Schlagwort: Kaiserschnitt

  • Welche Folgen hat ein Kaiserschnitt?

    Welche Folgen hat ein Kaiserschnitt?

    Steht die Geburt des Kindes an, dann kann die Mutter grundsätzlich zwischen der natürlichen Art und dem Kaiserschnitt entscheiden. Letzteres war früher eher die Ausnahme, heute ist es nicht mehr der Fall. Im Durchschnitt kommt ein Drittel mit dieser Methode zur Welt. Kritiker halten allerdings nicht viel vom Schnitt im Bauch, denn es sei „unnatürlich“ und beeinträchtigt zudem die Gesundheit des Säuglings. Stimmt es tatsächlich, dann ist der Rat zum Kaiserschnitt ganz klar fragwürdig. Doch gibt es dieses Risiko wirklich und welche Beweise hat man?

    Risiko für Übergewicht leicht erhöht

    Laut Studien ist es so, dass Kinder, die per Kaiserschnitt das Licht der Welt erblickten, später eher übergewichtig sind. Die Wahrscheinlichkeit ist zwar nur geringfügig höher, doch sie ist zumindest vorhanden. Eine große Aufmerksamkeit sollte man diesem Ergebnis aber nicht schenken, die Studien können nämlich nicht bestätigen, dass der Grund dafür der Schnitt im Bauch ist. Es können also auch andere Faktoren wie Erziehung und Essen schuld sein.

    Des Weiteren müssen übergewichtige Kinder/Erwachsene nicht automatisch krank sein. Die Ursache in der Art der Geburt zu suchen ist demnach falsch, man sollte viel eher aufs Essensverhalten schauen und ausreichend Bewegung/Sport garantieren.

    Bislang kein eindeutiges Ergebnis

    Die Mythen rund um die Folgen des Kaiserschnitts sind groß, so sollen Kinder später eher an Typ 1 Diabetes, Allergien oder an Asthma erkranken. Zwischen den Vermutungen und richtigen Beweisen gibt es aber zum jetzigen Zeitpunkt eine große Lücke, man kann also den Verdacht nicht bestätigen. Studien zu diesem Thema zeigen zwar nicht das Gegenteil, aber ihre Durchführung ist bislang problematisch und nicht aussagekräftig genug. In Zukunft müssen weitere Studien her, die sich mehr an die wissenschaftlichen Kriterien halten.

    Unterm Strich verfügt man bis jetzt über keine Erkenntnisse, welche langfristigen Auswirkungen ein Kaiserschnitt hat. Demnach kann auch keine Empfehlung oder der Rat zur Ablehnung gegeben werden. Besser sieht es bei den kurzfristigen Auswirkungen aus, denn hier weiß man, dass Kinder nach einer Schnittentbindung eher mit Atemproblemen kämpfen. Ganz ungefährlich ist die ganze Sache also nicht. Wer also die Wahl hat, der sollte aufgrund fehlender Studien zur herkömmlichen Geburt greifen.

     

    [content-egg-block template=offers_list Kopie]

  • Wenn Sex bei Frauen Schmerzen verursacht

    Wenn Sex bei Frauen Schmerzen verursacht

    Sex zählt bei vielen, ganz gleich ob Mann oder Frau, zur schönsten Nebensache der Welt. Doch die weibliche Lust kann mitunter durch Schmerzen im Intimbereich beeinträchtigt werden. Dabei kann langfristig gesehen das Sexualleben darunter leiden.

    Vor einer dieser Problematiken stand mit Sicherheit schon die ein oder andere Frau. Je nachdem zumindest einmal in ihrem Leben oder sie wird es noch erleben.
    Schmerzen beim Sex sind gar nicht einmal so selten und es verstecken sich dahinter die unterschiedlichsten Ursachen, wobei einige doch überraschen.

     

    Was kann Schmerzen beim Sex verursachen?

    Meist sind hierfür Gründe verantwortlich, die sich sehr häufig in irgendeiner Form umgehen lassen, wenn man sie denn richtig deutet und entsprechend darauf Einfluss nimmt.

