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  • Diabetische Retinopathie – Folgeerkrankung der Zuckerkrankheit

    Diabetische Retinopathie – Folgeerkrankung der Zuckerkrankheit

    Bei der diabetischen Retinopathie handelt es sich um eine Folgeerkrankung der so genannten Zuckerkrankheit. Hierbei treten Schädigungen der Netzhaut direkt im Auge auf. Der dadurch entstehende Mangel an Sauerstoff löst ein Absterben der für das Sehen notwendigen Nervenzellen aus. In der Regel bemerken Betroffene die diabetische Retinopathie erst relativ spät. Wird Diabetes mellitus rechtzeitig behandelt, kann diese Folgeerkrankung erfolgreich aufgehalten werden.

     

    Diabetische Retinopathie – häufigste Ursache für Erblindung innerhalb Europas

    Ein zu hoher Blutzuckerspiegel zeichnet für eine Schädigung der kleinen Blutgefäße innerhalb der Netzhaut des Auges verantwortlich. Sie zählt zu den meisten Erblindungsursachen im gesamten europäischen Raum. Rund 30 Prozent aller von Diabetes mellitus betroffenen Erwachsenen erkranken an einer diabetischen Retinopathie.

     

    Die Erkrankung tritt gleichermaßen bei Diabetikern des Typs 1 sowie des Typs 2 auf. Rund 90 Prozent aller Diabetes-Betroffenen des Typs 1 sowie 25 Prozent des Typs 2 erkranken nach circa 15 Jahren nach Beginn ihrer Diabeteserkrankung an der diabetischen Retinopathie. Nahezu jeder dritte Diabetiker leidet schon bei der Feststellung der Zuckerkrankheit an einer Schädigung der Netzhaut. Aus diesem Grunde gehört die Untersuchung des Augenhintergrundes zur Standarddiagnostik.

     

    Diabetische Retinopathie – Symptomatik

    Bedingt durch die Schädigung der Netzhaut-Nervenzellen nimmt die Sehkraft binnen weniger Jahre stetig ab. In den ersten Jahren der Erkrankung macht sich dieser Prozess eher schleichend bemerkbar, so dass betroffene Personen dies zunächst nicht wahrnehmen. Im weiteren Verlauf kann die diabetische Retinopathie jedoch schnell zunehmen.

     

    Allerdings kann sich die diabetische Retinopathie auch in akuten Symptomen äußern. Reißt ein Netzhautgefäß und treten Einblutungen auf, kann dies zur Bildung von dunklen Flecken im Gesichtsfeld führen. Bei starken Einblutungen besteht zudem die Möglichkeit, dass das Blut in den Glaskörper des Auges eindringt. Hier verursacht es eine Glaskörperblutung. Patienten, die davon betroffen sind, nehmen dies durch das Sehen von vorüber fließenden schwarzen Pünktchen wahr.

     

    Darüber hinaus zeichnet eine diabetische Retinopathie im fortgeschrittenen Stadium für eine Ablösung der Netzhaut verantwortlich. Betroffene Personen bemerken diese durch Lichtblitze und plötzlich auftretende Gesichtsfeldausfälle.

     

    Diabetische Retinopathie – Ursachen

    Als Hauptursache der diabetischen Retinopathie kommt ein dauerhaft zu hoher Blutzuckerspiegel in Betracht. Ist der Diabetes schlecht eingestellt, ergeben sich hieraus Schädigungen im Organismus. Diese werden hervorgerufen durch die sich im Blut in Umlauf befindenden Zuckermoleküle.

     

    Eine ungenügende Durchblutung der Nervenzellen der Netzhaut führt auf Grund der Unterversorgung mit Sauerstoff zum Absterben derselben. Die Kapillaren nehmen an Dichte ab, was ein Austreten von Blut zur Folge haben kann. Dies wiederum führt zu weiteren Schäden an den Nervenzellen.

