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  • Tipps für den richtigen Umgang mit Antibiotika

    Tipps für den richtigen Umgang mit Antibiotika

    Immer öfter sorgen multiresistente Keime für negative Schlagzeilen und immer häufiger kommt es auch in Krankenhäusern zu Todesfällen infolge einer Infektion mit diesen Keimen, die auf keine Antibiotika reagieren. Schuld an diesem Dilemma sind aber nicht alleine die Keime, auch der falsche Umgang mit Antibiotika sorgt dafür, dass Keime sich ungehindert ausbreiten können. Jetzt hat sich ABDA, die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände mit dem Thema Antibiotika befasst und gibt Tipps, wie Antibiotika richtig eingenommen werden, damit Keime keine Chance mehr haben.

    Antibiotika vom Arzt verschreiben lassen

    Wenn eine Behandlung mit Antibiotika notwendig ist, dann sollte nur ein Arzt diese Antibiotika nach einer gründlichen Untersuchung verschreiben. Ärzte und Apotheker waren davor, Antibiotika aufzubewahren und dann bei der nächsten Infektion, zum Beispiel bei einer harmlosen Erkältung, einfach wieder einzunehmen. Keiner sollte auf eigene Faust Antibiotika einnehmen, denn dann stimmt weder die richtige Dosierung, noch kann man sicher sein, dass das Mittel überhaupt noch die gewünschte Wirkung erzielen kann. Kommt es zu einer erneuten Infektion, dann sollte ein Termin beim Arzt gemacht werden, der dann darüber entscheidet, ob eine neuerliche Verschreibung nötig ist.

    Antibiotika nie zu lange einnehmen

    Auch wenn Antibiotika nicht süchtig machen, viele Menschen sehen in Antibiotika eine Art Allheilmittel, das bei jeder Gelegenheit eingenommen werden kann. Wer eine echte Grippe mit der Hilfe von Antibiotika überstanden hat, der wird beim nächsten Schnupfen wieder zu diesem Mittel greifen, denn schließlich hat es bei der Grippe auch dafür gesorgt, dass es zu einer Besserung kam. Grundsätzlich gilt, Antibiotika sollten nur so lange eingenommen werden, wie vom Arzt vorgeschrieben wurde.

    Schlecht informiert

    Die Apotheker beklagen sich immer öfter darüber, dass die Kunden, die mit einem Rezept zu ihnen kommen, gar nichts über die Antibiotika wissen, die der Arzt ihnen gerade verschrieben hat. Sie sind nicht über die möglichen Wechselwirkungen informiert worden und sie wissen zum Beispiel auch nicht, dass Antibiotika nicht mit Milch eingenommen werden dürfen. Antibiotika sollten grundsätzlich nur mit Wasser eingenommen werden, denn das Kalzium in der Milch kann bei einigen Antibiotika die Wirkung aufheben.

    Antibiotika richtig entsorgen

    Kaum jemand ist sich darüber im Klaren, wie gefährlich Medikamente für die Umwelt und für die Gesundheit sind, wenn sie einfach über den Hausmüll entsorgt werden. Noch gefährlicher wird es aber, wenn Antibiotika in der Toilette oder im Waschbecken entsorgt werden. Gelangt Antibiotika ins Abwasser und damit in den Wasserkreislauf, dann breiten sich die Substanzen in der Umwelt aus und das sorgt früher oder später dafür, dass viele Menschen gegen Antibiotika resistent werden. Tabletten, die nicht mehr gebraucht werden, nehmen die Apotheke kostenlos zurück und entsorgen sie dann auf die richtige Art und Weise.

