Schlagwort: Krankheitsfälle

  • Zecken übertragen gefährliche Krankheiten

    Zecken übertragen gefährliche Krankheiten

    Gesundheitsexperten zufolge ist ein effektiver Schutz vor Zecken wichtiger denn je. Denn Zecken sind bekannte Krankheitsüberträger.

    Zecken sind gefährliche Krankheitsüberträger

    Zecken saugen menschliches Blut. Dabei können sie äußerst gefährliche Infektionskrankheiten übertragen. Zu diesen gehören die Frühsommer-Meningoenzephalitis – FSME – sowie Borreliose. Während Erstere in den letzten Jahren hauptsächlich in vereinzelten Arealen von Süddeutschland auftraten, weisen Experten darauf hin, dass neuerdings in Norddeutschland FSME vermehrt auftritt.

     

    Neue Arten von Zecken in Deutschland

    Welche Gefahren von den neuen Zeckenarten ausgehen, können Forscher bislang kaum einschätzen. Virologen vom Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr, der Universität Leipzig sowie Parasitologen von der Universität Hohenheim haben erstmalig 2016 eine vermehrte Einwanderung von der Auwaldzecke wahrgenommen. Diese überträgt das FSME-Virus.

    Zeitgleich stellte Dr. Chitimia-Dobler, Zeckenforscherin des Instituts für Mikrobiologie München, eine weitere Zeckenart in Deutschland fest. Bei dieser neuen Art handelt es sich um eine offensichtlich aus dem Raum des Mittelmeeres eingewanderte Zecke.

     

    Vermutlich Wetter verantwortlich für hohe Zahl an Erkrankungen

    Ferner gehen Forscher von einer Mitverantwortung des Wetters 2017 aus. Denn der Sommer 2017 war relativ kalt. Nachdem zwei Wochen später eine größere Wärme eintrat, nahmen die Krankheitsfälle zu. Die Wissenschaftler sind sich einig. Dies kann daran gelegen haben, dass alle Menschen nun die warmen Tage im Freien genießen wollten. Für die Zecken begann eine wahre Schlaraffenzeit.

     

    Zuverlässiger Schutz vor FSME ausschließlich durch Impfung möglich

    Laut der Ständigen Impfkommission – STIKO – sowie weiteren Gesundheitsexperten ist es ratsam, sich rechtzeitig gegen FSME impfen zu lassen. Insbesondere für Menschen, die sich sehr oft im Freien in FSME-Risikogebieten aufhalten, sollen von diesem Schutz Gebrauch machen.

    Nicht nur Landwirte und Fortarbeiter, die häufig im Freien arbeiten, sollen sich impfen lassen. Auch für Urlauber, die eine Auslandsreise in entsprechende Risikogebiete planen, macht die Impfung Sinn. Experten warnen vor einer Unterschätzung der Krankheit. Denn jene kann einen schweren Krankheitsverlauf nehmen. Defektheilungen, Koma, Krampfanfälle und Lähmungserscheinungen sind nicht selten. Schlimmstenfalls müssen Sie sogar mit dem Tod rechnen.

     

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  • Tropenkrankheit Gelbfieber – Lebensgefahr durch Mückenstiche

    Tropenkrankheit Gelbfieber – Lebensgefahr durch Mückenstiche

    Noch nie war Reisen so einfach wie heute, wir steigen in ein Flugzeug und kommen nur Stunden später an den exotischsten Plätzen der Welt an. Aber selbst wenn der Strand noch so schön und der Urwald noch so faszinierend sind, es lauern viele Gefahren. Eine dieser Gefahren trägt den wohlklingenden Namen Aedes aegypti oder Ägyptische Tigermücke, ein kleines unscheinbares Insekt, das eine lebensgefährliche Krankheit auslösen kann – Gelbfieber. Ein einziger Stich der Mücke reicht, um das Virus der Tropenkrankheit Gelbfieber auszulösen, eine Krankheit, an der jeder zweite Patient stirbt.

