Schlagwort: Krankheit

  • Apitherapie – mit der Bienenkraft heilen

    Apitherapie – mit der Bienenkraft heilen

    Den schwarz-gelben Insekten wird im Sommer vor allem negatives nachgesagt; Bienenstiche sind schmerzhaft und manchmal sogar gefährlich, das entspannte Picknick im Grünen kann durch sie ebenfalls erheblich gestört werden. Doch ein zweiter Blick auf die Bienen lohnt sich – denn die sogenannte Apitherapie, die aufgrund der Anwendung von grünem brasilianisches Propolis entwickelt wurde, ist in vielen Bereichen der modernen Medizin mehr als effektiv und heilend.

    Bienenprodukte helfen heilen

    Funde von Archäologen beweisen, dass Menschen bereits seit mehr als 6000 Jahren Bienenprodukte nicht nur zum Genuss, sondern auch zum Heilen einsetzen. Die Apitherapie gilt in Südamerika, in China, aber auch den ehemaligen Ostblockstaaten traditionell als Heilkraft. Dabei wird Honig, Gelee Royal, die Pollen und Propolis, aber auch das Bienengift verwendet. Die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten überzeugt dabei in jeglicher Hinsicht, denn während bei winterlichen Verkühlungen vor allem Propolistropfen helfen, ist etwa in der Gynäkologie der antimykotische Effekt bekannt. Auch bei chronischen Leiden wie Diabetes, Rheuma und sogar Hepatitis soll auf die Heilkraft der Bienenprodukte vertraut werden können.

    Gelee Royale hilft bei Bluthochdruck, Pollen bei Allergien

    Propolis wirkt als natürliches Antibiotikum und kann bei unterschiedlichen Erkrankungen sehr erfolgreich zum Einsatz kommen. Vor allem der Wirkstoff Artepillin C, der aus grünem Propolis gewonnen wird, wurde beispielsweise in Japan als Medizin für Krebsbehandlungen sogar patentiert. Bienengift wird hierzulande häufig bei Erkrankungen wie Fibromyalgie eingesetzt, denn diese Schmerzerkrankung kann mithilfe von Bienengiftinjektionen, die in der Dosis langsam gesteigert werden, sehr erfolgreich behandelt werden.

    Apis mellifera, die europäische Honigbiene

    Die hierzulande beheimatete Biene trägt den Namen Apis mellifera und ist damit Namensgeberin der Api-Therapie. Der Lebensbereich des Insekts ist im Umbruch begriffen, stärker werdende Monokulturen und der Schwund natürlich gewachsener Wiesen sowie der Einsatz vermehrter Insektenschutzmittel, macht ihr das Leben schwer. Dabei ist sowohl Honig, als auch die Pollen nicht nur ein leckerer Brotaufstrich und ein gesundes Süßungsmittel, sondern auch äußerst gesund. Wissenschaftlich erwiesen ist eine keimhemmende und keimabtötende Wirkung sämtlicher Bienenprodukte.

    Honig – schmeckt lecker und ist gesund

    Honig enthält neben den gesunden Kohlehydraten weitere sehr wirksame Stoffe wie etwa Enzyme, Acetylcholin, das für die Reizleitung im Nervensystem gebraucht wird, und Inhibine, das sind antimikrobiell wirksame Stoffe, quasi Hemmstoffe für Krankheitserreger. Gleichzeitig beinhaltet Honig Wuchshormon für die Hämoglobinproduktion im Blut. Nach Krankheiten und Operationen wird Honig häufig zur Stärkung bei Schwächezuständen und zur Rekonvaleszenz verwendet. Ebenso bei schlechter Wundheilung und vielen inneren Leiden.

    Bienengift – schmerzhaft, aber heilsam

    Wer heutzutage von einer Biene gestochen wird und nicht gerade an einer Allergie leidet, der empfindet Schmerz und die Schwellung der betroffenen Körperstelle tut weh. Da mag man es kaum glauben, dass tatsächlich provozierte und gewollte Insektenstiche einigen kranken Personen tatsächlich auch gut tun und Linderung verschaffen. Wer an Arthritis und Multiple Sklerose leidet, kann durch das Bienengift tatsächlich Besserung seiner Schmerzen verbuchen. Studien haben hier belegt, dass gezielte Injektionen des Giftes, deren Dosis nach und nach gesteigert wird, sich tatsächlich positiv auf betroffene Personen und deren Krankheitsbild auswirken.