     

    Neben einem zu hohen Blutzucker liegen einer diabetischen Retinopathie weitere Ursachen zugrunde:

    • zu hohe Blutfett- und Cholesterinwerte
    • Umstellungen hormoneller Art – beispielsweise während der Schwangerschaft oder der Pubertät
    • Nikotingenuss
    • hoher Blutdruck

     

    Diabetische Retinopathie – Therapiemöglichkeiten

    Das bedeutendste Therapieziel der diabetischen Retinopathie besteht in der bestmöglichen Einstellung des Blutzuckerspiegels. Aber auch die weiteren Risikofaktoren sollten nicht außer Acht gelassen werden. Eine Verlangsamung des Voranschreitens der diabetischen Retinopathie kann ferner durch eine Behandlung beim Augenarzt erreicht werden.

     

    Zur Einstellung des Blutzuckers wird ein aktueller Langzeitwert (HbA1c) empfohlen, der sich zwischen 6,5 bis 7,5 % befinden sollte. Sind die Blutgefäße vorgeschädigt, wird ein HbA1c-Wert von 7,0 bis 7,5 % empfohlen. Liegt zusätzlich eine diabetische Nephropathie – Nierenschädigung auf Grund der Diabetes – vor, sollen Werte < 7,0 % angestrebt werden.

     

    Liegen weitere Risikofaktoren für die diabetische Retinopathie vor, so müssen diese ebenfalls in die Behandlung mit einbezogen werden. Am bedeutsamsten ist hierbei die Einstellung des zu hohen Blutdrucks auf medikamentöser Basis.

     

    Ferner empfiehlt es sich, zu hohe Blutfettwerte durch geeignete diätetische Maßnahmen zu reduzieren. Auf den Genuss von Nikotin und Alkohol ist zu verzichten.

     

    Befindet sich die diabetische Retinopathie im fortgeschrittenen Stadium, kann seitens des Augenarztes eine Medikamenteninjektion in das Auge sowie eine Laserbehandlung erfolgen. Liegen Einblutungen im Glaskörper vor, besteht die Möglichkeit, diesen zu entfernen und einen Ersatz in Form einer klaren Flüssigkeit vorzunehmen.

     

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  • Steissbeinfistel

    Steissbeinfistel

    Bei einer Steissbeinfistel handelt es sich um Entzündungen chronischer Art der Gesäßfalte. Die Gründe für deren Auftreten sind unterschiedlich. Sie reichen von einer angeborenen Fehlbildung des Steissbeins über eingewachsene Haare bis hin zu nicht ausgeheilten Blutergüssen.

     

    Männer sind häufiger als Frauen betroffen, meist in einem Alter von 20 bis 30 Jahren. Wird die Steissbeinfistel nicht behandelt, kann diese starke Schmerzen verursachen.

     

    Ursachen der Steissbeinfistel

    Es wird davon ausgegangen, dass die Steissbeinfistel sich aus der täglichen Belastung der Weichteile und der Haut in der Nähe des Steissbeins heraus entwickelt. Personen, die viel Sitzen und über eine starke Behaarung verfügen, könnten gehäuft von einer Steissbeinfistel betroffen sein. Denn das Einwachsen von Haarspitzen in die Haut spielt eine maßgebliche Rolle bei der Bildung der Steissbeinfistel.

     

    Ferner kann schon ein Haarbildungsfehler die Ursache für eine Steissbeinfistel sein. Hier wurde nachgewiesen, dass sich das gebildete Keratin von der Wurzelregion nicht ordnungsgemäß zur Haut aufbauen konnte. Durch die schollenförmige Ablagerung desselben bildet sich ein Fremdkörpergranulom. Erfolgt eine Infektion mit Bakterien im Bereich der normalen Hautflora entstehen Entzündungen mit Eiterbildung.

     

    Ebenfalls möglich sind eine bereits angeborene Fehlbildung sowie eine starke Krafteinwirkung im Verlaufe eines Traumas.

