Schlagwort: Leberzirrhose

  • Das verrät die Augenpartie

    Das verrät die Augenpartie

    Die Augenpartie ist in erster Linie für unser Sehvermögen verantwortlich, doch in Wahrheit hat sie noch viel mehr drauf. Das betrifft den gesundheitlichen Aspekt, sodass im besten Fall ein Arztbesuch überflüssig ist. Die Hinweise der Augen geben Auskunft über mögliche Mangelerscheinungen oder Krankheiten, man kann sie sozusagen von den Augen ablesen. Natürlich ersetzt dies keine ärztliche Diagnose, doch das eine oder andere Hausmittel kann durchaus helfen. Und dann erspart man sich nicht nur Zeit, sondern auch Geld für eventuelle Medikamente. Wer sich bei einer Sache völlig unsicher ist, der sollte freilich direkt beim Hausarzt erscheinen.

    Man verliert Augenbrauenhaare oder Wimpern

    Ab und an kann sich schon mal ein Haar verabschieden, wenn es allerdings verstärkt dazu kommt, dann könnte es an einem Nährstoffmangel oder an Stress liegen. Vor allem der berufliche Alltag verlangt einem in der Regel viel ab. Eine zweite Möglichkeit wäre eine Unterfunktion der Schilddrüse, die in so einem Fall zu wenig Hormone produziert.

    Das Augenweiß weißt eine gelbliche Verfärbung auf

    Ein gelblicher Stich im Augenweiß ist ein Anzeichen für eine Lebererkrankung. Darunter fallen unter anderem Leberzirrhose und Hepatitis. Der Körper kann sich nicht mehr richtig entgiften. Findet man hingegen einen um die Regenbogenhaut gebildeten gelben Ring, dann sind meist die Cholesterinwerte zu hoch.

    Starke Tränensäcke

    Bei diesem Phänomen ist Wassereinlagerung die Ursache. Die Nieren haben Probleme und schaffen es nicht mehr, dass der Körper das Wasser „abpumpen“ kann.

    Gerstenkorn

    Hinter dem Begriff versteht man eine Entzündung am Augenlid, die Folge einer verstopften Talgdrüse ist und Schmerzen verursacht. Im Regelfall verschwindet diese innerhalb weniger Tag ganz automatisch wieder. Sollte es aber nicht so sein, dann ist ein Arztbesuch unausweichlich.

    Sehstörungen – Doppelt sehen

    Bei einem plötzlichen Sehverlust ist unverzüglich ein Mediziner aufzusuchen. Sieht man nämlich alles doppelt oder verschwommen, dann könnte es ein Anzeichen eines Schlaganfalls sein. Und damit ist nicht zum Spaßen, deshalb lieber rechtzeitig abchecken lassen.

    Verengte Blutgefäße

    Besteht dieses Symptom, dann deutet es auf eine schlechte Durchblutung hin. Möglicherweise ist man sogar ein Risikopatient, sodass die Gefahr eines Schlaganfalls oder Herzinfarktes deutlich höher ist. Bei Blutpunkten wieder ist eine Untersuchung auf Diabetes zu machen, sie sind nämlich ein typisches Zeichen dafür.

  • Selten, aber gefährlich – der Gallenblasenkrebs (Gallenblasenkarzinom)

    Selten, aber gefährlich – der Gallenblasenkrebs (Gallenblasenkarzinom)

    Im Vergleich zu anderen, auch medial deutlich präsenteren, Krebsarten handelt es sich beim Gallenblasenkrebs um eine eher seltene Erkrankung, die zudem bisher wenig erforscht wurde. Fest steht jedoch, laut den aktuellen Forschungsergebnissen, dass das Risiko, an Gallenblasenkrebs zu erkranken, vor allem ab 50 steigt. Wissenschaftler untersuchen hier immer wieder den Zusammenhang zwischen chronischen Entzündungen der Gallenwege und dem Wachstum von Tumoren. Zudem stehen auch Infektionen mit Hepatitis C, HIV und die klassische Leberzirrhose im Verdacht, die Entstehung der Krankheit zu begünstigen.

    Erst vor Kurzem wurde auch bestätigt, dass das Rauchen das eigene Risiko, an Gallenblasenkrebs zu erkranken, steigern kann.

    Gibt es besondere Risikogruppen für das Gallenblasenkarzinom?

    Aufgrund der Tatsache, dass es sich beim Gallenblasenkrebs um eine Krebsart handelt, die noch vergleichsweise wenig erforscht wurde, dauern die Untersuchungen in diesem Bereich an. Fest steht dennoch, dass die bösartigen Tumore im Bereich der Gallenblase etwas häufiger bei Frauen als bei Männern auftreten. Anders verhält es sich jedoch mit Hinblick auf Tumore in den Gallenwegen. Hier sind die Männer öfter betroffen.

