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  • Food-Porn Bilder erhöhen Risiko dick zu werden

    Food-Porn Bilder erhöhen Risiko dick zu werden

    Nach einer Studie der Universität Oxford können so genannte Food-Porn Bilder in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder Whatsapp ein Hungergefühl auslösen und zu einer Gewichtszunahme führen. Das Betrachten solcher Bilder würde den Forschern zufolge dazu verleiten mehr zu essen als angebracht sei. Das Studienergebnis wurde im Fachmagazin »Brain and Cognition« veröffentlicht.

    Food-Porn vermindert Widerstand

    Das Betrachten von Food-Porn Bildern vermindert der Studie nach den Widerstand leckere Gerichte zu essen, wenn zum Beispiel auf einem Foto ein Schokoladenkuchen oder Steak zu sehen ist. Die Lebensmittelindustrie stand bislang im Mittelpunkt als Auslöser von Übergewicht und Fettleibigkeit. Das Forscherteam wollte daher ergründen welche anderen Faktoren für eine Gewichtszunahme verantwortlich sein könnten. Im Rahmen ihrer Studie stellten sie fest wie sich der Konsum von Food-Porn oder Bildern mit köstlichem Essen auf das Hungergefühl auswirken könnte. Den Bilderkonsum beschreiben die Studienautoren als visuellen Hunger. In ihrer Schlussfolgerung berichten die Forscher, dass schöne Fotos von Lebensmitteln nachteilige Konsequenzen für den Betrachter haben könnte.

    Das Essen würde auf den Status der Herrlichkeit gehoben und dafür seien nach Ansicht der Wissenschaftler vor allem die beliebten Kochsendungen verantwortlich. Jedoch betonen die Studienautoren, dass die öffentliche Darstellung von Speisen nicht generell negativ sein muss. Zum Beispiel könnten schön gestaltete Bilder von Gemüse junge Menschen dazu motivieren sich gesünder zu ernähren.

    Präsentation von Food-Porn in sozialen Netzwerken

    Die Präsentation von Essen auf Facebook, Instagram, Twitter oder Whatsapp hat einen speziellen Hintergrund. Die Professorin Eva Brösius von der Universität Hannover fand heraus, dass die Food-Porn Bilder den Lebensstil ihrer Nutzer darstellen würden.

    Sie würden damit quasi ihren Status zeigen und sie vermitteln sich gute Lebensmittel leisten zu können, wie die Zeitung »Die Welt« berichtete. Eine kanadische Forscherin vertritt die Ansicht, dass Food-Porn Bilder eventuell Menschen dazu veranlassen könnte ihr Leben fast nur auf Essen auszurichten. Der Konsumverzicht auf Food-Porn verhindert das Gefühl unbedingt mehr zu essen, wodurch eine Gewichtszunahme verhindert wird.

    Gesundes Essen muss nicht teuer sein

    Der eigene Lebensstil spiegelt sich in Food-Porn Bildern wieder und dabei werden von den Usern vor allem kalorienreiche, fetthaltige oder zuckerhaltige Speisen stolz präsentiert. Die Speisen werden wunderschön dargestellt, können Neid auslösen und dazu verleiten mehr zu essen als gut für einen ist. Gesunde Lebensmittel werden nur selten gezeigt, weil sie bisweilen als zu teuer empfunden werden. Beim Lebensmitteleinkauf spart der Verzicht auf Süßigkeiten, Fertiggerichte und fettreiche zuckerhaltige kalorienreiche Nahrungsmittel ordentlich Geld. Wer zum Beispiel statt ein Glas Nutella für 2,49 Euro zum gleichen Preis sechs Äpfel kauft, der investiert sein Geld sinnvoll in die eigene Gesundheit. Generell empfehlenswert ist die Erstellung eines Einkaufszettels auf dem vorwiegend gesunde Lebensmittel und nur sehr wenige Genussmittel stehen sollte.

