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  • Extremes Schwangerschaftserbrechen

    Extremes Schwangerschaftserbrechen

    Von extremen oder auch unstillbarem Schwangerschaftserbrechen sind etwa 0,5 bis 2 Prozent der Schwangeren betroffen. Die fachspezifische Bezeichnung dieser unangenehmen Erkrankung lautet Hyperemesis gravidarum. Sie gilt als eine der häufigsten Ursachen für einen Aufenthalt im Krankenhaus während der Schwangerschaft und beginnt in der Regel vor der fünften Schwangerschaftswoche. Bei einigen Frauen tritt die Übelkeit nur morgens auf, andere haben auch mittags und/oder abends damit zu kämpfen.

    Eine Abschwächung gibt es meist bis zur 14. Woche, in sehr seltenen Fällen kann sich das Erbrechen bis zum Ende der Schwangerschaft durchziehen. Das häufige, mindestens fünf mal über den Tag verteilte Erbrechen und die dauernd anhaltende Übelkeit kann die Schwangere während dieser Zeit stark einschränken. Das Leiden wird von Betroffenen in jedem Fall als sehr belastend erlebt und beschrieben. Eine frühzeitige Behandlung kann hier jedoch oft Abhilfe schaffen. Viele Möglichkeiten, Schwangerschaftserbrechen selbst mit Hausmitteln oder ähnlichem zu beeinflussen, haben Betroffene leider nicht.

    Neben dem Erbrechen klagen einige Schwangere noch über Schwindel oder Durchfall, auch Mattigkeit und verstärkte Müdigkeit werden beschrieben.

    Auslöser für eine Hyperemesis gravidarum
    Die genaue Ursache und Entstehung von extremen Schwangerschaftserbrechen ist noch nicht geklärt. Die hormonelle Veränderung während einer Schwangerschaft ist sicherlich nur ein Faktor, der zu diesem Leiden führt. Jedoch ist noch nicht abschließend geklärt ob es nur an einer Überempfindlichkeitsreaktion des Einzelnen auf den hormonellen (HCG-)Anstieg liegt oder ob die angestiegene Hormonkonzentration selbst Auslöser für eine Hyperemesis gravidarum ist. Letztlich können aber auch bestimmte Gerüche oder Speisen für Übelkeit und Erbrechen sorgen. Diese sollten dann gemieden werden.

    Entgegen landläufigen Meinungen kommt es nicht häufiger zum Erbrechen, wenn ein Mädchen erwartet wird. Manche Menschen wollen auf diese Weise das Geschlecht bestimmen können. Doch dies ist ein Ammenmärchen, bei einer Jungen-Schwangerschaft und selbst bei einer Mehrlingsschwangerschaft kann genauso die typische Übelkeit mit dem starken Erbrechen auftreten wie bei einer Mädchen-Schwangerschaft. Bei Mehrlingsschwangerschaften ist das Risiko des extremen Schwangerschaftserbrechens jedoch höher.

    Ob die Hyperemesis auftritt, ist von Schwangerschaft zu Schwangerschaft verschieden. Wer also beim ersten Kind Probleme hatte, muss diese bei weiteren Kindern nicht haben und umgekehrt. Ein Grund zur Sorge ist das Leiden dennoch nicht; das Baby leidet nicht und entwickelt sich trotzdem völlig normal, solange keine extreme Gewichtsabnahme oder Dehydrierung aufritt.

    Unterteilung der Hyperemesis gravidarum

    Die Hyperemesis gravidarum wird in zwei Grade unterteilt. Beim ersten Grad fühlt sich die Betroffene krank, aber die Stoffwechselparameter liegen dennoch im Bereich des Normalen. Beim zweiten Grad ist der Elektrolytenhaushalt bereits entgleist und die Schwangere hat ein sehr starkes Krankheitsgefühl. In diesem Fall muss eine stationäre Behandlung erfolgen.

    Selbsthilfe

    Ist der zweite Grad noch nicht erreicht, können zunächst einige Dinge selbst versucht werden. Sie können zur Linderung des Leidens beitragen:

    • Bereits vor dem Aufstehen eine Kleinigkeit essen
    • Kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich nehmen
    • ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen
    • ausreichend schlafen
    • Speisen und Gerüche vermeiden, die Übelkeit hervorrufen
    • Verzicht auf scharfe und fettige Speisen
    • Stress möglichst komplett vermeiden

    Gemüsebrühe kann unterstützend wirken und den Elektrolytenhaushalt ausgleichen. Bei Anzeichen von Dehydration oder extremen Gewichtsverlust sollten Betroffene unbedingt einen Arzt konsultieren. Es ist damit zu rechnen, dass nicht nur die werdende Mutter gesundheitliche Probleme bekommen kann, sondern auch das heranwachsende ungeborene Leben! Deshalb sollte keine falsche Scheu aufkommen, sondern der Frauenarzt, die Notfallambulanz, die Rettungsstelle oder eine andere geeignete Stelle aufgesucht werden. Am besten ist ein Anruf bei der Notrufnummer 112, so dass ein Rettungswagen und gegebenenfalls auch gleich ein Notarzt bereitstehen.

