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  • Ist Verhütung während der Stillzeit notwendig?

    Ist Verhütung während der Stillzeit notwendig?

    Wer sich auf die alte Hebammenweisheit verlässt, dass Frauen, die stillen, nicht schwanger werden können, der kann eine Überraschung erleben, denn die Stillzeit schützt definitiv nicht vor einer erneuten Schwangerschaft. Als Verhütungsmittel ist das Stillen also nicht geeignet, aber was ist an dieser Weisheit dran und warum hält sich die Aussage immer noch, dass Stillen eine Schwangerschaft verhüten kann? Nach wie vor sind viele Frauen davon überzeugt, dass sie automatisch davor geschützt sind, wieder schwanger zu werden, wenn sie ihr Baby stillen.

    Verhütung durch Hormone

    Immer dann, wenn eine Frau ihr Baby an die Brust legt, um es zu stillen, dann setzt der Körper ein bestimmtes Hormon frei, das Prolaktin. Dieses spezielle Hormon beeinflusst nicht nur die Milchproduktion und die Milchdrüsen, es hat auch die Fähigkeit, den Eisprung zu hemmen. Auf diese Weise wirkt das Prolaktin wie ein Verhütungsmittel. Wissenschaftlich bewiesen ist aber auch, dass das Hormon alleine zur Verhütung keinesfalls ausreicht, denn wenn zwischen zwei Stillzeiten mehr als vier Stunden liegen, dann sinkt der Hormonspiegel und es kann zum Eisprung kommen. Da die meisten Frauen ihre Babys unmittelbar nach der Geburt relativ oft anlegen, kann die Verhütung durch das Hormon gelingen, darauf verlassen sollte man sich aber nicht.

    Verhütung bis zur nächsten Periode?

    Wann die normale Regelblutung und damit auch der Eisprung nach der Geburt einsetzt, das lässt sich nicht pauschalisieren. Vielfach kommt die erste Periode bei den Frauen, die nicht stillen, nach vier bis sechs Wochen, bei Frauen, die ihr Kind nur eingeschränkt stillen und früh zufüttern, können zwei bis drei Monate vergehen, bis es wieder zum Eisprung kommt. Frauen, die ihr Baby voll stillen, warten zwischen sechs und 18 Monate darauf, dass die Periode wieder einsetzt. In dieser Zeit wird zwar das Hormon Prolaktin immer wieder aktiviert, eine zusätzliche Verhütung ist aber dennoch Pflicht für alle Frauen, die nicht gleich wieder Mutter werden möchten.

    Welche Verhütungsmethode kommt infrage?

    Es ist relativ schwer, während der Stillzeit das richtige Verhütungsmittel zu finden. Das Messen der Basaltemperatur kommt als Verhütung während der Stillzeit nicht infrage, denn in den ersten Wochen nach der Entbindung schlafen frischgebackene Mütter bekanntlich nicht allzu gut und auch die hormonellen Schwankungen machen eine verlässliche Fieberkurve unmöglich. Nicht zu empfehlen sind auch Verhütungsmethoden, bei denen die Hormone im Urin gemessen werden, um den Zeitpunkt des Eisprungs zu berechnen. Ein Diaphragma kommt ebenfalls nicht infrage, da sich die Gebärmutter und der Muttermund nach der Geburt zurückbilden und es deshalb Schwierigkeiten bei der Anpassung des Verhütungsmittels gibt. Auch die Spirale ist für die Verhütung stillender Mütter keine Option. Wird sie früher als drei Monate nach der Entbindung eingelegt, dann besteht das Risiko einer Infektion.

    Ist die Pille eine Lösung?

    Die Anti-Baby-Pille ist das verlässlichste unter den Verhütungsmitteln. Nur in der Stillzeit ist die Pille keine gute Wahl, denn die Pille enthält Gestagene und Östrogene und die beeinträchtigen die Milchbildung negativ. Die Menge der Milch und auch der Gehalt an Nährstoffen gehen zurück und das Baby wird nicht mehr optimal ernährt. Östrogen wandert zudem in die Muttermilch und gelangt auf diese Weise in den kindlichen Kreislauf. Wird die sogenannte Minipille zur Verhütung eingesetzt, die nur Gestagen enthält, dann hat das zwar keinen Einfluss auf die Milchmenge, aber die Qualität der Muttermilch wird schlechter, denn auch hier nimmt der Nährstoffgehalt ab. Wenn die Minipille als Verhütungsmittel zum Einsatz kommen soll, dann erst acht Wochen nach der Entbindung. Was bleibt, sind Kondome und Paare, die ganz sicher sein wollen, sollten zusätzlich Spermizid-Gele oder auch ein Scheidenzäpfchen verwenden, denn diese Verhütungsmittel haben keinen negativen Einfluss auf die Muttermilch und sie sorgen effektiv dafür, dass es nicht zu einer erneuten Schwangerschaft kommt.

