Schlagwort: Körper

  • Warum war abnehmen früher einfacher als heute?

    Warum war abnehmen früher einfacher als heute?

    Nach dem Krieg waren alle Menschen zwangsläufig schlank, denn die Vergabe von Lebensmitteln war durch Lebensmittelkarten stark begrenzt, und wer nicht zum „Hamstern“ fahren konnte, der musste sich mit dem begnügen, was da war, und das war sehr wenig. Erst nach der Währungsreform und mit dem Wirtschaftswunder legten die Deutschen wieder an Gewicht zu, heute, 70 Jahre später, sind 59 % der Frauen und 79 % der Männer in Deutschland zu dick. Was aber erstaunlich ist, das ist die Tatsache, dass es heute deutlich schwerer ist, abzunehmen, als das noch in den 1980er Jahren der Fall war. Woran liegt das und warum fällt es 2015 bei der gleichen Anzahl an Kalorien und mit der gleichen sportlichen Aktivität so schwer, Gewicht zu verlieren?

    Eine neue Studie

    Warum es heute schwerer ist abzunehmen als noch vor 30 Jahren – diesem Phänomen wollten kanadische Wissenschaftler auf die Spur kommen und begannen vor 35 Jahren mit einer Langzeitstudie. Für diese Studie der York-Universität in Toronto wurden 36.000 Menschen zu ihren Essgewohnheiten befragt und von 14.000 dieser Studienteilnehmer wurden zudem die sportlichen Aktivitäten in diesem Zeitraum dokumentiert. Für die Studie war unter anderem die Zahl der Kalorien relevant, aber auch das Verhältnis der sogenannten Makronährstoffe wie Kohlehydrate, Proteine und Fett. Als die Studie jetzt ausgewertet wurde, kam es zu einem verblüffenden Ergebnis, denn der Body-Mass-Index der Studienteilnehmer steigt sowohl was die Menge an Kalorien als auch was die Menge an Kohlehydraten angeht, zwischen 10 % und 14 % an. Der Anteil an Fett und Proteinen schrumpfte hingegen um bis zu 9 %. Allerdings wurden die Studienteilnehmer im Verlauf der Jahre immer sportlicher, dieser Wert stieg bei den Männern um 47 %, bei den Frauen sogar um 120 % an. Erstaunlich ist aber, dass der Body-Mass-Index kontinuierlich gestiegen ist und der Sport es nicht geschafft hat, das Plus an Kalorien auszugleichen.

    Die Auswahl ist größer geworden

    Ein Grund, warum es heute schwerer ist abzunehmen als noch vor 35 Jahren, ist das übergroße Angebot an Nahrungsmitteln. Zwar musste auch in den 1980er Jahren niemand darben, aber das Angebot heute ist immens groß. Dazu kommt, dass sich die Esskultur in diesem Zeitraum komplett verändert hat, denn Essen ist in jeder Form, rund um die Uhr für jeden verfügbar. Es gibt immer mehr Menschen, die bewusst oder ungewollt alleine leben, und für diese Gruppe kommen mehr und mehr Fertiggerichte auf den Markt, die zu viele Kalorien und zu wenig Nährwerte haben. Süßigkeiten werden in einer riesigen Menge in jedem Supermarkt angeboten und auch die wachsende Zahl der Fast Food Restaurants ist mit ein Grund, warum das Abnehmen heute deutlich schwerer ist als früher.

    Der Körper hat sich angepasst

    Der Mensch ist bekanntlich ein Gewohnheitstier und der Körper passt sich an alle Lebenslagen problemlos an. So ist die kanadische Studie auch zu dem Ergebnis gekommen, dass sich zum Beispiel die Darmflora der Probanden im Verlauf dieser 35 Jahre verändert hat, um die neuen Nahrungsmittel verarbeiten zu können, die es heute gibt. Das Leben heute unterscheidet sich aber auch in anderen Bereichen von dem Leben, das die Menschen in den 1980er Jahren geführt haben. Der berufliche Stress ist gewachsen, was in der Folge zu einem veränderten Schlafverhalten führt, das alltägliche Leben ist hektischer geworden, der Leistungsdruck ist permanent gestiegen und schon Kinder müssen sich heute einem veränderten Lebensrhythmus anpassen. In den Nahrungsmitteln von heute sind zudem immer mehr schädliche Stoffe zu finden, die den Körper zwingen, sich umzustellen, um damit fertig zu werden.

