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  • Was passiert bei einer Dialyse?

    Was passiert bei einer Dialyse?

    Viele kennen den Begriff Dialyse auch unter den Namen Blutwäsche, aber eine Dialyse kann mehr als nur das Blut waschen, sie rettet Menschen, die unter schweren Schäden der Niere leiden, immer wieder das Leben. Normalerweise übernehmen die Nieren die Funktion das Blut zu waschen, wenn sie aber krank oder geschädigt sind, dann übernimmt eine Maschine diese Aufgabe, eben die Dialyse. Durch die Dialyse werden alle schädlichen Substanzen und auch das überschüssige Wasser aus dem Körper gefiltert, und wenn die Diagnose Dialyse fällt, dann hat der Patient die Wahl zwischen zwei verschiedenen Arten, wie die Dialyse durchgeführt werden kann.

    Welche Dialyseformen gibt es?

    Streng genommen wäscht die Dialyse das Blut nicht, sie reinigt es vielmehr und gibt es dann wieder an den Körper ab. Es gibt zwei unterschiedliche Verfahren für eine Dialyse und der Patient kann sich entweder für das extrakorporale oder aber für das intrakorporale Verfahren entscheiden. Welche Form der Dialyse infrage kommt, das entscheidet auch der Arzt. Bei einer extrakorporalen Dialyse findet die Blutreinigung außerhalb des Körpers statt. Der Arzt legt dem Patienten während eines operativen Eingriffs einen speziellen Gefäßzugang den sogenannten Shunt, mit dem eine Vene mit einer Arterie verbunden wird. Bei der intrakorporalen Dialyse, die im Körper stattfindet, läuft die Dialyse über einen Zugang im Bauchfell. Diese Form kommt allerdings eher selten zum Einsatz, normalerweise fällt die Wahl auf die externe Form.

    Die Hämodialyse

    Die einfachste und deshalb auch sehr oft angewandte Therapie, um das Blut zu reinigen, ist die Hämodialyse. Bei diesem Verfahren reinigt ein Filter, der sogenannte Dialysator das Blut von schädlichen Stoffen. In einem Dialysator fließen eine spezielle Flüssigkeit, das Dialysat und das Blut getrennt und in entgegengesetzten Richtungen durch eine Membran. Zwischen den beiden Seiten der Membran gibt es beim jeweiligen Konzentrat einen Unterschied, da im Blut deutlich mehr Teilchen, wie zum Beispiel Harnstoff enthalten sind. Die Teilchen gehen unablässig in die Spülflüssigkeit über und werden dann als gereinigtes Blut wieder in den Körper zurückgeführt.

    Menschen, deren Nieren krank oder geschädigt sind, müssen mehrfach in der Woche an eine Dialyse angeschlossen werden. In der Regel geschieht das dreimal in der Woche für vier bis acht Stunden, aber es gibt auch Patienten, die eine tägliche Dialyse von zwei Stunden auf sich nehmen, weil sie sich dann besser und vor allem auch leistungsfähiger fühlen.

    Die Heimdialyse

    Da die kontinuierliche tägliche Dialyse immer beliebter wird, aber nicht jeder Patient jeden Tag in eine Praxis oder in ein Krankenhaus fahren kann, gewinnt die Heimdialyse immer mehr an Bedeutung. Dank moderner Technik wird es möglich, das Blut auch in den eigenen vier Wänden einfach zur reinigen, und die Heimdialyse kann heute ganz individuell den Bedürfnissen des Patienten angepasst werden.

    Wie sieht die Prognose aus?

