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  • Die Schilddrüse – die Steuerzentrale des Stoffwechsels

    Die Schilddrüse – die Steuerzentrale des Stoffwechsels

    Der Einfluss der Schilddrüse auf den menschlichen Körper

    Die Schilddrüse lässt sich völlig zu Recht als die Steuerzentrale des Stoffwechsels bezeichnen. Die von ihr gebildeten Hormone wirken auf die Funktionen sämtlicher inneren Organe des Menschen. Über eine so genannte negative Rückkopplung in Form von Botenstoffen sorgt die Schilddrüse dafür, dass die Werte des Stoffwechsels auf einem konstanten Niveau gehalten werden. Daraus wird schon klar, dass sich Störungen der Funktion der Schilddrüse als Symptome einer Fehlfunktion des Stoffwechsels manifestieren. Davon ist der Bindegewebsstoffwechsel genauso betroffen wie der Fettstoffwechsel und der Zuckerstoffwechsel.

    Außerdem beeinflussen die Hormone der Schilddrüse auch die Körpertemperatur. Das wird erreicht, indem diese Hormone den Grundumsatz des Körpers bei der Energieverbrennung steuern. Sie wirken sich ebenfalls auf die Tätigkeit der Schweißdrüsen aus, die bekanntlich das natürliche Kühlsystem des menschlichen Körpers sind. Sogar die Peristaltik des Darms wird über die Schilddrüsenhormone gesteuert. Calciumstoffwechsel und damit das Wachstum werden ebenfalls von der Hormonzentrale Schilddrüse überwacht.

    Daran zeigt sich bereits, wie vielfältig die Palette der Symptome für eine Erkrankung der Schilddrüse sein können. Unklare Erregungszustände können genau wie eine ständige Erschöpfung Anzeichen dafür sein, dass die Schilddrüse nicht richtig funktioniert. Gravierende Änderungen des Körpergewichts ohne Veränderungen der Ess- und Bewegungsgewohnheiten können ebenfalls einen Hinweis auf eine Erkrankung der Schilddrüse sein.

    Zu den weiteren möglichen Symptomen gehören Darmträgheit und Darmüberaktivität. Störungen bei der Entwicklung von motorischen und kognitiven Fähigkeiten bei Kleinkindern müssen keine neurologischen Ursachen haben, sondern können durch eine nicht normgerechte Steuerung durch die Schilddrüse hervor gerufen werden.

    Ständiger Druck und Reiz im Hals ist ebenfalls eines der Anzeichen, die den Arzt dazu bewegen sollten, eine Untersuchung der Schilddrüse durchzuführen. Dafür stehen verschiedene Möglichkeiten vom Labortest über Ultraschall bis hin zu bildgebenden Verfahren mit Kontrastmitteln zur Verfügung. Von ihren Ergebnissen hängt es ab, mit welcher Art der Therapie die Fehlfunktion der Schilddrüse behandelt werden kann.

    Hypothyreose alias Schilddrüsenunterfunktion

    Bei einer Schilddrüsenunterfunktion, die der Mediziner auch als Hypothyreose bezeichnet, kommt es zu einer Mangelversorgung des Körpers mit Thyroxin und Trijodthyronin. Sie kann angeboren oder im Laufe des Lebens erworben sein.
    Eine angeborene Schilddrüsenunterfunktion wird heute durch die Standarduntersuchungen bei Säuglingen sehr früh erkannt. Sie lässt sich durch einen einfachen Bluttest nachweisen. Statistiken gehen davon aus, dass es bei zehntausend Neugeborenen zwei Betroffene gibt. Wird der Hormonmangel nicht behandelt, fällt das Baby dadurch auf, dass die typische Neugeborenengelbsucht länger dauert, und dass sie ein deutlich über dem Durchschnitt liegendes Schlafbedürfnis haben. Auch optische Abweichungen des Gesichts von der „Norm“ sind sehr bald zu beobachten. Im weiteren Verlauf sind Verzögerungen beim Wachstum und Störungen der geistigen Entwicklung auffällig.

    Erste Anzeichen einer angeborenen Schilddrüsenunterfunktion sind Antriebslosigkeit und Minderungen der Leistungsfähigkeit. Menschen mit dieser Erkrankungen tendieren auch zum schnellen Frieren, da die Schilddrüse auch für die Steuerung der Körpertemperatur zuständig ist. Der Appetit lässt nach und es zeigen sich Minderungen in der Gedächtnisleistung. Ist die Schilddrüsenunterfunktion stärker ausgeprägt, kann es auch zu vorübergehenden oder dauerhaften Depressionen kommen.

    Weitere Hinweise auf eine Schilddrüsenunterfunktion sind Verstopfungen, ein niedriger Blutdruck sowie ein verlangsamter Puls. Eine durch mangelnden Sport oder eine Umstellung nicht zu erklärende Gewichtszunahme könnte ebenfalls ein Anzeichen einer Schilddrüsenunterfunktion sein.

    Die Diagnostik ist mit der Kombination aus bildgebenden Verfahren und Laboruntersuchungen möglich. Eine Therapie der Schilddrüsenunterfunktion ist recht einfach durch die Verabreichung von Thyroxin in Tablettenform möglich. Diese sind gut verträglich und weisen bei einer optimalen Anpassung der Dosis kaum nennenswerte Nebenwirkungen auf. Diese Anpassung setzt jedoch regelmäßige Kontrolluntersuchungen voraus.