    Kann dem Gallenblasenkrebs aktiv vorgebeugt werden? – Nein, umso mehr aber seinen Ursachen!

    Laut dem aktuellen Stand der Forschung kann niemand der Entstehung dieser Krebsart aktiv vorbeugen. In der Regel entsteht der Gallenblasenkrebs langsam und auf der Basis eines langjährigen Gallensteinleidens. Genau Letzterem kann jedoch mit Hilfe:

    • einer gesunden Ernährung
    • einem ausgeglichenen Lebensstil
    • des Haltens des körpereigenen Idealgewichts

    vorgebeugt werden. Dennoch: Vorsorge- oder Früherkennungsuntersuchungen existieren in diesem Bereich nicht. Es besteht also lediglich die Chance, das Risiko für Gallenerkrankungen im Allgemeinen zu reduzieren. Immerhin bestehen Gallensteine fast komplett aus Cholesterin. Eine Verbindung zwischen der Ernährung der Patienten und der Krankheit ist damit definitiv gegeben. Wer hier schon in der Jugend frühzeitig ansetzt und auf eine ausgeglichene Ernährung baut, verfügt über gute Voraussetzungen, auch im Alter nicht unter Gallenbeschwerden leiden zu müssen.

    Mit Hinblick auf die erwähnten Gallensteine gilt jedoch dasselbe wie in Bezug auf den gefürchteten Gallenblasenkrebs: die Symptome bleiben oftmals aus. Auch die Steine werden daher oft erst im Rahmen von Routineuntersuchungen festgestellt.

    Das sind die typischen Symptome für Gallenblasenkrebs

    Das Gefährliche am Gallenblasenkrebs ist die Tatsache, dass die Betroffenen erst vergleichsweise spät über Beschwerden klagen. Wird ein Tumor schlussendlich entdeckt, ist dieser oftmals schon vergleichsweise groß und unter Umständen entsprechend schwer zu behandeln.

    So deutet beispielsweise ein Rückstau der Galle auf die Erkrankung in Kombination mit einer geringen Bilirubinausscheidung hin. Weitere Anzeichen, die unter anderem auch mit dem Bilirubinwert zusammenhängen, sind unter anderem:

    • eine Gelbfärbung der Haut und den Augen
    • Jucken der Haut
    • Stuhl- und Urinverfärbungen
    • Bauchschmerzen
    • Übelkeit.

    Aufgrund der Tatsache, dass die besagten „typischen Symptome“ für Gallenblasenkrebs jedoch auch auf andere Erkrankungen hindeuten können, müssen mehrere Untersuchungen die Diagnose untermauern. Eine röntgenologische Darstellung spielt hier ebenso eine Rolle wie Ultraschall, CT oder MRT.

    Wie wird ein diagnostizierter Gallenblasenkrebs eigentlich behandelt?

    Je nachdem, wie weit der Krebs bereits fortgeschritten ist, gestaltet sich entsprechend auch die Therapie. So sind Operationen vor allem dann das Mittel der Wahl, wenn der Tumor noch nicht allzu groß ist und sich scharf vom Rest des Gewebes abgrenzen lässt. Je nach Lage ist es hier jedoch unter Umständen nötig, einen Teil der Leber zu entfernen.

    Die schlechte Nachricht: wird der Tumor jedoch zu spät erkannt, kann der Gallenblasenkrebs oftmals nicht mehr geheilt werden. Aus medizinischer Sicht geht es dann vor allem darum, den Patienten vor allzu großen Schmerzen zu bewahren und die Beschwerden in jeder Hinsicht entsprechend zu lindern.

    Nicht jeder Mensch, der unter Gallenblasenkrebs leidet, kann jedoch auch operiert werden. Hier gilt es dann in jedem Falle, die ansonsten gestauten Gallenwege zu entlasten. Parallel dazu empfehlen viele Mediziner eine Chemotherapie, wenn der Patient ansonsten über keine gesundheitlichen Einschränkungen verfügt und belastbar ist.

     

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  • Lebererkrankungen – Warnzeichen

    Lebererkrankungen – Warnzeichen

    Alkohol, zu fettreiche Speisen sowie Viren sind Giftstoffe, die zu einer Erkrankung der Leber führen können. Achten Sie deshalb auf erste Anzeichen! Bleiben Lebererkrankungen lange Zeit unbemerkt, kann dies auf die Dauer zu erheblichen Schäden führen – bis zum totalen Versagen des Organs. Warnzeichen für Lebererkrankungen sind wie im folgenden Artikel beschrieben erkennbar.