    In Deutschland sind ca. 60.000 Menschen von der Dialyse abhängig. Wie gut oder schlecht ihre Prognose ist, das hängt zum einen vom Lebensalter und zum anderen von der Grunderkrankung ab. Bei ungefähr der Hälfte der Dialyse Patienten, die dauerhaft auf die Dialyse angewiesen sind, beträgt die Lebenserwartung vom Beginn der Dialyse an noch rund zehn Jahre, aber jeder vierte lebt mit der Dialyse noch 20 Jahre oder sogar noch länger. Wenn aber eine Diabetes oder eine Herzerkrankung dazu kommen sollten, was bei einem Dialyse Patienten nicht selten der Fall ist, dann sinkt die Lebenswartung drastisch.

    Die Lebensqualität muss nicht zwangsläufig unter der Dialyse leiden, viele können ganz normal einer Beschäftigung nachgehen und ein ruhiges Leben führen. Möglich wird das aber auch durch das Angebot einer ambulanten Blutwäsche, die heute in vielen Krankenhäusern angeboten wird. Viele stehen aber auch auf der Transplantationsliste und hoffen auf eine neue Niere, die eine Dialyse überflüssig macht.

    Bild: © Depositphotos.com / beerkoff1

  • Tuberkulose – früher gefürchtet, heute heilbar

    Tuberkulose – früher gefürchtet, heute heilbar

    TBC, TB oder Schwindsucht – die Tuberkulose ist eine Krankheit, die viele unter ihren anderen Namen kennen. Medizinisch definiert ist die Tuberkulose eine chronisch verlaufende Infektionskrankheit, die vor 100 Jahren eine gefürchtete Krankheit war und die heute dank moderner Antibiotika, gut behandelt werden kann. Trotzdem sind vor zehn Jahren in Deutschland noch 6.000 Fälle von Tuberkulose registriert worden und das entspricht immerhin über sieben Erkrankungen auf 100.000 Einwohner. Experten schätzen, dass rund ein Drittel der Menschen weltweit mit dem TBC Virus infiziert ist, aber nicht bei jedem bricht auch eine typische Tuberkulose aus.

    Was genau ist Tuberkulose?

    Ausgelöst wird Tuberkulose vom Mycobacterium tuberculosis, und da das Bakterium auf dem Luftweg übertragen wird, sind in den allermeisten Fällen auch die Lungen betroffen, es kommt zu einer sogenannten pulmonalen Tuberkulose. Es reicht, von einem Erkrankten angehustet oder angeniest zu werden, um sich mit TB zu infizieren, und dieser schnelle Übertragungsweg macht die Tuberkulose auch heute noch immer gefährlich. Selbst wenn die Zahl der Erkrankten in den letzten Jahren stetig gesunken ist, allein in Indien gab es 2012 noch über zwei Millionen Tuberkulosefälle und auch in Afrika sterben jedes Jahr über eine Million Menschen an Tuberkulose.

    In Deutschland infizierten sich 2012 über 4.000 Menschen und 127 starben daran. Tuberkulose ist meldepflichtig, jeder Kranke wird beim Gesundheitsamt registriert, damit ein größerer Ausbruch der Krankheit verhindert werden kann.

    Welche Symptome weisen auf TBC hin?

    Die Inkubationszeit der Tuberkulose beträgt in der Regel zwischen sechs und acht Wochen. Zu Beginn der Krankheit kommt es zu einem eher unspezifischen Husten, der zusammen mit Nachtschweiß auf Tuberkulose hindeutet. Typisch ist auch eine immer leicht erhöhte Temperatur, die im weiteren Verlauf zu hohem Fieber wird. Der Husten wird stärker und es kommt zu einem grünlichen oder auch blutigem Auswurf. Diese Symptome gibt es aber nicht bei jedem Infizierten, bei einigen treten überhaupt keine Symptome auf, die Medizin spricht in diesem Fall von einer latenten Tuberkulose. Häufig ist das der Fall, wenn das Immunsystem sich erfolgreich gegen die Bakterien gewehrt hat.

    Wenn der Herd der Tuberkulose in der Lunge abgekapselt ist, dann spricht man von einer geschlossenen Tuberkulose, die nicht ansteckend ist. Ist das nicht der Fall, dann handelt es sich um eine offene TB und diese Form ist hoch ansteckend.