    Hyperthyreose alias Schilddrüsenüberfunktion

    Entdeckt wurde die Schilddrüsenüberfunktion als Erkrankung bereits zum Ende des 18. Jahrhunderts durch Paul Julius Möbius. Andere Wissenschaftler hatten zwar vor ihm die Symptome beschrieben, die Schilddrüse jedoch nicht als Ursache dafür ausgemacht. Inzwischen sind sie nach dem ICD-10-Standard unter den Kennziffern E 05.0 bis E 05.9 nach verschiedenen Kriterien klassifiziert worden.

    Dabei wird eine Unterscheidung der Schilddrüsenüberfunktion einerseits nach den Ursachen und andererseits nach dem Grad der Ausprägung vorgenommen. Zu den häufigsten Gründen zählen Autoimmunreaktionen. Tumore in der Schilddrüse selbst können ebenfalls zu einer Überfunktion der Schilddrüse führen. Außerdem kann diese als begleitendes Symptom eines bösartigen Tumors an anderen Stellen des Körpers auftreten. Eine weitere häufig ausgemachte Ursache einer Schilddrüsenüberfunktion sind chronische entzündliche Prozesse. Hinzu kommt die Möglichkeit, dass die Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion durch eine zu stark gewählte Dosierung bei der Therapie einer Schilddrüsenunterfunktion ausgelöst werden können. Beim Schweregrad wird die Hyperthyreose in die latente, die subklinische und die manifeste Schilddrüsenüberfunktion unterteilt. Die schwerste Form ist die tyreotoxische Krise, die bis hin zu lebensbedrohlichen Zuständen führt.

    Die typischen Anzeichen einer Schilddrüsenüberfunktion sind eine ständige innere Unruhe, Auffälligkeiten bei der Amplitude des Blutdrucks sowie eine sonst nicht zu erklärende Schlaflosigkeit. Auch Hitzewallungen und eine starke Gewichtsabnahme trotz steigenden Appetits können Anzeichen für eine Überfunktion der Schilddrüse sein.

    Die Diagnose erfolgt über Blutanalysen, Erfassen der Symptome und verschiedene bildgebende Verfahren, die zum Teil mit der Hilfe von Kontrastmitteln arbeiten. Die Palette der möglichen Therapien reicht von der Gabe von Medikamenten über operative Eingriffe bis hin zur Radiojodtherapie. Sie wird immer auf die jeweils für die Schilddrüsenüberfunktion ermittelte Ursache abgestellt.

    Das tägliche Leben mit Schilddrüsen Erkrankungen

    Wie sich das Leben mit den Schilddrüsen Erkrankungen gestalten lässt, hängt immer von deren Art und Ursache ab. Grundsätzlich werden sechs verschiedene Erkrankungen klassifiziert. Dazu zählen Störungen der Funktionalität und der Autonomie des Organs genauso wie Entzündungen, Veränderungen der Organgröße und -struktur sowie Struma. Die gefährlichste aller möglichen Formen ist der Schilddrüsenkrebs.

    Ist die Schilddrüse stark vergrößert und bildet einen Kropf, dann wird vom Struma gesprochen. Hier kann mit einer Gabe von jodhaltigen Präparaten gegengesteuert werden. Dabei bildet sich der Kropf meistens wieder zurück. Ist er akut vorhanden, kann das sogar bis zur Beeinträchtigung der Atmung und/oder der Stimme führen. Deshalb wird von großen körperlichen Anstrengungen abgeraten.

    Bei der Bildung von Knoten kommt es darauf an, ob es sich um „kalte“ oder „heiße“ Knoten handelt. Gehen von „kalten“ Knoten keine Beeinträchtigungen aus, werden sie üblicherweise nur beobachtet, während „heiße“ Knoten zumeist chirurgisch entfernt werden. Die Chirurgie ist auch hilfreich, wenn Schilddrüsenkrebs diagnostiziert wird. Je früher dieser erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Ob zusätzlich zur Entfernung der Tumore Strahlentherapien oder Chemotherapien angesetzt werden, hängt immer davon ab, wie weit die Krankheit schon fortgeschritten ist, und ob bereits eine Metastasenbildung eingesetzt hat.

    Die Strahlentherapie ist auch eines der Mittel, mit denen eine Überfunktion der Schilddrüse behandelt werden kann. Eine gründliche Beratung der Patienten ist hier sehr wichtig. Mit moderner Technik ist inzwischen eine Bestrahlung möglich, die auch in größeren Tiefen des Gewebes punktgenau ausgerichtet und dosiert werden kann, so dass sich die damit verbundenen Nebenwirkungen auf ein unvermeidliches Minimum reduzieren lassen. Am einfachsten ist die Behandlung einer Unterfunktion, denn hier lassen sich die Symptome allein mit der Gabe von Thyroxin zumeist vollständig beseitigen.

  • Schnupfen – wenn die Nase krank ist

    Schnupfen – wenn die Nase krank ist

    Schnupfen – lästig, aber eine Immunreaktion des Körpers

    Als Schnupfen wird landläufig bezeichnet, wenn die Nase ständig läuft oder verstopft ist. In jedem Fall handelt es sich um eine Reizung der Nasenschleimhäute, die zu einer verstärkten Sekretbildung führt. Im Normalfall dient die Sekretbildung zur Selbstreinigung. Die feinen Nasenhaare dienen als Filter der Atemluft. Sie fangen kleinste Partikel ab, die so nicht mit in die Lunge gelangen können. Ein ständiger Fluss von Nasensekret gehört demnach zu den Schutzmechanismen des menschlichen Körpers.