    Ständige Herausforderungen führen enorme Schäden an der Leber herbei

    Die Leber des Menschen arbeitet für die Gesunderhaltung des Organismus auf Hochtouren. Sie ist maßgeblich am

    • Ausfiltern gefährlicher Giftstoffe aus dem Blut
    • Produzieren von Galle zur Verdauung
    • Sammeln von Nährstoffen im Organismus

    beteiligt. Zusätzlich ist die menschliche Leber zuständig für einen funktionierenden Hormonhaushalt. Im Normalfall kann nichts die menschliche Entgiftungszentrale schnell außer Kraft setzen. Die Leber ist ein relativ robustes Organ, das sich recht flott von Überanstrengungen erholt. So kann beispielsweise bei einer Beschädigung eines Teils der Leber durch einen Unfall die zweite Hälfte die komplette Leistung übernehmen. Im Laufe der Zeit wächst die Leber wieder nach. Trotzdem sind die Selbstheilungskräfte der menschlichen Leber nicht unbegrenzt.

    Erste Anzeichen für eine Erkrankung der Leber

    Personen, die tagsüber vermehrt eine starke Müdigkeit sowie eine nachlassende Leistung bei sich feststellen, sollten unbedingt einen Arzt aufsuchen und ihre Leberwerte kontrollieren lassen. Beide Phänomene können erste Anzeichen für eine Erkrankung der Leber – unter anderem eine Fettleber oder auch Leberzirrhose – sein. Ein weiteres Anzeichen für eine Lebererkrankung kann in Kopfschmerzen bestehen. Diese treten immer dann auf, wenn bei der menschlichen Leber eine Überforderung mit der Hormonhaushalt Steuerung auftritt. Auslöser ist ein Verkrampfen der feinen Blutgefäße.

    Zahlreiche Anzeichen einer Lebererkrankung nicht präzise zuzuordnen

    Eine Vielzahl von Anzeichen, die auf eine Erkrankung der Leber hinweisen, lassen sich jedoch nicht genau zuordnen. Hierunter fallen unter anderem

    • Appetitverlust
    • Auftretender Juckreiz
    • Druckgefühl im rechten Oberbauch
    • Leicht auftretende Bildung blauer Flecken
    • Starke Gewichtsveränderungen

    Eine erkrankte Leber verursacht jedoch nie direkte Schmerzen, da die Krankheiten im inneren Bereich der Leber entstehen. Hier befinden sich keine Nervenzellen, welche in der Lage sind, Schmerzsignale auszusenden. Erst bei einer starken Vergrößerung der Leber nehmen Anzeichen der Erkrankung durch Überdehnung und ein Drücken zu. Daraus resultieren dann Schmerzen.

    Gehäuft auftretende Ursachen für eine Erkrankung der Leber

    Sehr oft zeichnen Viren für die Auslösung von Entzündungen im Bereich der Leber verantwortlich. Eine Hepatitis kann abhängig vom Erreger chronisch werden. Auch ein Zuviel an Alkohol ist für die Leber nicht förderlich. Für Männer gilt ein tägliches Höchstmaß von

    • 400 ml Weingenuss oder
    • 800 ml Biergenuss.

    Frauen sollen hiervon pro Tag jeweils nur die Hälfte trinken. Im Normalfall wird der Giftstoff durch die Enzyme abgebaut. Liegt ein hoher Alkoholkonsum vor, tritt allerdings eine Überforderung der Entgiftungszentrale auf. Die Folge sind das Einlagern schädlicher Abbauprodukte und die Entstehung einer Fettleber. Hieraus kann sich eine Zirrhose bilden.

    Aber auch verschiedene Medikamente, beispielsweise Paracetamol, können diese schädlichen Wirkungen – bei einer längerfristigen Überdosierung – hervorrufen. Die Leber ist nicht mehr in der Lage, die schädlichen Stoffe zu filtern. Diese verbleiben im Organismus und rufen Krankheiten hervor. Schlimmstenfalls kommt es zur Krebserkrankung.

    Anzeichen für Erkrankung der Leber: Gelbfärbung der Haut

    Ein erstes Anzeichen für eine ernsthafte Erkrankung der Leber ist in einer gelben Färbung der Haut und der Augen zu sehen. Dafür verantwortlich ist das Bilirubin. Dies wird normalerweise vom Körper ausgeschieden. Wenn die Leber allerdings nicht korrekt arbeitet, kommt es zu einem Stau von Bilirubin im Organismus. Erste Ablagerungen finden sich in den Augen. Bei einer Verdopplung des Wertes finden diese auch in der Haut statt. Ein weiteres Anzeichen besteht in einem quälend auftretenden Juckreiz am gesamten Körper.

