Schlagwort: Kohlehydrate

  • Verbraucherschützer: Sportangaben auf Lebensmittelpackung

    Verbraucherschützer: Sportangaben auf Lebensmittelpackung

    Auf jeder Lebensmittelverpackung steht, wie viel Gramm Fett, Zucker oder Kohlehydrate die jeweiligen Lebensmittel haben, aber wie lange es dauert, die 550 Kalorien, die eine Tafel Schokolade hat, wieder loszuwerden, davon steht auf den Packungen leider nichts. Britische Verbraucherschützer wollen das jetzt ändern und fordern Sport-Piktogramme auf jeder Verpackung. Diese Piktogramme sollen dem Käufer vor Augen halten, wie lange man laufen oder schwimmen muss, um eine bestimmte Anzahl an Kalorien wieder abzutrainieren.

    Jede Kalorie zählt

    Die Angaben auf Nahrungsmittelverpackungen lesen sich nicht selten wie ein Buch mit sieben Siegeln. Sind 550 Kalorien wenig oder doch zu viel? Wie lange dauert es eigentlich, bis diese 550 Kalorien wieder verschwunden sind? Darüber steht auf den Verpackungen leider nichts, aber es sind rund 30 Minuten, die man schwimmen muss, um die Tafel Schokolade abzutrainieren. Die britischen Verbraucherschützer sind der Meinung, dass Kunden, die die Verpackung studieren, so schneller begreifen, wie es um die Nährwert- und Kalorienangaben geht. 63 % der Briten würden diese Form der Kundeninformation unterstützen, aus Deutschland kommt dagegen nur Kritik.

    Keine Option

    Die Ernährungsexperten der Verbraucherzentralen in Deutschland stehen den Plänen aus Großbritannien eher skeptisch gegenüber. Hierzulande ist man der Ansicht, dass die Verbraucher wissen, wie viele Kalorien sie jeden Tag zu sich nehmen und wie viel sie essen dürfen, um ihr Gewicht zu halten oder zu verringern. Leider sind es aber nur die ernährungsbewussten Verbraucher, die sich gründlich informieren, der Rest der Verbraucher widmet den Angaben auf der Verpackung gerade mal sechs Sekunden.

    Bilder statt Zahlen

    Die Briten wollen sich bei ihrer neuen Idee nicht nur auf bloße Zahlenangaben beschränken, sie setzen auf die Macht der Bilder. So soll zum Beispiel auf der Tafel Schokolade neben der Kalorienzahl ein Bildchen mit einem Fahrrad und einer Zeitangabe zu finden sein, denn dieses Bildchen macht schnell klar, wie lang die Radtour sein muss.

    Bild: © Depositphotos.com / BrianAJackson

  • Gelee Royal – ein königliches Heilmittel

    Gelee Royal – ein königliches Heilmittel

    Die Bienen sind ein sehr fleißiges Völkchen und jede Biene hat eine bestimmte Aufgabe. Die Arbeiterbienen fliegen aus, um Nektar zu sammeln, die Drohnen sind für den Nachwuchs im Bienenstock zuständig und die Königinnen haben eine Schlüsselrolle, denn sie legen bis zu 2000 Eier jeden Tag. Die Königin eines Bienenvolks unterscheidet sich von den Arbeitern und den Drohnen nicht nur durch ihre Größe und ihre längere Lebensdauer, die Königinnen werden auch besser ernährt als das gemeine Bienenvolk. Nur die Königin bekommt das Gelee Royal, das königliche Gelee, und wenn man sich die Inhaltsstoffe dieses besonderen Gelees anschaut, dann kann man auch verstehen, warum die Königinnen eine Sonderrolle im Bienenstock einnehmen.