    Bild: © Depositphotos.com / tiplyashin

  • Der Speiseplan der Stars – verrückt, miserabel, ungesund?

    Der Speiseplan der Stars – verrückt, miserabel, ungesund?

    Wenn es um einen verrückten Speiseplan geht, dann sind die Stars aus Hollywood immer vorne mit dabei. So trank Marilyn Monroe jeden Morgen ein Glas warme Milch mit zwei rohen Eiern, das eigentliche Frühstück beschränkte sich auf zwei Vitaminpillen. Jetzt sorgt die Diät von Topmodell Gisele Bündchen für Schlagzeilen, denn die schöne Brasilianerin tut einiges, um die Figur in Topform zu halten. Wer sich jedoch den Speiseplan von Gisele anschaut, der wird sich mit Sicherheit fragen, wie gesund diese Form der Ernährung ist.

    Ein Koch packt aus

    In der US-Zeitschrift Vanity Fair hat der Koch von Gisele Bündchen verraten, was bei dem Modell, ihrem Mann, dem Footballstar Tom Brady und den gemeinsamen Kindern so alles auf den Tisch kommt. Die Reaktionen der Leserinnen reichen von miserabel über unmöglich und jämmerlich bis zu total verrückt, denn die Familie verzichtet unter anderem auf:

    • Kaffee und alle Lebensmittel, die Koffein enthalten
    • Weißes Mehl
    • Zucker in jeglicher Form
    • Milch und alle Milchprodukte
    • Pilze

    Auch Nachtschattengewächse wie zum Beispiel Tomaten, Kartoffeln oder Auberginen kommen im Haushalt Bündchen/Brady nicht auf den Speiseplan. Tom Brady ist davon überzeugt, dass Tomaten Entzündungen auslösen können, das Gleiche gilt auch für eine der gesündesten Gemüsesorten: Paprika.

    Was darf laut Speiseplan gegessen werden?

    Viel bleibt nicht übrig, was bei Gisele Bündchen und ihrer Familie auf den Tisch kommt. Zu 80 % besteht die Nahrung aus Gemüse wie Kohlrabi, Möhren und Brokkoli, die restlichen 20 % bestehen aus weißem, magerem Fleisch von Huhn und Fisch. Gewürzt wird das Ganze mit Salz aus dem Himalaja, denn nach Ansicht von Gisele Bündchen ist Jodsalz aus dem Supermarkt kaufen sehr schädlich. Auch wenn es ums Öl geht, haben Gisele Bündchen und ihr Ehemann spezielle Vorlieben, denn der Koch darf ausschließlich mit Kokosnussöl kochen. Auch die Kinder des Paares müssen den Speiseplan der Eltern einhalten, Nutella aufs Brot oder mal ein paar Gummibärchen sind streng verboten. Wenn der Nachwuchs mal Appetit auf etwas Süßes hat, dann gibt es lediglich eine Fruchtrolle, die aus getrockneten Algen besteht. Wenn Gisele Bündchen Lust auf etwas Besonderes hat, dann stehen Quinoa mit Grünkohl, gerösteten Mandeln und Knoblauch auf dem Speiseplan, das klingt zwar nahrhafter als das, was Marilyn Monroe aß, aber nicht wirklich gesund.

