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  • Was ist bei der Geburtsvorbereitung wichtig?

    Was ist bei der Geburtsvorbereitung wichtig?

    Die neun Monate vor der Geburt eines Kindes sind die aufregendsten Monate im Leben der Eltern. Sie müssen sich um viele Dinge kümmern, das Kinderzimmer einrichten, den Kinderwagen kaufen, einen passenden Namen für den Nachwuchs finden und sich auch auf die eigentliche Geburt des Kindes vorbereiten. Eine richtige Geburtsvorbereitung ist nicht nur für die werdende Mutter wichtig, auch der zukünftige Vater kann dabei eine Menge lernen.

    Geburtsvorbereitung – Informieren und vorbereiten

    Bei Frauen, die zum ersten Mal ein Kind erwarten, halten sich Vorfreude und Angst die Waage. Auf der einen Seite freuen sie sich auf den Moment, an dem das Kind endlich geboren wird, auf der anderen Seite haben sie Angst vor der Geburt, den Schmerzen und vor den Dingen, die bei einer Geburt schieflaufen können. Eine Geburtsvorbereitung bei einer Hebamme oder im Krankenhaus kann da eine große Hilfe sein, die auch die Ängste nehmen kann. 65 % aller schwangeren Frauen in Deutschland entscheidet sich für eine informative Geburtsvorbereitung. 56 % dieser Frauen wollen optimal vorbereitet in die Geburt gehen und von diesen 56 % gaben 47 % an, dass sie die Geburtsvorbereitung nutzen wollen, um sich ausführlich zu informieren.

    Was passiert während einer Geburt? Wie können die Schmerzen erträglich gemacht werden und was passiert, wenn einmal nicht alles nach Plan verläuft? Erfahrene Hebammen, die Kurse zur Geburtsvorbereitung anbieten, haben auf alle diese Fragen eine Antwort und nehmen den jungen Müttern, die zum ersten Mal ein Kind auf die Welt bringen, so ihre Ängste. Aber auch allgemeine Fragen werden bei einer Geburtsvorbereitung beantwortet, wie zum Beispiel: Was gehört alles in die Tasche, wenn es ins Krankenhaus geht? Viele Frauen möchten gerne zusammen mit einer Hebamme zu Hause entbinden, und während eines Geburtsvorbereitungskurses wird auch über die Vor- und Nachteile einer Hausgeburt gesprochen.

    Geburtsvorbereitung auch für den Mann

    Immer mehr Männer begleiten ihre Frauen nicht nur in den Kreißsaal, sie sind auch bei der Geburtsvorbereitung dabei. Aber macht es überhaupt Sinn, wenn Männer lernen, wie man während der Geburt richtig atmet, hechelt und presst? Viele Männer kommen sich bei der Geburtsvorbereitung komisch vor und sie haben Angst, sich lächerlich zu machen. Diese Angst ist allerdings unbegründet, denn auch die Herren der Schöpfung können bei der Geburtsvorbereitung viele interessante Dinge lernen.

    Das Ziel einer Geburtsvorbereitung ist es, den Eltern den Ablauf der Geburt näher zu bringen und ihnen zu erklären, was wirklich passiert. Viele Hebammen demonstrieren die Geburt anhand einer Puppe und einem Modellbecken, andere hingegen zeigen Filme. Bei einer Geburtsvorbereitung für Männer ist folgendes von Interesse: Sie bekommen Möglichkeiten aufgezeigt, wie sie ihre Partnerin aktiv unterstützen können. Sie lernen wie der Rücken massiert wird und wie sie ihre Frau in der Pressphase stützen und auch effektiv anfeuern können.

    Aber auch wenn viele Männer glauben, ihre Frauen in den schweren Stunden heldenhaft begleiten zu müssen, nicht wenige Frauen würden gerne auf den Mann bei der Geburt verzichten. Sie wollen lieber mit der Hebamme und dem Arzt alleine sein und sich nicht auch noch um einen Mann kümmern müssen, der vielleicht grün im Gesicht und nah an einer Ohnmacht ihre Hand hält, obwohl er lieber an der frischen Luft wäre.

  • Frigidität – Sexualstörungen bei Frauen

    Frigidität – Sexualstörungen bei Frauen

    Das Wort frigide kommt vom lateinischen frigidus und heißt übersetzt so viel wie kühl, kalt oder abweisend. Diese Übersetzung sorgt bis heute dafür, dass die Sexualstörung bei Frauen immer noch in einen negativen oder abwertendenden Kontext gesetzt wird. Frauen, die kein Interesse oder auch keinen Spaß am Sex haben, sind frigide, sie sind kalt und überhaupt keine „richtigen“ Frauen. Wer so etwas behauptet, der hat sich wahrscheinlich noch nicht mit dem Thema Frigidität beschäftigt und weiß entsprechend wenig über diese so weit verbreitete Sexualstörung bei Frauen.

