Schlagwort: Krankenkasse

  • Aktionstag pflegende Angehörige am 8. September

    Jedem Vierten fehlt die Anerkennung, besonders Männer gehen zuweilen leer aus

    Hamburg (ots) – Wertschätzung ist ein Schlüsselthema in der Diskussion um die Zukunft der Pflege in Deutschland. Das gilt für Pflegeberufe und gleichermaßen auch für private Pflegepersonen, die sich um ein Familienmitglied kümmern. Letztere stehen am Dienstag auch im Mittelpunkt eines bundesweiten Aktionstages, der darauf aufmerksam machen will, was pflegende Angehörige leisten. Immerhin zeigt die Pflegestudie der Techniker Krankenkasse (TK), dass jeder Vierte (24 Prozent) von ihnen der Ansicht ist, dass seine Hilfe nicht anerkannt wird.

    „Die Bedeutung dieser informellen Unterstützung ist derzeit erheblich. Sieben von zehn Pflegebedürftigen werden zu Hause gepflegt, die große Mehrheit von ihnen ausschließlich durch Angehörige“, erklärt Georg van Elst, Fachreferatsleiter Pflege bei der TK. Zwar geben in der TK-Studie drei von vier pflegenden Angehörigen (76 Prozent) an, dass die von ihnen geleistet Hilfe von anderen anerkannt wird. Im Umkehrschluss heißt das aber auch, dass jedem vierten Wertschätzung fehlt.

    Dabei fällt auch ein deutlicher Unterschied zwischen Männern und Frauen auf: Während sich 78 Prozent der privat pflegenden Frauen anerkannt fühlt, sind es bei den Männern nur 67 Prozent. Georg van Elst: „Hier kommen wahrscheinlich noch tradierte Geschlechterrollen zum Tragen. Vielfach gilt Pflege nach wie vor als Frauensache.“ In der Praxis übernehmen in der Tat noch immer maßgeblich die Frauen die Pflege eines Familienmitgliedes (TK-Pflegestudie: 79 versus 21 Prozent). „Dann ist es natürlich besonders schade, wenn Männer weniger Anerkennung dafür erhalten, dass sie einen Angehörigen versorgen“, so van Elst.

    Hinweis für die Redaktionen:

    Im Auftrag der TK hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Juli und August des Vorjahres insgesamt 1.007 pflegende Angehörige in persönlichen Interviews befragt. Die Studie „Pflegen: Belastung und sozialer Zusammenhalt. Eine Befragung zur Situation von pflegenden Angehörigen“ ist in der Reihe WINEG Wissen erschienen. Sie steht unter www.tk.de (Webcode 700088) zum Download zur Verfügung. Hier finden sich auch weitere Infos zur Versorgung Älterer und zur Pflegereform, Infografiken sowie honorarfreie Pressefotos.

     

    Pressekontakt: Teresa Urban Tel. 040 – 69 09 21 21 teresa.urban@tk.de www.newsroom.tk.de www.twitter.com/TK_Presse

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/6910/3113787
  • Aktion Mütze – Kindheit ohne Kopfzerbrechen

    Aktion Mütze – Kindheit ohne Kopfzerbrechen

    Immer mehr Kinder in Deutschland leiden unter Kopfschmerzen. Die Zahl der Betroffenen zwischen elf und 17 Jahren ist auf 78 % gestiegen und dieser drastische Anstieg hat die Aktion Mütze – Kindheit ohne Kopfzerbrechen ins Leben gerufen. In elf Bundesländern haben 17 Krankenkassen die Aktion Mütze – Kindheit ohne Kopfzerbrechen gestartet, um den Kindern und Jugendlichen, die unter Kopfschmerzen leiden, effektiv zu helfen.

