Schlagwort: Kinderkrankheiten

  • Kinderkrankheiten auf dem Vormarsch

    Kinderkrankheiten auf dem Vormarsch

    In den vergangenen Monaten gab es vermehrt Berichte darüber, dass es in Zukunft eine verpflichtende Impfberatung für Eltern geben soll, bevor diese ihre Kinder in einem Kindergarten unterbringen. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass in den letzten Jahren das Auftreten von diversen Kinderkrankheiten stark angestiegen ist. Eltern vergessen Impfungen erneuern zu lassen oder sie sind grundsätzlich gegen Impfungen. Das Bundesgesundheitsministerium arbeitet derzeit auf Hochtouren an einem Plan für eine rasche und problemlose Umsetzung der Impfberatung.

    Es gibt eine Vielzahl an Kinderkrankheiten, gegen die es keine Impfstoffe gibt. Ganz aktuell ist es die Hand-Fuß-Mund Krankheit, die in den Kindergarten der Bundesrepublik herumgeht. Aber auch Erkrankungen wie Mumps oder das Drei-Tage-Fieber sind häufig anzutreffen. Sie verlaufen in dem meisten Fällen harmlos und sind innerhalb weniger Tage abgeklungen.

    Die gebildete Oberschicht sieht Impfungen kritisch

    Der Trend in Deutschland geht ganz eindeutig dahin, seine Kinder nicht impfen zu lasen. Dabei zeigt eine aktuelle Studie, dass es vor allem die gebildete Mittel- und Oberschicht ist, die einen kritischen Blick auf das Thema wirft. Personen aus der finanziellen Unterschicht und auch Zuwandererfamilien haben sehr selten Einwände gegen die Impfpläne. Ebenso ist diese Einstellung in anderen europäischen Ländern nicht so weit verbreitet wie in der Bundesrepublik.

    Die Informationsflut der modernen Medien hat einen Hype verursacht, der dazu führt, dass in nahezu jedem Bundesland die Zahl der geimpften Kinder alarmierend niedrig ist. Dabei gibt es sachliche und weniger sachliche Argumentationen, die eine Nicht-Impfung rechtfertigen wollen. Viele Eltern sind besorgt, dass eine Impfung mögliche Nebenwirkungen haben kann. Andere schließen sich der weitverbreiteten Theorie an, dass bestimmt Impfungen Autismus verursachen, ebenso wie andere geistige Beeinträchtigungen. Darüber hinaus gibt es ein großes Lager, dass diverse Verschwörungstheorien unterstützt, welche Impfungen als komplett ineffektiv darstellen. Was auch immer der Grund dafür ist, dass Eltern sich gegen Impfungen entscheiden, die Zahlen zeigen deutlich, dass die fehlenden Impfungen in einem Anstieg von Krankheitsfällen resultieren.

    Schwerwiegende Folgen im Kindes- und Erwachsenenalter

    Obwohl die Impf-Krankheiten häufig harmlos verlaufen, kommt es dennoch immer wieder zu schwerwiegenden Folgen und sogar zu Todesfällen. Das bekannteste Beispiel hierfür sind ganz eindeutig Masern. Aufgrund der fehlenden Impfungen sind mehr Kinder anfällig für das Virus, was wiederum dazu führt, dass sich immer stärkerer Stränge des Virus bilden können. Hat es keinen Wirt, da ein Impfschutz besteht, ist die Wahrscheinlichkeit einen neuen Stang auszubilden sehr gering. Im Jahr 2014 gab es in Deutschland offizielle 15 Todesfälle durch Masern. Weltweit verstarben insgesamt 122.000 Menschen an der Krankheit. Dabei trifft es nicht nur Kinder.

    Viele vermeidliche Kinderkrankheiten können auch im vorgeschrittenen Alter auftreten. Ist man nicht geimpft oder hat der Impfschutz nachgelassen und hat man die Krankheit nicht bereits im Kindesalter gehabt, so kann man sich anstecken. Dabei sind es in Deutschland auch hier vor allem Masern, die ein Problem verursachen. Anderer Krankheiten wie Keuchhusten oder Mumps werden weniger häufig in Erwachsenen nachgewiesen. Gefährlich kann es werden, wenn man sich in der Schwangerschaft mit Röteln ansteckt. Das Virus kann den Embryo beschädigen und zu Früh-, Tot- und Fehlgeburten führen. Daher ist es ratsam sich als Frau erneut gegen Röteln Impfen zu lassen. Hat eine Schwangerschaft bereits begonnen, ist eine Impfung nicht mehr möglich.