    Was ist Frigidität?

    Nach Schätzungen sind rund 30 % bis 35 % der Frauen in Deutschland frigide, wie viele dieser Frauen allerdings tatsächlich unter der Sexualstörung leiden, ist bislang noch nicht geklärt worden. Viele Frauen bezeichnen sich selbst als frigide, wenn sie zum Beispiel den sexuellen Wünschen ihre Partners nicht nachkommen, aber wenn das der Fall ist, dann spricht der Arzt nicht von einer Störung, es handelt sich hierbei vielmehr um ein persönliches Problem, mit Krankheit hat das nichts zu tun.

    Wenn es sich um eine Sexualstörung im eigentlichen Sinn handelt, dann gibt es aus medizinischer Sicht vier Gründe für Frigidität:

    • Fehlendes sexuelles Verlangen, die sogenannte sexuelle Appetenzstörung
    • Schwierigkeiten mit der sexuellen Erregung
    • Probleme beim Erreichen des Orgasmus
    • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr

    Wenn eines dieser Probleme auftritt, dann handelt es sich um eine sexuelle Störung, um Frigidität.

    Welche Ursachen kann Frigidität haben?

    Die Ursachen für Frigidität sind vielseitig und können sowohl körperlich als auch mental sein. Besonders häufig tritt die weibliche Sexualstörung auf, wenn Frauen unter Leistungsdruck in der Partnerschaft stehen oder sich selbst zu kritisch sehen. Streit in der Partnerschaft kann für Probleme im Bett sorgen, aber auch Stress von außen zum Beispiel im Beruf, ist häufig der Grund, warum das sexuelle Verlangen bei Frauen nachlässt.

    Feministinnen behaupten gerne, es gibt keine frigiden Frauen, es gibt nur Männer, die Frauen frigide machen. Tatsächlich kann der Partner ein Grund sein, warum eine Frau die Lust an der körperlichen Liebe verliert. Mangelnde Zärtlichkeit, zu wenig Respekt, aber auch zu wenig Körperhygiene beim Mann kann Frauen sehr schnell das Verlangen nach Sex verleiden. Aber auch traumatische Erlebnisse vielleicht in der Kindheit und auch die Geburt eines Kindes sind nicht selten die Ursachen für Frigidität.

    Auf der anderen Seite können es auch körperliche Ursachen sein. Schmerzen beim Verkehr, ein Verkrampfen der Vagina und zu wenig Scheidenflüssigkeit sind die häufigsten körperlichen Ursachen, die Frauen frigide machen können. Im Gegensatz zu den mentalen Problemen lassen sich die körperlichen Ursachen in der Regel beheben.

    Gibt es Therapien gegen Frigidität?

    Wenn es sich um eine körperlich Ursache handelt, dann kann der Frauenarzt in den meisten Fällen helfen. So können Frauen, die während der Menopause unter Frigidität leiden, Hormone nehmen, die das sexuelle Verlangen steigern. Ein Gleitmittel kann bei Scheidentrockenheit hilfreich sein und auch eine Sexualtherapie ist vielfach empfehlenswert.

    Hat die Frigidität eine mentale Ursache, dann ist ein Besuch bei einem Sexualtherapeuten sinnvoll. In Einzelgesprächen aber auch in Gesprächen, die zusammen mit dem Partner geführt werden, versucht der Therapeut den Ursachen auf den Grund zu gehen und gemeinsam mit seinem Patienten nach einer Lösung zu suchen, damit das Liebesleben wieder in Schwung kommt.

  • Eine Allergie kann jeden treffen

    Eine Allergie kann jeden treffen

    Kaum eine andere Erkrankung ist so weit verbreitet wie eine Allergie. Immer mehr Menschen reagieren auf immer neue Stoffe allergisch und das macht die Behandlung nicht gerade einfach. Die einen reagieren auf Pollen und Gräser, die anderen auf Hausstaub und Milben und wieder andere können bestimmte Lebensmittel nicht vertragen. Die Liste der Stoffe die Allergien auslösen, wird immer länger und es müssen immer wieder neue Mittel gefunden werden, die es Menschen mit einer Allergie einfacher machen, durch den Alltag zu kommen.

    Was genau ist eine Allergie?

    Eine Allergie entsteht immer dann, wenn das Immunsystem bestimmte Stoffe, die an sich harmlos sind, als Feinde erkennt und versucht, sie wieder loszuwerden. Wenn zum Beispiel die Pollen einer bestimmten Baumart eingeatmet werden, dann behandelt das Immunsystem diese Pollen wie einen Krankheitserreger und bekämpft ihn. Es kommt zu den bekannten Symptomen wie:

    • Niesen
    • Geröteten und brennende Augen
    • Juckender Haut
    • Beschwerden des Magen-Darmtrakts

    In der schwersten Form kann eine Allergie Asthma auslösen oder auch einen lebensgefährlichen Schock verursachen, wie das unter anderem häufig bei Insektenstichen der Fall ist. Nicht jedes dieser Symptome tritt auch bei jedem Allergiker auf, wer eine sogenannte Kontaktallergie beispielsweise gegen Nickel oder Kupfer hat, der wird über Hautprobleme klagen.