    Behandlung der Hyperemesis gravidarum oft stationär

    Speziell für die Hyperemesis gravidarum gibt es kein Medikament, was zumindest für den deutschen Markt zugelassen ist. Ein Aufsuchen des (Frauen-)Arztes ist deshalb anzuraten, wobei dieser die Schwangere gegebenenfalls ins Krankenhaus überweist. Hier bekommen Betroffene intravenös Flüssigkeit mit Elektrolyten zugeführt. Ebenso erhalten sie ein Mittel gegen die Übelkeit. Eine normale Nahrungszufuhr ist bereits nach wenigen Tagen möglich und die Schwangere kann das Krankenhaus wieder verlassen. Nur in seltenen Fällen muss der Schwangeren künstlich Nahrung zugeführt werden.

    Bild: © Depositphotos.com / kmiragaya

  • Welche Schlafmöglichkeit fürs Baby?

    Welche Schlafmöglichkeit fürs Baby?

    Für viele werdende Eltern stellt sich die Frage, ob sie lieber eine Wiege, einen Stubenwagen oder ein Bettchen anschaffen. Dazu sollten sich Eltern folgende Fragen stellen:

    1. Wie viel Platz haben wir zur Verfügung?
    2. Babyzimmer oder doch besser das elterliche Schlafzimmer?
    3. Was könnte andere, vielleicht arbeitende, Familienangehörige stören?
    4. Soll der Nachwuchs möglichst immer in der Nähe der Mutter oder des Vaters sein?
    5. Wie lange soll die Schlafmöglichkeit genutzt werden können (Umbaumöglichkeiten)?
    6. Wie viel finanziellen Spielraum haben wir?

    Hier ein paar unserer Vorschläge oder schauen Sie auf rundumskinderzimmer.de vorbei:

    Baby Stubenwagen

    Ein Baby Stubenwagen bietet gegenüber dem Kinderbett den Vorteil, dass er leicht und einfach zu transportieren ist. Ermöglicht wird dies durch vier leichtgängige Laufrollen am Gestell. Stabilität bekommt der Baby Stubenwagen durch das Grundgerüst aus Holz oder Metall. Auf diesem steht das Körbchen, welches meist aus Weide aufwändig geflochten wurde. Es dient dem Baby als Schlafplatz. Die Liegefläche kann variieren, die meisten Baby Stubenwagen sind jedoch für Kinder bis zu einem Lebensjahr, zum Teil auch bis zu einem Alter von eineinhalb Jahren geeignet. Ca. 80 cm lang ist die Fläche, auf der der Säugling liegen kann, die Breite variiert zwischen 40 und 50 cm.

    Die Himmels-Stange aus Metall und der Himmel, Matratze mit Bezug, eventuell ein Nestchen und Bettwäsche sind nützliche Dinge, die man für einen Baby Stubenwagen benötigt. An der Stange für den Himmel kann auch ein interessantes Mobilé oder eine süße Spieluhr befestigt werden. Bei der Bettwäsche für den Baby Stubenwagen kommt es vor allem auf die Waschbarkeit bei 60° C an. Moderne Bezüge sind mit Reißverschlüssen für einen schnellen Wäschewechsel ausgestattet.

    Baby Beistellbett 

    Ein Baby Beistellbett ist eine äußerst sinnvolle und nützliche Erfindung. Damit können Babys im eigenen Bettchen schlafen, aber durch eine offene Seite direkt neben Mama oder Papa liegen. Das Baby Beistellbett wird direkt befestigt am elterlichen Bett, so dass die Matratzen ohne störenden Spalt direkt aneinander liegen. Soll nun das Baby gestillt werden oder für die Kuschelzeit, kann es einfach aus dem Baby Beistellbett geholt werden. Nachdem es satt ist oder schlafen soll, wird es zügig in sein eigenes Bettchen gelegt.

    Mit einem Baby Beistellbett ist für Eltern und Baby ein problemloses Schlafen möglich. Platzprobleme durch das Kind in der Bettmitte gehören der Vergangenheit an. Das Baby muss dennoch nicht die Geborgenheit seiner Eltern missen. Es gibt sogar Baby Beistellbetten, die umgebaut werden können und mehrere Funktionen vereinen, ein Vier-in-Eins-Babybett zum Beispiel. Es ist nicht nur als frei stehendes Baby Gitterbett erhältlich, sondern zusätzlich zu Wiege und Stubenwagen als Baby Beistellbett verwendbar – vier Funktionen in einem einzigen Möbelstück. Dazu müssen nur die zusätzliche Stange befestigt und das Nestchen darüber befestigt werden. Mit einem solchen Baby Beistellbett lässt sich bares Geld sparen.

    Schaukelwiege

    Eine süße Schaukelwiege ist ein gutes Möbelstück für den Babyhaushalt, vor allem dann, wenn ein Kind dieses beruhigende Schaukeln benötigt, um friedvoll zu schlummern. Sie dient auch als Bettchen, wenn ein Stubenwagen in der Größe nicht mehr ausreichend ist.