    Antibiotika nicht weitergeben

    Medikamente sind teuer, vor allem für Senioren, die nicht selten nur eine kleine Rente haben. Um Geld zu sparen, werden Medikamente deshalb auch gerne „weitergegeben“. Das heißt, wer vom Arzt Antibiotika verschrieben bekommen hat und diese nicht vollständig verbraucht, verschenkt sie an Bekannte oder Freunde, damit diese nicht extra zum Arzt und in die Apotheke gehen müssen. Auch innerhalb der Familie werden Medikamente aller Art gerne weitergegeben, das kann aber besonders im Bezug auf Antibiotika unschöne Folgen haben, denn wenn bei jeder Kleinigkeit Antibiotika geschluckt werden, dann bauen sich Resistenzen auf. Kommt es dann tatsächlich zu einer Erkrankung, die die Einnahme von Antibiotika erforderlich macht, dann zeigen die Mittel keine Wirkung mehr.

    Herbst und Winter sind die Zeit, in denen Infektionen besonders häufig auftreten. Die Palette der Erkrankungen reicht vom einfachen grippalen Infekt bis hin zur echten Grippe. Nicht in jedem Fall sind Antibiotika erforderlich und es sollte immer ein Arzt darüber entscheiden, ob der Einsatz von Antibiotika erforderlich ist oder nicht.

    Bild: © Depositphotos.com / arskajuhani

  • Gift mit Gift bekämpfen – wie funktioniert Atropin?

    Gift mit Gift bekämpfen – wie funktioniert Atropin?

    Die Terroranschläge von Paris haben nicht nur Frankreich in einen akuten Alarmzustand versetzt, in ganz Europa steigt auch die Gefahr, dass es weitere Anschläge geben könnte. Nach internationalen Geheimdienstberichten fürchtet Frankreich, dass es auch zu Anschlägen mit chemischen und biologischen Waffen kommen kann. Deshalb hat die französische Regierung angeordnet, um für alle Gefahrenfälle gerüstet zu sein, dass die nationalen Vorräte an Atropinsulfat aufgefüllt werden. Atropin ist ein hochwirksames Gift, und auch Atropinsulfat ist giftig, aber es wirkt als Gegengift und kann Leben retten.

    Atropin – Gift und Gegengift

    Gelangt Atropin in einer höheren Dosis in die Blutbahn, dann führt es zum Tode. Die ersten Anzeichen für eine Vergiftung durch Atropin sind Herzrasen, Schweißausbrüche, ein Erschlaffen der Muskulatur und schwere Sehstörungen. Das Gift aus der Tollkirsche greift das Nervensystem an und versetzt den Organismus in einen Ausnahmezustand. Bei einer zu hohen Dosis Atropin werden extrem viele Stresshormone ausgeschüttet, die schnell zum Tode führen, wenn sie in die Blutbahn geraten. Seltsam ist in diesem Zusammenhang, dass das französische Gesundheitsministerium jetzt große Mengen Atropinsulfat ankauft und an Krankenhäuser und Arztpraxen verteilen lässt. Als Grund nennt die französische Regierung, dass das Atropinsulfat angesichts der drohenden Anschlagsgefahr als Medikament für den Notfall gebraucht wird. Es kann nämlich bei einem Attentat, bei dem chemische Waffen zum Einsatz kommen, Menschenleben retten. Wenn chemische Kampfstoffe ins Spiel kommen, gibt es kein anderes Gegengift, nur Atropinsulfat stellt eine wirksame Gegenmaßnahme dar, das schreibt der „Figaro“ unter Berufung auf die Regierung.

    Tödliches Nervengift

    Wie kann ein Mittel, das eigentlich eine tödliche Wirkung hat, als Medikament eingesetzt werden, um ein anderes Gift effektiv bekämpfen? Um die Funktionalität von Atropin zu verstehen, muss man sich mit den chemischen Giften im menschlichen Körper befassen. Sollte zum Beispiel das Nervengift Sarin als Waffe eingesetzt werden, dann wird ein körpereigenes Enzym außer Gefecht gesetzt, die Acetylcholin-Esterase. Dieses Enzym ist eigentlich dafür zuständig, den Botenstoff Acetylcholin abzubauen. Geschieht das nicht, weil der Körper ein Nervengift wie Sarin aufgenommen hat, dann kann sich dieses Gift sehr schnell in einer sehr hohen Konzentration in den Nervenzellen sammeln. Die Nervenzellen reagieren, in dem sie zur Hochform auflaufen, die Betroffenen bekommen heftiges Nasenbluten, Augenschmerzen, sie geraten in Atemnot, es kommt zu Krämpfen und Erbrechen bis zur Bewusstlosigkeit, und schließlich zum Tod durch Atemstillstand.

