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  • Wichtige Fakten zum Thema Fett

    Wichtige Fakten zum Thema Fett

    Die als ungesunden Dickmacher bezeichneten Fette erfüllen in unserem Körper wichtige Funktionen. Fett ist Energielieferant. Neun Kilokalorien entsprechen einem Gramm Fett. Somit liefert diese Menge doppelt so viel Energie wie Eiweiß oder Kohlenhydrate. Verbrennt der Körper nicht das gesamte Fett, legt er es in Depots an und bildet somit Energiereserven.

    Fette enthalten lebenswichtige Fettsäuren für den Körper. Diese sind für Stoffwechselvorgänge wichtig. Außerdem gelten sie als Wärmeschutz, Geschmacksträger und Träger für Vitamine A, D, E und K. Der Mensch sollte täglich 30 % der Kalorien aufnehmen, die aus Fett bestehen. Hierbei sollte allerdings auf die Art der Fette geachtet werden, denn wichtig sind Omega 3 und Omega 6.
    Hierbei handelt es sich um mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die unser Körper im richtigen Verhältnis zu einander benötigt. In Sonnenblumenöl und Maiskeimöl sind beispielsweise zu viel Omega 6 Fettsäuren enthalten. Dies fördert unter anderem Entzündungen. Alternativ sollte man auf Rapsöl zurückgreifen, denn hier ist das Verhältnis der beiden Fettsäuren ausgeglichen. Besonders gut ist kaltgepresstes Öl, da es viele Inhaltstoffe hat, die wertvoll sind.

    Wer es richtig machen möchte, mischt die ungesättigten und die gesättigten Fettsäuren. Wer also ein Fleischgericht mit einem Salt kombiniert, der mit Rapsöl-Dressing angemacht ist, macht alles richtig. Vorsichtig sollte man aber mit Frittierfett oder fettigen Backwaren sein. Diese Fette können sich negativ auf den Kreislauf und auf das Herz auswirken.

    Wichtig ist nicht, wieviel Fett man ist, sondern wie viele Kalorien man zu sich nimmt. Verbrennt man weniger Kalorien, als man aufgenommen hat, dann nimmt man zu. Wer fettreich ist, ist schneller gesättigt. Treibt man dazu noch Sport regt man die Fettverbrennung zu dem noch an. Denn wer versucht Fett zu sparen greift automatisch zu Kohlenhydraten, diese steigern den Blutzucker.

    Kohlenhydrate steigern den Blutzuckergehalt und die Insulinproduktion

    Insulin – ein Hormon – wird in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) produziert. Ist diese erkrankt, leiden Betroffene unter Diabetes mellitus, landläufig auch Zuckerkrankheit genannt. Zucker gehört zu den Kohlenhydraten, aber auch ballaststoffreiche Nahrung enthält Zucker und viele Produkte, bei denen man es nicht erwartet, wie z. B. Müsli, Joghurt oder Ketchup.
    Kohlenhydrate sind ein wichtiger Bestandteil unserer Nahrung. Im Zuge der Verdauung werden sie zu Zucker umgewandelt und erhöhen damit den Blutzuckerspiegel. Mithilfe (körpereigenen) Insulins wird der Zucker dann als Energieträger in die Körperzellen transportiert. Das Insulin sorgt dafür, dass die Körperzellen den Zucker überhaupt aufnehmen können.

    Unsere moderne Kohlenhydrat reiche Ernährung erzwingt eine sehr hohe Insulinproduktion durch die Bauchspeicheldrüse. Das Stück Brot oder Schokolade, ein Powerriegel oder ein Stück Obst, das Glas Saft und der kleine Snack zwischendurch, führt zu einem ständig leicht erhöhten konstanten Zuckerspiegel. Auch ein Ernährungsplan mit 5 kleinen Mahlzeiten am Tag (anstatt nur 3) führt zu diesem Ergebnis.