    Eine Schaukelwiege besteht meist aus einem Gestell und der darin befestigten Wiege. Das Schaukeln ist enorm beruhigend auf viele Babys. Sie schlummern dann viel besser und fühlen sich somit geborgener. Beim Kauf einer Schaukelwiege sollte darauf geachtet werden ob es auch eine Feststellbremse gibt. Auch wichtig wäre, ob man eventuell die Stärke des Schaukelns einstellen kann. Auf jeden Fall ist darauf zu achten, dass die Kippsicherheit gegeben ist, damit die Wiege nicht umkippen kann.

    Genügend Platz beziehungsweise Liegefläche für das Kind ist ebenso ein wichtiger Faktor beim Kauf einer Schaukelwiege. Außerdem sollte unbedingt auf die Freiheit von diversen Schadstoffen geachtet werden. Ebenso dürfen keine scharfen Ecken oder Kanten an der Schaukelwiege vorhanden sein, damit sich ein Baby nicht verletzen kann.

    Bild: © Depositphotos.com / petrograd99

  • Haarausfall – nicht nur ein „männliches“ Problem

    Haarausfall – nicht nur ein „männliches“ Problem

    Zahlreiche Menschen ärgern sich darüber, dass die Natur ihre Köpfe kahl werden lässt. Zwar sind häufiger Männer von diesem Phänomen betroffen, doch auch Frauen können aus verschiedenen Gründen unter verstärktem Haarausfall leiden. Gesundheitliche und/oder hormonelle Probleme spielen beim weiblichen Geschlecht am ehesten eine Rolle, wenn das Haupthaar schütter wird und sich deutlich lichtet.

    Ausfallendes Haupthaar ist eine alltägliche Erscheinung. Eine Faustregel besagt, dass jeden Tag etwa 100 Haare in der Bürste hängenbleiben. Dies ist aber im Normalfall kein Problem, weil jede Menge neue Haare nachwachsen. Die paar, die verloren gehen, fallen deshalb gar nicht so deutlich auf. Erst wenn die Normalzahl im auffälligen Maße überschritten wird, ist dies ein Grund zur Sorge und eventuell für einen Arztbesuch, wie z. B. beim Hautarzt (Dermatologen). Haarausfall, auch Alopezie genannt, bezeichnet einen dauerhaften Haarverlust auf dem Kopf, der verschiedene Ursachen haben kann.

    Die Gene und das Alter spielen beim Haarausfall eine Rolle

     

    Die bekannteste Form für das schwindende Haupthaar tritt hauptsächlich bei Männern ab dem 30. Lebensjahr auf und ist genetisch bedingt. Die häufigste Ursache ist ein erhöhter Androgenspiegel. Durch den hohen Wert kommt es bei den Haarwurzeln zu einer Überempfindlichkeit gegen das Hormon DHT. Diese  wird weiter vererbt, der Haarverlust hat deshalb genetische Ursachen.

     

    Die Haare lichten sich anfangs meistens an den Schläfen und an der Stirn, dadurch entstehen die typischen Geheimratsecken und Stirnglatzen. Dieser Haarschwund wird mit zunehmendem Alter auffälliger. Aber auch die Bildung eines Haarkranzes durch einen Haarausfall im Zentrum des Haupthaares ist bei den Herren der Schöpfung möglich. Allerdings können kleine kreisrunde kahle Stellen auch beispielsweise eine Schilddrüsenfehlfunktion zur Ursache haben. Deshalb sollte man bei dieser Form, der Alopezia areata den Haus- oder Hautarzt konsultieren, um rasch medikamentös eingestellt zu werden. Dann lässt sich zumindest diese Form noch erfolgreich aufhalten.

     

    Frauen leiden nur selten unter dem Phänomen verstärkter Haarausfall. Die meisten weiblichen Betroffenen bekommen dieses Problem während der Wechseljahre. Aber auch während der Schwangerschaft bemerken viele werdenden Mütter, dass ihre Haare dünner werden und verstärkt ausgehen. Bei manchen tritt dieses Phänomen auch erst nach der Entbindung auf.

    Kahle Stellen
    Bei einer weiteren Form fallen die Haare an einer bestimmten Stelle am Kopf kreisrund aus. Genauer gesagt: Das Haar fällt verstärkt im einen begrenzten Gebiet aus. Diese haarlosen Stellen finden sich auf Köpfen jeden Alters. Kinder und Jugendliche sind am häufigsten betroffen. Diese Form des Haarverlustes wird bei Männern etwas öfter beobachtet als bei Frauen und ist meist ein Krankheitssymptom. Es gibt auch eher seltene Erkrankungen, bei denen die Haare nicht oder nicht richtig angelegt sind und Betroffene von Haus aus eine Glatze haben.

    Krankheiten und medizinische Nebenwirkungen
    Neben genetisch bedingten Gründen können auch Krankheiten und starke Medizin Haarausfall verursachen. Für einen bestimmten Typ des kreisförmigen Haarschwunds (Alopezia areata) sind unterschiedliche Hautkrankheiten oder Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises verantwortlich. Diese Form tritt beispielsweise häufig bei Lupus erythematodes (Bindegewebsrheumatismus) und Lichen ruber (Hautkrankheit) auf. Im Verlauf dieses Syndroms kommt es neben der schwindenden Haarpracht zu Vernarbungen an der Koopfhaut. Auch Schilddrüsenfehlfunktionen können Schuld am kreisrunden Haarausfall sein.