    Auf keinen Fall sollte man mit einem Hungergefühl einkaufen gehen, weil dies zum Kauf unnötiger Lebensmittel wie etwa Schokolade, Kekse oder Fertigsuppen führen kann. Die Fertigsuppen besonders die so genannten »Minutensuppen« gelten wegen ihrer Geschmacksverstärker als sehr ungesund. Statt Fertigsuppen oder Fertiggerichte zu kaufen rechnet es sich für die Gesundheit besser, wenn Suppen und Gerichte selbst zubereitet werden.

    Jeweils zu Wochenbeginn wird ein Speiseplan erstellt, die Lebensmittel eingekauft und daraus dann jeweils am Vorabend des kommenden Tages das gewünschte Gericht zubereitet. Die Zubereitung am Abend des Vortages spart Zeit. Sollte dennoch Zeitmangel herrschen ist es sinnvoll zur Mittagszeit sich nicht für die Currywurst, sondern für einen Gemüseburger oder Salat zu entscheiden. Viele Restaurants, Pommesbuden und Dönerläden bieten auch gesunde Speisen ein, die eine positive Auswirkung auf die Gesundheit haben.

    Bild: © Depositphotos.com / kingkonglive

  • Verzicht auf Zucker lohnt sich

    Verzicht auf Zucker lohnt sich

    Der Zucker gilt als einer der Hauptverursacher von Krankheiten unserer modernen Welt. Vor allem für Diabetes Typ-2, Herzkrankheiten, Krebs, AHDS, Karies, Bluthochdruck, Übergewicht und Fettleibigkeit zeichnet sich der süße Stoff verantwortlich. Besonders Krebszellen nutzen Zucker als Energiequelle, weshalb mit einem Verzicht auf die süßen Kristalle das Risiko an Krebs zu erkranken minimiert werden kann.

    In Deutschland erzielt die Süßwarenindustrie einen Jahresumsatz von 13 Milliarden Euro und verkauft jedes Jahr rund 3,6 Millionen Tonnen Süßigkeiten, die bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gleichermaßen beliebt sind.

    Nach dem Ernährungsbericht 2008 der Deutschen Gesellschaft für Ernährung beläuft sich der Zuckerkonsum bei Kindern mit Stand 2008 auf durchschnittlich 25 Kilogramm pro Jahr und sind 8 Kilogramm mehr als 1985. Der Zuckerkonsum von uns Deutschen beläuft sich nach den Daten der Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker auf 35 Kilogramm jährlich und entspricht einer Zuckeraufnahme von 100 Gramm am Tag. Die Empfehlungen liegen bei maximal 50 Gramm täglich. Ein überhöhter Zuckerkonsum ist mitverantwortlich für Fettleibigkeit und Insulinversagen. Selbst Depressionen können durch Zucker ausgelöst werden, wenn der Blutzuckerspiegel dauerhaft schwanken sollte.

    Auf Zucker verzichten und ungesunde Ernährung abstellen

    Der Verzicht auf Zucker ist der erste Schritt hin zu einer gesunden Ernährung, die jedoch nicht so leicht fällt. Denn die leckeren Kristalle können eine starke Abhängigkeit auslösen und es kann bis zu drei Monate dauern bis der Körper sich darauf eingestellt hat nicht mehr regelmäßig mit Zucker versorgt zu werden. Eine Zuckersucht zu besiegen, bedeutet vor allem dann eine Herausforderung, wenn die Ernährung bislang aus zuckerhaltigen hochverarbeiteten Lebensmitteln bestand.

    Die Streichung des Zuckers vom Speiseplan hat unmittelbare Konsequenzen auf die persönliche Ernährung. Das süße Mittel befindet sich in zahlreichen Lebensmitteln, weshalb eine Verbannung für so manchen schmerzhaft sein kann, wenn er zum Beispiel auf seine Lieblingskekse oder Nutella verzichten muss. In Ketchup, Joghurt, Brot, Gebäck, Schokolade, Kaffeepulver, Pudding und vielen weiteren Lebensmittel ist Zucker enthalten. Das Lesen der Zutatenliste auf der Verpackung gibt Auskunft über den Zuckergehalt des Lebensmittels.