    Warum die Diagnose schwierig ist

    Husten, Nachtschweiß, eine erhöhte Temperatur – alle diese Symptome passen zwar zu einer Tuberkulose, sie können aber auch genauso gut die Symptome eines grippalen Infekts sein. Der Arzt kann nur durch eine gezielte Anamnese herausfinden, ob es sich tatsächlich um eine TB handelt. Zu den Fragen, die der Arzt dem Patienten stellt, gehört die Frage, ob es in der näheren Umgebung Fälle von Tuberkulose gibt, vielleicht sogar in der eigenen Familie. Eine wichtige Frage ist auch, ob sich der Betroffene in einem Gebiet aufgehalten hat, in dem es noch Tuberkulose gibt.

    Neben einer gründlichen Anamnese geben auch Röntgenbilder oder eine Computertomografie Auskunft darüber, ob es sich um Tuberkulose handelt. In den meisten Fällen sind die Tuberkulose-Herde auf dem Röntgenbild gut zu erkennen, und das Bild gibt zudem Auskunft darüber, in welchem Stadium sich die Krankheit befindet.

    Wie wird Tuberkulose therapiert?

    Während sich die Erkrankten in früheren Zeiten in die Berge, bevorzugt in die Schweiz begeben mussten, um dort in der Höhenluft bei guter Ernährung und viel Ruhe die TB auszukurieren, müssen die Tuberkulosepatienten von heute einen Mix aus mehreren Medikamenten nehmen. Ist die TB offen, dann wird allerdings ein Aufenthalt im Krankenhaus erforderlich, um die Ansteckungsgefahr zu bannen. Bei der geschlossenen TB bekommen die Patienten Antibiotika, in der Regel für die Dauer von sechs Monaten, denn so lange kann es dauern, bis die Krankheit ausgeheilt ist.

    Bild: © Depositphotos.com / Remains

  • Wie harmlos ist ein Schleudertrauma?

    Wie harmlos ist ein Schleudertrauma?

    Ein kleiner, scheinbar harmloser Auffahrunfall reicht aus, damit es zu einem Schleudertrauma kommt. Viele Autofahrer die in einen Auffahrunfall verwickelt waren, erleiden ein solches Trauma, das die Ärzte als HWS-Syndrom, also als eine Verletzung der Halswirbelsäule bezeichnen. In der Regel müssen die Betroffenen nach einem Unfall und der Diagnose Schleudertrauma eine Art Halskrause tragen, die den oberen Halswirbelsäulenbereich schützen und stützen soll. Für die meisten Unfallopfer ist nach ein paar Wochen alles vergessen, einige leiden aber deutlich länger unter einem Schleudertrauma, und auch ein chronischer Verlauf ist bei dieser Art von Verletzung nicht auszuschließen.

    Die Schweregrade des Schleudertraumas

    Der Arzt teilt ein Schleudertrauma in verschiedene Schweregrade ein. Bei einem Auffahrunfall mit einer eher geringen Geschwindigkeit handelt es sich meist um ein Schleudertrauma mit dem Schweregrad eins oder zwei. Bei diesem Schweregrad verschwinden die Symptome meist nach einer Woche und die Patienten sind wieder komplett beschwerdefrei.

    Anders sieht es bei einem Schweregrad drei aus, denn hier zeigen sich verminderte Reflexe der Muskeln und die Halswirbelsäule ist in ihrem Bewegungsradius eingeschränkt. Es kann zu Fehlstellungen und auch zu Frakturen kommen und die Betroffenen sind nicht selten für einen kurzen Zeitraum ohne Bewusstsein. Bei einem Schwergrad vier kommt es zu Frakturen, die nach dem Unfall zum Tod führen können, aber auch Querschnittslähmungen vom Hals abwärts können die Folgen dieses sehr schweren Schleudertraumas sein.