    Die Tropenkrankheit Gelbfieber – eine globale Krankheit

    Schätzungen zufolge erkranken jedes Jahr weltweit rund 200.000 Menschen an der Tropenkrankheit Gelbfieber und 30.000 Menschen sterben daran. 90 % aller Erkrankungen werden aus Afrika gemeldet, aber auch in Südamerika ist Gelbfieber ein sehr großes Problem. Auch wenn nur der Verdacht einer Infektion besteht, dann muss das den Gesundheitsbehörden gemeldet werden, trotzdem geht die Weltgesundheitsorganisation WHO von einer sehr großen Dunkelziffer aus. Besonders in den Ländern der Dritten Welt, in denen es an medizinischer Infrastruktur fehlt, wird die Tropenkrankheit Gelbfieber entweder nicht richtig erkannt oder die Krankheitsfälle werden nicht gemeldet. Wer seine Ferien in Südamerika oder in Afrika verbringen will, der sollte sich auf jeden Fall vorher erkundigen, ob eine Impfung notwendig ist.

    Welche Symptome gibt es?

    Die Tropenkrankheit Gelbfieber wird in zwei Arten unterschieden, dem Dschungel-Gelbfieber und dem Stadt-Gelbfieber. Gemeinsam haben beide Arten aber die Symptome, die sich meist drei bis sechs Tage nach der Ansteckung zeigen. In 85 % aller Fälle nimmt die Erkrankung einen eher milden Verlauf und die Symptome entsprechen hier denen einer Grippe und die Betroffenen fühlen sich nach wenigen Tagen wieder wohl. In den restlichen 15 % nimmt die Tropenkrankheit Gelbfieber aber einen schweren Verlauf. Besonders gefährlich ist das Versagen von Leber und Nieren, was schließlich zu einem kompletten Organversagen und damit zum Tod führt. In den leichten Fällen haben die Patienten Kopf-, Glieder- und Muskelschmerzen, Übelkeit und Erbrechen sowie Schüttelfrost, ebenso gehört Fieber von bis zu 40° Grad zu den Symptomen des Gelbfiebers.

    Der Krankheitsverlauf in schweren Fällen

    Kommt es zu einem schweren Verlauf, dann gibt es zwei Krankheitsphasen. In der ersten Phase sind es wieder grippeähnliche Symptome, in der zweiten Phase kommen aber Durchfall, das Erbrechen von Galle, sehr starker Durst, Blutungen des Gaumens und eine Gelbsucht dazu. Die Patienten können kaum oder gar kein Wasser mehr lassen, die Haut und die Schleimhäute bluten, der Durchfall ist blutig und das Erbrochene hat das Aussehen von Kaffeesatz. In der Folge kann es bedingt durch den hohen Verlust an Flüssigkeit zu einem lebensbedrohlichen Schock kommen, und auch akutes Nierenversagen gehört zu den Symptomen der zweiten Phase. Der Tod tritt meistens am sechsten oder siebten Tag ein, entweder durch einen Zusammenbruch des Kreislaufs oder durch das Versagen der Nieren.

    Wie wird Gelbfieber behandelt?

    Es gibt bis heute keine wirksame Therapie gegen die Tropenkrankheit Gelbfieber, behandelt werden können nur die Symptome. Antivirale Mittel helfen nicht und gegen den Erreger gibt es kein Medikament. Die Ärzte werden zunächst versuchen, mit Infusionen den Verlust an Flüssigkeit auszugleichen und das Fieber zu senken. Zudem wird die Atmung unterstützt, wenn es nötig ist, auch durch eine Intubation. Antibiotika kommen zum Einsatz, um eine zusätzliche Infektion durch Bakterien zu verhindern und die Patienten müssen auf einer Intensivstation behandelt werden.

    Um eine Infektion mit Gelbfieber zu vermeiden, ist eine Impfung zwingend notwendig und in einigen Ländern sogar vorgeschrieben. Neben einer Impfung sollte man auf Reisen nach Afrika und Südamerika für einen effektiven Mückenschutz sorgen. Am Tag sorgen Mückenschutzmittel für die Tropen und helle lange Kleidung für Schutz, in der Nacht sollte es ein imprägniertes Moskitonetz über dem Bett sein.

    Bild: © Depositphotos.com / ellandar

  • Lebensmittelvergiftungen – die verkannte Gefahr

    Lebensmittelvergiftungen – die verkannte Gefahr

    420.000 – so hoch ist die Zahl der Toten, die weltweit und jedes Jahr an Lebensmittelvergiftungen sterben. Das Erschreckende ist aber nicht die hohe Zahl der Opfer, es ist vielmehr die Tatsache, dass es überwiegend Kinder sind, die an Lebensmittelvergiftungen sterben. Die Weltgesundheitsorganisation WHO, die die neuen Zahlen vorgelegt hat, fordert jetzt eine größere Sicherheit für Lebensmittel, denn in der heutigen Zeit ist es laut WHO eine Schande, dass bis zu 600 Millionen Menschen krank werden, nur weil ihre Lebensmittel entweder durch Chemikalien, durch Pestizide oder durch Bakterien verseucht sind.