    Apitherapie – weitgehend unbekannt, aber wirksam

    Bis vor knapp 70 Jahren war Apitherapie nicht nur wenig bekannt, sondern auch wenig erforscht. Erst danach haben viele Länder die gesundheitliche Bedeutung der Bienenprodukte als hochqualifiziert Medizin- und Nahrungsmittel erkannt. Inzwischen haben viele Wissenschaftler erfolgreich geforscht und die unterschiedlichen Eigenschaften in Verbindung mit Gegenanzeigen und Dosieranleitungen erforscht und studiert. Rein wissenschaftlich wird die Apitherapie in den Bereich der Komplementärmedizin bzw. Alternativmedizin eingeordnet, womit sie außerhalb der Schulmedizin steht. Komplementärmedizin bedeutet eine Kombination aus konventionellen Methoden in Verbindung mit alternativen Anwendungen.

    Die Apitherapie ist hierzulande noch weitgehend unbekannt, doch dank des Imkers Wilhelm Hemme wird sie seit 1986 vermehrt erforscht und in ersten Testreihen angewandt. Und der durchschnittliche Bürger in Deutschland? Sollte beim Frühstück noch genussvoller sein Honigbrötchen genießen und dabei ruhig etwas dicker auftragen.

    Bild: © Depositphotos.com / Irochka

  • Schwerhörigkeit – eine Krankheit, die die Lebensfreude hemmt

    Schwerhörigkeit – eine Krankheit, die die Lebensfreude hemmt

    Hören ist für die meisten von uns alltäglich – wir nehmen Geräusche und Töne wahr und verstehen sie auch. Damit können wir die Umwelt vollständiger erfassen, uns orientieren, aber auch uns mit unseren Mitmenschen verständigen. Egal ob uns Geräusche warnen oder uns Sicherheit geben, in jedem Fall beeinflusst es unser Denken und Fühlen. Wer schlecht hört, fühlt sich oft ausgeschlossen. Neben der Schwerhörigkeit, medizinisch auch als Hypakusis bezeichnet, gibt es auch eine Fehlhörigkeit, die Dysakusis. In beiden Fällen ist der Betroffene in seinem Alltag maßgeblich beeinträchtigt und oft vom sozialen Leben ausgeschlossen.

    Hörstörung kann unterschiedliche Ursachen haben

    Ist von Schwerhörigkeit die Rede, meint man damit meist ältere Personen. Doch auch junge Menschen können bereits davon betroffen sein, denn eine Hörstörung kann auch angeboren sein. Betroffen sind dabei entweder ein Ohr oder aber beide. Beschäftigt man sich mit der Art und der Form, wie sich die Schwerhörigkeit äußert, können Hinweise auf die möglichen Auslöser festgestellt werden. Oftmals erleiden Menschen einen Hörsturz, bei dem die Hörminderung akut und nur auf einem Ohr einsetzt. Ohrenschmerzen in Verbindung mit Fieber können auf eine Mittelohr- oder Gehörgangentzündung hinweisen. Auch Ursachen von außen können sich auf das Hörorgan auswirken – etwa wenn ein überlauter Knall oder eine Explosion das Ohr schädigen. Das sogenannte Knall- oder Explosionstrauma äußert sich in einem stechenden Ohrschmerz mit akut einsetzender Hörminderung, die bis zur Taubheit führen kann. Sind Menschen lange und intensivem Lärm ausgesetzt, können sie eine Lärmschwerhörigkeit entwickeln. Diese setzt meist schleichend ein und geht oft mit Tinnitus einher.