    Große Probleme

    Die Krankenkassen schätzen, dass 90 % der Kinder über zwölf Jahre schon einmal mit Kopfschmerzen zu tun hatten. Die Bandbreite der Kopfschmerzen bei Kindern reicht vom typischen Spannungskopfschmerz bis hin zur Migräne, und diese Kopfschmerzen sorgen für viele Probleme. So bekommen von den 75 % der Kinder, die ständig unter Kopfschmerzen leiden, rund 60 % von ihren Eltern handelsübliche Kopfschmerztabletten. Damit steigt die Gefahr der Sucht und der Abhängigkeit und nicht selten nehmen die Kinder von heute auch als Erwachsene weiter Kopfschmerztabletten. Da viele Kopfschmerztabletten im Verdacht stehen, selbst Kopfschmerzen auszulösen, beginnt ein wahrer Teufelskreis, der nur schwer durchbrochen werden kann.

    Was kann die Aktion Mütze – Kindheit ohne Kopfschmerzen tun?

    Die Aktion Mütze – Kindheit ohne Kopfzerbrechen läuft bereits seit 2014, aber erst in diesem Jahr gibt es erste Resultate. Im Rahmen der Aktion wurden unter anderem an die Schüler der siebten Klassen Materialien für den Unterricht verteilt, die darüber aufklären, welche Maßnahmen gegen Kopfschmerzen besonders wirkungsvoll sind. Aber nicht nur die Schüler, sondern auch die Eltern und Lehrer werden umfassend über das Thema Kopfschmerzen bei Kindern informiert. Der unreflektierte Umgang mit Medikamenten ist einer der Schwerpunkte, aber vor allem die präventiven Maßnahmen stehen im Mittelpunkt der Aktion Mütze – Kindheit ohne Kopfzerbrechen.

    Die Ursachen bekämpfen

    Wenn Kinder und Jugendliche unter Kopfschmerzen leiden, dann hat das immer ganz unterschiedliche Ursachen. Vielfach sind Stress in der Schule und ein zu volles Freizeitprogramm daran schuld, dass Kinder unter Kopfschmerzen leiden. Viele Kinder klagen aber auch über den zunehmenden Druck im Unterricht, zudem kann eine falsche Ernährung der Auslöser sein, dass Kinder Kopfschmerzen bekommen. An diesen Punkten setzt die bundesweite Aktion an. Zusammen mit den Lehrern und den Eltern werden Maßnahmen erarbeitet, die den Kindern dabei helfen, den Alltag besser zu bewältigen. In den Arbeitsheften gibt es für die Kinder, Eltern und Lehrer neben Ernährungstipps auch Anleitungen, wie Schule, Familie und Freizeit besser koordiniert werden können.

    Bei den Krankenkassen erhältlich

    Die Aktion Mütze – Kindheit ohne Kopfzerbrechen läuft noch bis zum nächsten Jahr und folgende Bundesländer haben sich daran beteiligt:

    • Thüringen
    • Schleswig-Holstein
    • Sachsen
    • Rheinland-Pfalz
    • Mecklenburg-Vorpommern
    • Hamburg
    • Hessen
    • Brandenburg
    • Bremen
    • Berlin

    An diese Bundesländer wurden bereits die passenden Unterlagen ausgeliefert, aber auch die anderen Bundesländer werden sich mit Sicherheit an der Aktion beteiligen. Lehrer und Eltern, die sich für die Aktion interessieren und Unterlagen haben möchten, müssen sich nur an eine der teilnehmenden Krankenkassen wenden, die die Arbeitshefte und Informationsunterlagen kostenlos versenden. Die Schmerzklinik in Kiel ist ebenfalls an der Aktion beteiligt und auch dort können sich Kinder, Eltern und Lehrer informieren. Auf der Internetseite der Kieler Schmerzklinik können zudem viele interessante Details zur Aktion eingesehen und auch heruntergeladen werden.