     

    Der symptomatische Haarausfall ist neben den schon genannten Varianten ebenfalls in einigen Fällen zu beobachten. Er ist eine Begleiterscheinung von schweren chronischen Erkrankungen, hormoneller Störungen oder Vergiftungen. Er kann aber auch eine Folge von Nebenwirkungen von Arzneien, Chemotherapien und Bestrahlungen sein. Der plötzliche und massive Haarverlust ist typisch für Krebsleiden bzw. ihre Therapie als Nebenwirkung.

    Gegenmaßnahmen

    Wie lässt sich das Verschwinden des natürlichen Kopfschmucks behandeln? Mit Perücken oder Haarteilen, Tüchern und anderen Kopfbedeckungen lassen sich kahle Stellen am Kopf verdecken. Falls ein durch Krankheiten bedingter Haarverlust nachgewiesen werden kann, trägt im zahlreichen Fällen die Krankenkasse die Anschaffung des Haarersatzes.

     

    Frauen, die in den Wechseljahren unter dem Verlust des Haupthaars leiden, können durch Hormone therapiert werden. Nach Schwangerschaften wachsen Haare meist auch wieder nach; das gilt auch für erkrankungsbedingten Haarausfall. Sobald die Betroffenen geheilt sind, wachsen die Haare in den meisten Fällen wieder nach.

     

    Wenn die Kopfbehaarung verstärkt in bestimmten Bereichen des Kopfs verschwindet, kann den Patienten oft mit Salben, Tinkturen und ähnlichem geholfen werden. Zwar versprechen viele Mittelchen, dass Haarausfall verringert oder beseitigt wird. Die meisten davon wirken aber nur kurzfristig oder überhaupt nicht. Alters- und genetisch bedingter Haarausfall wird dauerhaft durch eine Haartransplantation behandelt.

    Bild: © Depositphotos.com / Goodluz

  • Depressionen – Männer und Frauen leiden verschieden

    Depressionen – Männer und Frauen leiden verschieden

    Eine Depression weist im Anfangsstadium meist unterschiedliche psychische und körperliche Störungen auf. Antriebslosigkeit, Verdauungsstörungen oder Schlafstörungen sind die häufigsten Merkmale. Millionen Menschen leiden weltweit an Depressionen. Frauen leiden häufiger an dieser Krankheit als Männer. Leider erkranken auch immer mehr Kinder an Depressionen. Man geht derzeit davon aus, dass die Anlage zu dieser Krankheit erblich geschaffen wird.

    Das Risiko einer erneuten Erkrankung, nach einer Depression, ist sehr hoch.  Oftmals spielen auch Selbstmordgedanken eine große Rolle im Zusammenhang mit Depressionen.

    Jährlich sterben in Deutschland  zwischen 9.000 und 10.000 Menschen durch Suizid. Häufiger sind hier allerdings Männer betroffen. Doch auch Frauen unternehmen öfter einen Selbstmordversuch.
    Bei der Art des Suizid kann man Unterschiede erkennen. Männer wählen oftmals die härtere Methode, während sich die Frauen eher für die Überdosis Tabletten entscheiden.

    Arten der Depression

    Es gibt verschiedene Arten von Depressionen. Man unterscheidet hier zwischen den unipolaren, den bipolaren affektiven Depressionen, den Winterdepressionen, sowie der Dysthymie und der Zyklothymie.

    Unipolare Depression

    Die unipolare Depression, auch einpolige Depression genannt, ist die häufigste Erkrankung. Die Patienten leiden ausschließlich depressiv, weisen aber keine manische Krankheitsphase auf. Die typischen Zeichen für diese Art von Depressionen sind Schlafstörungen, Niedergeschlagenheit, frühes Aufwachen und morgendliche Unruhe.

    Bipolare affektive Depression

    Bei der bipolaren affektiven Depression wechseln sich depressive und manische Lebensphasen ab. Befinden sich die Betroffenen in der Manie Phase, neigen sie dazu, sich selbst und ihre Fähigkeiten zu überschätzen. Sie erzeugen ein übertriebenes Selbstverständnis.  Es gibt Menschen, die in dieser Phase in der Lage sind mehrere Nächte hintereinander wach zu bleiben oder durchzuarbeiten, ohne dabei müde zu werden.

    Winterdepressionen

    Die Winterdepression ist  eine saisonale Depression, die vielen Menschen geläufig ist. Sie kann regelmäßig in den Herbst- und Wintermonaten auftreten. Im Frühling und im Sommer verschwinden diese Depressionen.  Hier ist weniger eine depressive Verstimmung zu spüren. Die Betroffenen fühlen sich im Winter energielos.

    Dysthymie

    Ähnlich wie die unipolare Depression zeigt sich das Erscheinungsbild der Dysthymie. Die depressiven Symptome sind allerdings nicht so stark ausgeprägt.  Die Dysthymie macht sich leider schon im Jugendalter bemerkbar und erstreckt sich chronisch über viele Lebensabschnitte.

