Schlagwort: Krankheitsbild

  • Weniger Deutsche versterben an Herzkrankheiten

    Weniger Deutsche versterben an Herzkrankheiten

    Herzkrankheiten gehören zu den modernen Zivilisationskrankheiten. Fettleibigkeit, Rauchen und ein Mangel an Bewegung verursachen Herzkrankheiten unterschiedlicher Art. Dabei versterben viele Patienten aufgrund von Herzkrankheiten. Nun hat die Deutsche Herzstiftung einen Bericht herausgegeben, indem angegeben wird, dass die Zahl der Personen die an einer Herzkrankheit versterben zurückgegangen ist.

    Bessere Behandlungsmethoden sind ausschlaggebend

    In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Zahl der Todesfälle im Bereich der Herzgefäßerkrankungen um 28 % gesenkt. Zusätzlich ist ein starker Rückgang bei akuten Herzinfarkten zu verzeichnen. Im Jahr 2012 waren es 65,2 Todesfälle auf 100.000 Einwohner, im Jahr 1992 lag diese Zahl bei 108,9. Insgesamt sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die häufigste Todesursache in Deutschland. Im Jahr 2013 erlagen etwa 354.500 Personen den Folgen. Das macht ein Drittel aller Todesfälle in der Bundesrepublik aus. Dabei sterben die meisten von ihnen durch Herzschwäche und koronare Herzkrankheiten. 128.171 Personen starben 2012 an einer koronaren Herzgefäßerkrankung und 46.410 an einer Herzschwäche.

    Dabei ist der Hauptgrund für den Rückgang der Todesfälle eine Verbesserung der Behandlungsmethoden. Sowohl neue Erkenntnisse im Bereich der medikamentösen Behandlung als auch bessere Operationsmethoden, sowie Nachbehandlungen erhöhen den Behandlungserfolg. Hinzu kommt, dass sich das Notarzt- und Rettungssystem in den vergangenen 20 Jahren stark zum Positiven verändert hat. Mehr Einsatzfahrzeuge, eine bessere Erreichbarkeit und die höhere Anzahl an medizinischen Einrichtungen machen einen echten Unterschied.

    Bundesländer weisen Unterschiede auf

    Die deutsche Herzstiftung gibt in ihrem Herzbericht auch an, dass die einzelnen Bundesländer ganz verschiedene Sterberaten aufweisen. Im Osten gibt es demnach wesentlich mehr Todesfälle auf 100.000 Einwohner als im Rest des Landes. Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen führen die Statistik mit je 105, bzw. 103 und 94 Todesfällen an. Am anderen Ende des Spektrums finden sich Schleswig-Holstein mit 46, Hessen mit 54 und Berlin mit 56 Todesfällen. Diese Kluft besteht bereits seit langen. In den vergangenen Jahren ist sie allerdings ein wenig kleiner geworden. Der Herzinfarkt ist das Krankheitsbild, an dem mehr Männer versterben. Alle anderen Herz-Kreislauf-Krankheiten werden zum Großteil nicht von Frauen überlebt. So sind zum Beispiel im Jahr 2012 etwa doppelt so viele Frauen an Vorhofflimmern verstorben wie Männer. Ein Grund dafür ist, dass das Herz-Kreislauf-System von Männern und Frauen verschieden aufgebaut ist. Die Herzgefäße von Frauen sind generell feiner als die von Männern. Dies bedeutet, dass Operationen schwieriger sind und dass Medikamente mit mehr Vorsicht dosiert werden müssen.

    Ein ungesunder Lebensstil ist nicht immer der Auslöser für die Herzkrankheiten. Es gibt eine Vielzahl von Herzfehlern, die angeboren sind. Dabei ist etwa jedes 100. Kind betroffen. Damit ist ein angeborener Herzfehler die am häufigsten auftretende Fehlbildung in Neugeborenen. Auch hier ist die Sterberate in den vergangenen 20 Jahren zurückgegangen. Von 21.600 Kindern, die im Jahr 2012 in Deutschland mit einem Herzfehler zur Welt kamen, kam es zu lediglich 423 Todesfällen. Der Bericht verzeichnet über die letzten 20 Jahre einen Rückgang von 65 Prozent.