    Bild: © Depositphotos.com / AlphaBaby

  • #zukon15: Politik, Gesundheitswesen und Digitalszene diskutieren über Gesundheit in der digitalen Welt

    Berlin (ots) – Telemedizin, Netzsprechstunde, Gesundheitsapps, Fitnesstracker – das Gesundheitswesen verändert sich rasant. Die Digitalisierung beeinflusst zwar alle Lebensbereiche, beim besonders sensiblen Thema Gesundheit geht es jedoch nicht nur um das technisch Machbare, sondern auch um Ethik, Wirtschaftlichkeit und Verbraucherschutz. Auf Einladung der Techniker Krankenkasse (TK) diskutieren kurz vor der internationalen Funkausstellung (IFA) in der Hauptstadt über 300 Experten aus Politik, Gesundheitswesen und digitaler Szene darüber, wie die digitale Gesellschaft gesund gestaltet werden kann.

    Den Anfang machte der Staatssekretär des Bundesgesundheitsministeriums Lutz Stroppe. Er wies in seiner Rede darauf hin, dass die Teilhabe am technologischen Fortschritt in der Medizin eine Gemeinschaftsaufgabe aller Partner im Gesundheitswesen sei. „Neue Technologien können uns helfen, unser gutes Gesundheitssystem noch besser zu machen. Sie tragen dazu bei, die demographischen Herausforderungen erfolgreicher anzugehen und eine flächendeckende medizinische Versorgung auf hohem Niveau dauerhaft sicherzustellen. Das setzt aber die Bereitschaft voraus, sich konsequent mit den Möglichkeiten neuer Technologien auseinanderzusetzen. Unser Ziel ist es, dass Patientinnen und Patienten, aber auch Ärztinnen und Ärzte vom medizinischen Fortschritt profitieren, und zwar unabhängig von ihrem Wohnort. Mit dem E-Health-Gesetz haben wir daher die notwendigen Rahmenbedingungen gesetzt, um den Aufbau einer sicheren Telematikinfrastruktur endlich zu ermöglichen und Telemedizin in die Regelversorgung aufzunehmen.“

    Gastgeber und TK-Vorstandsvorsitzender Dr. Jens Baas über die Veranstaltung: „Mit dem Kongress möchten wir ein Forum bieten, um das Gesundheitswesen und die digitale Szene zusammenzubringen, um gemeinsam zu diskutieren, wie wir die digitale Gesellschaft gesund gestalten können. Es ist zwar schwer in die Zukunft zu blicken – schließlich ging man auch mal davon aus, dass sich Telefon und Internet nicht durchsetzen werden – wir wollen es heute aber trotzdem versuchen.“

    In fünf jeweils 90-minütigen Panels geht es um die Zukunft von Gesundheitsförderung und medizinischer Versorgung in der digitalen Welt. Die 30 Referenten widmen sich, moderiert von Jeannine Michaelsen und Jens de Buhr unter anderem folgenden Fragen: Sorgen Politik und Krankenkassen für gläserne Patienten oder erledigen die Menschen dies mit digitaler Selbstvermessung und sozialen Netzwerken selbst? Was ist gesunder Medienkonsum? Wo fängt der Spaß an, wo hört er auf und ab wann wird es krank? Wie nutzen wir Telemedizin sinnvoll? Welche Auswirkungen hat das Netz der Dinge auf unser Ernährungs- und Bewegungsverhalten?

    „Wir wünschen uns, dass nicht nur wir, sondern auch alle Teilnehmer heute Abend viele Eindrücke und Ideen mitnehmen, wie wir das Gesundheitswesen und die digitale Szene enger zusammenbringen können, um für ein patienten-orientiertes, leistungsfähiges und bezahlbares Gesundheitswesen zu sorgen,“ so der TK-Chef.

    Der Kongress läuft heute noch bis 18 Uhr im Kongresszentrum Axica (Pariser Platz 3, 10117 Berlin). Informationen zum Programm gibt es auf der Internetseite www.tk.de/zukunftskongress.

