Schlagwort: Körper

  • B12-Injektionen – der Beauty Trend aus Hollywood

    B12-Injektionen – der Beauty Trend aus Hollywood

    Die Damen aus Hollywood waren schon immer sehr einfallsreich, wenn es um eine schlanke Figur und ein makelloses Äußeres geht. Der neuste Trend heißt B12-Injektionen. Cindy Crawford schwört auf die Vitaminspritze ebenso wie Miley Cyrus und auch die Sängerin Rihanna lässt sich die hoch dosierten Spritzen mit dem B12 Vitamin setzen, um besser auszusehen und vor allem, um nicht zuzunehmen. Was in Hollywood längst zur Tagesordnung gehört, ist in Deutschland heiß umstritten, denn hier warnen die Ärzte bereits davor, sich Vitamin B12 in hohen Dosen spritzen zu lassen, denn auch wenn Vitamine gesund sind, in großer Menge können sie schädlich sein.

    Den Stoffwechsel beschleunigen

    Vitamine sind gesund, das gilt vor allem für Vitamin C, das das Immunsystem effektiv unterstützt. Auch das Vitamin B12 ist grundsätzlich gesund, weil es den Stoffwechselprozess beschleunigen kann. Genau aus diesem Grund lassen sich immer mehr Stars und Sternchen in Hollywood eine B12-Injektion geben. Wird der Stoffwechsel angekurbelt, dann schmelzen auch die Pfunde und der Kalorienumsatz wird gesteigert. Dass konzentriertes Vitamin B12 zudem Heißhungerattacken verhindern kann, ist ein schöner Nebeneffekt und auch dass es die Verdauung anregt, ist hilfreich, wenn man abnehmen möchte. Wissenschaftliche Beweise, die diese Thesen untermauern können, gibt es allerdings nicht und das ist auch der Grund, warum deutsche Ärzte dem Trend aus den USA skeptisch bis ablehnend gegenüber stehen.

    Nicht ohne Rezept

    Amerika ist bekanntlich das Land der unbegrenzten Möglichkeiten und wer genug Kleingeld hat, der muss nur zum Arzt gehen und sich dort einmal in der Woche eine B12-Injektion verpassen lassen. Was in den USA so einfach ist, das ist in Deutschland nicht möglich. Vitamin B12 Spritzen gibt es in Hollywood gegen Bargeld und ein Rezept ist nicht notwendig. In Deutschland darf der Arzt die Spritzen nur dann geben, wenn beim Patienten nachweislich ein Mangel an Vitamin B12 vorliegt.

    Ein Grund für den Mangel des Vitamins kann eine Störung im Magen-Darm-Trakt sein und auch Magenschleimhautentzündungen und entzündliche Prozesse im Darm können dafür sorgen, dass es zu einer Unterversorgung mit Vitamin B12 kommt. Wenn es eine medizinische Begründung gibt, dann wird Vitamin B12 vom Arzt gespritzt und auch nur in eher geringen Mengen und nicht in so hohen Dosen, wie das in den USA der Fall ist.

    Mit der richtigen Ernährung

    Alle, die davon träumen, mit viel Vitamin B12 noch mehr abzunehmen, werden kaum einen Arzt finden, der das gezielt unterstützt. Wer aber nicht auf die Extraportion Vitamin B12 verzichten will, der muss nur auf eine gesunde Ernährung achten. Leber und Rindfleisch, aber auch Heringe sowie Räucherlachs und Seelachs haben einen sehr hohen Vitamin B12 Gehalt. Auch wer regelmäßig Käse und Eier isst, versorgt seinen Körper mit Vitamin B12, und wer dazu dann noch regelmäßig frische Vollmilch trinkt, der braucht keine Vitamin B12-Injektionen.

    Wer ausschließlich vegetarisch oder vegan lebt, der lebt was das Vitamin B12 angeht, gefährlich, denn es gibt keine pflanzlichen Lebensmittel, die den Organismus ausreichend mit Vitamin B12 versorgen. In der Folge kann es zu schweren Mangelerscheinungen kommen, und wer das verhindern will, der sollte Vitamin B12 in Form von Brausetabletten zu sich nehmen.

    Kann man Vitamin B12 überdosieren?

