Schlagwort: Leben

  • Wie aus stressigen Kindern erfolgreiche Erwachsene werden

    Wie aus stressigen Kindern erfolgreiche Erwachsene werden

    Eigensinnige Kinder, die nur das kleine Wörtchen „Nein“ in ihrem Wortschatz haben, können ihre Eltern um den Verstand bringen, aber es sind gerade diese Kinder, die laut einer neuen Studie im späteren Leben besonders erfolgreich sind. Sturheit bei Kindern, so die Studie, zahlt sich später aus, denn diese Sturheit ist ein Indikator dafür, dass das Kind später die Fähigkeit haben wird, sich in allen Lebenslagen durchzusetzen.

    Eine interessante Studie

    Die Langzeitstudie, die über 40 Jahre dauerte, hat sehr interessante Ergebnisse geliefert. Die 700 Studienteilnehmer waren zwischen acht und zwölf Jahre alt, als ihre Charaktereigenschaften wie Stolz, Sorgfalt und Trotz zum ersten Mal untersucht wurden. 40 Jahre später wurden sie noch einmal untersucht, und die Forscher konnten einen Zusammenhang zwischen dem kindlichen Verhalten von damals und der beruflichen Laufbahn bis heute herstellen. Das Ergebnis ist verblüffend: Kinder, die vor 40 Jahren störrisch und ignorant waren, hatten in der Schule weniger Probleme, denn sie waren leistungsorientierter und haben zum Beispiel für bessere und gerechtere Noten gekämpft.

    Als Erwachsene anspruchsvoller

    Das kindliche Verhalten beeinflusst aber nicht nur die schulische Laufbahn, als Erwachsene waren die Kinder von damals deutlich selbstbewusster und auch anspruchsvoller. Sie haben bei Verhandlungen ums Gehalt besser abgeschnitten und auch wenn es um eine höhere Position ging, waren sie erfolgreicher. Im Schnitt verdienen die Studienteilnehmer heute mehr, was wie zum Teil auch ihrer Hartnäckigkeit und ihrem unbeirrbaren Willen zu verdanken haben.

    Die negative Seite

    Nicht in jedem Fall bedeuten Sturheit und Eigensinn auch Erfolg und Zufriedenheit, denn die Langzeitstudie hat auch die negativen Seiten dieser Charaktereigenschaften aufgezeigt. Menschen, die stur agieren und sich nicht beirren lassen, verärgern nicht selten auch Freunde und Kollegen, sie ecken öfter an, sie gelten manchmal sogar als rücksichtslos, da sie konsequent ihren Weg gehen, auch ohne Rücksicht auf Freundschaft und Fairness.

    Bild: © Depositphotos.com / TunedIn61

  • Was passiert bei einer Magenspiegelung?

    Was passiert bei einer Magenspiegelung?

    Nicht immer sorgt ein Röntgenbild oder eine Blutuntersuchung für Klarheit und auch eine Ultraschalluntersuchung bringt nicht in jedem Fall eine zuverlässige Diagnose. Vor allem wenn es um Erkrankungen des Magens und des Darms geht, dann ist es für den Arzt nicht immer so einfach, die richtige Diagnose zu stellen. Mit einer Magenspieglung jedoch wird es dem Arzt möglich, sich den Magen, die Speiseröhre und den Zwölffingerdarm anzusehen. Was passiert bei einer Gastroskopie? Ist die Untersuchung für den Patienten schmerzhaft und ist für eine Spiegelung ein Aufenthalt im Krankenhaus zwingend notwendig?

    Bei welchen Erkrankungen wird eine Magenspiegelung gemacht?

    Eine Gastroskopie ist hilfreich, wenn um die Ursachen für Beschwerden im Magen-Darm-Bereich zu finden. Bei folgenden Erkrankungen kommt eine Spiegelung des Magens infrage:

    • Schmerzen im Oberbauch
    • Ständiges Sodbrennen
    • Blut im Stuhl
    • Beschwerden beim Schlucken
    • Bluterbrechen
    • Ungeklärte Gewichtsabnahme
    • Fortwährende Blähungen

    Auch wenn der Verdacht einer Magenschleimhautentzündung besteht, dann wird der Arzt den Magen mit dem Gastroskop untersuchen, ebenso wenn der Verdacht auf Divertikel oder Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre besteht. Mit einer Gastroskopie kann der Arzt aber nicht nur die richtige Diagnose stellen, er kann die Beschwerden auch gleich behandeln. So können unter anderem Gewebe entnommen und Blutungen im oberen Teil des Verdauungstraktes gestillt werden. Bei Blutungen wird ein bluthemmendes Mittel gespritzt oder ein Clip platziert.

