Schlagwort: Krebsarten

  • Wie sich das Krebsrisiko senken lässt

    Wie sich das Krebsrisiko senken lässt

    Jedes Jahr erhalten über eine halbe Million Menschen in Deutschland die Diagnose Krebs, und damit ist der Krebs nach den Herz-Kreislauferkrankungen die häufigste Todesursache. Beinahe jeder zweite Mann und jede zweite Frau erkranken im Laufe ihres Lebens einmal an Krebs. Vor kaum einer anderen Krankheit haben die meisten Menschen deshalb auch so viel Angst wie vor Krebs, aber nur wenige machen sich wirklich Gedanken darüber, wie sie das persönliche Krebsrisiko senken können. Experten haben jetzt anlässlich des Weltkrebstags am 4. Februar eine Art Katalog zusammengestellt und geben wertvolle Tipps, wie man das Risiko an Krebs zu erkranken, senken kann.

    Das Krebsrisiko senken – es kommt auf die Krebsart an

    Wenn man das Krebsrisiko senken will, kann man sich leider nicht auf Studien verlassen, denn fast jede Studie kommt zu einem anderen Ergebnis. Der Grund für diese Abweichungen erklärt sich aus den vielen unterschiedlichen Krebsarten. Worüber sich die Experten aber einig sind, ist die Tatsache, dass sich rund die Hälfte aller bösartigen Tumore vermeiden lassen. Natürlich spielt auch das persönliche Schicksal eine entscheidende Rolle und auch die Gene können schuld daran sein, dass die Diagnose Krebs gestellt wird. Wer das Krebsrisiko senken will, der sollte einige grundsätzliche Regeln beachten.

    Der Risikofaktor Ernährung

    Wer das Krebsrisiko senken will, der sollte auf seine Ernährung achten, denn bei bis zu zehn Prozent aller Krebsfälle ist die falsche Ernährung schuld an der Erkrankung. Rotes Fleisch ist besonders schädlich, das ist wissenschaftlich belegt, nicht belegt ist allerdings, dass Gemüse und Obst das Krebsrisiko senken können. Vor einigen Monaten warnte die Weltgesundheitsorganisation WHO vor dem übermäßigen Verzehr von verarbeiteten Fleischprodukten, wie zum Beispiel Schinken, die das Darmkrebsrisiko erhöhen. Ernährungsexperten sind hingegen der Meinung, dass Fleisch ohne Bedenken gegessen werden kann, es kommt dabei aber immer auf die Menge an.

    Der Risikofaktor Alkohol

    In vier bis fünf Prozent ist der Alkohol schuld am Krebs. Ein Glas Bier oder Wein reichen schon aus, um bestimmte Krebsarten, wie zum Beispiel den Magenkrebs, den Speiseröhrenkrebs oder den Leberkrebs zu forcieren. Alkohol wird im Zusammenhang mit Krebs wie ein Gift angesehen und wie bei allen anderen Giften, so entscheidet auch hier die Dosis das Risiko. Wer viel und regelmäßig trinkt, der wird irgendwann an eine Grenze kommen, wo der Organismus nicht mehr mit dem Alkohol umgehen kann und Krebs entsteht. Wie hoch diese Schwelle ist, das ist jedoch von Mensch zu Mensch verschieden.

    Der Risikofaktor Rauchen

    Für jede fünfte Krebserkrankung ist mittlerweile das Rauchen verantwortlich, und wer sein Krebsrisiko senken will, der sollte auf Zigaretten verzichten. Lungenkrebs, Krebs der die Bauchspeicheldrüse betrifft, Speiseröhren- und auch Blasenkrebs werden vom Rauchen ausgelöst, wobei Lungenkrebs in den meisten Fällen tödlich endet. Es gibt nur wenig Mittel, dem Krebs zu begegnen, nicht mehr zu rauchen, ist eines davon. Der Raucher schadet aber nicht nur sich selbst, sondern auch den Menschen, die in seiner Umgebung leben, denn in Deutschland sterben jedes Jahr rund 3000 Menschen alleine durch passives Rauchen.