    Zur Erklärung: Die Scheide ist kurz nach der Menstruation oft sehr empfindlich, weil sich der pH-Wert des Scheidenmilieus durch die Blutung verändert. Die Schleimhäute sind nicht so gut durchblutet oder gar trocken, sodass die Reibung und Berührung sehr häufig als unangenehm und sogar schmerzhaft empfunden wird.

    Auch bestimmte Stellungen können bei der Frau Schmerzen verursachen, etwa wenn der Penis an den Gebärmutterhals anstößt. Hier kann aber beispielsweise mit einem Stellungswechsel Erleichterung geschaffen werden oder es müssen weitere Vorkehrungen und Absprachen getroffen werden.

    Doch was macht man, wenn der Sex regelmäßig wehtut? Dann gilt es die Ursachen genau zu erforschen, und Abhilfe zu schaffen.

     

    Schmerzen nach der Geburt

    Eine Geburt ist ein Ereignis, das den weiblichen Körper sehr stark verändert. Viele Frauen stellen sich die Frage, wie es sich anfühlt, wenn man zum ersten Mal nach der Entbindung wieder intim wird, und gehen die Sache schon von vornherein eher vorsichtig an. Viele haben auch einfach schlichtweg Angst vor dem ersten Mal nach den Geburtsstrapazen. Grundsätzlich sollte man auch aus ärztlicher Sicht in den ersten Wochen nach der Geburt auf Sex verzichten, da das Infektionsrisiko in diesem Zeitraum noch sehr hoch ist und man auch von einer weiteren Schwangerschaft nicht gefeit ist.

    Ob Dammschnitt oder Kaiserschnitt – bis sich die Hormone im weiblichen Körper wieder umgestellt haben, vergeht eine gewisse Zeit, die man sich auch zugestehen sollte. Die Scheide ist kurz nach der Geburt viel empfindlicher, die Schleimhäute dünner und reagieren auf Berührungen meist noch sehr empfindlich. Es kann hier bereits durch leichte Verletzungen ein unangenehmes Brennen verursacht werden.

    Aber schon nach einigen Wochen bauen sich die Scheidenzellen selbst wieder auf. Die Haut wird elastischer, dicker, ist nicht mehr so empfindlich, wird aber gleichzeitig auch wieder empfindsamer für Berührungen.

    Abhilfe und Linderung können beim Aufbau diverse Gele mit Vitamin E oder Hopfenextrakten, sowie handelsübliche Gleitgele verschaffen, die gleichzeitig die Regeneration unterstützen.

     

    Schmerzen durch Infektionen

    Die Schleimhaut ist gerötet, geschwollen und sehr trocken – dahinter kann sich eine Pilzinfektion verbergen. Aber es können zum Beispiel auch die „Bartholindrüsen“ (Drüsen der großen Schamlippen) entzündet sein und zu schmerzhaften Problemen führen. Oft sind es auch die doch recht häufig vorkommenden Geschlechtskrankheiten, wie Chlamydien, Genitalwarzen oder Herpes, die für die Schmerzen verantwortlich gemacht werden können. Was auch recht häufig auftreten kann, sind lästige und schmerzhafte Blasenentzündungen oder aber Infektionen der Eierstöcke.

    Diese Beschwerden gehören allesamt in die Hände von einem erfahrenen Arzt, der die Diagnostik und die entsprechende Behandlung vornehmen kann. Daher sollte man nicht allzu lang zögern und rechtzeitig einen Arzttermin vereinbaren. Gegebenenfalls muss der Partner bei einer Geschlechtskrankheit gleich mitbehandelt werden, um eine neuerliche Ansteckung zu vermeiden.

    Ist die Infektion bakterieller Art, helfen Substanzen, die lokal angewendet werden und die vorhandenen Keime und Pilze zuverlässig abtöten. Bei hartnäckigen Infektionen werden in der Regel Antibiotika verschrieben.

     

    Schmerzen durch Allergien

    Selbst Allergien können eine Ursache sein, dass der Sex für die Frau zur Belastung wird. Ähnlich wie bei einem Heuschnupfen, der die Nasenschleimhaut oder Bronchien anschwellen lässt, kann eine Allergie auch die Scheidenschleimhaut anschwellen lassen und die Scheide unangenehm reizen. Eine sehr häufige Allergieform ist die sogenannte Kontaktallergie, die durch unterschiedlichste Substanzen in Verhütungszäpfchen, Intimsprays oder durch bestimmte Kondomsorten ausgelöst werden kann.

