Schlagwort: Leben

  • Woran kann man eine Schilddrüsenunterfunktion erkennen?

    Woran kann man eine Schilddrüsenunterfunktion erkennen?

    Eine Überfunktion der Schilddrüse lässt sich schnell und einfach erkennen, aber wie sieht es bei einer Unterfunktion aus? Hier ist es leider nicht mehr so einfach und auch nicht ganz so leicht, denn die Hypothyreose, wie die Schilddrüsenunterfunktion medizinisch korrekt genannt wird, nimmt einen schleichenden Verlauf und lässt sich nur durch ganz bestimmte Symptome erkennen und das auch nur dann, wenn die Funktionsstörung bereits sehr weit fortgeschritten ist. Eine Unterfunktion der Schilddrüse beginnt schleichend und macht sich zunächst nur durch geringe Beschwerden bemerkbar und das macht es so gefährlich.

    Welche Symptome treten bei einer Schilddrüsenunterfunktion auf?

    Viele Menschen fühlen sich heute zunehmend müde und ausgelaugt, aber sie denken dabei an den alltäglichen Stress, an die Überforderungen und die Hektik der heutigen Zeit. Müdigkeit ist ein Symptom, das mit der Schilddrüse etwas nicht stimmt, aber auch Antriebslosigkeit und sogar depressive Verstimmungen können auf eine Unterfunktion der Schilddrüse hindeuten. Zu den markanten Merkmalen gehört eine hohe Empfindlichkeit gegen Kälte, verlangsame Reflexe, eine zunehmende Schwäche der Muskeln und eine heisere Stimme.

    Betroffene klagen häufig auch darüber, dass sie aufgeschwemmt aussehen, ein als Myxödem bekanntes Symptom der Schilddrüsenunterfunktion, was durch teigartige Schwellungen im Unterhautgewebe entsteht. Am Hals, aber auch im Gesicht und an den Armen und Beinen machen sich diese Ödeme besonders stark bemerkbar und sie können dafür sorgen, dass es zu einer allgemeinen Schwäche, einer zu niedrigen Körpertemperatur und zu einer oberflächlichen Atmung kommt.

    Schwer zu erkennen

    Auch wenn die Symptome auf den ersten Blick sehr eindeutig sind, sie treten nicht zusammen auf, sondern erst nach und nach und das macht es so schwer, eine Schilddrüsenunterfunktion zu erkennen. Aufschluss kann nur eine Blutuntersuchung bringen, aber bis es so weit kommt, kann die Krankheit schon weit fortgeschritten sein. Vor allem bei älteren Menschen fällt es sehr schwer, eine Unterfunktion der Schilddrüse genau zu diagnostizieren, denn die Symptome werden gerne dem natürlichen Alterungsprozess zugeordnet, denn Gedächtnislücken und auch depressive Verstimmungen sind bei alten Menschen keine Seltenheit.

    Um festzustellen, ob es sich um eine Unterfunktion der Schilddrüse handelt, muss der sogenannte TSH-Wert im Blut nachgewiesen werden, kann dieser Wert einwandfrei bewiesen werden, dann kann auch die entsprechende Therapie beginnen.

    Wie wird eine Schilddrüsenunterfunktion behandelt?

    Wenn die Schilddrüse nicht mehr ausreichend Hormone produziert, dann spricht man von einer Unterfunktion. Eine Therapie gegen diese Funktionsstörung sieht daher vor, den hormonellen Haushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Das passiert in der Regel mit Tabletten, die ein künstlich hergestelltes Hormon enthalten, das sogenannte Thyroxin. T4, wie das Thyroxin auch genannt wird, sorgt dafür, dass der Zellstoffwechsel wieder in Gang kommt und der Hormonmangel ausgeglichen wird. Zudem kann das künstliche Hormon auch die Beschwerden der Unterfunktion erträglicher machen.