    Risikofaktor Übergewicht

    Auch wenn viele Menschen den Zusammenhang zwischen Übergewicht und Krebs nicht erkennen, viele Studien sprechen eine deutliche Sprache. Geschätzt wird, dass Übergewicht für fünf bis sechs Prozent der Krebserkrankungen verantwortlich ist, und die Liste der Krebsarten, die durch Übergewicht entstehen können, wird immer länger. Nicht nur die Fettleibigkeit ist eine Gefahr, auch schlanke Menschen, die Bauchfett haben, sind gefährdet. Ob mit jedem Kilogramm die Krebsgefahr ansteigt, darüber sind sich die Experten allerdings noch nicht einig. Wer sein Krebsrisiko senken will, der sollte daher auf sein Gewicht achten.

    Nicht rauchen, nur mäßig trinken, auf die Ernährung achten und schlank bleiben – wer diese Regeln umsetzt, der ist zwar nicht vor Krebs gefeit, minimiert jedoch das Risiko.

    Bild: © Depositphotos.com / Devon

  • Eierstockkrebs – Diagnose, Behandlung, Prognose

    Eierstockkrebs – Diagnose, Behandlung, Prognose

    Nach dem Brustkrebs ist der Eierstockkrebs die am meisten gefürchtete Krebsart bei Frauen. Anders als beim Brustkrebs, der auch in einem frühen Stadium erkannt wird, ist der Krebs der Eierstöcke tückisch, denn es gibt lange Zeit keine sichtbaren und spürbaren Symptome. In 90 % aller Eierstockkrebsdiagnosen handelt es sich um ein sogenanntes Ovarialkarzinom, das über einen langen Zeitraum keine Symptome auslöst. Der Tumor wird deshalb oftmals zu spät erkannt, was den Eierstockkrebs zu einer der gefährlichsten Krebsarten macht. Wie erfolgreich eine Behandlung ist, hängt immer davon ab, wie zeitig der Krebs entdeckt wird.

    Eierstockkrebs – die Symptome

    Immer dann, wenn der Tumor schon weit fortgeschritten ist, zeigen sich die ersten Symptome. Die betroffenen Frauen bluten außerhalb der monatlichen Regel oder es treten Blutungen auch noch nach den Wechseljahren auf. Starke Blähungen und eine Gewichtsabnahme, für die es keine logische Erklärung gibt, kann ebenfalls ein Anzeichen für Eierstockkrebs sein. Frauen, die sich ohne einen ersichtlichen Grund über einen längeren Zeitraum erschöpft, schlecht und krank fühlen, sollten ihren Frauenarzt aufsuchen und sich untersuchen lassen. Vor allem für Frauen, die bereits in der Menopause sind und im Rahmen der Wechseljahre eine Hormonersatztherapie machen, sollten sich regelmäßig auf diesen speziellen Krebs untersuchen lassen, das Gleiche gilt für Frauen mit starkem Übergewicht. Auch wenn es eine genetische Veranlagung und bereits Fälle von Eierstockkrebs in der Familie gibt, dann ist die jährliche Vorsorgeuntersuchung Pflicht.

    Die Diagnose

    Vielfach wird ein Tumor an den Eierstöcken durch Zufall entdeckt, und wenn der Verdacht besteht, dann wird der Arzt eine gründliche, weitergehende Untersuchung machen. So reicht zum Beispiel eine vaginale Ultraschalluntersuchung nicht immer aus, um einen bösartigen Tumor zu erkennen, eine Kernspintomografie ist hier die bessere Wahl. Ein CT, also eine Computertomografie, hat sich bei der Diagnosefindung ebenfalls bewährt, denn sowohl mit dem CT als auch mit einem MRT kann erkannt werden, ob der Krebs bereits in die Beckenregion gestreut hat. Eine Untersuchung des Blutes gibt darüber Auskunft, ob sich im Blut sogenannte Tumormarker befinden. Gibt es einen Nachweis über das Protein CA 125, kann das ein sicheres Anzeichen für ein Ovarialkarzinom sein.

    Wie wird Eierstockkrebs behandelt?