    Die Ursachen für eine übermäßig tropfende Nase können sehr vielfältig sein. Der Mediziner definiert acht verschiedene Formen von Schnupfen, der auch mit dem griechischen Kunstwort Rhinitis bezeichnet wird. Dabei wird in drei Gruppen von Ursachen unterschieden. Sie umfassen zum Einen die allergischen Reaktionen, die Infektionen sowie diverse Formen von Reizungen. Im ICD-10-Standard wird der Schnupfen unter den Nummern J00, J30, J31.0 und A36.1 definiert.

    Die größte Palette der Ursachen für Schnupfen Symptome stellen die Infektionen dar. Immerhin haben die Wissenschaftler mehr als 200 unterschiedliche Viren ausfindig machen können, die als Haupt- oder Begleitsymptom einen Schnupfen auslösen. Bei den Allergien ist der klassische Heuschnupfen am weitesten verbreitet. Aber auch Farbstoffe und Duftstoffe gehören zu den typischen Allergenen, die zum Auftreten der Schnupfen Symptome führen.

    Einen Sonderfall beim Schnupfen stellt die Rhinitis vasomotorica dar. Sie gehört zu wenigen Arten von Schnupfen, bei denen organische Fehlfunktionen die Ursache sind. Sie liegen in einer Störung der Durchblutung der Nasenschleimhäute. Die Rhinitis hypertrophica wird durch Veränderungen des Gewebes verursacht, die zu einer Verdickung der Nasenflügel führen. Der Rhinitis pseudomembranica ist eine Begleiterscheinung der Diphtherie, die durch die konsequente Impfung aber kaum noch auftritt.

     

    Wichtiges zu Schnupfen:
    Eigentlich hat der Mensch immer ein wenig Schnupfen, weil die Sekretbildung ein wichtiges Element der Selbstreinigung der Nase ist. Sie ist der „Staubfänger“ der Atmung, der die Lunge schützen soll. Doch es gibt auch viele andere Ursachen für Schnupfen, bei denen Infektionen mit Viren und der Kontakt mit Allergenen die wichtigste Rolle spielen. Nur in den wenigsten Fällen sind organische Veränderungen dafür verantwortlich. Wir erklären Ihnen in allgemein verständlicher Form, wie man welche Art von Schnupfen auseinander halten kann, und stellen Ihnen einige Therapien und Hausmittel vor, mit denen man sich bei einem lästigen Schnupfen Erleichterung verschaffen kann. Und wir zeigen auf, wo man sich mit einem Schnupfen anstecken könnte, und welchen Schutz es dagegen gibt.

    Wenn die Nase läuft…

    … dann kann das viele Ursachen haben. Und genau diese müssen zuerst abgeklärt werden, bevor eine gezielte Behandlung mit einem Antibiotika oder Antihistaminika eingeleitet wird. Bis dahin kann man sich zuerst einmal mit einem Nasenspray mit Meerwasser oder kräuterhaltigen Nasenölen Erleichterung verschaffen. Auch eine Nasenspülung trägt dazu bei, die Symptomatik ein wenig einzudämmen.

    Wenn ganz plötzlich die Nase läuft, dann kann es sich wohl um eine Allergie als auch eine Infektion handeln. Im einfachsten Fall hat man sich schlicht erkältet, indem man mit ungeeigneter Kleidung bei schlechtem Wetter draußen war und sich unterkühlt hat. Die Inkubationszeiten bei Infektionen mit Viren können zwischen wenigen Stunden und einer Woche liegen.

    Die meisten von ihnen werden über die Tröpfcheninfektion übertragen. Dazu muss man wissen, dass beim Niesen ein erheblicher Druck erzeugt wird und die winzigen Sekrettröpfchen viele Meter weit fliegen können. Öffentliche Verkehrsmittel, Einkaufsmärkte und Kindereinrichtungen stellen in der „Schnupfenzeit“ also die größten Gefahren dar. Hier sollten die Japaner ein Vorbild sein, die sich in solchen Zeiten mit einem Mundschutz schützen, ohne sich dafür zu schämen.

    Eine Allergie führt ebenfalls dazu, dass einem plötzlich die Nase läuft. Hier sind allerdings häufig auch die Augen mit betroffen. Sie wirken verquollen, sind gerötet und tränen. Doch das muss nicht zwangsläufig so sein. Deshalb sollte man beobachten, wann und wo akut die Nase läuft. Die verstärkte Sekretbildung kündigt sich bei einer Allergie häufig mit einer Niesattacke an. Diese tritt allerdings auch dann auf, wenn die Nasenschleimhäute durch trockenen Staub oder durch Dämpfe mit chemischen Stoffen gereizt werden.

    Schnupfen – Was tun?

    Wenn man einen kräftigen Schnupfen hat, dann sind zu einem hohen Prozentsatz Viren schuld. Deshalb besteht die erste Maßnahme darin, seine Mitmenschen vor einer Ansteckung zu schützen. In dieser Hinsicht ist die Begrüßung per Handschlag etwas, worauf man in der Schnupfenzeit verzichten sollte. Außerdem sollte regelmäßiges und gründliches Händewaschen zur Pflichtübung werden, wenn man einen Schnupfen hat.