    Zwei Hauptformen der Schwerhörigkeit

    Je nachdem welcher Ohranteil die Hörstörung auslöst, unterscheidet der Mediziner zwei Hauptformen bei der Schwerhörigkeit. Zum einen gibt es die Schallleitungsschwerhörigkeit, bei der das Außen- oder Mittelohr betroffen ist. Damit wird die Weiterleitung der Schallwellen verzerrt. Typisches Anzeichen für diese Form der Erkrankung ist, wenn der Betroffene tiefe Töne erst ab einer kräftigen Lautstärke wahr nimmt, dafür aber normale Gespräche ohne weiteres verfolgen kann. Die zweite Form einer Schwerhörigkeit nennt sich Schallempfindungsschwerhörigkeit. Hier sind die Zellen im Innenohr oder sogar der Hörnerv dauerhaft beschädigt, sodass die Schallsignale nicht mehr komplett ins Hörsystem des Gehirns übertragen werden. Zu diesem Typ der Erkrankung zählt vor allem die Altersschwerhörigkeit und die Lärmschwerhörigkeit. Normal laute Töne werden dabei als sehr leise empfunden, laute Töne jedoch als sehr unangenehm.

    Wann ist der Arztbesuch notwendig?

    Wer plötzlich auf einem Ohr schlechter hört oder gleich gar nichts mehr wahr nimmt, sollte unbedingt zum Arzt. Denn das kann in Kombination mit einem Druckgefühl im Ohr und eventuellem Schwindel ein Hörsturz sein. Auch bei stechenden Schmerzen oder Tinnitus sollte ein HNO-Facharzt aufgesucht werden. Auch wenn keine akuten Vorfälle wie Silvesterknaller oder übermäßiger Lärm Auslöser für schlechtes Hören sind, sollte man einen Arzt aufsuchen. Mit gezielten Hörtests und entsprechenden Untersuchungen kann so die Ursache sowie die Diagnose und damit eine mögliche Therapie fest stellen.

    Die richtige Behandlung konzentriert sich auf die Symptome und die Art der Schwerhörigkeit. Manchmal erholt sich das Ohr auch von selbst wieder, wenn es den übermäßigen Reizen eine Weile nicht mehr ausgesetzt ist. Bei chronischen Hörproblemen gibt es die Möglichkeit, mittels Hörgeräte die Beeinträchtigung wieder auszugleichen. Moderne Formen sind hier bereits in Implantatform erhältlich, die die Hörfunktion zum Teil ersetzen. Ein speziell ausgebildeter Hörakustiker kann hier weiter helfen und die für den individuell Betroffenen optimale Lösung finden. Moderne Geräte können hier viel leisten und sind praktisch hinter dem Ohr unsichtbar.

    Klar ist, dass Schwerhörigkeit – egal in welchem Alter – kein unvermeidbares Schicksal eines Einzelnen ist. Sogar im Alter gibt es noch genügend Menschen, die gut hören. Wichtig ist, übermäßigen Lärm zu vermeiden. Damit können Gehörschäden entsprechend vorgebeugt werden, wozu auch ein sorgsamer Umgang mit diesem empfindsamen und im Alltag so wichtigen Sinnesorgan gehört.

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  • Nagelpilz – eine Pilzerkrankung die nicht unterschätzt werden darf

    Nagelpilz – eine Pilzerkrankung die nicht unterschätzt werden darf

    Im Sommer sind viele barfuß oder in offenen Schuhen unterwegs. Da fallen Erkrankungen im Bereich der Nägel auf. Tatsache ist, dass der Nagelpilz, der in der Sprache der Mediziner auch Onychomykose genannt wird, unbedingt behandelt werden muss.

    Kommt vorwiegend an feuchten Stellen vor

    Grundsätzlich ist Nagelpilz eine Pilzinfektion der Nägel, die in den meisten Fällen durch Fadenpilze, sogenannte Dermatophyten ausgelöst wird. Da sich diese vorwiegend an feuchten Stellen aufhalten, ist die Erkrankung häufiger an den Fuß- als an den Fingernägeln zu finden. Wird der kranke Nagel nicht richtig behandelt, besteht das Risiko, dass der Pilz ihn komplett zerstört und meist auch noch die benachbarten Nägel befällt. Das ist nicht nur optisch wenig überzeugend, sondern kann auch erhebliche Schmerzen auslösen und sogar das Gehen beeinträchtigen.

