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  • Windeldermitis – fast jedes Kind ist davon betroffen

    Windeldermitis – fast jedes Kind ist davon betroffen

    Fast jedes Kleinkind hat einmal einen wunden Po, das ist kein Grund zu Sorge, denn mit Zinksalbe wird das Problem schnell und effektiv bekämpft. Wenn sich aber zu einem wunden Po ein entzündlicher Ausschlag gesellt, dann handelt es sich in den allermeisten Fällen um eine Windeldermitis, eine Erkrankung, an der jedes Kleinkind mindestens einmal erkrankt. Eine Windeldermitis ist in der Regel harmlos, aber für das Baby unangenehm. Um eine Windeldermitis zu vermeiden, sollten Mütter darauf achten, dass das Baby nie zu lange mit einer vollen Windel leben muss.

    Wie kommt es zu einer Windeldermitis?

    Die kindliche Haut ist sehr empfindlich, und da diese Haut im Bereich der Windel ständig mit Urin und Kot in Kontakt kommt, entwickelt sich schnell eine Windeldermitis. Die Ursachen dieser Entzündung sind vielschichtig, aber eine sehr wichtige Rolle spielt dabei Ammoniak, ein Bestandteil des Urins. Wenn die Windel schon seit einer Weile nass ist, dann spaltet sich das beißende Gas Ammoniak vom Urin ab, es reizt die Haut und greift schließlich den natürlichen Säureschutzmantel der Haut an. Das in der Windel herrschende feuchtwarme Klima und die ständige Reizung des Ammoniaks sind der ideale Nährboden für Pilze und Bakterien, wobei besonders der Hefepilz Candida albicans prächtig gedeiht. Wenn sich dann eine Windeldermitis bildet, dann kommt es nicht selten auch zu einer Infektion.

    Die Anzeichen einer Windeldermitis

    Eine Windeldermitis lässt sich schwer übersehen, denn wenn es zu einer Entzündung kommt, dann bilden sich auf der Haut kleine Bläschen, Pusteln, Krusten und Schuppen, zudem nässt die Haut stark, sie ist gerötet und auch geschwollen. Eine Windeldermitis kann großflächig sein und sich vom Po aus auf die Genitalien, auf den unteren Teil des Bauches und bis zu den Innenseiten der Unterschenkel ausbreiten. Wird eine Windeldermitis nicht behandelt, dann verursacht sie dem Kind große Schmerzen, und wenn sich die Pusteln und Bläschen öffnen, dann beginnt der Ausschlag auch zu bluten.

    Wie wird eine Windeldermitis behandelt?

    Eine Windeldermitis muss unverzüglich behandelt werden, und die erste und wichtigste Maßnahme besteht darin, die Haut so trocken wie möglich zu halten. Die Windeln sollten oft gewechselt werden, zudem hilft eine Wundschutzcreme sehr effektiv dabei, die Entzündung zu bekämpfen. Auch ein Babypuder kann helfen, allerdings sollte die Mutter beim Einsatz von Puder unbedingt darauf achten, dass das Baby das Puder nicht einatmet. Der Kinderarzt verschreibt bei einer Windeldermitis in der Regel eine antimykotische Salbe, die den Pilzbefall bekämpft und eine antibakterielle Salbe, um den Bakterienbefall in den Griff zu bekommen. Diese Salben erzielen in den allermeisten Fällen gute Erfolge und die Entzündung ist meist nach wenigen Tagen wieder verschwunden. Mütter, die zu pflanzlichen Mitteln mehr Vertrauen haben, sollten eine Salbe auf Lebertranbasis oder eine Zinksalbe verwenden. Diese Salben helfen gleich dreifach: gegen die Pilze, die Bakterien und auch gegen die Entzündung der Babyhaut.

    Tipps, die helfen

    Bei einer Windeldermitis gilt: Ein nackter Po ist immer besser als ein wunder Po, und das Baby sollte über Tag auch mal ohne Windel bleiben. Mütter, die ihre Kinder normalerweise mit Stoffwindeln wickeln, sollten bei einer Windeldermitis zu Wegwerfwindeln greifen, denn diese Windeln sind sehr saugfähig, vor allem aber luftdurchlässig. Mindestens sechsmal am Tag sollte die Windel gewechselt werden, hat das Baby Stuhlgang, dann muss die Windel sofort gewechselt werden. Vor dem erneuten Wickeln ist es empfehlenswert, den Po mit lauwarmem Wasser, aber ohne Seife vorsichtig zu waschen. Anschließend wird die Haut nur trocken getupft oder mit dem Föhn auf niedrigster Stufe trocken geföhnt. Eine Windeldermitis kann jedoch auch mit der richtigen Ernährung verhindert werden. Eine zuckerreiche Ernährung begünstigt die Entzündung, wenn der Zucker weggelassen wird, dann klingt die Windeldermitis in der Regel schnell wieder ab.

