Schlagwort: Krankschreibung

  • Viele Krankschreibungen wegen Depressionen

    Viele Krankschreibungen wegen Depressionen

    Immer mehr Menschen leiden unter Depressionen. In den vergangenen Jahren hat die Zahl der Diagnosen stark zugenommen. Dies hat ganz unterschiedliche Gründe. Zum einen wurden in der Vergangenheit häufig keine korrekten Diagnosen gestellt und eine Depression wurde oft nicht erkannt. Zum anderen führt der Druck im Alltag und im Arbeitsleben zum Ausbruch der Krankheit. Die Techniker Krankenkasse hat nun den Bericht „Depressionsatlas“ herausgegeben, für den Daten von 4,1 Millionen Versicherten ausgewertet wurden. Das Ergebnis gibt unter anderem an, dass rein statistisch gesehen im Jahr 2013 jeder Arbeitnehmer einen Tag aufgrund von Depressionen krankgeschrieben war.

    Depressionen belegen den zweiten Platz

    Im Gesamtvergleich ist zu sehen, dass Depressionen bundesweit der zeithäufigste Grund für Arbeitsausfälle sind. Auf Platz eins kann sich die Erkältung halten, welche die meisten Krankheitstage verursacht. Die Techniker Krankenkasse gibt in Ihrem Bericht an, dass 7,1 % aller Fehltage durch Depressionen verursacht werden. Es ist ein deutlicher Anstieg seit der Jahrtausendwende zu erkennen. Im Jahr 2000 war die Zahl der Krankheitsfälle im Bereich der Depressionen um 70 % geringer. Mittlerweile ist die Zahl aber stagniert. Zwischen 2012 und 2014 gibt es keinen merklichen Anstieg oder Abfall zu verzeichnen.

    Ein wichtiger Aspekt, der im Bericht hervorgehoben wird, ist die Tatsache, dass Depressionen in den meisten Fällen zu sehr langen Arbeitsausfällen führen. Während man mit einer Erkältung oder Rückenschmerzen nach ein paar Tagen wieder am Arbeitsplatz ist, fallen die betroffenen Arbeitnehmer mit Depressionen im Schnitt für 64 Tage aus. Der hohe Anteil an der Gesamtzahl der Krankheitstage wird also in erster Linie durch lange Behandlungen hervorgerufen und nicht durch die hohe Zahl der Erkrankten.

    Die Fakten der Depression in der Übersicht

    Der Bericht gibt nicht nur Auskunft darüber, wie häufig Krankheitstage aufgrund von Depressionen verursacht werden, sondern auch wer sie in Anspruch nimmt und in welchen Berufsfeldern:

    Je älter der Arbeitgeber, umso häufiger werden Fehltage wegen Depressionen eingereicht. Dies relativiert sich allerdings ab der Altersklasse von 60 Jahren, hier ist ein Rückgang zu beobachten.

    Das Berufsfeld scheint entscheiden dafür zu sein, wie hoch das Risiko ist, eine Depression zu entwickeln. So geben die Zahlen an, das vor allem Personen die in Callcentern oder dem Bereich der Altenpflege arbeiten an Depressionen leiden. Aber auch die Felder der Erziehung und der Sicherheit sind stärker betroffen. Es ist auffällig, dass diese Berufe einen hohen Grad an Stress und eine hohe psychische Belastung aufweisen.

    Im Norden sind die Arbeitnehmer öfter betroffen als im Süden. Das Bundesland Hamburg steht an der Spitze der Liste, mit durchschnittlich 1,4 depressionsbedingten Fehltagen pro Arbeitnehmer. Ebenso stark betroffen sind die Bundesländer Schleswig-Holstein und Berlin.

    Baden-Württemberg hat lediglich einen Wert von 0,84 Fehltagen und liegt damit am Ende der Tabelle. Aber auch die südlich gelegenen Bundesländer Bayern und Sachsen liegen weit unter dem Bundesdurchschnitt.

    Schaut man sich die Daten der Frauen und Männer im Vergleich an, werden Frauen fast doppelt so häufig für Depressionen behandelt wie Männer. Im Schnitt fehlen die Herren 0,8 Tage im Jahr und die Damen 1,3.

    Nicht jede Depression führt zum Arbeitsausfall

    Die Tatsache, dass es in Bayern weniger Fehltage bedingt durch Depressionen gibt, heißt allerdings nicht automatisch, dass hier auch weniger Personen unter Depressionen leiden. In dem Bericht wird angegeben, dass es einige Regionen gibt, in denen die Fehltage zwar gering sind, aber die Zahl der verschriebenen Antidepressiva sehr hoch ist.

    Ein Beispiel in Zahlen ist die kleine Stadt Kulmbach. Sie liegt in Oberfranken und im Vergleich zum Rest der Bundesrepublik kommt es hier kaum zu Krankschreibungen wegen Depressionen. Dennoch erhalten 5,5 % aller Arbeitnehmer der Stadt, mindesten einmal im Jahr ein Antidepressivum von ihrem behandelnden Arzt. Der bundesweite Wert liegt bei knapp 6 %.