    Beim Niesen sollte man sich von anderen Menschen abwenden, selbst wenn man sich das Taschentuch vor die Nase hält. Die winzigen Sekrettröpfchen werden mit einer enormen Energie aus der Nase geschossen. Tests haben bewiesen, dass sie mehr als zehn Meter weit fliegen können. Um eine Ansteckung zu vermeiden, wäre es auch sinnvoll, sich ausnahmsweise einmal nicht das Bett zu teilen, sondern möglichst in einem anderen Raum zu schlafen. Und dieser sollte regelmäßig und gründlich gelüftet werden, auch wenn feuchte Luft von den Kranken als angenehmer als trockene Luft empfunden wird. Das kann man zum Beispiel mit Luftbefeuchtern erreichen, wobei allerdings nur Wasser zum Einsatz kommen sollte, weil die ohnehin gestressten Nasenschleimhäute durch chemische Zusätze noch mehr gereizt werden.

    Wer einen Schnupfen hat, der sollte reichlich trinken. Oftmals ist für eine unangenehme Verdickung des Sekrets schlicht Flüssigkeitsmangel im Körper verantwortlich. Schwellen die Wangen neben den Nasenflügeln an oder die Region um die Nasenwurzel wird klopfempfindlich, ist ein Besuch beim Arzt angeraten, denn dann könnte sich der Schnupfen zu einer Sinusitis ausgeweitet haben. Damit bezeichnet der Mediziner es, wenn die Nasennebenhöhlen mit betroffen sind. Weil dann die Gefahr von Komplikationen besteht, wird mit Antibiotika und diversen physikalischen Anwendungen wie Ultraschall oder „Lichtkasten“ gearbeitet.

    Omas Hausmittel bei Schnupfen

    Unsere Ahnen haben den Schnupfen zuallererst mit einem Kräuterdampfbad bekämpft. Dafür muss man heute nicht mehr den ganzen Kopf unter ein großes Handtuch und über einen Topf mit kochendem Wasser stecken. In der Apotheke gibt es dafür Inhalatoren. Auch diverse ätherische Öle sind zu bekommen. Die Wärme sorgt dafür, dass sich das Sekret verflüssigt, während die Inhaltsstoffe der Kräuter beruhigend auf die Schleimhäute einwirken. Dazu trägt auch die aufgenommene Feuchtigkeit an sich bei. Wer die Wärme als Hausmittel bei Schnupfen nicht verträgt, kann alternativ auch zu Kaltverneblern greifen, die sich sogar schon bei kleinen Kindern anwenden lassen.

    Einen ähnlichen Effekt erzielt man auch bei einem Kräuterbad, das vorzugsweise unter dem Zusatz von Eukalyptusöl durchgeführt wird. Die wirkstoffhaltige warme Luft kann bis tief in die Atemwege eindringen. Je nach Konstitution kann man dabei mit ansteigenden Wassertemperaturen arbeiten. Sie führen zu einer Durchwärmung des gesamten Körpers. Allerdings sollte man das nicht tun, wenn man ohnehin schon Fieber hat.

    Ebenfalls als sehr wirksames Hausmittel bei Schnupfen zählt echter Bienenhonig. Er kann in verschiedenen Formen angewendet werden. Der Klassiker ist dabei heiße Milch mit Honig. Aber auch ein Tropfen Flüssighonig mit einem Wattestäbchen in der Nase verteilt, kann die Schleimhäute beruhigen.

    Sitz das Sekret recht fest, weil es sich verdickt hat, helfen feucht-heiße Umschläge auf der Nasenregion. Auch die Rotlichtlampe kann hier kleine Wunder bewirken. Fest sitzendes Sekret sollte man auch nicht mit aller Gewalt ausschnauben, weil dann die Gefahr besteht, dass es in die Nasennebenhöhlen gedrückt wird. So eklig das auch klingt, die HNO-Ärzte empfehlen hier das „Hochziehen“ und Ausspucken als den wesentlich förderlicheren Weg, das Sekret aus der Nase los zu werden.

  • Zahnschmerzen sind immer ein Alarmsignal

    Zahnschmerzen sind immer ein Alarmsignal

    Bei Zahn Schmerzen muss den Ursachen auf den Grund gegangen werden

    Zahnschmerzen werden nach dem WHO Standard ICD-10 unter der Kennung K08.8 klassifiziert. Auch wenn man nach dem Äußeren und den sichtbaren Strukturen der Zähne annehmen könnte, dass es sich um lebloses Material handelt, ist das nicht der Fall. Sie besitzen neben dem Hauptnerv viele winzige Nervenstränge, die über feine Kanäle bis an die Oberfläche reichen. Sie bekommt man spätestens dann zu spüren, wenn sie hoch sensibel sind und mit Schmerzen auf den Kontakt mit Kälte uns Hitze reagieren.

    Die Ursachen von Zahnschmerzen können sehr vielfältiger Natur sein. Sie reichen von mechanischen Beschädigungen der Zähne über frei liegende Zahnhälse bis zu Entzündungen im Wurzelbereich. Auch die Nerven selbst können bei Entzündungen heftige Zahnschmerzen verursachen. Deshalb nimmt der Zahnarzt eine Differentialdiagnose einerseits nach der Art der Zahnschmerzen, über eine visuelle Untersuchung und mit Hilfe von bildgebenden Verfahren vor. Kann dabei kein Befund erhoben werden, besteht der nächste Schritt darin, neurologische Faktoren wie zum Beispiel Phantomschmerzen auszuschließen. Bei neurologisch verursachten Zahnschmerzen fehlen auch typische Anzeichen wie Rötungen und Schwellungen.