    Welche Therapien sind bei einer Allergie hilfreich?

    Wer meint, eine Allergie zu haben, der sollte einen Arzt aufsuchen und eine Sensibilisierung machen lassen. Diese Maßnahme ist aber immer nur dann sinnvoll, wenn bekannt ist, was genau die Allergie ausgelöst hat. Eine Sensibilisierung nimmt Zeit in Anspruch, denn über einen Zeitraum von drei Jahren spritzt der Arzt dem Patienten immer wieder in kleinen Dosen den Stoff, gegen den der Patient allergisch reagiert. Auf diese Weise soll das Immunsystem langsam an den Stoff gewöhnt werden, der die Allergie auslöst.

    Auch eine Sensibilisierung mit Tabletten ist möglich. Diese Tabletten müssen sich langsam auf der Zunge auflösen und sollen das Immunsystem motivieren. Zu dieser Form der Therapie gibt es bis heute allerdings keine aussagekräftigen Studien, und sie kann auch nur bei bestimmten Allergien angewandt werden.

    Vielen von einer Allergie geplagten Menschen hilft es schon, den Stoff zu meiden, der bei ihnen für Probleme sorgt. Das ist für viele einfach, für andere aber fast unmöglich. Wer gegen Gluten allergisch ist, der kann heute Lebensmittel kaufen, die keine Gluten enthalten, aber wer auf Hausstaub allergisch reagiert, der hat ein großes Problem. In diesem Fall müssen alle Teppiche aus dem Haus verschwinden und durch glatte Böden wie PVC, Parkett oder Laminat ersetzt werden. Auch das Bettzeug muss der Allergie angepasst werden, ebenso die Möbel. Gardinen sind kein Thema mehr und in allen Räumen müssen dann permanent ein Luftbefeuchter und ein Luftreiniger im Einsatz sein.

    Alle, die unter einer Pollenallergie leiden, können sich heute über das Internet oder auch im Radio und Fernsehen über den aktuellen Pollenflug informieren. Es gibt Pollenfilter fürs Auto und viele andere Maßnahmen, die eine Allergie erträglicher machen. Pech haben diejenigen, denen der Beruf im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut geht, wie das bei Friseuren oder auch bei Bäckern der Fall ist, wenn sie unter einer Mehlstauballergie leiden. Wird die Allergie zu stark und wenn keine Therapie mehr anschlägt, dann bleibt nur der Weg, sich für einen anderen Beruf zu entscheiden.

  • Asthma – die neue Volkskrankheit?

    Asthma – die neue Volkskrankheit?

    Rund 5 % der Erwachsenen und 10 % der Kinder in Deutschland leiden unter Asthma und es werden jedes Jahr mehr. Vor allem bei Kindern sind die steigenden Zahlen beunruhigend und viele Ärzte sprechen schon von einer neuen Volkskrankheit. Asthma ist, wenn es bei erwachsenen Menschen auftritt, fast immer chronisch. Bei Kindern sind besonders Jungen von der chronischen Variante betroffen, und die Ursachen für diese schwere Erkrankung der Atemwege sind immer wieder anders. Während bei den einen Stress einen Asthmaanfall auslösen kann, sind es bei anderen Allergene, die dafür sorgen, dass den Betroffenen buchstäblich die Luft wegbleibt. Aber was genau ist Asthma eigentlich und wie kann die Krankheit effektiv bekämpft werden?

    Asthma – Eine Entzündung mit Folgen

    Asthma bronchiale ist eine Erkrankung, bei der sich die oberen Atemwege entzünden. Teile der Lunge reagieren empfindlich auf Reize von außen, in der Folge verengen sich die Gefäße und es kommt zur Atemnot. Meist sind es an sich harmlose Stoffe, die die Lungen und Bronchien so sehr reizen, dass sich ein zäh fließender Schleim in den Bronchien bildet, die dann anschwellen. Wenn das passiert, dann verkrampfen zusätzlich noch die Atemwege und der Asthmatiker hat das Gefühl zu ersticken.