    Bild: © Depositphotos.com / KrystynaTaran

  • Kinderimpfung – die beste Vorsorge

    Kinderimpfung – die beste Vorsorge

    Kinderkrankheiten – das klingt harmlos, ist es aber leider nicht, denn noch immer sterben jährlich Kinder an Krankheiten wie Masern oder Windpocken. Zwar lassen sich Kinderkrankheiten wenn sie zum Ausbruch kommen, mit den entsprechenden Mitteln sehr gut behandeln, aber eine Kinderimpfung ist immer die bessere Lösung, denn Impfungen bedeuten Vorsorge, damit das Kind die Krankheit erst gar nicht bekommt. Jedes Jahr gibt die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts, kurz STIKO, die jeweils aktuellen Impfpläne heraus, an die sich die Eltern von Babys, Kleinkindern und Jugendlichen orientieren können. Zudem werden die Eltern auch bei den regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt darauf hingewiesen, in welchem Alter welche Kinderimpfung als Vorsorge gegeben werden muss.

    Kinderimpfung im Kombipack

    Viele Schutzimpfungen werden als Kombination angeboten. So sollte zum Beispiel die MMR, die Kombiimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln immer als Vorsorge dabei sein, wobei vor allem Mädchen diese Kinderimpfung bekommen sollten. Mädchen, die nicht gegen Röteln geimpft werden und die Krankheit erst als erwachsene Frauen während der Schwangerschaft bekommen, riskieren ein behindertes Kind zur Welt zu bringen. Auch die Kinderimpfung gegen Masern ist immer wichtig, denn nach wie vor sind Masern eine der gefährlichen Kinderkrankheiten, die nicht selten zum Tod führen. Die Kinderimpfung im Kombipack hat aber noch einen weiteren Vorteil, denn auf diese Weise werden die in der Impfung enthaltenen Konservierungsstoffe deutlich reduziert.

    Welche Kinderimpfung soll in welchem Alter gegeben werden?

    Ist das Kind zwischen sechs und zwölf Wochen alt, dann wird die Schluckimpfung gegen Rotaviren empfohlen, denn diese Viren können bei Kleinkindern schwere Durchfälle auslösen. Diese Kinderimpfung wird allerdings nicht von den Krankenkassen bezahlt, die Eltern müssen für diese wichtige Vorsorge selbst aufkommen. Je nachdem, welcher Impfstoff verabreicht wird, müssen zwei oder drei Dosen im Abstand von mindestens vier Wochen gegeben werden. Ab dem zweiten Monat sollte das Kind folgende Impfungen bekommen:

    • Tetanus
    • Keuchhusten
    • Kinderlähmung
    • Hepatitis B (am besten in einer 6-fach Impfung)
    • Diphtherie

    Eine weitere Kinderimpfung kann optional eine gegen Pneumokokken und eine Impfung gegen Rotaviren sein.

    Ist das Kind drei Monate alt, dann sollte die 6-fach Impfung gegen Pneumokokken aufgefrischt werden.

    Impfungen ab dem ersten Lebensjahr

    Mit einem Jahr werden Kinder zum ersten Mal gegen die Kinderkrankheiten Masern, Röteln und Mumps geimpft und in diesem Alter gibt es auch die erste Vorsorge in Form einer Kinderimpfung gegen die Windpocken. Auf Wunsch kann auch die Kinderimpfung gegen Windpocken eine Kombiimpfung zusammen mit Masern, Mumps und Röteln sein. Wichtig ist die Kinderimpfung gegen Meningokokken, und auch die Schutzimpfung gegen die gefährliche Frühsommer-Meningoenzephalitis, die durch einen Zeckenbiss ausgelöst und zur Hirnhautentzündung führen kann, sollten die Eltern unbedingt machen lassen. Sind die Kinder zwischen 15 und 23 Monate alt, dann müssen die Kombiimpfungen erneut aufgefrischt werden.