    Dass eine Unterversorgung mit Vitamin B12 gefährlich werden kann, ist bekannt, aber wie sieht es mit einer Überdosierung aus? Eine Überdosierung ist nur dann möglich, wenn das Vitamin wie in den USA hoch dosiert gespritzt wird. In der Folge kann es zu unangenehmen Problemen mit der Haut kommen, denn zu viel Vitamin B12 kann zu Akne führen, auch allergische Reaktionen sind nicht selten. Deshalb sollte jeder, der gesund bleiben will, auf zu viel Vitamin B12 verzichten, auch wenn die Stars aus Hollywood vielleicht anderer Meinung sind.

    Bild: © Depositphotos.com / Seprimoris

  • Was hilft gegen starkes Schwitzen?

    Was hilft gegen starkes Schwitzen?

    Der Sommer kommt und mit ihm auch die große Hitze. Schwitzen gehört zum Sommer ebenso dazu wie Eis oder Sonnenbaden, aber es gibt viele, die extrem viel schwitzen und darunter leiden. Der Körper muss schwitzen, um seine Temperatur regulieren zu können, aber wer ständig schweißgebadet ist, der sucht nach einem effektiven Mittel, um den Schweiß bekämpfen zu können. Starkes Schwitzen ist aber nicht nur unangenehm, Schwitzen kann auch ein Hinweis auf Krankheiten sein. Alle, die ständig stark transpirieren, sollten das nicht auf die leichte Schulter nehmen, sondern einen Arzt aufsuchen.

    Schwitzen ist gesund

    Jeder Mensch schwitzt, der eine mehr, der andere weniger, aber gesund ist schwitzen immer. Würden wir nicht schwitzen, dann würde der Körper auch nicht vor Überhitzung geschützt. Aber nicht nur die sommerliche Hitze bringt uns ordentlich ins Schwitzen, auch Stress, Nervosität und Angst können uns den Schweiß im wahrsten Sinne des Wortes auf die Stirn treiben. Am meisten geschwitzt wird an den Fußsohlen und in den Handtellern, die Eichel und auch die Lippen sind die einzigen Stellen des Körpers, an denen es keine Schweißdrüsen gibt.

    Schweiß ist dünnflüssig und mit einem pH-Wert von 4,5 auch sehr sauer. Wasser ist im Schweiß ebenso enthalten wie auch Harnstoff, Ammoniak und Kochsalz. Der normale Schweiß riecht nicht, er wird aber immer dann zu einem Geruchsproblem, wenn Bakterien im Spiel sind, denn sie verursachen einen üblen Geruch, zum Beispiel an den Füßen. Rein wissenschaftlich werden Schweiß und Schwitzen in zwei Gruppen unterteilt. Zum einen in das thermoregulatorische Schwitzen und zum anderen in das nervöse Schwitzen.

    Wie schwitzen wir?

    Thermoregulatorisches Schwitzen entsteht immer nur dann, wenn die Körpertemperatur und der Blutdruck erhöht werden, wie das im Sommer der Fall ist. Die Handflächen und die Fußsohlen bleiben bei dieser Form des Schwitzens allerdings außen vor, hier schwitzt nur der Körper, also beispielsweise die Achselhöhlen, der Nacken und die Stirn. Schwitzen wir aber aus Nervosität, dann ist das ein Zeichen für innere Erregung, Aufregung oder Angst. Hier schwitzen die Handflächen und auch die Fußsohlen, während der Körper nur minimal betroffen ist.

    Schwitzen wird vom vegetativen Nervensystem gesteuert, und auch wenn es unwahrscheinlich klingt, aber die Schweißdrüsen geben Tag für Tag mehrere Liter an Schweiß ab, ohne dass wir das Gefühl haben, übermäßig zu schwitzen. Wenn der Körper aber große Mengen von Schweiß produziert, dann handelt es sich um eine Krankheit, die man Hyperhidrose nennt. Das Krankheitsbild entsteht aber nicht nur, weil große Mengen Schweiß produziert werden, sondern weil es sich bei den häufigen Schweißausbrüchen um eine Fehlfunktion handelt. Vereinfacht gesagt, der Körper schwitzt, aber er weiß im Grunde gar nicht warum.

    Was hilft bei zu starkem Schwitzen?