    Der verrückte Speiseplan der Gwyneth Paltrow

    Gisele Bündchen ist nicht die Einzige, die sich etwas verrückt ernährt, auch andere Stars haben skurril anmutende Speisepläne. So hat die Schauspielerin Gwyneth Paltrow sogar ein Kochbuch über ihre bizarren Essgewohnheiten geschrieben, die von Ernährungswissenschaftlern auch gerne die Armuts-Diät genannt wird. Reis steht bei der Oscar-Preisträgerin ebenso auf dem Speiseplan wie schwarze Bohnen und Erbsen. In Maßen sind Süßkartoffeln, Eier, Auberginen, Tomaten und Avocado erlaubt, und da diese Diät nach Ansicht von Gwyneth Paltrow günstig ist, können sich auch die Bezieher von Lebensmittelkarten diese Ernährung leisten. Experten haben allerdings ausgerechnet, dass die Zutaten zu dieser Diät bei nur einem Einkauf rund 450,- Dollar kosten, und Paltrow musste mit einem gewaltigen Shitstorm in den sozialen Netzwerken leben.

    Massive Essstörungen

    Jennifer Aniston verzichtet auf die wichtigste Mahlzeit des Tages, das Frühstück und trinkt stattdessen lieber Zitronensaft pur, und wenn sich Victoria Beckham mal was Gutes gönnen will, dann isst sie fünf Hände voll ungesalzene und eiweißreiche Kost. Wird das langweilig, dann steigt Frau Beckham auf die Basen-Diät um und nimmt nur Nahrung zu sich, die nicht sauer ist. Auch Jackie Kennedy hatte ihre spezielle Diät und sie aß, wenn sie abnehmen wollte, nur eine mit Beluga-Kaviar gefüllte Kartoffel am Tag. Alle diese verrückten Diäten sind nach Meinung von Ernährungsexperten die Auslöser von massiven Essstörungen, denn wer wie Liz Hurley sechsmal am Tag Suppen aus Brunnenkresse auf dem Speiseplan stehen hat, der wird garantiert krank.

    Bild: © Depositphotos.com / silatip

  • Reitferien – nicht nur für Pferdefreunde ein besonderes Erlebnis

    Reitferien – nicht nur für Pferdefreunde ein besonderes Erlebnis

    Bekanntlich liegt das Glück dieser Erde auf dem Rücken der Pferde und laut William Shakespeare wollte König Richard III. sein Königreich für ein Pferd hergeben. Reiten ist ein beliebter Sport, auf den viele auch in den Ferien nicht verzichten möchten und Reitferien machen nicht nur Kindern Spaß. In vielen Urlaubsregionen in ganz Europa werden Reitkurse und Stellplätze für Pferde angeboten, etwas Besonderes sind aber Reitferien am Meer, zum Beispiel in Dänemark.

    Vom Ackergaul zum Reittier

    Menschen und Pferde – das ist eine besondere Affinität. Schon immer haben Mensch und Tier eine enge Beziehung gehabt, schließlich gehört das Pferd zu den ältesten Nutztieren. Zunächst wurde das Pferd nur für die Arbeit auf dem Feld oder als Transporttier genutzt, später entdeckten die Menschen, dass Pferde auch als Reittiere gute Dienste leisten. Heute haben moderne Maschinen die Pferde bei der Landarbeit abgelöst, geblieben ist nur das Reittier und ein vierbeiniger Freund. Ob Islandpony oder Vollblüter, Pferde sind aus der Welt der Menschen nicht mehr wegzudenken. Wer einen besonderen Urlaub erleben möchte, der sollte Reitferien am Strand machen. Am Wasser entlang zu galoppieren, das hat was von Freiheit und Abenteuer, ein wunderbares Gefühl, das immer mehr Urlauber hautnah erleben wollen.

    Wie ein Besuch im Fitnessstudio

    Reiten ist ein Sport und wie bei jeder Sportart, so stellt sich auch hier die Frage: Wie gesund ist das Reiten? Für die Gesundheit lohnt es sich auf jeden Fall, den Pferderücken zu erklimmen, denn Reiten kann Rückenschmerzen vorbeugen, die Bauchmuskulatur stärken, die Fähigkeit zur Koordination fördern und beim Reiten lässt sich Stress abbauen. Ähnlich wie beim Schwimmen, werden beim Reiten alle Muskeln beansprucht, denn der Reiter muss sich permanent den Bewegungen des Pferdes anpassen. Bei jeder der drei Gangarten werden andere Muskeln gefordert, langfristig wird die Wirbelsäule entlastet und das beugt Problemen mit dem Rücken effektiv vor. Das rhythmische Auf und Ab löst zudem Verspannungen und auch für eine gerade Körperhaltung ist Reiten der optimale Sport. Reiten kann man noch bis ins hohe Alter, und deshalb verlieren auch Reitferien nie ihren Reiz.