     

    Schmerzen durch Unterleibsprobleme

    Oft ist der Schmerz auch nur als Druck im Beckenbereich zu lokalisieren. Dies kann ein erster Hinweis auf eine Erkrankung der Eierstöcke, des Gebärmutterhalses oder der Gebärmutter sein. Oft verstecken sich hier Myome oder Eierstockzysten, die zwar gutartig sind, aber den Sex massiv beeinträchtigen können, da sich die Scheide durch diese Wucherungen „verformt“ hat oder zudem die Gebärmutter vergrößert ist.

    Auch diese Art der körperlichen Beschwerden sollte von einem Frauenarzt untersucht werden. Dabei darf man keine Scheu haben und den Arzt gezielt darauf ansprechen. Sehr häufig kann bei rechtzeitiger Behandlung eine einfache und zufriedenstellende Lösung durch eine medikamentöse oder operative Methode gefunden werden.

     

    Schmerzen durch ungeeignete Unterwäsche

    Frauen, und auch Männer, lieben schöne Unterwäsche. Die einen tragen sie gern, die anderen sehen sie gern an. Doch gerade enge Slips und Stringtangas mit viel Spitzenbesatz enthalten häufig synthetisch hergestellte Fasern, die bei Bewegung scheuern und im Intimbereich zu vermehrter Schweißbildung führen, was wiederum zu Infektionen führen kann. Besonders schwarze und dunkel gefärbte Reizwäsche reizt die Haut aufgrund der verwendeten Farbstoffe.

    Zusätzlich zur unpassenden Unterwäsche stellen auch die beliebten Slipeinlagen bei regelmäßiger Nutzung eine Gefahr dar, weil sie die Schleimhäute austrocknen und die Feuchtigkeit der Scheide aufsaugen. Dies hat ebenfalls in vielen Fällen eine Reizung der empfindlichen Haut zur Folge.

    Um das Scheidenmilieu in einem gewissen Gleichgewicht zu halten, sollten Frauen, die Schmerzen beim Sex haben, zwingend auch auf spezielle Intimlotionen oder scharfe Duschgels verzichten. Als Alternative eignen sich hier Produkte ohne Duftstoffe oder mit einem sauren PH-Wert. Diese werden in allen Apotheken angeboten.

     

    Schmerzen psychischer Natur

    Sex ist bei vielen Frauen auch eine Kopfsache. Gerade wenn es in der Partnerschaft Probleme gibt, bleibt die eigene Lust zunehmend auf der Strecke oder die Schmerzen beim Sex verstärken sich. Doch warum ist das so?

    Meist stecken hierbei unbewusste Konflikte mit dem Partner oder dem eigenen Körper dahinter. Man kann sich nicht entsprechend fallen lassen und hat Angst vor körperlicher Nähe und intimen Berührungen. In einigen Fällen sind auch schlechte Erfahrungen in der Kindheit oder in vorangegangenen Beziehungen die Ursachen. Hier hilft es nur, sich dem Partner mitzuteilen und offen darüber zu sprechen. Es können aber auch professionelle Verhaltenstherapien bzw. Psychotherapien Erfolg versprechend sein, wenn sich ansonsten keine körperlichen Ursachen finden lassen.

    Man liest auch sehr häufig vom sogenannten Scheidenkrampf, der Sex unmöglich machen soll. Dass die Scheide den Penis so fest umschließt und nicht mehr loslässt, ist allerdings wohl eher ein Mythos. Bei einem Scheidenkrampf ist es so, dass sich das vordere Drittel der Scheide verkrampft und sich die Beckenbodenmuskulatur verspannt, sodass der Penis nicht mehr in die Scheide eindringen kann. Hier spricht man medizinisch gesehen von einem Vaginismus.

    Auch hier spielt die Psyche eine entscheidende Rolle; etwa wenn die Frau schon vor dem eigentlichen Akt Angst vor eventuell auftretenden Schmerzen hat oder aber bei einer vaginalen Untersuchung schon einmal schlechte Erfahrungen machen musste. Diese Angstzustände speichert das Gehirn und der Körper verkrampft in diesen Situationen extrem.