     

    Bemerkt wird eine Steissbeinfistel zunächst durch kaum sichtbare Punkte an der oberen Hautfläche. Daraus können sich kleine Pickel mit weißen Köpfen bilden. Unter Druck tritt aus jenen Eiter aus. In den meisten Fällen verspürt die betroffene Person in diesem Stadium beim Gehen, in Rückenlage und Sitzen enorme Schmerzen. Verläuft die Steissbeinfistel chronisch, geben die Fistelgänge in regelmäßigen Abständen große Mengen an Flüssigkeiten und Blut ab. Diese Absonderungen geschehen oftmals mit nachlassenden Schmerzen, sind jedoch mit stetigem Juckreiz verbunden.

     

    Symptomatik der Steissbeinfistel

    Die Steissbeinfistel macht sich auf vielerlei Arten bemerkbar. Tückisch hierbei ist, dass die Erkrankung bei manchen Personen über einen gewissen Zeitraum völlig symptomlos verläuft. So kann die Erkrankung erst relativ spät diagnostiziert und therapiert werden.

     

    Im Allgemeinen bemerken Betroffene plötzlich heftige Schmerzen im Gesäßbereich. Ein Laufen langer Strecken oder längeres Sitzen ist nahezu unmöglich. Einige Personen beschreiben jedoch auch ein Ziehen über den Steissbereich hinweg.

     

    Zu den Symptomen zählen ferner lokale Erwärmungen und Rötungen. Diese lassen sich auf entzündliche Prozesse im Innenteil der Fistel zurückführen. Liegen Schwellungen in der Analfalte vor, weist dies auf eitrige Prozesse innerhalb der Fistel hin. Blut oder Eiter tritt nicht bei allen Patienten aus. Ein erster Hinweis auf eine Steissbeinfistel könnten blutige, gelblich gefärbte Ablagerungen auf der Unterwäsche sein.

     

    Therapiemöglichkeiten einer Steissbeinfistel

    Liegen Anzeichen für das Vorliegen einer Steissbeinfistel vor, ist es empfehlenswert, die betroffene Stelle von einem Facharzt untersuchen zu lassen. Steissbeinfisteln können leicht mit Analabszessen oder -fisteln verwechselt werden, da hier ähnliche Symptome vorliegen. Bei diesen Erkrankungen ist allerdings eine andere Behandlung vonnöten.

     

    Sehr oft wird die Steissbeinfistel mithilfe des klassischen chirurgischen Verfahrens therapiert. Wurde die Fistel einmal entfernt, kehrt sie in den meisten Fällen allerdings wieder zurück. Empfehlenswert ist deshalb die Anwendung der Laserbehandlung.

     

    Ohne einen operativen Eingriff ist die Behandlung dieser Erkrankung kaum möglich.

     

    Wird das Pit Picking eingesetzt, kann die Operation ambulant mittels lokaler Betäubung erfolgen. Bei diesem Verfahren handelt es sich um einen kleinen chirurgischen Eingriff, wodurch sich die Zeit der Wundheilung auf ein Minimum reduziert. Das Pit Picking kann direkt nach Stellung der Diagnose erfolgen. Die Operation weist eine geringe Dauer von einigen Minuten auf. Schon nach wenigen Minuten nach der erfolgten Operation ist der Patient wieder in der Lage, nach Hause zu gehen.

     

    Eine homöopathische Behandlung der Steissbeinfistel ist nicht möglich. Es können jedoch die Beschwerden derselben ein wenig minimiert werden durch die Gabe von beruhigenden Mitteln auf homöopathischer Basis.

     

    Der Einsatz von Salben bringt eine kurzfristige Linderung des Leidens, indem sie die Wunde desinfizieren.

     

    Vorbeugung einer Steissbeinfistel

    Nachdem bereits eine Steissbeinfistel auftreten ist, kann es vorbeugend wirken, für eine dauerhafte Haarentfernung in der Gesäßregion zu sorgen. Durch das Verhindern des erneuten Einwachsens von Körperhaaren kann auch die Bildung neuer Fisteln reduziert werden.