    Unverzichtbar für das Bienenvolk

    Die Larven der Bienen müssen eine besondere Nahrung bekommen, damit sie zügig wachsen können. Das passiert nicht, wenn die Larven nur den einfachen Honig bekommen, denn dieser hat zu wenig Eiweiß. Anders sieht das beim Gelee Royal aus, denn in diesem Gelee ist eine Menge Eiweiß zu finden, und auch ein bestimmtes Protein, das den Namen Royalactin trägt, sorgt dafür, dass die Larven schnell wachsen können. Das Protein lässt aber nicht nur die Larven schneller wachsen, es ist auch für den großen körperlichen Unterschied zwischen den Arbeiterbienen und ihrer Königin verantwortlich. Es sind die Arbeiterbienen, die das Gelee für ihre Königin herstellen, und zwar während des Stoffwechsels. Die Bienen sammeln das Gelee Royal in den Schlunddrüsen, sie scheiden das Gelee aus und verfüttern es drei Tage lang an die Larven. Der Rest dieser kostbaren Flüssigkeit ist für die Königin bestimmt und es hilft ihr dabei, über viele Jahre für den Nachwuchs im Bienenstock zu sorgen.

    Woraus besteht das königliche Gelee?

    Die genaue Zusammensetzung des Gelees ist bis heute wissenschaftlich noch nicht restlos geklärt, einige Inhaltsstoffe konnten aber identifiziert werden. Dazu gehören Vitamin E, Carotinoide, Nitratkonzentration sowie Malz, Pollen und Hefe, auch Kohlehydrate in Form von Fructose, Glucose und Saccharose konnten ebenso wie Eiweiß nachgewiesen werden. Über die Hälfte des Gelees für die Bienenkönigin besteht aus Wasser, rund ein Viertel aus Zucker und weitere 20 % sind Proteine und Aminosäuren.

    Wie wird Gelee Royal gewonnen?

    Die Gewinnung von Gelee Royal ist unter Imkern höchst umstritten, und einige Imker lehnen es generell ab, das Gelee zu „ernten“. Um das Gelee zu gewinnen, muss der Imker nicht nur die entsprechende Geräte, sondern auch sehr viel Erfahrung haben. Die Königin wird von ihrem Volk getrennt, daraufhin geraten die Arbeiterbienen unter großen Stress und beginnen damit, viel mehr Gelee Royal zu produzieren, als normalerweise notwendig ist. Viele Imker sehen das als Tierquälerei an und lehnen es ab, die Tiere auf diese Weise auszubeuten. Das besondere Gelee wird entweder in Ampullen, in kleinen Trinkfläschen, als Kapseln oder als Nahrungsergänzungsmittel angeboten und in Reformhäusern, Kosmetikstudios oder in der Apotheke angeboten. Während einer Saison können nur 500 Gramm Gelee gewonnen werden. Unmittelbar nach der Entnahme ist es weißlich-gelb und hat einen leicht säuerlichen bis bitteren oder auch pikanten Geschmack.

    Wie wirkt das Gelee der Königin?

    Dass Gelee Royal dem Bienenvolk gesunden Nachwuchs beschert, ist bekannt, aber welche Wirkung hat das Gelee auf den Menschen? Die königliche Nahrung kann helfen, Stress besser zu bewältigen, oder bei der Nikotinentwöhnung behilflich sein. Auch Kinder, die keinen Appetit haben, sollen besser essen, wenn sie das Gelee der Königin als Nahrungsergänzungsmittel bekommen. Das Gelee hat sich vor allem im Kosmetikbereich einen guten Namen gemacht, denn es kann der Hautalterung vorbeugen, die freien Radikalen bekämpfen und die Körperzellen effektiv schützen. Es soll die Stimmung aufhellen und für ein ausgeglichenes Wesen sorgen und auch den Cholesterinspiegel senken können. Wissenschaftlich erwiesen ist das aber leider noch nicht.

    Bild: © Depositphotos.com / Dessie_bg

  • Wie kann akuter Heißhunger erfolgreich bekämpft werden?

    Wie kann akuter Heißhunger erfolgreich bekämpft werden?