    Menschen, die ständig in Schweiß gebadet sind, leiden sehr darunter. Starkes Schwitzen unter den Armen, aber auch an den Handinnenflächen kann ins soziale Abseits führen, denn keiner möchte mehr unter Menschen gehen, wenn er offensichtlich schwitzt. Eine Möglichkeit, um das Schwitzen unter Kontrolle zu bekommen, ist die am meisten betroffenen Schweißdrüsen veröden zu lassen. Das passiert bei einer Operation, die aber nicht in jedem Fall von den Krankenkassen übernommen wird. Ein natürliches Mittel ist Salbei, ein Gewürzkraut, das sich schon seit Jahrhunderten als Schweißkiller bewährt hat. Schon im Mittelalter haben die Bader ihren Patienten Salbei verordnet und da Salbei auch gut für den Magen ist, stellt er eine sehr gesunde Alternative zu Medikamenten dar.

    Frauen, die zum Beispiel während der Wechseljahre unter Schweißausbrüchen leiden, können mit Salbeitee diese Hitzewallungen unter Kontrolle bekommen. Der Tee sollte nach Möglichkeit aus den frischen Blättern des Salbei aufgebrüht und nicht zu heiß getrunken werden. Besser ist es eine Kanne am Morgen aufzubrühen, ihn abkühlen zu lassen und dann über Tag zwei bis maximal drei Tassen davon zu trinken.

    Bild: © Depositphotos.com / STYLEPICS

  • Wetterfühligkeit – Meteoropathie

    Wetterfühligkeit – Meteoropathie

    Oft unscheinbar treibt das Wetter außerhalb geschlossener Türen und Fenster sein Unwesen. Dass es uns auch innerhalb unserer vier Wände beeinflussen kann, wissen nicht viele. Man kennt es: Kopf- und Gliederschmerzen, Unwohlsein, Schlaf- und Konzentrationsstörungen, schlechte Laune, all das ist oft Ursache des Wetters. Dieses Phänomen nennt man im Volksmunde auch gerne die Wetterfühligkeit. Im Fachwesen spricht man von Meteoropathie. Besonders nach Operationen oder Unfällen, die Narben verursacht haben, wird man anfälliger für plötzliche und heftige Wetterumschwünge.

    Wie macht sich die Wetterfühligkeit bei Narben bemerkbar?

    Durch den operativen Eingriff oder den Unfall an der vernarbten Stelle, wurden Nerven durchtrennt und das Hautgewebe beschädigt. Bei heftigen oder plötzlichen Wetterveränderungen kann es sein, dass die Narbe anfängt zu schmerzen. Meistens ist es ein Stechen oder eine verspanntes Gefühl an der Narbe, welches sehr unangenehm werden kann. Starke Temperaturabstürze wie z.B.: von 30 Grad auf 10 Grad oder aber auch Veränderung des Luftdruckes oder der Luftfeuchtigkeit spielen hierbei eine große Rolle. Denn die durchtrennten Nervenbahnen sind beschädigt worden und nehmen nun fast Veränderung des Wetters wahr und leiten diese an das Gehirn als Schmerz weiter. Häufig kommt die schmerzliche Anfälligkeit auf diese Wetterumschwünge nicht direkt nach dem Unfall oder nach der Operation, sondern erst Monate oder Jahre später.

    Was hilft dagegen?

    In erster Linie sollte man auf den Vitaminhaushalt achten. Vitamin B, Zink und Eiweiße sind optimal geeignet um den Heilungsprozess der Narben innerlich so wie äußerlich zu unterstützen und zu beschleunigen. Bei starken und häufigen Schmerzen war in vielen Fällen eine Neuraltherapie aus dem Bereich der Alternativmedizin sehr erfolgreich. Jene Therapie behandelt genau die beschädigten Nervenbahnen an den Narben und befreit sie von Wetterfühligkeit.

    Wetterfühligkeit – Hohe Belastung für die Gelenke

    Viele Arthrose Patienten haben im Winter kältebedingt Probleme. Den Winter kann man leider nicht umgehen, daher hilft nur, den Umgang mit diesen Problemen zu erlernen. In den Wintermonaten kommt es immer wieder zu sehr frostigen Kälteeinbrüchen. Die eisige Luft aus Osteuropa strömt mehr und mehr nach Deutschland. Innerhalb weniger Stunden fallen die Temperaturen um mehr als 15 Grad. Diese Kälteeinbrüche bringen bei Arthrose-Patienten oft große Gelenkprobleme. Nicht die Kälte ist die Ursache für die Arthrose, sondern die Kälte verstärkt ihre Symptome. Die Patienten leiden unter drei Faktoren. Die Temperaturen sinken, der Luftdruck fällt und die Luftfeuchtigkeit steigt.  Durch diese kalte Umgebung ziehen sich die Sehnen und Muskeln fester zusammen. Dies hemmt die Beweglichkeit und verankert den Schmerz. Da feuchte Luft die Kälte besser überträgt kühlen die Gelenke schneller aus. Aufgrund des erhöhten Luftdrucks geht man davon aus, dass die entzündeten Gelenke anschwellen und Schmerzen verursachen. Passt man sich dem Wetter an, kann man aber furchtlos durch den Winter kommen. Jeder kann sich dem Wetter anpassen. Egal wie alt man ist.