    Bei Verdacht auf Lebererkrankung ärztliche Untersuchung anstreben

    Besteht ein Verdacht auf eine Erkrankung der Leber, sollte ein Bluttest durchgeführt werden. Dieser ist kostenpflichtig. Erweist sich der Verdacht jedoch als begründet, ist der Bluttest kostenfrei für den Patienten. Bei dieser Untersuchung werden unter anderem die Enzyme in der Leber und der Bilirubin-Gehalt gemessen.

    Bild: © Depositphotos.com / sciencepics

  • Gefährliche Blitzdiäten – schlank sein um jeden Preis?

    Gefährliche Blitzdiäten – schlank sein um jeden Preis?

    Zu wenig Bewegung und zu viel günstiges, ungesundes Essen sorgen dafür, dass Europas Bürger in den vergangenen Jahren stetig in die Breite gegangen sind. Selbst die WHO schlug im vergangenen Jahr Alarm und vermeldete für einige Länder, dass 2030 voraussichtlich kaum noch jemand normalgewichtig sein wird. Demnach werden fast die Hälfte aller Frauen und knapp zwei Drittel der Männer Übergewicht haben, besonders schlimm steht es dabei um Irland. Eine positive Entwicklung ist hingegen in den Niederlanden zu sehen. In Deutschland steigt die Anzahl der Übergewichtigen laut WHO ebenfalls, hierzulande sollen 2030 etwa 47 Prozent der Frauen (2010 waren es 44 Prozent) und 65 Prozent der Männer (2010 waren es 62 Prozent) übergewichtig sein. Weitere Details können beispielsweise bei der Wirtschaftswoche nachgelesen werden.

    Schnell und einfach – klappt das Abnehmen auf diesem Weg wirklich?

    Es überrascht bei diesen Zahlen kaum, dass viele Menschen sich um eine Gewichtsabnahme bemühen, nur selten wird dafür jedoch der gesunde und langfristige Weg gewählt. Viel verlockender sind hingegen die sogenannten Blitzdiäten, die mit schnellen Abnahmen locken und gleichzeitig eine Diät ohne Genusseinbußen versprechen. Wo eigentlich gesunde Ernährung und viel Bewegung auf dem Programm stehen sollten, wird das Essen stattdessen radikal gestrichen oder zu eher fragwürdigen Hilfsmitteln gegriffen. Vorbild sind hierbei oftmals die Hollywood-Stars, die nicht selten zwischen Über- und Untergewicht hin- und herpendeln, je nachdem, ob gerade ein Auftritt auf dem roten Teppich ansteht oder eben nicht. Auch der Einsatz verschreibungspflichtiger Medikamente oder sonstiger „Wunderpillen“, die sich auf dem Markt zahlreich tummeln, werden vielfach genutzt, um das Fett auf den Hüften schmelzen zu lassen.

    Die sogenannten Blitz- oder auch Crashdiäten sorgen in der Regel zwar tatsächlich für Erfolge, diese sind jedoch oft nur von kurzer Dauer und bringen zudem einige nicht zu unterschätzende Gefahren mit sich. Ernährungsberaterin Sonja Mannhard warnt, dass die Magerkuren den Körper unter Stress setzen und das System von Hunger und Sättigung durcheinander bringen. Dementsprechend sei es sehr viel besser, vor und während des Abnehmens seinen Körper und dessen Signale kennenzulernen.

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    Absurde und gefährliche Diäten im Trend

    Neben etlichen mehr oder weniger etablierten Diäten wie der Paleo- oder auch Steinzeit-Diät, der Low-Carb-Diät oder der Atkins-Diät, schaffen es Jahr für Jahr etliche neue Varianten auf den Markt. Viele von ihnen sind Modediäten und als solche nicht medizinisch untersucht. Sie versprechen meist eine ganz neue, bequeme oder besonders schnelle Art des Abnehmens, sind oftmals aber nicht ganz ungefährlich und schaden mehr als dass sie helfen. Der folgende Auszug zeigt, wie unterschiedlich es dabei zugehen kann – gleichzeitig wird aber auch deutlich, dass im Grunde nahezu jede Crashdiät ihre Schattenseite hat.