    Ansteckung verhindern

    Macht ein Virus erst mal die Runde ist es recht schwer, eine Ansteckung gezielt zu verhindern. Vor allem wenn Kindergärten und Grundschulen betroffen sind, kann man nicht viel mehr tun, als für den eigenen Nachwuchs auf das Beste zu hoffen. Regelmäßiges Händewaschen und ein minimaler Kontakt mit Betroffenen ist das beste Vorgehen, dies einem Haufen 5-Jähriger zu erklären, ist allerdings eher schwierig. Wichtig ist es, dass man ein Kind, das eventuell erkrankt ist nicht in die Schule oder den Kindergarten bringt. Auch sollte man sich bei seinem Hausarzt darüber informieren, wie lange es braucht, bis die Krankheit völlig abgeklungen ist und keine Ansteckungsgefahr mehr besteht.

    Die Windpocken kommen

    Kaum ist die eine Krankheitswelle abgeklungen, ist meist auch schon mit der nächsten zu rechnen. Wie es scheint, dürfen sich Eltern auf Windpocken freuen. Die roten, juckenden Pusteln treten mit einem Fieber auf und sind meist recht hartnäckig. Es gib aber keinen Grund zur Sorge. Augen zu und durch heißt hier die Devise. Vor allem bei Kleinkindern muss man darauf achten, dass diese sich nicht zu heftig kratzen, da die aufgekratzten Pusteln unschöne Narben hinterlassen können.

  • Wie wichtig sind Impfungen?

    Wie wichtig sind Impfungen?

    Auch wenn bekannt ist, wie wichtig Impfungen sind, gibt es in der heutigen Zeit noch immer sehr viele Menschen, die es ablehnen, sich impfen zu lassen. Die Argumente gegen die Impfung sind vielfältig, aber ein Argument ist immer wieder zu hören, nämlich dass Impfungen dem Immunsystem keine Gelegenheit mehr geben, sich aktiv gegen Eindringlinge wie Viren und Bakterien zu wehren. Vor allem Eltern entscheiden sich immer öfter dagegen, ihre Kinder impfen zu lassen und vertreten die Meinung, dass ein gesundes und leistungsstarkes Immunsystem sich bei Kindern nur dann aufbauen kann, wenn es nicht durch Impfstoffe daran gehindert wird.

    Diese Ansicht ist mehr als leichtsinnig, denn wie wichtig Impfungen sind, das beweist die Tatsache, dass heute noch Millionen von Kindern auf dieser Welt an vermeintlich harmlosen Kinderkrankheiten wie Masern, Mumps oder Röteln sterben.

    Was geschieht bei einer Impfung?

    Wer geimpft wird, der bekommt die Erreger einer Krankheit gespritzt, wenn auch in einer abgeschwächten Form. Die Erreger können die Krankheit zwar nicht mehr auslösen, aber sie sind stark genug, um das Immunsystem zu mobilisieren. Das Immunsystem beginnt Antikörper zu bilden und diese Antikörper verhindert ein Ausbrechen der Krankheit, falls die Erreger eines Tages in den Körper eindringen wollen.

    Diese Impfungen werden auch aktive Impfungen genannt, da der Körper selbst aktiv werden und sein Immunsystem auf Trab bringen muss. Bei den meisten Impfungen halten die Antikörper aber nur einige Jahre durch und bestimmte Impfungen müssen immer wieder aufgefrischt werden. Ein Schutz der ein Leben lang hält, ist nur dann möglich, wenn es einmal zum Ausbruch der Krankheit gekommen ist. Die Erreger einer Krankheit werden bei einer Impfung entweder gespritzt oder auch geschluckt, wie das zum Beispiel bei der Impfung gegen die Kinderlähmung (Polio) der Fall ist.

    Wie sinnvoll sind Impfungen?

    Auch wenn es in Deutschland keine Impfpflicht gibt, so sollten Eltern sich doch dafür entscheiden, ihre Kinder impfen zu lassen. Nur durch eine Impfung wird ein Schutz aufgebaut, der Krankheiten verhindert. Auch Kinderkrankheiten können gefährliche Folgen wie zum Beispiel Herz- oder Hirnschädigungen zur Folge haben. Nur durch Impfungen konnten Krankheiten wie Diphtherie und Tuberkulose in Westeuropa bekämpft werden. Kommt es aber zu einer Impfmüdigkeit, dann kann es passieren, dass diese Krankheiten wieder auf dem Vormarsch sind.

