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  • Vitamin B12 per Spritze – hält der Trend, was er verspricht?

    Vitamin B12 per Spritze – hält der Trend, was er verspricht?

    Die Stars aus Hollywood wie Miley Cirus oder Cindy Crawford tun es, angeblich hat es auch Rihanna schon machen lassen. Die Rede ist von Vitamin B12-Injektionen. Klar ist, dass gerade der Vitamin B Komplex für den Körper essentiell wichtig ist, doch ob Spritzen deshalb sinnvoll sind und ob es in Deutschland überhaupt praktiziert wird, erläutert der nachfolgende Text.

    Essentielle Wirkung für den Körper

    Insgesamt besteht der Vitamin B-Komplex aus acht B-Vitaminen. Dabei handelt es sich um B1, B2, B3, B5, B6, B12, Biotin und Folsäure. So ähnlich die Bezeichnung, so unterschiedlich der Aufbau der Vitamine, nur in der Eigenschaft Wasserlöslichkeit sind sie einig. Die meisten der genannten B-Vitamine können im Körper nicht gespeichert werden, nur B3 und B12 bilden hier eine Ausnahme. Meist genügt eine ausreichend ausgewogene Ernährung, um den Körper mit den durchaus notwendigen Vitaminen zu versorgen. Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, aber auch Kartoffeln und Getreide, Hefe und Hülsenfrüchte sind mit viel Vitamin B angereichert, um nicht nur zu schmecken sondern auch ihren Beitrag zur Gesundheit zu leisten.

    Für den Stoffwechsel sehr wichtig

    Während Vitamin B1 vor allem für starke Nerven zuständig ist, sind die anderen B-Vitamine hauptsächlich für den Stoffwechsel entscheidend. Durch dessen Aktivierung und die Regulation des Fett-, Kohlenhydrat- und Eiweißstoffwechsel laufen die Prozesse im Körper effektiv ab. Zusätzlich wirken die Vitamine auch gegen freie Radikale und fördern die Blutbildung ebenso wie die Wundheilung. Dabei hängen diese Prozesse von jedem Einzelnen individuell ab, welches Vitamin B gerade ausreichend vorhanden ist. Während Vitamin B6 für den Wachstum und gegen die monatlichen Menstruationsbeschwerden hilft, fördert B2 die gesamte Nährstoffversorgung im Körper.

    Vitamin B12 als Sonderfaktor

    Vitamin B12 ist zwar in den meisten tierischen Produkten enthalten, doch in pflanzlich orientierter Nahrung kommt es kaum vor. Da der Körper das Vitamin nicht selbst herstellen kann, es aber durchschnittlich in einer Menge von drei Mikrogramm für die unterschiedlichsten Aufgaben benötigt, müssen Veganer und Vegetarier auf die entsprechende Zufuhr von außen achten. Vitamin B12 ist etwa vorrangig bei der DANN-Synthese beteiligt, und hat direkten Einfluss auf ein gesundes starkes Nervensystem und gesunde Schleimhäute. Wer seinen Körper länger mit B12 unterversorgt, muss mit Bewegungseinschränkungen, Blutarmut oder sogar einer Psychose rechnen.

    B12 Injektionen als neuester Clou

    Tabletten, Pulver und Vitamindrinks gibt es schon lange. Die Wirkung jedes einzelnen Produktes ist dabei heftig diskutiert. Und das wird auch dem neuesten Trend so ergehen. Dieser lautet nämlich Vitamin B12 mittels einer Injektion dem Körper zu verabreichen. Einmal pro Woche gespritzt, soll es äußerst förderlich auf die Gesundheit des Einzelnen wirken, manchmal sogar – aufgrund der Zuständigkeit für Stoffwechselprozesse im Körper – zum Abnehmen verhelfen. Denn in konzentrierter Form injiziert, soll es den Stoffwechsel ankurbeln, den Kalorienumsatz steigern und sogar Heißhungerattacken erfolgreich unterdrücken. Der Trend, dass sich Frauen das Vitamin spritzen lassen, beruht allerdings rein auf Hypothesen, nach wissenschaftlichen Beweisen sucht man vergebens.