    Abnehmen ist mehr als nur Kalorien zählen, abnehmen setzt damals wie heute auch Disziplin voraus und den Mut, die Einstellung zum Essen und zur Nahrung radikal zu ändern.

    Bild: © Depositphotos.com / valuavitaly

  • Neue Diätpille soll den Körper austricksen

    Neue Diätpille soll den Körper austricksen

    Eine neue Diätpille soll dazu beitragen das steigende Problem des Übergewichts in den Industrieländern zu lösen. Die Forscher des Salk-Institute for Biological Studies in La Jolla unter der Leitung von Sungsoon Fang haben eine spezielle Diätpille entwickelt, die dem Körper einen Kalorienkonsum vortäuscht und auf diese Weise ein Gewichtszunahme verhindern soll.

    Imaginäre Mahlzeit

    Nach Angaben von Ronald Evans vom Salk-Institute sei die Diätpille wie eine imaginäre Mahlzeit. Die Diätpille würde die gleichen Signale senden wie als wenn eine Menge gegessen wird. Im Anschluss würde der Körper damit beginnen Platz zu schaffen, damit die vermeintliche Nahrung gespeichert werden kann. Wie das Forscherteam berichtet, seien in der Pille keine Kalorien enthalten und sie habe keinen Einfluss auf das Appetitverhalten. Das Protein mit der Bezeichnung Farnesoid X Rezeptor (FXR) zeichnet sich hauptverantwortlich für diese Wirkung und wird aktiv sobald eine Mahlzeit eingenommen wird. Der FXR-Rezeptor spielt eine große Rolle bezüglich der Freisetzung von Gallensäure aus der Leber, der Essens-Verdauung, der Speicherung von Fetten und Zucker.

    Diätpille – Geringe Nebenwirkungen und erhöhte Fettverbrennung

    Das Medikament weist nach Angaben der Forscher nur eine geringe Anzahl Nebenwirkungen auf. Andere Diätmittel beinhalten bereits den FXR-Rezeptor, der die Fettverbrennung startet, aber zugleich das Protein ebenfalls außerhalb des Verdauungssystems aktiv schalten. Die Folge sind gefährliche Nebenwirkungen. Das Forscherteam versichert, dass ihre Diätpille im Darm verbleibt und nicht ins Blut gelangen würde, wodurch die Nebenwirkungen auf ein Minimum reduziert werden sollen.

    Als Basis für das Abnehm-Medikament veränderten die Wissenschaftler das Gerüst der Diätpille und setzten dabei auf den selbstentwickelten Wirkstoff Fexaramin. Bei Versuchen mit Mäusen wurde eine schonendere Wirkung festgestellt, da das Medikament im Darm blieb und keine Ausbreitung im gesamten Körper erfolgte. Fettleibige Mäuse erhielten fünf Wochen lang täglich eine Fexamarin-Pille in deren Folge die Fettverbrennung gesteigert und Fett abgebaut wurde. Neben dem Fettabbau wurde eine Senkung des Blutzucker- und Cholesterinspiegels festgestellt. Die Körpertemperatur der Mäuse stieg und deutete auf einen verstärkten Stoffwechsel hin verbunden mit einer erhöhten Fettverbrennung.

    Klinische Studien in Vorbereitung

    Das Forscherteam testete die Diätpille bislang nur an Mäusen, aber es befinden sich mittlerweile klinische Studien in Vorbereitung in deren Rahmen das Medikament an Menschen unter ärztlicher Aufsicht getestet werden soll. Die Studien sollen die Wirksamkeit des Wirkstoffs Fexamarin auf Übergewicht und weitere Stoffwechselkrankheiten testen. Im Idealfall soll die Diätpille im Rahmen einer Diät unter Aufsicht eines Arztes eingesetzt werden.

    Nach Abschluss der klinischen Studien am Menschen dürfte es nur noch wenige Jahre dauern, bis die Diätpille auf den Markt kommen könnte. Das Übergewicht (Adipositas) hat sich zu einem erheblichen Problem in den USA, Europa, Asien und weiteren Regionen der Welt entwickelt. Vor allem die Industrieländer sind davon betroffen und versuchen das Problem durch staatliche Sport- und Fitnessprogramme zu lösen.

    Die Gründe für die steigende Zahl Übergewichtiger sind Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung und der Genuss kalorienhaltiger Getränke wie Cola. Die Folgen des Übergewichts sind Krankheiten wie Diabetes und Herzkrankheiten, welche die Gesundheitssysteme der betroffenen Länder mit steigenden Milliardenkosten belasten.

