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  • Die Geschichte des deutschen Gesundheitswesens

    Die Geschichte des deutschen Gesundheitswesens

    Wer in der heutigen Zeit krank wird, der geht zu einem Arzt, legt seine Versicherungskarte von der Krankenkasse vor und wird dann entsprechend vom Arzt behandelt. Die Rechnung für diese Behandlung bekommt der gesetzlich Versicherte nicht zu Gesicht, denn der Arzt rechnet nach jedem Quartal direkt mit der jeweiligen Krankenkasse ab. Es ist kaum vorstellbar, dass es vor rund 130 Jahren in Deutschland noch ganz anders ausgesehen hat, denn damals war es keine Selbstverständlichkeit einen Arzt aufzusuchen, denn dieser Service kostete unter Umständen sehr viel Geld.

    Erst der Reichskanzler Otto von Bismarck sorgte 1883 dafür, dass alle Deutschen in den Genuss ärztlicher Behandlung kommen konnten, denn er führte in Deutschland das Gesundheitswesen ein, eine der Säulen des Sozialwesens in Deutschland.

    Hilfe statt Revolte

    Das Leben der Menschen im Deutschland des 19. Jahrhundert war schwer. Es war das Zeitalter der Industrialisierung und die Menschen mussten an zwölf Stunden und an sieben Tagen in der Woche in den Fabriken für wenig Geld schuften. Der Lohn reichte trotzdem nicht zum Leben und wenn ein Familienmitglied krank wurde, dann wurde ein Besuch beim Arzt zu einem finanziellen Problem. Diese Zustände führen dazu, dass sich die Arbeiter organisierten und die Arbeitbewegung entstand. Otto von Bismarck, der damals Reichskanzler war, erkannte zwar die Gefahr, die von der Arbeiterbewegung ausging, aber er saß in einer Art Zwickmühle.

    Auf der einen Seite waren die unzufriedenen Arbeiter, die sich nicht länger ausbeuten lassen wollten, auf der anderen Seite waren die reichen Fabrikbesitzer, mit denen es sich Bismarck nicht verderben wollte. Er musste eine Lösung finden, mit der beide Seiten zufrieden waren. Bismarck wusste, dass er die Arbeitszeiten nicht verkürzen konnte und auch Mindestlöhne standen nicht zur Debatte, denn das hätte die reichen Fabrikbesitzer verärgert. Bismarck musste eine andere Lösung finden, wenn er das ohnehin schon große Elend nicht noch mehr vergrößern und so eine Revolte riskieren wollte.

    Was es Bismarck noch schwerer machte, das war die Forderung, die Kaiser Wilhelm I. gestellt hatte. Der Kaiser, der ebenfalls fürchtete, dass sein Volk auf die Straße gehen würde, wollte mehr Fürsorge von staatlicher Seite, vor allem für die Alten und Invaliden, und er wollte die Gründung von Krankenkassen. Bismarck musste handeln und entwarf einen Plan für das Sozialwesen. Dieser Plan trat am 15. Juni 1883 in Kraft, und Deutschland hatte zum ersten Mal eine gesetzliche Krankenversicherung.

    Die Grundpfeiler des Gesundheitswesens

    Als Bismarck die Sozialgesetze auf den Weg brachte, enthielten diese Gesetze viele wichtige Dinge, die das Leben der Arbeiter einfacher machten. So waren alle Arbeiter, die länger als sieben Tage beschäftigt waren und die mehr als 2.000 Mark im Jahr verdienten, dazu verpflichtet, sich sozial zu versichern. Die Arbeiter zahlten zwei Drittel selbst in ihre Krankenversicherung ein, das fehlende Drittel übernahm der Arbeitgeber. Wurde ein Arbeiter krank, dann zahlte die Krankenversicherung die notwendigen Medikamente und auch die Kosten für den Besuch beim Arzt.

    So konnten Arbeiter, die sich früher keinen Arzt leisten konnten, jetzt ihre Krankheiten und Verletzungen auskurieren, ohne in finanzielle Schwierigkeiten zu kommen. Dazu kam auch das Krankengeld, das die Krankenkasse zahlen musste. Einen Anspruch auf dieses Krankengeld hatten alle Arbeiter, die länger krank waren, denn ab dem dritten Tag bekam jeder die Hälfte seines durchschnittlichen Lohns. Da aber das Krankengeld auf maximal zwei Mark am Tag und auf 13 Wochen begrenzt war, schützte die gesetzliche Krankenversicherung nur sehr bedingt vor einer materiellen Not. Das Existenzminimum einer Familie mit vier Mitgliedern lag zur damaligen Zeit bei rund 25,- Mark Woche, und man kann sich unschwer ausmalen, dass Familien, die mehr als zwei Kinder zu ernähren hatten, mit diesem Geld aus der Sozialkasse nicht auskamen.