    Vaginismus ist grundsätzlich gut zu behandeln. Neben einer Sexualtherapie haben sich auch spezielle Beckenbodentrainingseinheiten bewährt, die die Muskulatur wieder entspannen lässt.

     

    Ein erfülltes Sexleben ohne Schmerzen sollte das Ziel sein

    Ist die Frau den Ursachen der Schmerzen beim Sex erst einmal auf den Grund gegangen und konnte erfolgreich Abhilfe verschaffen, dann steht einem erfüllten Sexleben und einer glücklichen Beziehung langfristig gesehen auch nichts mehr im Weg. Man kann so auch als Frau einfach nur Spaß am Sex haben und genießen.

     

    [content-egg-block template=offers_list]

  • Zahl der Crystal Meth Babys steigt drastisch an

    Zahl der Crystal Meth Babys steigt drastisch an

    In Sachsen ist die Zahl der Kinder, die von der Modedroge Crystal Meth geschädigt sind, in den letzten Monaten drastisch angestiegen. Immer mehr Babys werden als Süchtige geboren, meldet die Uniklinik in Dresden, aber auch die Zahl der Konsumenten hat stark zugenommen. Das Methamphetamin kommt vor allem aus dem benachbarten Tschechien.

    Nur wenige machen einen Entzug

    Es sind beunruhigende Zahlen, die aus Sachsen kommen. Seit 2007 steigt die Zahl der Föten und Neugeborenen, die durch die synthetische Droge geschädigt wurden, sehr stark an. Alleine im Regierungsbezirk Chemnitz liegt der Anstieg bei mehr als 400 %, im Regierungsbezirk Leipzig sind es 800 % und im Regierungsbezirk Dresden sogar 1000 %. Alleine in den letzten drei Jahren kamen auf 35.000 Geburten pro Jahr zwischen 160 und 180 Crystal Meth Babys, das sind allerdings nur die offiziellen Zahlen, die Dunkelziffer dürfte noch weitaus höher sein.

    Das Leid der Kinder

    Die meisten abhängigen schwangeren Frauen geben ihre Sucht nicht an, wenn sie zur Entbindung in die Klinik kommen, wie stark die Sucht ist, wird vielfach erst im Kreißsaal deutlich. Die Frauen sind nicht in der Lage, bei der Geburt mitzuarbeiten, die Kinder müssen vielfach durch einen Kaiserschnitt geholt werden und sind nach der Geburt auffallend unruhig oder leiden unter Krampfanfällen. Frauen, die unter dem Einfluss von Crystal Meth entbinden, haben ein eher geringes Schmerzempfinden, sie sind aber vielfach sehr aggressiv und müssen nicht selten ruhig gestellt werden.

    Zu klein und zu leicht

    Nicht alle Kinder, die von einer süchtigen Mutter zur Welt gebracht werden, leiden unter neurologischen Schäden, aber die meisten der Crystal Meth Babys sind deutlich zu leicht, sie sind klein und haben vielfach einen viel zu kleinen Kopf. Mediziner vermuten, dass die Kinder, die bereits süchtig geboren werden, im späteren Leben einer großen Gefahr ausgesetzt sind, selbst süchtig zu werden.

    Bild: © Depositphotos.com / enterlinedesign

  • Schwanger mit 40 – Chance oder Risiko?

    Schwanger mit 40 – Chance oder Risiko?

    Was noch vor 50 Jahren unmöglich schien, ist heute keine Seltenheit mehr – eine späte Schwangerschaft. Als Spätgebärende gelten alle Frauen, die 40 Jahre oder älter sind und ein Kind erwarten. Auch wenn es heute aus medizinischer Sicht kaum noch ein Problem darstellt, die Risiken einer späten Schwangerschaft sind deutlich größer als bei einer Frau, die mit Mitte 20 ein Kind bekommt. Schwanger mit 40 – immer mehr Frauen entscheiden sich erst spät für ein Kind und das aus unterschiedlichen Gründen. Was spricht für eine späte Schwangerschaft und was dagegen?