    Die Wärmeregulation des Körpers lässt sich trainieren. Beispielsweise Anwendungen nach Kneipp mit Wechselduschen und Saunabesuchen stärken die Abwehr. Auch ein leichtes Ausdauertraining ist hilfreich. Bewegung ist für Arthrose-Patienten besonders wichtig. Besonders geeignet sind Sportarten wie Nordic Walking, Gymnastik oder Ski-Langlauf.  Auch warme Winterkleidung verhindert das Eindringen der Kälte in den Körper. Wärme ist für Arthrose-Patienten besonders wichtig. Daher müssen die Wohnräume auch immer gut temperiert sein. In der kalten Jahreszeit hilft auch ein Urlaub in warmen Ländern. Die Temperaturen entlasten die Knochen. Ein Umzug ist allerdings nicht empfehlenswert, denn der Körper würde sich voraussichtlich an die neuen Temperaturen schnell gewöhnen. Mit Mitteln wie Ibuprofen und Diclofenac kann man den Schmerz auf chemische Art und Weise unterbinden. Aber auch pflanzliche Mittel wie Teufelskralle, Brennnessel, Weidenrinde, Goldrute oder Pappel lindern die Schmerzen. Mit Hilfe von Wärmekompressen und Umschlägen kann man die Schmerzen ebenfalls in den Griff bekommen. Als Nahrungsergänzung empfiehlt sich Glucosamin, Kollagenhydolysat oder Vitamine E, Omega 3-Fettsäuren oder Gelatine. Diese Mittel verhindern

    Bild: © Depositphotos.com / realinemedia

  • Das Wickelei platzsparend und zusammenklappbar

    Das Wickelei platzsparend und zusammenklappbar

    Bevor der erste Nachwuchs kommt, müssen einige Vorbereitungen getroffen werden. Dazu gehört auch die Einrichtung des Kinderzimmers. Wichtige Utensilien wie ein Babybett oder die Wickelkommode sollten vor der Ankunft des Babys bereitstehen. Aber gerade wenn die Wohnung wenig Platz bietet und vielleicht kein extra Zimmer für das Kleine zur Verfügung steht, sind spezielle Raumlösungen gefragt.

    Der funktionale Wickelplatz

    Hervorragend geeignet für dieses Problem ist das Wickelei. Als Alternative zur Wickelkommode, die viel Platz benötigt, überzeugt dieser Wickelplatz durch sein optimales Design. Optisch sieht dieser Wickelplatz in zusammengeklappter Form aus wie ein Ei. Bei Gebrauch kann es aufgeklappt werden und bietet einen Liegeplatz für das Baby und im Schränkchen befindet sich zugleich genug Platz für die Windeln, aber auch für die wichtigsten Pflegemittel wie Creme oder Puder. Zur Ablenkung des Kindes ist eine Halterung am oberen Ende des Eies vorhanden. Dort können Mobiles zur Beschäftigung des Babys aufgehängt werden. Befestigt wird das Wickelei durch eine Schiene an der Wand. Hierin liegt der erste Vorteil.

    In jedem Raum kann der Wickeltisch angebracht werden, sei es im Schlaf- oder Wohnzimmer oder auch im Bad. Wenn das Kind beispielsweise oft bei den Großeltern ist, kann auch dort das platzsparende Schränkchen montiert werden. Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass aufgrund der Wandschiene jede beliebige Höhe eingestellt werden kann und der Wickelplatz somit bestens an die Körpergröße angepasst ist. Einer unbequemen Haltung und den damit einhergehenden Rückenschmerzen wird so vorgebeugt.