    Reitferien in Dänemark

    Warum bietet sich Dänemark für Reitferien an? Ganz einfach, weil die dänische Küste an der Nordsee 400 km lang ist. Die wunderschöne Küste erstreckt sich von den Inseln im Wattenmeer im Süden, über die Haffküste bis hin zur wilden Brandung im Norden. Entlang dieser Küste gibt es Ferienhäuser, Campingplätze und auch Reiterhöfe für alle, die gerne mit dem Pferd die Umgebung erkunden möchten oder das Reiten erlernen wollen. Auch die westliche Küste von Jütland ist perfekt für Pferdefreunde und Reitsportler. Zwischen Nymindegab und Søndervig können Reiter am Strand entlang traben und wer noch Anfänger ist, kann sich auf verschiedenen Reitbahnen mit dem Pferd vertraut machen.

    Auf dem Pferderücken die Region erkunden

    Reitferien bieten eine gute Gelegenheit, um die Umgebung des Urlaubsortes einmal auf andere Art und Weise zu erkunden. In vielen Orten an der dänischen Küste werden geführte Reittouren angeboten und die Teilnehmer einer solchen Tour lernen dabei die Schönheit der Küstenlandschaft kennen. Wer möchte nicht mit seinem Pferd in einen malerischen Sonnenuntergang reiten? Die Heide von Jütland ist hier ein ebenso schönes Ziel wie auch die zahlreichen Fjorde, die endlosen Strände und die weiten Dünenlandschaften.

    Das Pferd einfach mitbringen

    Auch wer sein Pferd von zu Hause mitbringen möchte, der wird in Dänemark viele Reiterhöfe finden, in denen das Pferd einen Platz findet. Die Reitschulen in Westjütland haben viel Erfahrung im Umgang mit Pferden und das Tier ist dort immer bestens aufgehoben. In der ganzen Region sind zudem viele Ferienhäuser und Ferienwohnungen zu finden, sodass kein Reiter einen langen Weg hat, wenn er mit seinem Pferd ausreiten möchte.

    Bild: © Depositphotos.com / Alexia

  • Vom Kinderwunsch zum Wunschkind

    Vom Kinderwunsch zum Wunschkind

    In Deutschland steigt die Geburtenrate, das heißt, immer mehr Paare entscheiden sich für Nachwuchs und wünschen sich ein Kind. Aber vom Kinderwunsch zum Wunschkind ist es oft ein schwieriger Weg, denn nicht immer klappt alles nach Plan. Die moderne Medizin kann es möglich machen, dass aus einem Paar eine Familie wird, denn die Methoden sind heute sehr effizient. Manchmal ist Geduld gefragt, denn nicht immer geht der Traum vom Wunschkind auch sofort in Erfüllung.

    So klappt es mit dem Wunschkind

    Frauen, die schwanger werden möchten, sollten während ihrer fruchtbaren Tage möglichst alle zwei Tage Sex haben, unter Zwang setzen sollte sich aber keiner. Um schwanger zu werden, ist es wichtig gesund zu sein, daher sollten die angehenden Mütter sich drei Monate vor der geplanten Empfängnis gründlich untersuchen lassen und auch sicherstellen, dass es eine Immunität gegen Röteln gibt. Gesund essen und Genussgifte wie Alkohol und Nikotin stark einschränken, das gehört ebenfalls zur Schwangerschaftsvorbereitung, ebenso wie der Besuch beim Zahnarzt. Frauen mit Amalgamplomben haben mitunter seltener einen Eisprung. Es sollte daher mit dem Zahnarzt abgeklärt werden, ob diese Plomben eventuell gegen Zahnfüllungen aus Kunststoff oder Keramik ausgetauscht werden können. Noch mehr Tipps rund ums Schwangerwerden findet man hier: http://www.folio-familie.de/kinderwunsch.html