    Zuerst die Karriere

    Anders als in früheren Zeiten sind viele Frauen nicht mehr nur Hausfrau, sie entscheiden sich für die Karriere und verschieben den Kinderwunsch nach hinten. Auch wenn der richtige Mann noch nicht gefunden wurde, dann muss das Wunschkind warten. Die biologische Uhr tickt jedoch unbeirrt weiter und mit dem Wissen, dass die Chancen, schwanger zu werden, immer weiter sinken, fällt dann die Entscheidung, ein Kind zu bekommen. Schwanger mit 40 – das ist nach Ansicht von Experten heute kein Problem mehr, aber 40 ist so etwas wie eine Grenze, denn nach dem 45. Lebensjahr ist es kaum noch möglich, mit den eigenen Eizellen schwanger zu werden. Viele Frauen, die zu diesem Zeitpunkt schwanger werden möchten, müssen sich einer Hormonbehandlung unterziehen, bei anderen klappt es aber auch auf natürlichem Weg.

    Schwanger mit 40 – was spricht dafür?

    Schwanger mit 40, das bedeutet, die Mutter ist reifer, sie ist abgeklärter, sie hatte Zeit sich zu entwickeln und sie ist in der Regel auch finanziell abgesichert. Die meisten Frauen, die in diesem Alter Mutter werden, leben schon lange mit einem Partner zusammen, das Paar kennt seine Schwächen, seine Stärken und bildet ein gutes Team als Grundlage für eine Familie. Studien haben gezeigt, dass Frauen, die mit 40 schwanger werden, gebildeter sind als sehr junge Mütter, sie entscheiden sich sehr bewusst für ein Kind und kennen die Risiken.

    Schwanger mit 40 heißt für Paare, sie konzentrieren sich mehr auf ihr Kind als jüngere Eltern das tun, denn sie hatten bereits die Zeit zu reisen, Partys zu feiern, das Leben zu genießen, sich weiterzubilden und Erfahrungen zu sammeln. Frauen, die mit Mitte 20 schwanger werden, setzen sich zudem unter Druck, sie wollen alles richtig machen, sie wollen perfekt sein und stehen häufig stark unter Stress. Eine Frau von 40 ist gelassener, ruhiger, sie weiß die wichtigen von den unwichtigen Dingen zu unterscheiden, und diese Gelassenheit überträgt sich auch auf das Kind. Kinder von älteren Müttern wachsen deutlich entspannter auf und sie sind in vielen Dingen weiter als andere Kinder in ihrem Alter.

    Was spricht gegen Schwanger mit 40?

    Schwanger mit 40 – der größte Nachteil ist hier die medizinische Komponente, denn ab dem 35. Lebensjahr nimmt die Chance auf natürlichem Weg schwanger zu werden, immer weiter ab. Rein theoretisch ist eine Frau, die mit 40 schwanger wird, nur noch 15 Jahre von den Wechseljahren entfernt und die Anzahl der Eizellen sinkt von Jahr zu Jahr. Ein großes Risiko besteht darin, dass die Eizellen, die dann noch zur Verfügung stehen, nicht selten Chromosomendefekte haben und so die Gefahr stetig ansteigt, eine Fehlgeburt zu erleiden.

    Ist das 40. Lebensjahr erreicht, dann geht es mit der Fruchtbarkeit rapide bergab. Schwanger mit 40 heißt: Die Chance, auf natürlichem Weg ein Kind zu empfangen, liegt bei rund 25 %, ist die Frau 43 Jahre alt, dann liegt die Chance bei zehn Prozent, mit 46 nur noch bei 1,6 %. Auch die Zahl der Fehlgeburten steigt an. So verlieren rund 24 % der Frauen, die mit 40 Jahren schwanger werden, ihr Kind in den ersten drei Monaten, bei Frauen, die 43 sind, liegt die Gefahr bei 38 % und schon ein Jahr später ist das Risiko einer Fehlgeburt bei 54 %.

    Schwanger mit 40 ist ein bisschen wie Lotto spielen, man hofft auf einen Treffer und wird meist enttäuscht. Das gilt auch dann, wenn sich die Frau einer Hormonbehandlung unterzieht, denn es gibt keine Garantie, dass es mit der Schwangerschaft klappt. Schwanger mit 40 ist doppelt riskant, wenn auch der Partner schon älter ist. Zwar sind Männer auch mit 70 Jahren physisch noch in der Lage, ein Kind zu zeugen, aber mit zunehmendem Alter lässt die Qualität der Spermien nach und es gibt ein höheres Risiko für genetische Defekte beim Kind.