    Lebensmittelvergiftungen – vor allem in der Dritten Welt

    125.000 Kinder sind nach einer neuen Langzeitstudie der WHO von Lebensmittelvergiftungen betroffen, und ein Drittel der Kinder, die an kontaminierten Lebensmitteln sterben, sind unter fünf Jahre alt. Besonders häufig treten Lebensmittelvergiftungen in den Ländern der Dritten Welt auf, wie in Afrika und in Südostasien. Alleine in Afrika erkranken pro Jahr 91 Millionen Menschen an Lebensmittelvergiftungen und für 137.000 Menschen kommt jede Hilfe zu spät. In Südostasien sind es 150 Millionen Kranke und 175.000 Todesfälle jedes Jahr. Vor allem Pestizide und Insektizide sorgen in diesen Regionen der Welt dafür, dass die Menschen durch das, was sie täglich essen, so schwer krank werden, dass sie entweder daran sterben oder langfristige gesundheitliche Schäden befürchten müssen.

    Lebensmittelvergiftungen in Europa

    Nicht nur in den Ländern der Dritten Welt stellen verseuchte und verunreinigte Lebensmittel eine große Gefahr für Leib und Leben dar, auch in Europa gibt es jedes Jahr rund 5000 Tote durch Lebensmittelvergiftungen. 23 Millionen Krankheitsfälle wurde alleine in diesem Jahr gemeldet, das Robert-Koch-Institut geht davon aus, dass 53 Menschen an den Folgen einer Lebensmittelvergiftung gestorben sind. 200.000 Fälle von Lebensmittelvergiftungen wurden den deutschen Gesundheitsämtern gemeldet, aber anders als in Afrika und Südostasien sind in Deutschland keine Pestizide und Insektizide schuld, in erster Linie sind Salmonellen die Verursacher.

    Welche Symptome hat eine Lebensmittelvergiftung?

    Eine Lebensmittelvergiftung hat typische Symptome, zu denen unter anderem Durchfall, Erbrechen, Krampfanfälle und Fieber gehören. Kommt es zu einer Vergiftung durch Fisch oder Pilze, dann können zudem auch Halluzinationen dazukommen. Nach Ansicht der WHO ist es nicht immer die Vergiftung selbst, die bei den Betroffenen zum Tod führt, es sind vielmehr die Symptome wie schwere Durchfälle, die einen gefährlichen Flüssigkeitsmangel zur Folge haben und letztendlich zum Tod führen. 550.000 Menschen erkranken weltweit an Durchfall infolge von Lebensmittelvergiftungen und 230.000 Menschen sterben laut der Langzeitstudie der WHO daran.

    Welche Lebensmittel können gefährlich werden?

    Es gibt einige Lebensmittel, die ein sehr hohes Gefahrenpotenzial haben, wenn es um Lebensmittelvergiftungen geht. Dazu gehören Fleisch, Eier, viele Milchprodukte und auch Gemüse sowie Salate und Obst. Hauptsächlich kommt es zu Lebensmittelvergiftungen, wenn die Speisen wie zum Beispiel Fleisch, entweder roh oder nur unzureichend gegart werden. Im Prinzip kann ein Brötchen mit Mett dafür sorgen, dass es zu einer gefährlichen Vergiftung kommt. Eier bergen die Gefahr von Salmonellen, Gemüse ist laut der Gesundheitsämter nicht selten mit Kolibakterien verseucht und in der Milch sowie in Milchprodukten lauern Noroviren oder Campylobacter-Bakterien. Auch Fisch, der fertig verpackt im Kühlregal der Supermärkte liegt, kann eine potenzielle Gefahr darstellen. Im vergangenen Jahr wurde stichprobenartig abgepackter Lachs in verschiedenen Supermärkten und Discountern auf Kolibakterien getestet und jede zweite Probe war belastet. In den Drittweltländern sind viele Lebensmittel mit Hepatitis A, Typhus, Bandwürmern und Schimmelpilzen verseucht, und die WHO ruft aus diesem Grund die Staaten, in denen besonders viele Menschen an Lebensmittelvergiftungen sterben, zu mehr Sicherheit auf. Die WHO will jetzt mit zielgerichteten Aktionen auf die oftmals verkannte Gefahr durch vergiftete Lebensmittel aufmerksam machen und die Öffentlichkeit sensibilisieren. Die WHO hofft auf diese Weise mehr Menschen retten zu können und die tägliche Nahrung sicherer und gesünder zu machen.