    Wird eine Unterfunktion der Schilddrüse festgestellt, dann muss der Betroffene sein Leben lang mit dieser Krankheit leben und therapiert werden. Nur wenn die entsprechenden Medikamente ohne Unterbrechung und dauerhaft eingenommen werden, dann machen sich die Symptome nicht mehr allzu stark bemerkbar. Bei vielen Patienten ist ein normales Leben möglich und sie haben auch keine Beschwerden mehr. In welcher Dosierung die Medikamente eingenommen werden müssen, das stellt der behandelnde Arzt nach einer eingehenden Untersuchung fest. In der Regel wird aber mit einer eher geringen Dosierung angefangen, die dann im Laufe der Therapie gesteigert wird.

    Zu Beginn einer Therapie müssen jeden Monat Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden. Wenn sich die Blutwerte und auch die hormonellen Werte eingependelt und normalisiert haben, dann finden Untersuchungen nur noch alle drei Monate statt. Schließlich wird nur noch halbjährlich kontrolliert und wenn weiterhin alles nach Wunsch verläuft, dann gibt es nur noch einmal im Jahr eine ausführliche und gründliche Untersuchung.

    Man kann mit einer Schilddrüsenunterfunktion leben, aber sie muss behandelt werden, damit sie nicht gefährlich wird.

    Bild: © Depositphotos.com / Bork

  • Warum krankhaftes Übergewicht auf dem Vormarsch ist

    Warum krankhaftes Übergewicht auf dem Vormarsch ist

    Die deutschen Krankenhäuser schlagen Alarm: Immer mehr Menschen müssen aufgrund ihres starken Übergewichts behandelt werden. Die Zahlen steigen sprunghaft an, denn in Deutschland leiden aktuell 60 % der Männer und 43 % der Frauen an Übergewicht. 15 % sind krankhaft fettleibig und das macht den Ärzten große Sorgen, denn in den letzten fünf Jahren haben sich die Zahlen mehr als verdoppelt. Verbraucherschützer haben auch einen Schuldigen für diese Entwicklung gefunden, und zwar die zunehmend ungesunde Ernährung. Auch das zu geringe sportliche Angebot an den Schulen ist ein wichtiger Faktor, denn Kinder, die sich nicht mehr ausreichend bewegen, werden früher oder später zu fettleibigen Erwachsenen.

    Zu viel Fastfood

    Nach Ansicht von Experten beginnt der Weg in die krankhafte Fettleibigkeit und dem Übergewicht schon im Kindesalter. Die Kinder von heute ernähren sich nur noch selten, so wie es für Kinder angemessen wäre, ein großer Teil ernährt sich von Fastfood und Fertigprodukten, ungesunden Snacks und bekommt zu viel Zucker. Die Konsequenz aus dieser falschen Ernährung ist, dass die Zahl der übergewichtigen Kinder seit den 1980er Jahren um rund 50 % zugenommen hat. Schuld ist das Lebensmittelangebot, das sich in den letzten 20 Jahren grundlegend verändert hat. Ungesunde Lebensmittel sind günstig und man kann sie überall kaufen, der Weg in die krankhafte Fettleibigkeit ist damit vorprogrammiert.

    Über die Folgen der Fettleibigkeit bzw. Übergewicht in der Kindheit machen sich nur wenige Eltern Gedanken, im Gegenteil, sie leben ihren Kindern vor, wie man sich kalorienreich und mit zu viel Zucker ernährt. Experten plädieren jetzt dafür, schon in den Schulen und Kindergärten über die ungesunde Wirkung von Fastfood, Fertignahrung und überzuckerte Getränken aufzuklären und dabei die Eltern mit ins Boot zu holen, denn schließlich haben die Eltern eine Vorbildfunktion, auch wenn es ums Essen geht.

    Politik und Nahrungsmittelindustrie

    Die Bundesregierung hat jetzt auf die Sorgen der Ärzte reagiert und den Entwurf für ein Präventionsgesetz vorgelegt. Ernährungswissenschaftler und Ärzte sind allerdings der Meinung, dass dieser Gesetzentwurf vollkommen ungeeignet ist, um das Problem der zunehmenden Fettleibigkeit in den Griff zu bekommen. Gesundheitsexperten gehen sogar noch einen Schritt weiter, denn sie werfen der Politik vor, auf der Seite der Ernährungsindustrie zu stehen. So ist die Organisation Foodwatch der Ansicht, dass die Lobbyarbeit der Industrie hervorragend funktioniert und die Hersteller dank lascher Gesetze immer mehr Lebensmittel auf den Markt bringen, die Kinder ansprechen sollen, die in Wirklichkeit jedoch wahre Bomben aus Zucker und Kalorien sind.