    Atropin hebt die toxische Wirkung auf

    Wenn die Nervenzellen mit einem Nervengift gefüllt werden, wird Atropinsulfat eingesetzt, denn dieses Gift hebt die Wirkung des Nervengiftes wieder auf. Es blockiert die Rezeptoren, die das Acetylcholin normalerweise braucht, um andocken zu können. Auf diese Weise wird das Gift schnell unwirksam, ganz gleich, wie hoch die Dosis des Giftes in den Nervenzellen auch sein mag. Diese Besonderheit, die Atropin eigentlich so gefährlich macht, rettet im Ernstfall das Leben. Die Wirkung kann nur deshalb entstehen, weil das Gift in Anwesenheit eines anderen Giftes seine tödliche Kraft nicht mehr entfalten kann. Kommt es zum Beispiel zu einem Angriff mit Sarin, dann müssten alle, die das Gift eingeatmet haben, so schnell wie möglich zwei Milligramm Atropinsulfat bekommen, und zwar per Infektion direkt in die Blutbahn. Wie gut die Wirkung ist oder ob es zu bleibenden Schäden im Nervensystem kommt, das hängt immer davon ab, wie schnell das Atropinsulfat verabreicht wird.

    Frankreich will offenbar nichts mehr dem Zufall überlassen und gerüstet sein, falls es zu einer Attacke mit Nervengift kommt. Besonders groß ist die Angst vor Sarin, denn das Nervengift ist heimtückisch. Sarin ist unsichtbar, man kann es nicht riechen und auch nicht schmecken, aber schon wenige Tropfen reichen aus, um viele Menschen zu töten. Was es so gefährlich macht, ist aber die Tatsache, dass es auch über die Haut aufgenommen wird.

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  • Die 20. SSW – die Schwangerschaft geht in die Halbzeit

    Die 20. SSW – die Schwangerschaft geht in die Halbzeit

    Wäre die Schwangerschaft ein Fußballspiel, dann wäre die 20. SSW die Halbzeit. Am Ende der 20. SSW ist der fünfte Monat vorbei und in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft wird für die werdenden Mütter Umstandskleidung ein Muss. Die Gewichtszunahme in der 20. SSW gilt für Mutter und Kind, aber vor allem das Baby legt ab jetzt richtig zu. In der 20. SSW werden die Bewegungen des Kindes stärker, es macht sich durch Tritte und kräftige Boxhiebe immer mehr bemerkbar und die Mutter kann diese Bewegungen durch die Bauchdecke spüren. In der 20. SSW ist ein harter Bauch nicht ungewöhnlich oder besorgniserregend, denn der Bauch wird immer dann härter, wenn das Kind ganz besonders viel turnt.

    So entwickelt sich das Baby in der 20. SSW

    Wenn die Eltern sich Ultraschallbilder in der 20. SSW anschauen, dann sehen sie ihr Kind, wie es mit gekreuzten Beinen sitzt, sich ausgiebig streckt oder mit ein bisschen Glück, wie es gerade einen Purzelbaum schlägt. In der 20. SSW ist die zweite große Vorsorge beim Arzt an der Reihe, und die Krankenkassen übernehmen im Rahmen dieser Vorsorge auch die ersten Ultraschallbilder. Wenn die Eltern in der 20. SSW noch mehr Bauchbilder haben möchten, dann müssen sie die Kosten selbst übernehmen.