    Empfohlene Impfungen für Schulkinder

    Bevor ein Kind in die Schule geht, sollte es noch einmal gegen Tetanus, Diphtherie und auch gegen Keuchhusten geimpft werden. Das Gleiche gilt auch bei Kindern, die zwischen neun und 17 Jahren alt sind, denn nur eine erneute Auffrischung der Impfungen bedeutet eine gute Vorsorge. Optional ist die Impfung gegen die Grippe. Ärzte raten allerdings dazu nur Kinder impfen zu lassen, die entweder an einer angeborenen Herzschwäche oder an einer chronischen Erkrankung leiden. Die Impfung gegen die Grippe wird auch nicht von den Krankenkassen übernommen, die Eltern müssen diese Vorsorge aus eigener Tasche bezahlen. Wenn geimpft wird, dann ist der Oktober und damit der Beginn der kalten Jahreszeit der beste Zeitpunkt. Kinderärzte raten ebenfalls dazu, Kinder gegen Tollwut impfen zu lassen, vor allem dann, wenn die Familie in einer ländlichen Region wohnt. Ohne die Schutzimpfung endet eine Tollwut-Erkrankungen immer mit dem Tod. Auch wenn diese Impfung nicht von der Krankenkasse bezahlt wird, die Impfung gegen Tollwut ist für die Eltern ein Muss.

    Bild: © Depositphotos.com / Esbenklinker

  • Was zeichnet einen guten Kinderarzt aus? – Hier sind die wichtigsten Tipps (AUDIO)

    Baierbrunn (ots) –

    Anmoderationsvorschlag: Für Kinderkrankheiten, Vorsorgeuntersuchungen und vieles mehr brauchen Eltern für ihren Nachwuchs einen guten Kinderarzt, aber der ist oft gar nicht so einfach zu finden. Darum hat Max Zimmermann die wichtigsten Tipps zusammengetragen:

    Sprecher: Eltern wollen für ihre Kinder nur das Beste, und da ist der Kinderarzt natürlich Dreh- und Angelpunkt, wenn es um die Gesundheit geht, schreibt das Apothekenmagazin „Baby und Familie“. Welche Kriterien ein guter Kinderarzt erfüllen muss, erklärt uns Chefradakteurin Stefanie Becker:

    O-Ton Stefanie Becker: 20 Sekunden

    In erster Linie sollte der Arzt natürlich auf seine kleinen Patienten eingehen und den Eltern Diagnosen und Therapien verständlich erklären. Ansonsten haben Eltern unterschiedliche Anforderungen an einen Kinder- und Jugendarzt, darum kann man nicht so pauschal von einem guten Doktor sprechen. Die einen Eltern wollen ausführlich beraten werden, die anderen brauchen vielleicht längere Öffnungszeiten.

    Sprecher: Unabhängig von der Qualifikation des Arztes, gibt es für Eltern aber noch weitere wichtige Punkte zu bedenken:

    O-Ton Stefanie Becker: 15 Sekunden

    Eine entscheidende Rolle spielt die Erreichbarkeit der Praxis, ob man zum Beispiel im Ernstfall unproblematisch hinkommt oder auch mit dem Kinderwagen. Auch ist es wichtig, dass das Praxispersonal auf Diskretion und Datenschutz achtet und dass bei einem vereinbarten Termin, die Wartezeit nicht zu lang ist.

    Sprecher: Bei der Suche nach einem guten Kinderarzt kann auch das Internet hilfreich sein, muss aber nicht immer:

    O-Ton Stefanie Becker: 20 Sekunden

    Plattformen, auf denen sich nur einige Eltern austauschen, sind zum Teil sehr subjektiv. Die Bertelsmann-Stiftung hat zum Beispiel ein Arzt-Bewertungsportal entwickelt, dem ein wissenschaftlicher Fragebogen zugrunde liegt. Bei diesem werden die Ärzte nach einzelnen Kriterien bewertet, und erst wenn eine Mindestzahl an Bewertungen erreicht ist, wird diese freigeschaltet.

    Abmoderationsvorschlag: Das Internetportal finden Sie unter www.weisse-liste.de mit dem auch „Baby und Familie“ kooperiert.

    ACHTUNG REDAKTIONEN: Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt bitte an ots.audio@newsaktuell.de.