    • Asthmaspray-Diät

    Angeblich soll Asthmaspray die Fettverbrennung anregen, indem es die Körpertemperatur erhöht. Tatsächlich gelten die enthaltenen Beta-2-Sympathomimetika als Anabolika und werden dementsprechend auch zum Doping genutzt, in hoher Dosierung wirken sie fettabbauend und muskelaufbauend. In den für Asthmatikern üblichen Dosen lässt sich dies in der Regel allerdings nicht erreichen, sodass sie zum Abnehmen nicht geeignet sind. Stattdessen haben sie insbesondere in hoher Dosierung massive Nebenwirkungen wie Muskelzittern und -krämpfe, Kopfschmerzen oder einen unregelmäßigen und schnelleren Herzschlag. Menschen, die ohnehin schon ein vorgeschädigtes Herz haben, begeben sich so mitunter sogar in Lebensgefahr.

    • Abführmittel-Diät

    Die Abführmittel-Diät funktioniert ganz einfach: Ein Mittel wie beispielsweise Glaubersalz wird eingenommen, nach dem automatisch ein abführender Effekt stattfindet. Danach fühlen sich die „Abnehmenden“ leichter und der Bauch ist flacher. Bei dieser Diät verlässt die Nahrung den Körper schneller, als dass dieser Energie herausziehen kann. Beliebt ist diese Form der Diät gerade bei jungen Mädchen, die sich über diese und weitere fragwürdige Tipps in Abnehm-Foren online austauschen. Wer seine Verdauung jedoch vorzeitig beschleunigt, kann auf diesem Weg nicht dauerhaft abnehmen. Allein schon deshalb, weil die betreffende Person nicht lernt, wie eine ausgewogene und richtige Ernährung funktioniert. Nach einem Absetzen des Abführmittels wird es daher schnell wieder zu dem bekannten Jojo-Effekt kommen. Wer darüber hinaus dauerhaft zu Abführmitteln greift, provoziert Störungen des Wasser- und Elektrolythaushalts, vor allem die großen Kaliumverluste sind hierbei zu nennen. Ebenso könnte der Körper früher oder später unter Nährstoffmangel leiden. Zwar wird die Waage zunächst tatsächlich weniger Körpergewicht anzeigen, dies wird aber vor allem am Wasserverlust liegen und spätestens am Ende der Kur folgt eine erneute Gewichtszunahme.

    • Rohkost-Diät

    Generell ist der Genuss von Rohkost nicht unbedingt negativ, immerhin ist rohes Gemüse gesund und sättigt meist besser als die gekochte Variante, da Gemüse viel Wasser enthält und es durch das Kochen viel Volumen einbüßt. Zudem muss rohes Gemüse länger gekaut werden, was ebenfalls für einen Sättigungseffekt sorgt.

    Quelle: Spiegel.de
    Quelle: Spiegel.de

    Dennoch gibt es auch Nachteile dieser Ernährungsform: Denn nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung leiden Rohköstler häufiger unter Nährstoffmangel, insbesondere Protein, Vitamin B12, D, B2, Kalzium und Zink sind davon betroffen. Grund dafür ist die Tatsache, dass auf Milchprodukte und Getreide verzichtet wird und auch kaum fettlösliche Vitamine zu sich genommen werden. Langfristig ist diese Ernährungsweise demnach nicht geeignet – an sich ist der Verzehr von Rohkost aber keineswegs schlimm und kann durchaus in den Alltag eingebaut werden, um hier und da eine Mahlzeit zu ersetzen oder täglich eine gewisse Menge gesundes Obst und Gemüse zu sich zu nehmen.

    • Bockwurst-Wodka-Diät

    Diese absurd klingende Diätvariante war laut Zeitzeugen bereits in der DDR beliebt. Getrunken wird hierbei sowohl morgens als auch abends ein kleines Glas Wodka, mittags ein großes. Dazu wird mittags außerdem eine Bockwurst gegessen. Angeblich werden auf diese Weise weniger Kalorien zu sich genommen als verbraucht werden, dementsprechend entsteht ein Gewichtsverlust. Eine solch unausgewogene Ernährung macht jedoch nicht dauerhaft schlank und schadet zudem noch der Gesundheit, denn der regelmäßige Alkoholkonsum kann abhängig und sogar krank machen – schlimmstenfalls kann das Trinken zu Leberzirrhose und einer Fettleber führen, aber auch Organe wie Bauchspeicheldrüse und Herzmuskel werden geschädigt. Nicht zuletzt könnte durch die einseitige Ernährung außerdem eine Mangelversorgung mit Nährstoffen entstehen.

