Schlagwort: Krankheit

  • Amenorrhoe mögliche Ursachen – Wenn die Regel ausbleibt

    Amenorrhoe mögliche Ursachen – Wenn die Regel ausbleibt

    Wenn die monatliche Regel ausbleibt, dann denken die meisten Frauen an eine Schwangerschaft, aber es gibt noch andere Ursachen für eine Amenorrhoe, wie das Ausbleiben der Periode medizinisch korrekt genannt wird. Frauen, die in die Wechseljahre kommen, machen Bekanntschaft mit der Amenorrhoe, aber auch Frauen, die eine hormonelle Störung haben oder unter Stress stehen. Die Ursachen für eine Amenorrhoe sind vielseitig, dahinter kann sich eine Erkrankung, aber auch nur eine harmlose Störung verbergen.

    Welche Ursachen für eine Amenorrhoe gibt es?

    Während der Schwangerschaft und der anschließenden Stillzeit ist eine Amenorrhoe vollkommen natürlich, das Gleiche gilt für die Wechseljahre, wenn die Reifung der Eizellen erschöpft ist. Im Klimakterium nimmt die Zyklusfähigkeit langsam aber sicher ab, bis die Periode schließlich ganz ausbleibt. Es gibt aber nicht nur natürliche Ursachen für eine Amenorrhoe, es kann auch eine Krankheit oder eine Störung dahinterstecken. Mediziner unterscheiden zwischen der primären Amenorrhoe, die alle Frauen bis 16 Jahre betrifft, die noch keine Regelblutung haben und der sekundären Amenorrhoe, die nur Frauen betrifft, die zwar eine regelmäßige Regelblutung haben, die aber mehr als drei Monate ausbleibt.

    Die primäre Amenorrhoe

    Die meisten Mädchen bekommen ihre Periode zum ersten Mal zwischen dem 11. und dem 13. Lebensjahr, wenn die Regel aber nach dem 16. Geburtstag ausbleibt, dann handelt es sich um eine primäre Amenorrhoe, die in vielen Fällen angeboren ist. Eine Störung der Chromosomen, die die Eierstöcke blockiert, ist eine der möglichen Ursachen für eine Amenorrhoe, aber auch die unterschiedlichen Formen der Intersexualität lösen das Ausbleiben der Regel aus. In einigen Fällen sorgt auch ein vollständig verschlossenes Jungfernhäutchen dafür, dass das Menstruationsblut nicht abfließen kann und es zu einer primären Amenorrhoe kommt.

    Die sekundäre Amenorrhoe

    Es sind die Hormone, die den monatlichen Zyklus der Frau steuern. Dirigiert wird dieses Zusammenspiel von zwei Regionen im Gehirn, dem Hypothalamus, der im Zwischenhirn zu Hause ist und der Hypophyse, der Hirnanhangdrüse. Die Hormone, die diese beiden Hirnregionen produzieren, bewirken die Reifung der Eizellen in den Eierstöcken und es bildet sich das weibliche Geschlechtshormon Östrogen. Wenn es in diesem komplizierten Prozess der Hormonbildung zu Störungen kommt, dann liegt eine sekundäre Amenorrhoe vor. Zu den Ursachen einer Amenorrhoe in sekundärer Form kann Stress gehören, denn seelische Störungen aller Art beeinflussen die Produktion der Hormone. Leistungssport kann ebenfalls eine der Ursachen für eine Amenorrhoe sein, ebenso wie Magersucht oder eine schwere seelische Erkrankung wie eine Depression. Bestimmte Medikamente sind die Ursache einer Amenorrhoe und auch eine Erkrankung der Nebennieren kann das Ausbleiben der Regel auslösen.

    Wann muss ein Arzt aufgesucht werden?

    Wenn die Regelblutung ausbleibt, dann es immer ratsam einen Arzt aufzusuchen, um mögliche Ursachen für eine Amenorrhoe untersuchen zu lassen. Wann sollten Frauen zum Arzt gehen?

    • Wenn die Möglichkeit einer Schwangerschaft besteht
    • Wenn bis zum 16. Lebensjahr keine Regel eingesetzt hat
    • Wenn ein neues Medikament eingenommen wurde und dann die Regel ausbleibt
    • Wenn die Periode dreimal hintereinander ausgeblieben ist
    • Wenn die Einnahme der Pille ausgesetzt wurde
    • Wenn nach einer Operation die Regelblutung ausbleibt
    • Wenn es nach dem Ausbleiben der Regel zu Unterleibsschmerzen, zu Schmerzen in den Brüsten oder zu einem milchigen Ausfluss aus den Brüsten kommt

    Was können Frauen bei einer Amenorrhoe selbst tun?