    Das Gewicht des Babys in der 20. SSW liegt bei ca. 300 Gramm und es misst jetzt zwischen 25 und 28 cm. Wenn das Kind wach ist, dann nuckelt es am Daumen, es bewegt die Arme hin und her, strampelt mit den Beinen oder spielt auch mal mit der Nabelschnur. Diese Aktivitäten macht das Baby nicht nur zum Spaß, es folgt vielmehr einem Reflex aus der Urzeit. Mit den Bewegungen trainiert das Baby, damit es nach der Geburt vom Bauch der Mutter zur Brust und damit zur Nahrungsquelle kriechen kann. Heute legen der Arzt oder die Hebamme das Baby in den Arm, aber der Reflex ist noch immer da und er spielt bei einigen Naturvölkern nach wie vor eine wichtige Rolle.

    Die Organe sind in der 20. SSW schon weit entwickelt, die Nervenzellen werden in der 20. SSW vervollständigt und erreichen eine Zahl zwischen zwölf und 14 Millionen. Das Gehirn entwickelt sich weiter und die Sinneswahrnehmungen sind bereits gut ausgeprägt. Das Baby kann in der 20. SSW riechen, fühlen, es kann schmecken, sehen und hören, wenn auch nur gedämpft. Die ersten Ansätze für die Augenbrauen sind jetzt schon zu erkennen und das Baby beginnt, kleine Mengen des Fruchtwassers zu trinken. Da der Stoffwechsel bereits funktioniert, geht ein Teil des Fruchtwassers in die Blase und ein anderer Teil in den Darm.

    Wie fühlt sich die Mutter in der 20. SSW?

    Für die werdende Mutter beginnt in der 20. SSW eine aufregende Zeit, denn sie kann ihr Kind deutlicher fühlen als in den Wochen zuvor und es wird langsam Zeit, sich nach schicker Umstandsmode umzusehen. Die Feindiagnostik in der 20. SSW gehört zur zweiten umfassenden Vorsorgeuntersuchung und der Arzt wird einige Tests machen. So wird unter anderem der Urin auf Zucker, Eiweiß und vor allem auf mögliche Keime untersucht. Um eine Hb-Messung durchführen zu können, wird der Mutter Blut abgenommen, und auch ein großes Blutbild kann zu den Routinetests gehören, um den Sauerstoffgehalt im Blut messen zu können. Der Arzt achtet aber auch darauf, dass Mutter und Kind keine Mangelerscheinungen bei den Vitaminen und den Spurenelementen haben.

    Der Arzt testet die Mutter in der 20. SSW auch auf Diabetes und ob die Gefahr einer Präeklampsie besteht. Der Diabetes-Test ist besonders bei sehr jungen und bei älteren Frauen von Bedeutung, weil hier öfter die Gefahr besteht, dass es zu Schwangerschaftszucker kommt. Natürlich untersucht der Arzt auch das Baby in der 20. SSW sehr genau. Er überprüft das Wachstum an der Länge des kindlichen Oberarms, zudem wird der Umfang des kindlichen Kopfes vermessen und der Arzt schaut in der 20. SSW sehr genau nach, ob es sich vielleicht um eine Mehrlingsschwangerschaft handelt.

    Wenn die Eltern vor der Geburt des Kindes noch einmal verreisen wollen, dann bietet die 20. SSW dazu die beste Gelegenheit. Vor der 20. SSW haben viele Frauen noch mit morgendlicher Übelkeit zu kämpfen und nach der 20. SSW rundet sich der Bauch immer mehr, die werdende Mutter muss mehr und mehr mit den Problemen und Beschwerden der Schwangerschaft leben.

    Für den Vater und auch für die Geschwister ist die 20. SSW eine spannende Zeit, denn sie können das Baby durch seine Bewegungen plastisch sehen und den Kontakt zum Kind intensivieren.

    Geburten in der 20. SSW

    Von 1.000 Schwangerschaften kommt es zu ungefähr vier sogenannten stillen Geburten. So nennen Hebammen und Ärzte Geburten, bei denen das Kind entweder tot zur Welt kommt, oder kurze Zeit nach der Geburt stirbt. Ein Kind, das in der 20. SSW geboren wird, ist aus medizinische Sicht keine Frühgeburt, sondern eine Fehlgeburt. Wenn in der 20. SSW keine Bewegungen mehr zu spüren sind, dann werden der Arzt oder die Hebamme zunächst einen Weckruf starten. Am Bauch der Mutter wird ein Geräusch erzeugt, zum Beispiel ein Klingeln, immer in der Hoffnung, dass das Baby nur schläft und durch das Geräusch aufwacht. Ist das nicht der Fall, dann muss man davon ausgehen, dass das Kind gestorben ist.