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    Sicher und schick zugleich

    Weitere Details des Wickeleies sollten nicht vernachlässigt werden. Die Sicherheit des Babys steht auch bei diesem Wickelplatz im Vordergrund. So trägt die stabile Wickelklappe bis zu 50 Kilogramm. Des Weiteren besitzt sie zwei Einlegeböden aus Acrylglas und wartet mit einer seitlich erhöhten Wickelauflage auf, sodass das Kind nicht einfach herunterfallen kann. Die Auflage ist durch Klettpunkte auf dem Holz fixierbar.

    Zudem besteht die Wickelauflage aus einem öl- sowie fettbeständigen Bezug. Farblich gibt es das Wickelei in einer Kombination aus Birkenholz und einer farbigen Spitze oder einem gänzlich farbigen Ei. Kindgerechte Muster wie ein Marienkäfer sind ebenfalls erhältlich. Wenn das Kind den Wickeltisch nicht mehr benötigt, kann er später praktisch als Schreibtisch weiterverwendet werden.

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  • MS – Multiple Sklerose

    MS – Multiple Sklerose

    Von multipler Sklerose (MS) werden meist junge Menschen betroffen. Die Erkrankung wird medizinisch auch als Encephalomyelitis disseminata, kurz ED, bezeichnet. Multipel kommt vom lateinischen Wort multiplex und bedeutet „vielfältig“, skleros, ebenfalls aus dem Lateinischen, heißt „hart“. Damit wird die Krankheit zugleich auch hervorragend beschrieben

    Defintion und Beschreibung

    Die Multiplesklerose bezeichnet eine chronisch entzündliche Krankheit des zentralen Nervensystems. Bei der multiplen Sklerose entstehen im Gehirn und im Rückenmark entzündliche Herde, welche die körpereigenen Abwehrzellen an den Nervenzell -fortsätzen beschädigen. Seh- und Schlafstörungen sind typische Krankheitserscheinungen am Anfang der Krankheit, die auch den Sehnerv befallen kann

    Ursachen und Symptome

    Die Ursachen sind noch nicht vollständig erforscht. Vermutet wird eine Autoimmunreaktion, das bedeutet den Angriff auf körpereigene Strukturen durch Entzündungs- und Abwehrzellen durch eine Fehlregulation. Die Hüllschicht der Nervenfasern wird abgebaut, die Nervenfaser selbst geschädigt. So erfolgt in erkrankten Fasern eine schlechtere Weiterleitung der Nervenreize. Die Schutzhüllen kann man sich wie die Isolation eines elektrischen Kabels vorstellen. Ihre Hauptaufgabe besteht in der schnellen Weiterleitung der Nervenimpulse an den gewünschten Ort.

    Dabei entstehen in der weißen Substanz von Rückenmarks und Gehirn verstreut Entmarkungsherde. Die Krankheit tritt häufig zwischen dem 35. und dem 40. Lebensjahr auf. Zu Beginn der Krankheit finden sich häufig vermehrt Seh- und Koordinationsschwierigkeiten, Taubheitsgefühle und Schmerzen. Motorische sowie funktionale Störungen des Körpers sind ebenfalls Symptome der Krankheit.

    Diagnose und Verlauf

    Die Krankheit führt früher oder später zu Behinderungen. Dabei ist multiple Sklerose bisher leider noch nicht heilbar. Verschiedene Maßnahmen helfen jedoch, mit der Krankheit einigermaßen gut zurecht zu kommen und etwas an Lebensqualität zu erhalten.

    Blutuntersuchungen und Liquor-Diagnostiken sind Möglichkeiten, den Verlaufsstatus der Krankheit zu diagnostizieren. Die neurophysiologische und die Differenzialdiagnose sind ebenfalls Wege den Fortschritt der Krankheit einschätzen zu können. Therapeutische Maßnahmen tragen dazu bei, dass der Patient besser mit der Krankheit zurecht kommt.

    Behandlungsmöglichkeiten

    Eine Schubtherapie ist eine weitere Behandlungsmöglichkeit. Bei sensiblen Schüben ist eine Schubtherapie nicht notwendig. Dabei bilden sich die Krankheitszeichen langsam zurück. Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen können Nebenwirkungen der Schubtherapie sein.