     

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  • So wichtig ist Ergonomie am Arbeitsplatz

    So wichtig ist Ergonomie am Arbeitsplatz

    Immer mehr Menschen arbeiten jeden Tag an acht oder mehr Stunden am Computer. Zu jedem Computerarbeitsplatz gehört natürlich auch eine Tastatur und immer häufiger ist diese Tastatur der Grund für Schmerzen und Verspannungen. Mit einer ergonomischen Tastatur kann diese Gefahr für die Gesundheit minimiert werden, denn eine ergonomische Tastatur wirkt präventiv und sorgt dafür, dass es erst gar nicht zu gesundheitlichen Schäden kommt. Sie unterstützt die natürliche Haltung der Hände, was sich wiederum auch positiv auf die Arme und die Schultern auswirkt.

    Das schmerzhafte RSI-Syndrom

    Wer eine klassische Tastatur nutzt, der zwingt seine Hände, die Finger und auch die Arme in eine unnatürliche Haltung, die auf Dauer zu schmerzhaften Spannungen in den Sehnen, Gelenken und Muskeln führt. Werden am Arbeitsplatz die immer gleichen Bewegungen regelmäßig wiederholt, dann führt das nicht selten zum sogenannten Repetitive Strain Injury Syndrome, kurz RSI-Syndrom, was viele auch unter dem Begriff Mausarm kennen.

    Kommt es zu einem RSI-Syndrom, dann treten verstärkt Schmerzen in den Nerven, Sehnen und Muskeln auf, die immer dann entstehen, wenn es zu Mikroverletzungen im Gewebe des Unterarms kommt. Die Betroffenen fühlen stechende Schmerzen, es kommt zu Taubheitsgefühlen und es kribbelt in den Fingern, auch Schwellungen der Hände, die sich bis zum Nacken hin ausdehnen können, sind keine Seltenheit. Es kann zu einer langwierigen Sehnenscheidenentzündung, zu verhärteten Muskeln und auch zu abgeklemmten Blutgefäßen und Nerven kommen.

    Was macht eine ergonomische Tastatur so besonders?

    Anders als bei einer herkömmlichen Tastatur, sind bei der ergonomischen Variante die Tasten in der Mitte geteilt. Durch diese Teilung behalten die Hände bei der Arbeit ihre natürliche Haltung und wenn dann noch ergonomische Auflagen verwendet werden, dann ist das perfekt. Beim Kauf einer ergonomischen Tastatur sollte jedoch unbedingt darauf geachtet werden, dass die Stellfüße der Tastatur eingeklappt werden, sonst knickt das Handgelenk ab und das kann in der Folge zu Schmerzen im Handgelenk und in den Unterarmen führen.

    Wenn die Füße der Tastatur eingeklappt worden sind, dann muss die ergonomische Tastatur noch ihren richtigen Platz finden, und der ist zwischen zehn und 15 cm von der vorderen Kante des Schreibtischs entfernt. Weiche ergonomische Auflagen und die Tastatur bieten so die Möglichkeit, entspannt zu arbeiten, denn die Hände sind immer leicht nach hinten geneigt und das entlastet sowohl die Hände als auch die Handgelenke und die Unterarme.

    Die Vorteile einer Handballenauflage

    Wird am PC mit einer externen Maus gearbeitet, dann besteht immer die Gefahr, dass die Hand während der Arbeit abknickt, durch eine Hand Kissen Tastatur wird das verhindert. Eine Handkissenauflage aus angenehm weichem Silikon oder Neopren verhindert effektiv dieses ungesunde Abknicken, denn mit einer Hand Kissen Tastatur bilden Hand und Arm eine gerade Linie. Wird mit einer normalen, horizontalen Computermaus gearbeitet, dann wird das Handgelenk ständig Spannungen ausgesetzt und diese falsche Haltung führt über kurz oder lang zu Schmerzen.

    Mit einer Handkissenauflage wird der Winkel flacher und das nimmt die Spannung aus dem Handgelenk, was die Arbeit deutlich angenehmer und weniger stressig macht.