    Risikogruppe für Nagelpilz

    Die Fadenpilze, die meist Auslöser des Nagelpilzes sind, bevorzugen als Lebensraum feuchte und warme Regionen am Körper. Deshalb sind Zehenzwischenräume, Leistenbeugen oder aber Achseln und Hautfalten ideal für sie. Oft ist der Nagelpilz eine Folgeerkrankung von Personen, die bereits an Fußpilz leiden. Es ist aber auch eine direkte Infektion der Nägel möglich, etwa in öffentlichen Bädern, Saunen oder Fitness-Studios in den Duschen oder Umkleidekabinen. Grundsätzlich ist fest zu halten, dass ältere Menschen anfälliger sind für diese Form der Erkrankungen. Die Durchblutung ist meist bereits schlechter, da die Gefäße verkalkt sind, oder aber sie leiden an einem geschwächten Immunsystem, ausgelöst durch mehrere Krankheiten oder der Einnahme von vielen Medikamenten. Auch Diabetiker gehören zur Risikogruppe, da sie in fortgeschrittenem Stadium an Sensibilitätsstörungen leiden können, die Verletzungen am Fuß, die durchaus Eintrittsbereich für Erreger sein können, nicht mehr richtig wahrnehmen. Grundsätzlich gilt, dass alle Personen, die an Durchblutungsstörungen leiden, ein erhöhtes Risiko haben, an Fuß- oder Nagelpilz zu erkranken. Auch Sportler gehören zur gefährdeten Gruppe, da sie vermehrt Gemeinschaftsduschen oder Umkleidekabinen nutzen, in denen besonders häufig Pilze vorkommen. Aufgrund der vermehrten Schweißabsonderung beim Sport finden diese eine aufgeweichte Haut vor, in die sie leicht eindringen können.

    Vorbeugen ist besser als Behandeln

    Eine wichtige Grundregel, um eine Erkrankung an Nagelpilz zu vermeiden, ist natürlich in öffentlichen Einrichtungen wie Saunen, Schwimmbädern oder Hotelbädern nicht barfuß zu laufen. Handtücher, Socken und Badematten, aber auch Bettwäsche sollte immer bei Temperaturen über 60 Grad gewaschen werden. Auch den Schuhen kommt eine wichtige Rolle zu, denn sie sollten perfekt passen und natürlich aus einem atmungsaktiven Material sein. Damit wird die Fußfeuchte rasch wieder abgeleitet.

    Richtiges Verhalten bei Erkrankung und Therapie

    Wer sich bereits mit einem Nagelpilz angesteckt hat, sollte ein eigenes Handtuch für die Fuße benutzen und dieses täglich wechseln. Bei der Nagelpflege müssen Nagelschere oder Feile nach jeder Anwendung – ebenso wie die Hände – nach jedem Kontakt mit dem kranken Nagel gereinigt werden. Abgesehen davon sollte aus Rücksicht auf andere Personen in der unmittelbaren Umgebung darauf verzichtet werden, barfuß zu laufen – dies gilt sowohl für Zuhause als auch für öffentliche Einrichtungen.

    Dazu passend muss der Nagelpilz natürlich entsprechend behandelt werden. Dazu gibt es bestimmte Mittel, die der Mediziner auch Antimykotika nennt. Diese sind auf Basis von bestimmten Wirkstoffen zusammen gesetzt, die die Pilze gezielt abtöten oder aber einfach ihr Wachstum entsprechend hemmen. Ist nur die oberflächliche Nagelschicht vom Pilz befallen, so kann der Betroffene mit Tinkturen und entsprechenden Nagellacken der Infektion zu Leibe rücken. Sind die Pilzsporen aber bereits in den Nagel bzw. den Nagelfalz vorgedrungen, kann es passieren, dass auch der nachwachsende Nagel immer wieder infiziert wird. Damit ist klar, dass auch eine innerliche Behandlung in Form von Tabletten oder Kapseln notwendig wird. Die genaue Auswahl des Medikaments trifft der behandelnde Arzt nach der genauen Diagnose, die er anhand der Ergebnisse der Pilzkultur trifft. Ist diese nicht genau eruierbar, so kommt meist ein Breitspektrum-Antimykotika zur Anwendung, die gegen mehrere verschiedene Pilzsorten optimal wirkt.