    Auch wenn das Kind im Mutterleib gestorben ist, muss es zur Welt kommen, und deshalb wird in der Klinik die Geburt eingeleitet. Im Krankenhaus wird zunächst eine Ultraschalluntersuchung gemacht und wenn aus der Vermutung traurige Gewissheit wird, dann bekommt die Mutter einen Tropf mit einem Medikament, das die Wehen forciert. Außerdem bekommt sie in regelmäßigen Abständen ein Zäpfchen, das den Muttermund öffnen soll. Bei einer Geburt in der 20. SSW muss der Muttermund nicht vollständig geöffnet sein, meist reichen fünf bis sechs Zentimeter, da der Kopfumfang des Kindes noch sehr klein ist.

    In vielen Kliniken und Geburtshäusern wird eine angenehme Atmosphäre mit gedämpftem Licht und Kerzen geschaffen und wenn das Kind dann geboren wird, dann betten es die Hebammen in ein sogenanntes Moseskörbchen. Die Eltern und auf Wunsch auch die Großeltern und die Geschwister haben dann Zeit, um in aller Ruhe Abschied zu nehmen.

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  • Hammerzehen – schicke Schuhe und die möglichen Folgen

    Hammerzehen – schicke Schuhe und die möglichen Folgen

    Frauen und Schuhe – das ist so etwas wie eine Liebesgeschichte. Während sich die meisten Männer statistisch nur zwei Paar Schuhe pro Jahr kaufen, kommen viele Frauen auf die gleiche Zahl, allerdings wöchentlich. Flache Schuhe sind bequem und gesund für die Füße, aber leider sehen Schuhe ohne Absatz nur halb so gut aus wie die schicken Modelle, deren Absatz bei zehn und mehr Zentimetern liegt. Vor allem junge Frauen kaufen Schuhe aus rein ästhetischen Gesichtspunkten und wundern sich dann, dass ihre Zehen nach einer bestimmten Zeit nicht mehr ganz so attraktiv aussehen, weil sich Hammerzehen gebildet haben.

    Was sind Hammerzehen?

    In den meisten Schuhen, die sehr schick sind und die sie sehr hohe Absätze haben, fühlen sich die Füße wie in einem Schraubstock. Sie werden zusammengequetscht und das verursacht höllische Schmerzen beim Gehen. Immer öfter diagnostizieren Ärzte und auch Fußpflegerinnen sogenannte Hammerzehen, die auch unter den Namen Klauen- oder Krallenzehnen bekannt sind. In der Regel verformen sich entweder einer oder die mittleren drei Zehen und verformen den Fuß dauerhaft. Der Grund für diese Verformung ist, dass sich die Mittelgelenke der Zehen in den zu engen und hohen Schuhen ständig beugen müssen und am Schuh scheuern. Passiert das ständig, dann versteifen sich die betroffenen Zehen und lagern nicht selten auch übereinander. Besonders schlimm sind Hammerzehen, wenn die Gelenkkapsel reißt, denn dann werden die Schmerzen quälend, vor allem unter der Fußsohle.

    Die Ursachen für Hammerzehen

    Bei vielen Frauen entstehen Hammerzehen, wenn die Schuhe zu eng und auch zu hoch sind. Aber es gibt noch andere Ursachen dafür, dass sich schmerzhafte Hammerzehen bilden, wie zum Beispiel ein Spreizfuß, ein Hohlfuß oder ein Ballenzeh. Beim Ballenzeh oder Hallux valgus, ist der große Zeh dermaßen verformt, dass er gegen die übrigen Zehen drückt und sie immer weiter nach außen drückt. Auch rheumatische Erkrankungen gehören zu den Ursachen für Hammerzehen und auch bei Patienten mit Diabetes mellitus bilden sich häufig Hammerzehen. Spastische Lähmung begünstigt ebenfalls die Verformung der Zehen, besonders dann, wenn der Betroffene in den Füßen Muskelkrämpfe hat.