    Eine neun Monate lange spannende Reise

    Wenn die Periode aussetzt, die Brüste spannen und Übelkeit am Morgen keine Seltenheit mehr ist, dann ist sehr wahrscheinlich ein Wunschkind auf dem Weg. Ein Schwangerschaftstest bringt in diesem Fall Gewissheit, und wenn das Schwangerschaftshormon HCG nachgewiesen wurde, dann steht eindeutig fest: Die Familie wird um ein Mitglied reicher. Vor allem das erste Trimester der Schwangerschaft empfinden viele Frauen als belastend. Der Körper stellt sich auf die Schwangerschaft ein und das geht leider nicht ganz ohne Beschwerden ab. Erst ab dem vierten Monat fühlen sich die meisten Frauen richtig wohl und können die Schwangerschaft genießen. Bis zur 32. Woche haben Schwangere alle vier Wochen einen Termin bei ihrem Arzt, ab der 33. Woche dann alle 14 Tage. Insgesamt sind es also zehn bis zwölf Untersuchungen, bei denen sich der Arzt davon überzeugt, dass es der Mutter und dem Wunschkind gut geht. Drei Ultraschalluntersuchungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt, werdende Eltern, die ihren Nachwuchs öfter sehen möchten, müssen diese Untersuchungen aus der eigenen Tasche bezahlen.

    Der Weg ins Leben

    Das Wunschkind kann entweder in einem Krankenhaus, in einem Geburtshaus oder auch zu Hause das Licht der Welt erblicken. Wenn der Bauch sich deutlich gesenkt hat und die Mutter die ersten Wehen spürt, dann will das Kind auf die Welt. Frauen, die zum ersten Mal ein Kind zur Welt bringen, müssen mit durchschnittlich zehn Stunden Wehen rechnen, beim zweiten Kind geht alles ein wenig schneller. Um die Wucht der Presswehen abzufangen, ist eine Periduralanästhesie, kurz auch PTA genannt, eine gute Sache, denn der natürliche Drang zu pressen bleibt, aber die Mutter verspürt keinerlei Schmerzen mehr. Auch gezielte Atemübungen, die im Rahmen der Schwangerschaftsgymnastik oder einem Geburtsvorbereitungskurs erlernt werden können, sind perfekt, um die Geburt entspannt zu gestalten.

    Stillen oder Flasche?

    Ist das Wunschkind auf der Welt, dann wird es der Mutter sofort an die Brust gelegt. Dort wird es die wertvolle und nahrhafte Vormilch (Kolostrum) trinken. Die eigentliche reife Muttermilch schießt erst nach ca. drei Tagen ein. Ob das Wunschkind gestillt werden soll, das bleibt jeder Mutter selbst überlassen. Muttermilch ist das Gesündeste, was es gibt, sie stärkt nicht nur das kindliche Immunsystem, durch das Stillen wird auch eine innige Beziehung zwischen Mutter und Kind aufgebaut und die Eltern müssen nicht mehrmals in der Nacht in die Küche laufen, um das Fläschchen zuzubereiten. Nicht immer klappt es mit dem Stillen wie gewünscht und wenn das der Fall ist, dann sollte sich die Mutter keine Sorgen machen, denn auch Flaschenkinder werden gesund groß.

    Bild: © Depositphotos.com / pitrs10

  • Hepatitis – eine Krankheit mit vielen Gesichtern

    Hepatitis – eine Krankheit mit vielen Gesichtern

    Viele kennen Hepatitis unter dem Namen Gelbsucht oder auch Gilb, aber gemeint ist eine Erkrankung der Leber, genauer gesagt, eine chronische Entzündung der Leber. Den Namen Gelbsucht bekam die Krankheit durch ihre auffälligen äußeren Symptome wie eine gelbliche Haut und eine Gelbfärbung des weißen Teils der Augäpfel. Hepatitis ist eine Krankheit mit vielen Gesichtern und eben so vielen möglichen Ursachen. Da es kaum Symptome gibt, bleibt die Krankheit oft lange unerkannt, was unter Umständen sehr gefährlich werden kann.

    Welche Ursachen gibt es für Hepatitis?

    Die Palette der Ursachen für eine Hepatitis ist breit gefächert. Eine Virusinfektion kann ein Auslöser sein, aber auch Alkoholmissbrauch kann die Leber schädigen und eine Gelbsucht auslösen. Eine Fettleber ist ebenfalls eine der möglichen Verursacher, möglich sind zudem Autoimmunerkrankungen oder eine Störung im Immunsystem. Die häufigste Ursache ist aber eine virale Infektion, die sowohl Hepatitis A wie auch B, C, D und E auslöst. Wissenschaftler vermuten auch, dass die zunehmende Anzahl von Umweltgiften für eine Leberentzündung sorgen können, eher selten sind Pilze, Parasiten oder Bakterien die Ursache.