    Jeder, der schon einmal eine Diät gemacht hat, der kennt auch die Heißhungerattacken, die es immer wieder schwierig machen, die Diät auch durchzuhalten. Tagsüber ist es nicht ganz so schwer, den akuten Heißhunger zu bekämpfen, aber am Abend, wenn der Stress des Alltags vorbei ist, dann wächst die Sehnsucht nach einem Stück Torte, nach einer Tafel Schokolade oder nach richtig fettigem und kalorienreichem Essen. Heißhunger entsteht immer dann, wenn es zu einem Leerlauf kommt, es langweilig ist oder wenn Frust entsteht. Aber nicht nur während einer Diät kann akuter Heißhunger zu einem Problem werden, auch Menschen, die unter Essstörungen leiden, kennen das Gefühl.

    Wie akuter Heißhunger entsteht

    Immer wenn wir Hunger haben, dann signalisiert der Körper, dass er Nachschub an Energie und Nährstoffen braucht. Mit dem Hungergefühl bewegt sich aber auch der Insulinspiegel, besonders wenn etwas Süßes gegessen wird, dann steigt der Blutzuckerspiegel sehr schnell an, um kurze Zeit später wieder in den Keller zu rauschen. In der Folge steigt der Drang, wieder etwas zu essen, und das macht Menschen, die unter Diabetes oder unter Adipositas leiden, anfällig für Heißhungerattacken. Akuter Heißhunger kann schnell zur Gewohnheit werden, vor allem dann, wenn es ums Abnehmen geht. Während einer Diät wird der Körper praktisch nur mit dem Nötigsten an Nährstoffen versorgt, er kocht sozusagen auf Sparflamme. In dieser Situation wächst der Wunsch nach Essen, wobei besonders süßes, salziges oder fettiges Essen dabei im Mittelpunkt stehen.

    Den Heißhunger bekämpfen

    Akuter Heißhunger ist lästig und es fällt schwer, dem Drang etwas zu essen, nicht nachzugeben. Aber genau das sollten die Betroffenen tun, denn selbst wenn es Disziplin verlangt, wer dem Heißhunger nicht nachgibt, der ist auf dem richtigen Weg. Damit akuter Heißhunger wieder verschwindet, sollte man etwas Eiweißhaltiges oder etwas mit leicht verdaulichen Kohlehydraten essen, denn das macht für einen längeren Zeitraum angenehm satt. Akuter Heißhunger kann auch erfolgreich bekämpft werden, wenn man sich auf das Essen konzentriert, sehr bewusst jeden Bissen kaut und langsam isst, denn auf diese Weise wird das Sättigungsgefühl gefördert. Akuter Heißhunger hält rund eine Viertelstunde an und mit ein wenig Selbstdisziplin ist es möglich, diese 15 Minuten durchzuhalten und standhaft zu bleiben.

    Tipps und Tricks

    Es gibt einige wirkungsvolle Tipps und Tricks, damit akuter Heißhunger nicht zu einem Problem wird. Wenn die Lust auf Schokolade übermächtig wird, dann sollte man sich ein Stückchen von der Tafel abbrechen und den Rest ganz tief im Schrank verstecken. Versteckt werden sollte die Tafel aber immer bevor das Stückchen gegessen wird, denn dann ist die Gefahr nicht so groß, die restliche Tafel auch noch zu essen. Wenn der Heißhunger kommt, ist es auch eine gute Idee sich abzulenken, bis die kritischen Minuten vorbei sind, oder der Hunger mit dem richtigen Essen gestillt wurde. Um dem Heißhunger ein Schnippchen zu schlagen, kann auch hilfreich sein, die Zähne zu putzen oder einen Kaugummi zu kauen.