    Welche Herzkrankheiten gibt es?

    Die Zahl der Herzkrankheiten ist groß. Die bekanntesten sind wohl koronare Herzkrankheiten, Arrhythmien, Perikarditis, Kardiomyopathie und angeborenen Herzfehler.

    Koronare Herzkrankheiten

    Es handelt sich um eine Verstopfung der Arterien. Der Blutfluss ist stark beeinträchtigt und dies kann zur Entstehung eines Herzinfarktes führen. Die Verstopfung wird durch falsche Ernährung, Rauchen und zu wenig Bewegung hervorgerufen. Neben einer Umstellung der Lebensgewohnheiten gibt es diverse Medikamente die helfen. Aber auch chirurgische Eingriffe wie ein Beipass oder eine Gefäßerweiterung sind möglich.

    Arrhythmie

    Eine Arrhythmie wird häufig durch eine Verstopfung der Arterien verursacht. Dies führt zu einem unregelmäßigen Herzschlag. Aber auch ein beeinträchtigter Herzmuskel, Herzverletzungen durch einen Infarkt oder ungleichmäßiges Erregungsleitersystem können der Auslöser sein. In diesem Fall kommen die bekannten Blutverdünner und Beta-Blocker zum Einsatz. Ist die medikamentöse Behandlung nicht ausreichen, kommt ein Herzschrittmacher infrage.

    Perikarditis

    Der Herzmuskel ist von einem Sack umschlossen, der von einem Krankheitserreger befallen werden kann. Ist dies der Fall, gibt es diverse Arzneimittel, die sehr gute Ergebnisse zeigen. Darüber hinaus ist auch eine Operation eine mögliche Behandlung.

    Kardiomyopathie

    Diese Krankheit ist fortschreitend und wenn sie unbehandelt bleibt, kann es zu diversen Symptomen kommen. Neben Herzschlagaussetzern und Arrhythmie kommt es häufig zu einer Verdickung des Herzmuskels sowie zu einer Verhärtung und Vergrößerung. Je nachdem welche Symptome der Patient zeigt, gibt es unterschiedliche Behandlungsmethoden.

    Herzfehler

    Herzfehler sind angeboren und entwickeln sich nicht im Laufe der Zeit. Personen mit dieser Krankheit werden fortwährend mit Medikamenten behandelt und müssen ihren Lebensstil dieser besonderen Situation anpassen.

  • Blutvergiftung – Wie gefährlich?

    Blutvergiftung – Wie gefährlich?

    Sie gehört zu den gefährlichsten Krankheiten, die nicht selten auch von Ärzten unterschätzt wird – die Blutvergiftung. Dabei ist die Blutvergiftung nach Herz- und Kreislaufversagen die dritthäufigste Todesursache in Deutschland und jedes Jahr werden rund 154.000 Menschen mit der Diagnose Blutvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert.

    Was verursacht eine Blutvergiftung?

    Eine Sepsis, wie die Blutvergiftung mit medizinischem Namen heißt, kann jeden treffen und es ist nicht nur die verschmutzte Wunde, die für eine Vergiftung des Blutes sorgt. Ein Insektenstich kann ebenso eine Sepsis auslösen wie auch eine Brandwunde, die nicht richtig versorgt wurde. Immer dann, wenn das Immunsystem es nicht mit seinen eigenen Mitteln schafft, die Bakterien zu bekämpfen, dann gelangen diese ins Blut und breiten sich in nur wenigen Stunden in allen wichtigen Organen wie dem Herz, der Lunge, den Nieren oder der Leber aus.

    Mit diesem Zustand ist der Körper letztendlich vollkommen überfordert und irreparabel geschädigt. Wenn keine schnelle Hilfe geleistet wird, dann droht ein Zusammenbruch des Kreislaufs und der Organe. Kommt es zu diesem lebensbedrohlichen Zustand, dann drohen ein septischer Schock, Atemstillstand und der Tod.

    Wie wird eine Blutvergiftung erkannt?