    Besonders bei der gefürchteten Kinderlähmung ist die Impfung der wirksamste Schutz. Die Weltgesundheitsorganisation WHO will in den kommenden Jahren ein breit angelegtes Impfprogramm gegen Kinderlähmung starten und vor allem die Kinder in Afrika und Asien impfen.

    Wann sollte geimpft werden?

    Eltern, die vielleicht noch überlegen, ob sie ihre Kinder impfen lassen wollen, sollten sich einige Fragen stellen. Impfungen sind immer dann sinnvoll, wenn:

    • die betreffende Krankheit häufiger vorkommt
    • die Krankheit gefährlich ist und wenn sie lebensbedrohliche Folgen haben kann
    • es keine wirksamen Medikamente gegen diese Krankheit gibt
    • eine erhöhte Ansteckungsgefahr besteht

    Viele Menschen sind der Ansicht, dass es gegen jede Krankheit auch das passende Medikament gibt, aber diese Ansicht ist falsch. Es gibt bis heute auch in Europa noch Krankheiten, gegen die es kein Medikament gibt, ein Beispiel dafür ist Diphtherie.

    Welche Nachteile gibt es?

    Impfungen haben mehr Vorteile als Nachteile. Zu den Nachteilen einer Impfung gehören die Strapazen, die der Körper mitmachen muss, was besonders bei Säuglingen zu beobachten ist. Selten kommt es auch zu Impfschäden wie beispielsweise Hirnschäden. Diese Impfschäden lassen sich nie ganz ausschließen, denn in dem Moment, in dem die Impfung verabreicht wird, wird im Körper eine künstliche Krankheit erzeugt und darauf reagiert jeder Mensch auf andere Weise.

  • Progerie – Krankheit ohne Heilung

    Progerie – Krankheit ohne Heilung

    Progerie – Was ist das?

    Progerie – eine Krankheit, von der immer mal wieder in den Medien zu hören und zu lesen ist, die bislang aber noch nicht vollends erforscht wurde und mit der sich immer noch zu wenige Menschen auseinandersetzen.  Dabei ist diese Krankheit sehr heimtückisch und beeinträchtigt nicht nur das Leben der betroffenen Kinder sondern vielmehr das des gesamten Umfeldes.  Grundsätzlich beschreibt der Begriff der Progerie eine Krankheit, die in den meisten Fällen bei Kindern auftritt und mit einem überschnellen Alterungsprozess einhergeht.  Erstmals beschrieben wurde dieses Krankheitsbild im Jahre 1886 von Hastings Gilford und Jonathan Hutchinson. Hierdurch wird die Progerie auch als Hutchinson-Gilford Syndrom bezeichnet. Die vorzeitige Ergreisung der betroffenen Kinder ist nur eines von vielen äußerlichen Merkmalen dieser schlimmen Erkrankung. Die Progerie ist ein schleichender Prozess, der mal schneller mal weniger schnell zu bestimmten Symptomen führt. Wie bei vielen anderen Erkrankungen, so gibt es auch bei der Progerie erste Krankheitsanzeichen.

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  • Ohnmachtsanfälle bei Kindern & Schulsport

    Ohnmachtsanfälle bei Kindern & Schulsport

    Kreislaufprobleme beim Schulsport?

    Kinder und Jugendliche leiden öfter an Ohnmachtsanfällen berichtet der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Diese Kreislaufstörungen seien jedoch in der Entwicklung völlig normal und zumeist liegt keine Herzkrankheit vor. Kinder, die lange stehen oder von einer sitzenden Position in eine stehende wechseln, können besonders rasch umkippen. Diese Störungen lassen sich meist ohne Medikamente beheben. Ein Arztbesuch zur ärztlichen Abklärung ist trotzdem wichtig.

    Meist liegt die Störung an der Unterversorgung des Gehirns mit sauerstoffreichem Blut. Volkstümlich spricht man oft von dem Absacken des Blutes in die Beine. Frau Dr.Monika Niehaus, Kinder- und Jugendärztin aus Weimar und Pressesprecherin des BVKJ erklärt: „Durch ausreichendes Trinken können Kinder verhindern, dass das Blutvolumen bei Sport oder Hitze zu sehr abnimmt.“ Die klassischen Wechselduschen, die oft auch Frauen empfohlen werden und Ausdauersport können ebenso helfen, Ohnmachtsanfälle vorzubeugen.