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  • So halten Sie Ihre Augen gesund

    So halten Sie Ihre Augen gesund

    Gefahren für den perfekten Durchblick

    Dass die Augen unser wichtigstes Sinnesorgan sind, ist unbestritten. Laut Schätzungen werden 70 Prozent aller Informationen über das Sehen wahr genommen. Damit die Sehkraft im wahrsten Sinn des Wortes auch noch im Alter erhalten bleibt, muss den Augen viel Aufmerksamkeit geschenkt werden. Bekannte Risikofaktoren wie im nachfolgenden Text aufgelistet, sollten hingegen vermieden werden.

    Grauer Star ist Risiko im Alter

    Vor allem Personen ab dem 50. Lebensjahr sind gefährdet an der Volkskrankheit Grauer Star zu leiden. Diese setzen dem Sehvermögen erheblich zu, unter anderem das Anfangsstadium, der sogenannte Katarakt. Beim Grauen Star kristallisiert sich das Eiweiß, das sich in der Augenlinse befindet, aus und trübt den Block. Betroffene klagen, dass sie wie durch Milchglas sehen. Wer hingegen unter Grünem Star leidet, der im Fachjargon auch Glaukom genannt wird, muss sich damit auseinander setzen, dass aufgrund eines erhöhten Augeninnendruckes der Sehnerv langsam zerstört wird. Wird diese Krankheit nicht behandelt, droht die komplette Erblindung.

    Risiko UV-Licht wird oftmals unterschätzt

    Die Sonne tut Körper und Seele ja gut, wie allgemein bekannt ist. Doch zu viel UV-Licht kann Schäden an der Linse und der Netzhaut des Auges führen. Gefährlich ist dabei, dass der Betroffene erstmal gar nichts davon bemerkt, sondern erst Jahre später unter Grauem Star oder einer Makuladegeneration leidet. Besonders wenn Sonne in Kombination mit Schnee auftritt, sind die Augen entsprechend zu schützen, sonst droht Schneeblindheit. Denn die obersten Zelllagen der Hornhaut können hier beschädigt werden, was nicht nur erhebliche Schmerzen, sondern auch kurzzeitige Sehprobleme verursacht. Abhilfe schafft hier eine gute Sonnenbrille, die sowohl im Fachhandel als auch beim Optiker erhältlich ist. Wichtig ist, dass sie über ausreichend hohen UV-Schutz verfügt und ausreichend groß ist, um bis zu den Augenbrauen und seitlich bis zum Gesichtsrand zu reichen.

    Rauchen schädigt auch die Augen

    Dass Rauchen ungesund ist, ist hinlänglich bekannt. Doch dass der blaue Dunst auch für die Augen kritisch werden kann, wissen weniger. Doch es gilt als erwiesen, dass Rauchen zu einer früheren Entwicklung der Makuladegeneration führt. Diese ist die häufigste Ursache für Blindheit im Alter. Abgesehen davon hemmen die Schadstoffe in den Zigaretten die Durchblutung im Auge, was wiederum zu einer Verschlechterung der Sehkraft führt.

    Bluthochdruck und Diabetes sind Gefahr für die Augen

    Unbehandelter Bluthochdruck oder auch schlecht eingestellte Diabetes setzen den Augen ebenfalls langfristig zu. Denn durch beide Krankheitsbilder können die feinen Gefäße, die für die Blutversorgung in der Netzhaut zuständig sind, zerstört werden. Die sogenannte diabetische Retinopathie gehört demnach zu den häufigsten Komplikationen und Begleiterscheinungen von Zuckerkrankheit im Alter. Zudem sind Diabetiker verstärkt gefährdet, an Grauem Star zu erkranken. Ein regelmäßiger Check beim Augenarzt ist unbedingt erforderlich.