    Immer wenn es um Blutvergiftungen geht, dann kommt auch der berühmte rote Streifen ins Spiel. Dieser Strich, der von der Wunde in Richtung Herz verläuft, soll angeblich ein untrügliches Zeichen dafür sein, dass es sich um eine gefährliche Blutvergiftung handelt. Aber eine Sepsis ist tückisch und der rote Strich ist lediglich eine Entzündung der Lymphbahnen, aber er liefert keinen sicheren Beweis dafür, dass mit dem Blut etwas nicht stimmt.

    Wer eine Wunde hat, selbst wenn es sich nur um einen kleinen Kratzer handelt, sich dann unwohl fühlt und Fieber und Schüttelfrost bekommt, der muss davon ausgehen, dass es sich um eine Blutvergiftung handelt. Auch wenn diese Symptome zusammen mit einer Untertemperatur von unter 36° Grad auftreten, dann ist eine Sepsis sehr wahrscheinlich. Wenn diese Beschwerden auftreten, dann wird es höchste Zeit einen Arzt oder noch besser gleich die Notaufnahme eines Krankenhauses auszusuchen. In der Klinik wird dann ein sogenannter Procalcitonin Test gemacht. Innerhalb einer Stunde kann ein Notfalllabor eine Sepsis nachweisen und der Betroffene wird dann in der Regel mit hoch dosiertem Antibiotikum erfolgreich behandelt.

    Gibt es einen sicheren Schutz vor Blutvergiftungen?

    Eine sichere präventive Maßnahme, wie zum Beispiel eine Impfung gegen die Sepsis, gibt es leider nicht. Der Grund sind die vielen verschiedenen Bakterien, die eine Blutvergiftung auslösen können. Da aber zum Krankheitsbild vielfach auch eine Lungenentzündung gehört, ist es vor allem für ältere Menschen über 60 Jahre eine gute Idee, sich gegen Pneumokokken impfen zu lassen. Diese Erreger sind besonders häufig der Auslöser für eine bakterielle Lungenentzündung im Rahmen einer Sepsis.

    Auch alle diejenigen, die Probleme mit dem Herzen haben oder an Diabetes erkrankt sind, sollten sich vorsorglich impfen lassen. Es gibt aber sehr effektive Maßnahmen, die Blutvergiftungen verhindern können. So sollte jede Wunde, auch wenn sie vielleicht noch so klein ist, immer sehr sorgfältig behandelt werden. Zunächst muss die Wunde vorsichtig gesäubert und anschließend desinfiziert werden. Auf diese Weise werden mögliche Bakterien aus der Wunde entfernt. Sollte eine Verletzung dann trotzdem unangenehm pochen, sollte man nicht lange zögern, sondern einen Arzt aufsuchen, um eine gefährliche Sepsis zu vermeiden.

  • Progerie – Krankheit ohne Heilung

    Progerie – Krankheit ohne Heilung

    Progerie – Was ist das?

    Progerie – eine Krankheit, von der immer mal wieder in den Medien zu hören und zu lesen ist, die bislang aber noch nicht vollends erforscht wurde und mit der sich immer noch zu wenige Menschen auseinandersetzen.  Dabei ist diese Krankheit sehr heimtückisch und beeinträchtigt nicht nur das Leben der betroffenen Kinder sondern vielmehr das des gesamten Umfeldes.  Grundsätzlich beschreibt der Begriff der Progerie eine Krankheit, die in den meisten Fällen bei Kindern auftritt und mit einem überschnellen Alterungsprozess einhergeht.  Erstmals beschrieben wurde dieses Krankheitsbild im Jahre 1886 von Hastings Gilford und Jonathan Hutchinson. Hierdurch wird die Progerie auch als Hutchinson-Gilford Syndrom bezeichnet. Die vorzeitige Ergreisung der betroffenen Kinder ist nur eines von vielen äußerlichen Merkmalen dieser schlimmen Erkrankung. Die Progerie ist ein schleichender Prozess, der mal schneller mal weniger schnell zu bestimmten Symptomen führt. Wie bei vielen anderen Erkrankungen, so gibt es auch bei der Progerie erste Krankheitsanzeichen.