    Bild: © Depositphotos.com / GeorgeRudy

  • ADHS – das Zappelphilipp-Syndrom

    ADHS – das Zappelphilipp-Syndrom

    Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung – so lautet der vollständige und etwas komplizierte Name einer Krankheit, über die kontrovers diskutiert wird. „Mein Kind hat ADHS“, das sagen heute viele Eltern, wenn sich ihr Nachwuchs anders verhält als andere Kinder, und es klingt immer ein wenig entschuldigend. Rund drei bis sechs Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland leben mit der Diagnose ADHS, und Jungen werden von dieser oftmals schwer zu verstehenden Krankheit deutlich häufiger betroffen als Mädchen. Bei etwa 60 % der ADHS Fälle bleiben die Symptome bis zum Erwachsenenalter bestehen und nur mit einer gezielten Behandlung gelingt es auch, die Krankheit weitgehend in den Griff zu bekommen. Aber was genau ist eigentlich ADHS und was bedeutet es für die Betroffenen und ihre Angehörigen, wenn die Diagnose gestellt wird?

    Was genau ist ADHS?

    ADHS ist keine Krankheit der heutigen Zeit, die ersten Krankheitsfälle wurden schon 1845 diagnostiziert. Es war der Nervenarzt Heinrich Hoffmann, der in seinem Kinderbuch „Der Struwwelpeter“ den Zappelphilipp beschrieb, ein Kind, das keine Minute ruhig am Tisch sitzen bleiben will. Aber erst 1987 wurde der Name ADHS medizinisch anerkannt. Aus neurologischer Sicht ist ADHS eine fehlerhafte Weiterleitung von Informationen zwischen den Nervenzellen. Eine entscheidende Rolle spielt dabei der wichtige Botenstoff Dopamin, der für den reibungslosen Transport von Informationen im Gehirn zuständig ist.

    Jungen sind achtmal häufiger betroffen, wird die Krankheit mit ins Erwachsenenalter genommen, dann gibt es keinen Unterschied mehr zwischen den Geschlechtern. Wird ADHS bei Zwillingen festgestellt, dann sind in drei von vier Fällen beide Kinder betroffen.

    Die ADHS Symptome

    Kinder und auch Erwachsene, die an ADHS erkrankt sind, fallen vor allem durch ihre Hyperaktivität, ihre Unaufmerksamkeit und ihre sprunghafte Impulsivität auf. Kinder haben motorische Probleme, sie lernen nur schwer mit Messer und Gabel zu essen, sie lassen sich schnell ablenken, sie sind vergesslich und sie können sich entweder nur sehr schwer oder überhaupt nicht konzentrieren. Auch verlangsamte Reaktionen, plötzliche mitunter sehr heftige Wutausbrüche und eine emotionale Instabilität gehören zu den typischen Symptomen von ADHS. Nicht selten haben Kinder, die an der Nervenkrankheit leiden, Schwierigkeiten lesen und schreiben zu lernen und sie sind nicht selten auch starken Stimmungsschwankungen unterworfen.

    ADHS Symptome treten in der Regel sehr früh, meist schon ab dem sechsten Lebensjahr auf, und der Höhepunkt der Krankheit liegt zwischen dem siebten und elften Lebensjahr. In diesem Zeitraum kommt es zu Schlafstörungen, zu starker Unruhe und auch Probleme mit der Verdauung und der Nahrungsaufnahme können zum ADHS Krankheitsbild gehören. Kommen die Kinder in die Schule, dann wird die Krankheit schlimmer, denn sie sind permanent neuen Reizen ausgesetzt und können diese nicht kompensieren, wie normale gesunde Kinder das tun.