    Hierzulande nur bei Mangel

    In den USA sind Vitaminspritzen nicht verschreibungspflichtig und können ohne weiteres ohne ärztlichen Befund verabreicht werden. Das ist für Deutschland undenkbar, denn hierzulande gibt es strikte Regeln. Eine B-12 Injektion gibt es nur, wenn nachweislich ein entsprechender Mangel vorliegt. Dies kann etwa bei Störungen im Magen-Darm-Trakt sein wie zum Beispiel bei einer Magenschleimhautentzündung oder durch Einnahme von magensäurehemmenden Medikamenten.

    Gezielte Ernährung wirksamer als Spritze

    Wer auf die so gesunde und viel versprechende Extraportion Vitamin B12 dennoch nicht verzichten möchte, sollte seine Ernährung dahingehend ausrichten. Zu den Lebensmitteln mit hohem Gehalt zählen Leber, Rindfleisch, aber auch Hering, Seelachs oder Räucherlachs. Auch Eier und Käse sowie Vollmilch zählen zu den an Vitamin B12 reichen Nahrungsmitteln. Es gibt aber auch schon Produkte wie Fruchtsäufte, Soja- und Reisdrinks, denen dieses gesunde Vitamin extra zugesetzt wurde. Damit können auch Veganer vom Beautyprodukt in der täglichen Ernährung profitieren.

    Bild: © Depositphotos.com / tiptoee

  • Johanniskraut – Vorsicht vor Nebenwirkungen

    Johanniskraut – Vorsicht vor Nebenwirkungen

    Nicht jeder, der unter innerer Unruhe, Ängsten und depressiven Verstimmungen leidet, möchte ein Antidepressivum einnehmen, sondern entscheidet sich stattdessen für ein rein pflanzliches Präparat wie zum Beispiel Johanniskraut. Vor allem bei leichten Depressionen, wie sie unter anderem in den Wechseljahren gerne auftreten, ist Johanniskraut eine gute Lösung. Wer jedoch Johanniskraut über einen längeren Zeitraum einnimmt, der sollte sich auch über die Gefahren im Klaren sein, die das Medikament auslösen kann. Eine neue Studie aus Australien hat sich jetzt mit den Nebenwirkungen des Johanniskrauts beschäftigt und ist zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen.

    Gefährliche Nebenwirkungen

    Die Pharmazeuten der Universität im australischen Adelaide haben für ihre Studie untersucht, ob Johanniskraut Nebenwirkungen hat und wenn ja, wie sich diese Nebenwirkungen auf den Patienten auswirken können. Für diese Studie wurden zum einen das rein pflanzliche Johanniskraut und das Antidepressivum Fluoxetin untersucht, und im Rahmen der Untersuchungen stellte sich heraus, dass beide Mittel ähnlichen Nebenwirkungen haben. Die Probanden, die mit beiden Mitteln behandelt wurden, klagen sowohl nach der Einnahme von Johanniskraut als auch nach der Einnahme des klassischen Antidepressivums über Nebenwirkungen wie Übelkeit, Panikattacken und Müdigkeit, und es wurden auch Aggressionen beobachtet. Die Studie wurde zwischen den Jahren 2000 und 2013 durchgeführt und in diesem Zeitraum wurden 84 Nebenwirkungen beim Johanniskraut gezählt, aber 477 verschiedene Nebenwirkungen beim Fluoxetin. Werden beide Mittel zusammen eingenommen, dann kann das nach Angaben der Forscher lebensgefährliche Folgen haben.

    Johanniskraut – Auch ein Medikament

    Die meisten Menschen, die sich in der Apotheke oder in einer Drogerie Johanniskraut kaufen, wählen bewusst diese Form des Antidepressivums, weil sie der festen Ansicht sind, dass Johanniskraut ein Naturheilmittel und kein Medikament ist. Diese Annahme ist falsch, denn auch Johanniskraut gehört zu den Medikamenten, und zwar zu denen, die zwar frei verkäuflich sind, aber die dennoch neben einer Wirkung logischerweise auch Nebenwirkungen haben. Selbst wenn es zu den ersten Nebenwirkungen wie den Anstieg des Blutdrucks und zu einer erhöhten Körpertemperatur kommt, dann ist das Johanniskraut nicht im Verdacht, denn schließlich handelt es sich ja um ein rein pflanzliches Präparat und die haben keine Nebenwirkungen. Wer so denkt, der lebt nach Ansicht von Wissenschaftlern gefährlich, selbst wenn Johanniskraut auch pflanzlichen Ursprungs ist, es hat neben einer Wirkung auch Nebenwirkungen.