    Verschiedene Lebensmittel bei gleicher Menge an Kohlenhydraten verursachen eine durchaus sehr unterschiedliche Steigerung des Blutzuckerspiegels mit Blick auf die Geschwindigkeit bzw. Steigerungsrate. Dieses Phänomen bezeichnet man auch als Blutzuckerwirksamkeit eines Nahrungsmittels, wofür extra der glykämische Index eingeführt wurde.
    Ein hoher Indexwert steht für ein Lebensmittel, das den Blutzuckerspiegel sehr schnell in die Höhe treibt. Als Beispiele seien hierzu der Industriezucker und alle mit ihm gesüßten Lebensmittel sowie Getränke genannt, aber auch Weißbrot oder weißer Reis gehören dazu. Lebensmittel mit geringerem glykämischen Index sind z. B. Vollkorn-Produkte, Obst und Gemüse, Salate oder Hülsenfrüchte. Grundsätzlich gilt, dass Ballaststoffe die Zuckeraufnahme verlangsamen.

    Sport ist die beste Lösung, wenn man abnehmen möchte. Ausdauersport regt die Fettverbrennung an. Die Fettzellen schmelzen, verschwinden aber nicht. Sie werden kleiner. Wer also die Fettzellen loswerden möchte, muss sich das Fett absaugen lassen. Hierbei läuft man aber Gefahr, dass die Fettzellen sich später an einer anderen Stelle neu ansiedeln.
    Fett lässt sich nicht gezielt verbrennen. Doch das richtige Sportprogramm führt zum gewünschten Erfolg. Muskelaufbau-Trainings sind hier sinnvoll, denn diese Kraftwerke sind für die Fettverbrennung unerlässlich.

    Bild: © Depositphotos.com / Spectral

  • Schweinemedaillons mit Kartoffel-Ei-Pfännchen und Gurkensalat

    Schweinemedaillons mit Kartoffel-Ei-Pfännchen und Gurkensalat

    Ein unglaublich leckeres und deftiges Gericht, dass weitaus kürzer in der Zubereitung benötigt, als man glauben mag. Auf die Kalorien sollte man allerdings nicht unbedingt achten 😉

    Zutaten für 2 Portionen

    • 300 g Schweinslungenbraten, in Medaillons geschnitten
    • 6 kleine Kartoffel
    • 4 Eier
    • 50 ml Obers
    • 3 EL weiche Butter
    • 2 Schreiben Frühstücksspeck
    • 2 EL Kräuter (Kerbel oder Petersilie)
    • Salz, Pfeffer
    • 1/2 Gurke
    • Salz, Pfeffer
    • Weißweinessig
    • Knoblauchzehe

    Zubereitung

    Wasser in einem kleinen Topf zum kochen bringen und salzen. Währenddessen Kartoffeln schälen und in kleine Stücke schneiden. Sobald das Wasser kocht, Kartoffeln hineingeben und weich kochen (aber nicht zu weich werden lassen).

    Ofen auf 180°C vorheizen. Die Eier trennen und dabei aufpassen, dass der Dotter heil bleibt (am besten lässt man den Dotter in der einen Eierschalen-Hälfte und stellt sie zurück in die Eier-Verpackung, dort stehen sie sicher). Die vier Eiklar mit dem Obers vermischen und kräftig salzen und pfeffern.

    Zwei ofenfeste Förmchen fetten. Eine Pfanne erhitzen, währenddessen den Speck in kleine Stücke schneiden und in der heißen Pfanne ohne Fett goldbraun anbraten. Auf ein Küchenpapier legen, um das Fett abtropfen zu lassen. In das übrige Fett in der Pfanne die fertig gekochten Kartoffeln geben und rund herum anbraten.

    Die Kartoffeln in die gefetteten Förmchen füllen, das Obers-Eiklar-Gemisch darüber leeren und das Ganze für ca 12 Minuten in den Ofen geben (bis das Eiklar stockt). Nach der Hälfte der Zeit die beiseite gestellten Dotter vorsichtig in die Förmchen gleiten lassen und ca 5 Minuten mitbraten.

    Währenddessen die Gurke in dünne Scheiben schneiden, salzen, kurz ziehen lassen, und dann beliebig mit Essig, Salz, Pfeffer und Knoblauch würzen. Wer Knoblauch liebt, darf ruhig noch eine zweite Zehe zufügen.

    Die Medaillons in etwas Butter rund herum scharf anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen. Die Schweinemedaillons mit Kartoffel-Ei-Pfännchen nett auf Tellern anrichten, den angebratenen Speck und die Kräuter über die Pfännchen streuen.

    Nährwertangaben und Zubereitungszeit

    • pro Portion: 684 kcal
    • 42 g Fett, 26 g Kohlenhydrate, 48 g Eiweiß
    • Zubereitung: ca. 35 min

    Kleiner Exkurs: Kerbel oder Petersilie?