    Pressekontakt: TK-Pressestelle Für Rückfragen: Michaela Hombrecher, Tel. 040-6909 2223 E-Mail michaela.hombrecher@tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de Twitter: www.twitter.com/TK_Presse

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/6910/3111975
  • #zukon15 – Die Hauptstadt diskutiert morgen über digitale Gesundheit

    Hamburg (ots) – Bevor die internationale Funkausstellung (IFA) Ende der Woche ihre Pforten öffnet, diskutieren über 300 Experten aus Gesundheit, Politik und Digitalszene am Mittwoch in Berlin über die digitale Zukunft des Gesundheitswesens. Die Techniker Krankenkasse (TK) hat 30 Speaker und über 300 Gäste zum Zukunftskongress geladen, um über neue Wege für Prävention und medizinische Versorgung in einer digitalen Gesellschaft zu diskutieren. Moderiert wird die Veranstaltung von TV-Moderatorin Jeannine Michaelsen.

    Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK: „Die Digitalisierung bietet uns völlig neue Möglichkeiten, uns um die Gesundheit der Menschen zu kümmern. Es gibt ein großes Potenzial, medizinische Versorgung qualitativ besser und effizienter zu gestalten. Zugleich machen sich aber viele Menschen Sorgen, dass etwas so Privates wie die eigene Gesundheit zu etwas Öffentlichem werden könnte, bei dem andere mitreden möchten. Beim Kongress möchten wir genau darüber sprechen – wie wollen wir diese Gesellschaft für uns alle gesund gestalten?“

    Den Anfang macht am Mittwochmorgen Staatssekretär Lutz Stroppe aus dem Bundesgesundheitsministerium. Er beschreibt die Chancen und Risiken aus Sicht der Politik, gefolgt von Prof. Dr. Gunter Dueck, der einen philosophischen Blick auf das Thema wirft.

    Ab dem späten Vormittag diskutieren die Teilnehmer in fünf verschiedenen Panels über die Themen Medienkompetenz, die Zukunft des betrieblichen Gesundheitsmanagements, die gesundheitlichen Folgen von „always on“ sowie die medizinische Versorgung in der digitalen Gesellschaft. Das letzte Panel am Nachmittag wirft einen Blick in die Zukunft. Wie kümmern wir uns 2030 um unsere Gesundheit? Was ist technisch möglich? Und was ist auch ethisch vertretbar?

    Um das Thema aus verschiedenen Perspektiven anzugehen, hat die TK Referenten aus alle Gesellschaftsbereichen eingeladen. Neben Staatssekretär Stroppe, werden die Hamburger Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks sowie Vertreter des Arbeitsministeriums und des Bundestages erwartet. YouTuber wie Nilz Bokelberg und Experten für digitales Leben wie Linus Neumann vom Chaos Computer Club und Kai Sostmann von der Charité werden ebenso vor Ort sein wie Vertreter der Computerspielindustrie, aus Medizin und Bildungswesen.

    Im Rahmenprogramm des Kongresses präsentiert die TK viele der digitalen Angebote, die in den Panels diskutiert werden, wie zum Beispiel die Online-Video-Sprechstunde auf dem digitalen Versorgungpfad, Gesundheits-Check ups, Computerspiele und elektronische Entspannungsangebote in der Quiet Lounge.

    Alle Informationen zum Kongress, die Liste der Speaker sowie die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es auf www.tk.de/zukunftskongress.

    Pressekontakt: Michaela Hombrecher, TK-Pressestelle, 040.6909 2223, Mail: michaela.hombrecher@tk.de, www.newsroom.tk.de, Twitter: www.twitter.com/TK_Presse

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/6910/3110738
  • Sehprobleme bei Grundschülern: jedes zehnte Kind mit Brille

    Hamburg (ots) – Für Erstklässler ist der Schulanfang eine aufregende Zeit. Wichtig dabei: gutes Sehen. Können Kinder Buchstaben oder Bilder schlecht erkennen, sollten Eltern ihr Kind beim Augenarzt vorstellen. Denn Fehlsichtigkeit tritt häufig auf: Bundesweit trägt fast jedes zehnte Grundschulkind im Alter von sechs bis zehn Jahren eine Brille (9,5 Prozent). Das zeigen Daten der Techniker Krankenkasse (TK) für das vergangene Jahr.