    Der Ausbau der Sozialgesetze

    Im Laufe der Jahre baute Otto von Bismarck das Gesundheitswesen und die sozialen Gesetze in Deutschland immer weiter aus. Bald gab es eine gesetzliche Unfallversicherung, dann folgte die Invaliden- und Altersversicherung und unter Kaiser Wilhelm II. wurde dann auch die Sonntagsarbeit und die Kinderarbeit verboten.

    Die Grundpfeiler des Gesundheitswesens in Deutschland basieren noch heute auf den Ideen, die Otto von Bismarck durchsetzte. Bis heute muss sich keiner um finanzielle Einbußen Sorgen machen, wenn er krank wird und nicht arbeiten kann. Dafür ist das Gesundheitswesen der heutigen Zeit anfällig für Korruption, und auch der Lobbyismus steht mehr und mehr auf der Tagesordnung. Trotzdem gehört das deutsche Gesundheitswesen immer noch zu den besten der Welt.

  • Wie solidarisch ist das deutsche Gesundheitswesen?

    Wie solidarisch ist das deutsche Gesundheitswesen?

    Das Gesundheitswesen nach dem Solidaritätsprinzip ist einfach strukturiert: Alle Bürger zahlen in einen Topf ein und wenn einer dieser Bürger krank wird oder eine ärztliche Versorgung benötigt, dann wird das Geld für diese Leistungen aus dem Topf genommen. Einer für alle könnte man dieses Prinzip auch beschreiben, aber was so einfach klingt, lässt sich in der Realität leider nicht immer so einfach umsetzen. Welche Krankheit und welche Medikamente sind der Solidargemeinschaft der gesetzlich Krankenversicherten zuzumuten und welche eher nicht? Es gibt einen Katalog, in dem alle Leistungen aufgelistet sind, die von der Gemeinschaft entweder übernommen, oder nicht gezahlt werden.

    Wer diesen Katalog zusammengestellt hat, der hat sich wahrscheinlich keine Gedanken darüber gemacht, dass jeder, der betroffen ist, sein Leiden für so wichtig hält, dass es von der Solidargemeinschaft getragen werden muss. Der Mann mit Potenzstörungen möchte, dass die Krankenkasse seine Tabletten bezahlt, die diese Störung beseitigen und auch die Frau, die unter ihren zu kleinen Brüsten leidet, möchte dass eine Operation, die ihr eine füllige Oberweite beschert, von den Mitgliedern der gesetzlichen Krankenkassen mitgetragen wird.

    Der Leistungskatalog und die Solidarität

    Viele Leistungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Wer diese Leistungen trotzdem in Anspruch nehmen will, der muss sie entweder aus der eigenen Tasche bezahlen oder es eben lassen. So einfach sehen das die Krankenkassen, wenn sie eine Anfrage zum Beispiel für einen Eingriff auf dem Tisch haben, bei dem es sich um plastische Chirurgie dreht. Eine Frau, die ihre Brüste vergrößern lassen will, leidet nicht, zumindest nicht, wenn es nach dem Leistungskatalog der Krankenkassen geht. Der Eingriff ist nicht zwingend notwendig, denn weder die Gesundheit noch das Leben der Dame ist gefährdet, wenn sie den größeren Busen nicht bekommt.

    Die ästhetische Chirurgie ist aber nur ein Beispiel, es gibt noch andere Leistungen, die von der Solidargemeinschaft der gesetzlich Krankenversicherten nicht bezahlt werden müssen, auch für andere Leistungen müssen die Versicherten selbst aufkommen:

    • Die Entfernung einer Tätowierung
    • Das Facelifting
    • Die Fettabsaugung
    • Bestimmte Früherkennungsuntersuchungen
    • Die Haartransplantation
    • Potenzmittel, wie zum Beispiel das Medikament „Viagra“
    • Bestimmte Impfungen, wie die Grippeimpfung oder die Impfung im Rahmen einer Reise
    • Die Leistungen von Heilpraktikern

    Diese Liste enthält noch viele andere Punkte, die zwar die Gesundheit betreffen, aber die nicht von der Kasse bezahlt werden, da es alternative, deutlich günstigere Behandlungsmethoden gibt, die von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt werden.