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    Welche Auflagen sind zu empfehlen?

    Das Angebot an Handkissenauflagen ist groß, denn es werden Hand Kissen in sehr vielen unterschiedlichen Größen, Stärken, Füllungen und Formen angeboten. Welche dieser Auflagen infrage kommt, das richtet sich auch nach der Maus, die für die Arbeit genutzt wird. Funktioniert die Maus mit einer Rollkugel oder ist es eine optische Maus mit einem Laser? Je nach Maus muss das Handkissen in entsprechender Höhe ausgesucht werden. Ist die Auflage im Vergleich zur Maus zu hoch, dann entstehen wieder unnötig große Spannungen im Handgelenk, ist die Auflage hingegen zu tief, dann verfehlt sie ihre Wirkung. Zu empfehlen ist ein Gelkissen, denn dieses Kissen passt sich perfekt der Handwurzel an.

  • Die Hände – ein Wunderwerk der Anatomie

    Die Hände – ein Wunderwerk der Anatomie

    27 Knochen, drei Nerven, Muskel, Sehnen und Tausende von kleinen Fühlkörperchen, die Hände sind ein echtes Wunderwerk der Anatomie. Sie machen es möglich, dass wir fühlen, tasten, streicheln, schreiben, Klavier spielen oder handwerklich tätig sein können, und obwohl die Hände wahre Alleskönner sind, merken wir erst wie wichtig sie sind, wenn sie nicht mehr wie gewohnt funktionieren. Hände sind die anspruchsvollsten Körperteile, die der Mensch besitzt, umso wichtiger ist es, sie immer gut zu pflegen und zu schützen.

    Die Hände richtig pflegen

    Eisige Kälte und trockene Heizungsluft in den Wintermonaten, pralle Sonne im Sommer – die Haut der Hände muss viel mitmachen. Dabei ist diese Haut besonders dünn und da sie kaum Talgdrüsen hat, trocknet sie sehr schnell aus. Umso wichtiger ist es, die Haut der Hände gut zu pflegen und das nicht erst dann, wenn die Haut anfängt, Risse zu bekommen. An den Händen lässt sich das Alter ablesen, aber wer die Haut dort immer gut pflegt, der kann dem Alterungsprozess entgegen wirken. Im Alter zeigen sich auf den Händen sogenannte Altersflecken, Pigmentablagerungen in der Haut, die besonders dann sichtbar werden, wenn die Hände viel der Sonne ausgesetzt werden. Diese Flecken können mittels Laser entfernt oder mit speziellen Cremes gebleicht werden.

    Das Karpaltunnelsyndrom

    Wenn die Hände nicht mehr richtig funktionieren, dann kann ein Karpaltunnelsyndrom daran schuld sein. Es ist der sogenannte Medianus-Nerv, im Bereich des Handgelenks, der dieses schmerzhafte Syndrom verursacht. Der Nerv hat eine wichtige Aufgabe, denn er ist dafür zuständig, dass wir mit dem Daumen, dem Zeigefinger und mit Teilen des Mittelfingers fühlen können, außerdem übernimmt er die Steuerung bestimmter Muskeln in der Hand und in den Fingern. Wenn es zu nächtlichem Kribbeln in der Hand kommt oder wenn der Bereich zwischen dem Daumen und dem Mittelfinger taub wird, dann handelt es sich meist um ein Karpaltunnelsyndrom. Das Syndrom tritt meist bei älteren Menschen auf, wobei Frauen deutlich öfter davon betroffen sind als Männer.