    So wichtig ist die richtige Ernährung

    Wer sportlich aktiv ist, der leidet seltener unter Heißhunger, denn Sport lenkt ab und gibt das Gefühl, für den Körper etwas Gutes zu tun. Auch die Ernährung spielt eine entscheidende Rolle, wenn um die Bekämpfung des Heißhungers geht. So ist es zum Beispiel wichtig, keine der täglichen Mahlzeiten auszulassen, denn nur dann kann der Blutzuckerspiegel ein gleichmäßiges Niveau halten und der Heißhunger stellt sich erst gar nicht ein. Viel zu trinken ist ebenfalls wichtig, 1,5 bis zwei Liter Wasser, ungesüßter Tee oder Fruchtschorle sollten es am Tag schon sein. So wird der Appetit gezügelt und der Stoffwechsel gefördert, der Heißhunger hat keine Chance mehr. Besonders wichtig ist es jedoch, immer gut zu frühstücken, denn das bremst den Heißhunger am Vormittag.

    Bild: © Depositphotos.com / runzelkorn

  • Kalorien verbrennen – welche Sportarten besonders geeignet?

    Kalorien verbrennen – welche Sportarten besonders geeignet?

    Wer abnehmen will, der muss ein wenig Disziplin mitbringen. Nicht nur die Nahrung muss umgestellt werden, auch Sport gehört zu einer Diät, denn durch sportliche Aktivitäten werden jede Menge Kalorien verbrannt. Leider ist nicht jede Sportart auch geeignet, wenn es ums Kalorien verbrennen geht, wer also ernsthaft an Gewicht verlieren will, der muss sich die richtige Sportart aussuchen. Welche Fatburner Sportarten sind die Richtigen und wie lange muss trainiert werden, bis die Pfunde auf den Hüften und am Po schmelzen?

    Im Wasser Kalorien verbrennen

    Wer möglichst viel in einem relativ kurzen Zeitraum abnehmen will, der sollte ins Wasser gehen, denn Kalorien verbrennen klappt im Wasser wunderbar. Die Muskeln werden durch den Widerstand des Wassers mehr beansprucht, denn für jede Bewegung wird vier- bis zwölfmal so viel Kraft benötigt wie an Land. Dazu kommt, dass der Verlust an Wärme durch das Wasser den Verbrauch an Kalorien ankurbelt. Das führt schließlich dazu, dass pro halbe Stunde 400 Kalorien mehr verbraucht werden und der Stoffwechsel wird erhöht, damit der Körper nicht auskühlen kann. Im Vergleich dazu kann der Körper beim Joggen in einer halben Stunde nur knapp 300 Kalorien verbrennen. Schwimmen ist also nicht nur perfekt, wenn es ums Abnehmen geht, Schwimmen ist auch gesund, denn anders als beim Joggen, werden im Wasser die Gelenke geschont.

    Wer schlank sein will, muss gehen

    Kalorien verbrennen funktioniert auch an Land, zum Beispiel durch Walking und vor allem durch Nordic Walking. Menschen, die stark übergewichtig sind, sollten lieber gehen, anstatt zu laufen, denn beim Gehen fehlt die Flugphase, die Füße bleiben immer am Boden und außerdem werden die empfindlichen Knöchelgelenke am Fuß geschont. Zudem bietet Walking die Gelegenheit, mental abzuschalten, und auch wer noch keine Erfahrungen mit dem Walking hat, findet sehr schnell seinen eigenen Rhythmus. Um wirkliche Erfolge bei der Gewichtsabnahme zu erzielen, ist es wichtig, regelmäßig zu gehen, dreimal in der Woche eine gute Stunde macht sich sehr schnell bei den Problemzonen bemerkbar. Besonders effektiv ist das Nordic Walking, denn wer sich für das Laufen mit den Stöcken entscheidet, der wird den Kalorienverbrauch um 55 % steigern.

