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  • Die Geschichte des deutschen Gesundheitswesens

    Die Geschichte des deutschen Gesundheitswesens

    Wer in der heutigen Zeit krank wird, der geht zu einem Arzt, legt seine Versicherungskarte von der Krankenkasse vor und wird dann entsprechend vom Arzt behandelt. Die Rechnung für diese Behandlung bekommt der gesetzlich Versicherte nicht zu Gesicht, denn der Arzt rechnet nach jedem Quartal direkt mit der jeweiligen Krankenkasse ab. Es ist kaum vorstellbar, dass es vor rund 130 Jahren in Deutschland noch ganz anders ausgesehen hat, denn damals war es keine Selbstverständlichkeit einen Arzt aufzusuchen, denn dieser Service kostete unter Umständen sehr viel Geld.

    Erst der Reichskanzler Otto von Bismarck sorgte 1883 dafür, dass alle Deutschen in den Genuss ärztlicher Behandlung kommen konnten, denn er führte in Deutschland das Gesundheitswesen ein, eine der Säulen des Sozialwesens in Deutschland.

    Hilfe statt Revolte

    Das Leben der Menschen im Deutschland des 19. Jahrhundert war schwer. Es war das Zeitalter der Industrialisierung und die Menschen mussten an zwölf Stunden und an sieben Tagen in der Woche in den Fabriken für wenig Geld schuften. Der Lohn reichte trotzdem nicht zum Leben und wenn ein Familienmitglied krank wurde, dann wurde ein Besuch beim Arzt zu einem finanziellen Problem. Diese Zustände führen dazu, dass sich die Arbeiter organisierten und die Arbeitbewegung entstand. Otto von Bismarck, der damals Reichskanzler war, erkannte zwar die Gefahr, die von der Arbeiterbewegung ausging, aber er saß in einer Art Zwickmühle.

    Auf der einen Seite waren die unzufriedenen Arbeiter, die sich nicht länger ausbeuten lassen wollten, auf der anderen Seite waren die reichen Fabrikbesitzer, mit denen es sich Bismarck nicht verderben wollte. Er musste eine Lösung finden, mit der beide Seiten zufrieden waren. Bismarck wusste, dass er die Arbeitszeiten nicht verkürzen konnte und auch Mindestlöhne standen nicht zur Debatte, denn das hätte die reichen Fabrikbesitzer verärgert. Bismarck musste eine andere Lösung finden, wenn er das ohnehin schon große Elend nicht noch mehr vergrößern und so eine Revolte riskieren wollte.

    Was es Bismarck noch schwerer machte, das war die Forderung, die Kaiser Wilhelm I. gestellt hatte. Der Kaiser, der ebenfalls fürchtete, dass sein Volk auf die Straße gehen würde, wollte mehr Fürsorge von staatlicher Seite, vor allem für die Alten und Invaliden, und er wollte die Gründung von Krankenkassen. Bismarck musste handeln und entwarf einen Plan für das Sozialwesen. Dieser Plan trat am 15. Juni 1883 in Kraft, und Deutschland hatte zum ersten Mal eine gesetzliche Krankenversicherung.

    Die Grundpfeiler des Gesundheitswesens

    Als Bismarck die Sozialgesetze auf den Weg brachte, enthielten diese Gesetze viele wichtige Dinge, die das Leben der Arbeiter einfacher machten. So waren alle Arbeiter, die länger als sieben Tage beschäftigt waren und die mehr als 2.000 Mark im Jahr verdienten, dazu verpflichtet, sich sozial zu versichern. Die Arbeiter zahlten zwei Drittel selbst in ihre Krankenversicherung ein, das fehlende Drittel übernahm der Arbeitgeber. Wurde ein Arbeiter krank, dann zahlte die Krankenversicherung die notwendigen Medikamente und auch die Kosten für den Besuch beim Arzt.

    So konnten Arbeiter, die sich früher keinen Arzt leisten konnten, jetzt ihre Krankheiten und Verletzungen auskurieren, ohne in finanzielle Schwierigkeiten zu kommen. Dazu kam auch das Krankengeld, das die Krankenkasse zahlen musste. Einen Anspruch auf dieses Krankengeld hatten alle Arbeiter, die länger krank waren, denn ab dem dritten Tag bekam jeder die Hälfte seines durchschnittlichen Lohns. Da aber das Krankengeld auf maximal zwei Mark am Tag und auf 13 Wochen begrenzt war, schützte die gesetzliche Krankenversicherung nur sehr bedingt vor einer materiellen Not. Das Existenzminimum einer Familie mit vier Mitgliedern lag zur damaligen Zeit bei rund 25,- Mark Woche, und man kann sich unschwer ausmalen, dass Familien, die mehr als zwei Kinder zu ernähren hatten, mit diesem Geld aus der Sozialkasse nicht auskamen.