    • Diäten der Hollywood-Stars

    Gefährliche-Blitzdiäten---schlank-sein-um-jeden-Preis4Gerade die Diven Hollywoods setzen so manches Mal auf gefährliche Diättrends, die zwar sehr effektiv, aber nur selten gesund sind. Laut Woman verlor Beyoncé beispielsweise innerhalb von wenigen Tagen vor dem Dreh des Films „Dreamgirls“ ganze neun Kilo. Dafür setzte sie auf das Master Cleanse System, bei dem 10 bis 45 Tage lang nur ein Getränk aus heißem Wasser mit etwas Zitronensaft, Ahornsirup und Cayennepfeffer getrunken wird. Die Methode ist durchaus gefährlich und provoziert regelrecht einen Jojo-Effekt, denn zwar ist die Flüssigkeitszufuhr hoch, doch der Körper hungert im Grunde. Gefährlich ist hierbei vor allem die Tatsache, dass die Stars als Vorbild herangezogen werden und insbesondere ihre jungen Fans beeinflussen.

    Crashdiät vs. gesunde Ernährung

    Gefährliche-Blitzdiäten---schlank-sein-um-jeden-Preis5Letztendlich ist festzuhalten, dass Crashdiäten zwar einen kurzfristigen Erfolg mit sich bringen, dauerhaft jedoch nur selten sinnvoll sind. Eine Veränderung der Gewohnheiten findet nicht statt, wenngleich eine Diät aber durchaus als kurzfristige Hilfestellung und Unterstützung in der Anfangsphase einer Ernährungsumstellung dienen kann. Hierbei sind es vor allem die schnellen Erfolge, die für Motivation und Durchhaltevermögen sorgen, langfristig betrachtet sollte im Anschluss jedoch eine echte Umstellung des Essverhaltens folgen. Eine solche nachhaltige Diät lebt laut des Fitnessexperten Peak.ag vor allem von drei Säulen – Motivation, Sport und Ernährung. Sie sind voneinander abhängig und bestimmen den Trainings- und Abnehmerfolg enorm. Wer Schwierigkeiten hat, einen ersten Einstieg in eine gesunde Diät zu finden, der kann sich außerdem an folgende Tipps halten:

    • Diättagebuch

    Viele Ernährungsexperten raten zu einem sogenannten Diättagebuch, in dem einfach alles aufgeschrieben wird, was konsumiert wird. So lässt sich die aktuelle Situation abschätzen und verbessern. Idealerweise werden die Aufzeichnungen von einem Experten analysiert, sodass die Basis für eine Ernährungsberatung geschaffen wird. Wichtig ist es im Anschluss, realistische Ziele zu setzen und sich auch über kleine Teilerfolge zu freuen. So steigt letztendlich auch die Motivation.

    • Diät in den Alltag integrieren

    Wer sich an einer Diät versucht, der sollte unbedingt darauf achten, dass sie sich in den Alltag einbinden lässt. Sind die Rezepte einfach umsetzbar? Lassen sich die Zutaten einfach besorgen? Welche Kosten bringt die Diät mit sich? Kann auf bestimmte Lebensmittel wirklich verzichtet werden? Auch hier sollte aber von Anfang an klar sein, dass kein Diätprogramm bei Gewichtsproblemen als dauerhafte Lösung zu betrachten ist. Sie können lediglich dabei helfen, die Ernährungsumstellung einzuleiten.

    • Stoffwechsel ankurbeln

    Nur selten reicht gesundes Essen für eine Abnahme aus, meist mangelt es auch an Bewegung. Hierbei ist aber nicht nur der gewählte Sport wichtig (der in erster Linie vor allem Spaß machen sollte), sondern auch eine gute Mischung aus Ausdauer und Krafttraining. Denn zwar sorgt Ausdauersport für einen besseren Stoffwechsel, ein trainierter Körper verbrennt jedoch mehr und tut dies vor allem auch im Ruhezustand.

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  • Hepatitis – eine Krankheit mit vielen Gesichtern

    Hepatitis – eine Krankheit mit vielen Gesichtern

    Viele kennen Hepatitis unter dem Namen Gelbsucht oder auch Gilb, aber gemeint ist eine Erkrankung der Leber, genauer gesagt, eine chronische Entzündung der Leber. Den Namen Gelbsucht bekam die Krankheit durch ihre auffälligen äußeren Symptome wie eine gelbliche Haut und eine Gelbfärbung des weißen Teils der Augäpfel. Hepatitis ist eine Krankheit mit vielen Gesichtern und eben so vielen möglichen Ursachen. Da es kaum Symptome gibt, bleibt die Krankheit oft lange unerkannt, was unter Umständen sehr gefährlich werden kann.

    Welche Ursachen gibt es für Hepatitis?