    Gibt es typische Symptome?

    Was die Diagnose Hepatitis so schwierig macht, ist das Fehlen von Symptomen. Die Betroffenen fühlen sich müde, sie haben wenig Appetit und verspüren einen leichten Schmerz im Bereich des Oberbauches, der sich aber nicht genau lokalisieren lässt. Nicht immer kommt es zu den für Gelbsucht typischen Symptomen wie einer Gelbfärbung der Haut und der Augäpfel oder einem dunkel gefärbten Urin. Da bei Hepatitis die Funktion der Leber gestört ist, kommt es zu einem Stau der Gallenflüssigkeit, die für einen unangenehmen Juckreiz, aber auch für Verdauungsstörungen sorgen kann. Durchfall, Erbrechen und Übelkeit sind daher ebenfalls Symptome, die auf eine Hepatitis hinweisen.

    Die Diagnose Hepatitis

    Besteht der Verdacht auf Hepatitis, dann wird der Arzt zunächst einmal Blut abnehmen und den Wert der Leberenzyme bestimmen, die immer erhöht sind, wenn die Leber entzündet ist. Zudem wird der Wert des gelben Gallenfarbstoffs, des Bilirubins bestimmt. Wenn auch dieser Wert erhöht ist, dann spricht das ebenfalls für einen Leberschaden. Um die spezifische Form erkennen zu können, werden Antikörpertests gemacht. Komplettiert wird die Diagnose durch eine Ultraschalluntersuchung, denn durch eine gezielte Sonografie kann der Arzt mehr über die Struktur, die Größe und die Kontur der Leber erfahren. Leider lässt sich die eigentliche Ursache der Leberentzündung anhand einer Ultraschalluntersuchung nicht erkennen. Um den Schweregrad der Entzündung bestimmen zu können, muss deshalb im Rahmen einer Leberpunktion Gewebe entnommen werden.

    Wie sieht die Therapie aus?

    Welche Therapie infrage kommt, das richtet sich immer nach der Schwere der Entzündung. Bei den chronischen Formen wie B und C, ist eine Therapie mit entsprechenden Medikamenten möglich, die nicht nur eine Besserung einleiten, sondern auch eine komplette Ausheilung möglich machen. Neue Präparate, die in den letzten Jahren zugelassen worden sind, ermöglichen eine kurze Therapie und auch weniger Nebenwirkungen. Besonders bei Patienten, die bereits eine Leberzirrhose haben, zeigen sich schnelle und auch nachhaltige Erfolge. Eine Behandlung mit Interferon, die noch vor wenigen Jahren zur Standarttherapie gehörte, ist dann nicht mehr notwendig. Handelt es sich um eine Alkoholhepatitis, dann ist eine sofortige Abstinenz ein Muss, die eigentliche Behandlung richtet sich aber auch hier nach dem Schweregrad der Leberschädigung. Bei einer Autoimmunhepatitis kommt es immer dann zu einem chronischen Verlauf, wenn die Erkrankung zu spät festgestellt wurde, helfen können in diesem Fall spezielle Immunsuppressiva, wie zum Beispiel Cortison. Zwar verbessern sich dann die Symptome und die Laborwerte sind wieder in einem normalen Bereich, allerdings müssen die Betroffenen über einen sehr langen Zeitraum, wenn nicht sogar lebenslänglich behandelt werden, was zu starken Nebenwirkungen führen kann. Handelt es sich um eine Fettleber, dann hilft nur Abnehmen, um das Körperfett auf Dauer deutlich zu reduzieren.

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  • Cortison – Segen oder Fluch?

    Cortison – Segen oder Fluch?

    Wenn der Arzt Cortison verschreibt, dann haben viele Patienten Angst vor den Nebenwirkungen des Wirkstoffs. Auf der anderen Seite stehen aber die großen Erfolge, die mit Cortison erzielt werden, vor allem, wenn es um entzündliche Erkrankungen wie zum Beispiel Rheuma, Arthritis oder auch Allergien geht. Trotz der wissenschaftlich bewiesenen Erfolge steht kaum ein anderes Medikament so in der Kritik, Cortison aber komplett abzulehnen, wäre falsch, denn es kann vielen Menschen, die unter chronischen Schmerzen leiden, das Leben deutlich leichter machen.