    Die Therapie bei Eierstockkrebs richtet sich immer danach, wie weit der Krebs fortgeschritten ist. In den meisten Fällen ist aber eine Operation notwendig, bei der der Tumor und auch die Eierstöcke sowie die Gebärmutter entfernt werden. Ist der Krebs weit fortgeschritten, dann entfernt der Chirurg auch die Lymphknoten im gesamten Becken- und Bauchbereich. Handelt es sich um eine besonders aggressive Form von Eierstockkrebs, dann wird der Arzt auch befallenes Gewebe aus dem Bauchraum und eventuell auch Darmabschnitte entfernen. An die Operation schließt sich eine Chemotherapie und wenn notwendig auch eine Strahlentherapie an.

    Wie gut sind die Prognosen?

    Krebs an den Eierstöcken wird in vier verschiedene Stadien unterteilt:

    • Stadium I: An beiden Eierstöcken haben sich Tumore gebildet.
    • Stadium II: Der Krebs hat sich im Beckenraum ausgebreitet.
    • Stadium III: Die Krebszellen sind bereits außerhalb des Beckens in der Bauchhöhle und in den Lymphknoten zu finden.
    • Stadium IV: Die Krebszellen haben sich in anderen Regionen auch außerhalb der Bauchhöhle angesiedelt, es gibt sogenannte Fernmetastasen.

    Wird der Krebs in den ersten beiden Stadien erkannt und rechtzeitig behandelt, dann sind die Chancen auf Heilung sehr gut. Hat der Krebs aber bereits das dritte und vierte Stadium erreicht, dann sind die Prognosen leider nicht mehr so günstig. Wenn der Krebs der Eierstöcke so weit fortgeschritten ist, dass keine Chancen auf Heilung bestehen, dann ist eine palliative Therapie die beste Wahl, denn sie steigert die Lebensqualität. Diese Therapie kommt immer dann zur Anwendung, wenn der Tumor massiv in die Bauchregion gestreut hat und weder eine Operation oder eine Chemotherapie helfen können.

    Bild: © Depositphotos.com / blueringmedia

  • Verbesserte Therapien – Hautkrebs Patienten leben länger

    Verbesserte Therapien – Hautkrebs Patienten leben länger

    Die Diagnose schwarzer und weißer Hautkrebs galt lange Zeit als Todesurteil, und für die Betroffenen gab es noch vor wenigen Jahren kaum eine Hoffnung auf Heilung. Heute sieht es anders aus, denn beide Hautkrebsarten können nicht nur besser und effektiver behandelt werden, die Patienten haben mittlerweile auch eine höhere Lebenserwartung, die je nach Hautkrebsart bis zu fünf Jahre betragen kann. Vor allem die weiße Krebsvariante ist sehr gut therapierbar, und beim schwarzen Hautkrebs haben sich die Therapiemöglichkeiten sogar verbessert, selbst wenn der Krebs schon in einem fortgeschrittenen Stadium ist.

    Wie gefährlich ist Hautkrebs?

    In Deutschland leiden mehr als 1,5 Millionen Menschen unter Hautkrebs, und in den meisten Fällen ist die Sonne an der tückischen Krebserkrankung schuld. Die UV-Strahlung der Sonne beschädigt die Hautzellen und schließlich bilden sich bösartige Wucherungen. Dieser Prozess kann viele Jahre dauern, besonders Menschen mit einem hellen Teint und blonden Haaren sind gefährdet. Unterschieden wird der Krebs in eine weiße und eine schwarze Form, beide sind gefährlich, weil sie zunächst keine Beschwerden verursachen. Der weiße Krebs zeigt sich zunächst nur mit leichten Rötungen der Haut, erst später wird die Haut schuppig oder es bilden sich verhornte Stellen. Die schwarze Form macht durch dunkle Pigmentflecken auf sich aufmerksam, die an ein Muttermal erinnern, und auch wenn ein bereits bestehendes Muttermal größer oder dunkler wird, dann kann das ein Zeichen für schwarzen Hautkrebs sein.