    Nicht jeder ist betroffen

    Die meisten Menschen, die Johanniskraut einnehmen, um ihre Depressionen, ihre Unruhe und ihre Ängste zu bekämpfen, werden keine Nebenwirkungen verspüren, aber es gibt Menschen, die sensibel reagieren, und in diesen Fällen kann es zu Nebenwirkungen kommen. Wer sich mit Johanniskraut selbst helfen möchte, der ist auf jeden Fall gut beraten, sich vor der Einnahme mit einem Arzt zu unterhalten, der über mögliche Nebenwirkungen aufklären kann. Es sind aber nicht nur die Nebenwirkungen, die gefährlich werden können, es ist auch möglich, dass es zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kommen kann. Das gilt wie schon erwähnt, für die zeitgleiche Einnahme von Johanniskraut und Antidepressiva, aber auch für Verhütungsmittel wie die Pille. Wer ein Mittel zur Blutverdünnung einnehmen muss, der sollte ebenfalls mit Johanniskraut sehr vorsichtig umgehen, denn auch hier kann es unter Umständen zu gefährlichen Wechselwirkungen kommen.

    Bild: © Depositphotos.com / scis65

  • Magerquark und die Vorteile für Sportler

    Magerquark und die Vorteile für Sportler

    Magerquark ist nicht nur ein günstiges, sondern auch ein relativ unkompliziertes Eiweißprodukt, welches sich hervorragend für Sportler insbesondere für den Muskelaufbau eignet.

    Nährstoffe von Magerquark

    In 100 g Magerquark sind

    • 0,3 g Fett
    • 3,9 g Kohlenhydrate
    • 12,2 g Eiweiß

    enthalten. Insgesamt ergibt dies 67 Kilokalorien auf 100 g Magerquark. Dank des hohen Gehaltes an Eiweiß bei der geringen Kalorienanzahl ist Magerquark das perfekte Lebensmittel für ein Sixpack.

    Neben diesen Makronährstoffen sind in Magerquark zudem reichhaltige Mengen an nutzbringenden Mikronährstoffen enthalten. So sind in 100 g etwa

    • 0,6 mg Zink
    • 11 mg Magnesium
    • 120 mg Calcium
    • 140 mg Kalium

    verfügbar. Für einen gesunden Körper sind diese Mikronährstoffe nahezu unverzichtbar.

    Hochwertige Proteinquelle für Sportler

    Zusätzlich zum hohen Eiweißgehalt enthält Magerquark auch qualitativ hochwertige Proteine. Deren biologische Wertigkeit liegen bei etwa 86. Dieser Wert zeigt an, wie gut der menschliche Körper Eiweiß verwerten und in den Muskelaufbau umwandeln kann.

    Das im Magerquark enthaltene Eiweiß setzt sich zu rund

    • 20 % aus Whey und
    • 80 % aus Casein

    zusammen. Whey wird relativ schnell verarbeitet und steht somit den Muskel sehr schnell zur Verfügung. Dahingegend kann Casein vom menschlichen Organismus nur verzögert aufgenommen und verarbeitet werden.

    Ein zusätzlicher Grund, weshalb sich Magerquark für den Aufbau eines Sixpacks besonders gut eignet, besteht in der Tatsache, dass im Magerquark der größte Anteil an Glutamin vorhanden ist. Bei Glutamin handelt es sich um eine essentielle Aminosäure, die etwa 20 % aller im menschlichen Organismus vorkommenden Aminosäuren ausmacht.

    Glutamin hat eine besonders hohe Konzentration in den Muskelzellen des Menschen. Hier zeigt es eine ähnliche Wirkung wie Creatin. In den Zellen der Muskulatur speichert Glutamin Wasser. Darüber hinaus trägt Glutamin maßgeblich zur Regeneration des Körpers nach dem erfolgten Training bei.