    Wenn die Ursachen für eine Amenorrhoe nicht körperlich, sondern seelisch bedingt sind, dann können Frauen sich auch ohne eine ärztliche Therapie helfen. Um Stress abzubauen, können zum Beispiel autogenes Training, gezielte Muskelentspannungen und Meditation sehr hilfreich sein. Sport ist ebenfalls eine gute Idee, um Stress abzubauen. Allerdings sollte beim Sport nicht übertrieben werden, denn exzessives Training kann eine Amenorrhoe auslösen. Frauen, die stark abgenommen haben, sollten ihre Diät unterbrechen, dann setzt die Periode meist von selbst wieder ein.

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  • Welche Krankheit kann Infektion mit Mykoplasmen auslösen?

    Welche Krankheit kann Infektion mit Mykoplasmen auslösen?

    Sie sind winzig klein, sie leben vielfach unbemerkt und friedlich im Körper, aber sie können gefährliche Krankheiten auslösen – Mykoplasmen, Bakterien, die sich vor allem im Genitalbereich und in den Atemwegen sehr wohlfühlen. Eine Infektion mit Mykoplasmen kann sehr unangenehm werden, da sie unter anderem eine Lungenentzündung auslösen können. Eine Infektion mit Mykoplasmen kann durch ungeschützten Sexualverkehr entstehen und Frauen, die sich während der Schwangerschaft mit den winzigen Bakterien anstecken, müssen mit der Gefahr leben, dass ihre Kinder schwer krank geboren werden.

    Was sind Mykoplasmen?

    Mykoplasmen ist ein Überbegriff für die kleinsten und einfachsten Organismen, die sich selbst vermehren können. Was Mykoplasmen so besonders macht, ist die Tatsache, dass diese Bakterien keine Zellwände, sondern nur hauchdünne Membranen haben, und deshalb werden sie auch Mollicutes, die Weichhäutigen genannt. Mykoplasmen sind Parasiten, die einen Wirt benötigen, um am Leben zu bleiben, und sie bringen alles mit, was einen richtigen Parasiten auszeichnet. Mykoplasmen sind klein, sie sind einfach, sie haben keine Zellwände und können sich nach Belieben verformen. Das alles macht es ihnen möglich, sich an eine Wirtszelle anzuheften. Wie effektiv Mykoplasmen sind, das beweist auch ihr Alter, denn die Familie der Mollicutes gibt es bereits seit 65 Millionen Jahren.

    Wie entsteht eine Infektion mit Mykoplasmen?

    Die Familie der Mykoplasmen ist groß, für den Menschen können aber nur drei Mitglieder dieser Bakterienfamilie gefährlich werden. Da gibt es den Mycoplasma hominis und den Ureaplasma urealyticum, die für eine Infektion mit Mykoplasmen im genitalen Bereich zuständig sind. Sie leben auf ihrer Wirtszelle, aber sie schädigen sie nur sehr selten, wenn sie es aber doch tun, dann kann es zur Entzündung der Harnröhre, der Prostata, der Gebärmutter, der Scheide oder des Nierenbeckens kommen. Der dritte relevante Erreger Mycoplasma pneumoniae löst immer eine Krankheit aus, nämlich eine atypische Lungenentzündung.

    Mykoplasmen sind sexuell übertragbar

    Kommt es zu einer Infektion mit Mykoplasmen, dann kann das durch Geschlechtsverkehr geschehen. In 50 % aller Fälle ist für eine solche Infektion mit Mykoplasmen der Ureaplasma urealyticum zuständig, und vielfach trifft es Frauen, die ein Kind erwarten. Für die Babys kann das schwerwiegende Folgen haben, denn sie haben ein zu niedriges Geburtsgewicht und sie werden nicht selten zu früh geboren. Auch wenn es zu Atemwegs- und Hirnhautinfektionen kommt, dann sind Mykoplasmen der Auslöser. Bis heute ist allerdings umstritten, ob der Erreger auch für Fehlgeburten oder für Unfruchtbarkeit verantwortlich gemacht werden kann. Wie oft und wie viele Mykoplasmen in den Schleimhäuten der Genitalien zu Hause sind, das hängt von der sexuellen Aktivität und der Zahl der Geschlechtspartner ab. Geschätzt wird, dass rund drei Viertel der Frauen und bis zu 45 % der Männer mit einem aktiven Sexualleben Mykoplasmen haben.