    Abnehmen für Indoor Sportler

    Nicht immer ist das Wetter ideal, um zu laufen oder mit den Nordic Walking Stöcken eine Runde zu drehen, wer trotzdem Kalorien verbrennen will, der muss sich nach einer Indoor-Sportart umschauen. Aerobic und Zumba sind perfekt, denn bei diesen beiden Sportarten können pro Stunde bis zu 400 Kalorien verbrannt werden. Das Stemmen von Gewichten baut zwar effektiv Muskeln auf, für die schlanke Linie ist es aber nicht sonderlich zu empfehlen. Auch eine halbe Stunde auf dem Stepper oder auf dem Laufband sind eine gute Idee, denn auch dort schwinden die Pfunde und man kommt tüchtig ins Schwitzen. Ungeübte oder Menschen, die unter starkem Übergewicht leiden, sind allerdings gut beraten, mit einem erfahrenen Trainer zu arbeiten und im Vorfeld einen Arzt zu fragen, ob der Ausdauersport infrage kommt.

    Intensiv trainieren

    Es ist noch nicht lange her, da hielt sich das Gerücht, dass man erst dann Kalorien verbrennen kann, wenn das Training länger als eine halbe Stunde dauert. Erst dann, so das Gerücht, beginnt die eigentliche Fettverbrennung, aber diese These wurde mittlerweile widerlegt. Ganz gleich, ob es um den Kohlehydrate- oder um den Fettspeicher geht, dem Körper ist es vollkommen egal, aus welcher Quelle er seine Energie bezieht. Kohlehydrate werden immer in Fett umgewandelt und hier ist die Gesamtbilanz von Bedeutung. Immer dann, wenn mehr Energie verbraucht wird als man durch essen zu sich nimmt, dann geht es mit dem Gewicht nach unten. Je mehr man sich bewegt und beim Sport anstrengt, um so mehr Fett wird auch verbrannt.

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  • Die ketogene Diät – eine neue Wunderdiät?

    Die ketogene Diät – eine neue Wunderdiät?

    Jede Diät beansprucht für sich, die einzig wahre Diät zu sein, aber nicht alle Diäten sind wirklich gesund. Vor allem eine Diät, die komplett auf Kohlehydrate verzichtet, hat einen eher schlechten Ruf, denn schließlich sind Kohlehydrate Energielieferanten. Sie sind die Einzigen, die das Gehirn mit der nötigen Energie versorgen und sie liefern die wohl wichtigsten Bausteine für eine gesunde Ernährung in Form von Gemüse, Getreide und Obst. Wie soll der Körper ohne Energie auskommen? Dass das funktionieren kann, das zeigt die ketogene Diät, eine Diät, die sogar eine Waffe gegen den Krebs sein kann.

    Der Körper muss sich umstellen

    Streng genommen ist die ketogene Diät eine Form der beliebten Low-Carb-Diät. Wer sich für diese Diät entscheidet, der muss fast vollständig auf Kohlehydrate verzichten. Stattdessen gibt es Proteine und Fette in Form von Milchprodukten, Fleisch, Nüssen und Eiern. Durch diese Ernährung wird der Körper gezwungen, seinen Stoffwechsel umzustellen, und wird dabei in den Zustand der Ketose versetzt. Das heißt, da die Kohlehydrate fehlen, bezieht der Organismus die Energie, die er benötigt, um zu funktionieren, aus Fetten. Es werden sogenannte Ketone gebildet, die die Zellen mit der nötigen Energie versorgen und das führt schließlich zur Gewichtsabnahme.

    Die ketogene Diät – ein Mittel gegen Epilepsie?

    In der Medizin gilt die ketogene Diät schon seit einigen Jahren als bewährtes Mittel gegen Epilepsie. Menschen, die unter dieser Krankheit leiden und eine ketogene Diät machen, haben weniger Anfälle, da die Ketone, die während der Diät gebildet werden, die Energie an den Körper und das Gehirn liefern. Eine Langzeitstudie, für die über einen Zeitraum von 15 Jahren 100 Patienten mit Epilepsie beobachtet wurden, kam zu dem Schluss, dass bei 80 % der Studienteilnehmer, die zwei Jahre lang eine ketogene Diät gemacht haben, keine Anfälle mehr auftraten.