    Die Symptome eines Schleudertraumas

    Wer nach einem Autounfall Kopf- oder Nackenschmerzen bekommt und das Gefühl hat, den Hals nicht mehr richtig drehen zu können, der kann davon ausgehen, ein Schleudertrauma erlitten zu haben. Übelkeit und Schwindel unmittelbar nach einem Unfall gehören ebenfalls zu den Symptomen eines Schleudertraumas. Aber nicht immer macht sich ein Schleudertrauma direkt nach einem Unfall bemerkbar, einige Symptome treten erst Stunden oder sogar Tage nach dem Unfall auf. Es kann zu Konzentrationsstörungen kommen, aber auch zu Problemen mit der Gedächtnisleistung. Schlafstörungen gehören zu den Spätfolgen und auch wenn es zu Beeinträchtigungen beim Seh- und Hörvermögen kommt, dann kann das zu den Symptomen eines erlittenen Schleudertraumas gehören.

    Aber nicht nur körperlich kann sich ein Schleudertrauma bemerkbar machen, die Verletzung zieht auch seelische Folgen wie zum Beispiel Depressionen nach sich.

    Wie wird ein Schleudertrauma behandelt?

    Die berühmte Halskrause ist nur eine Sofortmaßnahme, wenn es zu einem Schleudertrauma gekommen ist. Besteht der Verdacht Schleudertrauma, dann werden die Betroffenen im Krankenhaus zunächst einmal geröntgt. Wenn die Aufnahme keine eindeutige Diagnose zulässt, dann wird entweder ein CT, also eine Computertomografie oder ein MRT, eine Magnetresonanztomographie angeordnet, um schwerere Verletzungen ausschließen zu können. Handelt es sich um ein Schleudertrauma ersten oder zweiten Grades, dann wird die Halswirbelsäule stabilisiert und der Patient bekommt Schmerzmittel verordnet.

    Sind die Beschwerden aber hartnäckig, dann kann der Arzt Krankengymnastik verordnen und auch Chiropraktik ist in diesem Fall sinnvoll. Wenn die Verletzungen ernst sind, die Zerrung stärker ausfällt oder wenn es vielleicht sogar zu einer Fraktur gekommen ist, dann muss eine spezielle Stütze für die Halswirbelsäule getragen werden. So wird der Nacken ruhig gestellt und die Verletzung kann komplett ausheilen. Im schlimmsten Fall muss der Patient aber operiert werden, um die Schäden beheben zu können. Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem solch schweren Schleudertrauma kommt, ist jedoch sehr gering.

    Kann es zu Spätfolgen kommen?

    Spätfolgen sind bei einem Schleudertrauma nicht auszuschließen, aber sie sind eher selten. Laut einer Statistik ist das nur bei knapp 3 % der Betroffenen der Fall, die zwei Jahre nach dem Unfall immer noch unter den Folgen des Schleudertraumas zu leiden haben. Einige Unfallopfer klagen auch längere Zeit über Kopfschmerzen und steife Muskeln, selten kommt es aber zu chronischen Kopfschmerzen oder Verspannungen, die länger als ein Jahr nach der Diagnose Schleudertrauma andauern.

    Bild: © Depositphotos.com / HighwayStarz

  • Scharlach – die etwas andere Kinderkrankheit

    Scharlach – die etwas andere Kinderkrankheit

    Noch vor 50 Jahren galt Scharlach als eine sehr gefährliche Infektionskrankheit und wer an Scharlach erkrankte, der musste auf die Isolierstation eines Krankenhauses. Heute ist Scharlach eine Kinderkrankheit, die dank entsprechender Medikamente sehr gut behandelt werden kann, trotzdem haftet Scharlach noch immer der Ruf einer gefährlichen Krankheit an. Scharlach betrifft vor allem Kinder zwischen vier und sieben Jahren, und da die Krankheitserreger per Tröpfchen übertragen werden, also durch anhusten oder niesen, ist eine Ansteckung sehr einfach. Was Scharlach von anderen typischen Kinderkrankheiten unterscheidet, ist die Tatsache, dass es nach einer Erkrankung keine Immunität gibt, denn wer bereits Scharlach gehabt hat, kann im Laufe seines Lebens immer wieder an Scharlach erkranken.