    Nebenwirkungen können vermieden werden

    Cortison ist kein Gift, es ist vielmehr ein Stoff, den der Körper in der Nebenniere selbst produziert. Wie Insulin, so kann Cortison heute künstlich hergestellt werden, und es hat sich besonders als Mittel gegen Entzündungen aller Art einen guten Namen gemacht. Trotzdem reagieren die meisten Menschen sehr vorsichtig, wenn der Arzt ihnen Hydrocortison verordnet und oft weigern sie sich sogar, das Mittel zu nehmen. Die Bedenken sind nicht falsch, denn wenn das Mittel zu lange oder in der falschen Dosis eingenommen wird, dann kommt es nicht selten zu den gefürchteten Nebenwirkungen. Auf der anderen Seite können die Schäden aber noch größer sein, wenn eine Behandlung mit Hydrocortison abgelehnt wird, denn besonders Schmerzpatienten können von dem umstrittenen Wirkstoff profitieren.

    Wie wird Cortison verabreicht?

    Wie gut oder weniger gut verträglich Cortison ist, das hängt auch immer von der Form der Darreichung ab. In den 1970er Jahren, als die berechtigte Kritik an dem noch neuen Medikament besonders groß war, wurden die Patienten überwiegend mit Spritzen und Tabletten behandelt, die Behandlungen waren zu lang und die Dosen viel zu hoch. Dazu kam, dass der körpereigene Wirkstoff nicht ausreichend erforscht war. In der Folge kam es zu gravierenden Nebenwirkungen, die Auswirkungen auf den ganzen Organismus hatten. Heute wird Hydrocortison nur noch in Ausnahmefällen gespritzt, die meisten Patienten werden mit einer cortisonhaltigen Salbe oder mit niedrig dosierten Tabletten behandelt.

    Ein Mittel gegen Hautkrankheiten

    Auch wenn es um entzündliche Erkrankungen der Haut geht, werden mit Hydrocortison große Erfolge erzielt. Bei Schuppenflechte kommt das Mittel ebenso zur Anwendung wie auch bei Ekzemen, der große Vorteil liegt hier bei der lokalen Anwendung. Die Cortisonsalbe wird direkt auf die betroffenen Stellen aufgetragen, das Mittel kann auf diese Weise nicht in den Blutkreislauf gelangen und es gibt keine starken Nebenwirkungen. Auch Nasensprays und Augentropfen, die Hydrocortison enthalten, sind vor allem für Menschen eine große Hilfe, die unter Allergien leiden, und auch hier kommt es nur zu einer lokalen Anwendung, die von den meisten Betroffenen gut vertragen wird. Die meisten Mediziner setzen heute noch bei akuten und starken Beschwerden auf Spritzen und halten die Behandlungsdauer so kurz wie eben möglich.

    Wann wird Cortison gefährlich?

    Wie gefährlich kann Hydrocortison werden und was ist bei der Einnahme zu beachten? Wer bei einem Allergieschub das entsprechende Nasenspray verwendet, setzt sich nach Ansicht von Medizinern keiner allzu großen Gefahr aus, gefährlich wird es aber immer dann, wenn Hydrocortison über einen längeren Zeitraum in Form von Tabletten eingenommen wird. Damit sich die Nebenniere erholen kann, muss bei einer Therapie eine Pause von mindestens vier Wochen eingelegt werden, und das Medikament muss in diesem Fall ausgeschlichen werden. Wird es abrupt abgesetzt, dann drohen massive Nebenwirkungen wie Kreislaufversagen und sogar ein lebensgefährlicher Schock. Wird Hydrocortison über einen langen Zeitraum eingenommen, dann stellt der Körper die eigene Produktion ein, wird dann aber das Medikament abgesetzt, dann kommt es zu einer Unterversorgung des Hormons. Für Patienten gilt, sie sollten sich unbedingt an die vom Arzt verordneten Einnahmezeiten und Dosen halten, denn diese sind so abgestimmt, dass es weder zu einer Unterversorgung noch zu einer Überversorgung kommt. Geschieht das nicht, dann kommt es zu Nebenwirkungen und zu Störungen im Immunsystem.

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