    Vergleiche von Magerquark mit weiteren Eiweißquellen

    Während direkter Vergleiche von Magerquark mit weiteren Eiweißquellen, wie zum Beispiel Putenfleisch, wird sehr schnell deutlich, dass es sich beim Magerquark um eine sehr hochwertige Eiweißquelle handelt. Die relative langsame Verstoffwechselung von Magerquark beruht auf den hohen Casein-Anteil und den geringeren Molke Protein-Anteil.

    Wird leicht verdauliches Eiweiß vor dem Schlafengehen verzehrt, ist der Körper über mehrere Stunden ausreichend mit Eiweiß versorgt.

    Bedeutsame Aminosäuren von Magerquark

    In Magerquark sind zahlreiche essentielle wie semi-essentielle Aminosäuren enthalten. Die Glutaminsäure schlägt mit gut 2,8 g auf 100 g Magerquark zu Buche. Sie ist die am reichhaltigsten vertretene Aminosäure. Und obwohl sie vom menschlichen Organismus dank verschiedener Stoffwechselvorgänge selbst synthetisierbar ist, trägt sie maßgeblich zur Verbesserung der Regeneration bei.

    Bei einem vorhandenen Mangel an Glutaminsäure, kommt es zur körpereigenen Anregung der Re-Synthese in den Organen der

    • Leber
    • Lunge
    • Nieren

    durch die essentiellen Aminosäuren Valin sowie Isoleucin.

    Ein weiterer bedeutsamer Aktivposten im Bereich des Muskelaufbaus von Kraftsportlern besteht in einem recht hohen Anteil an BCAA in Magerquark. Bei der verzweigtkettigen Aminosäure handelt es sich um eine Zusammensetzung aus den Aminosäuren

    • Isoleucin zu 795 mg
    • Leucin zu 1392 mg
    • Valin zu 875 mg.

    BCAA ist mit 2,062 g in 100 g Magerquark vertreten und trägt zur Verbesserung der Regeneration bei, verhindert gleichzeitig aber auch einen möglichen Abbau von Muskelmasse.

    Isoleucin sorgt für eine Versorgung der menschlichen Muskulatur mit Energie, wohingegen Leucin weitestgehend am Aufbau der Muskulatur beteiligt ist.

    Zahlreiche schmackhafte Zubereitungsmöglichkeiten

    Magerquark kann in ganz unterschiedlichen Formen verwendet und bestens mit weiteren Nahrungsmitteln kombiniert werden. Zusammen mit warmen oder kalten Früchten ist Magerquark ein vitaminreicher und erfrischender Kraftspender für Sportler. Aber auch in Soßen und Dressings, beispielsweise für bunte Salate, findet sich in Magerquark eine gesunde Alternative.

    Beliebt bei Sportlern sind auch gewürzte Quarkspeisen, wie beispielsweise mit frischen Zwiebeln oder Knoblauch angerichteter Tsatsiki. Quark in Form von Brotaufstrichen oder in Verbindung mit unterschiedlichen Gemüsen zubereitet – so bietet Magerquark sich für eine leichte Abendspeise an.

    Wer süß zubereitete Speisen mag, kann den Magerquark sehr gut auch mit

    • Honig
    • Nüssen
    • Mandeln

    kombinieren. Auch für das Zubereiten eines frischen Müslis am Morgen mit Nüssen oder Früchten eignet sich Magerquark hervorragend.

    Bild: © Depositphotos.com / ajafoto

  • Reizmagen – wenn der Bauch nicht zur Ruhe kommt

    Reizmagen – wenn der Bauch nicht zur Ruhe kommt

    Magenschmerzen, die sich vor allem auf den Oberbauch konzentrieren und andauernd sind, Übelkeit und Sodbrennen. Jedes dieser Symptome ist für den Betroffenen schlimm genug, doch wenn sich alle auf einmal zeigen, wird es richtig ungut. Und wer sich dann vom Arzt eine entsprechende Diagnose und Hilfe erwartet, wird oft enttäuscht. Denn so real und präsent die genannten Beschwerden auch sind, es gibt dafür keine organische Ursache. Also helfen nur die richtige Ernährung und Akutlösungen.