    Ebenfalls kann eine so genannte symptomatische Therapie zur relativen Besserung des Zustandes des Patienten beitragen. Letztlich kann eine gesunde und lebensbewusste Ernährung zur Besserung des Krankheitsbildes beitragen. Dabei wird eine ausgewogene fettarme sowie vitaminreiche Ernährung empfohlen. Zudem sollte eine ausreichende Kalorienzufuhr immer beachtet werden. Damit vermeidet man Übergewicht, was sich ebenfalls negativ auf die Krankheit auswirkt. Außerdem wird von einseitigen Diäten abgeraten. Diese können das Krankheitsbild verschlechtern.

    Bei Verdacht auf Multiple Sklerose ist ein Besuch des Arztes auf jeden Fall zu empfehlen. Wer also unter Sehstörungen leidet, das Gefühl hat, durch Milchglas zu schauen und ähnliches, ist beim Arzt seines Vertrauens am besten aufgehoben. Damit kann die Krankheit am Anfang schnellstmöglich behandelt und ihre Folgen noch ein wenig hinausgezögert werden. Zu langes Zögern bei der Behandlung des Krankheitsbildes verschlechtert drastisch die Behandlungsmöglichkeiten und führt zu einer rascheren Verschlechterung des Beschwerdebildes.

    Aussichten und weitere Infos

    Eine Stammzellenspende könnte in Zukunft dem Erkrankten dauerhafte Besserung bringen. Auch gewisse Organtransplantationen und Blutspenden sollen in Zukunft die Situation des Betroffenen deutlich bessern. Ob eine Organspende für den Betroffenen infrage kommt, lässt sich erst durch diverse Untersuchungen nachweisen.  Allerdings sind diese Methoden noch nicht genug erforscht und werden daher zurzeit noch nicht angewandt. Außerdem sind sie derzeit noch heftig umstritten, vor allem die Organtransplantation.

    Von Multipler Sklerose Betroffene finden verschiedene Selbsthilfegruppen und Vereine, in denen sie sich ausführlich über die Krankheit informieren können. Dort lernen sie, mit ihrer Krankheit umzugehen und mit dem Auswirkungen der Multiplen Sklerose zurechtzukommen. Ein Erfahrungsaustausch unter Betroffenen kann anderen Kranken Mut machen. Menschen mit MS müssen sich mit der Zeit mit der Krankheit abfinden und versuchen, damit zu leben. Eine andere Wahl bleibt ihnen aus heutiger Sicht leider noch nicht.

    Bild: © Depositphotos.com / photographyMK

  • Zahnersatz – für die Gesundheit unverzichtbar

    Zahnersatz – für die Gesundheit unverzichtbar

    Die Möglichkeiten beim Zahnersatz sind heute so vielfältig, dass sich für jeden Mund die passende Lösung findet. Einzelne Zähne können zum Schutz mit einer Krone versehen und kleinere Lücken mit Brücken geschlossen werden. Auch wer gar keine eigenen Zähne mehr hat, kann Dank modernem Zahnersatz wieder kraftvoll zubeißen.

    Beim Zahnersatz sollte man immer mit bedenken, dass er nicht nur zur Wiederherstellung einer angenehmen Ästhetik dient, sondern auch funktionell sein muss. Gibt es beim Zahnersatz Einschränkungen der Funktionalität leidet vom Magen bis zum Dickdarm der gesamte Verdauungsprozess und in der Folge auch der Stoffwechsel darunter. Früher galt der Zahnersatz als Luxus der Reichen und Schönen. Heute kann sich Dank modernen preiswerter Werkstoffe und günstiger Versicherungen den Zahnersatz wirklich jeder leisten.

    Welche Arten von Zahnersatz gibt es heute?

    Als Zahnersatz werden heute grundsätzlich alle Hilfsmittel bezeichnet, die dazu dienen, die durch den teilweisen oder gänzlichen Verlust von Zähnen entstandenen Lücken optisch und funktionell zu schließen. Der dazu gehörige medizinische Fachbereich wird üblicherweise als Prothetik bezeichnet, wobei es eine sehr enge Zusammenarbeit mit dem klassischen Zahnarzt, dem Kieferchirurgen, dem Kieferorthopäden und der Zahntechnik geben muss.

    Der Zahnersatz wird grundsätzlich erst einmal in fest sitzende und herausnehmbare sowie kombinierte Technik unterschieden. Beim fest sitzenden Zahnersatz wird eine weitere Unterscheidung nach der Art des Aufbaus und der Art der Verbindung mit den noch vorhandenen natürlichen Zähnen vorgenommen. Daraus leiten sich Bezeichnungen wie Klebebrücke, Teilkrone, Stiftzahn oder Veneer ab.