    Kerbel und Petersilie sind eng miteinander verwandt. Dennoch gibt es Gerichte, zu denen entweder das eine oder das andere besser passt. Grundsätzlich ist so etwas aber ohnehin immer Geschmackssache. Kerbel verleiht Suppen, Saucen, Salaten, Fisch oder Gemüse einen frischen, süßlichen Geschmack, der dezent an Anis erinnert. Er schmeckt in seiner Art weitaus milder als Petersilie. Kerbel sollte immer erst am Ende der Zubereitung in das Gericht gegeben und nie mitgegart werden. Petersilie ist wohl DAS universelle Küchenkraut, das in oder auf nahezu jedem Gericht aufscheint und einen frisch-würzigen Geschmack verleiht.

  • Cevapcici mit Reis und Zwiebel-Senf-Sauce

    Cevapcici mit Reis und Zwiebel-Senf-Sauce

    Cevapcici sind gegrillte oder gebratene Hackfleischröllchen, die in Bosnien und Herzegowina, Kroatien und Serbien als Nationalgericht gelten. Im Original-Rezept für Cevapcici findet sich normalerweise kein Ei. Ich füge gerne eines hinzu, weil es die Konsistenz meiner Meinung nach besser macht. Grundsätzlich kann man das Ei aber auch weglassen, die Cevapcici gelingen trotzdem sehr gut. Cevapcici werden klassisch mit Reis serviert.

    Zutaten für 2 Personen

    400 Gramm Rinderhackfleisch
    2 Knoblauchzehen
    2 TL scharfes Paprikapulver
    2 Tropfen Tabasco oder 1 Chilischote
    1 Ei
    Salz, Pfeffer
    4 EL frische Petersilie
    2 TL Backpulver

    1 Tasse Langkornreis

    1 hart gekochtes Ei
    2 TL Weißweinessig
    2 TL scharfer Senf
    3 EL frisch gehackte Dille
    30 Gramm Frischkäse natur
    1/2 Zwiebel
    Salz, Pfeffer

    Zubereitung

    Am Anfang gleich das Ei in einem Topf mit Wasser geben und alles zum Kochen bringen und bis zur weiteren Verwendung hart kochen lassen.

    Das Hackfleisch mit ausgepresstem Knoblauch, dem Ei und allen Gewürzen samt dem Backpulver gut durchmischen. Die Mischung kräftig salzen. Ich rate dazu, die Hackfleisch-Mischung zu kosten. Ja, rohes Hackfleisch ist nicht jedermanns Sache, man soll ja auch keinen Esslöffel davon essen. Aber bei Cevapcici oder generell Hackfleisch-Produkten hat man oft das Problem, dass sie zu wenig gesalzen werden – und das schmeckt richtig, richtig langweilig. Zu wenig gewürzte Cevapcici kann die beste Sauce nicht aufpeppen.

    Aus der Hackfleisch-Mischung mit feuchten Händen längliche Würstchen formen und sie etwas flach drücken. Jetzt geht es ans braten oder backen: Die Cevapcici kann man sowohl im Backrohr, als auch in der Pfanne in Öl zubereiten. Beides gelingt, wobei die Variante mit der Pfanne knusprigere Cevapcici herausbringt. Allerdings ist das auch die kalorienreichere Variante.

    In der Pfanne brät man die Cevapcici in heißem Öl von beiden Seiten etwa 5-10 Minuten an, bis sie schön knusprig braun sind. Wer die Backrohr-Variante ausprobiert, heizt das Backrohr auf etwa 180°C auf, legt die Cevapcici auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und schiebt das Blech für 15 Minuten ins Backrohr. Nach der Hälfte der Zeit werden die Cevapcici gewendet.

    Während die Cevapcici vor sich hinbrutzeln, wird der Reis zubereitet. Eine Tasse Reis mit zwei Tassen gesalzenem Wasser zum Kochen bringen und nach dem ersten Aufkochen auf kleiner Flamme so lange kochen, bis das Wasser aufgesogen ist.