    Nicht immer schmerzhaft

    Ein Grund, warum viele Frauen, die zu enge und zu hohe Schuhe tragen, lange Zeit nicht merken, dass sich ein Hammerzeh gebildet hat, ist, dass Hammerzehen über einen längeren Zeitpunkt keine Beschwerden wie zum Beispiel Schmerzen verursachen. Eines der ersten Anzeichen für Hammerzehen sind, dass die Schuhe anfangen, unangenehm zu drücken. An der Rückseite der beginnenden Hammerzehen bilden sich vermehrt Schwielen aus harter Hornhaut und auch Hühneraugen sind in diesem Zusammenhang keine Seltenheit. Frauen, die auch in diesem Stadium außer einem Hühneraugenpflaster nichts unternehmen, müssen damit leben, dass die Schmerzen immer schlimmer werden.

    Wie können Hammerzehen behandelt werden?

    Durch zu enge und hohe Schuhe rutschen die Füße nach vorne, sie werden zusammengedrückt und der vordere Teil des Fußes wird über Gebühr belastet. Wenn die Zehen noch beweglich sind, dann kann ein Podologe, ein medizinischer Fußpfleger, zum Beispiel mit Einlagen aus Silikon helfen. Diese Einlagen schützen die Zehen vor Druck und auch vor der Reibung der Zehen im Schuh. Diese sogenannten Orthosen werden immer individuell gefertigt und dann angepasst. Wenn sich bereits eine Hornhautschicht gebildet hat, dann kann diese mit der Hilfe eines Skalpells abgetragen werden, und je früher mit der Behandlung begonnen wird, umso so effektiver ist der Schutz vor einem Hammerzeh. Wenn alle diese Maßnahmen nicht mehr helfen, dann bleibt nur noch die Operation. Sollten die Zehen schon versteift sein und sich mit den Händen nicht mehr strecken lassen, dann können Hammerzehen nur noch operiert werden. Die meisten Hammerzehen können ambulant und mit einer örtlichen Betäubung operiert werden. Während der OP werden die Sehnen gestreckt, verlagert und das Gelenk wird wieder begradigt.

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  • So wichtig ist eine gute Schlafqualität für die Gesundheit

    So wichtig ist eine gute Schlafqualität für die Gesundheit

    Jeder hat schon mal eine Nacht durchgemacht und festgestellt, wie sehr sich der versäumte Schlaf am nächsten Tag bemerkbar macht. Schlaf ist lebensnotwendig, denn wenn wir schlafen, dann gönnen wir nicht nur dem Körper seine verdiente Ruhe, auch die Psyche kann sich in den sieben oder acht Stunden, die jeder Deutsche durchschnittlich in der Nacht schläft, ausruhen und neue Kräfte tanken. Schlaf ist aber nicht gleich Schlaf, denn auch hier kommt es auf die Qualität an. Eine eher schlechte Schlafqualität macht sich im Alltag schnell bemerkbar und damit die Schlafqualität auch wirklich gut ist, sind mehrere Faktoren von Bedeutung.

    Eine gute Schlafqualität ist mehr als wichtig

    Wenn wir gut schlafen, dann

    • Steigern wir unser Wohlbefinden
    • Wehren wir erfolgreich Krankheitserreger ab
    • Bewältigen wir den Stress und die Anstrengungen des Tages
    • Sorgen wir für mehr Fitness
    • Steigern wir unsere Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit
    • Verarbeiten wir sowohl negative als auch positive Ereignisse
    • Sorgen wir für den Aufbau unserer Muskeln
    • Regenerieren wir Körper und Geist

    Eine gute Schlafqualität hilft dabei, besser zu lernen und entspannter zu arbeiten und alle, die ausreichend und gut schlafen, regulieren damit sogar ihren Blutdruck und stärken das Herz- und Kreislaufsystem. Im Schlaf heilen Wunden und die Knochen wachsen, die Haut erholt sich und allergische Reaktionen lassen nach. Leider hat nicht jeder einen gesunden und tiefen Schlaf, aber jeder kann an seiner ganz persönlichen Schlafqualität arbeiten, um sie zu verbessern.