    Früh erkannt ist Hautkrebs heilbar

    Jedes Jahr bekommen in Deutschland rund 230.000 Menschen die Diagnose Hautkrebs. 80 % der Wucherungen und Karzinome treten im Gesicht auf, nicht selten gleich an mehreren Stellen. Die gute Nachricht ist, dass vor allem die weiße Variante sehr selten streut und damit die Gefahr für andere Organe gering ist. In der Regel reicht ein kleiner operativer Eingriff aus, um die bösartigen Tumore zu entfernen. Wird der Krebs erst später erkannt und ist bereits tief in die Haut eingewachsen, dann ist eine größere Operation notwendig. Gehen die Betroffenen in einem frühen Stadium zu einem Hautarzt, dann können oftmals schon spezielle Cremes oder auch eine Lichttherapie verhindern, dass der Krebs fortschreitet.

    Der schwarze Hautkrebs

    Zwar lässt sich der schwarze Hautkrebs besser erkennen, dafür ist er um einiges aggressiver als die weiße Krebsvariante. In Deutschland erkranken jedes Jahr 22.000 Menschen an einem Melanom und bei rund 3.000 Patienten bilden sich sehr schnell gefährliche Metastasen. Wenn sich bereits Tochtergeschwüre gebildet haben, dann ist der Krebs nur noch sehr schwer heilbar. Auch hier spielt es eine wichtige Rolle, wie tief der Krebs bereits in die Haut eingedrungen ist. In Deutschland wird der Krebs in 70 % aller Fälle meist dann entdeckt, wenn er schon mehr als einen Millimeter tief in der Haut ist. In diesem Fall ist das Risiko, dass sich Metastasen bilden, sehr gering, es reicht oft schon aus, wenn die Haut rund um den Krebsherd großräumig entfernt wird. Der Arzt vermisst anschließend das Melanom unter dem Mikroskop und an der Größe orientiert sich dann die weitere Therapie.

    Große Fortschritte

    Immer wenn ein Melanom gestreut hat, zum Beispiel in das Lymphsystem, dann galt noch vor einigen Jahren, dass für den Patienten keine Hoffnung auf Heilung besteht. Noch vor fünf Jahren hatten Patienten eine Lebenserwartung von zehn Monaten, heute gibt es neue Immuntherapien, die die Lebenserwartungen deutlich erhöhen. Schon 2012 wurde ein neues Medikament auf den Markt gebracht, zwei weitere Präparate sollen noch in diesem Jahr folgen. Neue Forschungen, die sich mit der Funktionalität der Krebszellen befassen, machen heute eine verbesserte und zielgerichtete Therapie möglich, die unter anderem das bislang unkontrollierte Wachstum der Krebszellen stoppen können. Auf dem Gebiet der Gene wird ebenfalls an neuen Therapien gearbeitet, denn vielfach ist der Krebs auch vererbbar.

    Bild: © Depositphotos.com / alexraths

  • Hodenkrebs – immer mehr junge Männer sind betroffen

    Hodenkrebs – immer mehr junge Männer sind betroffen

    Hodenkrebs gehört zu den eher selten auftretenden Krebsarten, trotzdem erkranken in Deutschland jedes Jahr 4.700 Männer an dieser Krebsart. Auch wenn die Zahl der Erkrankungen auf den ersten Blick im Vergleich zu anderen Krebsarten niedrig erscheint, es sind hauptsächlich junge Männer zwischen 20 und 40 Jahren, die an Hodenkrebs erkranken. Wird Hodenkrebs in einem frühen Stadium erkannt, dann bestehen sehr gute Heilungschancen, aber viele Männer ignorieren die Symptome und scheuen sich, zu einem Arzt zu gehen.

    Hodenkrebs tritt meist nur einseitig auf

    Die Hoden setzen sich aus mehreren unterschiedlichen Zelltypen zusammen und in einem dieser Zelltypen können sich bösartige Tumore entwickeln. In rund 90 % der Fälle bilden sich diese Tumore auf dem Keimzellgewebe, das in zwei Arten unterschieden wird. Zum einen gibt es die eigentlichen Keimzellen, die sogenannten Seminome und zum anderen gibt es die Nichtseminome, die aus mehreren Gewebearten bestehen. Mutieren diese Zellen, dann bilden sich bösartige Tumore, aber in den meisten Fällen sind nicht beide Hoden, sondern es ist nur einer der Hoden davon betroffen.