    Regional betrachtet, unterscheidet sich die Zahl der Sehhilfen-Verordnungen sehr stark. In Brandenburg bekamen 7,3 Prozent der Sechs- bis Zehnjährigen 2014 eine Brille verordnet, im Saarland 13,6 Prozent. „Das kann darauf hindeuten, dass Fehlsichtigkeit häufig spät oder sogar gar nicht erkannt wird“, sagt Sabine Hilker, Fachreferatsleiterin Hilfsmittel bei der TK. Bei Kindergartenkindern zwischen drei und fünf Jahren ist bundesweit durchschnittlich jedes 20. Kind betroffen (4,9 Prozent). Verglichen mit Kindergartenkindern liegt der Anteil der Brillenträger bei Grundschulkindern also doppelt so hoch.

    Anzeichen für Sehprobleme zeigen sich oft in Alltagssituationen – beispielsweise wenn das Kind ständig den Kopf schief hält, sich die Augen reibt, die Augen zusammenkneift, zwinkert oder blinzelt. Zudem kann es ein Warnhinweis sein, wenn Kinder beim Lesen und Schreiben leicht ermüden, in der Zeile verrutschen oder einen geringen Augenabstand zu Buch, Bildschirm und Fernseher haben.

    Auch die Kinderuntersuchungen U1 bis U9 helfen, Sehprobleme frühzeitig festzustellen. Gibt es in der Familie gehäuft Sehprobleme (tragen beispielsweise Mutter und Vater eine Brille), empfiehlt es sich, bei der Kinderuntersuchung den Kinderarzt zu fragen, ob eine Kontrolle beim Augenarzt erfolgen sollte.

    Wer keinen Vorsorgetermin verpassen möchte, kann für sein Kind einen Terminplan online erstellen lassen. Einfach unter www.tk.de (Webcode 109388) das Geburtsdatum des Kindes eingeben, und automatisch werden die individuellen Termine online berechnet.

    Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen bei Kindern unter 18 Jahren die Kosten für Brillengläser in Höhe der vereinbarten Festbeträge. Für den Schulsport kann ein Kind zusätzlich zur vorhandenen Brille Kunststoffgläser für eine Sportbrille erhalten.

    Pressekontakt: Gabriele Baron, TK-Pressestelle Tel. 040-6909 1709, E-Mail gabriele.baron@tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de, Twitter: www.twitter.com/TK_Presse

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/6910/3108207
  • Pilotprojekt startet am 1. September 2015: TK und Dermatologen erproben Online-Video-Sprechstunde im Praxisalltag

    Hamburg (ots) – Abends, viertel nach sieben in einem Wohnzimmer in Mönchengladbach: Im virtuellen Wartezimmer zählt ein Countdown von zehn auf null herunter und auf dem Bildschirm erscheint der Hautarzt, um mit seinem Patienten zu sprechen – darüber, ob die verordnete Salbe wirkt und die Hautschwellung zurückgegangen ist oder ob die OP-Wunde richtig heilt. Eine Szene, die demnächst in Deutschland nicht nur bei Hautärzten zum Alltag gehören wird: Den ersten Schritt in diese Richtung macht jetzt die Techniker Krankenkasse (TK) in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Deutscher Dermatologen (BVDD) und dem Lübecker Startup-Unternehmen Patientus GmbH.

    Das TK-Pilotprojekt Online-Video-Sprechstunde soll die Tür zu echter Telemedizin im ambulanten ärztlichen Bereich öffnen. Möglich macht das die Software Patientus, die einen leicht zu bedienenden und sicheren Dialog zwischen Arzt und Patient ermöglicht. Die TK ist bei dieser hautärztlichen Zusatzleistung Vorreiter.