    Was passiert bei einer Magenspiegelung?

    Viele Menschen haben Angst, „einen Schlauch zu schlucken“, aber diese Angst ist unberechtigt, denn eine Magenspiegelung dauern in der Regel nicht länger als wenige Minuten. Der Arzt schiebt dabei das Gastroskop, das einen Durchmesser von nur wenigen Zentimetern hat und knapp einen Meter lang ist, durch den Rachenraum in die Speiseröhre und dann weiter in den Magen und den Zwölffingerdarm. Der Rachen wird vorher mit einem Spray betäubt, um die Untersuchung für den Patienten angenehmer zu machen. Wenn das Gastroskop am tiefsten Punkt angekommen ist, dann wird Luft in den Darmbereich geleitet, damit eventuelle Veränderungen besser zu erkennen sind. Gewebeproben entnimmt der Arzt mithilfe einer Zange und da das Gastroskop mit einem Monitor verbunden ist, kann der Arzt genau sehen, ob es Wucherungen, Geschwüre oder Blutungen gibt. Nach der Untersuchung wird das Gastroskop vorsichtig wieder herausgezogen.

    Welche Vorbereitungen sind notwendig?

    Eine Magenspiegelung kann in einem Krankenhaus gemacht werden, aber auch ambulant bei einem Facharzt für innere Medizin. Die Vorbereitungen für diese speziellen Untersuchungen sind aber immer gleich. Um eine sichere Diagnose stellen zu können, müssen der Magen und auch der Verdauungstrakt vollständig entleert sein. Für den Patienten heißt das: Sechs Stunden vor der Magenspiegelung darf weder etwas gegessen noch getrunken werden. Wer allzu großen Durst hat, der darf ein wenig Wasser ohne Kohlensäure zu sich nehmen. Patienten, die gerinnungshemmende Medikamente einnehmen müssen, die sollten diese Mittel zwei Wochen vor der Magenspiegelung absetzen, um das Risiko einer inneren Blutung so gering wie möglich zu halten. Durch das Narkosespray vor der Gastroskopie kann ein taubes Gefühl im Rachen entstehen, das nach der Untersuchung noch einige Stunden anhalten kann. Bis das taube Gefühl abgeklungen ist, sollte ebenfalls nichts getrunken oder gegessen werden.

    Mit oder ohne Narkose?

    Eine Magenspiegelung verursacht zwar keine Schmerzen, aber wenn das Gastroskop in den Rachen eingeführt wird, dann entsteht ein unangenehmer Würgereflex. Wer sich das ersparen will, der kann sich eine sogenannte Schlafspritze geben lassen und so die Untersuchung in einer Art Dämmerschlaf erleben. Auch der Einsatz von Beruhigungsmitteln wie zum Beispiel Valium, ist bei einer Gastroskopie möglich und macht es dem Patienten leichter. Wer sich für eine leichte Narkose entscheidet, der muss anschließend noch ruhen und darf kein Auto mehr fahren. In diesem Fall ist es eine gute Idee, eine Begleitperson mitzubringen, die den Patienten nach Hause fahren kann.

    Bild: © Depositphotos.com / kot36

  • Rückengesundheit im Kindesalter – wichtig für das ganze Leben

    Rückengesundheit im Kindesalter – wichtig für das ganze Leben

    Rückenschmerzen sind zu einer Art Volkskrankheit geworden, und nicht nur erwachsene Menschen sind davon betroffen. Immer mehr Kinder müssen zum Orthopäden und zur Krankengymnastik, da die Gesundheit ihres Rückens zu wünschen übrig lässt. Mittlerweile hat jedes dritte Kind im Grundschulalter Haltungsschwächen, denn diese kleinen Kinder sitzen bis zu neun Stunden in der Schule oder vor dem PC. Eltern, die feststellen, dass ihre Kinder ein Problem mit dem Rücken haben, sollten schnell handeln, denn wenn die Kinder nicht frühzeitig lernen, ihre Bewegung richtig zu koordinieren, können sie das im späteren Leben nicht mehr nachholen.