    Wie entsteht Hodenkrebs?

    Seit den 1980er Jahren hat sich die Zahl der Hodenkrebs Erkrankungen mehr als verdoppelt. Mediziner machen unter anderem eine Umstellung der Ernährung für diesen Anstieg verantwortlich, die eigentliche Ursache, warum es zu Hodenkrebs kommt, wurde bislang jedoch noch nicht gefunden. Es gibt allerdings einige Risikofaktoren, die den Ausbruch der Krankheit begünstigen können. Zu diesen Risiken gehört eine genetische Veranlagung und auch angeborene Fehlstellungen der Hoden, wie zum Beispiel der Hodenhochstand, wenn sich einer der Hoden nicht im Hodensack befindet.

    Symptome selbst erkennen

    Ob mit den Hoden alles in Ordnung ist, das kann jeder Mann selbst relativ einfach feststellen. Wenn die Hoden abgetastet werden und sich Schwellungen oder Verhärtungen ertasten lassen, dann kann das ein erstes Alarmsignal für Hodenkrebs sein. Auch wenn die Hoden beim Abtasten schmerzen, dann ist das ein Symptom, dass Etwas nicht in Ordnung ist. Das Gleiche gilt, wenn sich die Hoden schwer anfühlen oder wenn sich ein ziehender Schmerz einstellt, der bis in die Leiste ausstrahlt, dann sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden. Im späteren Verlauf kommen dann nicht selten Schmerzen im Rücken und in den Brustdrüsen dazu.

    Heilbar bei Früherkennung

    Hodenkrebs hat nur dann eine sehr gute Chance komplett auszuheilen, wenn er so früh wie möglich erkannt wird. Ärzte raten deshalb allen Männern ab dem 27. Lebensjahr dazu, sich jedes halbe Jahr von einem Urologen untersuchen zu lassen. Männer, die bereits Hodenkrebs in der Familie hatten, sollen ihre Hoden zudem in regelmäßigen Abständen abtasten. Wenn sich Hodenkrebs ausbreitet, dann befällt er sehr schnell andere Organe und die Symptome, besonders die Schmerzen im unteren Bauchbereich, nehmen zu. Wird Hodenkrebs in einem frühen Stadium erkannt, dann ist er in den meisten Fällen heilbar, selbst im fortgeschrittenen Stadium sind die Heilungschancen nicht schlecht, aber die Behandlung ist deutlich aufwendiger.

    Keine Gefahr für die Potenz

    Der Arzt tastet bei einer Untersuchung zuerst die Hoden ab und verschafft sich dann durch eine Ultraschall- und eine Blutuntersuchung ein genaueres Bild. Besteht der Verdacht, dass es sich um Hodenkrebs handeln könnte, dann wird im Rahmen einer Biopsie eine Gewebeuntersuchung gemacht. Handelt es sich tatsächlich um einen Tumor, dann folgen in der Regel entweder eine Bestrahlung oder eine Chemotherapie. Viele Männer haben Angst, dass der befallene Hoden operativ entfernt werden muss und sie in der Folge ihre Potenz verlieren oder unfruchtbar werden. In dem meisten Fällen ist diese Angst aber unbegründet, denn eine vorübergehende Impotenz tritt nur während der akuten Therapie auf. Wenn die Therapie beendet ist, dann können die betroffenen Männer wieder ein ganz normales Sexualleben führen und sie sind auch in der Lage, Vater zu werden.

    Bild: © Depositphotos.com / gwolters

  • Leberkrebs – der lautlose Krebs

    Leberkrebs – der lautlose Krebs

    Krebs ist eine schreckliche und vor allem auch eine tückische Krankheit, denn viele Krebsarten werden erst dann erkannt, wenn sie bereits weit fortgeschritten sind. Der Leberkrebs gehört zu diesen sogenannten lautlosen Krebsarten, die Betroffenen merken erst viel zu spät, das etwas nicht stimmt. Wird die Diagnose Leberkrebs gestellt, dann ist es für viele bereits zu spät, um entsprechende Therapien einleiten zu können, nicht umsonst gehört der Leberkrebs zu den Krebsformen mit einer sehr hohen Todesrate. Mediziner unterscheiden zwei unterschiedliche Formen von Leberkrebs, von denen eine sehr selten, die andere aber leider immer häufiger vorkommt.