    Neben der häufigeren Diagnose der Krankheit ist sicherlich auch die Akzeptanz in der Gesellschaft ein wichtiger Grund für die steigenden Zahlen der Krankschreibungen. In der Vergangenheit wurden betroffene Personen häufig stigmatisiert. Depressionen wurden und werden auch heute noch nicht immer als ein ernst zu nehmendes Krankheitsbild anerkannt. Mittlerweile gibt es Aufklärungskampagnen und Hilfsorganisationen die aktive Unterstützung geben. Für Betroffenen und für deren Angehörige und Freunde. Bleiben Depressionen unbehandelt, kann dies schwerwiegende Folgen haben, die nicht selten selbstverletzendes Verhalten mit sich ziehen. Der Bericht zeigt aber klar auf, dass immer mehr Menschen bereit sind, Hilfe in Anspruch zu nehmen und sich behandeln zu lassen.

  • Burnout – die Zahl der Erkrankten geht zurück

    Burnout – die Zahl der Erkrankten geht zurück

    Kaum eine andere Erkrankung stand in den vergangenen Jahren so häufig auf den Krankschreibungen der Ärzte wie der Burnout, doch seit dem vergangenen Jahr ist die Zahl derjenigen, die an dieser psychischen Erkrankung leiden, zum ersten Mal zurückgegangen. Das geht aus einer Studie der DAK hervor, die sich mit dem Burnout und seinen Folgen beschäftigt hat.

    Burnout – Eine Art Volkskrankheit

    In den vergangenen vier Jahren sind immer mehr Menschen am sogenannten Burnout Syndrom erkrankt und mussten in Behandlung. Rund 1.000 Kranke und 100 Tage Krankschreibung belief sich die Bilanz alleine bei der DAK im Jahre 2010. Drei Jahre später kamen auf 1.000 Erkrankten aber nur noch 67 Fehltage, ein Zeichen für eine Trendwende, wenn es um den Burnout geht. Allerdings beziehen sich diese Fehltage nur auf diejenigen, bei denen nur ein Burnout, aber keine Depression diagnostiziert wurde. Für die Begleiterscheinung Depression steigt die Zahl sogar an, denn seit 13 Jahren hat sich die Zahl der an Depression erkrankten Menschen um 178 % erhöht. Auf der Seite der DAK findet man einen Burnout Test.

    Wo liegen die Gründe für Burnout?

    Warum ist die Zahl der an einem Burnout erkrankten Arbeitnehmer so stark zurückgegangen? Die DAK vermutet, dass es an den besseren Möglichkeiten für eine sichere Diagnose liegt. Waren psychische Erkrankungen in früheren Jahren eher schwer zu diagnostizieren, so haben die Ärzte heute mehr Erkenntnisse im Umgang mit dem Burnout und seinen Begleiterscheinungen. Das Bewusstsein und auch die Sensibilität haben sich verändert und das macht es einfacher einen Burnout frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu behandeln.

    Auch Depressionen werden heute schneller und sicherer erkannt und können entsprechend besser und effizienter behandelt werden. Einen weiteren Grund sieht die Krankenkasse darin, dass mehr Ärzte eine zusätzliche Ausbildung machen, um psychische Krankheiten behandelt zu können. Wurden früher nur Medikamente verschrieben, wie zum Beispiel angstlösende Präparate und Antidepressiva, so steht heute das ausführliche Gespräch mit dem Patienten im Mittelpunkt.

    Burnout vorbeugen

    Wie kommt es zum Burnout und wie kann es verhindert werden? Viele erkennen die Zeichen nicht früh genug und schieben die Schlaflosigkeit, die Appetitlosigkeit und auch die innere Unruhe auf zu viel Arbeit. Erst wenn sich Depressionen dazu gesellen, dann gehen die meisten zum Arzt. Der Arzt schreibt dann in der Regel seine Patienten krank und beginnt eine Therapie, die sich aus Gesprächen und Medikamenten zusammensetzt. Gehen Patienten allerdings nicht frühzeitig zu einem Arzt, dann ist ein Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik keine Seltenheit mehr.

    Weniger arbeiten, die Arbeit besser einteilen und auch mal die Notbremse ziehen und nein sagen – das alles sind vorbeugende Maßnahmen, damit es erst gar nicht zu diesem Gefühl des Ausgebranntseins kommen kann. Es ist wichtig eine Balance zwischen Arbeit und Freizeit zu finden, denn wer sich permanent zu viel zumutet, der muss sich nicht wundern, wenn Körper und vor allem die Seele eines Tages nicht mehr können und es zu einem Burnout kommt.

  • Ohnmachtsanfälle bei Kindern & Schulsport

    Ohnmachtsanfälle bei Kindern & Schulsport

    Kreislaufprobleme beim Schulsport?