    Woran erkennt man Scharlach?

    Hat ein Kind sich mit Scharlach infiziert, dann sind die Symptome unverkennbar. Scharlach hat eine relativ kurze Inkubationszeit, denn schon zwei bis drei Tage nach der Ansteckung kommt es zu hohem Fieber, Kopf- und Halsschmerzen und auch Schluckbeschwerden stellen sich ein. Ein typisches Anzeichen ist ein weißer pelziger Belag auf der Zunge. Nach ca. vier Tagen kommt dann der für Scharlach charakteristische Ausschlag dazu, der sich zuerst in den Achselhöhlen zeigt. Die Lymphdrüsen am Hals schwellen an und an den Kuppen der Finger bilden sich Schuppen, im Verlauf der Krankheit löst sich dann an den Fingern die Haut ab.

    Wie wird Scharlach behandelt?

    Im Unterschied zu vielen anderen Kinderkrankheiten gibt es gegen Scharlach keine Schutzimpfung. Ist die Krankheit ausgebrochen, dann kann sie allerdings sehr schnell und auch effektiv mit Antibiotika wie Penicillin behandelt werden. In der Regel müssen die Betroffenen eine Penicillin Kur für die Dauer von zehn Tagen machen. Diese Kur sollte konsequent eingehalten werden, denn sonst kann es passieren, dass es zu Komplikationen kommt. Nach der Antibiotika Kur sollten sich die Betroffenen ausruhen und dem Körper Zeit geben, das Penicillin wieder abzubauen.

    Scharlach bei Erwachsenen

    Auch wenn Scharlach eine klassische Kinderkrankheit ist, können sich auch Erwachsene anstecken. Wenn Erwachsene sich mit Scharlach infizieren, dann sind immer Streptokokken-Bakterien daran schuld, die sich bevorzugt im Rachenraum einnisten. Einer Studie zufolge können bei jedem zehnten Erwachsenen diese Bakterien nachgewiesen werden, aber ohne dass die Krankheit auch tatsächlich zum Ausbruch kommt. Bricht der Scharlach aber aus, dann kann das für erwachsene Menschen schwerwiegende Folgen haben.

    Auch bei Erwachsenen zeigen sich Symptome, die sich aber von den Symptomen bei Kindern unterscheiden. Auf der Zunge zeigt sich zunächst ein weißer Belag, der sich dann aber himbeerrot färbt. Der Ausschlag im Gesicht ist deutlich ausgeprägter als bei Kindern und da das Dreieck zwischen Mund und Kinn nicht vom Ausschlag befallen ist, spricht man von einem sogenannten Milchbart. Fieber, starke Kopfschmerzen und auch Schüttelfrost und Erbrechen gehören bei Erwachsenen die an Scharlach erkranken, ebenfalls zum Krankheitsbild.

    Welche Komplikationen und mögliche Spätfolgen gibt es?

    Erkranken Erwachsene an Scharlach, dann ist das Risiko für Komplikationen und Spätfolgen besonders groß. So kann unter anderem nach vier bis fünf Wochen ein rheumatisches Fieber auftreten und es besteht die Gefahr einer Nierenentzündung. Besonders riskant wird es, wenn schwangere Frauen an Scharlach erkranken, denn dann besteht Gefahr für Mutter und Kind. Gegen Scharlach gibt es auch Hausmittel, die allerdings nicht helfen, sondern im Gegenteil, die Krankheit noch gefährlicher machen. Wenn sich die ersten eindeutigen Symptome zeigen, dann sollte man sofort zu einem Arzt gehen, der einen Schnelltest macht und dann Antibiotika verschreiben wird.