    Zwar gibt es beim Marketing Beschränkungen für sogenannte unausgewogene Kinderprodukte, aber das geht Foodwatch nicht weit genug. Gesunde Ernährung sollte zu einem Standard in den Schulen und Kindergärten werden, und wenn die Kindertagesstätten und die Schulkantinen mit Fertigprodukten beliefert werden, dann sollten diese Produkte sowohl zucker- als auch salzreduziert sein.

    Weniger Werbung

    Was Foodwatch aber besonders moniert, das sind die aggressiven Werbekampagnen, die von der Lebensmittelindustrie für Kinderprodukte geschaltet werden. Dazu kommt, dass das Angebot für sogenanntes Junkfood, also Lebensmittel, die übermäßig Zucker und Kohlehydrate enthalten, immer größer wird und zu jedem dieser ungesunden Produkte gibt es dann wieder eine neue Werbung.

    Bild: © Depositphotos.com / Kokhanchikov

  • Wie kann man eine Lebensmittelvergiftung erkennen?

    Wie kann man eine Lebensmittelvergiftung erkennen?

    Lebensmittelvergiftungen sind tückisch, denn nicht immer kann man den Lebensmitteln ansehen, ob sie noch genießbar sind oder nicht. Wenn es um Lebensmittelvergiftungen geht, dann denken die meisten Menschen automatisch an verdorbenen Fisch, aber es gibt noch eine große Zahl von anderen Gefahren, die in den Lebensmitteln lauern, die wir täglich sorglos essen. Wie kann man eine Lebensmittelvergiftung erkennen und wir sollte man sich im Ernstfall verhalten? Was ist wichtig, damit es erst gar nicht zu einer Vergiftung kommt und worauf sollte jede Hausfrau in der Küche besonders achten, damit vom Essen keine Gefahr ausgehen kann?

    Lebensgefahr durch Salmonellen

    Eine Vergiftung durch Salmonellen gehört zu den häufigsten Lebensmittelvergiftungen und für einige kann eine Vergiftung durch diese Bakterien lebensgefährlich werden. Mit ihren Symptomen ähnelt eine Salmonellen Vergiftung einer Magen- und Darmgrippe und das ist auch der Grund, warum eine Salmonellenvergiftung oftmals nicht sofort erkannt wird. In der Regel treten die ersten Anzeichen einer Vergiftung durch Salmonellen nach zwölf bis 36 Stunden auf und das Erste, was die Betroffenen verspüren, ist meist nur ein leichtes Bauchgrimmen. Dann kommen heftige Bauch- und auch Kopfschmerzen dazu, dem Patienten ist übel, er ist müde, hat Krämpfe und nicht selten auch leichtes Fieber. In der nächsten Phase einer Salmonellenvergiftung kommt es zu Erbrechen und Durchfall, wobei der Stuhlgang wässrig oder sogar blutig ist.

    Auf diese Weise versucht der Organismus die Bakterien wieder loszuwerden, aber da der Körper durch die Anstrengungen erschöpft ist, kann das Immunsystem nicht mehr so wie gewohnt arbeiten. Es kann zu massiven Problemen mit dem Kreislauf kommen und im schlimmsten Fall bricht der Kreislauf völlig zusammen und es kommt zu einem Herzstillstand. Liegt eine Vergiftung durch Salmonellen vor, dann muss sofort ein Arzt eingeschaltet werden und besonders bei Kindern und älteren Menschen ist der Weg ins Krankenhaus lebensnotwendig, denn sie haben ein schwaches Immunsystem.

    Wie wird eine Salmonellenvergiftung behandelt?