    Zu guter Letzt wird die Sauce zubereitet: Den Zwiebel fein hacken und mit etwas Wasser in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze 2 Minuten dünsten. Danach abkühlen lassen. Das hart gekochte Ei 30 Sekunden unter kaltes Wasser halten, dann schälen und in kleine Stücke schneiden. Das Ei mit dem Frischkäse, Essig, Senf, Salz und Pfeffer vermischen, die Zwiebel zufügen. Die frische Dille hacken und zufügen.

    Die Cevapcici mit Reis und der Zwiebel-Senf-Sauce anrichten und genießen.

    Nährwertangaben und Dauer

    Zubereitungszeit: 25 min

    Pro Portion 699 kcal, 36 g Fett, 41 g Kohlenhydrate, 50 g Eiweiß

  • Ernährung und Nahrungsergänzungen für Sportler

    Ernährung und Nahrungsergänzungen für Sportler

    Zunächst ist es für alle Sportler wichtig, eine ausreichende Menge an Kohlenhydraten über die Nahrung aufzunehmen. Aus diesen bildet der Körper Glykogen, das den Muskeln Energie liefert. Auch die Nerven und das Gehirn decken ihren Energiebedarf fast ausschließlich durch Kohlenhydrate (Dextrose). Wird dem Körper eine zu geringe Menge an Kohlenhydraten zugeführt, leiden die Koordination und Konzentration darunter.

    Ausgeglichener Glykogenhaushalt

    Vor allem Hochleistungssportler sollten daher stets auf einen ausgeglichenen Glykogenhaushalt achten. Ein gut gefüllter Speicher spendet je nach Intensität und Dauer des Trainings für 1 bis 1,5 Stunden Energie. Um ausreichend große Vorräte anzulegen, empfiehlt es sich, täglich zwischen 50 und 60 Prozent der gesamten Energiezufuhr in Form von Kohlenhydraten aufzunehmen.

    Komplexe Kohlenhydrate, die vorwiegend in Brot, Reis, Teigwaren und Getreide sowie in Gemüse, Obst und Kartoffeln vorkommen, sind dabei besser als einfache Zucker (Fruchtzucker, Traubenzucker). Die Kohlenhydrate versorgen den Körper mit wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen sowie Ballaststoffen, stellen kontinuierlich und langsam ihre Energie zur Verfügung und halten auch den Blutzuckerspiegel aufrecht.

    Proteine für Abwehr und Muskelaufbau

    Der menschliche Körper benötigt Proteine in seinem Abwehr- und Enzymsystem sowie zum Muskelaufbau. Eine tägliche Proteinaufnahme von 0,8 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht genügt für eine ausreichende Versorgung. Eine Kombination aus pflanzlichen und tierischem Eiweiß, zum Beispiel aus Milch, Kartoffeln, Getreide, Ei und Fisch ist empfehlenswert. Bei tierischen Eiweißlieferanten ist es ratsam, fettarme Produkte zu bevorzugen.

    Flüssigkeit und Mineralstoffe

    Der Verlust an Mineralstoffen beim Sport (über den Schweiß) ist zum Teil nicht unerheblich und muss regelmäßig ausgeglichen werden. Geeignet sind hierfür Mineralwasser, verdünnte Fruchtsäfte, fettarme Gemüsebrühe sowie Früchte- und Kräutertees. Gleichermaßen benötigen Sportler viel Eisen und Magnesium für einen optimalen Sauerstoff-Transport. Hier gibt es trotz ausreichender Flüssigkeitsaufnahme häufig einen Mangel. Durch eine Blutuntersuchung kann ein solcher Mangel nachgewiesen und mit einer ausgewogenen Ernährung wieder behoben werden.

    Pro Stunde können je nach Anstrengungsgrad und Art der sportlichen Betätigung zwischen einem und 1,5 Liter ausgeschwitzt werden. Der Körper holt sich zunächst die fehlende Flüssigkeit aus dem Gewebe und dem Blut zurück. Die Folge: Das Blut „dickt ein“. Dadurch fließt es langsamer, die Versorgung der Muskelzellen mit Nährstoffen und Sauerstoff verschlechtert sich und damit steigt die Gefahr von Muskelzerrungen und -krämpfen. Bereits ein Flüssigkeitsverlust von zwei Prozent des Körpergewichts vermindert die Leistungsfähigkeit. In Einzelfällen kommt es zu Schwindel und Übelkeit oder sogar zum Kreislaufzusammenbruch.