    Leberkrebs – Kaum Hinweise

    Die meisten Menschen gehen zum Arzt, wenn sie Schmerzen verspüren, die sie nicht zuordnen können. Da Leberkrebs kaum Schmerzen verursacht, sondern lediglich für unbestimmte Symptome sorgt, gehen viele Menschen erst dann zu einem Arzt, wenn der Krebs bereits ein spätes Stadium erreicht hat. Oftmals sind es leichte Schmerzen im oberen Bauchbereich, die auch auf eine einfache Magenverstimmung hindeuten könnten. Dazu kommen Appetitlosigkeit, Müdigkeit und ein nicht zu erklärender Leistungsabfall. Erst wenn es zu einer starken Gewichtsabnahme kommt, dann schrillen bei den meisten Betroffenen die Alarmglocken und sie gehen zu einem Arzt. Fällt dann nach einer Blutuntersuchung oder nach einem Screening die Diagnose Leberkrebs, dann hängt die Frage, wie hoch die Chancen auf Heilung sind, immer davon ab, um welche Form von Leberkrebs es sich handelt.

    Zwei Formen von Leberkrebs

    Leberkrebs kann in zwei unterschiedlichen Formen auftreten, zum einen die eher seltene Form, bei der die Leberzellen befallen werden und die häufiger vorkommende Form, bei der sich Metastasen an der Leber bilden. In der seltenen Form ist der Ursprung des Krebses die Leber selbst, in der sich Krebszellen bilden, die schließlich zu Tumoren an der Leber führen. Laut Robert-Koch Institut erkranken in Deutschland an dieser Form jedes Jahr rund 8.400 Menschen. Deutlich häufiger sind Lebermetastasen, die durch gestreute Krebszellen verursacht werden. Das heißt, ein anderes Organ im Bauchraum, beispielsweise die Bauchspeicheldrüse oder der Magen, sind von Krebs befallen und die mutierten Zellen greifen auch die Leber an. Bei drei bis vier von zehn Leberkrebsfällen ist die Ursache bei einem anderen Organ zu finden, der Leberkrebs wird mehr oder weniger nur zufällig entdeckt.

    Welche Risikogruppen gibt es?

    Die Leber ist normalerweise ein gesundes und auch recht stabiles Organ, das selten von einer schweren Krankheit betroffen ist, es gibt jedoch Risikogruppen, bei denen Leberkrebs häufig auftritt. Wer ein Alkoholproblem hat oder wer unter Hepatitis B oder C leidet, der sollte seine Leber in regelmäßigen Abständen untersuchen lassen, am besten alle sechs Monate. Einen flächendeckenden Check, wie es ihn zum Beispiel für Darm- oder Brustkrebs gibt, halten Mediziner allerdings nicht für notwendig. Vielfach geht dem Leberkrebs eine Leberzirrhose voraus, und wenn es in dieser Richtung bereits Verdachtsmomente gab, dann muss die Leber alle drei Monate anhand von Bluttests und Ultraschall untersucht werden. Aufpassen müssen zudem auch alle, die Diabetes oder eine andere Erkrankung des Stoffwechsels haben, denn sie sind gefährdet und sollten sich untersuchen lassen.

    Tests für Zuhause bringen nichts

    Ärzte warnen davor, einen Selbst-Test über die Gesundheit der Leber zu machen, der in der Apotheke gekauft werden kann. Diese Tests sind zwar als medizinische Produkte zugelassen und sie müssen auch strenge Qualitätskontrollen durchlaufen, aber diese Tests sind nicht sicher. Das eigene Zuhause erfüllt keine Laborkriterien und wer selbst testet, kann viele Fehler machen. Dazu kommt, dass Laien die Werte nicht richtig einschätzen und bewerten können, das kann nur ein erfahrener Arzt. Wenn das Testergebnis positiv ausfällt, dann ist ein Besuch beim Arzt unumgänglich.