    Der Leistungskatalog wird auch ständig erweitert, weil immer neue Medikamente und Behandlungsmöglichkeiten auf den Markt kommen. Ein Grundsatz des Leistungskatalogs lautet daher: Zwar ist eine bestimmte Leistung grundsätzlich wirksam, aber die kostet zu viel, weil es eine gleichwertige Leistung gibt, die weniger Kosten verursacht. Wer sich zum Beispiel eine Warze im Gesicht mittels eines Lasers entfernen lassen möchte, der sollte sich im Vorfeld bei seiner Krankenkasse informieren, ob die Kasse diesen Eingriff bezahlt. In der Regel wird die Kasse den Eingriff nicht finanzieren, denn es gibt alternative Behandlungsmethoden wie beispielsweise die Vereisung, mit der die Warze ebenso sicher entfernt werden kann.

    Das Kriterium der Verhältnismäßigkeit und der Wirtschaftlichkeit wird in der Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen, besonders deutlich wird das heute schon bei der Zahnbehandlung.

    Teure Zähne

    Zahnbehandlungen zählen zu den teuersten Leistungen, die das deutsche Gesundheitswesen kennt. Wer schöne Zähne haben will, der muss dafür sehr tief in die Geldbörse greifen, denn vieles wird nicht mehr von der Krankenkasse bezahlt. Wenn es zum Beispiel um den Zahnersatz geht, dann sind Implantate eine tolle Sache. Diese Implantate werden anstelle der echten Zähne fest im Kiefer verankert und halten ein Leben lang. Implantate sind aber auch sehr teuer und sie werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt. Die Kassen argumentieren, dass es auch noch andere Alternativen zu den teuren Implantaten gibt, die weniger aufwendig sind und die nur einen Bruchteil kosten. Für denjenigen, der gerne schöne Zähne haben möchte, ist das ein Grund sich zu ärgern, denn schließlich zahlt auch er in die Gemeinschaftskasse ein. Für die Krankenkassen ist es aus ihrer Sicht aber nicht zumutbar, dass die Solidargemeinschaft für diese teure Leistung aufkommen soll, wenn es auch günstiger geht.

    Heute sieht es so aus, dass die Solidargemeinschaft der gesetzlich Krankenversicherten nur noch für eine medizinische Grundversorgung aufkommen muss. Alles, was darüber hinaus geht, muss jeder Einzelne selbst bezahlen, es sei denn, es gibt keine Alternative zu einem bestimmten Medikament oder zu einer Behandlungsmethode. Es ist daher immer zu empfehlen, vor einer Behandlung die Kasse oder den Arzt zu fragen, wer für die Kosten aufkommt.

  • Das Gesundheitswesen als Milliardengeschäft

    Das Gesundheitswesen als Milliardengeschäft

    Seit der Einführung der Krankenversicherung und damit auch des deutschen Gesundheitswesens sind 132 Jahren vergangen. Die Welt der arbeitenden Bevölkerung hat sich ebenso stark verändert wie das politische System, und mit diesem Wandel wurde auch das Gesundheitswesen ein anderes. In Deutschland sind heute mehr als 85 % der Bürger Mitglieder in einer gesetzlichen Krankenversicherung und das Grundprinzip dieser Versicherung ist bis heute das Gleiche geblieben.

    Nach wie vor gibt es das sogenannte Solidarprinzip, nachdem jeder so viel in seine Krankenversicherung einzahlt, wie er sich finanziell leisten kann, um dann im Krankheitsfall von diesem Geld profitieren zu können. Aktuell liegt der Krankenkassenbeitrag für alle, die gesetzlich versichert sind, bei 14,6 % des Gehaltes, und noch immer trägt der Arbeitnehmer zwei Teile selbst und der andere Teil wird vom Arbeitgeber bezahlt.

    Rund 11 % der Beschäftigten in Deutschland ist in einer privaten Krankenversicherung und sie bezahlen den jeweiligen Tarif, den sie sich ausgesucht haben. Um Mitglied in einer privaten Krankenversicherung zu werden, muss man bestimmte Voraussetzungen mitbringen, und wer einmal privat krankenversichert ist, der hat kaum eine Möglichkeit wieder in eine gesetzliche Krankenkasse zu wechseln. Diese Praxis ist auch ein Grund, warum rund 4 % der Deutschen überhaupt nicht krankenversichert ist.