    Die ADHS Ursachen

    Bis heute sind die genauen Ursachen für ADHS unbekannt, aber es werden drei Auslöser für die Krankheit verantwortlich gemacht. Eine genetische Veranlagung kann ein Auslöser sein, aber auch wenn es Komplikationen in der Schwangerschaft oder bei der Geburt gegeben hat, dann kann das ein Grund für eine spätere ADHS Erkrankung sein. Für viele Ärzte sind es aber psychosoziale Probleme im familiären Umfeld, die ADHS auslösen.

    Welche Therapien gibt es?

    Nicht in jedem Fall muss ADHS auch behandelt werden, es richtet sich immer nach dem Schweregrad der Krankheit. Therapiert werden sollte aber immer dann, wenn es zu schweren psychischen oder sozialen Problemen kommt. Wann der Zeitpunkt für eine Therapie gekommen ist, das lässt sich schlecht bestimmen und ist immer von den individuellen Symptomen abhängig. Das Ziel einer Therapie ist es immer, die typischen Symptome in den Griff zu bekommen und den Betroffenen wieder sozial zu integrieren. Außerdem ist es wichtig, wieder ein gesundes Selbstbewusstsein aufzubauen und Kinder nach ihren Begabungen und Interessen zu fördern.

    Eine medikamentöse Therapie zum Beispiel mit Ritalin, sollte immer die letzte Konsequenz sein.

    Bild: © Depositphotos.com / Jaykayl

  • Viele Krankschreibungen wegen Depressionen

    Viele Krankschreibungen wegen Depressionen

    Immer mehr Menschen leiden unter Depressionen. In den vergangenen Jahren hat die Zahl der Diagnosen stark zugenommen. Dies hat ganz unterschiedliche Gründe. Zum einen wurden in der Vergangenheit häufig keine korrekten Diagnosen gestellt und eine Depression wurde oft nicht erkannt. Zum anderen führt der Druck im Alltag und im Arbeitsleben zum Ausbruch der Krankheit. Die Techniker Krankenkasse hat nun den Bericht „Depressionsatlas“ herausgegeben, für den Daten von 4,1 Millionen Versicherten ausgewertet wurden. Das Ergebnis gibt unter anderem an, dass rein statistisch gesehen im Jahr 2013 jeder Arbeitnehmer einen Tag aufgrund von Depressionen krankgeschrieben war.

    Depressionen belegen den zweiten Platz

    Im Gesamtvergleich ist zu sehen, dass Depressionen bundesweit der zeithäufigste Grund für Arbeitsausfälle sind. Auf Platz eins kann sich die Erkältung halten, welche die meisten Krankheitstage verursacht. Die Techniker Krankenkasse gibt in Ihrem Bericht an, dass 7,1 % aller Fehltage durch Depressionen verursacht werden. Es ist ein deutlicher Anstieg seit der Jahrtausendwende zu erkennen. Im Jahr 2000 war die Zahl der Krankheitsfälle im Bereich der Depressionen um 70 % geringer. Mittlerweile ist die Zahl aber stagniert. Zwischen 2012 und 2014 gibt es keinen merklichen Anstieg oder Abfall zu verzeichnen.

    Ein wichtiger Aspekt, der im Bericht hervorgehoben wird, ist die Tatsache, dass Depressionen in den meisten Fällen zu sehr langen Arbeitsausfällen führen. Während man mit einer Erkältung oder Rückenschmerzen nach ein paar Tagen wieder am Arbeitsplatz ist, fallen die betroffenen Arbeitnehmer mit Depressionen im Schnitt für 64 Tage aus. Der hohe Anteil an der Gesamtzahl der Krankheitstage wird also in erster Linie durch lange Behandlungen hervorgerufen und nicht durch die hohe Zahl der Erkrankten.

    Die Fakten der Depression in der Übersicht

    Der Bericht gibt nicht nur Auskunft darüber, wie häufig Krankheitstage aufgrund von Depressionen verursacht werden, sondern auch wer sie in Anspruch nimmt und in welchen Berufsfeldern:

    Je älter der Arbeitgeber, umso häufiger werden Fehltage wegen Depressionen eingereicht. Dies relativiert sich allerdings ab der Altersklasse von 60 Jahren, hier ist ein Rückgang zu beobachten.

    Das Berufsfeld scheint entscheiden dafür zu sein, wie hoch das Risiko ist, eine Depression zu entwickeln. So geben die Zahlen an, das vor allem Personen die in Callcentern oder dem Bereich der Altenpflege arbeiten an Depressionen leiden. Aber auch die Felder der Erziehung und der Sicherheit sind stärker betroffen. Es ist auffällig, dass diese Berufe einen hohen Grad an Stress und eine hohe psychische Belastung aufweisen.