    Beim herausnehmbaren Zahnersatz erfolgt die erste Unterscheidung in die Teilprothese und die Vollprothese. Bei beiden Varianten wird eine weitere Differenzierung nach der Ausführung bzw. dem verwendeten Material für das tragende Gerüst und die Verblendung der künstlichen Zähne vorgenommen. Bei den Teilprothesen kommt der Umfang der zu ersetzenden Zähne als weiteres Merkmal der Unterscheidung hinzu.

    Die Geschichte für den Zahnersatz lässt sich bis zu den Etruskern und Phöniziern zurück verfolgen. Das heißt, dass der Zahnersatz der Menschheit schon vor mehr als zwei Jahrtausenden ein wichtiges Anliegen war. Damals verwendete man Elfenbein und setzte als Befestigung Drähte ein. Das 18. Jahrhundert brachte durch die Verwendung von Porzellan für den Zahnersatz eine kleine Revolution. Dafür zeichnete der im amerikanischen New York praktizierende Zahnarzt John Greenwood verantwortlich. Keramik kommt auch beim Zahnersatz des 21. Jahrhunderts noch zur Anwendung.

    Zahnersatz aus Kunststoff ist um Einiges preiswerter als Zahnersatz aus Keramik. Als erster Kunststoff wurde im 19. Jahrhundert Kautschuk verwendet. Damit war der Zahnersatz kein Luxus der Besserverdienenden mehr, sondern war de facto auch für die ärmeren Bevölkerungsschichten im Rahmen einer erschwinglichen Pflege der eigenen Gesundheit und Ästhetik. Heute wird auf den kombinierten Einsatz von metallenen Trageelementen und Verblendungen aus Kunststoff gesetzt.

    Was versteht man unter einer Zahn OP und was ist dabei zu beachten?

    Bei einer Zahn OP können verschiedene Maßnahmen durchgeführt werden. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Reparieren und Entfernen erkrankter Zähne. Auch die Wurzelbehandlung ist de facto zur Zahn OP zu rechnen. Sie wird unter lokaler Betäubung durchgeführt und dient der Konservierung. Dabei wird entzündlich verändertes Gewebe entfernt und durch künstliche Werkstoffe ersetzt. Dadurch kann die Lebensdauer der betroffenen Zähne sehr deutlich verlängert werden.

    Eine Zahn OP kann auch dann notwendig werden, wenn Zähne so genannte Ankerwurzeln mitbringen oder die Zahnsubstanz bereits so geschädigt ist, dass er mit den „normal üblichen“ Hilfsmitteln wie der Zange nicht entfernt werden kann. Der Kieferchirurg löst dabei das Gewebe um den Zahn herum und hebelt den Zahnrest aus. Wird die bei einer solchen Zahn OP entstehende Wunde zu groß, muss sie unter Umständen auch genäht werden. Das ist auch dann notwendig, wenn zum Beispiel quer im Kiefer liegende Zähne entfernt werden müssen. Manche Zahn- oder Kieferoperationen müssen im Rahmen eines Notfalls erfolgen, beispielsweise, wenn der Kiefer vereitert ist.

    Zahn OP – als Notfall oder präventiv

    So manche Zahn OP muss auch notfallmäßig durchgeführt werden. Nötig wird das dann, wenn sich im Kiefer Zahntaschen oder Hohlräume gebildet haben, die sich mit Eiter gefüllt haben. Dann muss eine Entlastung stattfinden und eine Öffnung geschaffen werden, durch die der Eiter abfließen kann. In diesem Fall wird häufig auch mit Drainagen gearbeitet, die mehrere Tage hintereinander gewechselt werden müssen. Dabei werden dann meist auch Spülungen mit antiseptischen Lösungen durchgeführt.

    Eine weitere Gruppe bei der Zahn OP kann präventiv oder zum Wiederaufbau notwendig werden. In die Palette der präventiven Operationen gehören Maßnahmen der Kieferorthopädie, bei denen Platz für nachwachsende Zähne geschaffen werden muss. Beim Wiederaufbau geht es bei der Zahn OP darum, Trägersysteme für Zahnersatz zu implantieren.