    Wie machen sich Mykoplasmen bemerkbar?

    Wie sich eine Infektion mit Mykoplasmen bemerkbar macht, ist unterschiedlich, es hängt immer davon ab, wo im Körper es zu einer Entzündung gekommen ist. Sind die Eileiter, die Scheide, die Blase, die Nieren, die Prostata oder die Harnleiter betroffen, dann kommt es einem übermäßigen Harndrang, zu Schmerzen beim Wasserlassen und auch zu einem gelblichen Ausfluss. Typisch sind zudem Schmerzen im Bereich der Nieren, die je nach Stadium der Entzündung sehr stark sein können.

    Wie werden Mykoplasmen behandelt?

    Um eine Infektion mit Mykoplasmen nachweisen zu können, werden bei Männern der Urin oder das Ejakulat untersucht oder ein Abstrich des Prostatasekrets gemacht. Bei Frauen werden der Urin und auch das Fruchtwasser getestet, oder es werden in der Scheide und am Gebärmutterhals Abstriche genommen. Behandelt wird die Infektion mit Antibiotika, aber nicht alle Mittel sind geeignet. Da Mykoplasmen keine Zellwände haben, kommt zum Beispiel Penicillin nicht infrage, denn das bekannteste Antibiotikum greift die Zellwände an, um einen Krankheitserreger zu zerstören.

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  • Ursachen für Hodenschmerzen – von harmlos bis gefährlich

    Ursachen für Hodenschmerzen – von harmlos bis gefährlich

    Wenn die Hoden schmerzen, dann haben die meisten Männer Angst, dass sich hinter diesen Schmerzen ein ernsthaftes Problem verbergen könnte. Hodenkrebs ist meist die zuerst genannte Angst, wenn es um die Ursachen für Hodenschmerzen geht, aber diese Angst ist in den meisten Fällen unbegründet. Die Ursachen für Hodenschmerzen sind in der Regel harmlos, aber wenn die Schmerzen über einen längeren Zeitraum anhalten, dann sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, um eine schwere Erkrankung ausschließen zu können.

    Ursachen für Hodenschmerzen – Krebs ist es selten

    Wenn die Hoden schmerzen, dann werden viele Männer panisch und fürchten, dass Krebs die Ursache sein könnte. Hodenkrebs äußert sich aber durch andere Symptome, wie kleine Schwellungen oder auch Knötchen unter der Haut. Schmerzen treten im Frühstadium von Hodenkrebs sehr selten auf, und wenn es überhaupt zu Schmerzen in den Hoden kommt, dann muss der Krebs schon sehr weit fortgeschritten sein. Hodenkrebs, der frühzeitig erkannt wird, lässt sich sehr gut behandeln, daher ist es wichtig, die Hoden in regelmäßigen Abständen im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung von einem Arzt abtasten zu lassen.

    Schmerzen durch Hodenentzündungen

    Häufig sind die Ursachen für Hodenschmerzen in einer Entzündung zu finden. Vor allem wenn es sich um einseitige Schmerzen handelt, dann deutet das auf eine sogenannte Orchitis, eine Hodenentzündung hin. Ist das der Fall, dann sind selten beiden Hoden gleichermaßen betroffen, die Entzündung konzentriert sich meist nur auf einen Hoden. Zu den weiteren Symptomen einer Hodenentzündung gehören Kopfschmerzen, leichtes Fieber und eine allgemeine Abgeschlagenheit. In der Regel werden einseitige Entzündungen der Hoden von Viren oder Bakterien ausgelöst, die durch das Blut oder durch die Lymphen in den betroffenen Hoden wandern. Besonders häufig treten dabei Viren in Erscheinung, die Mumps auslösen, aber auch Viren, die für die Windpocken, für Malaria und das Pfeiffersche Drüsenfieber verantwortlich sind, können eine Hodenentzündung auslösen.