    Ein gutes Geschäft

    Das heutige Gesundheitssystem ist ein Geschäft, in dem es um Milliarden Euro geht. Immer wieder gab es Reformen, die die Kosten eindämmen sollten, aber letztendlich dienten diese Reformen nicht den Versicherten, sondern den Interessenverbänden, den zahlreichen Lobbyisten und besonders der Pharmaindustrie. Mittlerweile wollen viele am Gesundheitswesen mitverdienen, und das geht nicht selten auf Kosten der Menschen, die die Leistungen des Gesundheitssystems in Anspruch nehmen müssen. Ein Beispiel, wie viel Geld mit dem Gesundheitswesen verdient werden kann, ist die so ungeliebte und inzwischen wieder abgeschaffte Praxisgebühr.

    Im Jahre 2004 führte die damals rot-grüne Bundesregierung die Praxisgebühr ein, die von vielen auch spöttisch das Eintrittsgeld für den Besuch beim Arzt genannt wurde. Jeder, der zum Arzt ging, musste zehn Euro bezahlen und wer ohne eine Überweisung dann zu einen anderen Arzt, beispielsweise zu einem Facharzt ging, der musste noch einmal in die Tasche greifen und erneut zehn Euro bezahlen. Mit der Praxisgebühr sollte erreicht werden, dass die Menschen nicht mehr parallel zu mehreren Ärzten gingen, die Hausärzte sollten unterstützt und die Fachärzte entlastet werden. Von einer finanziellen Entlastung der Hausärzte konnte aber keine Rede sein, denn von den zehn Euro bekam der Arzt gerade einmal 0,50 Euro, der Rest von 9,50 Euro wanderte ohne Umwege in die schon übervollen Kassen der Krankenversicherer.

    Die Folgen der Praxisgebühr waren verheerend, denn besonders die sozial schwachen Bürger wie zum Beispiel viele Rentner verzichteten bei ihrem ohnehin schon sehr schmalen Budget einfach auf den Besuch beim Arzt. In der Folge wurde Krankheiten verschleppt und Verletzungen nicht fachgerecht behandelt. Das wiederum kam das Gesundheitswesen teuer zu stehen, denn Krankheiten, die früher schnell und einfach behandelt werden konnten, verlangten jetzt durch die Verschleppung eine deutlich auswendigere Behandlung, die natürlich auch wesentlich teurer war.

    Auch der bürokratische Aufwand für die Ärzte war enorm groß, und als die Proteste immer lauter wurden, entschied sich die neue schwarz-gelbe Bundesregierung die ungeliebte und ineffiziente Praxisgebühr am 1. Januar 2013 ersatzlos wieder abzuschaffen.

    Die Rolle der Pharmaindustrie

    Wenn es um das Milliardengeschäft Gesundheitswesen geht, dann spielt vor allem die mächtige und einflussreiche Pharmaindustrie eine wichtige Rolle. Wann neue Medikamente zugelassen werden, das entscheiden nicht mehr die Ärzte, sondern die Politiker, denn sie haben ein offenes Ohr für die Lobbyisten der Pharmafirmen. Neue Medikamente sind ein sehr gutes Geschäft, aber viel zu oft wird dabei nicht an das Wohl der Patienten, sondern ausschließlich ans Geld gedacht. Böse Zungen behaupten, viele Medikamente werden entwickelt, ohne dass es für sie überhaupt eine passende Krankheit gibt. Besonders deutlich wurde das bei der Schweinegrippe, denn das Medikament „Tamiflu“ gab es lange vor der Schweinegrippe, es fand sich aber kein Abnehmer, da das Mittel gegen Grippe vollkommen nutzlos ist. Um die Pharmaindustrie nicht zu verärgern, wurde die Schweinegrippe in der Presse breitgetreten und die Nachfrage nach „Tamiflu“ stieg sprungartig an.

    Es gibt viele Beispiele für die Verschwendung im Gesundheitswesen, aber die Versicherten erfahren nur einen Bruchteil davon. Immer dann, wenn neue Sparmaßnahmen ins Leben gerufen werden, unter denen vor allem die Beitragszahler der gesetzlichen Krankenkassen leiden müssen, dann kann man davon ausgehen, dass wieder einmal für irgendetwas sinnlos sehr viel Geld ausgegeben wurde.

  • Das deutsche Gesundheitswesen

    Das deutsche Gesundheitswesen

    Was ist das Gesundheitswesen eines Staates? Mit einfachen Worten erklärt ist das Gesundheitswesen eine Vernetzung von Patienten, Krankenkassen, Ärzten und Krankenhäusern. In Deutschland muss jeder krankenversichert sein, entweder in einer der vielen gesetzlichen Krankenkassen oder in einer privaten Krankenversicherung. Die Versicherten zahlen einen festen Betrag in jeden Monat in die Krankenkasse ein und diese bezahlt dann die ärztliche Versorgung. Wer zum Beispiel mit einer Blinddarmentzündung in ein Krankenhaus eingeliefert und operiert wird, dann bezahlt die jeweilige Krankenkasse die Operation und auch die anschließende stationäre Behandlung. Wer privat krankenversichert ist, der muss in Vorleistung gehen und alle Kosten vorstrecken, die anfallen und bekommt später einen Teil des Geldes von der Krankenkasse zurückerstattet.