    Bei Kindern ist in der Regel eine Allergie schuld daran, wenn es zu Asthma kommt, bei erwachsenen Menschen liegt bei 30 % bis 50 % der Betroffenen ein nicht-allergisches Asthma vor. Wer als Erwachsener an Asthma erkrankt, der wird sein Leben lang unter der Krankheit leiden, und die Auslöser dafür sind:

    • Medikamente
    • Stress
    • Überanstrengung
    • Psychische Belastungen
    • Kälte
    • Verunreinigte Luft

    Um abzuklären, an welcher Form des Asthmas ein Patient leidet, macht der Arzt unter anderem auch einen Lungenfunktionstest und klärt mögliche Allergien ab. Steht die Diagnose Asthma fest, dann gibt es zwei unterschiedliche Formen der Therapie.

    Was hilft gegen Asthma?

    Welche Therapie für welchen Patient infrage kommt, das richtet sich immer danach, ob es sich um ein Asthma handelt, das in Intervallen auftritt oder ob es um die akute Form geht. Kommt es zu einem akuten Asthmaanfall, dann ist ein Spray hilfreich, das die Bronchien abschwellen lässt und so die Atemnot nimmt. Menschen, die unter der chronischen Form leiden und in Intervallen immer mal wieder einen Asthmaanfall bekommen, nehmen häufig Tabletten oder Kapseln mit Cortison. Entzündungshemmende Medikamente und Medikamente, die die Bronchien erweitern, helfen dabei, das Asthma unter Kontrolle zu bekommen, bei besonders schweren Anfällen spritzt der Arzt auch intravenös ein schnell wirkendes Mittel.

    Bei Kindern, die unter Asthma leiden, ist regelmäßiges Inhalieren eine gute Therapie. Viele Kinder bekommen aber auch eine spezielle Immuntherapie, wenn es sich um Asthma handelt, das durch Allergene ausgelöst wird.

    Asthma vorbeugen

    Asthma ist zwar eine chronisch verlaufende Krankheit, aber es gibt verschiedene Maßnahmen, die dabei helfen die Häufigkeit und Stärke der Anfälle zu verringern. So ist zum Beispiel eine trockene Raumluft Gift für alle, die unter Asthma leiden. Ein Luftbefeuchter sollte daher für die nötige Feuchtigkeit in der Raumluft sorgen. Asthmatiker sollten die Ferien zudem in einer Region verbringen, die keine Allergene enthält, wie das an der See und im Hochgebirge der Fall ist. Aktives und passives Rauchen sind ein absolutes Tabu und auch auf die Ernährung zu achten, kann für einen Asthmatiker hilfreich sein. So sollten unter anderem viele Vitamine auf dem Speiseplan stehen und wann immer Zeit bleibt, dann sollte ein Spaziergang in der frischen Luft unternommen werden.

  • Gesundheit am Arbeitsplatz

    Gesundheit am Arbeitsplatz

    Gesund arbeiten – gesund leben

    Die meisten Menschen arbeiten Tag für Tag, ohne zu wissen, ob ihr Arbeitsplatz ein gesunder Arbeitsplatz ist. Rückenschmerzen sind heute aber ebenso zu einer Art Volkskrankheit geworden wie auch stressbedingte Erkrankungen und beides lässt sich vielfach auf einen ungesunden Arbeitsplatz zurückführen. Die falschen Büromöbel, das falsche Bürozubehör, schlechte Luft und zu viel Lärm sorgen heute dafür, dass arbeiten krank macht. Wer gesund bleiben möchte, der ist gut beraten, selbst aktiv zu werden und für einen gesunden Arbeitsplatz zu sorgen. Es gibt viele unterschiedliche Faktoren, die einen gesunden Arbeitsplatz ausmachen und die zusammen dafür sorgen, dass langes Arbeiten in einem modernen Büro ein Vergnügen und keine Anstrengung ist. Aber was macht einen gesunden Arbeitsplatz aus und wie sollte er idealerweise aussehen? Was ist wichtig und sollte unbedingt beachtet werden, damit die Arbeit nicht krank macht?

    1. Die gesetzlichen Vorgaben

    Nach dem deutschen und auch nach dem europäischen Gesetz ist jeder Arbeitgeber dazu verpflichtet, für einen der Gesundheit zuträglichen und gefahrenfreien Arbeitsplatz zu sorgen. Der gesundheitliche Schutz und die Minimierung von Gefahren müssen gewährleistet werden und der Arbeitgeber muss seine Angestellten darüber aufklären und informieren, was einen gesunden und gefahrlosen Arbeitsplatz ausmacht.

    So weit die Auflagen, die das Gesetz vorschreibt, aber nicht überall werden die Verordnungen des Arbeitschutzgesetzes auch eingehalten. Was aber beinhalten diese Gesetze im Einzelnen? Was unterschiedet einen gesunden von einem ungesunden Arbeitsplatz?

    1. Die richtigen Büromöbel – Dem Arbeitnehmer zuliebeGesundes Ambiente im Buero

    • Der gesunde Bürostuhl – Wir machen es richtig!