    Die Nebenhodenentzündung als Ursache

    Zu den Ursachen für Hodenschmerzen gehört auch die Epididymitis, eine Entzündung des Nebenhodens. Ausgelöst wird diese Erkrankung von einer Blasen- oder Prostataentzündung, aber auch wenn die Harnröhre betroffen ist, dann entzündet sich der Nebenhoden. Die Krankheitserreger kommen über den Samenleiter in den Nebenhoden und die Betroffenen verspüren Schmerzen im Rücken und in den Flanken, auch Bauchschmerzen können bei dieser Entzündung auftreten. Im späteren Verlauf könnten es auch Symptome sein, wie sie bei einer Hodenentzündung auftreten.

    Möglich ist auch ein Leistenbruch

    Der Leistenbruch gehört ebenfalls zu den Ursachen für Hodenschmerzen. Die Betroffenen spüren ein unangenehmes Ziehen in den Hoden und in der Leiste, besonders nach Erschütterungen wie Husten oder Niesen. Ob es sich tatsächlich um einen Leistenbruch handelt, kann der Arzt schnell durch abtasten feststellen, zudem macht sich eine Leistenhernie auch durch eine Beule, ein Anschwellen der Hoden oder eine Verdickung in der Leistengegend bemerkbar. Heißt die Diagnose Leistenbruch, dann ist eine Operation unumgänglich, denn sonst kann es zu einer gefährlichen Einklemmung des Darms kommen.

    Schmerzen nach dem Sex

    Selbst wenn es vielleicht komisch klingt, auch der Sex gehört zu den Ursachen für Hodenschmerzen. Nach dem Geschlechtsverkehr sind die Hoden sehr empfindlich und reagieren auf schon auf die kleinste Berührung. Wenn es nicht zu einer Ejakulation gekommen ist oder wenn die Erektion sehr lange gehalten wird, dann sind brennende oder stechende Schmerzen in den Hoden keine Seltenheit. Die Ursachen für die Hodenschmerzen liegen hier bei einem erhöhten Blutstrom in den Genitalien, der bei einer langen Erregungsphase zu Krämpfen in der empfindlichen Muskulatur der Samenwege führt. Früher wurden diese Schmerzen auch „Kavaliersschmerzen“ genannt, denn von wahren Kavalieren wurde behauptet, dass sie ihren eigenen Höhepunkt so lang hinausgezögert haben, bis die jeweilige Dame auf ihre Kosten gekommen war. Der berühmte Giacomo Casanova soll ein wahrer Meister auf diesem Gebiet gewesen sein.

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  • Die Sprachstörung Dysarthrie – wenn die Worte fehlen

    Die Sprachstörung Dysarthrie – wenn die Worte fehlen

    Dysarthrie ist streng genommen gar keine Krankheit, sondern eine Störung der Sprechmotorik. Zwar wissen die Betroffenen, was und auch wie sie etwas sagen möchten, aber die entsprechenden Nerven und Muskeln, die zum Sprechen gebraucht werden, geben die Befehle nicht an das Gehirn weiter. Die Sprachstörung Dysarthrie ist sehr unterschiedlich ausgeprägt, besonders oft ist aber die Lautbildung betroffen, viele haben aber auch Schwierigkeiten mit der Sprechatmung, der Sprechmelodie und der Veränderungen der Stimme während des Sprechens. In ihrer schwersten Form führt die Sprachstörung Dysarthrie zu vollkommener Sprachlosigkeit.

    Welche Ursachen hat die Sprachstörung Dysarthrie?

    Für eine Dysarthrie gibt es verschiedene Ursachen. So kann die Störung nach einem Schlaganfall ebenso auftreten wie auch nach einer Gehirnhautentzündung. Alkoholismus kann Dysarthrie auslösen, aber auch die Parkinson-Krankheit gilt als ein Auslöser für die Sprachstörung Dysarthrie. Menschen, die ein Schädel-Hirn-Trauma hatten, bedingt durch einen Schlag oder einen Sturz, müssen nicht selten mit einer Dysarthrie leben. Wenn das kindliche Gehirn zwischen dem sechsten Schwangerschaftsmonat und dem ersten Lebensjahr geschädigt wird, dann kann eine Dysarthrie die Folge sein, ebenso kann ein Gehirntumor eine mögliche Ursache sein. Vereinzelt kommt es auch bei einer Multiplen Sklerose zu einer Dysarthrie, eher selten löst auch eine Vergiftung, zum Beispiel durch Drogen, die Sprachstörung aus.