    Kinder und Jugendliche leiden öfter an Ohnmachtsanfällen berichtet der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Diese Kreislaufstörungen seien jedoch in der Entwicklung völlig normal und zumeist liegt keine Herzkrankheit vor. Kinder, die lange stehen oder von einer sitzenden Position in eine stehende wechseln, können besonders rasch umkippen. Diese Störungen lassen sich meist ohne Medikamente beheben. Ein Arztbesuch zur ärztlichen Abklärung ist trotzdem wichtig.

    Meist liegt die Störung an der Unterversorgung des Gehirns mit sauerstoffreichem Blut. Volkstümlich spricht man oft von dem Absacken des Blutes in die Beine. Frau Dr.Monika Niehaus, Kinder- und Jugendärztin aus Weimar und Pressesprecherin des BVKJ erklärt: „Durch ausreichendes Trinken können Kinder verhindern, dass das Blutvolumen bei Sport oder Hitze zu sehr abnimmt.“ Die klassischen Wechselduschen, die oft auch Frauen empfohlen werden und Ausdauersport können ebenso helfen, Ohnmachtsanfälle vorzubeugen.

    Schulsport kann Kreislaufstörungen verursachen

    Auch Unterzuckerung kann besonders bei Sport derartige Ohnmachtsanfälle verursachen. Kritisch ist es für alle Kinder, wenn diese beim Schulsport sich warm machen sollen und sich direkt 10 Minuten einlaufen sollen. Besonders Mädchen in der Pubertät, auch wenn diese sonst Ballsportlerinnen, Tänzerinnen oder regelmäßig im Leichtathletik-Verein trainieren, können dann an Unwohlsein und Kreislaufstörungen leiden. Idealerweise sollte rasch die Schulärztin oder die zuständige Erste Hilfe-Kraft gerufen werden. Auch eine Abklärung beim Arzt, per Transport mit dem Krankenwagen, wären positive Zeichen für sowohl die verunfallten Kinder, als auch Eltern und Klassenkameraden.

     

    Derartige Ohnmachtsanfälle können jedoch meist vermieden werden, wenn es sich um ein langsames Aufwärmprogramm handelt. Gymnastische Armbewegungen, Beinbewegungen und Bewegung des Rumpfes und Kopfes sorgen für eine bessere gleichmäßigere Durchblutung der Muskulatur. Dann kann man noch immer die 10 Minuten Runde laufen.

     

    Tipps vom Fachverband

    Falls Kinder doch länger stehen oder sitzen müssen, empfiehlt der Verband, das vorsichtige Wechseln der Sitzposition sowie zuerst langsame Beinbewegungen. Ruckartige Bewegungen sollten vermieden werden. Eine medizinische Abklärung, um Herzerkrankungen, Stoffwechselstörungen oder neurologische Erkrankungen auszuschließen, wird ebenso vom Verband empfohlen.

    Den Notarzt sollten Eltern und Lehrer sofort kontaktieren, wenn die Ohnmacht länger als 2 Minuten andauert oder dabei Zuckungen oder andere Störungen auftreten sollten. Der Verband hält weitere Infos auf www.kinderaerzte-im-netz.de bereit. Dort finden Sie auch viele weitere Informationen über Kinderkrankheiten.

    [icon type=“vector“ icon=“momizat-icon-bubbles3″ size=“32″ icon_color=“#81d742″ hover_animation=“border_increase“ ]Das Schulgespräch

    Sind Sie Eltern, befragen Sie doch Ihre Kinder über den Schulsport:

    1. Wie ist das Aufwärmtraining
    2. Gab es bereits verunfallte Kinder
    3. Bekam das eigene Kind danach Angst vor Unfällen
    4. Nimmt der Lehrer Rücksicht auf unsportliche Kinder
    5. Gibt es genügend Erholungsphasen

     

    [icon type=“vector“ icon=“momizat-icon-shield“ size=“32″ icon_color=“#81d742″ hover_animation=“border_increase“ ]Der Schul-Check

    1. Wer ist der zuständige Schularzt?
    2. Wo ist das nächst gelegene Krankenhaus
    3. Wer ist für Erste Hilfe in der Schule verantwortlich
    4. Benötigen Kinder bei Erkältung eine spezielle Entschuldigung für den Schulsport, auch wenn sie sonst keine Krankschreibung für den sitzenden Unterricht benötigen
    5. Gibt es Ärger mit den Lehrer, reden Sie mit anderen Eltern
    6. Weisen Sie Lehrer auf etwaige Medikamente und chronische Erkrankungen hin, die die sportliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Dazu können sogar Antibiotika, Anti-Allergika zählen. Fragen Sie den Arzt oder rufen Sie je nach Medikamentenhersteller die Verbraucherhotline und lassen sich beraten. Denn sogar das Autofahren ist bei einigen Arzneimittel, dazu zählen sogar einige Antibiotika nicht wirklich erlaubt. Die Reaktionsgeschwindigkeit wird durch einige Medikamente herabgesetzt. Das könnte sich also nachteilig am Stufenbarren, den Ringen oder Ballsport auswirken. Teilweise kann die Reaktionsgeschwindigkeit noch ein bis zwei Tage nach Absetzen des Medikaments noch gesenkt sein.