    Die Gesundheit am Arbeitsplatz beginnt mit den richtigen Büromöbeln. Bürostühle und Schreibtische müssen eine bestimmte Norm erfüllen, um Beschwerden mit dem Rücken, dem Nacken und auch dem Kopf zu vermeiden. Ein Schwerpunkt ist der Bürostuhl, der sich seinem Benutzer anpassen sollte und nicht umgekehrt.

    Ein gesunder Bürostuhl hat eine Sitzfläche, die wie eine Mulde geformt ist und die eine leicht nach vorne gebeugte Haltung ermöglicht. Das Becken ist aufgerichtet und das hilft dabei, Rückenschmerzen auf Dauer zu vermeiden. Ein ergonomisch geformter Bürostuhl verhindert ein Herunterrutschen, und die Sitzfläche kann nicht zu weit nach hinten gebeugt werden. Eine gute Federung sorgt zudem dafür, dass die Wirbelsäule und die Bandscheiben nicht erschüttert werden.

    Ein wichtiges Kriterium bei einem gesunden Bürostuhl ist auch die richtig geformte Rückenlehne. Die sollte mindestens bis zu den Schulterblättern reichen, denn das verringert die Gefahr, dass es zu Rückenschmerzen kommt. Dabei sollte der obere Teil der Rückenlehne immer leicht nach vorne geneigt sein, während der untere Teil eine Ausbuchtung hat, die in der Höhe der Lendenwirbelsäule ist. So wird der Rücken perfekt gestützt. Die Rückenlehne sollte nach Möglichkeit nicht fest eingestellt werden, denn dann kann sich der Rücken nicht mitbewegen, es kommt zu Verkrampfungen und in der Folge auch zu Schmerzen. Nur eine bewegliche Lehne ermöglicht ein aktives und ein dynamisches Sitzen. Auch eine Nackenstütze ist möglich, damit derjenige, der auf den Stuhl sitzt, sich weiter nach hinten lehnen kann.

    Die Armlehnen eines gesunden Bürostuhls sollten bis knapp unterhalb der Schreibtischplatte reichen und die Arme sollten beim Auflegen auf die Armlehnen einen rechten Winkel bilden. Bei der Polsterung des Stuhls ist darauf zu achten, dass er nicht zu hart, aber auch nicht zu weich ist. Ist die Polsterung zu hart, dann gibt es im schlimmsten Fall sehr schmerzhafte Druckstellen. Ist die Polsterung aber zu weich, dann hat sie keine stützende Funktion mehr und das Körpergewicht kann sich nicht optimal verteilen. Wichtig ist auch, dass die Vorderkante der Sitzfläche eine abgerundete Form hat, damit der Druck auf die Nerven und Gefäße beim langen Sitzen auf die Beine beschränkt wird.

    Es muss aber nicht unbedingt ein Stuhl sein, wenn es um das gesunde Sitzen am Arbeitsplatz geht, es gibt Alternativen, die ebenfalls ein ideales Sitzen ermöglichen.

    • Ein sogenannter Sitzball ermöglicht ein aktives Sitzen und ist zudem eine preiswerte Option, wenn es um das Sitzen im Büro geht. Aber nicht jeder kommt mit einem solchen Ball auch zurecht, denn der Muskeltonus muss aufrecht erhalten werden und das kann schnell zu Ermüdungen führen.
    • Auch ein Kniehocker kann eine Alternative zum klassischen Bürostuhl sein, besonders für den Rücken ist dieser Hocker eine sehr gute Wahl. Allerdings ist es wichtig, nicht zu lange in einer hockenden Haltung zu verbringen, denn sonst kann es zu Schäden an den Knien kommen.
    • Keine schlechte Lösung stellt auch ein Pendelstuhl dar, da dieser Stuhl den Komfort und die Bequemlichkeit eines Bürostuhls mit dem aktiven Sitzen auf einem Ball verbindet. Gegenüber einem Sitzball hat der Pendelstuhl den Vorteil, dass nicht ständig das Gleichgewicht gehalten werden muss und die Muskulatur sich entspannen kann.

    2.2 Der richtige Schreibtisch – Rückenschmerzen vorbeugenGesunder Schreibtisch

    Neben dem Stuhl kommt es beim gesunden Arbeitsplatz auch auf den passenden Schreibtisch an, denn nur ein Schreibtisch der rückenfreundlich ist, kann Beschwerden vorbeugen. Um den passenden Schreibtisch zu finden, sollte man sich aufrecht auf einen Stuhl setzen und die Unterarme im rechten Winkel locker auf die Schreibtischplatte auflegen. Dabei sollten weder die Schultern nach oben gezogen noch der Oberkörper nach vorne gebeugt werden. Außerdem sollte die Platte eine Höhe haben, die den Beinen ausreichend Freiheit unter dem Tisch lässt.