    Nicht nur physisch wahrnehmbare Krankheit

    Wer an chronischem Reizmagen, in der medizinischen Fachsprache auch funktionelle Dyspepsie genannt, leidet, der tut dies nicht nur körperlich, sondern meist auch psychisch. Denn gerade in dieser Form steht der Betroffene extrem unter Druck und muss Einschnitte in seinem alltäglichen Leben in Kauf nehmen. Fragen wie „Wo finde ich die nächste Toilette wenn ich in der Stadt bin“ oder „Was soll ich tun wenn mir im Meeting plötzlich übel wird“ belasten hochgradig und setzen unter Druck. Doch wer sich mit dem Krankheitsbild des Reizmagens näher beschäftigt, wird sich auch mit diesen Fragen und noch anderen unangenehmen auseinander setzen müssen. Es gilt als erwiesen, dass Frauen häufiger vom Reizmagen betroffen sind als Männer – und zwar genau doppelt so oft. Laut einer Statistik der Techniker Krankenkasse sind Reizmagen und das Reizmagensyndrom eine der häufigsten Verdauungsstörungen der Bevölkerung, die immerhin bis zu 20 Prozent betroffen ist. Viele leiden neben dem Reizmagen auch noch an einer Gastritis, einer Magenschleimhautentzündung.

    Genaue Ursache des Krankheitsbildes ist unbekannt

    Auch wenn Betroffene früher oder später von ihrem behandelnden Arzt die Diagnose Reizdarm erhalten, so ist dies meist ein langer und steiniger Weg. Das Tückische an der Krankheit ist nämlich, dass es keine gesicherten Erkenntnisse über die Ursachen und Auslöser gibt. Der organische Befund der Patienten ist meist komplett unauffällig. Ärzte vermuten daher eher, dass gestörte Bewegungsabläufe, die im Verdauungstrakt stattfinden, die Symptome der Erkrankung auslösen. Wenn dann noch ein überempfindliches Nervensystem in der oberen Magen-Darm-Region dazu kommt, kann die Krankheit ausgelöst werden. Auch eine intensive Schmerzwahrnehmung sowie ein geschwächtes oder gestörtes Immunsystem tun ihr Übriges, um das Reizmagen-Syndrom auszulösen. Es können aber auch psychische Faktoren eine wesentliche Rolle spielen, denn Stress, Angst und Depressionen belasten erwiesenermaßen den Magen-Darm-Trakt.

    Heilung ist nicht möglich

    Neben der schlechten Nachricht, dass ein langer Weg bis zur richtigen Diagnose bevor steht, kommt noch die Tatsache, dass Reizmagen als nicht heilbar eingeschätzt wird. Nach derzeitigem Stand der Forschung ist dies bis dato nicht möglich, weshalb ein Therapieansatz darauf abzielt, zumindest die Beschwerden zu lindern. Im Akutfall können Medikamente wie Säurehemmer oder Krampflöser verabreicht werden. Da dies keine langfristige Lösung ist, wird Betroffenen empfohlen, ihren Lebensstil entsprechend anzupassen. Autogenes Training oder Yoga und progressive Muskelentspannung, aber auch Ausdauersportarten wie Rad fahren, Joggen und Schwimmen helfen, indem sie den Stresspegel entsprechend absenken.

    Essverhalten ändern

    Natürlich hilft auch eine Änderung der Essgewohnheiten, dass sich die Symptome verbessern. Da es keine spezielle Diät zur Linderung der Beschwerden gibt, sollte der Patient einfach ein Ernährungsprotokoll führen. Dies kann dazu beitragen, kritische Lebensmittel, die die Symptome auslösen, zu finden. Experten raten, mehrere kleine Portionen am Tag zu essen und diese ausreichend zu kauen, denn die Verdauung beginnt bekanntermaßen bereits im Mund. Auch beim Trinken kann ein Betroffener des Reizmagens viel richtig machen. Etwa wenn er vorwiegend stilles Wasser trinkt oder aber zu Kräutertee greift, die explizit den Magen schonen. Alles, was Kohlensäure und Säure enthält, ist hingegen schlecht für den Magen. Auch Alkohol, Kaffee und Nikotin setzen dem empfindlichen Organ zu und können die Symptome des Reizmagens verstärken. Zu heiße Getränke oder Mahlzeiten ebenso wie zu scharf gewürztes setzen der Magenschleimhaut stark zu und verstärkt die Symptome des Reizmagens. Damit ist klar, dass eine ausgewogene, durchschnittlich temperierte Ernährung die Lebensqualität der Erkrankten weitgehend stabilisieren kann.