    Patienten ersparen sich Wege und Wartezeiten, Ärzte volle Wartezimmer. Mit der Online-Sprechstunde wird es für Mediziner einfacher, einen Patienten zu betreuen, nachdem Diagnose und Therapie einmal persönlich besprochen worden sind. „Das neue Angebot bietet für Wiederholungstermine eine Alternative zur normalen Sprechstunde“, sagt Klaus Rupp, Leiter des TK-Versorgungsmanagements. Für Ärzte bedeute dies den Einstieg in eine neue Form vergüteter Arbeit. Und für Patienten böte die Online-Video-Sprechstunde perspektivisch ein medizinisches Angebot auch dort, wo keine Strukturen vorhanden sind – zum Beispiel in ländlichen Gebieten.

    „Wenn der Patient einmal in meiner Praxis war, reichen zur Nachkontrolle oft ein kurzer Blick und ein kurzes Gespräch – dafür muss sich künftig kein Patient mehr auf den Weg in meine Praxis machen“, sagt Dr. Klaus Strömer. Der Hautarzt ist zugleich Präsident des BVDD und setzt als einer der ersten Ärzte die Patientus-Software in seiner Praxis in Mönchengladbach ein. Selbstverständlich eigne sich das Gespräch via Bildschirm nicht in jedem Fall: „Besonders geeignet erscheint die Videokonsultation etwa, um eine Änderung in der Medikation zu besprechen. Oder zur Abklärung des Krankheitsverlaufs – beispielsweise der Wundheilung nach einer OP – wie überhaupt zur Überprüfung des therapeutischen Erfolgs oder für die Patientenschulung im Verlauf einer längeren Behandlung“, so Strömer. In solchen Fällen verordnet er jetzt die Video-Sprechstunde auf einem ausgedruckten Flyer und trägt dort den persönlichen Zugangscode und den Termin ein.

    Und so funktioniert das System: Zum vereinbarten Online-Termin loggt sich der Patient mit seinem Laptop oder PC über die Webseite www.patientus.de/login mit seiner sechsstelligen Termin-TAN ein und gelangt in das virtuelle Wartezimmer. Auf der anderen Seite sitzt der Arzt an seinem Bildschirm und ruft nacheinander die Patienten in seine virtuelle Praxis. Damit niemand überrascht wird, zeigt ein Zähler die letzten zehn Sekunden an, bevor es losgeht. Nach dem Gespräch trennt der Patient die Verbindung, und der Arzt wendet sich dem nächsten Patienten zu. „Ärzte und Patienten benötigen keine zusätzliche Hard- oder Software. Ein PC oder Laptop mit Internetverbindung und einer handelsüblichen Webcam genügen“, sagt Patientus-Geschäftsführer Nicolas Schulwitz. „Die Video-Sprechstunde funktioniert direkt im Browser.“ Installationen oder besondere PC-Kenntnisse seien nicht notwendig.

    Nachdem das System bereits alle notwendigen technischen Tests bestanden hat, erfolgt jetzt ein Pre-Test mit ausgewählten Arztpraxen bundesweit. Anschließend folgt ein größer angelegtes Pilotprojekt, bevor die Online-Sprechstunde in allen Praxen Einzug halten kann. Die TK vergütet jede Online-Sprechstunde ihrer Versicherten außerbudgetär mit einem Festbetrag.

    Live zu sehen und zu testen ist die Online-Video-Sprechstunde auf dem TK-Zukunftskongress „Gesund in der digitalen Welt“ am 2. September in Berlin (Informationen und Anmeldung unter www.tk.de/zukunftskongress). Die Teilnehmer bekommen dort auf dem digitalen Versorgungspfad den Aufbau und Ablauf von Patientus gezeigt und können auch selbst eine Probesitzung testen.

    Weitere Informationen zum Thema digitale Gesundheit gibt es im Internet unter www.tk.de (Webcode 723220).

    Für Rückfragen: Hermann Bärenfänger, TK-Pressestelle Tel. 040 – 6909 – 1783 E-Mail: pressestelle@tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de Twitter: www.twitter.com/tk_presse

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/6910/3103838