    Ein Schreibtisch sollte aber nicht nur genug Platz für die Arme lassen, auch alle Unterlagen und Geräte sollten ein freies Arbeiten nicht behindern. Zu empfehlen ist eine Breite von 1,60 m und eine Tiefe von mindestens 0,80 m. Zu langes Sitzen schadet dem Rücken, hier kann ein Stehpult eine gute Lösung sein. Aber nur im Stehen zu arbeiten ist weniger empfehlenswert, deshalb lohnt es sich, eine Kombination aus einem Schreibtisch und einem Stehpult zu kaufen, denn so kann man im Wechsel sitzen und stehen.

    2.3 Mobil bleiben – Achten auf notwendige Bewegung

    Zum gesunden Arbeiten im Büro sollten aber nicht nur ergonomisch geformte Möbel gehören, auch die körperliche Bewegung sollte an einem langen Arbeitstag nicht zu kurz kommen. Alle, die viel Bewegung und auch Abwechslung in ihren Arbeitsalltag bringen, ermüden nicht so schnell, sie entlasten ihren Körper und sie können sich vor allen Dingen deutlich besser konzentrieren. Die nachfolgenden fünf Tipps helfen dabei, gesund durch den Arbeitstag zu kommen:

    • Die Körperhaltung sollte häufig gewechselt werden. Sitzen, Gehen und Stehen sollten sich abwechseln, um Problemen mit dem Rücken optimal vorzubeugen. Während des Sitzens sollte die Position immer wieder anders sein.
    • Dinge wie telefonieren, Geschäftsbriefe lesen oder eine kleine Unterhaltung mit einem Kollgen führen – das alles sind Dinge, die auch im Stehen erledigt werden können. Wer etwas mit einem Kollegen eine Etage tiefer zu besprechen hat, der sollte keine Mail schreiben oder zum Telefon greifen, sondern den Kollegen in seinem Büro besuchen.
    • Büromaterial, Unterlagen und auch das Telefon müssen nicht in Reichweite liegen. Wenn alles etwas weiter weg zu finden ist, dann ist das immer ein guter Grund um aufzustehen und das zu holen, was gebraucht wird.
    • Vieltelefonierer sollten während eines Gesprächs den Kopf nicht zu einer Seite neigen, denn das überdehnt die Bänder auf der Gegenseite. In der Folge kann es zu Schmerzen in Kopf und Nacken kommen. Wer viel telefoniert, der sollte sich ein Headset zulegen.
    • Kleine Dehn- und Streckübungen bringen den Kreislauf in Schwung und sorgen für einen Energieschub. Verspannungen werden gelöst und Schmerzen haben keine Chance mehr. Auch einfache Atemübungen sorgen für Entspannung während der Arbeit. Arbeitsmediziner empfehlen, alle 50 Minuten eine kleine Pause einzulegen und für zehn Minuten zu entspannen.
    1. Ergonomische ArbeitsgeräteErgonomisches Buero

    Kaum ein Arbeitsplatz kommt heute noch ohne Computer und die dazu passenden Arbeitsgeräte wie eine Maus, Bildschirm und Tastatur aus. Wie beim Bürostuhl und beim Schreibtisch, so sollte auch bei diesen Arbeitsgeräten die Ergonomie im Vordergrund stehen.

    • Der richtige Bildschirm – Keine Augenschmerzen

    Welche Form der Bildschirm hat, ob es sich um einen modernen Flachbildschirm oder um ein Modell mit einer Kathodenstrahlröhre handelt, spielt keine Rolle. Was aber wichtig ist, das ist die Entfernung, die der Bildschirm zu den Augen hat. Um die Augen zu schonen, sollte der Bildschirm mindestens in einer Entfernung von 50 cm stehen. Die Höhe des Bildschirms ist immer dann ideal, wenn beim aufrechten Sitzen der Blick immer leicht nach unten ist, denn nur so kann auch das obere Drittel des Bildschirms im Blick behalten werden.

    Damit die Augen nicht so schnell ermüden, sollte der Blick im wahrsten Sinne des Wortes von Zeit zu Zeit in die Ferne schweifen, denn wer zu lange auf den Computerbildschirm starrt, der riskiert, dass die Augen schnell ermüden.