    Je nach Verlauf der Krankheit muss eine Salmonellenvergiftung mit Antibiotika behandelt werden, vor allem dann, wenn es zu einem schweren Verlauf mit hohem Fieber kommt. Wenn die Hilfe für gefährdete Personen nicht schnell genug kommt, dann kann das unter anderem zu einer Entzündung der Herzklappen, zu einer Schädigung der Gelenke und auch zu einer Hirnhautentzündung führen. Nimmt diese Form der Lebensmittelvergiftung einen eher leichten Verlauf, dann hilft es viel zu trinken, am besten stilles Wasser oder ungesüßte Tees, denn durch die Flüssigkeit werden die Salmonellenbakterien aus dem Körper gespült und die Patienten sind nach drei bis vier Wochen wieder fit.

    Hygiene in der Küche

    Damit es erst gar nicht zu einer Lebensmittelvergiftung kommt, sollte jede Hausfrau und auch jeder Hobbykoch auf eine penible Sauberkeit in der Küche achten. Vor allem Geflügel, Mett und auch rohe Eier bergen die Gefahr von Salmonellen und es ist sehr wichtig, dass diese Lebensmittel immer gut durchgegart oder durchgebraten werden. Süßspeisen, die mit Eiern zubereitet werden, stellen eine Gefahr dar, aber auch das Mettbrötchen kann den geruchs- und geschmacklosen Schädling enthalten. Salmonellen im Geflügel werden immer dann schon nach zehn Minuten vernichtet, wenn in der Pfanne eine Temperatur von 70° Grad erreicht wird. Deshalb sollte Geflügel immer gut durchgebraten werden.

    Sauberkeit sollte in der Küche das oberste Gebot sein. Schneidebretter aus Glas oder auch Marmor sind eine bessere Wahl als ein Brett aus Holz oder Kunststoff, denn aus diesen Materialien lassen sich mögliche Keime selbst in der Spülmaschine bei einer hohen Temperatur nicht ganz abtöten. Wer auf einem Schneidebrett Geflügel vielleicht zu Gulasch geschnitten hat, der sollte anschließend das Brett sehr gründlich mit möglichst heißem Wasser reinigen, bevor andere Lebensmittel darauf zubereitet werden. Wer sich an einfache Grundregeln hält, der muss keine Lebensmittelvergiftungen fürchten.

    Bild: © Depositphotos.com / KirillM

  • B12-Injektionen – der Beauty Trend aus Hollywood

    B12-Injektionen – der Beauty Trend aus Hollywood

    Die Damen aus Hollywood waren schon immer sehr einfallsreich, wenn es um eine schlanke Figur und ein makelloses Äußeres geht. Der neuste Trend heißt B12-Injektionen. Cindy Crawford schwört auf die Vitaminspritze ebenso wie Miley Cyrus und auch die Sängerin Rihanna lässt sich die hoch dosierten Spritzen mit dem B12 Vitamin setzen, um besser auszusehen und vor allem, um nicht zuzunehmen. Was in Hollywood längst zur Tagesordnung gehört, ist in Deutschland heiß umstritten, denn hier warnen die Ärzte bereits davor, sich Vitamin B12 in hohen Dosen spritzen zu lassen, denn auch wenn Vitamine gesund sind, in großer Menge können sie schädlich sein.

    Den Stoffwechsel beschleunigen

    Vitamine sind gesund, das gilt vor allem für Vitamin C, das das Immunsystem effektiv unterstützt. Auch das Vitamin B12 ist grundsätzlich gesund, weil es den Stoffwechselprozess beschleunigen kann. Genau aus diesem Grund lassen sich immer mehr Stars und Sternchen in Hollywood eine B12-Injektion geben. Wird der Stoffwechsel angekurbelt, dann schmelzen auch die Pfunde und der Kalorienumsatz wird gesteigert. Dass konzentriertes Vitamin B12 zudem Heißhungerattacken verhindern kann, ist ein schöner Nebeneffekt und auch dass es die Verdauung anregt, ist hilfreich, wenn man abnehmen möchte. Wissenschaftliche Beweise, die diese Thesen untermauern können, gibt es allerdings nicht und das ist auch der Grund, warum deutsche Ärzte dem Trend aus den USA skeptisch bis ablehnend gegenüber stehen.