    Wer beginnt gezielt auf Zucker zu verzichten, sollte mit vier Wochen anfangen, um den Körper an die neue Lebensweise zu gewöhnen. Ein Niederländer mit Namen Sacha Harland zeigte in einem Experiment welche Folgen der einmonatige Zuckerverzicht auf sein Leben hatte. Wie er berichtete, fühlte er sich durch den Verzicht auf Zucker besser und Ärzte stellten eine deutliche Verbesserung seiner vitalen Werte fest. Sein Körpergewicht konnte er reduzieren, der Fettanteil fiel geringer aus und der Blutdruck war deutlich niedriger als vor der Ernährungsumstellung.

    Im Rahmen einer zuckerfreien Ernährungsumstellung sollte komplett auf zuckerhaltige Lebensmittel verzichtet werden. Vor dem Zuckerverzicht ist es empfehlenswert einen Ernährungsberater zu konsultieren, der eine Liste von zuckerfreien Lebensmitteln erstellen und einen gesunden Ernährungsplan aufstellen kann. Erste spürbare positive Effekte des Zuckerverzichts sind wie der Niederländer beweist schon nach vier Wochen zu sehen. Der Körper und das Gehirn benötigen Zucker als Treibstoff, jedoch kann die erforderliche Energie auch aus Lebensmitteln bezogen werden, die kein Zucker beinhalten.

    Bild: © Depositphotos.com / digitex

  • Neuer Diät-Trend Dukan-Diät kommt nach Europa

    Neuer Diät-Trend Dukan-Diät kommt nach Europa

    Die Dukan Diät gelangt mit großen Schritten nach Europa und wurde vom französischen Arzt Dr. Pierre Dukan entwickelt. Das Konzept konnte sich in Frankreich mit Erfolg etablieren und soll über 5 Millionen Frauen dazu verholfen haben schlank zu werden. Die Dukan-Diät hat mittlerweile die Stars und Sternchen erreicht, wodurch die Medien auf das Diätkonzept aufmerksam wurden. Zu den Stars, welche auf diese Diät schwören, zählen Jennifer Lopez und Gisele Bündchen. Beide erreichten nach der Geburt ihrer Kinder ihr sportliches Aussehen und Gewicht innerhalb kurzer Zeit dank der Dukan-Diät wieder.

    Dukan-Diät verzichtet auf Kohlenhydrate

    Im Rahmen der Dukan-Diät wird zum Großteil sowohl auf Fett als auch Kohlenhydrate verzichtet und auf eine kalorienarme Ernährung geachtet. Im Gegenzug steht der Schwerpunkt auf eine sehr eiweißhaltige Ernährung und verhindert den Muskelabbau in Phasen des Heißhungers. Die gezielte Ergänzung der Nahrungsmittel mit Kleie verhindert Verstopfungen und der Darm soll besser arbeiten. Auf Obst, Gemüse und Getreide muss bei der Dukan-Diät verzichtet werden.

    Die Dukan-Diät wurde in die vier Phasen Attack-Phase, Cruising-Phase, Consolidation-Phase und Stabilisations-Phase aufgeteilt:

    Attack-Phase

    In der Attack-Phase, die 1 bis 10 Tage dauert, wird ausschließlich Nahrung mit hohem Eiweißanteil und sehr niedrigen Fettgehalt gegessen. Es kann aus einer Liste von 70 Lebensmitteln gewählt werden, die genossen werden dürfen. Zur Auswahl stehen vor allem mageres Fleisch, fettarme Milchprodukte, Haferkleie und Weizenkleie. Die Kleie darf nur in minimalen Mengen gegessen werden. Auf Zucker, Fett, Alkohol, Gemüse und Obst wird verzichtet.