    Wann sollten die Betroffenen einen Arzt aussuchen?

    Grundsätzlich gilt, wenn es zu einer Sprachstörung kommt, dann muss unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden, der der Ursache auf den Grund geht. Nicht immer hat ein Schlaganfall die typischen Symptome, vielfach macht er sich nur durch eine undeutliche Sprache bemerkbar. Um die Ursache für die Sprachstörung Dysarthrie vollständig abklären zu können, müssen die Betroffenen neurologisch untersucht werden, zum Beispiel mit der Hilfe eines EEGs, das die Hirnaktivität misst, oder durch ein CT, eine Computertomografie. Auch ein MRT, eine Magnetresonanztomographie dient als Hilfsmittel, um die Ursache für eine Dysarthrie zu finden. Wenn alle diese Mittel nicht ausreichen, dann gibt es noch die Möglichkeit, durch eine Punktion eine Probe der Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit zu nehmen.

    Welche Therapien gibt es?

    Wenn feststeht, was die Sprachstörung Dysarthrie ausgelöst hat, dann kann mit der entsprechenden Therapie begonnen werden. In der Regel wird die Störung mit einer gezielten Sprachtherapie behandelt, die individuell an den jeweiligen Patienten angepasst wird. Die Therapie besteht aus mehreren Bausteinen, zu denen unter anderem auch die richtige Körper- und Kopfhaltung erlernt werden muss. Wichtig ist es zudem, dass es zwischen der Atmung, der Artikulation und der Sprache ein harmonisches Zusammenspiel gibt. Wenn die Spannung des Körpers zu hoch ist, dann gibt es spezielle Übungen, die die Spannungen wieder abbauen. Wenn die Atmung beeinträchtigt ist, müssen die Betroffenen lernen, ihre Atmung zu vertiefen und den Strom der Atmung zu verlängern. Auch Rollenspiele können zur Therapie gehören, denn viele, die unter der Sprachstörung Dysarthrie leiden, haben Probleme damit, in bestimmten Situationen die richtigen Worte zu finden.

    Wie können Angehörige helfen?

    Um die Sprachstörung Dysarthrie in den Griff zu bekommen, sind nicht nur die entsprechenden Therapien notwendig, auch die Angehörigen können den Betroffenen helfen. So sollten Gespräche in einer stressfreien und ruhigen Umgebung stattfinden und die Gesprächspartner sollten nach Möglichkeit nah beieinander sitzen, damit der Betroffene sich nicht übermäßig anstrengen muss. Zudem sollte während eines Gesprächs immer Blickkontakt gehalten werden, denn Mimik und Gestik machen es leichter, sich zu verständigen. In einer großen Gesprächsrunde sollten Angehörige nicht den Fehler machen und für den Betroffenen sprechen, denn selbst wenn das vielleicht gut gemeint ist, derjenige, der mit einer Dysarthrie zu kämpfen hat, fühlt sich schnell übergangen und unmündig.

    Eine Dysarthrie ist keine geistige Behinderung und die Betroffenen sind weder noch dumm oder minderbemittelt, deshalb sollten sie auch zu keiner Zeit so behandelt werden.

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  • Die gründliche Anamnese – mehr als ein Gespräch mit dem Arzt

    Die gründliche Anamnese – mehr als ein Gespräch mit dem Arzt

    Bevor ein Arzt einen neuen Patienten behandelt, muss er eine gründliche Anamnese machen, denn nur so erfährt der Arzt alles, was für die weitere Behandlung wichtig ist. Das Wort Anamnese kommt aus der griechischen Sprache und bedeutet so viel wie Erinnerung, und tatsächlich hilft die Anamnese dabei, die Behandlung eines Patienten immer wieder genau anzupassen. Eine Anamnese ist zudem wichtig, um ein Vertrauensverhältnis zwischen einem Arzt und seinen Patienten aufzubauen, denn nur wenn der Patient dem Arzt wirklich vertraut, dann kann eine Behandlung auch gelingen.

    Wozu wird eine gründliche Anamnese gemacht?