    Die Zahnschmerzen werden vom Mediziner nach den Ursachen gegliedert. Das kann eine Karies aber auch eine Pulpitis sein. Bei der Karies tritt kein temporärer Spontanschmerz auf. Solche nur zeitweise und vorwiegend nachts auftretenden Zahnschmerzen sind meist ein Anzeichen für Pulpitis. Bei einer apikalen Pulpitis wird der betroffene Zahn noch dazu klopfempfindlich. Ein Gangrän wird durch das Absterben und Verwesen von versorgenden Teilen der Zähne verursacht. Dieses muss nicht zwangsläufig mit Zahnschmerzen verbunden sein. Typisch ist hier ein strenger Mundgeruch, der durch die Verwesung selbst zustande kommt.

    Wichtig:
    Zahn Schmerzen können sehr unterschiedliche Ursachen haben. Dazu gehören Löcher im Zahn, durch die Bakterien in die Nervenkanäle eindringen und dort für Entzündungen sorgen können. Absterbende Nerven sind weitere häufige Ursachen für Zahn Schmerzen. Hinzu kommen entzündliche Vorgänge beim Zahnfleisch und im Kieferknochen. Auch können für Zahn Schmerzen neurologische Ursachen in Frage kommen. Von der jeweiligen Diagnose hängt dann auch die Art der Behandlung ab. Wir erklären einige der Ursachen und zeigen, wie man dagegen vorbeugen kann. Für diejenigen, die Angst vor dem Zahnarzt haben, gibt es gleich auch noch ein paar Tipps, wie man ihr zu Leibe rücken kann. Doch der beste Weg, um sich mit Zahn Schmerzen gar nicht erst beschäftigen zu müssen, sind eine gute Pflege und die regelmäßige Teilnahme an den Vorsorgeuntersuchungen.
    Karies – Vorbeugen, erkennen und heilen

    Die Bezeichnung Karies leitet sich ab von der lateinischen Vokabel „caries“, die als Synonym für Fäulnis und Zerfall benutzt wird. Dieser Zerfall ist ein schleichender Prozess, der vom Zahnarzt in verschiedene Stadien unterteilt wird. Die erste Stufe ist die so genannte Initialkaries. Sie entsteht dadurch, dass den Zähnen der für die Aufrechterhaltung der Stabilität notwendige Kalk fehlt. Der Zahnmediziner erkennt das an kleinen weißen Flecken in der Zahnsubstanz. Diese auch als „,macula alba“ bezeichneten Spots werden in der Folge durch die Anlagerung von Pigmenten dunkel. In diesem Stadium werden sie „macula fusca“ genannt. Hier erfolgt in der Regel eine Behandlung mit Fluorid, um dem Zahn die fehlenden Mineralien gezielt zur Regeneration zuzuführen.

     

    Vergessen zum Zahnarzt zu gehen?

    Wenn man die Behandlung in diesem Stadium verpasst hat, folgt die Dentinkaries. Das Dentin wird auf Deutsch auch als Zahnbein bezeichnet und stellt den größten Anteil der Substanz des Zahns. Reichlich zwei Drittel davon bestehen aus Kalziumhydroxylapatit. Der Rest verteilt sich auf Kollagen und Wasser. Das Zahnbein ist der Schutz des Zahnmarks. Ist es durch eine Karies beschädigt, liegen die Nerven frei und es kommt zu heftigen Zahn Schmerzen.

    Im dritten Stadium einer Karies wird von einer „caries profunda“ gesprochen. Sie beginnt, wenn die Schädigung bereits tief in das Dentin vorgedrungen ist. Als tief werden hier zwei Drittel des Wegs bis zum Zahnmarkt angenommen. Das schlimmste Stadium ist die „caries penetrans“. Sie liegt vor, wenn bereits eine direkte Verbindung zwischen der Mundhöhle und dem Zahnmarkt besteht.

    Aktuelle Studien weisen aus, dass 99 Prozent der Deuten Karies in einem der beschrieben Stadien haben. Das zeigt, wie dringend notwendig die Prävention ist, die einerseits in einer guten Zahnpflege und andererseits in regelmäßigen Kontrolluntersuchungen und der fachmännischen Behandlung kleinster Schäden besteht.

     

    Wurzelbehandlung – die Chance, einen Zahn zu erhalten

    Eine Wurzelbehandlung kann an einem Zahn mit einem vitalen oder abgestorbenen Zahnmark durchgeführt werden. Am vitalen Zahnmark wird sie meistens dann gemacht, wenn dieses eine Entzündung aufweist, die sich mit Medikamenten oder anderen Therapien nicht eindämmen lässt.

    Die Ursachen für Entzündungen des Zahnmarks als Ursache für die Notwendigkeit einer Wurzelbehandlung können sehr vielfältig sein. Sie reichen von mechanischen und kariösen Beschädigungen des Zahns bis hin zu Infektionen des Kieferbereichs. Bei Letzterem spricht der Zahnarzt von so genannten Zahntaschen und sie können dafür sorgen, dass die Krankheitserreger über den Wurzelkanal in den Zahn gelangen können. Eine Entzündung des Zahnmarks muss nicht zwangsläufig Zahn Schmerzen als begleitendes Symptom haben, was vor allem dann gilt, wenn sie bereits chronisch geworden ist. Die akute Form dagegen verursacht fast immer Zahnschmerzen oder zumindest dumpfe Schmerzen, die sich im Kiefer ausbreiten und nicht genau lokalisiert werden können.