    Tipp: Sportgetränke dürfen nicht zu kalt sein und sollten möglichst wenig Kohlensäure und Zucker enthalten. Koffeinhaltige und alkoholische Getränke sind ungeeignet. Prinzipiell sollte getrunken werden, bevor der Körper Durst signalisiert, in der Regel vor der sportlichen Betätigung. Während des Trainings ist es ratsam, immer wieder kleine Mengen Flüssigkeit aufzunehmen (je nach Trainingsdauer etwa alle 15 bis 30 Minuten).

    Zusätzliche Vitaminzufuhr

    Für Gelegenheitssportler ist eine zusätzliche Vitaminzufuhr in der Regel nicht notwendig, wenn sie sich ausgewogen und gesund ernähren. Bei Höchstleistungssportlern (Leistungssport) kann der Einsatz von entsprechenden Vitaminpräparaten sinnvoll sein. Dies ist im Einzelfall zu prüfen.

    Nahrungsergänzungen für Hochleistungssportler

    Nahrungsergänzungsmittel sind Lebensmittel, die in Form von Dragees, Kapseln, Kau-, Lutsch- oder Brausetabletten, Pulver, Granulat, Flocken oder Saft angeboten werden. Sie enthalten verschiedene Substanzen in konzentrierter Form, darunter

    • Ballaststoffe,
    • Mineralstoffe,
    • Vitamine,
    • essentielle Fettsäuren,
    • Spurenelemente sowie,
    • Eiweiße (Aminosäuren)

    Bei Hochleistungssportlern, die während des Trainings sehr viele Kalorien und Mineralstoffe verlieren und einen erhöhten Bedarf an den genannten Inhaltsstoffen haben, können Nahrungsergänzungen unterstützend wirken und sinnvoll sein. Die zusätzliche Gabe sollte möglichst mit einem Arzt abgestimmt werden, um Überdosierungen zu vermeiden. Gleichermaßen muss abgeklärt werden, ob eventuelle Allergien gegen die Inhaltsstoffe der Nahrungsergänzungen vorliegen.

    Bild: © Depositphotos.com / VadimPetrov

  • Die chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung

    Die chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung

    Die chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung, im medizinischen Sprachgebrauch chronische Pankreatitis genannt, steht in den meisten Fällen in direktem Zusammenhang mit übermäßigem Alkoholkonsum. Diese lang anhaltende entzündliche Erkrankung des Pankreas betrifft mehr Männer als Frauen.

    Ursachen der Pankreatitis

    Sie tritt in aller Regel im Alter zwischen 30 und 60 Jahren auf – je nach ‚Alkoholiker-Karriere‘. Eher selten sind die Einnahme von bestimmten Medikamenten sowie Stoffwechselstörungen oder Irritationen des Hormonhaushaltes Auslöser.

    Der akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung dagegen geht meist eine Gallenwegerkrankung voraus. Sie betrifft eher Frauen und verläuft seltener chronisch, wenngleich Gallensteine zu den Ursachen zählen können. Größtenteils verläuft die Akut-Form meist komplikationslos, obgleich sie mit heftigen Oberbauchschmerzen, dazu Übelkeit und Erbrechen, einhergeht.

    Neben dem häufigsten Grund für die schmerzhafte Entzündung der Bauspeicheldrüse, dem Alkoholabusus (Abhängigkeit von Alkohol), gibt es noch einige weitere Ursachen für eine chronische Pankreatitis. Rauchen beispielsweise kann einen Risikofaktor für die Entzündung der Bauchspeicheldrüse darstellen.

    Wenn die Pankreatitis bereits im Kindesalter auftritt, ist dies oft die Folge einer Genveränderung innerhalb der Schwangerschaft. Es kann sich auch um eine angeborene Fehlbildung der Bauchspeicheldrüse selbst handeln.

    Auch zu viel Kalzium im Blutkreislauf kann die Krankheit auslösen, zum Beispiel durch eine Überfunktion der Schilddrüse. Eine chronische Nierenentzündung oder -funktionsstörung kann durch die Ansammlung von Substanzen im Harn ebenfalls ein Auslöser sein.