    Aber selbst wenn das Gesundheitswesen vielleicht einfach erklärt werden kann, in der Realität sieht das alles ein wenig komplizierter und auch kompakter aus. Das Gesundheitswesen in Deutschland gehört zu den besten der Welt und trotzdem fühlen sich viele Menschen von diesem System im Stich gelassen.

    Ein sehr teures System

    Das Gesundheitswesen in Deutschland ist nicht nur eines der besten, sondern auch eines der teuersten Gesundheitssysteme der Welt. Leider entsprechen die Leistungen nicht immer den hohen Preisen, denn in einem internationalen Vergleich landet das deutsche Gesundheitswesen nur auf einem der mittleren Plätze. Ein Grund dafür ist die schlechte Leistung der Ärzte in den Krankenhäusern. Die Krankenkassen geben zwar sehr viel Geld für Leistungen speziell in den Kliniken aus, aber die Leistungen, die oftmals überteuert abgerechnet werden, entsprechen nicht denen, die sich viele Patienten erwarten. Auch wenn alle Möglichkeiten der modernen Medizin zur Verfügung stehen, werden diese nicht immer optimal genutzt, und das macht das deutsche Gesundheitswesen letztendlich ineffizient.

    Die Deutschen zahlen im europäischen Vergleich sehr viel Geld in das Gesundheitswesen ein, noch teurer sind nur noch Frankreich und die Niederlande. Ein großer Teil des Geldes wird aber für den bürokratischen Apparat des Gesundheitswesens verbraucht, ein Punkt, der von Experten und auch von Kritikern immer wieder hervorgehoben wird. Zum Gesundheitswesen gehören auch Dinge wie die Häufigkeit der Erkrankungen, die Vorsorge und das Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung, und in allen drei Punkten hat das deutsche Gesundheitswesen ein Manko.

    Nicht genug Klinikbetten

    Ein großes Problem im deutschen Gesundheitswesen sind die fehlenden Klinikbetten. Zwar kommen auf 1.000 Einwohner acht Betten, aber das reicht offenbar nicht aus. Dieses Problem wird zum Beispiel bei der Behandlung von Herzinfarkten und auch Krebserkrankungen sehr deutlich. Es mangelt vor allem an Intensivbetten, wie sie unter anderem Herzinfarktpatienten benötigen. Im Jahre 2011 starben in Deutschland 9 % der Herzinfarktpatienten einen Monat, nachdem sie aus dem Krankenhaus entlassen wurden. Im Vergleich dazu waren es in Norwegen und Schweden nur 4 % und in Estland nur 3 %.

    Auch wenn es um Krebserkrankungen geht, dann sieht die Statistik nicht viel besser aus. In Deutschland sterben von 100.000 Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind, rund 30, in Spanien sind es nur 21. Die Krankenhäuser, besonders die Kliniken in privater Hand sind darum bemüht, ihre Betten schnell leer zu bekommen und sie ebenso schnell wieder zu belegen. Das führt letztendlich dazu, dass Patienten, die eigentlich einen längeren Aufenthalt in der Klinik brauchen, vorschnell entlassen werden. Es gibt zu wenig Betten, um allen Patienten im gleichen Maß gerecht zu werden.

    Zu viele Operationen

    Die deutschen Chirurgen sind Weltmeister, wenn es ums Operieren geht, denn damit wird das meiste Geld verdient. Die Krankenhäuser in privater Hand haben Vorgaben, wie viele Operationen ein Arzt erbringen muss, und das bringt die behandelnden Ärzte unter Zugzwang. Sie operieren Patienten, die mit einem alternativen Eingriff ebenso effektiv behandelt werden könnten, aber eine lange stationäre Behandlung kostet die Kliniken viel Geld, was sie von den Krankenkassen nicht bekommen. Also wird der Patient einer oftmals sinnlosen OP unterzogen, nur damit er danach schneller entlassen werden kann. Auch die Nachsorge ist bei den Krankenhäusern nicht so gerne gesehen, sie soll nach Möglichkeit von den niedergelassenen Ärzten übernommen werden.