    Die Dupuytren-Krankheit

    Während Frauen öfter ein Karpaltunnelsyndrom haben, leiden mehr Männer unter einer anderen Krankheit der Hände, der Dupuytren-Krankheit. Die Krankheit, bei der die Hände das Aussehen von Krallen bekommen, wurde nach dem französischen Arzt Baron Guillaume Dupuytren benannt, der diese Krankheit 1832 zum ersten Mal beschrieben hat. Bei der Dupuytren-Krankheit verändert sich das Bindegewebe der Haut, es bilden sich Knötchen in der Innenfläche der Hand und an der Beugeseiten der Finger. Der Prozess, bis sich die Finger komplett nach innen drehen, dauert nicht selten Jahre, und wenn es sich um eine starke Ausprägung der Krankheit handelt, dann kann der Daumen nicht mehr gestreckt oder abgespreizt werden. Welche Ursache die Dupuytren-Krankheit hat, ist bis heute unbekannt, vermutlich handelt es sich aber um einen genetischen Defekt, der vererbt wird. Heilbar ist die spezielle Krankheit der Hände bis jetzt nicht.

    Was ist ein schnellender Finger?

    Die Hände werden rund 22.000 Mal am Tag bewegt, besonders aktiv dabei sind die Finger, sie werden gebeugt, gestreckt, sie müssen tippen, schneiden, tasten und werden dabei nicht selten überstrapaziert. Immer wenn das der Fall ist, dann kann es zu einem schnellenden Finger kommen. Wenn sich ein Finger nur noch mit Mühe strecken lässt und dann plötzlich nach vorne schnellt, dann sind die Sehnen eindeutig überlastet. Der schnellende Finger ist die Krankheit der Handwerker, die die Hände über Jahre hinweg ständig belasten, auch wer viel im Garten arbeitet, riskiert auf Dauer einen Finger, der sich nicht mehr beherrschen lässt. Behandeln lässt sich der schnellende Finger entweder operativ oder konservativ, wobei der Arzt Kortison in die betroffene Sehne spritzt. Wenn diese Therapie nicht den gewünschten Erfolg hat, dann muss ambulant operiert werden, damit der Finger wieder normal bewegt werden kann.

    Bild: © Depositphotos.com / taratata

  • Kindliches Hämangiom – mehr als ein kosmetisches Problem?

    Kindliches Hämangiom – mehr als ein kosmetisches Problem?

    Wenn das Baby ein paar Wochen alt ist, dann entdecken viele Eltern bei ihrem Kind eine Veränderung, die ihnen Angst macht – auf der Haut des Kindes bildet sich ein Blutschwämmchen, ein sogenanntes kindliches Hämangiom. Zuerst zeigt sich ein kleines rotes Knötchen, das aber sehr schnell wächst, sich intensiv erdbeerrot färbt und schließlich eine flache Form annimmt. Rund 60 % der Blutschwämmchen sind am Hals oder am Kopf, 20 % am Oberkörper und 15 % entweder am Arm oder am Bein zu finden.

    Drei Phasen

    Ein kindliches Hämangiom durchläuft drei Phasen, die Wachstumsphase, die Stillstandsphase und die Rückbildungs- oder Regressionsphase. Die meisten Blutschwämmchen zeigen sich, wenn das Baby vier Wochen alt ist, in den folgenden drei bis vier Monaten wächst es sehr schnell, und ab dem sechsten Lebensmonat dann etwas langsamer. Aber auch wenn das Blutschwämmchen langsamer wächst, es scheint proportional zum Körperwachstum immer noch sehr groß. Dann folgt die Stillstandsphase, die einige Monate, aber auch einige Jahre dauert. Wenn die Rückbildungsphase beginnt, dann ändert sich langsam, aber stetig, die Farbe des Blutschwämmchens wird rötlich-grau, schließlich komplett grau und es nimmt dann die natürliche Farbe der Haut an. Gleichzeitig verändert sich auch die Form, die weicher und vor allem auch flacher wird.

    Wie groß kann das Hämangiom werden?

    Die Größe eines Blutschwämmchens ist sehr unterschiedlich und reicht von wenigen Millimetern bis zu zwei Zentimetern im Durchmesser. Es extremen Fällen kann ein Hämangiom aber auch zehn Zentimeter oder mehr betragen. Der kleinere Teil des Blutschwamms besteht aus mit Blut gefüllten Hohlräumen, den sogenannten Kavernen. Diese Kavernen liegen entweder in der Haut oder aber im Unterfettgewebe, sichtbar ist nur ein roter Knoten, der nur wenige Zentimeter misst. Möglich ist aber auch eine Ansammlung von mehreren Knoten, in denen sich ein roter Knoten befindet, der stark gewölbt ist.