    Cruising-Phase

    Die Cruising-Phase der Dukan-Diät dauert so lange bis das Zielgewicht erreicht wurde und Gewichtsverlust von 1 Kilo pro Woche sollten es mindestens sein. Der eiweißhaltige Speiseplan wird um Gemüse erweitert, dabei wird abwechselnd Eiweißkost und Gemüse gegessen. Die Auswahl ist auf bestimmte Gemüsesorten limitiert. Die Haferkleie-Menge steigt auf 2 Esslöffel pro Tag.

    Consolidation-Phase

    Die Konsolidierungs-Phase hat ihren Fokus auf das Halten des Gewichts und soll den berüchtigten Jojo-Effekt unterbinden. Je abgenommenen Kilogramm beläuft sich diese Phase auf jeweils zehn Tage.

    Auf dem Ernährungsplan steht die Proteinkost der ersten Phase, eine tägliche Obst-Portion, wenige kohlenhydrathaltige Speisen und zwei Scheiben Vollkornbrot. Beim Obst ausgeschlossen sind Bananen, Kirschen und Trauben. Wöchentlich dürfen zwei Genuss-Nahrungsmittel auf dem Plan stehen. Einmal wöchentlich gilt es nur Eiweißnahrung einzunehmen. Die Haferkleie-Menge wird erneut gesteigert.

    Stabilisationsphase

    Die Stabilisationsphase gilt dauerhaft und beinhaltet die Nahrungsmittel der ersten Phase und drei Esslöffel Haferkleie täglich.

    Effektive Diät aber gesundheitsgefährdend

    Die Dukan-Diät gilt als effektiv, weil innerhalb relativ kurzer Zeit das angepeilte Zielgewicht erreicht werden kann. Der Erfinder des Diät-Konzepts empfiehlt während der Diät eine ausreichende Menge Wasser zu trinken, damit der Stoffwechsel auf Grund der erhöhten Zufuhr an Proteinen eine Entlastung erfährt. Der Verzicht auf Obst und Gemüse wird von vielen Ernährungsexperten als kritisch gesehen. In Früchten und Gemüse sind wichtige Inhaltsstoffe wie Vitamine enthalten, die der Körper benötigt.

    Das französische Bundesministerium für Ernährung hat die Dukan-Diät als gesundheitsgefährdend eingestuft. Die Nachteile dieses Diätkonzepts sind die Hauptgründe für diese Einstufung. Nach Ansicht von Dr. Dukan würden die Vorteile die Nachteile jedoch ausgleichen. Vor allem für Personen mit Diabetes und Übergewicht sei die Dukan-Diät nach Einschätzung ihres Erfinders geeignet.

    Bild: © Depositphotos.com / alex9500

  • 177 Millionen Menschen mit Übergewicht bis 2025

    177 Millionen Menschen mit Übergewicht bis 2025

    Die Zahl der Übergewichtigen und Fettleibigen wird nach einem Bericht der Deutschen Adipositas Gesellschaft (DAG) bis zum Jahr 2025 auf weltweit 177 Millionen Menschen steigen, wenn keine Maßnahmen zur Verhinderung dieser Entwicklung in Angriff genommen werden. Insgesamt wird es in zehn Jahren insgesamt 2,7 Milliarden Menschen auf dem Globus geben, die übergewichtig sind und davon würden rund 177 Millionen, die an einem schweren Übergewicht leiden und eine Therapie erfordere. In Deutschland sind 33 Prozent der Männer und jede zweite Frau von Übergewicht betroffen.