    Nicht ohne Rezept

    Amerika ist bekanntlich das Land der unbegrenzten Möglichkeiten und wer genug Kleingeld hat, der muss nur zum Arzt gehen und sich dort einmal in der Woche eine B12-Injektion verpassen lassen. Was in den USA so einfach ist, das ist in Deutschland nicht möglich. Vitamin B12 Spritzen gibt es in Hollywood gegen Bargeld und ein Rezept ist nicht notwendig. In Deutschland darf der Arzt die Spritzen nur dann geben, wenn beim Patienten nachweislich ein Mangel an Vitamin B12 vorliegt.

    Ein Grund für den Mangel des Vitamins kann eine Störung im Magen-Darm-Trakt sein und auch Magenschleimhautentzündungen und entzündliche Prozesse im Darm können dafür sorgen, dass es zu einer Unterversorgung mit Vitamin B12 kommt. Wenn es eine medizinische Begründung gibt, dann wird Vitamin B12 vom Arzt gespritzt und auch nur in eher geringen Mengen und nicht in so hohen Dosen, wie das in den USA der Fall ist.

    Mit der richtigen Ernährung

    Alle, die davon träumen, mit viel Vitamin B12 noch mehr abzunehmen, werden kaum einen Arzt finden, der das gezielt unterstützt. Wer aber nicht auf die Extraportion Vitamin B12 verzichten will, der muss nur auf eine gesunde Ernährung achten. Leber und Rindfleisch, aber auch Heringe sowie Räucherlachs und Seelachs haben einen sehr hohen Vitamin B12 Gehalt. Auch wer regelmäßig Käse und Eier isst, versorgt seinen Körper mit Vitamin B12, und wer dazu dann noch regelmäßig frische Vollmilch trinkt, der braucht keine Vitamin B12-Injektionen.

    Wer ausschließlich vegetarisch oder vegan lebt, der lebt was das Vitamin B12 angeht, gefährlich, denn es gibt keine pflanzlichen Lebensmittel, die den Organismus ausreichend mit Vitamin B12 versorgen. In der Folge kann es zu schweren Mangelerscheinungen kommen, und wer das verhindern will, der sollte Vitamin B12 in Form von Brausetabletten zu sich nehmen.

    Kann man Vitamin B12 überdosieren?

    Dass eine Unterversorgung mit Vitamin B12 gefährlich werden kann, ist bekannt, aber wie sieht es mit einer Überdosierung aus? Eine Überdosierung ist nur dann möglich, wenn das Vitamin wie in den USA hoch dosiert gespritzt wird. In der Folge kann es zu unangenehmen Problemen mit der Haut kommen, denn zu viel Vitamin B12 kann zu Akne führen, auch allergische Reaktionen sind nicht selten. Deshalb sollte jeder, der gesund bleiben will, auf zu viel Vitamin B12 verzichten, auch wenn die Stars aus Hollywood vielleicht anderer Meinung sind.

    Bild: © Depositphotos.com / Seprimoris

  • Krampfadern effektiv vorbeugen

    Krampfadern effektiv vorbeugen

    Miniröcke und luftige Sommerkleider, die viel Bein zeigen, gehören in der warmen Jahreszeit einfach dazu und machen die Beine der Damen zu einem echten Blickfang. Aber auch die Herren zeigen Bein in Shorts und so manches Männerbein kann sich durchaus sehen lassen. Der Sommer ist aber leider auch die Zeit der Krampfadern, und diese hervorstehenden Adern sehen nicht nur unschön aus, sie können auch sehr gefährlich werden. Dabei ist es einfach, Krampfadern effektiv vorzubeugen. Wer nicht nur im Sommer schöne Beine haben will, der muss einige Dinge beachten, damit Varizen, wie Krampfadern medizinisch korrekt heißen, erst gar nicht entstehen können.

    Wie entstehen Krampfadern?

    Die Hälfte aller Menschen, die in Mitteleuropa leben und die zwischen 25 und 74 Jahre alt sind, leiden unter Krampfadern. Bei vielen liegt eine erbliche Veranlagung vor, bei anderen ist es das zu schwache Bindegewebe der Haut, was die Adern in den Beinen unförmig anschwellen lässt. Auch die Hormone spielen bei der Bildung von Krampfadern eine wichtige Rolle, vor allem bei vielen Frauen zeigen sich nach einer Schwangerschaft die unschönen Adern. Die Antibabypille kann eine Ursache für Krampfadern sein, aber auch zu wenig Bewegung oder Rauchen führt dazu, dass sich Krampfadern bilden können. Verschiedene Berufsgruppen sind für Krampfadern quasi prädestiniert, denn bei Kellnern, Frisören und auch Verkäuferinnen besteht die Gefahr von Krampfadern.