    Im Norden sind die Arbeitnehmer öfter betroffen als im Süden. Das Bundesland Hamburg steht an der Spitze der Liste, mit durchschnittlich 1,4 depressionsbedingten Fehltagen pro Arbeitnehmer. Ebenso stark betroffen sind die Bundesländer Schleswig-Holstein und Berlin.

    Baden-Württemberg hat lediglich einen Wert von 0,84 Fehltagen und liegt damit am Ende der Tabelle. Aber auch die südlich gelegenen Bundesländer Bayern und Sachsen liegen weit unter dem Bundesdurchschnitt.

    Schaut man sich die Daten der Frauen und Männer im Vergleich an, werden Frauen fast doppelt so häufig für Depressionen behandelt wie Männer. Im Schnitt fehlen die Herren 0,8 Tage im Jahr und die Damen 1,3.

    Nicht jede Depression führt zum Arbeitsausfall

    Die Tatsache, dass es in Bayern weniger Fehltage bedingt durch Depressionen gibt, heißt allerdings nicht automatisch, dass hier auch weniger Personen unter Depressionen leiden. In dem Bericht wird angegeben, dass es einige Regionen gibt, in denen die Fehltage zwar gering sind, aber die Zahl der verschriebenen Antidepressiva sehr hoch ist.

    Ein Beispiel in Zahlen ist die kleine Stadt Kulmbach. Sie liegt in Oberfranken und im Vergleich zum Rest der Bundesrepublik kommt es hier kaum zu Krankschreibungen wegen Depressionen. Dennoch erhalten 5,5 % aller Arbeitnehmer der Stadt, mindesten einmal im Jahr ein Antidepressivum von ihrem behandelnden Arzt. Der bundesweite Wert liegt bei knapp 6 %.

    Neben der häufigeren Diagnose der Krankheit ist sicherlich auch die Akzeptanz in der Gesellschaft ein wichtiger Grund für die steigenden Zahlen der Krankschreibungen. In der Vergangenheit wurden betroffene Personen häufig stigmatisiert. Depressionen wurden und werden auch heute noch nicht immer als ein ernst zu nehmendes Krankheitsbild anerkannt. Mittlerweile gibt es Aufklärungskampagnen und Hilfsorganisationen die aktive Unterstützung geben. Für Betroffenen und für deren Angehörige und Freunde. Bleiben Depressionen unbehandelt, kann dies schwerwiegende Folgen haben, die nicht selten selbstverletzendes Verhalten mit sich ziehen. Der Bericht zeigt aber klar auf, dass immer mehr Menschen bereit sind, Hilfe in Anspruch zu nehmen und sich behandeln zu lassen.

  • Kinderkrankheiten auf dem Vormarsch

    Kinderkrankheiten auf dem Vormarsch

    In den vergangenen Monaten gab es vermehrt Berichte darüber, dass es in Zukunft eine verpflichtende Impfberatung für Eltern geben soll, bevor diese ihre Kinder in einem Kindergarten unterbringen. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass in den letzten Jahren das Auftreten von diversen Kinderkrankheiten stark angestiegen ist. Eltern vergessen Impfungen erneuern zu lassen oder sie sind grundsätzlich gegen Impfungen. Das Bundesgesundheitsministerium arbeitet derzeit auf Hochtouren an einem Plan für eine rasche und problemlose Umsetzung der Impfberatung.

    Es gibt eine Vielzahl an Kinderkrankheiten, gegen die es keine Impfstoffe gibt. Ganz aktuell ist es die Hand-Fuß-Mund Krankheit, die in den Kindergarten der Bundesrepublik herumgeht. Aber auch Erkrankungen wie Mumps oder das Drei-Tage-Fieber sind häufig anzutreffen. Sie verlaufen in dem meisten Fällen harmlos und sind innerhalb weniger Tage abgeklungen.

    Die gebildete Oberschicht sieht Impfungen kritisch

    Der Trend in Deutschland geht ganz eindeutig dahin, seine Kinder nicht impfen zu lasen. Dabei zeigt eine aktuelle Studie, dass es vor allem die gebildete Mittel- und Oberschicht ist, die einen kritischen Blick auf das Thema wirft. Personen aus der finanziellen Unterschicht und auch Zuwandererfamilien haben sehr selten Einwände gegen die Impfpläne. Ebenso ist diese Einstellung in anderen europäischen Ländern nicht so weit verbreitet wie in der Bundesrepublik.