    Symptome

    Die chronische Pankreatitis äußert sich anfangs zwar auch in den bereits beschriebenen, den Leib zusammenziehenden Oberbauchschmerzen. Sie treten zunächst aber nur sporadisch auf und können durch Essen oder Alkohol ausgelöst werden. Diese Schmerzen können bis in den Rücken ausstrahlen. Später dauern die Attacken dann jedoch über Tage oder sogar Wochen an. Im fortgeschrittenen Stadium kommen Verdauungsprobleme beim Verzehr fettreicher Speisen und schließlich ein spürbarer Gewichtsverlust hinzu, meist begleitet von Völlegefühl, Blähungen, Übelkeit und Erbrechen.

    Klassisch sind voluminöse Fettstühle (Steatorrhö), d. h. der Stuhl ist auffallend lehmartig, klebrig und glänzend – bedingt durch eine gestörte Eiweiß- und Fettverdauung. Wiederholt kann es obendrein auch zu Gelbsucht kommen. Wenn das geschädigte Organ durch die chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung nicht mehr richtig arbeitet, kommt als Folgeerkrankung Diabetes mellitus hinzu, da Insulin nicht mehr ausreichend produziert werden kann.

    Wie es zur Organschädigung genau kommt? Während eines akuten Schubs kommt es zur Freisetzung von Verdauungssäften in der Bauchspeicheldrüse. Die darin enthaltenen Enzyme sind normalerweise für die Eiweiß- und Fettverdauung verantwortlich. Doch im Fall einer chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung werden sie im Organ selbst aktiv und beginnen dieses zu verdauen und so zu zersetzen. Die Folge ist eine Selbstzerstörung des Organs und seiner Funktionsfähigkeit. Erstaunlich: Obgleich in diesem fortgeschrittenen Stadium der Pankreatitis die Bauchspeicheldrüse schon schwer geschädigt ist, sind die Betroffenen während entzündungsfreier Phasen oft schmerzfrei.

    Diagnostik der Bauchspeicheldrüsenentzündung

    In einer Röntgenuntersuchung oder Computertomographie des Bauchraumes kann die chronische Pankreatitis durch Organverkalkungen, Gangerweiterungen sowie Pseudozysten in der Bauchspeicheldrüse sichtbar gemacht werden. Ein Druckschmerz im Ober- und Mittelbauch ist ermittelbar. Körpergewicht und -größe stehen meist in einem Missverhältnis (Untergewicht).

    Im Blutbild ist ein akuter Entzündungsschub nachweisbar. Zur genaueren Abklärung kann eine Spezialuntersuchung, die so genannte endoskopische retrograde Cholangio-Pankreatikographie (ERCP) vorgenommen werden. Ihr Vorteil: Mit ihren mikrochirurgischen Instrumenten können gegebenenfalls gleich therapeutische Maßnahmen ergriffen werden. Dazu gehört, etwa vorhandene Pseudozysten zu entleeren (mittels Einlegen von so genannten Drainageschläuchen), Engstellen zu dehnen oder Gallensteine zu entfernen.

    So verläuft die Therapie einer Bauchspeicheldrüsenentzündung

    Bei einem akutem Entzündungsschub darf keine Nahrung aufgenommen werden. Die Patienten erhalten stattdessen via Infusion Flüssigkeit, Nährstoffe und Elektrolyte. Über eine Magensonde wird der Magensaft abgesaugt. Wenn sich die Entzündungsparameter normalisieren und die Beschwerden abklingen, kann mit einem Kostaufbau begonnen werden.

    Bei einer chronischen Pankreatitis sollte die Ernährung dabei idealerweise leicht verdaulich sein, dazu reich an Kohlenhydraten und fettarm. Häufig werden mehrere kleine Mahlzeiten besser vertragen als wenige große. Tabu sind Alkohol, Kaffee und Fett. Oft werden zudem Pankreasenzyme in Tablettenform eingenommen.

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  • Gesund grillen mit dem Elektrogrill

    Gesund grillen mit dem Elektrogrill

    Umweltfreundlich und gesund grillen mit dem Elektrogrill

    Leckere Würstchen, knackiges Gemüse und köstliche Steaks – die Deutschen lieben es einfach zu grillen. Wer einen Garten oder einen Balkon hat, der nutzt die schöne Jahreszeit, holt den Grill aus dem Keller und macht mit Freunden oder der Familie einen gemütlichen Grillabend. Viele schwören dabei auf den guten alten Holzkohlengrill, aber auch wenn das Fleisch und die Würstchen vom Holzkohlengrill immer besonders gut schmecken, wer umweltbewusst und zudem auch noch gesund grillen will, der sollte sich für einen praktischen Elektrogrill entscheiden.