    Übergewicht erhöht Risiko zahlreicher Krankheiten

    Als Übergewicht gilt ein Body-Mass-Index ab 25 und Fettleibigkeit besteht ab einem BMI-Wert von 30. Das Risiko eine Krankheit, wie Diabetes Typ 2, Herzkrankheiten, Schlaganfall oder Krebs zu erleiden, steigt mit dem Körpergewicht. Je höher das Körpergewicht ist, desto stärker steigt das Risiko eine der genannten Krankheiten zu bekommen. Allein in Deutschland sind sechs Millionen Menschen von Diabetes Typ 2 betroffen. In einem Zeitraum von 35 Jahren kam es zu einer Verzweifachung der Prävalenz von Adipositas und ist dem Bericht zufolge eine erschreckende negative Tendenz auf unserem Planeten. Gegen diese Entwicklung müssen von Seiten der Regierungen entsprechende Maßnahmen erlassen werden.

    Politik ist gefragt

    Die Politik ist zur Lösung des Problems der weltweit wachsenden Adipositas und den damit verbundenen Risiken für die Gesundheit der Menschen aufgefordert. Die DAG empfiehlt wirksame Präventionsmaßnahmen. Als ersten Punkt ein Werbeverbot von Lebensmitteln mit einem hohen Fettanteil oder Zuckergehalt, deren Zielgruppe vor allem Kinder und Jugendliche sind. Das Werbeverbot sollte im Kinder- und Jugendschutzgesetz verankert werden. Besonders die Werbung der Fasfood-Ketten und Süßwarenhersteller verleiten junge Menschen dazu fettreiche oder zuckerhaltige Nahrung zu kaufen.

    Die zweite Präventionsmaßnahme sieht verpflichtende Qualitätskriterien in Kindergärten und Schulen aller Bundesländer in der Ernährung vor. Die dritte vorbeugende Maßnahme sieht die Vergünstigung gesunder Lebensmittel durch Subventionen vor, während ungesunde Nahrungsmittel per Zucker-Fett-Steuer verteuert werden sollten. Der vierte präventive Schritt beschäftigt sich mit der Bewegung. Mindestens einmal pro Tag sollten sich Schüler an jeder Schule bewegen und so dem herrschenden Bewegungsmangel entgegenwirken.

    Gesundheitsfördernde Kommunen und Lebenswelten sollten auf Empfehlung der DAG geschaffen werden. In den Regelleistungskatalogen der Krankenkassen sollten Gewichtsmanagementmaßnahmen aufgenommen werden, um übergewichtige Menschen dabei zu unterstützen gesünder zu leben.

    Gesunde Ernährung und Sport

    Eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung sind der Schlüssel zu einer Reduzierung des Übergewichts. Das Übergewicht kann mittels einer Ernährungsumstellung und Sport langsam gesenkt werden. Das körperlich wie seelische Wohlbefinden steigt mit jedem verlorenen Kilogramm Körpergewicht. Wer sich gesund ernährt und sich sportlich betätigt, lebt nicht nur länger. sondern hat einfach mehr Lebensfreude.

    Die Krankenkassen bezuschussen die Teilnahme an Fitnesskursen und Diätprogrammen. Im Rahmen einer Ernährungsumstellung ist die Inanspruchnahme einer Ernährungsberatung sehr hilfreich. Der Verzicht auf zuckerhaltige Getränke, fettreiche Nahrung und allgemein ungesunde Lebensmittel kann sich langfristig positiv auf das gesamte Lebens auswirken.

    Bild: © Depositphotos.com / lightpoet

  • Warum war abnehmen früher einfacher als heute?

    Warum war abnehmen früher einfacher als heute?