    Kann ein kindliches Hämangiom gefährlich werden?

    In erste Linie ist ein kindliches Hämangiom ein kosmetisches Problem, wenn aber bestimmte Körperteile betroffen sind, dann kann es Komplikationen kommen. Bildet sich ein kindliches Hämangiom auf dem Augenlid, dann kann das auf den Augapfel drücken, dieser verändert seine Lage und das Kind fängt an zu schielen. Auch in der Nähe der Lippen ist ein kindliches Hämangiom nicht ungefährlich, denn der Blutschwamm kann das Essen und Trinken erschweren, aber auch Fehlbildungen des Kiefers und der Zähne sind möglich. Ist das Blutschwämmchen an der Nase, kann die Atmung behindert werden, es ist auch eine Verformung der Nasenknochen möglich. Ein kindliches Hämangiom in der Leiste oder unter den Achseln kann zu Schmerzen und Infektionen führen, wenn es wund gescheuert wird.

    Wann ist eine Therapie erforderlich?

    In den meisten Fällen bildet sich ein kindliches Hämangiom von selbst zurück und eine Therapie ist damit nicht erforderlich. Wenn aber bestimmte Körperteile wie die Augen, die Nase oder der Mund betroffen sind, dann sollte das Blutschwämmchen behandelt werden. Eine Möglichkeit, das Hämangiom schmerzfrei und schnell zu entfernen, bietet die sogenannte Kryotherapie, bei der das Schwämmchen mithilfe von flüssigem Stickstoff vereist wird, auch ein Laser kann zum Einsatz kommen, um den Blutschwamm zu veröden, nur in seltenen Fällen ist eine Operation erforderlich. Bei schwierigen Fällen bekommen die kleinen Patienten ein spezielles Medikament, das Kortison enthält, auch Betablocker haben sich bewährt.

    Bleiben Narben zurück?

    Nicht alle kindlichen Blutschwämmchen bilden sich zurück, ohne Spuren zu hinterlassen, es kommt immer darauf an, wie groß und wie tief die Schwämmchen sind. Bei besonders großen Hämangiomen bleiben nicht selten Reste zurück, die operativ entfernt werden sollten, bevor das Kind in die Schule kommt. Vielfach bildet sich Fettgewebe in Form eines unschönen Hautlappens, die während eines meist ambulanten Eingriffs entfernt werden, die dann noch verbliebenen feinen Äderchen werden mit einem Laser verödet.

    Bild: © Depositphotos.com / gsermek

  • Lasern gegen Kurzsichtigkeit – moderne Alternative zur Brille

    Lasern gegen Kurzsichtigkeit – moderne Alternative zur Brille

    Die Myopie, besser bekannt unter dem Namen Kurzsichtigkeit, ist die am häufigsten auftretende Sehschwäche. Anders als bei der Weitsichtigkeit, die meist erst im Alter auftritt, werden junge Menschen schon im Teenageralter kurzsichtig oder erben diese Sehschwäche. Selbst wenn es ein wenig paradox klingt, aber wer kurzsichtig ist, der kann Objekte in der Ferne nicht mehr klar erkennen, nur auf kurze Distanz funktionieren die Augen noch einwandfrei. Normalerweise tragen Menschen, die kurzsichtig sind, entweder eine Brille oder Kontaktlinsen, es gibt aber eine gute Alternative zu diesen klassischen Sehhilfen – den Laserstrahl.

    Wie entsteht Kurzsichtigkeit?