    Positiv auch bei Krebs

    Über einen direkten Zusammenhang zwischen der ketogenen Diät und Krebs gibt es bislang zwar noch keine Studien, trotzdem gehen viele Mediziner davon aus, dass sich die Diät positiv auf die Erkrankung auswirken kann. Da die Diät fast ohne Zucker auskommt, kann das Wachstum der Krebszellen zumindest verringert werden. Besonders interessant ist dieser Effekt für bestimmte Krebsformen wie zum Beispiel Gehirntumore, die sich nur schwer behandeln lassen. Zwar konnte hier ein vermindertes Wachstum beobachtet werden, für exakte Aussagen ist es allerdings noch viel zu früh. Die ketogene Diät kann nach Ansicht von Medizinern aber nicht nur bei Krebs, sondern auch bei Multipler Sklerose, bei Parkinson und bei Alzheimer helfen. Diese Krankheiten haben ihre Ursache in einem Defekt, der auf einem Energiestoffwechsel beruht, und hier kann die Diät effektiv ansetzen.

    Welche Nachteile hat die Diät?

    Auch wenn die ketogene Diät viele Vorteile hat, es gibt auch einige gravierende Nachteile. Besonders in der Anfangsphase kann es vermehrt zu Verstopfung, zu Müdigkeit und auch zu Übelkeit kommen. Wenn der Körper sich umgestellt hat, dann verschwinden die Beschwerden wieder, allerdings kann diese Umstellung einige Wochen dauern. Wer länger nach der kohlehydratarmen Diät lebt, der muss mit Nierensteinen und einer reduzierten Knochenmasse rechnen, auch erhöhte Blutfettwerte sind nicht selten, da die Kohlehydrate durch Fett ersetzt werden. Zwar normalisieren sich die Werte meist im Laufe der Jahre wieder, aber ein Arzt sollte trotzdem die Diät überwachen und regelmäßig die Cholesterinwerte messen.

    Schnelle Erfolge

    Einer der größten Vorteile der ketogenen Diät ist, dass sich bei der Gewichtsabnahme schnelle Erfolge erzielt werden. Vor allem in den ersten drei Wochen schmelzen die Pfunde flott und durch den hohen Gehalt an Eiweiß stellt sich schnell ein Sättigungsgefühl ein. Eine ketogene Diät setzt viel Disziplin voraus, denn früher oder später kommt der Heißhunger auf Nahrungsmittel wie Brot, Nudeln oder Kartoffeln, die während der Diät streng verboten sind, da sie Kohlehydrate enthalten.

    Bild: © Depositphotos.com / Paul_Cowan

  • Mandeln – das neu entdeckte Superfood

    Mandeln – das neu entdeckte Superfood

    In der weihnachtlichen Bäckerei dürfen Mandeln nicht fehlen, auch mit Zucker glasiert und gebrannt schmecken die kleinen Kerne einfach wunderbar. Viele wissen aber nicht, dass sich hinter der Nascherei und der beliebten Backzutat ein Superfood verbirgt, denn die Mandel hat erstaunliche Fähigkeiten, wenn es um die Gesundheit geht. Wer täglich nur 60 Gramm Mandeln isst, der beugt Diabetes wie auch Herz-Kreislauferkrankungen vor, zudem wird die Knochendichte verbessert und das alles, ohne dass es zu einer Gewichtszunahme kommt.