    Nach dem Krieg waren alle Menschen zwangsläufig schlank, denn die Vergabe von Lebensmitteln war durch Lebensmittelkarten stark begrenzt, und wer nicht zum „Hamstern“ fahren konnte, der musste sich mit dem begnügen, was da war, und das war sehr wenig. Erst nach der Währungsreform und mit dem Wirtschaftswunder legten die Deutschen wieder an Gewicht zu, heute, 70 Jahre später, sind 59 % der Frauen und 79 % der Männer in Deutschland zu dick. Was aber erstaunlich ist, das ist die Tatsache, dass es heute deutlich schwerer ist, abzunehmen, als das noch in den 1980er Jahren der Fall war. Woran liegt das und warum fällt es 2015 bei der gleichen Anzahl an Kalorien und mit der gleichen sportlichen Aktivität so schwer, Gewicht zu verlieren?

    Eine neue Studie

    Warum es heute schwerer ist abzunehmen als noch vor 30 Jahren – diesem Phänomen wollten kanadische Wissenschaftler auf die Spur kommen und begannen vor 35 Jahren mit einer Langzeitstudie. Für diese Studie der York-Universität in Toronto wurden 36.000 Menschen zu ihren Essgewohnheiten befragt und von 14.000 dieser Studienteilnehmer wurden zudem die sportlichen Aktivitäten in diesem Zeitraum dokumentiert. Für die Studie war unter anderem die Zahl der Kalorien relevant, aber auch das Verhältnis der sogenannten Makronährstoffe wie Kohlehydrate, Proteine und Fett. Als die Studie jetzt ausgewertet wurde, kam es zu einem verblüffenden Ergebnis, denn der Body-Mass-Index der Studienteilnehmer steigt sowohl was die Menge an Kalorien als auch was die Menge an Kohlehydraten angeht, zwischen 10 % und 14 % an. Der Anteil an Fett und Proteinen schrumpfte hingegen um bis zu 9 %. Allerdings wurden die Studienteilnehmer im Verlauf der Jahre immer sportlicher, dieser Wert stieg bei den Männern um 47 %, bei den Frauen sogar um 120 % an. Erstaunlich ist aber, dass der Body-Mass-Index kontinuierlich gestiegen ist und der Sport es nicht geschafft hat, das Plus an Kalorien auszugleichen.

    Die Auswahl ist größer geworden

    Ein Grund, warum es heute schwerer ist abzunehmen als noch vor 35 Jahren, ist das übergroße Angebot an Nahrungsmitteln. Zwar musste auch in den 1980er Jahren niemand darben, aber das Angebot heute ist immens groß. Dazu kommt, dass sich die Esskultur in diesem Zeitraum komplett verändert hat, denn Essen ist in jeder Form, rund um die Uhr für jeden verfügbar. Es gibt immer mehr Menschen, die bewusst oder ungewollt alleine leben, und für diese Gruppe kommen mehr und mehr Fertiggerichte auf den Markt, die zu viele Kalorien und zu wenig Nährwerte haben. Süßigkeiten werden in einer riesigen Menge in jedem Supermarkt angeboten und auch die wachsende Zahl der Fast Food Restaurants ist mit ein Grund, warum das Abnehmen heute deutlich schwerer ist als früher.

    Der Körper hat sich angepasst

    Der Mensch ist bekanntlich ein Gewohnheitstier und der Körper passt sich an alle Lebenslagen problemlos an. So ist die kanadische Studie auch zu dem Ergebnis gekommen, dass sich zum Beispiel die Darmflora der Probanden im Verlauf dieser 35 Jahre verändert hat, um die neuen Nahrungsmittel verarbeiten zu können, die es heute gibt. Das Leben heute unterscheidet sich aber auch in anderen Bereichen von dem Leben, das die Menschen in den 1980er Jahren geführt haben. Der berufliche Stress ist gewachsen, was in der Folge zu einem veränderten Schlafverhalten führt, das alltägliche Leben ist hektischer geworden, der Leistungsdruck ist permanent gestiegen und schon Kinder müssen sich heute einem veränderten Lebensrhythmus anpassen. In den Nahrungsmitteln von heute sind zudem immer mehr schädliche Stoffe zu finden, die den Körper zwingen, sich umzustellen, um damit fertig zu werden.