    Warum sind Krampfadern gefährlich?

    Vor allem in den warmen Sommermonaten sind Krampfadern nicht ungefährlich, denn das heiße Wetter fördert eine Ausdehnung der Venen. Damit wächst auch die Gefahr, dass sich aus einer Krampfader eine Thrombose bilden kann, und auch schmerzhaften Venenentzündungen sind nicht selten das Produkt einer Krampfader. Wenn sich Krampfadern bilden, dann sollte ein Facharzt, ein sogenannter Phlebologe aufgesucht werden, der sich die Größe und Stärke der Krampfadern einmal ansieht. Der Facharzt entscheidet dann über die Möglichkeiten und die Kosten einer Behandlung.

    Handelt es sich um starke Krampfadern, dann wird der Arzt sehr wahrscheinlich zu einer Verödung raten, die heute auch ambulant durchgeführt werden kann, manchmal reichen aber auch nur ein Paar Kompressionsstrümpfe. Diese Strümpfe werden einmal im Jahr auch von den Kassen bezahlt. Wenn operiert werden muss, dann zahlen die gesetzlichen Krankenkassen nicht in jedem Fall. Nur wenn die unmittelbare Gefahr einer Thrombose besteht, dann übernehmen die Kassen die Kosten, soll aus rein ästhetischen Gründen operiert werden, dann muss der Patient selbst für die Kosten aufkommen.

    Wie kann man Krampfadern vorbeugen?

    Krampfadern vorzubeugen, ist nicht allzu schwer. Viel Sport kann dabei helfen die Muskeln und das Bindegewebe zu stärken. Radfahren, spazieren gehen und auch Schwimmen lassen das Blut besser zirkulieren und verhindern so, dass sich Krampfadern bilden können. Alle, die eine Neigung zu Krampfadern haben, sollten auf Schuhe mit hohen Absätzen verzichten. Flache bequeme Schuhe sind vor allen Dingen für alle eine gute Wahl, die viel und lange auf den Beinen sind. Spezielle Gymnastik für die Venen ist ebenfalls ein bewährtes Mittel, um Krampfadern den Kampf anzusagen, denn das Lockern und Entspannen der Beine hat eine große präventive Wirkung.

    Nach einem langen anstrengenden Arbeitstag die Beine hochzulegen kann dabei helfen, dass keine Krampfadern entstehen. Werden die Beine hoch gelegt, dann kann das Blut leichter durch die Venen in Richtung Herz fließen. Wer seine Beine regelmäßig kalt abduscht, der verhindert so, dass Krampfadern entstehen können. Der Duschstrahl sollte in diesem Fall aber immer vom Herzen weg führen.

    Ganz wichtig ist es viel zu trinken, denn Wasser oder ungesüßte Tees sind nicht nur ideale Durstlöscher, sie halten auch das Blut flüssig, eine Voraussetzung, damit es nicht zu Krampfadern kommen kann. In der Naturheilkunde haben sich Cremes und Umschläge aus rotem Weinlaub ebenso bewährt wie auch Extrakte aus der Rosskastanie, um sich vor Krampfadern zu schützen.

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  • Gicht – eine unterschätzte Krankheit

    Gicht – eine unterschätzte Krankheit

    Der Alte Fritz, also König Friedrich II. von Preußen litt unter Gicht, und die Krankheit bereitete dem König in seinen letzten Jahren große Qualen. Friedrich II. war ein typischer Gichtpatient, denn er aß gerne und viel, er war dem Rotwein nicht abgeneigt und da auch sein Vater schon unter Gicht litt, war es keine große Überraschung, dass auch der Schöngeist unter den preußischen Königen an Gicht erkrankte. Hätte der König die moderne Medizin von heute gehabt, dann wäre ihm viel erspart geblieben, denn Gicht gehört zu den Krankheiten, die gut behandelt werden können.