    Schulsport kann Kreislaufstörungen verursachen

    Auch Unterzuckerung kann besonders bei Sport derartige Ohnmachtsanfälle verursachen. Kritisch ist es für alle Kinder, wenn diese beim Schulsport sich warm machen sollen und sich direkt 10 Minuten einlaufen sollen. Besonders Mädchen in der Pubertät, auch wenn diese sonst Ballsportlerinnen, Tänzerinnen oder regelmäßig im Leichtathletik-Verein trainieren, können dann an Unwohlsein und Kreislaufstörungen leiden. Idealerweise sollte rasch die Schulärztin oder die zuständige Erste Hilfe-Kraft gerufen werden. Auch eine Abklärung beim Arzt, per Transport mit dem Krankenwagen, wären positive Zeichen für sowohl die verunfallten Kinder, als auch Eltern und Klassenkameraden.

     

    Derartige Ohnmachtsanfälle können jedoch meist vermieden werden, wenn es sich um ein langsames Aufwärmprogramm handelt. Gymnastische Armbewegungen, Beinbewegungen und Bewegung des Rumpfes und Kopfes sorgen für eine bessere gleichmäßigere Durchblutung der Muskulatur. Dann kann man noch immer die 10 Minuten Runde laufen.

     

    Tipps vom Fachverband

    Falls Kinder doch länger stehen oder sitzen müssen, empfiehlt der Verband, das vorsichtige Wechseln der Sitzposition sowie zuerst langsame Beinbewegungen. Ruckartige Bewegungen sollten vermieden werden. Eine medizinische Abklärung, um Herzerkrankungen, Stoffwechselstörungen oder neurologische Erkrankungen auszuschließen, wird ebenso vom Verband empfohlen.

    Den Notarzt sollten Eltern und Lehrer sofort kontaktieren, wenn die Ohnmacht länger als 2 Minuten andauert oder dabei Zuckungen oder andere Störungen auftreten sollten. Der Verband hält weitere Infos auf www.kinderaerzte-im-netz.de bereit. Dort finden Sie auch viele weitere Informationen über Kinderkrankheiten.

    [icon type=“vector“ icon=“momizat-icon-bubbles3″ size=“32″ icon_color=“#81d742″ hover_animation=“border_increase“ ]Das Schulgespräch

    Sind Sie Eltern, befragen Sie doch Ihre Kinder über den Schulsport:

    1. Wie ist das Aufwärmtraining
    2. Gab es bereits verunfallte Kinder
    3. Bekam das eigene Kind danach Angst vor Unfällen
    4. Nimmt der Lehrer Rücksicht auf unsportliche Kinder
    5. Gibt es genügend Erholungsphasen

     

    [icon type=“vector“ icon=“momizat-icon-shield“ size=“32″ icon_color=“#81d742″ hover_animation=“border_increase“ ]Der Schul-Check

    1. Wer ist der zuständige Schularzt?
    2. Wo ist das nächst gelegene Krankenhaus
    3. Wer ist für Erste Hilfe in der Schule verantwortlich
    4. Benötigen Kinder bei Erkältung eine spezielle Entschuldigung für den Schulsport, auch wenn sie sonst keine Krankschreibung für den sitzenden Unterricht benötigen
    5. Gibt es Ärger mit den Lehrer, reden Sie mit anderen Eltern
    6. Weisen Sie Lehrer auf etwaige Medikamente und chronische Erkrankungen hin, die die sportliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Dazu können sogar Antibiotika, Anti-Allergika zählen. Fragen Sie den Arzt oder rufen Sie je nach Medikamentenhersteller die Verbraucherhotline und lassen sich beraten. Denn sogar das Autofahren ist bei einigen Arzneimittel, dazu zählen sogar einige Antibiotika nicht wirklich erlaubt. Die Reaktionsgeschwindigkeit wird durch einige Medikamente herabgesetzt. Das könnte sich also nachteilig am Stufenbarren, den Ringen oder Ballsport auswirken. Teilweise kann die Reaktionsgeschwindigkeit noch ein bis zwei Tage nach Absetzen des Medikaments noch gesenkt sein.
  • Kinderkrankheiten erkennen und behandeln

    Kinderkrankheiten erkennen und behandeln

    Kinderkrankheiten – Welche Kinderkrankheiten gibt es?

    Spätestens wenn die Kinder in den Kindergarten kommen, dann sind auch die ersten Kinderkrankheiten nicht mehr fern. Masern, Mumps und die Röteln gehören ebenso zu den Kinderkrankheiten, wie auch die Wind- und Wasserpocken.

