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  • Frühschwangerschaft – zwölf Wochen Freude, Furcht und Glück

    Frühschwangerschaft – zwölf Wochen Freude, Furcht und Glück

    Die Frühschwangerschaft ist der gefährlichste Teil der Schwangerschaft, in den ersten Wochen ist das Risiko besonders groß, eine Fehlgeburt zu erleiden und in der frühen Schwangerschaft sind die Beschwerden sehr stark – diese Aussagen bestimmen noch heute das Bild, wenn es um die ersten zwölf Wochen einer Schwangerschaft geht. Diese Aussagen stammen aber noch aus Großmutters Zeiten, denn die Frauen von heute genießen diese ersten Wochen und sie verschwenden wenig Gedanken an das, was eventuell passieren könnte. Aber wie gefährlich ist die Zeit der Frühschwangerschaft wirklich und wie stark sind die Beschwerden während dieser so aufregenden und spannenden Zeit?

    Die ersten Anzeichen einer Frühschwangerschaft

    Jede Schwangerschaft wird in drei Abschnitte unterteilt, das sogenannte Trimenon, und das erste dieser Drittel wird als Frühschwangerschaft bezeichnet. In diesen zwölf Wochen muss der Körper der Frau Höchstleistungen vollbringen und das erste Anzeichen ist in den meisten Fällen das Ausbleiben der Regel. Wenn die Periode ausbleibt, dann wird es Zeit, in der Apotheke einen Schwangerschaftstest zu kaufen oder zum Frauenarzt zu gehen, der dann einen entsprechenden Test macht. Frauen, die bereits ein Kind geboren haben, merken meist sehr früh, dass sich der Körper verändert. In der Frühschwangerschaft spannen plötzlich die Brüste, die Haut sieht anders aus und viele Frauen sind in dieser Phase besonders häufig sehr müde.

    Das Baby meldet sich

    Bei den meisten Frauen wird die Schwangerschaft zwischen der sechsten und der siebten Schwangerschaftswoche festgestellt. Durch Blut- und Urintests wird die Schwangerschaft dann quasi amtlich und der Arzt wird eine erste Ultraschalluntersuchung machen, um genau sagen zu können, wann der Geburtstermin sein wird. In der Frühschwangerschaft erlebt nicht nur die werdende Mutter viele Veränderungen, auch das Kind entwickelt sich in einem fast schon rasanten Tempo. Die Organe wachsen in den ersten zwölf Wochen der Schwangerschaft und da das Herz recht früh mit seiner Entwicklung beginnt, sind bei einem Ultraschall zum ersten Mal auch die Herztöne des Babys deutlich zu hören.

    Die Symptome im ersten Drittel

    Im Körper einer werdenden Mutter tobt im ersten Drittel der Schwangerschaft ein wahres Chaos. Wie aus heiterem Himmel treten plötzlich Symptome auf, die bislang vollkommen unbekannt waren. Viele Frauen sind einfach nur müde, andere sind unglaublich erschöpft. Das Kind entzieht der Mutter all ihre Energie und in diesem Zustand ist es immer eine gute Idee, sich auszuruhen und zu entspannen. Übelkeit gehört ebenso zu den Beschwerden in den ersten zwölf Wochen der Schwangerschaft, und diese Übelkeit beschränkt sich nicht nur auf den Morgen, auch mittags und sogar nachts kann es passieren, dass die Schwangere sich erbrechen muss. Melissen- und Kamillentee kann eine gute Waffe im Kampf gegen die Übelkeit sein, die meistens im zweiten Drittel ganz verschwindet.

    Gerüche und Genüsse

    Heißhunger auf Speisen, die man sonst nicht anrühren würde und Speisen, die überhaupt nicht zueinander passen – in der Frühschwangerschaft ist es vollkommen normal, wenn der saure Hering mit dem Schokoladeneis kombiniert wird. Frauen, die ständig Appetit auf Rote Bete haben, sollten einen Bluttest machen lassen, denn dieser Heißhunger kann ein Anzeichen für Eisenmangel sein. Ansonsten sollten schwangere Frauen einfach das essen, was ihnen besonders gut schmeckt. Wenn der Duft des Lieblingsparfüms plötzlich Übelkeit auslöst, dann ist das in der Frühschwangerschaft ganz normal und kein Grund zur Sorge. Auch eine Abneigung gegen Fleisch gehört zu den Dingen, die in der frühen Schwangerschaft vorkommen können, denn die Sinne, in diesem Fall der Geruchssinn, sind in den ersten Wochen einer Schwangerschaft besonders geschärft. Sollte es im ersten Drittel der Schwangerschaft jedoch zu Blutungen kommen, dann muss sofort der Arzt aufgesucht werden. Zwar bedeutet nicht jede Blutung auch eine Fehlgeburt, aber in dieser sensiblen Zeit der Schwangerschaft sollte nichts dem Zufall überlassen werden.