    Die Lust an der Bewegung fördern

    Die Rückengesundheit bei Kindern hängt nicht nur davon ab, wie lange die Kinder am Tag sitzen, es kommt vielmehr darauf an, wie viel sie sich bewegen. Am Tag sollten es mindestens zwei Stunden Bewegung sein, denn nur dann kann sich der kindliche Rücken optimal entwickeln und bleibt gesund. Vor allem Kinder zwischen sechs und zehn Jahren sind für sportliche Aktivitäten aller Art schnell zu begeistern. Das sollten Eltern ausnutzen und ihren Kindern verschiedene Sportarten näher bringen. Für einen gesunden Rücken gibt es keine bessere Sportart als Bewegung im Wasser, und das lernen schon Kinder im Grundschulalter meist sehr schnell. Auch Skaten oder Eislaufen im Winter macht Kindern großen Spaß, sie wollen turnen und laufen, wobei besonders Ballsportarten immer gut ankommen.

    Ein gutes Vorbild sein

    Wenn die Eltern viel in Bewegung sind, dann animiert das auch den Nachwuchs, aktiv zu werden. Wanderausflüge in den Bergen machen der ganzen Familie Spaß, aber auch eine Radtour ist eine prima Idee, um Kindern eine Freude zu machen. Warum nicht mal mit dem Kanu unterwegs sein? Zusammen mit den Eltern begeistern sich auch schon kleine Kinder für diesen Sport. Wenn Vater oder Mutter zum Joggen gehen, dann können die Kinder sie auf dem Rad begleiten und eine Schneeballschlacht oder kicken auf dem heimischen Rasen hinter dem Haus ist nicht nur für Kinder, sondern auch für die Eltern ein großes Vergnügen.

    In der Schule aktiv bleiben

    Die Zeiten, in denen Kinder in der Schule still und ruhig dem Unterricht folgen müssen, sind lange vorbei. Zwar sehen es Lehrer bis heute nicht gern, wenn die Schüler sich rekeln, mit dem Sitznachbarn rangeln oder mit dem Stuhl kippeln, aber Kinderärzte sehen das ein wenig anders. Das oft waghalsige Kippeln mit dem Stuhl ist gut für die Rückengesundheit der Kinder, es hält aber auch den Geist wach und fit. Der kindliche Körper sucht ständig unbewusst nach Bewegung und möchte ständig neue Anreize. Kinder, die diesem Bewegungsdrang nachgeben und ihn nicht unterdrücken, haben einen gesunden Rücken und sie sind auch mental beweglicher als Kinder, die still sitzen.

    Den richtigen Schulranzen kaufen

    Für die Rückengesundheit von Kindern ist nicht nur viel Bewegung ein Muss, auch der Schulranzen spielt eine wichtige Rolle. Schon Kinder im Grundschulalter müssen sich mit einem viel zu schweren Ranzen abmühen und schaden so auf Dauer der Gesundheit ihres Rückens. Wenn ein Kind in die Schule kommt, dann sollten die Eltern den Schulranzen nach ergonomischen Kriterien aussuchen, denn nur dieser Ranzen kommt der Rückengesundheit des Kindes zu Gute. So sind breite Schulterriemen, ein Becken- sowie ein Brustriemen immer wichtig, denn so kann das Gewicht des Ranzens optimal verteilt werden. Gute Ranzen, wie zum Beispiel die Schulrucksäcke von Ergobag wachsen mit dem Kind, sie haben einen stabilen Rahmen aus Aluminium und ein atmungsaktives Rückenpolster. Auf diese Weise wird der kindliche Rücken nicht über Gebühr belastet. Zudem sparen die Eltern noch eine Menge Geld, da der Schulranzen die Kinder über lange Jahre durch die Schulzeit begleiten kann.