    Bild: © Depositphotos.com / zaretskaya

  • Je mehr Sex desto stärker das Immunsystem

    Je mehr Sex desto stärker das Immunsystem

    Das amerikanische Kinsey Institute an der University of Indiana stellte in einer Studie fest, dass ein aktives Sexualleben das Immunsystem stärken kann. Wie die Forscher herausfanden, löst sexuelle Aktivität körperliche Veränderungen aus. Die Möglichkeit schwanger zu werden erhöhe sich und ein aktives Sexualleben trage zu einem gesunden Immunsystem bei.

    Sex wirkt sich auf Immunsystem aus

    Nach Angaben der Studienautorin Tierney Lorenz sei der Körper des Menschen auf Fortpflanzung fixiert und bisher war nur wenig darüber bekannt, wie sich Sex auf den Gesundheitszustand auswirkt. Im Rahmen der Studie wurden 30 Frauen in zwei Gruppen aufgeteilt, wovon eine Gruppe sexuell aktiv war. Bei der ersten Gruppe handelt es sich um Frauen, die sich für ein abstintentes Leben entschieden hatten. Bei den Typ 2 T-Helferzellen wurden bei der sexuell aktiven Frauengruppe eine stärkere Veränderung festgestellt und dies betraf auch die Proteine der Zellen. Die T-Helferzellen sind hauptverantwortlich für die Immunabwehr des Körpers und zerstören Mikroben.

    Die Immunglobuine sind Antikörper, die im Mittelpunkt bei der Abwehr des Körpers gegen Eindringlinge von außen stehen. Gegen äußerliche Eindringlinge kämpft die Typ T1-Helferzellen, während Typ 2 dieser Zellen die Aufnahme von Eindringlingen unterstützt. Zu den gewünschten Eindringlingen zählt zum Beispiel Sperma und sich in Entwicklung befindliche Embryonen. Der Körper würde Sperma und Embryonen als Gefahr betrachten und eine Abstoßung veranlassen, wenn die Typ 2 T-Helferzellen nicht existieren würden. Eine Schwangerschaft wäre dann auf keinen Fall möglich.

    Bessere Vorbereitung auf Schwangerschaft

    Bei den sexuell aktiveren Frauen stellte die Studie eine bessere Vorbereitung des Körpers auf eine mögliche Schwangerschaft fest. Regelmäßiger Sex erhöht dem Studienergebnis zufolge die Chance schwanger zu werden. Bisher war die Forschung der Ansicht, dass Paare nur zu bestimmten Zeiten den Beischlaf vollziehen müssen, um die Möglichkeit einer Schwangerschaft zu erhöhen. Basierend auf den Ergebnissen der Studie wird Paaren nun dazu geraten regelmäßig Sex zu haben. In der so genannten Lutealphase, auch als Sekretionsphase bezeichnet, verzeichneten die Forscher in der Studie bei den sexuell aktiven Frauen eine höhere Zahl an Typ 2 T-Helferzellen. Die Sekretionsphase erfolgt kurz vor dem Eisprung und der Anstieg der Anzahl der Typ 2 T-Helferzellen führt dazu, dass der Körper sich besser auf eine Schwangerschaft vorbereiten kann. Die abstinent lebenden Frauen erlebten der Studie zufolge keine Veränderung in ihrer Immunabwehr.

    Wie die Studienautorin berichtet, würde sich das Immunsystem sich dem Sozialverhalten anpassen, weshalb es als ein proaktives System bezeichnet werden kann. Das Immunsystem würde auf externe Signale reagieren, wozu etwa das Sozialverhalten und Umwelteinflüsse zählen.

    Auf Basis der Ergebnisse der Studie kann ein aktives Sexualleben sich also positiv auf die Gesundheit und vor allem dem Immunsystem auswirken. Wer regelmäßig Sex hat, profitiert von positiven Effekten einer verstärkten Immunabwehr und Frauen erhöhen zugleich die Chance schwanger zu werden. Ein Leben ohne Sexualkontakt hingegen könnte langfristig schlechte Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Denn einige Studien haben ergeben, dass bei wenigen oder kein Sex sich das maximale Lebensalter verkürzen kann.