    Bei der Wurzelbehandlung wird das komplette Zahnmark nebst alle darin befindlichen Nerven entfernt. Um möglichst alle Restkeime abzutöten, kann es sein, dass dafür mehrere Sitzungen notwendig sind, weil übergangsweise eine Füllung mit antibiotikahaltigen Materialien eingebracht wird. Abschließend werden die Hohlräume mit einer Füllung versehen, die vom menschlichen Stoffwechsel nicht resorbiert werden können.

    Eine Wurzelbehandlung wird immer erst dann durchgeführt, wenn zuvor eine Röntgendiagnostik erfolgt ist. Zusätzlich können die Lage und die Größe des Wurzelkanals manuell mit Messnadeln oder mit Hilfe eines elektronischen Apex-Lokalisators bestimmt werden. Eine Wurzelbehandlung wird immer mit einer Lokalanästhesie durchgeführt. Angstpatienten sollten sich dabei an Praxen wenden, in denen eine vorbereitende Entspannung mit Hypnose oder autogenem Training durchgeführt werden kann.

    Wie kann man Löcher im Zahn wirksam vermeiden?

    Wer keine Löcher im Zahn haben und sein von Mutter Natur gegebenes Gebiss möglichst lange behalten möchte, der sollte so früh wie möglich mit der Zahnpflege anfangen. Selbst Kleinkinder kann man dort bereits auf spielerische Weise heranführen. Auch sollte man den Kindern frühzeitig die Angst vorm Zahnarzt nehmen. Das ist ganz einfach möglich, indem man sie zu den eigenen Vorsorgeuntersuchungen mitnimmt, wo sie dem „Onkel Doktor“ ein wenig über die Schultern schauen können. In den meisten Praxen ist das heute kein Problem. Dort sollte nicht nur eine Sichtkontrolle, sondern auch eine professionelle Zahnreinigung durchgeführt werden. Zahnstein wird nicht umsonst nachgesagt, dass er einerseits den Zahnhals „auslaugt“ und durch seine raue Oberfläche einerseits mechanische Reize auslösen kann und andererseits Bakterien einen optimalen Ort zum Siedeln bietet.

    Um Löcher im Zahn und die damit meist verbundenen Schmerzen zu vermeiden, sollte man kontinuierlich die von den Krankenkassen angebotenen Maßnahmen zur Vorsorge unbedingt wahrnehmen. Das gilt für Eltern und Kinder, denn eine flächendeckende Kontrolle in den Kindergärten und Schulen ist leider nicht überall gegeben und die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes können dabei nur offensichtlich bestehende Schädigungen erkennen.

    Bei Kindern, wo gerade die bleibenden Zähne heranwachsen, sollte eine kurztaktige Kontrolle beim Zahnarzt durchgeführt werden. Der Zahnmediziner hat bei ihnen auch die Chance, Löcher im Zahn zum Beispiel durch einen schützenden Überzug der Kaufläche mit gut verträglichem Kunststoff zu verhindern. Das ist vor allem bei den Kids ratsam, die Bonbons gern einmal kauen statt lutschen. Auch sollte man bei seinen Kids darauf achten, ob sie eventuell nachts mit den Zähnen knirschen. Dann bieten Zahnschutzschienen eine gute Möglichkeit der Prävention.

  • Neurodermitis – mehr als eine Hautkrankheit

    Neurodermitis – mehr als eine Hautkrankheit

    Keine andere Erkrankung der Haut kommt so häufig vor wie Neurodermitis und das nicht nur bei Kindern, auch viele Erwachsene Menschen leiden darunter. Neurodermitis tritt sehr häufig bereits im Kleinkindalter auf. Es gibt zwei Arten Neurodermitis, zum einen die Form, die chronisch wird und zum anderen die deutlich häufiger vorkommende Form, bei der die Hautentzündungen schubweise auftreten.

    Warum Neurodermitis auftritt und was der Auslöser ist, das ist bis heute unbekannt, Forscher vermuten aber, dass es eine genetisch bedingte Erkrankung ist. Auch Belastungen durch die Umwelt und schädliche Stoffe in der Nahrung und der Kleidung können dafür sorgen, dass es zu Neurodermitis kommt. Neuere Forschungen machen auch die Seele für Neurodermitis verantwortlich, denn es kommt immer wieder vor, dass die Hautkrankheit im Zusammenhang mit Depressionen entstehen kann.

    Welche Neurodermitis Symptome gibt es?

    Ein sehr starker Juckreiz und eine sehr trockene, rissige Haut sind die ersten Anzeichen dafür, dass es sich um Neurodermitis handeln könnte. Die Haut wird schuppig, sie weist rote Stellen auf und entzündet sich. Das ist vor allem für kleine Kinder sehr belastend, denn sie leiden besonders stark unter dem Juckreiz, denn sie wissen nicht, dass sie sich nicht unkontrolliert kratzen dürfen.

    Schon leicht ausgeprägte Symptome der Neurodermitis können das Leben beeinträchtigen, denn viele empfinden das veränderte Hautbild als belastend. Auch der ständige Juckreiz ist oft quälend und macht das Leben schwer.

    Welche Neurodermitis Behandlungen gibt es?