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  • Rückenerkrankung – Rückenschmerzen

    Rückenerkrankung – Rückenschmerzen

    Rückenerkrankungen sind im Vormarsch

    Die Erkrankung des Rückens ist in der Gesundheit ein aktuelles sowie vielschichtiges Thema. Fast jeder kennt es, der Rücken ist verspannt und der Mensch macht eine unbedachte Bewegung, die er sonst immer getan hat und auf einmal „schießt“ es in den Rücken. Zuerst denkt jeder an einen Hexenschuss, der zwar schmerzhaft, aber nicht gefährlich ist. Dennoch sollte in der Regel nach ein paar Tagen eine Besserung eintreten, behandelt wird er für gewöhnlich von den Ärzten mit Spritzen oder Schmerzmitteln. Eine leichte Bewegung wird da angeraten. Wenn er nach einigen Tagen nicht vorbei ist, muss abgeklärt werden, ob noch etwas anderes vorliegen könnte. Denn weitere Möglichkeiten könnten sein, dass der Ischias oder ein eingeklemmter Nerv die Ursache sind, die den Schmerz auslösen. Wobei im Allgemeinen angenommen wird, dass bei Hexenschuss und Ischias auch erste Anzeichen für eine Erkrankung der Rückenwirbel vorliegen könnten. Dies muss durch eine eingehende Untersuchung abgeklärt werden. Dies geschieht für gewöhnlich mittels einer Computertomographie, aber in den letzten Jahren wird mehr die Magnetresonanztomographie (MRT) bevorzugt, da sie wesentlich genauer ist. Hier ist es möglich, Weichteile genauer anzusehen, sowie Entzündungen im Körper zu entdecken, die ohne weiteres zu Problemen im Rücken führen können. Somit kann die Ursache dann gezielter behandelt werden, damit der Patient schneller wieder schmerzfrei wird.

    Mögliche Gründe für Rückenschmerzen

    Eine andere Möglichkeit der Rückenschmerzen ist der eingeklemmte Nerv, welcher überaus schmerzhaft ist und der Patient kann sich nur selten normal bewegen. Dieser rührt in der Regel von einer zu schwachen Rückenmuskulatur, was dazu führt, dass der Nerv sich immer wieder bei gewissen Bewegungen einklemmen kann, die Rückenmuskulatur ist verhärtet und der Nerv wird sich nur schwer befreien. Als erste Hilfe gibt es bestimmte Übungen, die den Nerv wieder in die ursprüngliche Position bringen und die Schmerzen lindern sollen. Wenn dies aber nicht hilft, ist der Arztbesuch unaufschiebbar. Je nachdem, wie stark der Schmerz ist, wird der Patient gestreckt und bekommt eine Schmerzspritze. Ist der Schmerz vorbei, erhält der Patient eine Physiotherapie, welche die Muskulatur geschmeidig hält und nicht wieder verhärtet.  Um die Rückenmuskulatur aber dauerhaft zu stärken, ist es nötig, dass sie wieder aufgebaut wird. Dies geschieht mittels einer Rückenschule, bei denen bestimmte Übungen durchgeführt werden, die ebenfalls zuhause angewendet werden müssen. Hier gibt es Übungen für alle Muskelgruppen, die den Rücken sowie die Wirbelsäule dauerhaft unterstützen. Es wird angedacht, dass das Programm mehrfach in der Woche durchgeführt wird, aber Menschen mit bereits vorhandenen Rückenproblemen sollten die Übungen unbedingt unter Aufsicht machen und sich entsprechend einweisen lassen.

    Rückenerkrankungen können nicht nur durch Verspannungen kommen, mittlerweile ist auch bekannt, dass sie durch seelische Belastungen auftreten. Hier wäre für den Patienten zu überlegen, inwiefern diese mit reinspielen können und ob sich der Lebensstandard entsprechend stressfreier gestalten lässt, dass die Gesundheit darunter nicht leiden muss. Denn auch hier häufen sich die Krankheitsbilder, bei denen in erster Linie die Symptome behandelt werden, solange die Ursache nicht gefunden wurde. Zur Behandlung gehört seit wenigen Jahren die Chirotherapie, die der Arzt durchführt. Diese Methode ist zwar nicht neu, findet aber wieder mehr Beachtung in der Medizin.