    Die Haus- und Fachärzte sind aber jetzt schon vollkommen überfordert, denn sie müssen mit immer weniger Budget auskommen und nicht wenige entscheiden sich deshalb ihre Kassenzulassung zurückzugehen und nur noch private Patienten zu behandeln. Das ist aber auf Dauer ein Problem, denn Menschen, die Beschwerden haben und keinen Hausarzt mehr finden, die landen in den Notfallaufnahmen der Krankenhäuser, und schon beginnt das Problem von Neuem.

    Experten warnen, dass die Effizienz des deutschen Gesundheitswesens noch schlechter wird. Schon heute liegt Deutschland was die Effizienz angeht, im Vergleich mit 24 anderen europäischen Staaten auf dem 17. Platz.

  • Genitalwarzen bei Frauen – eine unterschätzte Gefahr

    Genitalwarzen bei Frauen – eine unterschätzte Gefahr

    Genitalwarzen bei Frauen sind in den meisten Fällen ungefährlich, aber sie sorgen für Panik und sie sind peinlich. Aber auch wenn diese sogenannten Feigwarzen in der Regel keine gesundheitlichen Probleme verursachen, sollten Frauen vorbeugen, um erst gar nicht mit den Warzen im Genitalbereich konfrontiert werden.

    Wie entstehen Genitalwarzen bei Frauen?

    Genitalwarzen bei Frauen entstehen nicht selten durch eine Infektion mit Humanen Papillomaviren, kurz auch HPV genannt. Dabei handelt es sich um eine Geschlechtskrankheit, die in den letzten Jahren wieder vermehrt auftritt. Es gibt viele verschiedene Typen der HPV-Erreger und der Arzt unterschiedet zwischen den Typen 16 und 18, die im Verdacht stehen Gebärmutterhalskrebs auszulösen, und den harmlosen, ungefährlichen Typen 6 und 11. Diese Typen lösen nicht nur Genitalwarzen bei Frauen aus, auch Männer können sich infizieren und bekommen dann die unangenehmen Warzen meist an der Spitze des Penis.

    Impfen und vorbeugen gegen Genitalwarzen bei Frauen?

    Genitalwarzen bei Frauen sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Damit sich erst gar keine Warzen an der Vagina bilden können, ist eine Impfung die beste Lösung. Wie gegen viele andere Viren auch, so kann auch gegen das Humane Papillomaviren geimpft werden. Die drei notwendigen Impfungen werden über einen Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten vorgenommen. Auch diese Weise werden nicht nur Genitalwarzen bei Frauen vermieden, auch die Gefahr an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, wird mit diesen drei Impfungen minimiert.

    Mütter, die ihre Töchter vor den Genitalwarzen bei Frauen schützen wollen, sollten mit der Tochter zu einem Frauenarzt gehen und die Impfung vornehmen lassen. Bei jungen Mädchen übernimmt die Krankenkasse die Kosten für alle drei Impfungen, bei älteren Frauen müssen die Kosten selbst getragen werden. Die Ausgabe lohnt sich aber, denn Genitalwarzen bei Frauen sind nicht nur peinlich, sie stellen auch ein nicht unbedeutendes Risiko für die Gesundheit dar.

    Genitalwarzen bei Frauen effektiv vorbeugen

    Genitalwarzen bei Frauen und auch bei Männern werden in der Regel durch Geschlechtsverkehr übertragen, aber auch über die Haut und durch Schmierinfektionen können Genitalwarzen bei Frauen übertragen werden. Um eine Infektion zu vermeiden, ist es ratsam, bei einem neuen Sexualpartner immer ein Kondom zu verwenden. Als möglicher Infektionsherd kommen aber auch die Sauna oder die Sonnenbank infrage, vor allem dann, wenn es dort nicht besonders hygienisch zugeht und regelmäßige Desinfektionen nicht stattfinden.

    Kommt es zu einer Infektion des Partners oder der Partnerin, dann sollten beide zu einem Arzt gehen. Während der Behandlung ist es wichtig auf einen direkten Hautkontakt zu verzichten, solange die Warzen nicht vollständig verschwunden sind. Zusätzlich sollten beide Partner nicht die gleichen Handtücher, Badetücher und Waschlappen benutzen, denn das kann eine erneute Infektion bedeuten.

    Wie werden Genitalwarzen behandelt?

    Bei etwa einem Drittel derjenigen, die sich mit Genitalwarzen angesteckt haben, verschwinden die unschönen Warzen wieder von allein, die restlichen zwei Drittel müssen sich von einem Arzt behandelt lassen. Zur Entfernung der Feigwarzen gibt es zwei Möglichkeiten, eine chirurgische und eine chemische. Handelt es sich um eine großflächige Infektion, dann kann der Arzt zum Skalpell greifen, aber auch ein Vereisen mit Stickstoff oder das Verbrennen der Warzen mithilfe des Lasers ist möglich.