    • Die ergonomische Maus

    Wie sieht die optimale Computermaus aus? Sie sollte nicht größer sein als die Handfläche und sie sollte nach Möglichkeit an einer Seite ein wenig höher sein. So muss die Hand während der Arbeit nicht immer flach auf der Tischplatte liegen und die Muskulatur der Hand kann sich entspannen. Außerdem ist es wichtig, dass die Maus nicht so weit entfernt liegt, denn wenn sie nahe am Körper ist, dann werden der Arm und die Hand schnell überstrapaziert und das führt in der Folge zu Verspannungen im Rücken und der Schulter. Wer zu lange mit der falschen Maus oder mit ihr in der falschen Haltung arbeitet, der riskiert den sogenannten Mausarm, schmerzhafte Beschwerden, die durch Überlastung von Armen und Händen auftreten können. In Deutschland ist die Krankheit noch recht unbekannt, in den USA hingegen wird sie als Berufskrankheit anerkannt. Betroffen sind heute mehr als 60 % derjenigen, die jeden Tag mehr als drei Stunden mit einer Maus arbeiten. Die Symptome eines Mausarms sind:

    • Ein leichtes Kribbeln in der Hand und im unteren Armbereich
    • Eine Versteifung der Hand, des Ellenbogens und des Nackens
    • Muskelschwäche
    • Ziehende Schmerzen, die bis in die Schulter ausstrahlen können

    Ein Mausarm ist meist chronisch und der Betroffene sollte sich eine Zeit lang schonen, damit die Beschwerden wieder zurückgehen. Es gibt aber auch kleine Tricks, um einem Mausarm effektiv vorzubeugen:

    • Ein stetiger Wechsel zwischen Maus und Tastatur
    • Öfter kleine Pausen einlegen, die Hände dehnen und für Entspannung sorgen
    • Doppelklick vermeiden, um die Finger zu entlasten
    • Die Maus immer nur locker und nie verkrampft in der Hand haben

    3.3 Die richtige Tastatur

    Auch die Tastatur entscheidet darüber, wie gesund ein Arbeitsplatz ist. So sollte das Keyboard nach Möglichkeit 15 cm von der Kante des Schreibtischs entfernt seinen Platz finden, damit die Handballen und die Unterarme ausreichend Platz haben. Um Rückenschmerzen auf Dauer zu vermeiden, ist es wichtig, dass die Tastatur in einem Winkel von 15 Grad geneigt ist, denn wenn sie gerade auf der Tischplatte aufliegt, dann wird das Arbeiten mühsam und auch anstrengend.

    Es gibt heute eine große Auswahl an ergonomisch geformten Tastaturen, die die Form eines V haben und aus zwei Teilen bestehen. Auf diese Weise hat jede Hand ihren eigenen Teil, was verhindert, dass eine Hand über Gebühr strapaziert und beansprucht wird. Die Muskulatur der Unterarme und der Hände kann sich so optimal entspannen. Wichtig ist es aber darauf zu achten, dass Hand und Arm eine gerade Linie bilden, denn sonst leiden auch die Schultern.

    1. Die Umgebung des ArbeitsplatzesGesund sitzen im Buero

    Wenn die Möbel im Büro stimmen und auch die Arbeitsgeräte den Vorschriften entsprechen, dann fehlt nur noch die richtige Umgebung für einen gesunden Arbeitsplatz. Es gibt viele Dinge, die in diesem Zusammenhang beachtet werden sollten, und wer sich über die Details informieren möchte, der kann das auf der Seite http://www.aok.de/bundesweit/gesundheit/vorsorge-fit-im-buero-ergonomie-arbeitsplatz-11561.php.

    Ein gesunder Arbeitsplatz sollte nicht laut sein und er sollte Luft zum Atmen lassen. 50 dB schreibt das Arbeitsrecht vor, aber dieser Grenzwert kann nicht immer erfüllt werden. Das permanente Klingeln des Telefons, Kollegen, die sich unterhalten und die Geräusche, die Drucker, Scanner und Kopierer verursachen, sorgen für Lärm im Büro und lassen den Stresspegel schnell steigen.

    Auch die Luft in vielen Büros ist nicht die beste. Vor allem dann, wenn viele Menschen den ganzen Tag in einem Raum sitzen, dann sinkt die Qualität der Raumluft. Ein gesunder Arbeitsplatz sollte nicht zu warm sein, aber er darf auch nicht auskühlen. Perfekt ist eine Raumtemperatur, die 23° Grad nicht übersteigt und es sollten nicht mehr als maximal 65 % Luftfeuchtigkeit überschritten werden. Läuft ständig die Klimaanlage, dann wird die Luft schnell trocken, was die Schleimhäute austrocknen lässt.

    Es sind viele Dinge, die einen gesunden Arbeitsplatz ausmachen und jeder sollte so gut wie möglich den gesetzlichen Richtlinien entsprechen. Trotzdem kommt es auch auf jeden einzelnen Arbeitnehmer an, wie er seinen Arbeitsplatz gestaltet. Individualität ist natürlich erlaubt, aber sie sollte immer nur so weit gehen, dass ein gesundes Arbeiten gewährleistet ist.