    Pressekontakt: Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459 E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de www.wortundbildverlag.de www.baby-und-familie.de

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/54201/3112626
  • Sehprobleme bei Grundschülern: jedes zehnte Kind mit Brille

    Hamburg (ots) – Für Erstklässler ist der Schulanfang eine aufregende Zeit. Wichtig dabei: gutes Sehen. Können Kinder Buchstaben oder Bilder schlecht erkennen, sollten Eltern ihr Kind beim Augenarzt vorstellen. Denn Fehlsichtigkeit tritt häufig auf: Bundesweit trägt fast jedes zehnte Grundschulkind im Alter von sechs bis zehn Jahren eine Brille (9,5 Prozent). Das zeigen Daten der Techniker Krankenkasse (TK) für das vergangene Jahr.

    Regional betrachtet, unterscheidet sich die Zahl der Sehhilfen-Verordnungen sehr stark. In Brandenburg bekamen 7,3 Prozent der Sechs- bis Zehnjährigen 2014 eine Brille verordnet, im Saarland 13,6 Prozent. „Das kann darauf hindeuten, dass Fehlsichtigkeit häufig spät oder sogar gar nicht erkannt wird“, sagt Sabine Hilker, Fachreferatsleiterin Hilfsmittel bei der TK. Bei Kindergartenkindern zwischen drei und fünf Jahren ist bundesweit durchschnittlich jedes 20. Kind betroffen (4,9 Prozent). Verglichen mit Kindergartenkindern liegt der Anteil der Brillenträger bei Grundschulkindern also doppelt so hoch.

    Anzeichen für Sehprobleme zeigen sich oft in Alltagssituationen – beispielsweise wenn das Kind ständig den Kopf schief hält, sich die Augen reibt, die Augen zusammenkneift, zwinkert oder blinzelt. Zudem kann es ein Warnhinweis sein, wenn Kinder beim Lesen und Schreiben leicht ermüden, in der Zeile verrutschen oder einen geringen Augenabstand zu Buch, Bildschirm und Fernseher haben.

    Auch die Kinderuntersuchungen U1 bis U9 helfen, Sehprobleme frühzeitig festzustellen. Gibt es in der Familie gehäuft Sehprobleme (tragen beispielsweise Mutter und Vater eine Brille), empfiehlt es sich, bei der Kinderuntersuchung den Kinderarzt zu fragen, ob eine Kontrolle beim Augenarzt erfolgen sollte.

    Wer keinen Vorsorgetermin verpassen möchte, kann für sein Kind einen Terminplan online erstellen lassen. Einfach unter www.tk.de (Webcode 109388) das Geburtsdatum des Kindes eingeben, und automatisch werden die individuellen Termine online berechnet.

    Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen bei Kindern unter 18 Jahren die Kosten für Brillengläser in Höhe der vereinbarten Festbeträge. Für den Schulsport kann ein Kind zusätzlich zur vorhandenen Brille Kunststoffgläser für eine Sportbrille erhalten.

    Pressekontakt: Gabriele Baron, TK-Pressestelle Tel. 040-6909 1709, E-Mail gabriele.baron@tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de, Twitter: www.twitter.com/TK_Presse

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/6910/3108207
  • Sodbrennen – unangenehm und nicht immer ungefährlich

    Sodbrennen – unangenehm und nicht immer ungefährlich

    Wenn es unangenehm nach dem Essen aufstößt, die Speiseröhre weh tut und der Hals brennt, dann wissen die meisten, was los ist. Immerhin fast jeder Zweite hierzulande ist vom gelegentlichen Sodbrennen geplagt, womit dieses Krankheitsbild zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden in Deutschland zählt. Nicht immer ist es allerdings harmlos, vor allem wenn es nachts und wöchentlich regelmäßig auftritt, ist ein Arztbesuch notwendig.

    Genau genommen ist Sodbrennen keine Krankheit, sondern ein Symptom. Denn es entsteht genau dann, wenn Magensäure oder saurer Magenbrei vom Magen in die Speiseröhre zurück aufsteigt. Der sogenannte Reflux greift dort die Schleimhaut, die sehr empfindlich ist, an und verursacht damit Schmerzen.

    Die Ursachen für Sodbrennen sind unterschiedlich

    Ein Schließmuskel, der sich zwischen Speiseröhre und Magen befindet, sorgt grundsätzlich dafür, dass das Essen zwar von oben nach unten transportiert wird, aber nicht wieder retour fließen kann. Schließt dieses Ventil nicht mehr richtig, gelangt der sehr saure Mageninhalt entlang der empfindlichen Speiseröhre zurück und löst dabei die schmerzhaften Symptome aus. Es gibt unterschiedliche Ursachen, warum der Schließmuskel nicht mehr richtig funktioniert, unter anderem kann altersmäßiger Verschleiß dafür verantwortlich sein.