    Auch wenn Scharlach und Keuchhusten heute nicht mehr so häufig vorkommen, so gehören sie auch heute noch zu den Krankheiten, die Kinder bekommen können. Sicherlich gibt es noch mehr der Kinderkrankheiten, aber die genannten sind die häufigsten Kinderkrankheiten.

    Masern und Mumps

    Die Masern sind so etwas wie ein Klassiker unter den Kinderkrankheiten und hoch ansteckend. Die Krankheit verläuft in zwei Stadien. In der ersten Phase treten Symptome auf, die einem grippalen Infekt ähneln, in der zweiten Phase kommen dann die für Masern typischen dunkelroten und großförmigen Flecken, die zuerst hinter den Ohren zu sehen sind und die sich dann über den gesamten Oberkörper ausbreiten. Auch wenn sich weißliche Flecken im Mund zeigen und gleichzeitig hohes Fieber einsetzt, dann sind das Zeichen für eine Masernerkrankung. Wer einmal an Masern erkrankt ist, der ist für das ganze Leben dagegen immun.

    Wie die Masern, so wird auch Mumps durch Tröpfchen übertragen. Ein Anhusten oder Anniesen reicht und das Kind hat sich mit der im Volksmund auch Ziegenpeter genannten Kinderkrankheit angesteckt. Die ersten Symptome sind Müdigkeit, Abgeschlagenheit und eine deutliche Vergrößerung der Ohrspeicheldrüsen, die wie Hamsterbacken aussehen. Mumps verursacht keine Schmerzen und den meisten Kindern geht es während der Erkrankung gut.

    Röteln und Windpocken

    Röteln oder Rubella gehört zwar zu den klassischen Kinderkrankheiten, aber diese Viruserkrankung ist meldepflichtig, da sie sehr ansteckend ist. Nicht selten verlaufen die Röteln unbemerkt, es kann aber auch zu leichtem Fieber, geschwollenen Lymphknoten und zu den typischen roten Flecken kommen. In der Regel verkraften Kinder die Röteln ohne Probleme, für Erwachsene ist die an sich harmlose Kinderkrankheit aber sehr gefährlich. Besonders schwerwiegende Folgen können die Röteln bei schwangeren Frauen haben, denn die Viren, die die Krankheit auslösen, können dem Embryo schaden und zu Missbildungen führen.

    Harmloser sind da die Windpocken, die besonders bei Kleinkindern sehr häufig auftreten. Wie die Masern, so verlaufen auch die Windpocken in zwei Phasen. In der ersten Phase erinnern die Symptome an eine Erkältung, erst in der zweiten Phase kommen dann die Flecken und kleinen Bläschen dazu, die einen unangenehmen Juckreiz auslösen. Im Schnitt dauert es bis zu zehn Tage, bis die Bläschen wieder verschwunden sind. Ist die Krankheit überstanden, dann nisten sich die Viren in den Enden der Nervenzellen ein und können jederzeit wieder ausbrechen, aber dann in Form einer schmerzhaften Gürtelrose.

    Impfen oder nicht impfen?

    Da Windpocken sehr ansteckend sind, aber nur eine kurze Inkubationszeit von zwei bis drei Tagen haben, kann sowohl vorbeugend am besten zwischen dem ersten und dritten Lebensjahr geimpft werden, als auch aktiv, wenn die Krankheit bereits ausgebrochen ist. Die aktive Impfung schwächt die Symptome ab, aber sie macht immun. Gegen Röteln sollten vor allem Mädchen zwischen 11 und 14 Jahren zum ersten Mal geimpft werden, denn dann besteht keine Gefahr mehr, an den Röteln in der Schwangerschaft zu erkranken. Die zweite Impfung sollte dann bis zum 18. Lebensjahr erfolgen oder dann, wenn ein Kinderwunsch besteht.

    [icon type=“vector“ icon=“momizat-icon-checkmark2″ size=“32″ icon_color=“#81d742″ hover_animation=“border_increase“ ]Wenn gegen die hochansteckenden Masern geimpft wird, dann empfiehlt sich eine Kombiimpfung, denn es reicht ein Impfstoff, um auch gleichzeitig gegen Mumps und Röteln zu impfen. Eine Masernimpfung ist immer sinnvoll, denn auch wenn es sich „nur“ um eine Kinderkrankheit handelt, Masern können schlimme Folgen haben, wie zum Beispiel eine Hirnhautentzündung.