    Bild: © Depositphotos.com / ilona75

  • Schlafapnoe – gefährliche Atemaussetzer in der Nacht

    Schlafapnoe – gefährliche Atemaussetzer in der Nacht

    Viele Menschen wissen nicht, in welcher akuten Gefahr sie sich während der Nacht befinden, denn eine sogenannte Schlafapnoe bleibt oft unbemerkt. Die Atmung setzt dann für wenige Sekunden aus und während dieser Pausen nimmt der Sauerstoffgehalt im Blut immer wieder gefährlich ab. Zwar werden die Betroffenen kurz wach, wenn der Körper Alarm schlägt, aber die wenigsten können sich am Tag an diese Aufwachphasen erinnern. Eine Schlafapnoe bleibt trotzdem nicht unbemerkt, denn wer in der Nacht immer wieder aufwacht, weil die Atmung aussetzt, der ist am Tag zwangsläufig müde und unkonzentriert.

    Was sind die Ursachen für eine Schlafapnoe?

    Rund vier Prozent der Männer und zwei Prozent der Frauen in Deutschland leiden unter Schlafapnoe, und viele wissen es nicht einmal. Eine Ursache für die Atemaussetzer in der Nacht sind verengte Atemwege oder der Atemmuskel ist kurzzeitig nicht mehr in der Lage, mit dem Gehirn zu kommunizieren. Wer schnarcht, der muss mit einer Schlafapnoe rechnen und auch Menschen, die stark übergewichtig sind, leiden unter den Atemaussetzern während der Nacht. Die häufigste Form ist aber die obstruktive Schlafapnoe, die sogenannte OSA. Sie entsteht immer dann, wenn die Atemwege verengt sind und die Kraft der Muskeln nicht mehr ausreicht, um Luft zu holen. Bei dem Versuch Luft zu holen, wird der Widerstand in den Atemwegen so groß, dass es schließlich zu einer Atempause kommt. 80 % der Betroffenen, die unter einer Schlafapnoe leiden, haben Adipositas, sie sind fettsüchtig und ihr großes Körpergewicht sorgt über kurz oder lang dafür, dass sich die Atemwege so verengen, dass es zu Aussetzern beim Atmen kommt.

    Welchen Folgen kann eine Schlafapnoe haben?

    Bei Menschen, die unter Schlafapnoe leiden, setzt der Atem immer wieder für einen Zeitraum zwischen 20 und 30 Sekunden aus, nicht selten kann ein solcher Aussetzer aber auch über eine Minute anhalten. Meist ist es der Partner, der die Aussetzer bemerkt, und zwar immer dann, wenn das Schnarchen plötzlich abbricht und Stille herrscht. Die Betroffenen merken erst am nächsten Tag, dass die Nacht unruhig war, denn sie sind müde, sie können sich nicht mehr konzentrieren und nicken oftmals für mehrere Sekunden ein. Neben einer starken Tagesmüdigkeit kann es aber auch zu Bluthochdruck, zu Herzrhythmusstörungen, zu einem Schlaganfall oder zu einem Herzinfarkt kommen. Viele Betroffene leiden unter Bluthochdruck, denn immer wenn der Körper durch die Atemaussetzer unter Stress kommt, dann wird das autonome Nervensystem aktiv und das treibt dann den Blutdruck nach oben.

    Hilfe aus dem Schlaflabor

    Eine Schlafapnoe ist eine leise, aber eine große Gefahr. Wenn die Atempausen mehr als zehnmal in einer Stunde auftreten und länger als zehn Sekunden dauern, dann wird es Zeit, in ein Schlaflabor zu gehen und eine Atemtherapie zu machen. Nur ein Schlaflabor kann festgestellt werden, wie gefährlich eine Schlafapnoe wirklich ist, denn dort werden die Betroffenen während des Schlafes beobachtet und kontrolliert. Wer mehr über die persönliche Gefahr durch eine Schlafapnoe wissen möchte, der kann zum Beispiel einen einfachen Stresstest machen und so sehen, ob eine Gefährdung besteht. Aber ein Schlaflabor kann nicht nur feststellen, ob eine Schlafapnoe vorliegt, ein Schlaflabor wie das ambulante Schlafzentrum Osnabrück, bietet auch die Möglichkeit einer Therapie an. Schlafstörungen und eine Schlafapnoe können nicht nur die Gesundheit gefährden, sie beeinträchtigen auch das alltägliche Leben nachhaltig.