    Bild: © Depositphotos.com / Wavebreakmedia

  • Amphetamine als Partydroge – illegal und lebensgefährlich

    Amphetamine als Partydroge – illegal und lebensgefährlich

    Nächtelang durchtanzen, ohne müde zu werden oder Hunger zu verspüren – möglich wird das durch Amphetamine als Partydroge. Speed oder Ecstasy nennen es diejenigen, die zu dieser illegalen Droge greifen, um „gut drauf zu sein“, um abschalten oder einfach nur high zu werden. Wer Amphetamine als Partydroge nimmt, der sollte sich darüber im Klaren sein, dass diese synthetischen Drogen zum einen unter das Betäubungsmittel fallen und dass der „Genuss“ dieser Drogen zum anderen das Leben kosten kann.

    Die Hits der Drogenszene

    Amphetamine als Partydroge und auch Methamphetamine sind synthetisch hergestellte Drogen, die in der Drogenszene bekannt und auch beliebt sind. Amphetamine werden in der Szene als Speed angeboten und sie enthalten neben Methamphetamin auch Ephedrin, ein sehr gefährliches Alkaloid, Koffein und sogenannte Verschnittstoffe wie Waschpulver oder Milchpulver. Nicht weniger beliebt sind auch Ecstasy, ebenfalls ein Amphetamin und Crystal, ein weißliches, transparentes Pulver, das auch zur Familie der Methamphetamin gehört. Amphetamine als Partydroge werden wahlweise als feines Pulver geschnupft, in Form von Kapseln geschluckt, geraucht oder wie Heroin gespritzt.

    Wie wirken Amphetamine als Partydroge?

    Wie viele andere Drogen, so setzen auch Speed, Crystal oder Ecstasy bestimmte Botenstoffe wie Serotonin und Dopamin im Gehirn frei, und das steigert die mentale und auch körperliche Leistungsfähigkeit. Wer die Droge nimmt, der fühlt sich stark, voller Energie und hat das Gefühl, glasklar denken zu können. Dazu kommt eine starke Euphorie, die auch Halluzinationen auslösen kann. Bedürfnisse wie Hunger, Durst oder Schlaf werden ausgeschaltet, der Blutdruck, die Körpertemperatur und die Pulsfrequenz steigen an, und schon zehn Milligramm der Droge reichen, um bis zu zehn Stunden Höchstleistungen zu bringen. Wer pures Methamphetamin schon in kleinen Dosen einnimmt, der kann seinen Rausch sogar noch verlängern.

    Welche Folgen hat der Drogenkonsum?

    Wer Amphetamine als Partydroge nimmt, der wird immer mehr konsumieren müssen, denn die Wirkdauer wird bei längerem Konsum immer kürzer. Das führt schließlich dazu, dass die Konsumenten die Dosis langsam aber sicher immer weiter erhöhen und dann in eine starke psychische Abhängigkeit abrutschen. Das Verhalten ändert sich, die Betroffenen entwickeln nicht selten Zwangsneurosen und mit zunehmendem Konsum kann es zu einer sogenannten Amphetaminpsychose kommen. Diese Form der Psychose kann in einer Paranoia oder auch in Schizophrenie enden. Aber auch für den Körper sind Amphetamine als Partydroge sehr gefährlich, denn das Herz-/Kreislaufsystem und auch die Nerven können schwer geschädigt werden. Obwohl Methamphetamine ein starkes Nervengift sind, nehmen die meisten Abhängigen die Droge trotzdem nicht alleine ein, da sie der Ansicht sind, dass sie die Nebenwirkungen des Gifts neutralisieren können, wenn sie zusätzlich noch Cannabis rauchen oder LSD nehmen.

    Welche Entzugssymptome gibt es?

