportarten Kraftvoll und schnell – Tennis und Squash

    Wenn es um Schnelligkeit, Kraft und Ausdauer geht, dann sind Tennis und Squash wunderbare Sportarten für die Wintermonate. Das schnelle Squash ist aber besonders für Anfänger anstrengend und sie sollten einen langsamen Ball wählen, um das Tempo moderat zu halten. Wer mit dem Tennisspielen beginnen will, der sollte auf einem Ascheplatz spielen, denn Kunstrasen macht den Ball sehr schnell. Tischtennis ist hingegen perfekt für alle Sportmuffel, die immer wieder eine andere Ausrede finden, um sportlich nicht aktiv zu werden.

    Bild: © Depositphotos.com / artcasta

  • Rätselhafte Zahnerkrankung

    Bei vielen Kinder bröckeln die Zähne weg – Frühzeitige Diagnose wichtig

    Baierbrunn (ots) – Die Kinder in Deutschland haben zwar immer weniger Karies – dafür leiden viele unter einer anderen Zahnerkrankung: Wegen der Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH) bröckeln ihre Zähne weg, wie das Apothekenmagazin „Baby und Familie“ berichtet. MIH gefährdet vor allem die ersten bleibenden Backenzähne, die zwischen dem sechsten und achten Lebensjahr durchbrechen. Manchmal sind auch die Schneidezähne geschädigt. Typisch für MIH: Die Zähne sind empfindlich, reagieren auf Hitze und Kälte sowie Berührungen. Heilen kann man diese Störung der Schmelzbildung nicht. „Aber je früher man die Diagnose stellt, umso eher kann man die betroffenen Zähne mit verschiedenen Maßnahmen retten“, sagt Professorin Katrin Bekes von der Universitätszahnklinik Wien. 

    Dieser Beitrag ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei. 

    Das Apothekenmagazin „Baby und Familie“ 1/2016 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben. 

     

    Pressekontakt: Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459 E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de www.wortundbildverlag.de www.baby-und-familie.de

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/54201/3217857
  • Abhärtung für Frostbeulen

    Anpassungsfähigkeit der Gefäße an kühles Wetter sollte trainiert werden

    Baierbrunn (ots) – Gezielte Kältereize können helfen, sich abzuhärten und sich gegen Schnupfen, Husten und Co. zu wappnen. Das gilt vor allem für „Frostbeulen“, die sich den ganzen Tag in angenehm temperierten Räumen aufhalten. „Sie bibbern schon, wenn sie im Winter nur vor die Tür gehen“, sagt Dr. Hans-Jörg Ohlert, medizinischer Leiter der Kneippschen Stiftungen in Bad Wörishofen, im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. Diese Sensibelchen sollten dem Experten zufolge die Anpassungsreaktion des Körpers mit milden Reizen Schritt für Schritt steigern. Denn wer Kältereize nicht gewohnt sei und sich morgens unter die eisige Dusche stelle oder nackt in den frisch gefallenen Schnee hinausrenne, werde nicht fitter, sondern erst einmal krank. Untrainierten rät der Kneipp-Arzt daher, mit Wechsel-Fußbädern oder -Armbädern anzufangen, um ihre Kältetoleranz zu verbessern. Später folgen kalte Teilgüsse auf Füße, Knie, Oberschenkel und Arme. 

    Dieser Beitrag ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei. 

    Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ 1/2016 A liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben. 

     

    Pressekontakt: Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459 E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de www.wortundbildverlag.de www.apotheken-umschau.de

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/52678/3217009
  • So gefährlich kann eine verschleppte Erkältung werden

    So gefährlich kann eine verschleppte Erkältung werden

    Die Nase trieft, der Hals schmerzt und der Husten will einfach nicht besser werden. Diese Symptome sind typisch für eine Erkältung, die für viele Menschen lediglich ein lästiges Übel, aber keine ernst zu nehmende Krankheit ist. Sie gehen weiter zur Arbeit, zum Sport und gönnen sich keine Ruhe, aber sie wissen vielfach nicht, was eine verschleppte Erkältung für Auswirkungen haben kann. Wer seine Erkältung nicht richtig und vor allem nicht gründlich auskuriert, der gefährdet unter anderem sein Herz, seine Lunge und sogar sein Gehirn.