    Wer zu einer Risikogruppe gehört, der sollte sich regelmäßig untersuchen lassen und viel Kaffee trinken, denn Studien zeigen, dass Kaffee das Risiko an Leberkrebs zu erkranken, deutlich senken kann.

    Bild: © Depositphotos.com / tanatat

  • Gallengangkrebs Früherkennung – Urintest bringt Gewissheit

    Gallengangkrebs Früherkennung – Urintest bringt Gewissheit

    Gallengangkrebs ist eine sehr seltene Krankheit, deshalb ist sie auch wenig erforscht und es stehen kaum Screenings für die Früherkennung zur Verfügung. Es gibt zwar die technischen Möglichkeiten für die Früherkennung, aber leider eben nicht flächendeckend. Jetzt gibt es allerdings eine weitere Methode, um Gallengangkrebs frühzeitig erkennen zu können, und zwar einen einfachen und schnellen Urintest.

    Kaum Symptome bei Gallengangkrebs

    Hellmuth Karasek, der bekannte Journalist und Literaturkritiker, verstarb in der letzten Woche an Gallengangkrebs und auch bei ihm, wie bei den meisten anderen Patienten, wurde die Krankheit zu spät erkannt. Das heimtückische am Gallengangkrebs ist, dass er sich nicht bemerkbar macht, denn es gibt so gut wie keine Symptome. Die Tumore, die im Gallengang entstehen, beschränken sich nicht nur auf die Galle, sie streuen in den Organen, die in der Nachbarschaft liegen. Die Leber ist ebenso oft betroffen wie auch der Zwölffingerdarm und die Bauchspeicheldrüse. Wird die Leber geschädigt, dann kommt es in der Regel zu einer Gelbsucht, die aber auch keine Schmerzen verursacht, nur die Augen und die Haut färben sich kaum merklich leicht gelblich. Wird die Gelbsucht erkannt, dann ist es vielfach aber schon zu spät und bei einem operativen Eingriff können bestenfalls nur Teile der Leber entfernt werden.

    Nur noch Palliativmaßnahmen

    Wenn der Arzt die Diagnose Gallengangkrebs stellt, dann offenbart sich meist die große Hilflosigkeit der modernen Medizin. Alles, was die Ärzte ihren Patienten noch anbieten können, sind Palliativmaßnahmen, die dem Patienten den verbleibenden Rest des Lebens so angenehm wie eben möglich machen. Zu diesen Maßnahmen gehört unter anderem auch die Gabe von Morphium, denn wenn der Gallengangkrebs im letzten Stadium ist, dann bereiten starke Tumorschmerzen den Patienten große Probleme.

    Eine einfache Maßnahme

    Weltweit erkranken von 100.000 Menschen nur ein bis zwei Menschen im Jahr an Gallengangkrebs, und daher sind flächendeckende Screenings, wie es sie zum Beispiel bei Brust- und Darmkrebs bereits gibt, nicht möglich. Allerdings gibt es eine andere Möglichkeit, und zwar durch einen Urintest. Diese Methode macht eine Früherkennung möglich, um Gallengangkrebs sicher zu erkennen. Der Test konzentriert sich auf verräterische Proteine im Urin und auch im Gallensaft und wenn diese Proteine ansteigen, dann besteht die Gefahr, dass es sich um Gallengangkrebs handeln könnte. Die Kosten für diese Früherkennungsmethode werden jedoch nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

    Eine Veranlagung

    Wie viele Krebsarten, so muss auch für den Gallengangkrebs eine Veranlagung vorliegen. Das heißt, Menschen, die in der Familie bereits Fälle dieser seltenen Krebsart haben, sind gut beraten, sich ab dem 50. Lebensjahr auf Gallengangkrebs untersuchen zu lassen. Es gibt Ärzte und Pharmaunternehmen, die sich jetzt an den gemeinsamen Bundesausschuss gewandt haben, um zu erreichen, dass die Kosten für den neuen Test, der die Früherkennung von Gallengangkrebs möglich macht, von den Krankenkassen übernommen werden.

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