    Der Ausbau der Sozialgesetze

    Im Laufe der Jahre baute Otto von Bismarck das Gesundheitswesen und die sozialen Gesetze in Deutschland immer weiter aus. Bald gab es eine gesetzliche Unfallversicherung, dann folgte die Invaliden- und Altersversicherung und unter Kaiser Wilhelm II. wurde dann auch die Sonntagsarbeit und die Kinderarbeit verboten.

    Die Grundpfeiler des Gesundheitswesens in Deutschland basieren noch heute auf den Ideen, die Otto von Bismarck durchsetzte. Bis heute muss sich keiner um finanzielle Einbußen Sorgen machen, wenn er krank wird und nicht arbeiten kann. Dafür ist das Gesundheitswesen der heutigen Zeit anfällig für Korruption, und auch der Lobbyismus steht mehr und mehr auf der Tagesordnung. Trotzdem gehört das deutsche Gesundheitswesen immer noch zu den besten der Welt.

  • Wie wichtig sind Impfungen?

    Wie wichtig sind Impfungen?

    Auch wenn bekannt ist, wie wichtig Impfungen sind, gibt es in der heutigen Zeit noch immer sehr viele Menschen, die es ablehnen, sich impfen zu lassen. Die Argumente gegen die Impfung sind vielfältig, aber ein Argument ist immer wieder zu hören, nämlich dass Impfungen dem Immunsystem keine Gelegenheit mehr geben, sich aktiv gegen Eindringlinge wie Viren und Bakterien zu wehren. Vor allem Eltern entscheiden sich immer öfter dagegen, ihre Kinder impfen zu lassen und vertreten die Meinung, dass ein gesundes und leistungsstarkes Immunsystem sich bei Kindern nur dann aufbauen kann, wenn es nicht durch Impfstoffe daran gehindert wird.

    Diese Ansicht ist mehr als leichtsinnig, denn wie wichtig Impfungen sind, das beweist die Tatsache, dass heute noch Millionen von Kindern auf dieser Welt an vermeintlich harmlosen Kinderkrankheiten wie Masern, Mumps oder Röteln sterben.

    Was geschieht bei einer Impfung?

    Wer geimpft wird, der bekommt die Erreger einer Krankheit gespritzt, wenn auch in einer abgeschwächten Form. Die Erreger können die Krankheit zwar nicht mehr auslösen, aber sie sind stark genug, um das Immunsystem zu mobilisieren. Das Immunsystem beginnt Antikörper zu bilden und diese Antikörper verhindert ein Ausbrechen der Krankheit, falls die Erreger eines Tages in den Körper eindringen wollen.

    Diese Impfungen werden auch aktive Impfungen genannt, da der Körper selbst aktiv werden und sein Immunsystem auf Trab bringen muss. Bei den meisten Impfungen halten die Antikörper aber nur einige Jahre durch und bestimmte Impfungen müssen immer wieder aufgefrischt werden. Ein Schutz der ein Leben lang hält, ist nur dann möglich, wenn es einmal zum Ausbruch der Krankheit gekommen ist. Die Erreger einer Krankheit werden bei einer Impfung entweder gespritzt oder auch geschluckt, wie das zum Beispiel bei der Impfung gegen die Kinderlähmung (Polio) der Fall ist.

    Wie sinnvoll sind Impfungen?

    Auch wenn es in Deutschland keine Impfpflicht gibt, so sollten Eltern sich doch dafür entscheiden, ihre Kinder impfen zu lassen. Nur durch eine Impfung wird ein Schutz aufgebaut, der Krankheiten verhindert. Auch Kinderkrankheiten können gefährliche Folgen wie zum Beispiel Herz- oder Hirnschädigungen zur Folge haben. Nur durch Impfungen konnten Krankheiten wie Diphtherie und Tuberkulose in Westeuropa bekämpft werden. Kommt es aber zu einer Impfmüdigkeit, dann kann es passieren, dass diese Krankheiten wieder auf dem Vormarsch sind.