    Auch Übergewicht und Schwangerschaft können den schmerzhaften Rückfluss auslösen. Zudem kommt, dass die Ernährung eine wichtige Rolle spielt, denn übermäßiger Konsum von sogenannten Säure-Lockern ist ebenfalls oftmals Auslöser für das quasi undichte Ventil.

    Symptome von Sodbrennen sind schnell erkannt

    Die Symptome und Erscheinungsbilder von Sodbrennen sind einfach zu deuten. Unter anderem zählt dazu

    • Schmerz hinter dem Brustbein
    • Schmerzen im mittleren Oberbauch, direkt nach der Mahlzeit
    • Beim Bücken und Liegen werden die Beschwerden schlimmer
    • Schmerzen und Brennen beim Hinunterschlucken von gekautem Essen
    • Kloßgefühl im Hals
    • Die Stimme wird heiser
    • Husten gesellt sich manchmal ebenso dazu

    Wer auch nur eines dieser Merkmale bei sich erkennt, der kann relativ sicher sein, dass er unter Sodbrennen leidet. Tritt es nur gelegentlich auf, ist es in der Regel harmlos. Kommt es jedoch mehrmals wöchentlich dazu, sollte man einen Arzt konsultieren. Denn die zurück fließende Magensäure kann der Speiseröhre auf Dauer ziemlich zusetzen und etwa eine Entzündung in diesem sensiblen Bereich auslösen. Mediziner sprechen dann von einer sogenannten Refluxösophagitis.

    Bewährte Hausmittel helfen bei Sodbrennen

    Es gibt durchaus effektive Methoden, Sodbrennen entweder komplett vorzubeugen oder aber die Beschwerden beim Auftreten entsprechend zu lindern. Dazu gehört unter anderem

    • Nach dem Essen Kaugummi kauen
    • Warmes Wasser oder Kräutertee  nach der Mahlzeit trinken, das verdünnt die Magensäure
    • Heilerde bindet die entstehende Magensäure
    • Sauerkraut und frischer Kartoffelsalat schützen den Magen
    • Quark und Haferflocken binden die Magensäure

    Es ist aber auch durchaus hilfreich, seine Lebensgewohnheiten entsprechend zu ändern. So etwa tut ein Verdauungsspaziergang nach der Mahlzeit dem menschlichen Organismus besser als ein Mittagsschläfchen. Doch die Devise muss lauten: Bewegung ja, Sport nein, denn gerade auf Anstrengung kann der Körper erst recht mit Sodbrennen reagieren. Klar ist auch, dass bequeme Kleidung den Druck auf den Bauchraum reduziert. Wer nachts unter Reflux leidet, der sollte versuchen, den Oberkörper durch ein zusätzliches Kissen im Bett höher zu lagern um den Rückfluss aus dem Magen zu verhindern. Um Kissenberge zu vermeiden, kann sich der Betroffene auch nach einem Lattenrost umschauen, der am Kopfteil höhenverstellbar ist.

    Ein spezielles Thema ist Sodbrennen bei Kindern. Immerhin zwei bis zehn Prozent sind in Deutschland davon betroffen. Meist sind die Gründe schnell gefunden, denn zu viel Fast Food, Süßigkeiten oder Limos schaden einfach und setzen dem Magen zu. Klagt das Kind oft über Schmerzen hinter dem Brustbein und sogar Schluckbeschwerden bzw. Heiserkeit, sollten die Eltern einen Kinderarzt aufsuchen.

    Meist ist es aber auch in Ordnung, einfach darauf zu achten, dass die Kinder langsam essen und bewusst gut kauen. Ein Glas Wasser oder Kräutertee, der nach der Mahlzeit getrunken wird, trägt ebenso dazu bei, dass die Magensäure nicht aufsteigt, sondern hinunter gespült wird.Blocker

    Bild: © Depositphotos.com / iliyha12

  • Kopfläuse – lästige Plagegeister auf Kinderköpfen

    Kopfläuse – lästige Plagegeister auf Kinderköpfen

    Immer dann, wenn Kinder aus der Schule oder dem Kindergarten nach Hause kommen und nicht aufhören können, sich am Kopf zu kratzen, dann steht meist sehr schnell fest: Das Kind hat Kopfläuse mit nach Hause gebracht. Wenn die Eltern erfahren, dass es in Schule oder der Kindertagesstätte Läuse gibt, dann wird es Zeit den Kopf des Kindes sehr genau zu untersuchen, denn es kann sein, dass sich die kleinen Blutsauger auch beim eigenen Kind eingenistet haben. Aber Kopfläuse bei Kindern sind kein Grund für Panik, denn man kann die lästigen Plagegeister schnell, sicher und effektiv wieder loswerden.