    Kontaktlinsen nicht zu lange tragen

    Viele schaffen bei Fehlsichtigkeit mit Kontaktlinsen Abhilfe. Doch auch hier ist Vorsicht geboten, denn zu lange getragene Linsen können die Sauerstoffzufuhr zum Auge hemmen. Vor allem die Hornhaut, die besonders empfindlich ist, kann mit sogenannten Gefäßeinsprossungen reagieren. Das heißt, Blutäderchen wachsen in Richtung Hornhaut und sind über kurz oder lang deutlich sichtbar. Haben sie sich einmal gebildet, gehen sie auch nicht mehr weg.

    Sicca-Syndrom aufgrund von Alkoholgenuss

    Auch Alkohol kann negative Wirkungen auf die Augengesundheit haben. Es gibt Studien, die einen Zusammenhang zwischen dem Sicca- Syndrom, also dem trockenen Auge, und dem Konsum von Alkohol nachweisen. Dabei wird davon ausgegangen, dass der Alkohol in die Tränenflüssigkeit vordringt und deren Zusammensetzung so beeinträchtigt, dass die Augen mit Brennen, Rötungen und vermehrtem Tränenfluss reagiert. Letztendlich ist dadurch auch das Sehvermögen beeinträchtigt.

    Damit die Augen lange gesund und die Sehkraft erhalten bleibt, sollte ein regelmäßiger Check beim Augenarzt erfolgen. Klar ist, dass bei Beschwerden oder gar Schmerzen und Sehbeeinträchtigungen, unbedingt medizinischer Rat eingeholt werden muss. Vor allem wessen Sehvermögen durch Punkte, Schatten oder Blitze gestört wird, sollte hierbei Eile an den Tag legen, um Schlimmeres zu vermeiden.

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  • Niedriger Blutdruck – die unterschätzte Volkskrankheit

    Niedriger Blutdruck – die unterschätzte Volkskrankheit

    Müdigkeit, Unkonzentriert, manchmal sogar Kopfschmerzen – das alles sind Symptome, unter denen viele leiden, die gar nicht so richtig krank sind. Sie leiden vermutlich unter zu niedrigem Blutdruck, der natürlich Auswirkungen wie ungenügende Blut- und Sauerstoffversorgung von Herz, Gehirn und anderen wichtigen Organen hat. Auch wenn die Krankheit meist harmlos ist, können Betroffene gut entgegen wirken.

    Wann ist der Blutdruck zu niedrig?

    Von einer Hypotension oder niedrigem Blutdruck spricht der Mediziner dann, wenn die Blutdruckwerte unter 95/65 mm/Hg (Millimeter-Quecksilbersäule) liegen. Eine besondere Form dieses Krankheitsbildes kann bei rascher Änderung der Körperlage auftreten, etwa wenn jemand rasch aufsteht. Dann versackt das Blut in die untere Körperhälfte und das Gehirn wird mit zu wenig Sauerstoff versorgt. Die Gefahr eines Kreislaufkollaps ist damit gegeben.

    Ursachen und Beschwerden sind vielfältig

    Niedriger Blutdruck kann viele Ursachen haben, unter anderem kann er im Zusammenhang mit Erkrankungen des Herzens oder des Hormonsystems oder aber auch des Nervensystems entstehen. Weitere häufige Ursachen können Infektionen, ein starker Blutverlust oder ein Flüssigkeitsmangel bzw. eine Schwangerschaft sein. Typische Beschwerden für einen zu niedrigen Blutdruck können Schwindel oder Schwarzwerden vor Augen sein oder aber auch Kopfschmerzen und ein Kribbeln in den Gliedmaßen. Weitere Anzeichen sind oftmals Schlaflosigkeit trotz Müdigkeit und eine gewisse Antriebslosigkeit, aber auch Herzklopfen und Ohrensausen.