    Wie kann eine Schlafapnoe therapiert werden?

    Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie eine Schlafapnoe behandelt und therapiert werden kann. Handelt es sich um eine leichte Form, dann kann es schon hilfreich sein, ein paar Kilogramm abzunehmen. Auch der Verzicht auf Alkohol und Nikotin kann helfen, damit es nachts nicht zu Atemaussetzern kommt. Wer ruhig schlafen will, der sollte die Rückenlage vermeiden und auch spezielle Bissschienen können bei einer Schlafapnoe helfen.

    Bild: © Depositphotos.com / BVDC01

  • Nächtliche Albträume – der Horrorfilm im Kopfkino

    Nächtliche Albträume – der Horrorfilm im Kopfkino

    Jeder Mensch träumt und die meisten hatten schon einmal einen Albtraum. Die einen waren auf der Flucht vor einem Verfolger, die anderen stürzten von meterhohen Klippen ins Leere und wieder andere standen im Traum nackt in einer Menschenmenge. Nächtliche Albträume dauern nur wenige Sekunden und am nächsten Morgen haben die meisten Menschen diese angsteinflößenden Träume wieder vergessen, aber nächtliche Albträume können zu einer starken Belastung werden, nämlich dann, wenn sie immer wiederkehren.

    Was sind Träume?

    Träume sind immer eine Art Nachbearbeitung des vergangenen Tages. Sie sind das Gegenteil von bewussten und konzentriertem Überlegungen, Träume dienen vielmehr dazu, Vorstellungen und Eindrücke oder auch bestimmte Ideen zu verarbeiten, die am Tag gesammelt wurden. Warum wir träumen, das ist bis heute nicht restlos geklärt, Wissenschaftler vermuten aber, dass Träume alle Fragen beantworten, die man sich tagsüber gestellt hat, Träume sind demnach so etwas wie Problemlöser. Besonders intensiv träumen wir in der sogenannten REM-Phase, dann bewegen sich die geschlossenen Augen sehr heftig und im Gehirn kommt es zu einem Feuerwerk der Neuronen. Während des Traums steigt die Atem- und Herzfrequenz und wer in dieser Phase des Schlafes aufwacht, der wird sich an seinen Traum zumindest für kurze Zeit erinnern können.

    Nächtliche Albträume, die immer wieder kommen

    Schöne Träume stellen kein Problem dar, sie belasten nicht und viele Menschen stehen nach einem schönen Traum gut gelaunt auf. Ganz anders sieht es aus, wenn aus den schönen Träumen nächtliche Albträume werden, und besonders schlimm ist es, wenn diese Albträume immer wiederkehren. Geschätzt leiden fünf Prozent der Deutschen darunter, dass nächtliche Albträume jede Nacht wiederkommen, sie werden chronisch und damit auch eine große Belastung für die Psyche. Immer dann, wenn die Albträume in einem Zeitraum von mehreren Monaten mindestens einmal pro Woche auftreten, dann sprechen Mediziner von chronischen Albträumen und in diesem Fall wird das Leben der Betroffenen nachhaltig beeinflusst.

    Gegen die Albträume kämpfen

    Wenn nächtliche Albträume jede Nacht wiederkommen, dann ist das meist ein Zeichen für eine große psychische Belastung. Beruflicher oder auch privater Stress, eine Lebenskrise, aber auch wenn starke Medikamente eingenommen werden müssen, dann kann das für nächtliche Albträume sorgen, die sich einfach nicht abstellen lassen. In der Folge haben die Betroffenen irgendwann Angst davor einzuschlafen, da sie sich fürchten, wieder aus einem Albtraum aufzuschrecken. Wenn die schrecklichen Träume nicht verschwinden wollen, dann sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden, der den Albträumen auf den Grund geht. Vielfach hilft eine sehr einfache Selbsthilfemethode, die aus drei wichtigen Punkten besteht: Konfrontation, Bewältigung und schließlich das Training. Was bei Albträumen jedoch nicht hilft, das sind Schlaftabletten, denn sie intensivieren vielleicht den Schlaf, eine Garantie, dass die Albträume verschwinden, gibt es aber nicht.