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  • Sportsucht – Sport kann sich zu einer Sucht entwickeln

    Sportsucht – Sport kann sich zu einer Sucht entwickeln

    Eine sportliche Betätigung kann sich zu einer Sportsucht entwickeln, wenn über ein bestimmtes Maß hinaus Sport betrieben wird und zwar nicht mehr aus Freude, sondern Zwang an der Bewegung. Von einer Sportsucht betroffen sind Forschungen zufolge besonders Menschen, die an einer Essstörung leiden und aus diesem Grund zu sportlich aktiv sind. Wenn jemand an einer Sportsucht leidet, kann es im schlimmsten Fall soweit gehen, dass der Betroffene sogar Verletzungen ignoriert und weiter wie ein Drogenabhängiger agiert, der nach seiner nächsten Dosis verlangt. Gesunde Menschen bewegen sich mit Freude, sei es Radfahren, Zumba, Joggen oder Schwimmen.

    Sportsucht – Läufer stark betroffen

    In den meisten Fällen sind Läufer von einer Sportsucht betroffen, weil sie sich schlecht fühlen, sobald sie sich nicht mehr bewegen und dies resultiert in einem Kontrollverlust. Die Betroffenen denken den Tag über nur über ihren nächsten Lauf nach und geben den Gedanken oft nach. Die Sportsucht wird der Verhaltenssucht und nicht den stoffgebundenen Süchten, wie Rauchen oder Alkoholsucht zugeordnet.

    Dramatische Folgen

    Die Folgen für die Sportsüchtigen können dramatisch ausfallen. Sie schränken ihre sozialen Kontakte ein und können sogar ihren Job verlieren. Die Konsequenz dieses Verhaltens sind Reizbarkeit, Schlafstörungen und Depressionen auf Grund des Sport-Entzugs. Bei vielen Menschen, die an einer Sportsucht leiden, gehen mit der Zeit die Freunde verloren, Beziehungen und die Ehe kaputt. Der Fokus ihres Lebens ist auf den Sport ausgelegt und kann bei ausbleibender Behandlung durch einen Facharzt, wie einen Psychologen, zu einer schweren seelischen Krise führen. Vor allem bei Menschen, die ein geringes Selbstwertgefühl haben und bei denen alles perfekt sein muss, sind von dem Risiko der Sportsucht bedroht. Beim Sport kommt es zur Ausschüttung des Glückshormons Endorphin, wodurch sich der Körper in einem Rauschzustand befindet und auch einer der Auslöser für die Sucht nach der nächsten sportlichen Dosis sein soll, aber diese These gilt in der Forschung als umstritten.

    Zwei Formen der Sportabhängigkeit

    In der Wissenschaft wird zwischen einer primären und sekundären Sportsucht unterschieden. An der primären Sportabhängigkeit leiden in Deutschland kaum mehr als ein Prozent. Die sekundäre Sportsucht ist hingegen am stärksten verbreitet und basiert auf einer Grunderkrankung. Zu dieser Grunderkrankung zählen Essstörungen, Zwangsverhalten, Magersucht, Bolimie und eine gestörte Körperwahrnehmung. Der Sport hat bei Betroffenen die Aufgabe zwangsweise Kalorien zu verbrauchen verbunden mit einer Gewichtsreduzierung.

    Eine Therapie kann Sportsüchtigen helfen ihre Krankheit zu besiegen, indem ihnen vermittelt wird das Sport gesund ist und nicht nur das Ziel hat Kalorien zu verbrennen oder das Gewicht zu reduzieren. Der Sport kann das Selbstwertgefühl steigern und das eigene Körpergefühl verbessern.

    Von Fachleuten wird empfohlen eine Therapie zu beginnen, die aus einer Verhaltenstherapie und Psychoanalyse besteht. Das Ziel der Therapie ist es den Sportsüchtigen zu vermitteln, dass der Sport nicht der zentrale Schwerpunkt und Thema des eigenen Lebens sein muss. Das Leben bietet mehr als Sport und kann interessanter werden, wenn Betroffene wieder zu einem gesunden Maß an sportlicher Bewegung zurückfinden.

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  • Weizengras – wirksam mit Vitalstoffen

    Weizengras – wirksam mit Vitalstoffen

    Lange Zeit galt Weizengras als eine Art Mysterium der Gesundheitsfanatiker, und da es lange Zeit keine gesicherten Studien gab, wird bis heute darüber diskutiert, ob Weizengras einen gesundheitlichen Nutzen hat oder eher nicht. Was allerdings feststeht und auch wissenschaftlich fundiert ist, ist die Tatsache, dass der junge Weizen viele Vitalstoffe hat. Wer Weizengras in die Ernährung integriert, der profitiert zum Beispiel von den Antioxidantien, die im Weizengras enthalten sind und die erfolgreich die freien Radikalen bekämpfen, welche im Verdacht stehen, krebsauslösend zu sein. Weizengras hat aber noch mehr gesundheitsfördernde Aspekte.