    Die Informationsflut der modernen Medien hat einen Hype verursacht, der dazu führt, dass in nahezu jedem Bundesland die Zahl der geimpften Kinder alarmierend niedrig ist. Dabei gibt es sachliche und weniger sachliche Argumentationen, die eine Nicht-Impfung rechtfertigen wollen. Viele Eltern sind besorgt, dass eine Impfung mögliche Nebenwirkungen haben kann. Andere schließen sich der weitverbreiteten Theorie an, dass bestimmt Impfungen Autismus verursachen, ebenso wie andere geistige Beeinträchtigungen. Darüber hinaus gibt es ein großes Lager, dass diverse Verschwörungstheorien unterstützt, welche Impfungen als komplett ineffektiv darstellen. Was auch immer der Grund dafür ist, dass Eltern sich gegen Impfungen entscheiden, die Zahlen zeigen deutlich, dass die fehlenden Impfungen in einem Anstieg von Krankheitsfällen resultieren.

    Schwerwiegende Folgen im Kindes- und Erwachsenenalter

    Obwohl die Impf-Krankheiten häufig harmlos verlaufen, kommt es dennoch immer wieder zu schwerwiegenden Folgen und sogar zu Todesfällen. Das bekannteste Beispiel hierfür sind ganz eindeutig Masern. Aufgrund der fehlenden Impfungen sind mehr Kinder anfällig für das Virus, was wiederum dazu führt, dass sich immer stärkerer Stränge des Virus bilden können. Hat es keinen Wirt, da ein Impfschutz besteht, ist die Wahrscheinlichkeit einen neuen Stang auszubilden sehr gering. Im Jahr 2014 gab es in Deutschland offizielle 15 Todesfälle durch Masern. Weltweit verstarben insgesamt 122.000 Menschen an der Krankheit. Dabei trifft es nicht nur Kinder.

    Viele vermeidliche Kinderkrankheiten können auch im vorgeschrittenen Alter auftreten. Ist man nicht geimpft oder hat der Impfschutz nachgelassen und hat man die Krankheit nicht bereits im Kindesalter gehabt, so kann man sich anstecken. Dabei sind es in Deutschland auch hier vor allem Masern, die ein Problem verursachen. Anderer Krankheiten wie Keuchhusten oder Mumps werden weniger häufig in Erwachsenen nachgewiesen. Gefährlich kann es werden, wenn man sich in der Schwangerschaft mit Röteln ansteckt. Das Virus kann den Embryo beschädigen und zu Früh-, Tot- und Fehlgeburten führen. Daher ist es ratsam sich als Frau erneut gegen Röteln Impfen zu lassen. Hat eine Schwangerschaft bereits begonnen, ist eine Impfung nicht mehr möglich.

    Ansteckung verhindern

    Macht ein Virus erst mal die Runde ist es recht schwer, eine Ansteckung gezielt zu verhindern. Vor allem wenn Kindergärten und Grundschulen betroffen sind, kann man nicht viel mehr tun, als für den eigenen Nachwuchs auf das Beste zu hoffen. Regelmäßiges Händewaschen und ein minimaler Kontakt mit Betroffenen ist das beste Vorgehen, dies einem Haufen 5-Jähriger zu erklären, ist allerdings eher schwierig. Wichtig ist es, dass man ein Kind, das eventuell erkrankt ist nicht in die Schule oder den Kindergarten bringt. Auch sollte man sich bei seinem Hausarzt darüber informieren, wie lange es braucht, bis die Krankheit völlig abgeklungen ist und keine Ansteckungsgefahr mehr besteht.

    Die Windpocken kommen

    Kaum ist die eine Krankheitswelle abgeklungen, ist meist auch schon mit der nächsten zu rechnen. Wie es scheint, dürfen sich Eltern auf Windpocken freuen. Die roten, juckenden Pusteln treten mit einem Fieber auf und sind meist recht hartnäckig. Es gib aber keinen Grund zur Sorge. Augen zu und durch heißt hier die Devise. Vor allem bei Kleinkindern muss man darauf achten, dass diese sich nicht zu heftig kratzen, da die aufgekratzten Pusteln unschöne Narben hinterlassen können.