    Wie lange dauert eine Erkältung?

    Der bekannte Spruch: „Eine Erkältung dauert mit Arzt eine Woche und sieben Tage ohne ihn“ gilt nicht mehr, denn von den ersten Symptomen bis zur vollständigen Genesung vergehen neun Tage. Die meisten Menschen, die einen Schnupfen haben, sind allerdings der Meinung, dass nach vier Tagen alles wieder im Lot ist. Eine verschleppte Erkältung kann die Folge sein, denn wer sich nicht auskuriert, sich zu schnell wieder körperlich anstrengt und den Stress wieder zum Teil des Alltags macht, der riskiert seine Gesundheit. Unmittelbar nach einer Erkältung sollten Sport und Treppensteigen kein Thema sein, denn das kann fatale Folgen haben.

    Eine verschleppte Erkältung schadet dem Herzen

    Eine verschleppte Erkältung kann eine Entzündung des Herzmuskels auslösen. Das Immunsystem ist noch schwach und das macht es dem Erreger, den sogenannten Coxsackie-Viren leicht, über das Blut bis zum Herzen zu gelangen und dort den Muskel zu beschädigen. Das Gefährliche an einer Herzmuskelentzündung ist, dass es keine eindeutigen Symptome gibt. Wer allerdings Probleme beim Treppensteigen hat, wer beim Spaziergang schnell aus der Puste kommt oder auch schon kleinste Anstrengungen als Belastung empfindet, der sollte einen Arzt aufsuchen. Viele, die eine Erkältung verschleppt haben, fühlen sich krank, sie haben Schmerzen in der Brust und in den Gliedern, der Herzschlag ist unregelmäßig und wenn die Betroffenen nicht rechtzeitig behandelt werden, dann kann ein entzündeter Herzmuskel zum Tod führen. Neben der Herzmuskelentzündung, der Myokarditis, stellt auch eine Endokarditis, eine bakterielle Entzündung der Aortenklappe eine große Gefahr dar, denn auch sie kann durch eine verschleppte Erkältung entstehen.

    Auch eine Lungenentzündung ist möglich

    Eine verschleppte Erkältung kann auch die Lunge angreifen, denn während einer Erkältung funktionieren die feinen Verästelungen der Lungen nicht mehr richtig. Das macht es dem Erreger sehr einfach, sich in der Lunge ungehindert auszubreiten. In der Folge kann es zu Entzündungen der Bronchien und der Lungenbläschen kommen, vielfach leiden die Betroffenen auch unter starken Bauchschmerzen. Wenn das der Fall ist, dann ist die Lungenentzündung meist schon relativ weit fortgeschritten. Starker Husten, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Fieber können die ersten Anzeichen dieser Erkrankung sein.

    So gefährlich ist eine verschleppte Erkältung für das Gehirn

    Eine verschleppte Erkältung birgt noch eine sehr große Gefahr. Wer nach einer Woche Erkältung plötzlich starke Kopfschmerzen bekommt, und wenn sich zudem auch noch der Nacken versteift, dann sollte ohne Umwege sofort ein Arzt ausgesucht werden, denn diese Symptome deuten auf eine Gehirnhautentzündung hin. Der Auslöser für eine Meningitis ist ein Bakterium, das durch die Nasennebenhöhlen in die Blutbahn gelangt und sich dann in der empfindlichen Hirnhaut festsetzt. Eine solche Hirnhautentzündung muss unverzüglich mit Antibiotika behandelt werden, denn wenn das nicht geschieht, dann führt eine Meningitis zum Tod. Vor allem bei Kindern ist eine Hirnhautentzündung lebensgefährlich, denn Kinder können Schmerzen nicht genau lokalisieren. Wenn ein Kind über Kopfschmerzen klagt, dann denken die wenigsten Eltern an eine Hirnhautentzündung.

    Wer sich erkältet hat, der sollte den vermeintlich harmlosen Schnupfen nicht auf die leichte Schulter nehmen. Es ist auf jeden Fall sinnvoll, die Erkältung gut auszukurieren, das Bett zu hüten und sich nicht anzustrengen, denn eine verschleppte Erkältung kann gravierende Folgen für die Gesundheit haben.

    Bild: © Depositphotos.com / alexraths