    Wenn der Zahnarzt eine Brücke einsetzen will

    Die Brücke kann sowohl zur Sparte fest sitzender Zahnersatz als auch zur Gruppe herausnehmbarer Zahnersatz gehören. Hier wird an den noch vorhandenen natürlichen Zähnen ein Befestigungssystem etabliert, an dem der Zahnersatz dauerhaft lösbar montiert werden kann. In einem ersten Schritt wird der Zahnarzt beim Vorhaben Brücke prüfen, ob die zur Aufnahme gedachten Zähne noch die notwendige Tragfähigkeit aufweisen. Dabei erfolgt einerseits eine Sichtuntersuchung und andererseits wird über eine Röntgenaufnahme der Zustand des Kiefers und der Zahnwurzeln geprüft.

    Gibt es dabei keine Einschränkungen, macht der Zahnarzt einen ersten Abdruck. Er dient später dazu, den Zahnersatz Brücke an die vorhandenen natürlichen Gegebenheiten anzupassen. Außerdem wird er zum Gießen der Interimsbrücke benötigt. Danach werden die als tragende Elemente vorgesehenen Zähne angeschliffen und erneut ein Abdruck gemacht. Diesen benötigt die Zahntechnik, um die endgültige Brücke herstellen zu können. Mit Hilfe des ersten Abdrucks und eines schnell härtenden Kunststoffs gießt der Zahnarzt gleich vor Ort die Behelfsbrücke. Sie wird mit einem lösbaren Kleber aufgesetzt. Die endgültige Brücke wird nach einer gründlichen Passformprüfung mit einer Art Zement dauerhaft mit den tragenden Zähnen verbunden. In diesem Fall wird von einer Klebebrücke gesprochen.

    Bei der herausnehmbaren Brücke spricht der Zahnarzt von einer teleskopierenden Brücke. Hier ist der Nachteil, dass nicht jedes Material dafür verwendet werden kann. Außerdem ist der Anteil der abzuschleifenden Substanz an den tragenden Zähnen größer als bei der fest sitzenden Brücke. Andererseits bringt die teleskopierende Brücke den Vorteil mit, dass sie auch in eine spätere andere Form der Teilprothese oder Vollprothese mit integriert werden kann.

    Zahnersatz Brücke versus andere Bauformen Zahnersatz

    Die meisten Menschen stört am herausnehmbaren Zahnersatz, dass dieser mit einem innen liegenden Bügel oder einer kompletten Gaumenplatte ausgestattet sein muss. Das wird als Fremdkörper unmittelbar empfunden und kann bis hin zum Auslösen eines Würgereflexes führen. Auch beim Sprechen fühlen sich einige Menschen von dieser Art Zahnersatz eingeschränkt.

    Eine Brücke dagegen wird direkt auf noch vorhandene Zähne aufgesetzt und gibt „nur“ deren Form sowie das Volumen der zu ersetzenden Zähne wieder. Auf Grund der fehlenden Zahnzwischenräume erfordern vor allem größere Brücken an der Front des Oberkiefers ein wenig Übung bei Bilden von Zisch- und S-Lauten. Auch bieten die fest sitzenden Brücken den Vorteil, dass man feste und klebrige Lebensmittel essen kann, ohne dass Krümel unter Gaumenplatten und Bügel rutschen kann. Dadurch reduziert sich auch die Gefahr der Bildung von Druckstellen und Entzündungen.

    Bei der Kombination vom Zahnersatz Brücke und losem Zahnersatz können in die Brücke zusätzliche Befestigungssysteme eingearbeitet werden. Federbügel können beispielsweise in nutartige Vertiefungen einrasten und so dem losen Zahnersatz mehr Festigkeit verleihen. Noch mehr Festigkeit bilden die so genannten Geschiebe, bei denen mit einstellbaren Hülsen und Stiften gearbeitet wird. Um eine Schädigung des tragenden Zahns zu vermeiden, werden hier als zugegebenermaßen teure, aber sehr nützliche Hilfsmittel Veneers, Kronen und Brücken zum Einsatz gebracht.

    Wer die Qualität beim Zahnersatz nicht von den Kosten und seinen finanziellen Möglichkeiten abhängig machen möchte, der kann heute mit einer guten Zahnzusatzversicherung vorsorgen. Sie schließt die Lücke, die zwischen den anfallenden Kosten bei Zahnarzt und Zahntechniker und den Zuzahlungen nach den Leistungskatalogen der Krankenkassen verbleibt.

    Bild: © Depositphotos.com / CandyBoxImages