    Besonders bei der gefürchteten Kinderlähmung ist die Impfung der wirksamste Schutz. Die Weltgesundheitsorganisation WHO will in den kommenden Jahren ein breit angelegtes Impfprogramm gegen Kinderlähmung starten und vor allem die Kinder in Afrika und Asien impfen.

    Wann sollte geimpft werden?

    Eltern, die vielleicht noch überlegen, ob sie ihre Kinder impfen lassen wollen, sollten sich einige Fragen stellen. Impfungen sind immer dann sinnvoll, wenn:

    • die betreffende Krankheit häufiger vorkommt
    • die Krankheit gefährlich ist und wenn sie lebensbedrohliche Folgen haben kann
    • es keine wirksamen Medikamente gegen diese Krankheit gibt
    • eine erhöhte Ansteckungsgefahr besteht

    Viele Menschen sind der Ansicht, dass es gegen jede Krankheit auch das passende Medikament gibt, aber diese Ansicht ist falsch. Es gibt bis heute auch in Europa noch Krankheiten, gegen die es kein Medikament gibt, ein Beispiel dafür ist Diphtherie.

    Welche Nachteile gibt es?

    Impfungen haben mehr Vorteile als Nachteile. Zu den Nachteilen einer Impfung gehören die Strapazen, die der Körper mitmachen muss, was besonders bei Säuglingen zu beobachten ist. Selten kommt es auch zu Impfschäden wie beispielsweise Hirnschäden. Diese Impfschäden lassen sich nie ganz ausschließen, denn in dem Moment, in dem die Impfung verabreicht wird, wird im Körper eine künstliche Krankheit erzeugt und darauf reagiert jeder Mensch auf andere Weise.

  • Prostatakrebs – der Krebs der Männer

    Prostatakrebs – der Krebs der Männer

    Wenn es eine Krebsart gibt, vor der Männer Angst haben, dann ist es der Prostatakrebs. In Deutschland wird bei rund 65.000 Männern jedes Jahr die Diagnose Prostatakrebs gestellt und bei 12.000 der Patienten führt die Krankheit zum Tod. Auch wenn die Möglichkeiten für eine Therapie immer besser werden, bleibt die nur kastaniengroße Drüse, die sich unterhalb der Blase befindet, doch ein Sorgenkind, denn es ist oft nicht leicht, die ersten Prostatakrebssymptome richtig zu deuten.

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  • Wie gefährlich ist eine Schwangerschaftsvergiftung?

    Wie gefährlich ist eine Schwangerschaftsvergiftung?

    Es gibt bis heute kaum Studien und keine gesicherten Erkenntnisse, warum es überhaupt zu einer Gestose, besser bekannt unter dem Namen Schwangerschaftsvergiftung kommt. Eins ist aber sicher, wird eine Gestose nicht rechtzeitig erkannt, dann stellt sie eine große Gefahr für die Mutter und das ungeborene Kind dar.

    Es gibt viele unterschiedliche Symptome, die auf eine Schwangerschaftsvergiftung hindeuten. Wenn werdende Mütter eines dieser Symptome bei sich feststellen, dann sollten sie keine Minute zögern und sofort ihren Frauenarzt aufsuchen. Je eher eine Gestose festgestellt wird, umso einfacher und effektiver wird es, sie zu behandeln.

    Die unterschiedlichen Formen der Gestose

    Ärzte unterscheiden eine Schwangerschaftsvergiftung in eine Früh- oder in eine Spätgestose. Die Frühgestose tritt nur im ersten Drittel der Schwangerschaft auf, die Spätgestose in den letzten sechs Wochen. In der frühen Form muss sich die Schwangere häufig übergeben und nicht selten ist ihr den ganzen Tag übel. Nach der zwölften Woche verschwinden diese Symptome in der Regel wieder und es besteht keine Gefahr mehr für Mutter und Kind.

    Deutlich gefährlicher ist aber die späte Form der Schwangerschaftsvergiftung, die meist im letzten Drittel der Schwangerschaft auftritt. In Deutschland trifft eine Spätgestose 5 % bis 10 % aller schwangeren Frauen.

    Welche Symptome gibt es?