    Wer sich für die chemische Methode entscheidet, um vielleicht Narben zu vermeiden, der wird in der Regel mit Trichloressigsäure behandelt, ein Mittel, das sich bei der Entfernung von Genitalwarzen sehr gut bewährt hat.

  • Versicherung und Vorsorge – mindestens genauso wichtig wie eine gesunde Lebensweise

    Versicherung und Vorsorge – mindestens genauso wichtig wie eine gesunde Lebensweise

    Welcher Mensch wünscht sich nicht eine gute Gesundheit bis ins hohe Alter? Hierfür bedarf es jedoch noch ein wenig mehr als alleine ein gesunder Lebensstil mit der richtigen Ernährung und einer gesunden Portion Sport und Fitness.  Die Zauberwörter in diesem Zusammenhang heißen Versicherung  und Vorsorge. Vor allem in der heutigen Zeit, in der es für wirklich alles eine Versicherung gibt, ist es ein leichtes die passende Versicherung und Vorsorge zu finden, die optimal auf die eigene Situation und auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Es ist sicher nicht ganz so einfach, aus der Vielzahl der verschiedensten Angebote und Anbieter die passenden Angebote aus den Bereichen Versicherung und Vorsorge herauszufiltern, hierfür gibt es aber im Internet zahlreiche Vergleichsseiten, die bei der Entscheidung helfen. Wichtig ist nur, sich selber vorab Gedanken darüber zu machen, in welchen Bereichen genau Versicherung und Vorsorge greifen sollen. Hierfür wird es im Verlauf dieser Ausführungen einige Tipps geben, was sich lohnt und was nicht zwingend erforderlich ist. Wer befürchtet in den vielfältigen Angeboten aus Versicherung und Vorsorge trotz Vergleichsseiten die Übersicht zu verlieren, der kann sich auch vertrauensvoll an einen Versicherungsmakler wenden.  Dieser nimmt alle für den Kunden wichtigen Kriterien auf und sucht die entsprechenden Anbieter heraus,  bei denen dann auf Wunsch auch direkt ein Komplettpaket in punkto Versicherung und Vorsorge abschließen. Ein solches ist manchmal durchaus ratsam, auch und vor allem in finanzieller Hinsicht.

    Für jeden Bedarf die passende Versicherung und Vorsorge finden

    Versicherung und Vorsorge sind wichtige Begleiter auf dem Weg in ein gesundes hohes Alter.  Die Werbung verspricht viel, doch nicht alles, was aus dem Bereich Versicherung und Vorsorge angepriesen wird, ist in jedem Fall ratsam. Aus dem Gesamtpaket in Sachen Versicherung und Vorsorge wenden wir uns nun einmal ganz gezielt der reinen Vorsorge zu. Es gibt zahlreiche Untersuchungen, die in regelmäßigen Abständen von den Krankenkassen gezahlt werden. Viele Menschen wissen im Grunde genommen gar nicht, welche Untersuchungen sie bezahlt bekommen. Diese Leistungen sind von Krankenkasse zu Krankenkasse ein wenig verschieden, insofern ist es immer ratsam, die entsprechende Broschüre anzufordern. In jedem Fall sollten im Zuge von Versicherung und Vorsorge regelmäßige Krebsvorsorge durchgeführt werden sowie in jedem Fall einmal jährlich ein kompletter Gesundheitscheck. Dieser beinhaltet auch ein großes Blutbild.  Besonders Anhänger beziehungsweise Zugehörige zu besonderen Risikogruppen wie beispielsweise Raucher oder all jene,  die regelmäßig Alkohol konsumieren, sollten wirklich regelmäßig auf die kostenfrei angebotenen jährlichen Untersuchungen unbedingt zurückgreifen. Nur so können Erkrankungen rechtzeitig erkannt und ihnen entgegengewirkt werden.  Auch bei chronischen Erkrankungen wie Diabetes und Ähnlichem darf das Thema Versicherung und Vorsorge nicht außer Acht gelassen werden.

    Welche Versicherungen sind in punkto Versicherung und Vorsorge wichtig?