    Mandeln – ein sehr gesundes Steinobst

    Mandeln gehören nicht zur Familie der Nüsse, sie zählen vielmehr zum Steinobst, wie Aprikosen und Pfirsiche auch. Mandelbäume wurden schon vor rund 4000 Jahren kultiviert, da die Früchte der Bäume schon sehr früh zu einer Art Grundnahrungsmittel gehörten. Die Menschen in der Antike schätzen die süßen Kerne aufgrund ihres hohen Gehalts an Proteinen, denn nur eine einzige Mandel enthält 19 Gramm Eiweiß. Auch die Tatsache, dass Mandeln sättigen, dabei aber nicht dick machen, verhalf dem Steinobst schon früh zu seinem Status als Superfood. Besonders gut gedeihen Mandelbäume in der Mittelmeerregion, aber auch Nordafrika, Israel, Vorder- und Zentralasien sowie Kalifornien sind heute die Hauptanbauländer für Mandelbäume. In Deutschland werden die Bäume vor allen Dingen für ihre prachtvollen rosafarbenen oder weißen Blüten geschätzt, die jeden Garten zieren.

    Das Superfood als Vitaminbombe

    Mandeln schmecken nicht nur sehr gut, sie sind auch ein hervorragender Lieferant für Vitamine und Nährstoffe. Die hellbraunen Kerne sind reich an ungesättigten Fettsäuren, sie enthalten viel Magnesium, Calcium, Kupfer und vor allem viel Vitamin B und E. Vitamin E gilt als Antioxidans, das die Krebs auslösenden freien Radikalen erfolgreich in Schach hält, Vitamin B schützt die Nerven und sorgt zudem dafür, dass die Zellen immer genug Energie bekommen. Den Beinamen Superfood verdankt die Mandel aber auch der Tatsache, dass sie sich sehr vorteilhaft auf den Stoffwechsel auswirkt. So wird zum Beispiel die Insulinsensitivität verbessert und der Diabetes wird effektiv vorgebeugt. In Studien wurde nachgewiesen, dass Mandeln den Cholesterinspiegel dauerhaft senken können und dass sich bei einem regelmäßigen Verzehr der Kerne die Dichte der Knochen verbessert, was unter anderem Osteoporose vorbeugt.

    Mandeln sind keine Dickmacher

    Nüsse sind ein beliebter und auch sehr gesunder Snack, aber Nüsse haben einen Nachteil – sie machen dick. Anders sieht das bei Mandeln aus, denn obwohl die leckeren Kerne 500 Kalorien auf 100 Gramm haben, machen sie nicht dick. Was noch besser ist, Mandel helfen nicht nur das Wunschgewicht zu halten, sie sind auch sehr hilfreich, um abzunehmen. Dieser besondere Effekt wird bei der Mandel-Diät sehr deutlich. Für eine Studie machten 65 übergewichtige Probanden zwischen 27 und 79 Jahren für die Dauer von 24 Wochen eine niederkalorische Diät. Eine Gruppe der Studienteilnehmer bekam im Rahmen dieser Diät jeden Tag 84 Gramm Mandeln, während die zweite Gruppe anstatt der Mandel Kohlehydrate in kompakter Form aß. Nach einem halben Jahr wurden die Studienteilnehmer untersucht und gewogen. In der Gruppe, die die Mandeln gegessen hatten, verloren 62 % mehr Probanden an Gewicht, als das in der Kontrollgruppe der Fall war. Vor allem der Umfang der Taille und die Fettmasse waren deutlich verringert worden.

    Das vielseitige Superfood

    Die meisten kennen Mandeln in Blättchenform als Zierde für die Torte, als gebrannte Mandeln oder in gemahlener Form in Kuchen und Keksen. Wer Mandeln ganz gezielt als Superfood einsetzen will, der sollte Mandelmilch trinken oder Mandelmus essen, denn auch in diesen Varianten schmecken die Kerne köstlich und entfalten ihre gesunden Eigenschaften. Mandeln als Superfood machen jeden Fruchtsalat zu einer Köstlichkeit, sie können in Suppen, Soßen und auch in Dressings Verwendung finden und alle, die ohne Reue naschen wollen, sollten dem Superfood Mandeln den Vorzug vor Nüssen oder Chips geben.

    Bild: © Depositphotos.com / elenathewise