    Wo sitzen die Kopfläuse?

    Dass sich Kopfläuse auf der Kopfhaut eingenistet haben, das lässt sich am starken Juckreiz erkennen, denn immer wenn die Laus eine neue Mahlzeit braucht, dann beißt sie ihren Wirt und spritzt dabei eine kleine Menge Speichel in die Kopfhaut. Wenn ein Kind sich kratzt, dann entstehen auf dem Kopf kleine Wunden, die sich entzünden können. Wenn der Verdacht besteht, dann muss so schnell wie eben möglich, etwas unternommen werden. Um festzustellen, ob das Kind Läuse hat, müssen die Eltern die Kopfhaut akribisch untersuchen und dabei besonders auf die Stellen hinter den Ohren, an den Schläfen und am Nacken achten, denn dort finden die Läuseweibchen die idealen Bedingungen für die Ablage der Eier.

    Kopfläuse erkennen

    Sich nur die Haare anzusehen, bringt nicht allzu viel, denn bei einer bloßen Sichtkontrolle wird nur jede dritte oder vierte Laus entdeckt. Die Haare sollten angefeuchtet und anschließend mit eine Pflegespülung behandelt werden, damit sich die Haare leichter durchkämmen lassen. Das funktioniert am besten mit einem speziellen Läusekamm, den es in der Apotheke oder im Sanitätshaus gibt. Die Haare werden dann Strähne für Strähne gekämmt, und dabei sollte der Läusekamm fest von der Kopfhaut bis zu den Spitzen durch das Haar gezogen werden. Nach jeder Strähne muss der Kamm auf einem weißen Küchentuch abgestreift werden, um zu sehen, ob Läuse, Larven und Eier erfasst wurden.

    Die Läuse haben sechs Beine, sie sind maximal drei Millimeter groß und haben eine gräuliche Farbe. Nur wenn sie unmittelbar vorher Blut getrunken haben, dann schimmern sie leicht rötlich. Die Larven sind ein wenig kleiner als die ausgewachsenen Läuse und sie sind nicht mobil, das heißt, sie können den Kopf ihres Wirtes noch nicht verlassen. Es ist sehr wichtig, dass diese Larven schnell entfernt werden, denn sobald die Läuse erwachsen werden, dann legen sie Eier, und zwar mehrmals am Tag.

    Kopfläuse behandeln

    Um Kopfläuse wieder loszuwerden, ist mehr als nur eine Behandlung notwendig, denn die Läuse wie auch die Larven sind leider sehr hartnäckig. Das Läusemittel muss nach der ersten Behandlung nach acht bis zehn Tagen noch einmal aufgetragen werden, und alle vier Tage müssen die Haare gründlich ausgekämmt werden. Läusemittel sind in der Apotheke frei verkäuflich, aber der Kinderarzt kann das Mittel auch verschreiben und dann übernimmt die Krankenkasse die Kosten. Der Erfolg der Behandlung hängt immer davon ab, dass die Gebrauchsanweisung genau eingehalten wird, denn wenn zum Beispiel die Einwirkzeit verkürzt wird, dann stellt sich der gewünschte Erfolg leider nicht ein.

    Wichtig ist es, dass nach dem Auftragen des Läusemittels ein Frotteehandtuch fest um den Kopf gewickelt wird, denn nur dann können die Läuse auch aufgesaugt werden. Wichtig ist es aber auch, dass tatsächlich der ganze Kopf behandelt wird, denn wenn Teile ausgespart werden, dann nützt die ganze Behandlung nichts. Die Haare dürfen zudem nicht allzu nass sein, denn sonst wird das Läusemittel zu sehr verdünnt. Die zweite Behandlung muss unbedingt erfolgen, denn wenn bei der ersten Behandlung die Läuse und ihre Larven getötet werden, können die Eier dennoch immer vorhanden sein, und aus diesen Eiern schlüpfen immer wieder neue Läuse.

    Bild: © Depositphotos.com / lightwavemedia