    Die deutlichsten Anzeichen, dass eine Spätgestose oder auch eine Präeklampsie vorliegt, sind Wassereinlagerungen, zum Beispiel in den Beinen, ein viel zu hoher Blutdruck und auch ein überhöhter Eiweißgehalt im Urin. Starke Kopfschmerzen können ebenso ein Zeichen für eine Schwangerschaftsvergiftung sein. Schwangere Frauen, die unter Kopfschmerzen leiden oder beobachten, dass sich Wasser in den Beinen einlagert, die sollten nicht zögern, und sofort ihren Arzt aufsuchen.

    Die Eklampsie ist die schwerste Form der Schwangerschaftsvergiftung. In dieser Form kommt es zu Krampfanfällen und es können sich lebensgefährliche Thrombosen bilden. Auch ein Versagen der Nieren und Hirnödeme sind keine Seltenheit. Tritt eine Eklampsie wenige Wochen vor dem errechneten Geburtstermin ein, dann entscheiden sich die Ärzte meist für einen Kaiserschnitt, um das Leben von Mutter und Kind zu retten. Nach der Geburt erholt sich die Mutter meist schnell von den Symptomen und auch Organschäden sind selten.

    Die Ursachen für eine Schwangerschaftsvergiftung

    Bis heute haben Mediziner keine hinreichende Erklärung dafür, warum es überhaupt zu einer Schwangerschaftsvergiftung kommt. Fest steht aber, dass eine Gestose nicht während der Schwangerschaft geheilt werden kann. Gefährdet sind Frauen, die zu einem hohen Blutdruck leiden, und auch stark übergewichtige Frauen trifft es öfter als normalgewichtige Frauen. Auch bei Frauen, die sehr jung schwanger werden, wird häufig eine Schwangerschaftsvergiftung festgestellt, und zur Risikogruppe gehört auch, wer über 35 ist und schwanger wird.

    Wie wird eine Gestose behandelt?

    Wenn typische Symptome auftreten, dann muss so schnell wie möglich ein Arzt aufgesucht werden. Kommt es zu hohem Blutdruck, dann kann der Arzt entsprechende Medikamente verordnen, aber auch Ruhe und die Vermeidung von Stress können hilfreich sein, um den Blutdruck dauerhaft zu senken.

    Lagert sich Wasser ein, dann kann ein Hochlegen der Beine ebenso hilfreich sein, wie auch eine gezielte Bürstenmassage oder Wechselduschen. Das regt die Durchblutung an und lässt die betroffenen Körperpartien wieder abschwellen. Um den Eiweißgehalt im Urin zu senken, sollten eiweißreiche Speisen wie zum Beispiel Käse, Fisch, Hülsenfrüchte, Nüsse und Milch vom Speiseplan gestrichen werden.

    Nicht in jedem Fall sind Wassereinlagerungen, Kopfschmerzen oder ein erhöhter Blutdruck ein Anzeichen für eine Schwangerschaftsvergiftung, trotzdem sollte jede schwangere Frau auf Nummer sicher gehen und sich vom Arzt untersuchen lassen.

     

  • Ibuprofen – Wirkung und Nebenwirkungen

    Ibuprofen – Wirkung und Nebenwirkungen

    Neben Acetylsalicylsäure und Diclofenac ist Ibuprofen eines der beliebtesten Schmerzmittel, das in deutschen Apotheken verkauft wird. Es wird bei Erkältungen wie auch bei Kopf- oder Gelenkschmerzen gern eingenommen, auch wer sich eine Prellung oder eine Zerrung beim Sport zugezogen hat, der greift zu Ibuprofen. Wie bei allen anderen Schmerzmitteln, so hat auch Ibuprofen Nebenwirkungen. Wer also ein Mittel gegen Schmerzen sucht, der sollte sich auch über die Nebenwirkungen sehr gründlich informieren.

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  • Halsschmerzen Hausmittel

    Halsschmerzen Hausmittel

    Halsschmerzen Hausmittel – welche helfen wirklich?

    Halschmerzen sind die treuen Begleiter jeder Erkältung. Ein unangenehmes Kratzen im Hals, Beschwerden beim Schlucken und auch Heiserkeit machen vielen zu schaffen, aber nicht alle wollen gleich zu Medikamenten greifen, sondern entscheiden sich lieber für ein Halsschmerzen Hausmittel, um wieder ohne Probleme schlucken zu können. Welche Halsschmerzen Hausmittel gibt es und welche sind besonders effektiv?

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