    Gewisse Personengruppen sind besonders betroffen

    Wie bei vielen anderen Erkrankungen gibt es Personengruppen, die öfters unter zu niedrigem Blutdruck leiden als andere. Dazu gehören vor allem große, sehr hagere Menschen und ältere Menschen. Manchmal sind auch Jugendliche, die gerade einen Wachstumsschub erleben, davon betroffen ebenso wie schwangere Frauen.

    Diagnose und Behandlung ist einfach

    Auch wenn zu niedriger Blutdruck eigentlich keine Krankheit im herkömmlichen Sinn ist, sollten Betroffene bei häufigen Auftreten der genannten Symptome zum Arzt gehen. Dieser kann sehr rasch und effizient das Krankheitsbild abklären und entsprechende Therapien vorschlagen. Um tatsächlich feststellen zu können, ob die Werte des Blutdrucks unter dem Normalwert liegen, ist die richtige Messung wichtig. Neben der Verwendung von geeichten Geräten muss die Prozedur während einer absoluten Ruhephase des Patienten erfolgen. Am besten wird am Handgelenk gemessen, wobei mehrmaliges Messen hintereinander sinnvoll ist. Auch zu unterschiedlichen Zeitpunkten während des Tagesverlaufes kann Unterschiede bei den Messwerten ergeben. Für Betroffene macht es Sinn, dass sie über mehrere Wochen hinweg eine Art Tagebuch mit den Messergebnissen führen, um einen Überblick über das Krankheitsbild gewinnen zu können.

    Bei der Behandlung geht es in erster Linie darum, den Kreislauf des Betroffenen zu stärken. Das erfolgt mittels einfacher Maßnahmen und beginnt dabei, dass sich die Lebensgewohnheiten ändern müssen. Jeder, der unter zu niedrigem Blutdruck leidet, sollte sich morgens zum Aufstehen aus dem Bett viel Zeit lassen und erstmals seinen Körper im Bett ausgiebig dehnen und strecken. Anschließend helfen warm-kalte Wechselduschen, die immer mit kaltem Wasser beendet werden sollen und Bürstenmassagen dem Kreislauf auf die Sprünge. Ein wichtiger Faktor ist regelmäßige Bewegung und Sport, wobei hier vor allem Schwimmen, Laufen und Tennis ratsam ist. Wer gerne in die Sauna geht, kann seinem Kreislauf auch noch was Gutes tun, indem er das in wöchentlichen Abständen regelmäßig wiederholt. Auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, am besten Wasser oder ungesüsster Tee, ist wichtig. Für akute Hilfe bei niedrigem Blutdruck ist es sinnvoll blutdrucksteigernde Medikamente einzunehmen. Wer hier auf den Wirkstoff Etilefrin setzt, liegt richtig. Auch pflanzliche Mittel wie Weißdorn, Schafgarbe oder Mistel und Melisse sind hier zu empfehlen. Wichtig zu wissen ist, dass Betroffene mit dem Genuss von Koffein keine dauerhafte oder längerfristige Abhilfe bei den Beschwerden erreichen.

    Hilfe vom Arzt

    Wer mit den Hausmitteln und den Naturkräutern als Tee und Tinktur keine Linderung seiner Beschwerden erreicht, sollte sich vom Arzt helfen lassen. Der kann kreislaufstärkende Medikamente des Dihydergot-Typs verschreiben.

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  • Parkinson – die Schüttellähmung

    Parkinson – die Schüttellähmung

    Es war der Arzt und Apotheker James Parkinson, der im Jahre 1817 einen ersten ausführlichen Bericht über eine Krankheit schrieb, die er Schüttellähmung nannte und die heute seinen Namen trägt. Als James Parkinson lebte, konnte den Menschen, die unter Schüttellähmung litten, nicht geholfen werden, heute ist es dank der richtigen Medikamente möglich, den Betroffenen ein halbwegs normales Leben ohne große Beschwerden zu ermöglichen. Aber bis heute ist Parkinson eine chronische Krankheit, für die es noch keine Heilung gibt. Was genau ist Morbus Parkinson und wie kann die Krankheit heute behandelt werden? Gibt es vielleicht schon ein Medikament, das die Betroffenen heilen kann?