    Die Palette der Ursachen für eine Hepatitis ist breit gefächert. Eine Virusinfektion kann ein Auslöser sein, aber auch Alkoholmissbrauch kann die Leber schädigen und eine Gelbsucht auslösen. Eine Fettleber ist ebenfalls eine der möglichen Verursacher, möglich sind zudem Autoimmunerkrankungen oder eine Störung im Immunsystem. Die häufigste Ursache ist aber eine virale Infektion, die sowohl Hepatitis A wie auch B, C, D und E auslöst. Wissenschaftler vermuten auch, dass die zunehmende Anzahl von Umweltgiften für eine Leberentzündung sorgen können, eher selten sind Pilze, Parasiten oder Bakterien die Ursache.

    Gibt es typische Symptome?

    Was die Diagnose Hepatitis so schwierig macht, ist das Fehlen von Symptomen. Die Betroffenen fühlen sich müde, sie haben wenig Appetit und verspüren einen leichten Schmerz im Bereich des Oberbauches, der sich aber nicht genau lokalisieren lässt. Nicht immer kommt es zu den für Gelbsucht typischen Symptomen wie einer Gelbfärbung der Haut und der Augäpfel oder einem dunkel gefärbten Urin. Da bei Hepatitis die Funktion der Leber gestört ist, kommt es zu einem Stau der Gallenflüssigkeit, die für einen unangenehmen Juckreiz, aber auch für Verdauungsstörungen sorgen kann. Durchfall, Erbrechen und Übelkeit sind daher ebenfalls Symptome, die auf eine Hepatitis hinweisen.

    Die Diagnose Hepatitis

    Besteht der Verdacht auf Hepatitis, dann wird der Arzt zunächst einmal Blut abnehmen und den Wert der Leberenzyme bestimmen, die immer erhöht sind, wenn die Leber entzündet ist. Zudem wird der Wert des gelben Gallenfarbstoffs, des Bilirubins bestimmt. Wenn auch dieser Wert erhöht ist, dann spricht das ebenfalls für einen Leberschaden. Um die spezifische Form erkennen zu können, werden Antikörpertests gemacht. Komplettiert wird die Diagnose durch eine Ultraschalluntersuchung, denn durch eine gezielte Sonografie kann der Arzt mehr über die Struktur, die Größe und die Kontur der Leber erfahren. Leider lässt sich die eigentliche Ursache der Leberentzündung anhand einer Ultraschalluntersuchung nicht erkennen. Um den Schweregrad der Entzündung bestimmen zu können, muss deshalb im Rahmen einer Leberpunktion Gewebe entnommen werden.

    Wie sieht die Therapie aus?

    Welche Therapie infrage kommt, das richtet sich immer nach der Schwere der Entzündung. Bei den chronischen Formen wie B und C, ist eine Therapie mit entsprechenden Medikamenten möglich, die nicht nur eine Besserung einleiten, sondern auch eine komplette Ausheilung möglich machen. Neue Präparate, die in den letzten Jahren zugelassen worden sind, ermöglichen eine kurze Therapie und auch weniger Nebenwirkungen. Besonders bei Patienten, die bereits eine Leberzirrhose haben, zeigen sich schnelle und auch nachhaltige Erfolge. Eine Behandlung mit Interferon, die noch vor wenigen Jahren zur Standarttherapie gehörte, ist dann nicht mehr notwendig. Handelt es sich um eine Alkoholhepatitis, dann ist eine sofortige Abstinenz ein Muss, die eigentliche Behandlung richtet sich aber auch hier nach dem Schweregrad der Leberschädigung. Bei einer Autoimmunhepatitis kommt es immer dann zu einem chronischen Verlauf, wenn die Erkrankung zu spät festgestellt wurde, helfen können in diesem Fall spezielle Immunsuppressiva, wie zum Beispiel Cortison. Zwar verbessern sich dann die Symptome und die Laborwerte sind wieder in einem normalen Bereich, allerdings müssen die Betroffenen über einen sehr langen Zeitraum, wenn nicht sogar lebenslänglich behandelt werden, was zu starken Nebenwirkungen führen kann. Handelt es sich um eine Fettleber, dann hilft nur Abnehmen, um das Körperfett auf Dauer deutlich zu reduzieren.