    Zyklothymie

    Das bipolare Gegenstück zur einpoligen Dysthymie ist die Zyklothomie. In dieser leichten Form der Depression wechseln sich manische und depressive Phasen ab.

    Leiden Männer weniger unter Depressionen als Frauen?

    Männer schenken in erster Linie den körperlichen Symptomen Beachtung. Daher ist es schwieriger bei Männern Depressionen zu erkennen. Männern stellen Kummer und Selbstzweifel bewusst in den Hintergrund und reagieren in Problemsituationen schneller aggressiv. Frauen hingegen sind eher erschöpft und gedämpft und sprechen offener über ihre Probleme oder Stimmungsschwankungen.

    Da Frauen offenen sind, werden Depressionen bei Frauen öfter diagnostiziert.  Daher lässt sich gar nicht genau sagen, ob Männer weniger an Depressionen leiden als Frauen. Die Psychologie geht derzeit davon aus, dass bei Frauen ihr eher passives Verhalten schneller zu der Diagnose Depression führt.  Der Mann wird von klein auf eher dahinerzogen, Probleme aktiv zu klären.  Der Unterschied ist zwar zum heutigen Zeitpunkt nicht mehr besonders groß, aber trotzdem neigen Frauen häufiger dazu, Probleme eher mit Schuldgefühlen und Depressionen zu klären, anstatt nach Lösungsansätzen zu suchen, die ggf. etwas ungemütlich sein könnten.

    Überforderung im Alltag

    Frauen sind in der heutigen Zeit eher Hausfrau, Mutter und Karrierefrau in einer Person. Durch diese moderne gesellschaftliche Stellung der Frau kommt es häufig zu vermehrtem Auftreten von Depressionen. Die Frau geht täglich zur Arbeit , führt den Haushalt und schafft es zu dem noch ihre Kinder zu erziehen. Da die Frau im Vergleich zum Mann nicht dieselben Karrierechancen hat und zu dem die Mehrfachbelastung auf ihren Schultern trägt, kommt es bei Frauen häufiger vor, dass sie an Depressionen leiden.

    Monatlich durchlebt jede Frau im gebärfähigen Alter (häufig auch schon vorher oder noch danach) ein hormonelles Durcheinander. Vor ihrer Periode verändert sich der gesamte  Hormonhaushalt der Frau. Dies kann häufig auch zu Depressionen führen.  Die Abkürzung „PMS“ steht für Prämenstruelles Syndrom. Dies bedeutet, dass die Frau in dieser Zeit anfälliger ist und durch das kurzzeitige Hormonchaos eine Depression ausgelöst werden kann.  Warum dies bei Frauen so ist, konnte bis heute nicht festgestellt werden.  Ärzte glauben, dass es sich um eine genetische Veranlagung handelt, wenn man durch Stress und diese hormonelle kurzfristige Veränderung an einer Depression leidet.

    Typisch weibliche Ursachen für Depressionen

    Depressionen nach der Menopause

    Die letzte spontane Menstruation der Frau wird auch als Menopause bezeichnet.  Nach der letzten Menstruation endet die Fruchtbarkeit der Frau und ihr Östrogenspiegel sinkt. Das Hormon Östrogen dient dazu, die Konzentration von unterschiedlichen Botenstoffen des Gehirns zu erhöhen. Botenstoffe sind beispielsweise Noradrenalin, Dopamin und Acetylcholin oder auch Serotin. Verringert sich der Östrogenspiegel, wird auch die Serotonin Wirkung verringert. Durch diese Veränderungen können Depressionen hervorgerufen werden. Oftmals handelt es sich hier um Stimmungsschwankungen, die durch Hormonpräparate behoben werden können.

    Wochenbettdepression

    Die Wochenbettdepressionen wird auch postnatale Depression genannt und tritt nach der Geburt auf. Sie führt zu leichten Verstimmungen, die bei vielen Frauen auftreten.  Viele Mütter fallen aufgrund der zahlreichen hormonellen Umstellungen und durch die neue Verantwortung, die ihnen auferlegt wird, in kurzzeitige Depressionen.  Eine Wochendepression wird erst dann bedenklich, wenn sie länger als zwei Wochen anhält.

    Depressionen bei Frauen therapieren

    Pflanzliche Mittel wie beispielsweise Johanniskraut lassen sich bei leichten Depressionen gut einsetzen. Handelt es sich aber um mittelschwere oder gar schwere Depressionen, sollte unbedingt mit Antidepressiva gearbeitet werden. Befindet sich die Frau in den Wechseljahren, kann das Antidepressivum auch mit zusätzlichen Hormonpräparaten kombiniert werden.  Zusätzlich werden auch Schlafmittel und Mittel die die Beruhigung fördern eingesetzt.  So findet der Betroffene schneller seine innere Ruhe. Dies ist besonders in der Anfangsphase der Therapie förderlich.  Die Medikamente sollten allerdings nicht länger als zwei bis drei Wochen genommen werden, da man sonst abhängig davon werden kann.