    Was bedeutet die späte Schwangerschaft fürs Kind?

    Schwanger mit 40 lässt die Gefahr für einen zu hohen Blutdruck und Diabetes um das Doppelte ansteigen, als bei Frauen der Fall ist, die mit 20 schwanger werden. Auch die Wahrscheinlichkeit eines Gendefekts steigt, und zwar auf 1 : 110, dass das Kind mit einem Down-Syndrom zur Welt kommt. Deshalb gehören Untersuchungen wie eine Amniozentese und eine Chorionbiopsie bei älteren Frauen mittlerweile fast schon zum Standard. Schwanger mit 40 heißt auch, dass das Kind wird mit großer Wahrscheinlichkeit mittels eines Kaiserschnitts zur Welt kommen, zudem haben viele Babys ein zu kleines Geburtsgewicht und leider steigt auch das Risiko einer Totgeburt.

    Nicht immer bedeutet schwanger mit 40 auch Risiko und Gefahr, die meisten Schwangerschaften verlaufen ohne Probleme und die späten Mütter bringen ein gesundes und normalgewichtiges Kind ohne Schwierigkeiten zur Welt. Das Problem ist aber, dass schwanger mit 40 für die meisten Ärzte eine Risikoschwangerschaft ist und die Mütter auch entsprechend behandelt werden. Es steht außer Frage, dass eine Frau, die spät Mutter wird, sehr genau beobachtet werden muss, aber schwanger mit 40 heißt nicht, die Mütter wie rohe Eier zu behandeln. Untersuchungen haben gezeigt, dass schwanger mit 40 eine schöne Zeit sein kann, wenn alles wie gewohnt weiter geht.

    Viele Kinder, die ältere Mütter haben, sind Überraschungskinder, vor allem dann, wenn die Mutter eigentlich gar nicht mehr damit gerechnet hat, schwanger zu werden. In diesen Fällen bedeutet schwanger mit 40: Es gab einen Glückstreffer, und die Schwangerschaften sind nicht selten sehr entspannt und glücklich.

    Schwanger mit 40 – das ist wie jede andere Schwangerschaft auch, eine Reise, die spannende 40 Wochen dauert. Schwanger mit 40 – das heißt, eine Herausforderung anzunehmen, und sich auf das Kind zu freuen, denn schwanger mit 40 bedeutet, dass aus einem Paar endlich eine Familie wird.

    Bild: © Depositphotos.com / ElizavetaLarionova

  • Schwanger trotz Krebs – wie gut sind die Chancen?

    Schwanger trotz Krebs – wie gut sind die Chancen?

    Wenn junge Menschen an Krebs erkranken, dann ist das immer eine Katastrophe. Besonders schlimm ist es aber, wenn die Betroffenen schwanger sind oder für die Zukunft die Gründung einer Familie planen. Schwanger trotz Krebs – geht das überhaupt? Wie können eine aggressive Chemotherapie, eine Strahlentherapie oder Medikamente mit einer Schwangerschaft oder einer Familienplanung vereinbart werden? Grundsätzlich gilt, wenn Krebs diagnostiziert wird, dann führt das nicht zwangsläufig zu Unfruchtbarkeit und nicht in jedem Fall muss eine Schwangerschaft abgebrochen werden.

    Schwanger trotz Krebs – die Therapie steht im Vordergrund

    Wird Krebs festgestellt, dann steht immer die Therapie im Vordergrund, denn je eher eine bestimmte Therapie eingeleitet wird, umso höher sind die Chancen, den Krebs erfolgreich zu bekämpfen. Schwanger trotz Krebs heißt in der akuten Situation, die Behandlung hat Vorrang, aber jeder Fall ist anders gelagert und nicht in jedem Fall muss die Schwangerschaft abgebrochen werden. Es kommt auch darauf an, wie weit die Schwangerschaft fortgeschritten ist. Steht der Geburtstermin kurz bevor, dann entscheiden sich die oft für einen Kaiserschnitt, um zeitnah mit der Chemo- oder Strahlentherapie beginnen zu können. Ist die Schwangerschaft allerdings noch in einem frühen Stadium, dann wird in der Regel zu einem Abbruch geraten, um mit der Therapie beginnen zu können.