    Ist Weizengras eine Alternative zum Brot?

    Wer sich beim Anblick einer Herde grasender Kühe oder Pferde schon einmal gefragt hat, wie diese Tiere alleine durch ihre ausschließlich pflanzliche Nahrung zu solchen Kraftpaketen werden, der wird sich vielleicht auch fragen, warum Menschen das nicht schaffen. Menschen essen Getreide wie Weizen, Dinkel, Hirse, Roggen und Hafer, die übrigens alle zu den Süßgräsern gehören, nur über Umwege, wie beispielsweise Nudeln, Brot oder Brötchen, aber sie essen nicht das ursprüngliche Getreide wie Weizengras. Das kann ein Fehler sein, denn nur das natürliche Produkt hat diese Quellen an Nährstoffen, die Kühe und Pferde so stark machen.

    Fundierte Studien

    Neue Studien haben die gesundheitliche Wirkung von Weizengras untersucht und viele sind zu dem Ergebnis gekommen, dass Weizengras durchaus als Superfood gesehen werden kann. Weizengras kann, wenn es regelmäßig konsumiert wird, eine Art Frischzellenkur sein, denn der junge Weizen ist reich an Chlorophyll, Vitaminen, Enzymen und Mineralstoffen. Schon wenige Gramm Weizengras können es, was das die Nährstoffe angeht, mit mehreren Kilogramm Gemüse aufnehmen. Im Einzelnen sehen die Inhaltsstoffe von Weizengras wie folgt aus:

    • 5-mal mehr Magnesium als Bananen
    • 11-mal mehr Kalzium als Milch
    • 50-mal mehr Vitamin E als Spinat
    • 30-mal mehr Vitamin B1 als Kuhmilch
    • 5-mal mehr Eisen Spinat
    • 60-mal mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte

    Dazu kommt ein sehr hoher Anteil an Eiweiß, der Weizengras auch für Veganer und Vegetarier interessant macht. Das erklärt auch die Muskelmasse von Pferden und Kühen. Weizengras hat 24-mal so viel Eiweiß wie es Hühnereier bieten und übertrifft in diesem Bereich auch die Milch um das Achtfache.

    Weizengras bei Darmerkrankungen

    Erst seit wenigen Jahren befasst sich die Wissenschaft intensiv mit der Heilkraft des Weizengrases. Eine Studie kam jetzt zu der Erkenntnis, dass der junge Weizen vor allem bei der chronischen Darmerkrankung Colitis ulcerosa ein gutes und effektives Mittel sein kann. So wurden im Rahmen einer Studie mehrere Menschen, die unter dieser chronischen Entzündung des Darms leiden, einen Monat lang mit 100 Millilitern Weizengrassaft behandelt, und alle der Betroffenen haben nach Beendigung der Studie einen deutlichen Rückgang der Beschwerden gespürt.

    Weizengras – eine Hoffnung auch bei Brustkrebs?

    Auch mit dem Thema Krebs, genauer gesagt mit dem Brustkrebs, haben sich einige internationale Studien im Zusammenhang mit Weizengras beschäftigt. Der Schwerpunkt lag hier bei den Menschen, die sich nach der Diagnose Brustkrebs einer Chemotherapie unterziehen mussten. Vermutlich hat Weizengras einen günstigen Einfluss auf die sogenannte Myelotoxizität, einen Vorgang, bei dem die Zellen, die für die Blutgerinnung, die Versorgung mit Sauerstoff und für die Immunität sorgen sollen, nicht mehr funktionieren. Dieser Vorgang kann lebensgefährlich sein, denn wenn diese Zellen abnehmen, dann ist der Körper praktisch schutzlos. Die Studienteilnehmerinnen tranken jeden Tag 60 Milliliter Weizengrassaft. 17 % konnten an der Studie bedingt durch starke Übelkeit nicht mehr weiter teilnehmen, aber bei den anderen Probandinnen stellten die Forscher fest, dass Weizengras vermutlich in der Lage ist, den Prozess der Myelotoxizität zu hemmen.