    Es kommt natürlich darauf an, welche Verordnungen der Arzt trifft. Nicht jede Tablette macht auch automatisch abhängig. Dabei sollte auf mögliche andere Erkrankungen, Vorerkrankungen, eventuelle bisherige Süchte und Probleme geachtet werden. Heutzutage gibt es zahlreiche moderne Medikamente, bei denen die Gefahr einer Abhängigkeit gering bis gar nicht gegeben ist. Dann können oder müssen manche Antidepressiva auch über einen längeren Zeitraum genommen werden, oft einige Monate oder sogar Jahre. Sind die Depressionen symptomatisch für eine andere Erkrankung, dann behandelt der erfahrene Facharzt diese Krankheit. Bei Schizophrenie oder Borderline etwa ist in den meisten Fällen eine lebenslange Einnahme von Medikamenten notwendig.

    Männer nehmen Depressionen anders wahr

    Depressionen zeigen sich bei Männern und Frauen in Regel immer durch Antriebslosigkeit, Schlafstörungen, negative Gedanken und Niedergeschlagenheit.  Männer weisen allerdings, häufiger als Frauen, ein erhöhtes Potential an Aggressivität auf.  Sie sind in ihrem Handeln gereizt, rasten bei Kleinigkeiten aus oder neigen zu übertriebenem Handeln. Gleich nach ihrer Tat bereuen sie diese wieder. Beobachtet man an sich ein solches Verhalten, sollte man prüfen, ob es sich um eine schleichende Depression handelt.  Viele Männer neigen zu „Ärger – Attacken“. Diese Situation ist für Außenstehende und auch für die Betroffenen übertrieben und unpassend. Doch was passiert in diesen Momente? Der Herzschlag erhöht sich, teilweise tritt Herzrasen auf, man bekommt Atemnot oder Beklemmungsgefühle oder auch Körperregionen beginnen zu schmerzen.

    Lassen sich die Schmerzen nicht behandeln, ist die Diagnose „Depression“ naheliegend.  Schnelles Aufbrausen, Reizbarkeit, Neigung zu Vorwürfen oder auch Wutanfälle, Risikobereitschaft und schnelles Aufbrausen sind bei Männern mit Depressionen nicht selten. Männer mit Depressionen haben oftmals eine erhöhte Bereitschaft zu Straftaten, neigen zu übermäßigem Genuss an Alkohol, können ihr Sozialverhalten nicht anpassen, haben einen Zustand der allgemeinen Unzufriedenheit, konsumieren Nikotin und finden aus ihrer Traurigkeit nicht heraus. Durch den Verlust von Interessen, Schmerzen ohne körperliche Ursachen oder auch die Schuldgefühle und Versagensängste kommt es zum Suizidgedanken.

    Depressionen und Selbstmord

    Nicht jede Depression ist lebensbedrohlich, aber etwa 15 % der Betroffenen  nehmen sich das Leben. Es gibt zwischen den Geschlechtern keinen Unterschied, was den Gedanken angeht. Männern gelingt ein Selbstmordversuch allerdings häufiger. Grund hierfür ist, dass es Frauen leichter fällt über ihre Ängste und Probleme zu reden.  Männern fällt dies schwerer. Leiden sie unter psychischen Problemen, nutzen sie oftmals die Ausrede, dass sie an Müdigkeit oder Schlaflosigkeit leiden.  Sie sind beim Arzt nicht immer ehrlich. Ein Arzt kann die Depression dann nur durch gezieltes Fragen erkennen.

    Ein weiteres Problem ist, dass Männer eher dazu neigen, die Behandlungen vorzeitig abzubrechen. Der Grund hierfür liegt darin, dass Männer keine Schwäche zu lassen und sie die Erkrankung Depression nicht akzeptieren. Als Folge des Abbruchs ereignet sich ein heftiger Rückfall. Aber Männerdepressionen können auch mit Psychotherapie und mit Medikamenten behandelt werden.

  • Heuschnupfen – der ständige Kampf mit den Pollen

    Heuschnupfen – der ständige Kampf mit den Pollen

    Es ist Frühling und alles in uns schreit danach die Sonne und nicht zuletzt die frisch erwachte Natur zu genießen. Wenn der Schnee endgültig verschwindet, Schlitten und Ski ihr Sommerquartier in Garagen und Kellern einnehmen und wärmere Temperaturen zum Genießen der frischen Frühjahrsluft einladen, beginnt für eine nicht unwesentliche Gruppe Menschen auch die Zeit der triefenden Nasen, zugeschwollen Augen und der entzündeten Bindehäute. Die Beschwerden sind so facettenreich wie die Farbenpracht der Natur: Bis hin zu starken asthmatischen Problemen leiden Heuschnupfengeplagte mitunter an Symptomen, die den Alltag zur Qual machen können.

    Doch nicht nur mit dem Frühling und der ersten Blüten- und Gräserpracht des Jahres gehen die typischen Symptome einer saisonalen allergischen Rhinitis einher. Auch im Herbst quälen so manchen die Pollen der Saisongräser und –blüten.