    Die Nachteile des Holzkohlengrills

    Auch wenn alles was auf Holzkohle gegrillt wird, einen ganz besonderen Geschmack hat und auch wenn 60 % der Deutschen auf diesen Grill setzen, umweltfreundlich ist dieser Grill nicht. Wer nur einen Balkon hat, der ist gut beraten auf einen Elektrogrill umzusteigen, denn wenn der Wind ungünstig steht, dann treibt es den Qualm der Holzkohlen zu den Nachbarn und das kann für Ärger sorgen. Qualm gibt es bei einem Elektrogrill nicht, alles was die Nachbarn riechen werden, das ist der köstliche Duft von gegrilltem Fleisch und dagegen hat kaum jemand etwas einzuwenden.

    Auch wenn es um die Gesundheit geht, dann hat ein Holzkohlengrill einige entscheidende Nachteile. Beim Grillen tropft immer wieder Fett in die glühenden Kohlen und dabei entstehen Stoffe, die der Gesundheit nicht unbedingt zuträglich sind. Giftige Stoffe dringen in das Fleisch ein und das kann im schlimmsten Fall sogar Krebs auslösen. Wer einen Elektrogrill benutzt, der muss sich auch darüber keine Sorgen machen, denn wer elektrisch grillt, der grillt immer gesund.

    Grillen auch bei schlechtem Wetter

    Wer einen Elektrogrill hat, der muss sich um das Wetter keine Gedanken machen, denn mit einem Elektrogrill kann man auch in der Küche grillen. Ein Holzkohlengrill ist ein Grill für schönes Wetter, denn wenn es anfängt zu regnen, dann kann der Grill nicht einfach zusammengepackt werden, um drinnen weiter zu grillen. Kommt es zu einem echten Wolkenbruch, dann werden die Kohlen nass und auch das Grillgut ist in diesem Fall verdorben.

    Wird aber draußen mit einem Elektrogrill gegrillt, dann muss nur der Stecker gezogen werden und der Grill wird samt Grillgut ins Haus gebracht, wo dann weiter gegrillt werden kann.

    Im Elektrogrill Test haben wir gesehen, dass der mit Raclette Funktion am besten abgeschnitten hat.

    Grillen und sparen

    Kritiker kommen gerne mit dem Argument, dass das Grillen mit dem elektrischen Grill viel Strom und damit auch viel Geld kostet, aber dieses Argument zieht nicht. Ein Elektrogrill heizt sich sehr schnell auf und das Fleisch wird deutlich schneller gar, als das bei einem Holzkohlengrill der Fall ist. Wer sich für einen modernen Elektrogrill entscheidet, der muss sich um die Stromkosten keine Gedanken machen, denn ein qualitativ gutes Gerät verbraucht weniger Strom als zum Beispiel ein Föhn.

    Wer sich für einen sogenannten Raclettegrill entscheidet, der schlägt zudem noch zwei Fliegen mit einer Klappe. Auf dem Grill werden die Würstchen und das Fleisch gar, während in den kleinen Raclettepfännchen, die unter die Grillplatte geschoben werden, der Käse geschmolzen wird.

    Ökologisch einwandfrei

    Der TÜV Rheinland hat zum Thema Grill eine sehr interessante Studie veröffentlicht. Nach dieser Studie ist die Menge an Treibhausgasen bei einem Elektrogrill fast doppelt so gering wie bei einem Grill, der mit Holzkohlen oder mit Gas beheizt wird. Wer dann noch Ökostrom verwendet, der kann seinen nächsten Grillabend komplett CO2-neutral gestalten und damit die Umwelt schonen. Auch wenn dem Grillgut vielleicht der typische Geschmack nach offenem Feuer fehlt, auf dem Elektrogrill gegrilltes Fleisch und auch Gemüse schmeckt trotzdem sehr gut.

    Alle, die nur einen kleinen Balkon und kritische Nachbarn haben, und die umweltfreundlich und gesund grillen wollen, die sollten sich in jedem Fall für einen Elektrogrill entscheiden, denn mit diesem Grill kann man eigentlich nichts falsch machen.