    Bild: © Depositphotos.com / DenisNata

  • Blackroll – die Rolle für alle Fälle

    Blackroll – die Rolle für alle Fälle

    Schmerzen im Rücken oder unschöne Cellulite an den Oberschenkeln? Diese Probleme gehören bald der Vergangenheit an, denn schließlich gibt es jetzt die sogenannte Blackroll oder auch Faszienrolle genannt, die dafür sorgt, dass sowohl die Rückenschmerzen als auch die hässlichen Dellen ein für alle mal verschwinden. Schon zweimal pro Woche mit der Rolle an den Problemzonen arbeiten und schon gehören die Schmerzen und die Schönheitsfehler der Vergangenheit an. Das klingt zu schön, um tatsächlich wahr zu sein. Was hat es mit dem Geheimnis der Blackroll auf sich und kann sie wirklich dafür sorgen, dass sich niemand mit mehr mit Schmerzen und Orangenhaut herumärgern muss?

    Schmerzhaft, aber auch effektiv?

    Wer schön sein will, der muss bekanntlich leiden und das ist auch mit der Blackroll nicht anders. Eine Faszienmassage mit der Rolle ist eine schmerzhafte Angelegenheit, aber wenn sich die Verhärtungen durch die Massage mit der Rolle einmal gelöst haben, dann lassen die Schmerzen nach. Immer mehr Menschen haben in der heutigen Zeit eine sitzende Tätigkeit und viel zu wenig Bewegung. Die Konsequenzen des Sitzens machen sich bei vielen schnell bemerkbar, wenn es zum Beispiel im Rücken schmerzt, oder wenn die Schultern und der Nacken anfangen zu zwicken. In diesem Fall nimmt man ein heißes Entspannungsbad oder klebt auch gerne ein Wärmepflaster auf die schmerzenden Stellen, aber diese Maßnahmen helfen nur zeitlich begrenzt. Die Ursache für die Schmerzen haben einen Namen und der heißt Faszien.

    Was sind Faszien?

    Das was schmerzt und zwickt, sind Faszien, ein großflächiges Netz, das aus Bindegewebe, Knochen, Muskeln, Sehnen und Fett besteht. Das Fasziennetz umhüllt die inneren Organe und schützt sie wie eine Art Stoßdämpfer. Wer sich zu wenig oder aber nur einseitig bewegt, der riskiert, dass die Faszien verkleben. Dazu kommt, dass das Bindegewebe mit zunehmendem Alter weniger Kollagen produziert und damit viel von seiner Elastizität verliert. In der Folge fühlt sich der Körper steif an und wird immer unbeweglicher. Physiotherapeuten und Osteopathen arbeiten ständig mit Patienten, die Probleme mit den Faszien haben und sie haben die Blackroll schon lange für sich entdeckt. Auch Profisportler machen regelmäßig ihre Übungen mit der Rolle und bereiten sich so auf den nächsten Wettkampf vor.

    Auch für Zuhause

    Auch wenn immer mehr Personal Trainer und Fitnessstudios mit der Blackroll arbeiten, um mit der Rolle zu trainieren, muss keiner aus dem Haus gehen. Ein Work-out zu Hause ist mit der Blackroll eine tolle Sache, denn die feste Rolle aus pflegeleichtem Kunststoff nimmt keinen Platz weg, sie lässt sich leicht sauber halten und sie kann verspannte Muskeln schnell wieder lockern. Das verklebte Bindegewebe löst sich, die Struktur der Faszien lockert sich und das ist perfekt für die Durchblutung der Haut. Aus diesem Grund ist die Blackroll auch ideal, im Kampf gegen die Cellulite, denn die Haut kann sich unter dem sanften Druck der Rolle entspannen. Wer allerdings Krampfadern hat, der sollte nicht allzu viel Druck ausüben, denn sonst kann es passieren, dass die Gefäße platzen.