    Die saisonale allergische Rhinitis – wenn die Blütenpracht zum Albtraum wird

    Die Medizin fasst unter der Bezeichnung Heuschnupfen (auch allergische Rhinitis) die überempfindliche Reaktion des Immunsystems zusammen, die durch die Eiweiße in verschiedenen Pflanzenpollen ausgelöst werden.

    Das empfindliche und komplexe System aus Zellen und Eiweißen des menschlichen Körpers ist in diesen Fällen gestört. Anstatt seiner eigentlichen Aufgabe, dem Bekämpfen schädlicher Krankheitserreger, nachzukommen, geht das Immunsystem bei Heuschnupfenpatienten auch gegen die Eiweiße der Blüten- und Gräserpollen vor. Diese sind zwar keineswegs als schädlich für den menschlichen Organismus einzustufen, doch durch eine Fehlfunktion des körpereigenen Abwehrsystems werden auch diese Eiweiße fälschlicherweise als gefährlich deklariert und dementsprechend bekämpft. Die Folge sind erkältungs- oder grippeartige Symptome.

    Einer von fünf Deutschen leidet unter einer derartigen Überempfindlichkeit. Damit zählt Heuschnupfen zu den statistisch gesehen häufigsten Allergien.

    Das Ausmaß der auftretenden Symptome ist dabei jedoch überaus unterschiedlich. Während mancher mit tränenden Augen und einer entzündeten Nasenschleimhaut zu kämpfen hat, müssen andere mit Medikamenten gegen asthmatische Anfälle vorgehen. Eine genauere Diagnose ist vor allem dann erforderlich, wenn der vermeintliche Heuschnupfen über das gesamte Jahr hinweg auftritt. Dann könnte statt der Allergie gegen Pollen beziehungsweise deren Eiweiße, auch eine allgemeinere Allergie, beispielsweise gegen Hausstaub oder Milben, die Ursache sein.

    Heuschnupfen – banales „Wehwehchen“ oder ernst zu nehmende Erkrankung?

    Der Heuschnupfen gehört zu den wohl am ehesten unterschätzten Erkrankungen unserer Zeit. Die Symptome jedoch können Betroffenen stark zusetzen, den Alltag enorm einschränken und sogar Depressionen auslösen. Hinzu kommt die wachsende Gefahr eines, wie er von Medizinern genannt wird, „Etagenwechsels“. Dabei klingen die typischen Symptome in den Nasennebenhöhlen und Schleimhäute meist ab – allerdings entwickelt sich in diesen Fällen häufig ein allergisches Asthma. Die Beschwerden verschwinden demnach nicht, sondern wechseln lediglich den Wirkungskreis, bis sie im schlimmsten Fall die Atemwege beeinträchtigen.

    Ursachen des Heuschnupfens – vererbt oder provoziert?

    Klare Fakten zur Ursache einer Heuschnupfenerkrankung gibt es bislang nicht. Allerdings werden anhand von Statistiken und medizinischen Beobachtungen Vermutungen angestellt.

    1. Theorie Vererbung:
    • Leidet kein Familienmitglied unter Heuschnupfen, wird eine 10 bis 15-prozentige Wahrscheinlichkeit angegeben, dass Kinder unter einer Pollen-Allergie leiden.
    • Sollte ein Elternteil oder eines der Geschwister unter Beschwerden leiden, steigt die Wahrscheinlichkeit auf 25 bis 30 Prozent.
    • Sind beide Eltern allergisch, steht die 40 bis 60-prozentige Wahrscheinlichkeit im Raum, dass auch das Kind allergisch reagiert.

     

    1. Theorie Hygienewahn als Auslöser:

    Bereits längere Zeit ist in Fachkreisen der ausgeprägte Hang zur übermäßigen Hygiene bei Säuglingen und Kleinkindern ein kontrovers diskutiertes Thema. Insbesondere bezüglich allergischer Reaktionen wird hier vermutet, dass die fehlende Forderung des Immunsystems in jungen Jahren die Wahrscheinlichkeit später Allergien zu entwickeln fördert. Fehlende Abwehrkräfte oder auch die falsche Konditionierung des Immunsystems kann, so die Expertenmeinungen, Allergien begünstigen.

    In welchen Fällen einer dieser beiden Auslöser in Frage kommt, ist schwer zu sagen. Die Forschung arbeitet jedoch daran herauszufinden, welche Auslöser Allergien im Allgemeinen auslösen, um auf diesem Wege eine noch effektivere Behandlung finden zu können. Die Pharmazie sowie die Naturheilkunde bieten bereits eine Palette wirkungsvoller Mittel zur Bekämpfung der typischen Symptome, so dass auch Heuschnupfengeplagte dem Frühling mehr oder weniger entspannt entgegentreten können.