  • Psychologie und Gesundheit – Depressionen

    Psychologie und Gesundheit – Depressionen

    Ein gesunder Körper verfügt über einen gesunden Geist

    So, oder so ähnlich fassten bereits einige griechische Philosophen ihre Gedanken zum Thema Körper und Geist in Worte, denn um gesund zu leben, sollte man auch frei von Ängsten, Zwängen und sonstigen psychologischen Problemen sein. Dementsprechend ist es im Interesse aller Menschen, die Gesund sein möchten, dass sie mit ihren Gedanken ins Reine kommen. Ist dies bereits der Fall, so können Sie sich glücklich schätzen, denn zieht man das Ergebnis aktueller Umfragen zu rate, so leiden fast 40% der deutschen Bevölkerung an gelegentlichen bis häufigen psychologischen Störungen.

    Das Problem an einer psychologischen Störung ist aber, dass sich viele Menschen bereits vor dem Besuch eines Psychologen fürchten. Dies ist allerdings absolut unangebracht, da es sich bei einem Psychologen ebenso um einen Mediziner handelt, der nicht nur die Schweigepflicht inne hat, sondern auch alles nur erdenkliche für das Wohl seines Patienten auf sich nimmt. Dementsprechend sollte es auch bei gelegentlichen Problemen nicht aufgeschoben werden, einen Psychologen aufzusuchen.

    Interessant ist auch, dass einige Studien ergeben haben, dass ein schlechter psychologischer Zustand sich negativ auf die Gesundheit eines Jeden auswirkt. Strebt man also ein langes und erfülltes Leben an, so sollte man immer darauf achten, dass man nicht zu sehr unter negativen Gefühlen und ähnlichem leidet. In jedem Fall stehen fachkundige Therapeuten stets zur Seite wenn man diese benötigt. Oft werden die Kosten für einen Psychologen auch von der Krankenkasse übernommen, weshalb auch keine finanzielle Belastung auf Grund einer Behandlung zu erwarten ist.

    Depressionen im Alter – Ein oft unterschätztes Problem

    Wenn man einen nahen Verwandten hat, der in einem Altersheim betreut wird, dann ist man mit Sicherheit auch um dessen Wohlergehen bemüht. So ist es für viele Angehörige schon fast Alltag, dass man von neuen gesundheitlichen Problemen seiner Lieben überrascht wird. Allerdings werden einige Krankheitsbilder, die für ältere Leute untypisch erscheinen oft unterschätzt. Das beste Beispiel dafür sind Depressionen im Alter, welche besonders bei sehr alten Personen mit hoher Wahrscheinlichkeit auftreten.

    Das Problem an der Depression im Alter ist aber die Diagnose, denn oft merken die Angehörigen gar nichts von der teilweise sogar tödlichen Krankheit.  Dementsprechend ist es wichtig, sich über die Gefühle und Empfindungen des Heimbewohners zu unterhalten, da so Veränderungen bemerkt und gegebenenfalls ein Arztbesuch angeordnet werden kann. Sorgen machen braucht man sich übrigens keine, denn Dank der vielen modernen Arzneimittel können Depressionen auch im fortgeschrittenen Alter mit Erfolg behandelt werden.

    Welche Behandlungsmethode die Richtige ist, legt in der Regel der Arzt fest, denn für Außenstehende ist es meist nicht erkennbar, wie stark das Leben durch die Depression im Alter beeinflusst wird. Ebenso ist es im Interesse der betroffenen Person, dass ein fachkundiger Arzt aufgesucht wird, da unbehandelte Depressionen im Alter die Lebenserwartung verringern oder in seltenen Fällen sogar zum Selbstmord führen. Oft werden von den Krankenkassen und Altenheimen entsprechende Aufklärungsseminare angeboten, damit die Angehörigen mit dem Krankheitsbild und den Symptomen vertraut gemacht werden können und so selbst erkennen können, ob eine Depression im Alter vorliegt.