    Es gibt aber noch einen Grund, warum Weizengras für die Behandlung von Krebs zukünftig von großer Bedeutung sein kann, denn Weizengras hat die vorteilhafte Eigenschaft, die freien Radikalen, die Krebs auslösen können, einfach zu absorbieren.

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  • Neue Trendsportart Soulcycle erobert New York und die USA

    Neue Trendsportart Soulcycle erobert New York und die USA

    Die Stadt die niemals schläft nennt sich New York und trägt ihren Namen zurecht, denn hier pulsiert das Leben wie sonst in keiner anderen Metropole auf der Welt. In der Metropole erlebt derzeit die Trendsportart Soulcycle ihren Höhepunkt. Vor 9 Jahren bereits wurde von den Fitnesstrainerinnen Julie Rice und Elizabeth Cutler das erste Fitnesscenter eröffnet. Sie zeichnen für die Erfindung von Soulcycle verantwortlich.

    Soulcylce – Mix aus Spinning, Party und Chillen

    Bei Soulcycle handelt es sich um eine Trendsportart, die Spinning mit Partyatmosphäre, fetziger Musik und Entspannung verbindet. Die Teilnehmer zahlen pro Trainingseinheit einen stolzen Preis von umgerechnet 35 Euro und zirka 4 Euro für Leihschuhe sowie die gleiche Leihgebühr für Wasserflaschen. Das Spinning ist ein Cardio-Workout auf einem speziellen Fahrrad, welches fest auf seinem Platz steht und sich nicht wie ein normaler Drahtesel auf einer Strasse fortbewegt. Im Rahmen einer Trainingsstunde Soulcycle wird zu bekannten und unbekannten Songs in die Pedale getreten. Die Trainerin gibt den Takt vor, bewegt ihren Körper nach der Musik und im weiteren Verlauf kommen Hanteln hinzu. Auf dem Rad werden unter anderem Liegestützen gemacht. Die Arme werden mit den Hanteln trainiert, während zugleich weiter fleißig in die Pedale getreten wird. Gefahren wird dabei in Höchstgeschwindigkeit, so schnell wie die Teilnehmer können. In die Ruhephase gelangt Soulcycle nach rund 30 Minuten, wo die Radler aufgefordert werden langsamer in die Pedale zu treten und ihren Kopf zu befreien. Begleitet von ruhiger Musik lassen die Teilnehmer ihre Seele baumeln. Das Leben der Kunden soll mit Soulcycle verändert werden und die steigende Teilnehmerzahl spricht für das Fitnesskonzept.

    Börsengang geplant

    Im Jahr 2014 konnte Soulcycle einen Gewinn von 25 Millionen US-Dollar erzielen und plant nun den Börsengang. Seit der Gründung wurden landesweit in den USA über 40 Filialen eröffnet in denen Teilnehmer unter Leitung eines erfahrenen Trainers in die Pedale treten, begleitet von fetziger, stimmungsvoller und ruhiger Musik verbunden mit einer Entspannungseinheit in der Hälfte des 60 Minuten dauernden Cardio-Workout bei dem vor allem die Arme, Beine, Muskeln und Gelenke trainiert werden.

    Das Fitnesskonzept hat Deutschland noch nicht erreicht, aber in vielen Fitnessstudios werden Spinning-Kurse gegeben, die ebenfalls mit Musik laufen und steigende Teilnehmerzahlen verzeichnen. Was bei diesen Spinning-Kursen fehlt, ist die halbstündige Entspannungsphase, wie bei Soulcycle. Wenn Soulcycle in andere Länder expandieren sollte, dann dürfte es nicht mehr lange dauern bis die neue Trendsportart auch Deutschland erreichen wird. Wie Zumba dürfte Soulcycle dann Millionen Fans auf dem gesamten Globus zählen.

    Die hohen Kosten von umgerechnet rund 35 Euro pro Teilnahme plus Leihgebühren für Schuhe und Wasserflaschen dürften hierzulande allerdings viele Normalverdiener abschrecken, außer die Betreiber von Fitnesscentern bieten Soulcycle-Kurse im Rahmen ihrer monatlichen Mitgliedsgebühr an. Die Fitnesskonzepte, welche Sport mit Musik und Party verbinden, sind nicht immer erfolgreich, wie zum Beispiel das Tanzfitness-Workout Bokwa, dass im Vergleich zu Zumba bislang nur ein Nischendasein führt und eine eher überschaubare Fangemeinde zählt.

    Bild: © Depositphotos.com / Kzenon