    Alle Behandlungen gegen Neurodermitis haben nur ein Ziel: eine Rückfettung der Haut. Behandelt wird die Hautkrankheit in zwei Therapieformen, der sogenannten Basistherapie und der eigentlichen Behandlung der Krankheit. Die Basistherapie besteht in der Hauptsache aus dem Eincremen der betroffenen Hautstellen. Dabei dürfen die Pflegeprodukte ruhig großzügig auf der Haut verteilt werden, damit sie für die notwendige Feuchtigkeit sorgen, die die Haut bei Neurodermitis so dringend braucht.

    Neben Cremes für die äußere Anwendung gibt es auch Medikamente, die der Hautarzt verordnen kann und die verhindern sollen, dass sich die Haut noch weiter entzündet und austrocknend. Wenn die Krankheit in Schüben verläuft, dann helfen die entsprechenden Medikamente dabei, einen neuerlichen Schub deutlich abzuschwächen. Bei einem schwächer ausgeprägten Krankheitsverlauf ist die Kombination aus Medikamenten und Lotionen eine gute Wahl, oftmals reicht es sogar schon, die Neurodermitis nur mit Pflegeprodukten zu behandeln.

    Was tun bei schwerer Neurodermitis?

    Vor allem Kindern sind sehr oft von einer schweren Form der Neurodermitis betroffen. Bei akuten Schüben legen Ärzte in diesen Fällen einen Tropf an, der die Beschwerden lindern soll. Umstritten, aber bei Neurodermitis keine Seltenheit ist die Verabreichung von Kortison, was aber bei kleinen Patienten oft nur dann gegeben wird, wenn die Krankheit einen besonders starken Verlauf nimmt.

    Wichtig ist es, bei einer schweren Form der Neurodermitis rechtzeitig und früh genug mit einer Therapie zu beginnen, denn nur wenn die Symptome noch nicht so ausgeprägt sind, dann ist die Chance auf einen günstigen Verlauf sehr hoch. Eltern sind daher sehr gut beraten die Haut ihrer Kinder sehr genau zu beobachten, wenn der Verdacht besteht, dass das Kind an Neurodermitis erkrankt sein könnte und die Haut schon vorher zu pflegen und mit Feuchtigkeit zu versorgen.

     

  • Mandelentzündung – wenn der Hals schmerzt

    Mandelentzündung – wenn der Hals schmerzt

    Besonders Kinder klagen in der kalten Jahreszeit häufig darüber, dass der Hals schmerzt. Schuld an diesen Beschwerden ist meist ein Erreger, der die Rachenmandeln angreift. Das Schlucken fällt schwer, der Hals tut weh und nicht selten kommt es auch zu Fieber, wenn eine akute Entzündung der Mandeln vorliegt. Eine Mandelentzündung lässt sich relativ schnell und einfach behandeln, aber sie sollte behandelt werden, denn sonst kann es passieren, dass die Mandeln dauerhaft und chronisch entzündet bleiben.

    Die Ursachen einer Mandelentzündung

    Eine Mandelentzündung wird in den meisten Fällen von einem Virus oder aber durch Bakterien ausgelöst. Diese als Streptokokken bekannten Erreger dringen durch den Mund ein und setzen sich an den Rachenmandeln fest. Wenn dann auch noch das Immunsystem geschwächt ist und die Abwehr nicht mehr wie gewohnt funktioniert, dann kommt es zu einer schmerzhaften Entzündung.

    Immer dann, wenn eine Mandelentzündung häufiger auftritt, dann kann es sein, dass sie chronisch geworden und das Gewebe der tiefen Rachenmandeln auf Dauer geschädigt ist. Abgestorbene Zellen und Bakterien lagern sich in den Hautvertiefungen der Schleimhäute ein und sorgen so für eine dauerhafte Entzündung. Anders als bei einer akuten Mandelentzündung ist eine chronische Entzündung kaum noch schmerzhaft, da das Gewebe vernarbt ist.

    Welche Symptome sind typisch für eine Mandelentzündung?

    Wenn sich die ersten Symptome melden, dann ist es meist schon zu spät und die Mandelentzündung ist bereits da. Aber auf welche Symptome sollte man achten?

    • Halsschmerzen
    • Schmerzen beim Öffnen des Mundes
    • Schluckbeschwerden
    • Leichtes Fieber
    • Belegte Stimme
    • Geschwollene Ohrspeicheldrüsen
    • Vermehrter Speichelfluss

    In einigen Fällen kommt es auch zu Kopfschmerzen und beim Gähnen kann es sein, dass die Schmerzen bis in die Ohren ausstrahlen.

    Nicht alle der genannte Symptome deuten auch auf eine Mandelentzündung hin, es können auch Anzeichen für das Pfeiffersche Drüsenfieber, Scharlach oder Diphtherie sein.

    Welche Therapie bei Mandelentzündung ist die richtige?

    Bei einer normalen Mandelentzündung kann es schon helfen Eis zu lutschen, um den entzündeten Rachenraum zu kühlen. Auch ein Halswickel ist eine gute Idee, denn das sorgt dafür, dass die Mandeln wieder abschwellen. Wer möchte, der kann auch mit Kamille oder Salbei gurgeln, denn sowohl die Kamille als auch der Salbei haben entzündungshemmende Eigenschaften.