  • Karate – Kampfkunst mit fernöstlichen Einflüssen

    Karate – Kampfkunst mit fernöstlichen Einflüssen

    Bei der Karate Kampfkunst handelt es sich im Grunde um eine waffenlose Kampfführung, die in erster Linie der Selbstverteidigung dienen soll. Die Karatetechnik kommt aus Okinawa, der südlichsten Präfektur Japans. Der uns bekannte Karatesport hat leider nur mehr ein paar Grundtechniken mit der ursprünglichen Karatekunst gemein. Durch die westlichen Einflüsse hat sich der Karatesport mehr und mehr zu einem Wettkampfsport entwickelt und ist kaum noch als ganzheitliche Lebenseinstellung zu betrachten. Vor allem im deutschsprachigen Raum findet man bereits zahlreiche Möglichkeiten, den Karatesport zu erlernen. Meist werden schon in der Grundschule unterschiedliche Kurse angeboten. Die Kinder können dadurch Energie abbauen und tun gleichzeitig auch noch etwas für die eigene Gesundheit und die Körperbeherrschung.

    Bedeutung Karate

    Der Name des Karatesports stammt aus dem Japanischen und bedeutet „Weg der leeren Hand“. Die Geschichte der Karatetechnik begann in einem buddhistischen Kloster. Ein Mönch hatte unterstützend zur Lehre des Ch’an Buddhismus auch körperliches Training unterrichtet. Dies war seiner Meinung nach wichtig für die Ausdauer und die Kondition im Meditieren. Daraus entstand die spätere Shaolin Kungfutechnik, aus dieser sich auch der Karatesport entwickelte.

    Viele Jahrhunderte lang wurden die Karatetechniken nur im Geheimen praktiziert. Erst ab dem Ende des 18. Jahrhundert erlebte der Karatesport eine Wandlung. Im deutschsprachigen Raum gehörte die Karatekampfkunst seit der Gründung der ersten Karateschule in Paris auch zum europäischen Sport. In Deutschland wurde der erste Karateverein in den siebziger Jahren gegründet. Der Trainer Hideo Ochi war damals der Bundestrainer der Bundesrepublik und unterrichtete auf den Schulen die verschiedensten Karatetechniken.

    Unterschiedliche Stilrichtungen im Karatesport

    Im Karatesport unterscheidet man vier unterschiedliche Stilrichtungen, Wadōryū, Shitōryū, Gōjūryū und Shōtōkan. Zudem haben sich in den letzten Jahrhunderten zahlreiche andere kleinere Abspaltungen gebildet, die heute in einigen Schulen Europas und in zahlreichen buddhistischen Klöstern in Asien unterrichtet werden. Die typische Kleidung im Karatesport ist der Karate-Gi. Der Karate-Gi besteht aus einer weißen Hose und einer weißen Jacke. Beides wurde früher ausschließlich aus Leinen hergestellt. Heute findet man nahezu nur mehr Baumwollmodelle, die im Sport angenehmer zu tragen und pflegeleichter sind. Schuhe gibt es im Karatesport nicht, denn hier wird ausnahmslos barfuß trainiert.

    Die Graduierung im Karatesport ist in zehn Stufen unterteilt. Der Dan ist ein Gürtel, der um die Hüfte und den Karate-Gi gebunden wird. Beginnt man mit dem Karatesport, erhält man den weißen Dan. Danach gibt es die Möglichkeit, durch verschiedene Prüfungen, weitere Dans zu erhalten. Die höchstmögliche Auszeichnung im Karatesport ist der schwarze Dan. Dieser Dan ist wiederum in zehn Gradierungen unterteilt.

    Um die verschiedenen Dan-Grade zu erreichen, benötigt es jahrelanges Training und zahlreiche Prüfungen. Um bei den verschiedenen Prüfungen antreten zu dürfen, muss man einem Karateverband beitreten. Nur über diese Vereine ist eine Teilnahme am Prüfungssystem möglich. Die wichtigsten Prüfungspunkte in einer Dan-Prüfung sind die Konzentration, die Kraft, Techniken, Aufmerksamkeit und der Kampfgeist. In Deutschland werden die Prüfungen vom DKV, dem Deutschen Karateverband oder dem DJKB, dem Deutschen JKA Karate Bund organisiert.

    Karate in Filmen

    Nicht nur im Sport, auch im Film, ist die Karate-Kampfkunst längst nicht mehr wegzudenken. Schauspieler wie Jackie Chan, Jean-Claude Van Damme oder Chuck Norris haben die Kampfkunst bereits mehrmals im Film dargeboten und beherrschen diese besondere Kampftechniken auch im privaten Bereich. Allerdings sollte niemand, der mit dem Karate-Training anfängt, gleich solche Leistungen erwarten, wie sie in den einschlägigen Filmen gezeigt werden. Die Erfahrung lehrt, dass es einige Jahre braucht, um gegen mehrere Gegner erfolgreich anzutreten. Auch das Kämpfen gegen diverse Waffen will gelernt sein. Es sind ebenfalls etliche Trainingseinheiten nötig, bevor man seinem Gegner das Messer oder eine andere Waffe so locker und problemlos aus der Hand schlagen kann, wie dies in den Karatefilmen häufig gezeigt wird. Also kann man den zukünftigen Karate-Profis nur raten: Trainieren, trainieren, trainieren.

    Sollten Sie sich entschließen Karate zu erlernen, benötigen Sie natürlich eine gewisse Grundausstattung, zu der auch der Anzug zählt.

    Bild: © Depositphotos.com / blasbike