    Chancen für die Familienplanung

    Schwanger trotz Krebs betrifft auch Menschen, die eine Familie planen. Auch in diesem Fall gibt es verschiedene Verfahren und Möglichkeiten, den Traum vom Kind doch noch zu verwirklichen. So können Männer, bei denen Krebs festgestellt wird, entweder ihr Sperma oder ihr Hodengewebe einfrieren lassen. Möglich wird das durch reproduktionsmedizinische Zentren, wo das Sperma gespendet und anschließend eingefroren wird. Um Hodengewebe zu entnehmen, müssen sich die betroffenen Männer einer Operation unterziehen, anschließend wird das Gewebe eingefroren und kann dann zu einem späteren Zeitpunkt aufgetaut und für eine künstliche Befruchtung genutzt werden.

    Die Möglichkeiten für Frauen

    Auch Frauen haben die Möglichkeit, sich den Kinderwunsch zu erfüllen, so einfach wie bei den Herren ist es hier allerdings nicht. Schwanger trotz Krebs heißt für Frauen, sie können ihre Eizellen einfrieren und die Eierstöcke verpflanzen lassen, beide Methoden sind aber sehr aufwendig. Bevor die Eizellen eingefroren werden können, muss sich die betroffene Frau zunächst einer Hormonbehandlung unterziehen, um die Eizellen reifen zu lassen. Die Behandlung, bei der zwei Wochen lang Hormone gespritzt werden müssen, sind jedoch kein Garant, dass es mit der Schwangerschaft auch wirklich klappt, die Rate liegt zwischen 40 und 60 %. Die Eierstöcke zu verpflanzen, ist kein Routineverfahren und bei dieser Methode wird nach jetziger Erkenntnis nur jede fünfte Frau schwanger. Bei Frauen, die älter als 35 Jahre sind, liegt die Quote deutlich tiefer. Eine weitere Methode ist die Gabe von bestimmten Hormonen, die für die Zeit der Krebserkrankung die Funktion der Eierstöcke unterbrechen.

    Was kostet die Fruchtbarkeit?

    Schwanger trotz Krebs – das ist auch immer eine Preisfrage, denn die Krankenkassen kommen in der Regel nicht für die Kosten auf. So kostet das Einfrieren von befruchteten oder unbefruchteten Eizellen ca. 4000 Euro, pro Jahr kommen dann noch einmal rund 250,- Euro für die Lagerung dazu. Wird Gewebe aus den Eierstöcken entnommen, dann kostet das ca. 550,- Euro plus Lagerkosten und die Kosten für die Operation. Spermien werden für rund 350,- Euro eingefroren, und die gleiche Summe muss für die Lagerung gezahlt werden. Trotzdem lohnt es sich, mit der Kasse über das Einfrieren von Eizellen, Gewebe und Spermien zu sprechen, denn einige Kassen übernehmen die Kosten für das Einfrieren, nicht aber die Kosten für die Lagerung. Frauen, die schwanger trotz Krebs sind und die Schwangerschaft abbrechen möchten, müssen sich um die Kosten für den Abbruch keine Sorgen machen, denn die werden von den Krankenkassen bezahlt.

    Bild: © Depositphotos.com / icsnaps

  • Zwillings-Schwangerschaft – Glück im Doppelpack

    Zwillings-Schwangerschaft – Glück im Doppelpack

    Rein statistisch gesehen verlaufen die meisten Zwillings-Schwangerschaften ohne Probleme und Komplikationen, trotzdem gilt eine Zwillings-Schwangerschaft aus medizinischer Sicht als eine Risikoschwangerschaft. Die Untersuchungen und Kontrollen sind für die werdende Mutter engmaschiger. Wie riskant eine Mehrlingsschwangerschaft ist, hängt davon ab, ob sich die Babys eine Plazenta und eine Fruchthöhle teilen müssen oder nicht. Ob das der Fall ist, kann der Arzt bei einer Ultraschalluntersuchung zwischen der achten und der zwölften Schwangerschaftswoche feststellen, manchmal steht es aber auch schon in der fünften Woche fest.