    Theoretisch sind Erwachsene nach einer überstandenen Scharlachinfektion immun gegen die Krankheit, aber das ist immer nur dann der Fall, wenn es sich um den Streptokokken Erreger handelt, der den Scharlach ausgelöst hat. Kommt ein anderer Bakterienstamm ins Spiel, dann ist die Immunität hinfällig und es kann passieren, dass man ein zweites oder sogar ein drittes Mal an Scharlach erkrankt.

    Bild: © Depositphotos.com / valuavitaly

  • Wie kann man eine Lebensmittelvergiftung erkennen?

    Wie kann man eine Lebensmittelvergiftung erkennen?

    Lebensmittelvergiftungen sind tückisch, denn nicht immer kann man den Lebensmitteln ansehen, ob sie noch genießbar sind oder nicht. Wenn es um Lebensmittelvergiftungen geht, dann denken die meisten Menschen automatisch an verdorbenen Fisch, aber es gibt noch eine große Zahl von anderen Gefahren, die in den Lebensmitteln lauern, die wir täglich sorglos essen. Wie kann man eine Lebensmittelvergiftung erkennen und wir sollte man sich im Ernstfall verhalten? Was ist wichtig, damit es erst gar nicht zu einer Vergiftung kommt und worauf sollte jede Hausfrau in der Küche besonders achten, damit vom Essen keine Gefahr ausgehen kann?

    Lebensgefahr durch Salmonellen

    Eine Vergiftung durch Salmonellen gehört zu den häufigsten Lebensmittelvergiftungen und für einige kann eine Vergiftung durch diese Bakterien lebensgefährlich werden. Mit ihren Symptomen ähnelt eine Salmonellen Vergiftung einer Magen- und Darmgrippe und das ist auch der Grund, warum eine Salmonellenvergiftung oftmals nicht sofort erkannt wird. In der Regel treten die ersten Anzeichen einer Vergiftung durch Salmonellen nach zwölf bis 36 Stunden auf und das Erste, was die Betroffenen verspüren, ist meist nur ein leichtes Bauchgrimmen. Dann kommen heftige Bauch- und auch Kopfschmerzen dazu, dem Patienten ist übel, er ist müde, hat Krämpfe und nicht selten auch leichtes Fieber. In der nächsten Phase einer Salmonellenvergiftung kommt es zu Erbrechen und Durchfall, wobei der Stuhlgang wässrig oder sogar blutig ist.

    Auf diese Weise versucht der Organismus die Bakterien wieder loszuwerden, aber da der Körper durch die Anstrengungen erschöpft ist, kann das Immunsystem nicht mehr so wie gewohnt arbeiten. Es kann zu massiven Problemen mit dem Kreislauf kommen und im schlimmsten Fall bricht der Kreislauf völlig zusammen und es kommt zu einem Herzstillstand. Liegt eine Vergiftung durch Salmonellen vor, dann muss sofort ein Arzt eingeschaltet werden und besonders bei Kindern und älteren Menschen ist der Weg ins Krankenhaus lebensnotwendig, denn sie haben ein schwaches Immunsystem.

    Wie wird eine Salmonellenvergiftung behandelt?

    Je nach Verlauf der Krankheit muss eine Salmonellenvergiftung mit Antibiotika behandelt werden, vor allem dann, wenn es zu einem schweren Verlauf mit hohem Fieber kommt. Wenn die Hilfe für gefährdete Personen nicht schnell genug kommt, dann kann das unter anderem zu einer Entzündung der Herzklappen, zu einer Schädigung der Gelenke und auch zu einer Hirnhautentzündung führen. Nimmt diese Form der Lebensmittelvergiftung einen eher leichten Verlauf, dann hilft es viel zu trinken, am besten stilles Wasser oder ungesüßte Tees, denn durch die Flüssigkeit werden die Salmonellenbakterien aus dem Körper gespült und die Patienten sind nach drei bis vier Wochen wieder fit.