    Eine Anamnese verfolgt zwei verschiedene Ziele, zum einen möchte der Arzt erfahren, welche Krankheiten und Beschwerden der Patient in der Vergangenheit hatte. Zum anderen möchte der Arzt auch etwas über den sozialen und beruflichen Hintergrund des Patienten erfahren, denn nur so ergibt sich ein ganzheitliches Bild. Durch die gründliche Anamnese wird ein Vertrauensverhältnis zwischen dem Arzt und seinen Patienten aufgebaut, und wenn der Patient merkt, dass er sich dem Arzt anvertrauen kann, dann hilft das dabei, Erkrankungen besser zu erkennen und effektiv zu behandeln. So individuell wie die Patienten, so individuell ist auch die Anamnese. Zu Beginn des Gesprächs wird der Arzt den Patienten fragen, warum er gekommen ist und der Patient wird dann seine Beschwerden schildern. Der Arzt fragt nach Details und möchte auch etwas über frühere Erkrankungen wissen, um sich genau über die Krankengeschichte zu informieren.

    Die Eigenanamnese

    Der Arzt möchte während der Anamnese wissen, ob der Patient schon einmal operiert worden ist, er fragt, ob es eventuell ein chronisches Leiden gibt, denn diese Informationen können bei der aktuellen Behandlung eine wichtige Rolle spielen. Klagt der Patient zum Beispiel über Probleme im Magen- und Darmbereich, dann wird der Arzt ihn fragen, was er wann gegessen hat. Auf diese Weise erfährt er auch etwas über die Essgewohnheiten seines Patienten. Wenn der Patient ihm aber erzählt, dass er gerade von einem Urlaub im Ausland zurückgekehrt ist, dann wird der Arzt eine sogenannte Reiseanamnese machen und die Reise als einen der möglichen Verursacher der Beschwerden mit einbeziehen. Bei einer vegetativen Anamnese spielen die Körperfunktionen des Patienten eine große Rolle. Der Arzt befragt den Patienten nach dessen Stuhlgang, er möchte wissen, ob zu den Magen- und Darmproblemen auch Fieber aufgetreten ist oder ob es zu Durchfällen gekommen ist.

    Die Familien – und die Medikamentenanamnese

    Eine besonders gründliche Anamnese ist die Familienanamnese, bei der der Arzt nach möglichen genetischen Ursachen forscht. Diese gründliche Anamnese wird immer dann gemacht, wenn der Verdacht auf eine erbliche Krankheit wie Brustkrebs, Bluthochdruck oder Diabetes besteht. Während einer Familienanamnese möchte der Arzt von seinem Patienten wissen, welche Krankheiten es in der Familie gab oder gegeben hat. Eine notwendige und gründliche Anamnese ist die Medikamentenanamnese. In diesem Fall interessiert sich der Arzt für die Medikamente, die der Patient einnimmt und ob es eventuell Nebenwirkungen gibt. Diese gründliche Anamnese ist für den Arzt von Interesse, wenn es beispielsweise eine Allergie gibt oder wenn eine Patientin die Pille einnimmt. Der Arzt muss nämlich genau wissen, welche Präparate der Patient einnimmt, denn nur so kann er die richtige Dosis bestimmen.

    Die Sozialanamnese

    Die soziale und berufliche Anamnese ist ebenfalls von Bedeutung, denn auch diese gründliche Anamnese hilft dabei, den Patienten richtig einschätzen zu können. Ist der Patient großen physischen oder psychischen Belastungen ausgesetzt? Wie stabil ist das soziale Umfeld und gibt es vielleicht Probleme in der Beziehung oder mit der Familie? Alle diese Informationen können für die Behandlung relevant sein. Vor allem bei älteren Menschen ist eine Sozialanamnese wichtig, denn viele ältere Patienten vertrauen sich oft ihrem Arzt an und schütten ihm ihr Herz aus.

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  • Wie gefährlich ist Toxoplasmose in der Schwangerschaft?

    Wie gefährlich ist Toxoplasmose in der Schwangerschaft?

    Toxoplasma gondii – so heißt der Parasit, der eine Toxoplasmose auslöst und der vor allem in der Schwangerschaft sehr gefährlich werden kann. Dringt der Parasit in den menschlichen Körper ein, dann setzt er sich den Zellen fest und vermehrt sich dort in rasanter Geschwindigkeit. Die meisten Menschen merken allerdings nichts davon und es wird geschätzt, dass sich rund 50 % der Deutschen bereits einmal mit Toxoplasmose infiziert hat. Normalerweise bildet der Körper sehr schnell Abwehrstoffe, aber für Menschen, deren Immunsystem geschwächt ist, kann Toxoplasmose ein Risiko sein.