    Was genau ist Parkinson?

    Parkinson ist eine neurologische Krankheit, bei der langsam aber sicher bestimmte Zellen im Gehirn nach und nach absterben. Diese Zellen haben eigentlich die Aufgabe, als eine Art Bote zu fungieren, um Dopamin zu transportieren, denn nur wenn das Dopamin an die richtigen Stellen kommt, kann es die Bewegungen steuern. Wenn jedoch die Zellen absterben, die das Dopamin produzieren, dann kommt es zwangsläufig zu einem Mangel an Dopamin und die Patienten zeigen die typischen Symptome wie ein unkontrolliertes Zittern der Hände, den sogenannten Tremor, eine Verlangsamung der Bewegungen und eine Versteifung der Muskeln.

    Wen betrifft Parkinson?

    Es sind überwiegend ältere Menschen, die von Parkinson betroffen sind, denn die Krankheit trifft überwiegend bei Menschen auf, die zwischen 50 und 60 Jahre alt sind. Nur ungefähr zehn Prozent der Patienten ist unter 40 Jahre alt und Männer sind deutlich häufiger betroffen als Frauen. Die Deutsche Parkinsongesellschaft schätzt, dass in Deutschland ca. 250.000 bis 300.000 Menschen unter Parkinson leiden. Bedingt durch die steigende Lebenserwartung in den nächsten Jahren muss damit gerechnet werden, dass sich die Zahl der Parkinson Patienten bis 2030 mehr als verdoppelt hat.

    Unterschiedliche Krankheitsbilder

    Auch wenn die Symptome bei Parkinson signifikant sind, die Krankheit wird von jedem Patienten anders wahrgenommen. Das mag daran liegen, dass es unterschiedliche Störungen, bewusste und auch unbewusste Abläufe der einzelnen Bewegungen gibt. Kompliziert wird es aber erst dann, wenn es sich nicht um echtes Parkinson handelt, denn es gibt noch eine Reihe von Unterarten. Vom Idiopathischen Parkinson-Syndrom spricht der Arzt, wenn die Untersuchungen keine logische Ursache zulassen, der Patient aber gleichzeitig viele Symptome aufweist, die zu Morbus Parkinson passen.

    Ein symptomatisches Parkinson-Syndrom liegt immer dann vor, wenn die Ursache für die Symptome feststeht. Das ist immer dann der Fall, wenn der Patient zum Beispiel Medikamente eingenommen hat, die für ein Parkinson-ähnliches Krankheitsbild sorgen. Werden die Medikamente abgesetzt, dann verschwinden auch die Symptome. Atypisch ist Parkinson, wenn der Patient zwar die typischen Symptome hat, es sich aber um eine andere, sehr ähnliche neurologische Krankheit handelt.

    Wie wird Parkinson behandelt?

    Bislang gibt es nur die Möglichkeit, Parkinson mit verschiedenen Medikamenten zu behandeln, die alle eines gemeinsam haben: Sie können die Krankheit nicht stoppen, aber sie können die Beschwerden immerhin mildern. Da jede Erkrankung anders verläuft, muss die Behandlung immer auf den jeweiligen Patienten abgestimmt werden. Die meisten Betroffenen werden mit einem Medikament behandelt, was den Mangel an Dopamin ausgleicht, und mit diesen Medikamenten werden heute auch die größten Erfolge erzielt. Bei Patienten über 70 wird gerne L-Dopa eingesetzt, ein Medikament, das in den meisten Fällen gut wirkt und das von allen Parkinson Medikamenten die wenigsten Nebenwirkungen hat.

    In einigen Fällen bietet sich auch eine tiefe Hirnstimulation an, die von einer medikamentösen Therapie begleitet wird. Ob diese Stimulanz infrage kommen kann, das richtet sich zum einen nach dem Alter und zum anderen nach dem Stadium der Krankheit. Auch Logopädie und eine Ergotherapie können den Patienten helfen, mit den Symptomen besser umzugehen. Sinnvoll ist es aber immer, in einer speziellen Parkinson Klinik behandelt zu werden.

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