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  • Leberkrebs – der lautlose Krebs

    Leberkrebs – der lautlose Krebs

    Krebs ist eine schreckliche und vor allem auch eine tückische Krankheit, denn viele Krebsarten werden erst dann erkannt, wenn sie bereits weit fortgeschritten sind. Der Leberkrebs gehört zu diesen sogenannten lautlosen Krebsarten, die Betroffenen merken erst viel zu spät, das etwas nicht stimmt. Wird die Diagnose Leberkrebs gestellt, dann ist es für viele bereits zu spät, um entsprechende Therapien einleiten zu können, nicht umsonst gehört der Leberkrebs zu den Krebsformen mit einer sehr hohen Todesrate. Mediziner unterscheiden zwei unterschiedliche Formen von Leberkrebs, von denen eine sehr selten, die andere aber leider immer häufiger vorkommt.

    Leberkrebs – Kaum Hinweise

    Die meisten Menschen gehen zum Arzt, wenn sie Schmerzen verspüren, die sie nicht zuordnen können. Da Leberkrebs kaum Schmerzen verursacht, sondern lediglich für unbestimmte Symptome sorgt, gehen viele Menschen erst dann zu einem Arzt, wenn der Krebs bereits ein spätes Stadium erreicht hat. Oftmals sind es leichte Schmerzen im oberen Bauchbereich, die auch auf eine einfache Magenverstimmung hindeuten könnten. Dazu kommen Appetitlosigkeit, Müdigkeit und ein nicht zu erklärender Leistungsabfall. Erst wenn es zu einer starken Gewichtsabnahme kommt, dann schrillen bei den meisten Betroffenen die Alarmglocken und sie gehen zu einem Arzt. Fällt dann nach einer Blutuntersuchung oder nach einem Screening die Diagnose Leberkrebs, dann hängt die Frage, wie hoch die Chancen auf Heilung sind, immer davon ab, um welche Form von Leberkrebs es sich handelt.

    Zwei Formen von Leberkrebs

    Leberkrebs kann in zwei unterschiedlichen Formen auftreten, zum einen die eher seltene Form, bei der die Leberzellen befallen werden und die häufiger vorkommende Form, bei der sich Metastasen an der Leber bilden. In der seltenen Form ist der Ursprung des Krebses die Leber selbst, in der sich Krebszellen bilden, die schließlich zu Tumoren an der Leber führen. Laut Robert-Koch Institut erkranken in Deutschland an dieser Form jedes Jahr rund 8.400 Menschen. Deutlich häufiger sind Lebermetastasen, die durch gestreute Krebszellen verursacht werden. Das heißt, ein anderes Organ im Bauchraum, beispielsweise die Bauchspeicheldrüse oder der Magen, sind von Krebs befallen und die mutierten Zellen greifen auch die Leber an. Bei drei bis vier von zehn Leberkrebsfällen ist die Ursache bei einem anderen Organ zu finden, der Leberkrebs wird mehr oder weniger nur zufällig entdeckt.

    Welche Risikogruppen gibt es?

    Die Leber ist normalerweise ein gesundes und auch recht stabiles Organ, das selten von einer schweren Krankheit betroffen ist, es gibt jedoch Risikogruppen, bei denen Leberkrebs häufig auftritt. Wer ein Alkoholproblem hat oder wer unter Hepatitis B oder C leidet, der sollte seine Leber in regelmäßigen Abständen untersuchen lassen, am besten alle sechs Monate. Einen flächendeckenden Check, wie es ihn zum Beispiel für Darm- oder Brustkrebs gibt, halten Mediziner allerdings nicht für notwendig. Vielfach geht dem Leberkrebs eine Leberzirrhose voraus, und wenn es in dieser Richtung bereits Verdachtsmomente gab, dann muss die Leber alle drei Monate anhand von Bluttests und Ultraschall untersucht werden. Aufpassen müssen zudem auch alle, die Diabetes oder eine andere Erkrankung des Stoffwechsels haben, denn sie sind gefährdet und sollten sich untersuchen lassen.

    Tests für Zuhause bringen nichts

    Ärzte warnen davor, einen Selbst-Test über die Gesundheit der Leber zu machen, der in der Apotheke gekauft werden kann. Diese Tests sind zwar als medizinische Produkte zugelassen und sie müssen auch strenge Qualitätskontrollen durchlaufen, aber diese Tests sind nicht sicher. Das eigene Zuhause erfüllt keine Laborkriterien und wer selbst testet, kann viele Fehler machen. Dazu kommt, dass Laien die Werte nicht richtig einschätzen und bewerten können, das kann nur ein erfahrener Arzt. Wenn das Testergebnis positiv ausfällt, dann ist ein Besuch beim Arzt unumgänglich.

    Wer zu einer Risikogruppe gehört, der sollte sich regelmäßig untersuchen lassen und viel Kaffee trinken, denn Studien zeigen, dass Kaffee das Risiko an Leberkrebs zu erkranken, deutlich senken kann.

    Bild: © Depositphotos.com / tanatat