    Wie wird der Erreger übertragen?

    Es sind überwiegend Katzen, die den Erreger der Toxoplasmose mit ihrem Kot ausscheiden. Gelangt der Erreger in feuchte Erde oder in Sand, dann kann er mehrere Monate, mitunter sogar Jahre überleben. Bei der Gartenarbeit kann es daher schnell passieren, dass man mit dem Parasiten in Kontakt kommt und nur eine unbedachte Bewegung Richtung Mund reicht aus und schon ist der Toxoplasmose-Erreger im Körper. Zu finden ist der Parasit aber auch auf ungewaschenem Obst und Gemüse, und da ihn auch Schlachttiere in sich tragen, sollte Fleisch immer sehr gut durchgebraten sein. Da Toxoplasmose in der Schwangerschaft sehr gefährlich werden kann, sollten werdende Mütter Gemüse und Obst immer gründlich waschen und Fleisch nur durchgebraten essen.

    Toxoplasmose in der Schwangerschaft

    Toxoplasmose in der Schwangerschaft ist gefährlich, besonders im ersten Drittel kann der Erreger zu einer Fehlgeburt führen. Kinder, die im zweiten oder im letzten Schwangerschaftsdrittel mit dem Erreger der Toxoplasmose zur Welt kommen, haben zunächst keine Symptome, erst in späteren Jahren zeigen sich die Folgen der Infektion im Mutterleib. Dass Toxoplasmose in der Schwangerschaft gefährlich ist, zeigt sich an den Schädigungen, die der Parasit auslösen kann. Vor allem Netzhaut- und Aderhautentzündungen, aber auch Verzögerungen in der Entwicklung und Krampfanfälle zeigen, wie gefährlich eine Toxoplasmose in der Schwangerschaft ist. Schwangere Frauen sollten sich auf eine Immunität auf Toxoplasmose untersuchen lassen, da aber die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für einen solchen Test nicht übernehmen, verzichten viele Frauen darauf.

    Welche Behandlung gibt es?

    Da Toxoplasmose in der Schwangerschaft für das Kind sehr gefährlich werden kann, stellt sich natürlich auch die Frage, wie die Krankheit behandelt werden kann. Schwangere, die sich frisch mit Toxoplasmose infiziert haben, sollten sich selbst dann behandeln lassen, wenn eine Infektion beim ungeborenen Kind nicht nachgewiesen werden kann. Auf diese Weise lässt sich das Risiko senken, dass der Parasit auf das Kind übertragen wird. Neugeborene, die im Mutterleib infiziert wurden, müssen sofort therapiert werden. Gegen Toxoplasmose werden unter anderem Wirkstoffe wie Spiramycin und auch Pyrimethamin oder Sulfadiazin eingesetzt, bei schwangeren Frauen auch in einer Kombination mit Folinsäure. Selbst wenn Toxoplasmose in der Schwangerschaft gefährlich ist, bei gesunden erwachsenen Menschen ist keine Behandlung notwendig.

    Wie können sich schwangere Frauen schützen?

    Damit es erst gar nicht zu einer Toxoplasmose in der Schwangerschaft kommt, sollten werdende Mütter einige einfache Regeln beherzigen. Leben Katzen mit im Haushalt, dann sollten die Tiere Dosenfutter und kein frisches Fleisch bekommen. Während der Schwangerschaft sollte ein anderes Mitglied der Familie die Katzentoilette reinigen und einmal am Tag mit heißem Wasser sehr gründlich sauber machen. Obst und Gemüse müssen vor dem Verzehr sehr gründlich gewaschen werden, und schwangere Frauen sollten auch rohes Fleisch, zum Beispiel in Form von Tatar meiden. Bei der Gartenarbeit müssen Handschuhe getragen werden und nach dem Besuch eines Spielplatzes müssen die Hände sehr gründlich gewaschen und nach Möglichkeit auch desinfiziert werden. In der Regel verläuft eine Infektion mit dem Toxoplasmose-Erreger ohne Symptome, wenn es aber zu Fieber, Durchfall, Schmerzen in den Muskeln und grippeähnlichen Symptomen kommt, dann können das Anzeichen für eine Infektion mit Toxoplasmose sein. In diesem Fall muss sofort ein Arzt aufgesucht werden.

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