    Träumen kann trainiert werden

    Nächtliche Albträume können wieder verschwinden, und zwar durch sogenannte luzide oder bewusste Träume. Bei diesem klaren Traum ist sich der Träumende bewusst, dass das, was passiert, nicht real ist, er weiß, dass es sich nur um einen Traum handelt. Allerdings gibt es bei diesen bewussten Träumen ein großes Problem, denn die meisten träumen nur sehr selten bewusst oder luzide, aber man kann diese Träume trainieren. Das Training ist einfach, denn der Träumende muss sich nur eine einzige Frage stellen: Träume ich gerade? Wer sich diese Frage bewusst stellt, der wird sie irgendwann verinnerlichen und sich schließlich auch während eines Traumes fragen, ob es sich um einen Traum handelt oder nicht. Es dauert allerdings seine Zeit, bis dieser Prozess der Verinnerlichung abgeschlossen ist, mitunter vergehen sogar Monate, bis die Albträume tatsächlich verschwunden sind. Betroffene, die mit schweren Albträumen zu kämpfen haben, werden mit diesem Training kurzfristig keine Erfolge erzielen, in diesen Fällen kann eine gezielte Therapie bei einem Psychologen helfen.

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  • Die Techniker Krankenkasse will Fitnessarmbänder nutzen

    Die Techniker Krankenkasse will Fitnessarmbänder nutzen

    Fitnessarmbänder sind im Trend und nicht nur Sportler binden sich die bunten kleinen Datenträger ums Handgelenk. Mit dem Fitnessarmband werden unter anderem die Schritte gezählt, der Puls und die Herzfrequenz gemessen, was die Armbänder natürlich auch für die Krankenkassen interessant macht. Die Techniker Krankenkasse will diese Daten jetzt effektiv nutzen.

    Auskunft über die Versicherten

    Normalerweise erfahren die Krankenkassen von den Krankenhäusern und den Ärzten, wie gesund oder krank ihre Mitglieder sind, die TK will sich diese Daten jetzt einfach und bequem über die beliebten Fitnessarmbänder holen. Wie oft bewegt sich das Mitglied in der Woche und wie steht es mit der Fitness? Lebt das Mitglied auch gesund und steht regelmäßig Sport auf dem Programm? Diese Fragen sind für Krankenkassen von Interesse und die Techniker Krankenkasse will nach Auskunft des Chefs Jens Baas diese Informationen vermehrt nutzen.

    Die elektronische Akte

    Die TK will zukünftig die Daten aus Fitnessarmbändern sammeln und sie in einer Art elektronischer Patientenakte zusammenfassen, die dann von der Kasse verwaltet wird. So bekommen nach Meinung der Techniker Krankenkasse nicht nur Ärzte, sondern auch die Kassen die Möglichkeit, das Risiko einer Erkrankung schon in einem frühen Stadium zu erkennen. Allerdings soll das Kassenmitglied selbst bestimmen, welche Informationen eingesehen werden können und welche nicht. Die TK betont in diesem Zusammenhang auch, dass es keine Pläne gibt, die Tarife mit einem gesundheitsbewussten Leben zu verknüpfen, ein Bonusprogramm kann man sich hingegen vorstellen.

    Der Minister ist dagegen

    Nicht nur Datenschützer sehen den Plänen der TK skeptisch entgegen, denn sie befürchten, dass irgendwann Menschen, die nach Meinung der Kassen nicht so gesundheitsbewusst leben, nicht mehr versichert werden. Das ist bei privaten Krankenkassen schon heute möglich, bei den gesetzlichen Kassen wird das durch das sogenannte Solidarprinzip verhindert. Auch Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) ist dagegen, dass die Krankenkassen die Fitnessarmbänder nutzen, denn Puls- und Herzfrequenz sollen Privatsache bleiben.

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