    Was ist für eine gute Schlafqualität wichtig?

    Der überwiegende Teil der Deutschen, rund 50 Millionen Menschen, sind mit ihrer Schlafqualität zufrieden, aber jeder achte war aufgrund von Schlafstörungen schon einmal bei einem Arzt in Behandlung. 50 % der Deutschen haben regelmäßig Schlafstörungen und 6 % benötigen sogar ein Mittel, um gut schlafen zu können. Die Infografik Schlafqualität zählt die Gründe auf, die für eine gute Schlafqualität von Bedeutung sind. So sollten alle, die ihre Schlafqualität erhöhen möchten, am Abend auf Süßigkeiten verzichten, denn alle Lebensmittel, in denen raffinierter Zucker zu finden ist, sorgen für Chaos im Hormonhaushalt und das kann die Schlafqualität erheblich mindern. Deutlich effektiver ist es, am Abend eine Banane oder ein Joghurt zu essen und ein Glas Milch zu trinken, denn das fördert die Schlafqualität.

    Gut einschlafen und aufwachen

    In vielen deutschen Haushalten gehören Katzen und Hunde zur Familie, aber vierbeinige Hausgenossen sind nicht unbedingt ein Garant für einen guten Schlaf. So klagen 63 % derjenigen, die ein Tier haben, darüber, dass sie mit der Katze oder dem Hund das Bett teilen und daher nicht sonderlich gut schlafen. Wer seine Schlafqualität steigern will, der sollte sein Haustier aus dem Schlafzimmer aussperren. Für eine gute Schlafqualität ist aber auch das Aufwachen von Bedeutung. So ist es nicht empfehlenswert, einfach den Snooze Button des Weckers zu drücken, um noch eine Extraportion Schlaf zu bekommen. Besser ist es, die Alarmfunktion des Weckers auf die Uhrzeit einzustellen, zu der man wirklich aufstehen möchte, denn das trainiert den Schlafrhythmus und steigert die Qualität des Schlafes. Ausschlafen ist ebenfalls ein wichtiges Kriterium, wenn es um die Schlafqualität geht, denn wer nicht ausschläft, der riskiert gesundheitliche Schwierigkeiten. Es ist bekannt, dass ein Glas Wein oder Bier durchaus als Schlummertrunk geeignet sind, aber während der Nacht stört der Alkohol die Schlafqualität ganz erheblich. Eine bessere Idee ist eine Tasse Tee, zum Beispiel mit Fenchel, Hopfen oder Kamille. Im Bett lesen kann beim Einschlafen helfen, aber es sollte das klassische Buch sein. Wer den Laptop, das Smartphone oder das Tablet zum Lesen nutzt, der sollte sich nicht wundern, wenn der Schlaf nicht kommen will, denn diese Geräte vernichten das sogenannte Blaue Licht, das die Produktion von Melatonin unmöglich macht.

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  • Wer Kaffee trinkt, lebt länger

    Wer Kaffee trinkt, lebt länger

    Dass Kaffee munter macht, das werden alle Morgenmuffel gerne bestätigen, und auch nach dem Mittagessen ist ein Tasse Kaffee immer eine gute Wahl. Dass Kaffee gut schmeckt und belebt, das ist hinlänglich bekannt, dass Kaffeetrinken aber das Leben verlängern kann, das zeigt jetzt eine neue Studie aus den USA. Kaffee hatte lange Zeit einen eher schlechten Ruf, denn Kaffee schädige das Herz, so hieß es gern, sogar in Medizinerkreisen. Die neue Studie kommt zu einem anderen Schluss, denn drei bis fünf Tassen des belebenden Getränks machen das Leben nicht nur angenehmer, sondern verlängern es auch.