    Was genau ist eigentlich Gicht?

    Gicht ist eine vererbbare Stoffwechselkrankheit, bei der die Konzentration der Harnsäure im Blut erhöht ist. In der Folge bilden sich Harnsäurekristalle, die sich dann vorwiegend in den Gelenken, in den Sehnen, den Schleimbeuteln und auch im Knorpel der Ohrmuscheln absetzen. Es entstehen Gelenkentzündungen und letztendlich auch Schäden am Gelenk, die sehr schmerzhaft sind. Gefährlich wird die Gicht aber immer dann, wenn sich die Kristalle aus der Harnsäure in den Nieren festsetzen. Wird die Gicht in diesem Stadium nicht behandelt, dann entstehen Nierensteine und im schlimmsten Fall auch irreparable Nierenschäden.

    Gicht ist sehr schmerzhaft und die Schmerzen treten vor allem zu Beginn der Krankheit in Attacken auf. Bei den meisten Betroffenen ist es der große Zeh, der Qualen bereitet, denn das Gelenk in diesem Zeh ist am häufigsten von Gicht betroffen. 80 % aller Gichtpatienten sind Männer und die Krankheit tritt in der Regel zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr auf. Frauen sind von der Gicht erst nach den Wechseljahren betroffen, denn bis dahin bieten die weiblichen Geschlechtshormone einen effektiven Schutz gegen die Stoffwechselkrankheit.

    Welche Ursachen hat die Gicht?

    Bei den meisten Gichtkranken besteht eine angeborene Neigung und in vielen Fällen gab es bereits Gichterkrankungen in der Familie. Gicht wird nicht umsonst als die Wohlstandskrankheit bezeichnet, denn zu üppiges und fettes Essen, übermäßiger Alkoholgenuss und zu wenig Bewegung können die Ursachen für die Gicht sein. Stoffwechselschwankungen wie sie zum Beispiel bei strengen Diäten vorkommen, sind ebenfalls ein Auslöser der Gicht und das erklärt auch einen sprunghaften Anstieg an Erkrankungen zur Zeit des sogenannten Wirtschaftswunders. Die Menschen hatten während und unmittelbar nach dem Krieg gehungert, als aber die Währungsreform kam und man wieder Lebensmittel im Überfluss kaufen konnte, wurde übermäßig gegessen und das sorgte für viele Gichtpatienten.

    Die Symptome der Gicht

    Gicht tritt ohne große Vorwarnung meist in den Gelenken auf. Der Betroffene bekommt wie aus heiterem Himmel heftige Gelenkschmerzen, eine akute Gelenkarthritis. Das betroffene Gelenk, entweder am großen Zeh, am Mittelfuß, am Daumen oder auch am Knie ist sehr empfindlich und jede Berührung oder Bewegung schmerzt. Zudem sind die Gelenke teigig angeschwollen, sie fühlen sich heiß an und können sich bläulich oder rot verfärben. In der Regel tritt eine solche Gichtattacke in der Nacht oder aber in den frühen Morgenstunden auf und ein Anfall wird nicht selten auch von Fieber begleitet. Eine Gichtattacke kann mehrere Stunden, aber oft auch Tage anhalten, wenn nicht sofort ein Arzt aufgesucht wird.

    Dem Arzt fällt die Diagnose Gicht leicht, denn die Symptome sind unverkennbar. Es wird eine Blutuntersuchung angeordnet, die dann Sicherheit bringt, ob ein Gichtanfall vorliegt. Um die Gicht zu behandeln, verschreiben die meisten Ärzte ein antirheumatisches Mittel wie Colchicin oder geben dem Patienten eine Kortisonspritze in das betroffene Gelenk. Das Gelenk muss anschließend hoch gelagert werden, kühlende Umschläge sorgen dafür, dass die Hitze aus dem Gelenk verschwindet. Nach einem Gichtanfall sollte man viel trinken und nur leichte Kost zu sich nehmen. Die Medikamente lindern die Schmerzen und lassen die Schwellung zurückgehen, um den Harnsäurespiegel aber auf Dauer zu normalisieren, muss der Betroffene seine Ess- und Lebensgewohnheiten deutlich verändern.

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