  • Blinddarmentzündung – schnelle Hilfe rettet Leben

    Blinddarmentzündung – schnelle Hilfe rettet Leben

    Sie tritt häufiger bei jungen als bei älteren Menschen auf und wenn sie diagnostiziert wird, dann ist immer Eile geboten – die Blinddarmentzündung. Die Blinddarmentzündung oder Appendizitis gehört zu den sehr häufig auftretenden Krankheiten, die mit unzweifelhaften Symptomen auf sich aufmerksam macht. Starke Schmerzen im unteren Bauchbereich, Übelkeit und Erbrechen sind ein sicheres Zeichen dafür, dass der Blinddarm entzündet sein könnte. Wer diese Symptome verspürt, der sollte auf jeden Fall zu einem Arzt gehen.

    Bilddarmentzündung – Der entzündete Wurmfortsatz

    Der Name Blinddarmentzündung ist irreführend, denn nicht der Blinddarm selbst ist entzündet, es ist vielmehr der Wurmfortsatz, der am Blinddarm hängt, der für Probleme sorgt. Ein Fremdkörper wie zum Beispiel ein Kirschkern oder auch ein Klumpen Kaugummi können für eine Entzündung des Wurmfortsatzes sorgen, aber auch wenn der kleine Fortsatz abknickt, dann kann das zu einer Entzündung führen. Vielfach lässt sich die Ursache für eine Blinddarmentzündung aber nicht mehr nachweisen.

    Die Diagnose einer Bilddarmentzündung

    Wenn man mit diesen typischen Beschwerden zum Arzt geht, dann hat der Arzt mehrere Möglichkeiten, eine genaue Diagnose zu stellen. Eine Ultraschalluntersuchung bringt ebenso Gewissheit wie auch das Abtasten des Unterbauchs. Es gibt charakteristische Druckpunkte, die auf eine Blinddarmentzündung hinweisen und auch der sogenannte Loslassschmerz zeigt dem Arzt, ob der Wurmfortsatz entzündet ist oder nicht. Wenn es mit den klassischen Methoden keine eindeutige Diagnose gibt, dann kann eine Bauchspiegelung helfen. In der Regel wird dem Patienten auch Blut abgenommen und untersucht. Wenn sich viele weiße Blutkörperchen finden, dann deutet das ebenfalls auf eine Blinddarmentzündung hin.

    Der Verlauf einer Blinddarmentzündung

    Blinddarmentzündungen können eine sehr lange Vorlaufzeit haben, ohne dass eine eindeutige Diagnose gestellt werden kann. Viele fühlen sich über Wochen nicht so recht wohl, sie klagen über Schmerzen im Bauchraum, die dann aber wieder verschwinden. Auch das Gefühl der Übelkeit kann plötzlich wieder nachlassen. Da die Symptome immer wieder auftreten und dann wieder verschwinden, gehen die meisten Menschen nicht direkt zum Arzt, sondern vermuten hinter ihren Beschwerden einen verdorbenen Magen.

    Wie gefährlich die Entzündung aber wirklich sein kann, das hängt vom Stadium der Krankheit ab. Wer zu lange wartet, der riskiert einen Durchbruch des Wurmfortsatzes. Ist das der Fall, dann ist schnelle Hilfe lebensrettend, denn wenn der Wurmfortsatz perforiert ist, kann es zu einer Entzündung des Bauchfells kommen. Auch eine Lähmung des Darms kann die Folge sein, wenn eine Blinddarmentzündung nicht rechtzeitig erkannt wird, und bei Menschen die unter Morbus Crohn, einer chronischen Entzündung des Darms leiden, kann ein entzündeter Wurmfortsatz sogar lebensgefährlich sein.

    Die Therapie einer Blinddarmentzündung

    Wer mit Unterbauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und auch leichtem Fieber ins Krankenhaus kommt, der wird zunächst einmal nur beobachtet. Der Patient darf während dieser Zeit nichts essen, damit der Darm zur Ruhe kommt, denn das erleichtert die Diagnose. Handelt es sich tatsächlich um eine Blinddarmentzündung, dann gibt es nur eine Möglichkeit und das ist die Operation. Wurde in früheren Zeiten eine sogenannte offene Operation durchgeführt, so greifen die Chirurgen von heute nicht mehr so häufig zum Skalpell, sondern nehmen das Endoskop. Bei diesen minimal-invasiven Operationsmethoden wird die Bauchdecke nicht mehr mit einem Schnitt geöffnet, der Arzt führt vielmehr durch drei winzige Schnitte das Endoskop ein und entfernt dann behutsam den entzündenden Wurmfortsatz. Diese „Schlüssellochchirurgie“ ist für den Patienten weniger belastend und dabei kann sogar auf eine Vollnarkose verzichtet werden. Leider hat die Laparoskopie einen entscheidenden Nachteil: Sie ist deutlich teurer als ein normaler chirurgischer Eingriff und wird deshalb von den Krankenkassen nicht so gerne gesehen.