    Hygiene in der Küche

    Damit es erst gar nicht zu einer Lebensmittelvergiftung kommt, sollte jede Hausfrau und auch jeder Hobbykoch auf eine penible Sauberkeit in der Küche achten. Vor allem Geflügel, Mett und auch rohe Eier bergen die Gefahr von Salmonellen und es ist sehr wichtig, dass diese Lebensmittel immer gut durchgegart oder durchgebraten werden. Süßspeisen, die mit Eiern zubereitet werden, stellen eine Gefahr dar, aber auch das Mettbrötchen kann den geruchs- und geschmacklosen Schädling enthalten. Salmonellen im Geflügel werden immer dann schon nach zehn Minuten vernichtet, wenn in der Pfanne eine Temperatur von 70° Grad erreicht wird. Deshalb sollte Geflügel immer gut durchgebraten werden.

    Sauberkeit sollte in der Küche das oberste Gebot sein. Schneidebretter aus Glas oder auch Marmor sind eine bessere Wahl als ein Brett aus Holz oder Kunststoff, denn aus diesen Materialien lassen sich mögliche Keime selbst in der Spülmaschine bei einer hohen Temperatur nicht ganz abtöten. Wer auf einem Schneidebrett Geflügel vielleicht zu Gulasch geschnitten hat, der sollte anschließend das Brett sehr gründlich mit möglichst heißem Wasser reinigen, bevor andere Lebensmittel darauf zubereitet werden. Wer sich an einfache Grundregeln hält, der muss keine Lebensmittelvergiftungen fürchten.

    Bild: © Depositphotos.com / KirillM

  • Rhodos – Aufenthalt im Stafilia Beach Hotel

    Rhodos – Aufenthalt im Stafilia Beach Hotel

    Im September waren wir eine Woche auf der wunderschönen Insel Rhodos und haben (gezwungenermaßen) im Stafilia Beach Hotel gewohnt. Gezwungen waren wir deshalb, weil Freunde von uns zur gleichen Zeit einen dreiwöchigen All-Inclusive-Urlaub im Nebenhotel gebucht hatten und allgemein befunden wurde, wir sollten doch in der Nähe wohnen. Normalerweise – und ich vertrete diese Meinung vehement – halte ich es für absolut falsch, im wunderschönen Griechenland in einem Hotel zu wohnen. Ich buche grundsätzlich nur Zimmer in Gästehäusern oder – das ist das höchste der Gefühle –  in B&Bs. Auf diese Weise ist man viel näher am griechischen Lifestyle, kann abends in den Tavernen das geniale griechische Essen genießen und kommt einfach viel mehr mit den gemütlichen Griechen zusammen. Wie auch immer – dieses Mal haben wir uns für das Stafilia Beach Hotel entschieden.