    Kaffee schützt vor Krankheiten

    Die neue Studie, die jetzt in der Fachzeitschrift Circulation veröffentlicht wurde, ist zu dem Ergebnis gekommen, dass ein moderater Genuss von Kaffee das Risiko an den Folgen einer Krankheit zu sterben, deutlich senken kann. Der positive Effekt des Kaffees wirkt sich auf das Herz-Kreislaufsystem ebenso aus, wie auch auf die Parkinson-Krankheit und auf Diabetes Typ 2, auf Krebs hat Kaffee allerdings keinen so großen Einfluss. Zudem kamen die Forscher aus den USA zu der Erkenntnis, dass Menschen, die gerne und auch viel Kaffee trinken, seltener an Depressionen erkranken und weniger darüber nachdenken, sich das Leben zu nehmen.

    Warum ist Kaffee so gesund?

    Warum hat Kaffee einen so positiven Einfluss auf die Gesundheit? Die Forscher aus den USA, die für die Studie die Daten von 168.000 Frauen und 40.000 Männern gesammelt und ausgewertet haben, kommen zu dem Schluss, dass Kaffee viele bioaktive Substanzen hat. Diese Substanzen können die Resistenz des Insulins verringern und sie wirken entzündlichen Prozessen effektiv entgegen. Optimal ist es, zwei bis fünf Tassen am Tag zu trinken, eine sechste Tasse hat dann zwar keinen positiven Effekt mehr, aber schaden kann sie auch nicht. Es spielt in diesem Zusammenhang übrigens keine Rolle, ob es sich um Kaffee mit oder ohne Koffein handelt, der positive Effekt bleibt der Gleiche.

    Kann Kaffee abhängig machen?

    Es gibt einige Gerüchte um Kaffee, einige sind wahr, andere nur ein Mythos. Hieß es noch vor wenigen Jahren, dass Kaffee schlecht fürs Herz ist, so konnten Wissenschaftler jetzt nachweisen, dass genau das Gegenteil der Fall ist, denn Kaffee ist sogar gut fürs Herz. Kaffee kann für schlaflose Nächte sorgen, besagt eine andere These, und hier liegt die Wissenschaft richtig, denn wer am Abend starken Kaffee trinkt, der wird nicht sonderlich gut schlafen können. Allerdings hat starker Tee die gleiche Wirkung, denn die im Tee enthaltenen Stoffe sorgen ebenfalls für schlaflose Nächte. Ein besonders hartnäckiges Gerücht besagt, dass Kaffee süchtig machen kann. Tatsächlich kann es zu Abhängigkeitserscheinungen kommen, wenn man regelmäßig Kaffee trinkt. Wer daran gewöhnt ist, den Tag mit einer Tasse Kaffee zu beginnen, der wird es spüren, wenn er die gewohnte Tasse Aufmunterung am Morgen nicht bekommt. Für die American Psychiatric Association ist Kaffeemissbrauch ebenso eine Krankheit wie die Sucht nach Alkohol, aber ab wann die Sucht beginnt, das ist noch nicht klar. Wie lange der Entzug dauert, darüber gibt es hingegen schon Erkenntnisse, denn es dauert bis zu sechs Wochen, um kein Verlangen mehr nach einer Tasse Kaffee zu verspüren.

    Entzieht Kaffee dem Körper Wasser?

    Zu den Mythen, die sich rund um den Kaffee ranken, gehört auch die Aussage, dass Kaffee den Körper austrocknen kann, da er das Wasser entzieht. Das Gegenteil ist der Fall, denn durch den Kaffee bekommt der Körper Wasser. Zwar wirkt Kaffee harntreibend, aber dass es zu einem gefährlichen Mangel an Flüssigkeit kommen kann, das ist schlichtweg nicht wahr. Der Dichter Franz Kafka soll in diesem Zusammenhang einmal gesagt haben: „Kaffee dehydriert den Körper nicht. Ich wäre sonst schon Staub.“ Kafka hatte Recht, wer gerne Kaffee trinkt, muss sich keine Sorgen machen.

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