    Wer seiner Haut etwas Gutes tun will, der sollte sie regelmäßig mit der Blackroll bearbeiten.

    Bild: © Depositphotos.com / alanpoulson

  • Mammografie – Fluch oder Segen?

    Mammografie – Fluch oder Segen?

    Die Mammografie gilt als eine der besten Diagnosemöglichkeiten, wenn es um den gefürchteten Brustkrebs geht, aber die Mammografie steht auch immer wieder im Fokus von Diskussionen. Sogenannte Überdiagnosen heizen die Debatte an, denn selbst wenn eine Mammografie in der Lage ist, einen bösartigen Tumor zu entdecken, das Screening findet auch Tumore, die nicht bösartig sind und die sich von selbst wieder zurückbilden. Die Folge dieser Überdiagnosen sind unnötige Operationen und nicht selten schwere seelische Probleme bei den betroffenen Frauen. Eine neue Studie hat sich jetzt dem Thema Überdiagnose angenommen und das mit verblüffenden Ergebnissen.

    Kein Rückgang

    In den USA ist die Mammografie in den letzten Jahren ins Gerede gekommen, denn der Anstieg der Frühdiagnosen hat in Amerika nicht wie gewünscht zu einem Rückgang des tödlichen Mammakarzinoms geführt. Das hat die Kritiker der Überdiagnose wieder auf den Plan gerufen, die nach wie vor davon ausgehen, dass beim Screening zu viele der invasiven Tumore gefunden und operiert werden, die eigentlich nicht operiert werden müssen. Dass die Mammografie ein sehr gutes Mittel für die Früherkennung ist und Leben retten kann, das steht allerdings weiter außer Zweifel.

    Eine aussagekräftige Studie

    Für die Studie der Harvard Universität in Cambridge Massachusetts, wurden Daten aus insgesamt 547 Regierungsbezirken gesammelt. Die Daten zeigen den Anteil der Frauen, die über 40 Jahre alt waren und die in den vergangenen beiden Jahren an einer Mammografie teilgenommen haben. Das Team um Richard Wilson, das die Studie ins Leben gerufen hat, stellte sich nun folgende Frage: Gibt es mehr Brustkrebsdiagnosen, wenn mehr Frauen zur Mammografie gehen? Genau das war dann auch der Fall, denn es gab im Rahmen der Studie 10 % mehr Mammografien und 16 % mehr Brustkrebsdiagnosen. Die zweite Frage der Studie lautete: Sind durch das vermehrte Screening weniger Frauen an Brustkrebs gestorben? Hier hieß die Antwort nein. Die Zahl der Todesfälle ging nicht zurück, aber es wurden mehr Tumore entdeckt, die kleiner waren als zwei Zentimeter, bei dieser Größe sind die Heilungschancen jedoch sehr gut.

    Ist die Überdiagnose schuld?

    Richard Wilson, der Leiter der Studie erklärt die Diskrepanz zwischen dem Anstieg der Brustkrebsdiagnosen und dem fehlenden Rückgang der Todesfälle mit der Überdiagnose. Durch das vermehrte Screening werden auch vermehrt Tumore entdeckt, von denen viele nicht behandelt werden müssen, die jedoch in der Folge zu unnötigen Operationen führen. Diese Operationen sind aber in der Regel nur brusterhaltend, die Zahl der ausgedehnten Eingriffe ist allerdings rückläufig. Die Studie bringt es auf den Punkt: Eine Mammografie führt lediglich zum Anstieg von Diagnosen, aber sie verbessert nicht die Ergebnisse bei der Behandlung. Damit ist, so das nüchterne Fazit der amerikanischen Studie, das Screening im Prinzip wertlos, und die stetig steigende Zahl der vermeidbaren Operationen ist zudem schädlich. In Deutschland belasten diese Operationen das Gesundheitssystem und für die meisten Frauen ist die Diagnose, dass sich in ihrer Brust ein Tumor befindet, mehr als belastend.

    Auch wenn die Studie Zweifel an der Mammografie aufkommen lässt, das Screening kann lebensrettend sein. Nur wenn Brustkrebs rechtzeitig erkannt wird, dann besteht auch eine Chance, dass der Krebs behandelt und geheilt werden kann.

    Bild: © Depositphotos.com / jovannig