    Um einmal ein wenig Licht in den Dschungel zum Thema Versicherung und Vorsorge zu bringen, folgen hier nun einmal die gängigsten und interessantesten Versicherungen. Versicherung und Vorsorge liegen nah beieinander, ohne den finanziellen Ausgleich manch einer Versicherung wären gewisse medizinische Maßnahmen nicht jedem möglich. Ganz wichtig ist in punkto Versicherung und Vorsorge zunächst einmal die Zahnzusatzversicherung zu nennen.  Defizite im Bereich des Gebisses wie kaputte Zähne oder Entzündungen können sich oft unbemerkt auf den ganzen Körper ausbreiten und andere Organe ziemlich beeinträchtigen, vor allem das Herz. Hier ist eine entsprechende Versicherung im Rahmen von Versicherung und Vorsorge ratsam, da sie mitunter einen Großteil der Behandlungskosten übernimmt. Diese können unter Umständen recht hoch sein. Eine weitere wichtige Versicherung aus dem Bereich Versicherung und Vorsorge ist eine Krankenhaus Zusatzversicherung. Diese kann gut auch mit der Zusatzabsicherung für das Krankenhaustagegeld und dem Krankentagegeld kombiniert werden. So werden Zuzahlungen und Verdienstausfall bei längerer Krankheit und längerem Krankenhausaufenthalt ausgeglichen werden. Auch hier gilt es natürlich, sich im Vorfeld aus dem breiten Angebot an Versicherung und Vorsorge den Anbieter herauszusuchen, der optimal zu den eigenen Wünschen und Bedürfnissen passt. Nur so lässt sich die eigene Situation optimal verbessern.

    Versicherung und Vorsorge – nichts ohne eine gute Unfallversicherung

    Eine gute Unfallversicherung ist wohl allgemein hin das Grundgerüst wenn es um Versicherung und Vorsorge geht.  Die Unfallversicherung ist nicht nur zur Absicherung für einen selber da, vielmehr gibt sie auch der Familie ein gewisses Maß an Sicherheit. Versicherung und Vorsorge ist eben deshalb so wichtig, dass der Betroffene im Falle des Falles rundum abgesichert und versorgt ist. So greift eine Unfallversicherung genau dann, wenn durch einen Unfall eine längere oder auch eine dauernde Arbeitsunfähigkeit resultiert. Sie ersetzt in bestimmten Fällen Kosten für Krankenhausaufenthalt, bestimmte Behandlungen und Zusatzkosten im Bereich verschiedener Reha-Maßnahmen.  Aus den hier genannten Gründen ist im Rahmen von Versicherung und Vorsorge diese Art der Absicherung unumgänglich. Vor allem wenn kleine Kinder im Haushalt leben, sollte auch in ihrem Interesse schon für die Kleinsten an eine umfassende Versicherung und Vorsorge gedacht werden. Unfallversicherungen kann und sollte jeder auch unbedingt für seine Kinder abschließen.  Gerade im Hinblick darauf, dass Kinder einem erhöhten Gefahrenrisiko ausgesetzt sind und ihr Leben lang unter den Folgen eines Unfalles leiden können, auch in finanzieller Hinsicht, sind Versicherung und Vorsorge vom ersten Tag an unabdingbar.

    Versicherung und Vorsorge machen das Leben einfacher

    Natürlich ist es kein Garant für ein krankheitsfreies und unfallfreies Leben, wenn eine umfassende Versicherung und Vorsorge getroffen wurde, dennoch macht es das Leben leichter. Weiß man, das im Falle des Falles in punkto Versicherung und Vorsorge alles getan wurde, damit weder in finanzieller noch in versorgungstechnischer Hinsicht Einbußen befürchtet werden müssen, kann man sich voll auf die Genesung konzentrieren und muss sich in dieser Hinsicht keine Sorgen machen. Versicherung und Vorsorge ist ein wichtiges Thema und es bedarf nicht viel sich in diesem Punkt hinreichend abzusichern. Wer sich noch nicht wirklich um Versicherung und Vorsorge gekümmert hat, der sollte dies in jedem Fall nachholen. Auch die Krankenkassen beraten ihre Kunden ausführlich und zeigen ihnen auf, was in Sachen Versicherung und Vorsorge möglich und vor allem wichtig ist. Es nimmt weder viel Zeit in Anspruch, sich und seine Lieben umfassend abzusichern, noch ist es recht teuer. Hier ist es wichtig, sich den passenden Anbieter herauszusuchen, der den höchstmöglichen Leistungsumfang zu moderaten Tarifen bietet. Bedacht werden soll hier, dass es viele Anbieter gibt, die Kombipakete anbieten. Diese sind nicht nur sinnvoll, sondern vor allem oft auch preisgünstiger als wenn einzelne Absicherungen genommen werden.