    Kommt es zu Fieber, dann sind bei Kindern Wadenwickel zu empfehlen, die das Fieber schnell, sicher und auf natürliche Weise senken. Steigt das Thermometer aber über die kritische 39° Grad Marke, dann sollte ein fiebersenkendes Mittel gegeben werden. Bei hartnäckigen Mandelentzündungen ist Penicillin ein hilfreiches Mittel, denn das Antibiotikum beschleunigt den Heilungsprozess und lässt die Entzündung sicher abklingen. Penicillin wird auch immer dann gegeben, wenn sich die einfache Mandelentzündung in eine eitrige Mandelentzündung verwandelt. Wenn die Mandeln vereitert sind, dann ist eine schnelle effektive Behandlung notwendig, denn der Eiter kann Bakterien enthalten, die für den Körper gefährlich sind.

    Da es bei einer nicht behandelten Mandelentzündung zu Folgeschäden besonders an Herz und Nieren kommen kann, ist es immer wichtig, dass ein Arzt aufgesucht wird, der die richtige Therapie einleitet. Wenn eine Mandelentzündung frühzeitig erkannt und behandelt wird, dann ist sie in der Regel nach maximal zwei Wochen komplett auskuriert.

  • Diabetes – die unterschätzte Volkskrankheit

    Diabetes – die unterschätzte Volkskrankheit

    Immer mehr Menschen leiden unter Diabetes, aber viele wissen es noch gar nicht. Diabetes im Volksmund auch Zucker genannt, ist eine immer chronisch verlaufende Erkrankung des Stoffwechsels, an der mittlerweile weltweit mehr als 380 Millionen Menschen leiden. Unterschieden wird Diabetes in zwei Typen. Typ 1 ist die eher seltene Form, während Diabetes Typ 2 in 95 von 100 Diabetes Fällen diagnostiziert wird.

    Was genau ist Diabetes und wie müssen Betroffene mit der Krankheit umgehen? Was ist zu tun, wenn es zu einem Zuckerschock kommt und wie kann man erkennen, ob man Zucker hat?

    Diabetes Typ 1

    Diabetes Typ 1 betrifft hauptsächlich Kinder und Jugendliche und ist der Typ der Zuckerkrankheit, der die meisten Beschwerden verursacht. Beim Diabetes Typ 1 werden in der Bauchspeicheldrüse die sogenannten Beta-Zellen zerstört, die eigentlich dafür zuständig sind, das für den Körper wichtige Hormon Insulin zu produzieren. Insulin ist sehr wichtig, denn das Hormon sorgt dafür, dass der Zucker über die Nahrung ins Blut gelangt und von den Zellen verarbeitet werden kann. Fehlt dem Körper das Insulin, dann bleibt der Zucker im Blut und der Blutzuckerspiegel steigt an.

    Alle, die an Diabetes Typ 1 erkranken, müssen regelmäßig Insulin spritzen, um die mangelhafte Versorgung mit dem Hormon auszugleichen.

    Diabetes Typ 2

    Früher war Diabetes Typ 2 der Zucker der älteren Menschen und wurde deshalb auch Altersdiabetes genannt. Heute stimmt das nicht mehr so ganz, denn es erkranken mittlerweile auch immer mehr jüngere Menschen an dieser Form der Zuckerkrankheit, und auch schon Kinder sind davon betroffen. Bei Menschen, die an Diabetes Typ 2 erkranken, versorgt die Bauchspeicheldrüse den Körper zwar mit der ausreichenden Menge Insulin, aber die Körperzellen reagieren empfindlich auf das Insulin und werden dagegen resistent. Wenn das der Fall ist, dann steigt der Blutzuckerspiegel.

    Gefährlich an Diabetes Typ 2 ist, dass die Betroffenen lange Zeit keine Symptome verspürten und erst dann, wenn sich Spätfolgen zeigen, wird die Krankheit auch erkannt. Typ 2 Erkrankte müssen zwar kein Insulin spritzen, aber sie müssen auf ihre Lebensweise achten, damit es nicht zu gravierenden Spätfolgen kommt.

    Welche Symptome treten bei Diabetes auf?

    Es gibt einige deutliche Hinweise darauf, dass eine Diabetes Erkrankung vorliegt. Zu den typischen Symptomen gehören:

    • Starker Durst
    • Vermehrter Harndrang
    • Heißhunger
    • Starker Juckreiz, besonders im Intimbereich
    • Abgeschlagenheit
    • Müdigkeit

    [icon type=“vector“ icon=“momizat-icon-heart2″ size=“32″ icon_color=“#dd3333″ hover_animation=“border_increase“ ]Wenn diese Symptome auftreten, dann ist es ratsam einen Arzt aufzusuchen und einen schnellen, aber sicheren Zuckertest machen zu lassen. Sollten die Symptome aber nicht beachtet werden, dann kann das schwerwiegende Folgen haben, denn zu den Folgeerkrankungen gehören:

    • Schlaganfall
    • Herzinfarkt
    • Durchblutungsstörungen der Arme und Beine, die nicht selten in einer Amputation enden
    • Veränderungen der Netzhaut, die zur Erblindung führen können
    • Störungen der Nierenfunktion
    • Erektionsstörungen

    Wie kann man Diabetes vorbeugen?

    Um Diabetes gezielt vorzubeugen, ist vor allem eine gesunde und ausgewogene Ernährung sehr wichtig, aber auch Sport kann effektiv dabei helfen, den Blutzuckerspiegel im Gleichgewicht zu halten. Übergewicht ist vielfach ein Auslöser von Diabetes und bei vielen reicht schon eine gezielte Diät, um den Zucker im Schach zu halten. Je eher Diabetes bekämpft wird, umso geringer sind die Risiken für Spätfolgen.