    Abnehmen ist mehr als nur Kalorien zählen, abnehmen setzt damals wie heute auch Disziplin voraus und den Mut, die Einstellung zum Essen und zur Nahrung radikal zu ändern.

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  • Vorsicht vor Lebensmitteln in Kunststoffverpackungen

    Vorsicht vor Lebensmitteln in Kunststoffverpackungen

    Der Einkauf im Supermarkt kann ein Risiko für die Gesundheit bedeuten, zumindest dann, wenn abgepackte frische Lebensmittel wie Salat, Eier oder Fleisch in Plastikverpackungen erworben werden. Die Kunststoffverpackung enthalten Chemikalien wie Bisphenol A, Pestizide und Weichmacher.

    Es handelt sich dabei um hormonell wirksame Stoffe, die neben Plastikverpackungen auch in Kassenbons und Konservendosen enthalten sind. Befinden sich diese Stoffe im Körper, so beeinflussen sie das Hormonsystem und damit verbunden den gesamten Stoffwechsel. Schon jahrelang gibt es Warnungen seitens der Forschung bezüglich des Zusammenhangs zwischen hormonellen Schadstoffen und dem verstärkten Auftreten zahlreicher Krankheiten.

    Die amerikanische Gesellschaft für Endokrinologie analysierte 1300 Studien und konnte diesen Zusammenhang untermauern. Die künstlichen Chemiekalien sollen sich dem Ergebnis zufolge für Krankheiten wie Unfruchtbarkeit, Diabetes, Fettleibigkeit und gewisse Krebsarten verantwortlich zeichnen. Einen hohen Bekanntheitsgrad haben die hormonell wirksamen Stoffe Weichmacher, Bisphenol A und Pestizide. In den Körper können sie über die Haut oder Nahrung eindringen. Bei Tierversuchen führte eine Belastung mit Chemikalien wie Bisphenol A im späteren Verlauf zu einer Steigerung des Gewichts und einer gestiegenen Insulinresistenz. Dies sind beides Risikofaktoren für Diabetes Typ 2.

    Auf Grund der Ergebnisse der untersuchten Studien empfehlen Experten auf gefährliche Chemikalien zu verzichten. Sie raten Plastikflaschen durch Glasflaschen zu ersetzen, den Verbrauch plastikverpackter Lebensmittel zu reduzieren und Verbraucher sollten auf Inhaltsstoffe kosmetischer Produkte achten. Auf keinen Fall sollte Geschirr aus Kunststoff weder in der Spülmaschine noch Mikrowelle erwärmt werden. Denn durch die Hitze würden Schadstoffe austreten und die Nahrung infizieren.

    Im Rahmen des wöchentlichen Lebensmitteleinkaufs sollten vorwiegend frische unverpackte Nahrungsmittel gekauft werden. Der Verzicht auf Kunststoffverpackungen und Plastiktüten hat auch positive Auswirkungen auf die Umwelt. Die Anzahl der Supermärkte, die auf Plastiktüten verzichten und stattdessen Tüten aus Recyclingpapier anbieten, nimmt immer weiter zu. Frische Lebensmittel können gekauft und in Rücksprache mit Mitarbeitern des Supermarktes auch in eigene Behältnisse, wie Metalldosen untergebracht werden.

    Der Anbau eigener Lebensmittel ist eine Alternative zum Einkauf im Supermarkt, aber nicht immer ist die Möglichkeit eines Gartens gegeben. Für diesen Fall gibt es Lieferdienste, die sich auf die Lieferung frischer Lebensmittel innerhalb eines bestimmten Umkreises spezialisiert haben. Die Kosten für die Inanspruchnahme eines Frischelieferdienstes sind gegenüber dem Lebensmitteleinkauf im Supermarkt nur minimal höher oder sogar gleich. Die Nahrungsmittel werden online oder telefonisch bestellt und anschließend direkt nach Hause geliefert.

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