    Wann wird eine Zwillings-Schwangerschaft riskant?

    Wenn jeder der Zwillinge eine eigene Fruchthöhle und Plazenta hat, dann gilt eine Zwillingsschwangerschaft als weniger problematisch. Müssen sich die Kinder die Fruchthöhle und auch die Plazenta teilen, dann können eher Probleme auftauchen, riskant wird es aber, wenn sich die Föten die Plazenta, aber nicht die Fruchthöhle teilen müssen. In diesem Fall spricht man von einem sogenannten fetofetalen Transfusionssyndrom, kurz FFTS. Das Problem ist der einseitige Blutaustausch zwischen den Babys, bei dem das eine Kind das Blut abgibt und das andere Kind das Blut empfängt. In der Folge steigt die Menge an Fruchtwasser bei dem Kind, das das Blut empfängt, stark an, und wenn dieser Zustand nicht behandelt wird, dann sterben im schlimmsten Fall beide Föten ab. Wird das Syndrom rechtzeitig erkannt und behandelt, indem die Gefäßverbindungen zwischen den Kindern mittels eines Lasers getrennt werden, dann haben beide Kinder eine sehr gute Chance, gesund zur Welt zu kommen.

    Die Gefahr der Frühgeburt

    Eines der häufigsten Risiken bei einer Zwillings-Schwangerschaft ist das Risiko einer Frühgeburt. Ab der 24. Woche nimmt die Gefahr einer Frühgeburt stetig zu, denn zwischen der 26. und der 28. Schwangerschaftswoche wiegen die Zwillinge zusammen schon so viel wie ein Kind bei seiner Geburt, also ca. sechs Pfund. Ab der 28. Woche wird der Druck auf die Gebärmutter immer stärker und das kann vorzeitige Wehen auslösen. Im Schnitt kommen die Kinder aus einer Zwillings-Schwangerschaft in der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt und da die Kinder ein kleineres Geburtsgewicht haben, verläuft die Geburt für die Mutter vielfach einfacher. Das Kind, das zuerst das Licht der Welt erblickt, muss während der Geburt die größte Arbeit leisten, es weitet den Muttermund und der Zwilling rutscht dann meist einfach hinterher. Die Geburt ist auch kein Problem, wenn das zweite Kind eine Steißlage hat. Will das erste Kind aber mit dem Po zuerst auf die Welt kommen, dann wird in der Regel ein Kaiserschnitt gemacht.

    Wie fühlt sich die Mutter?

    Die meisten Frauen sind freudig überrascht, wenn der Arzt eine Zwillings-Schwangerschaft feststellt. In die Freude mischt sich aber auch Sorge, denn die werdenden Mütter fragen sich zum Beispiel, ob bei einer Zwillings-Schwangerschaft ausreichend Platz in ihrem Bauch ist und ob beide Kinder mit allem versorgt werden, was sie brauchen, um gesund auf die Welt zu kommen. Bedingt durch die Zwillings-Schwangerschaft sind die typischen Beschwerden wie Übelkeit und Sodbrennen bei vielen Frauen stärker und um das zu vermeiden, sollten Zwillingsmütter über den Tag verteilt mehrere kleine Mahlzeiten essen. Da der Bauch einer Zwillingsmutter gespannter ist, kann es zu Juckreiz kommen, aber auch Rückenschmerzen, Schlafprobleme und Kurzatmigkeit sind vor allem gegen Ende der Schwangerschaft keine Seltenheit. Zu einem Problem können auch Krampfadern und Wassereinlagerungen im Gewebe werden. Durch die vergrößerte Gebärmutter und die steigende Blutmenge bringen Frauen, die Zwillinge erwarten, auch mehr auf die Waage. Normal sind rund 13 Kilogramm, die während der Schwangerschaft zugenommen werden, Frauen, die mit Zwillingen schwanger sind, müssen mit einer Gewichtszunahme zwischen 17 und 20 Kilogramm rechnen. Die Gebärmutter wird bei einer Mehrlingsschwangerschaft deutlich mehr belastet und für die Mütter von Zwillingen bedeutet das, dass es etwas länger dauern kann, bis sich die Gebärmutter wieder zurückbildet.

    Bild: © Depositphotos.com / katrinaelena