    Stafilia Beach Hotel in Lardos/Kiotari

    Ich habe das Stafilia Beach Hotel über booking.com gebucht (dort buche ich generell die moisten meiner Urlaubs-Unterkünfte). Wir haben für die ganze Woche 420 Euro zu zweit gezahlt – soweit sehr leistbar. Als Verpflegung haben wir nur Frühstück gewählt, obwohl Halbpension auch eine Option gewesen wäre (allerdings – wie oben beschrieben – nicht für mich). Das Hotel hat eine wunderbare Lage. In der hübschen Bucht bei Lardos teilen sich nur das Stafilia Beach Hotel und das Nachtbarhotel die kleine Bucht. Der Kiesstrand ist schön und sauber, es ist genügend Schattenplatz vorhanden. Auch das Meer ist unglaublich sauber und tief genug, um ausgiebig schwimmen zu gehen. Das Stafilia Beach Hotel hat aber auch einen kleinen Pool. Generell sind die gesamte Anlage und auch die Zimmer ausgesprochen sauber. So viel zu den positiven Punkten. Abgesehen davon sind uns leider sehr viele negative Dinge aufgefallen: Das Zimmer war zwar groß, dafür aber spärlich eingerichtet, die Betten waren eine absolute Katastrophe. Ich bin sonst nicht sehr heikel und schlafe auch gut und gerne einmal in Schlafsäcken. Und daher heißt es etwas, wenn ich Betten als eine „Katastrophe“ bezeichne. Wir sind jeden Tag mit schlimmeren Rückenschmerzen aufgewacht. Das Essen war für den Zimmerpreis angemessen und ausreichend (es gab ein Frühstücksbuffet), aber von irgendeiner Qualität kann keine Rede sein. Abgesehen davon musste man die Kellner schon eindringlich bitten, das Buffet aufzufüllen, wenn man etwas später zum Frühstück gekommen ist. Wir haben uns einmal – aus Interesse – das Buffet zum Abendessen angesehen (das ist wortwörtlich gemeint; wir haben nie zu Abend in diesem Hotel gegessen!). Tut euch das nicht an! Das Buffet war ein Graus und hat den optischen Anschein von „Krankenhausessen in Buffetform“ gemacht – nein danke! Zur Lage ist noch zu sagen, dass auf der anderen Seite des Hotels – nur in etwas größerem Abstand als das andere Hotel – ein weiteres riesengroßes Hotel, um nicht zu sagen, ein Feriendorf, ist. Dieses Feriendorf hat einen eigenen Strand, die Massen übervölkern also nicht den Strandzugang des Stafilia Beach Hotels. Dennoch ist in diesem Feriendorf jeden Tag Party angesagt, von der man aufgrund der massiven Lautstärke auch im Stafilia Beach Hotel etwas hat. Wer also die absolute Ruhe sucht, sollte woanders wohnen.

    Pro Contra
    Tolle Lage mit wenig bevölkertem Strand Zimmerausstattung und –komfort
    Sehr saubere Anlage Mahlzeiten
    Freundliches Personal
    Angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis

    Tipp: Unbedingt ein Auto mieten!

    Wir haben uns bei rentalcars.com ein Auto gemietet und direkt nach der Anreise vom Flughafen abgeholt. Das würde ich jedem empfehlen, der nach Rhodos kommt. Rhodos ist eine große Insel, die sehr viel zu bieten hat. Es wäre schade, sich das alles entgehen zu lassen. Unser Startpunkt war – wie gesagt – Lardos an der Ostküste von Rhodos. Von hier aus haben wir die Ostküste hinauf bis nach Rhodos-Stadt erkundet und sind auch die Küste in Richtung Süden gefahren. Die Altstadt von Rhodos-Stadt ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Sie ist von einer Mauer umgeben und kann historische Bauwerke wie den Großmeisterpalast des Johanniterordens oder die Süleyman-Pascha-Moschee erkunden. Die Altstadt wurde 1988 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Je weiter südlich man kommt, desto weniger Touristen trifft man an und hat teilweise kilometerlange Strände (teilweise sogar Sandstrände) ganz für sich alleine. Ein Traum! Allerdings muss man grundsätzlich über sandige, nicht asphaltierte Straßen fahren, um zum Strand zu gelangen. Hier rate ich dringend, nicht zu sehr in die „Wildnis“ zu fahren – wir haben es tatsächlich geschafft, uns mit unserem Mietwagen im Sand einzugraben und mussten nette Griechen mit einem Pick-Up anheuern, die uns wieder rausgeholt haben. Das Ganze hat vier Stunden unseres wertvollen Urlaubs und geschätzt 4.000 Nerven gekostet. Nicht zu vergessen die 70 Euro, die wir den netten griechischen Jungs gezahlt haben, die uns aus der Notsituation gerettet haben.