    Bei Menschen, die unter Kurzsichtigkeit leiden, ist entweder der Augapfel zu lang geraten oder die Linse bricht das Licht nicht richtig, was zur Folge hat, dass es vor der Netzhaut zusammengefasst wird. Ganz gleich, um welche Form es sich handelt, das Zentrum des gebrochenen Lichts, das durch die Pupille in das Auge fällt, wird nicht perfekt auf die Netzhaut, sondern davor fokussiert. Auf diese Weise wird alles, was weiter entfernt ist, nur noch verschwommen gesehen. Kurzsichtigkeit ist zu rund 80 % vererblich, in vielen Fällen wird die Fehlsichtigkeit schon ab dem zehnten Lebensjahr festgestellt und bis zum 25. Lebensjahr verstärkt sich die Kurzsichtigkeit dann noch.

    Welche Symptome gibt es?

    Da Kurzsichtigkeit schon in jungen Jahren auftritt, merken die Betroffenen schon in der Schule, dass mit ihrem Sehen etwas nicht stimmt. Wer in der Klasse weiter hinten sitzt und das, was auf der Tafel steht, nur noch verschwommen erkennen kann, der ist in der Regel kurzsichtig. Auch beim Autofahren macht sich die Kurzsichtigkeit schnell bemerkbar, wenn zum Beispiel die Straßenschilder in der Entfernung nicht mehr entziffert werden können. Ein Sehtest beim Optiker oder bei einem Augenarzt kann schnell für Gewissheit sorgen, und zwar durch ein sogenanntes Refraktionsmessgerät, mit dem die Brechkraft des Auges gemessen wird. Auf diese Weise wird auch der Dioptrienwert festgestellt, und so kann anschließend eine Brille mit der passenden Sehschärfe angefertigt werden.

    Die Behandlungsmethoden?

    Die Ursache der Kurzsichtigkeit kann nicht behandelt werden, aber es gibt Möglichkeiten, die Sehschwäche zu korrigieren. Das kann durch eine Brille passieren, durch Kontaktlinsen oder durch einen Eingriff mit dem Laserstrahl. Die Brille ist die bekannteste Therapieform bei Kurzsichtigkeit, aber nicht jeder kann sich mit dem Gedanken anfreunden, ständig eine Brille tragen zu müssen und auch die Handhabung von Kontaktlinsen ist nicht jedermanns Sache. Wer trotz seiner Sehschwäche auf die klassischen Sehhilfen verzichten will, der wird nach einer Laser-OP nie wieder eine Brille oder Kontaktlinsen tragen müssen.

    Welche Laser-OP Methoden werden angeboten?

    Für eine Augen-OP mittels Laser gibt es in Deutschland zwei verschiedene Möglichkeiten, das Femto LASIK-Verfahren und das Lasek/PRK-Verfahren. Das Lasek/PRK-Verfahren ist das Verfahren mit der längeren Geschichte, es gilt aber bis heute als eine sehr zuverlässige Methode, die besonders schonend ist. Moderner ist das Femto LASIK-Verfahren, das für seine große Präzision, seine hohe Genauigkeit und seine Flexibilität bekannt ist.

    Was passiert bei einer Laser-OP?

    Die meisten Menschen, die ihre Kurzsichtigkeit durch eine Laser-OP beheben lassen, möchten eine möglichst schonende Behandlung. Zu empfehlen ist hier die Laser/PRK-Operation, denn bei diesem innovativen Eingriff wird es möglich, auch die Patienten zu behandeln, deren Hornhautdicke eher gering ist. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass auch Patienten mit einem hohen Dioptrienwert ohne Probleme behandelt werden können. Besonders präzise ist die Femto Lasik-Behandlung, ein kleiner Eingriff, der kurzsichtigen Menschen wieder zu gutem Sehen verhilft. Bei dieser Behandlung wird die Hornhaut nicht mehr manuell abgetragen, die Hornhautschichten werden vielmehr mit einem Femtosekundenlaser entfernt. Das ist für das Auge besonders schonend und die Patienten können schon unmittelbar nach dem Eingriff wieder klar in die Ferne sehen und brauchen keine Brille mehr.

    Bild: © Depositphotos.com / minervastock