    Da Amphetamine schnell abhängig machen und die Betroffenen immer größere Mengen einnehmen, sind die Entzugserscheinungen besonders stark. Neben Depressionen gehören auch Angstzustände zu diesen Symptomen, zudem bekommen die Betroffenen Panikattacken und sie leiden unter paranoiden Zuständen. Körperlich treten Entzugssymptome wie starkes Zittern, übermäßiges Schwitzen und auch Sehstörungen auf.

    Die weitverbreitete Partydroge

    Amphetamine als Partydroge sind in ganz Europa auf dem Vormarsch und haben in vielen EU-Staaten bereits den zweiten Platz in der Beliebtheitsliste hinter Cannabis erobert. Amphetamine werden auch gerne als Partydroge der Intellektuellen bezeichnet, denn die Konsumenten können klarer denken und da die Droge auch als Aufputschmittel dient, kennt die Leistungsfähigkeit kaum Grenzen. Jüngere Konsumenten nehmen Amphetamine meist als Stimmungsmacher, um nächtelang durchtanzen zu können, ohne müde zu werden. Amphetamine sind aber nicht nur eine beliebte Partydroge, auch Sportler schätzen die synthetische Droge als Dopingmittel.

    Amphetamine sind und bleiben eine gefährliche Droge, die sehr schnell in die körperliche und psychische Abhängigkeit führen kann. Schon wenige Milligramm reichen aus, um süchtig zu werden und die Folgen dieser Sucht sind in jedem Fall verheerend.

    Bild: © Depositphotos.com / nenovbrothers

  • Omega-3-Fettsäuren – mehr als ein Placebo?

    Omega-3-Fettsäuren – mehr als ein Placebo?

    Alle, die sich gesund ernähren wollen, die kommen an den Omega-3-Fettsäuren nicht vorbei. Fett spielt in der Ernährung eine wichtige Rolle, aber nicht alle Fette sind auch wirklich gesund. Essen wir zu viel Fett, dann macht sich das auf den Hüften bemerkbar und die Gefahr von Krankheiten wie Diabetes, Herzinfarkt und Schlaganfall steigt an. Es sollten „gute“ Fette sein, und hier kommen die Omega-3-Fettsäuren ins Spiel, denn diese Form von Fett gilt als besonders bekömmlich und als sehr gesund. Aber ist das wirklich so, oder haben die Omega-3-Fettsäuren letztendlich nur den berühmten Placebo-Effekt?

    Gesunde und ungesunde Fette

    Die unterschiedlichen Fette werden in Gruppen aufgeteilt, und zwar in gesättigte, einfach ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Tierische Fette, wie sie in der Wurst, im Schmalz, in der Butter und in der Wurst vorkommen, sind gesättigt und damit nicht so gesund wie ungesättigte Fettsäuren. Einfach ungesättigte Fettsäuren finden sich vor allem in Pflanzenölen wie Raps- oder Olivenöl, und als besonders gesund gelten die mehrfach ungesättigten Fettsäuren, zu denen auch die Omega-3-Fettsäuren gehören. Der Hauptlieferant für Omega-3-Fettsäuren ist Fisch oder besser gesagt das Fischöl aus Kaltwasserfischen. Wer sich gesund ernähren will, der muss mehrmals in der Woche Fisch essen, um die Menge an Omega-3-Fettsäuren zu bekommen, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken kann.

    Was können Omega-3-Fettsäuren bewirken?

    Zu den positiven Eigenschaften von Omega-3-Fettsäuren gehört die Prävention von Herz- und Kreislauferkrankungen, Omega-3-Fettsäuren können aber auch Menschen helfen, die unter Rheuma leiden. Die gesunden Fettsäuren steigern zudem die Leistungen des Gehirns und wirken sich positiv auf das Immunsystem aus. Um allerdings einen positiven Effekt erzielen zu können, muss die Dosierung stimmen, denn wenn das nicht der Fall ist, kann der Placebo-Effekt wirklich eintreten. Wie wirksam Omega-3-Fettsäuren sind, darüber streiten sich die Experten bis heute, denn wer zu wenig davon zu sich nimmt, der erzielt so gut wie gar keinen Effekt. Es sollten schon mehr als 1 Gramm täglich der gesunden Fettsäuren sein, damit Omega-3-Fettsäuren ihre gesunden Eigenschaften entfalten können.

    Welche Nahrungsmittel enthalten viele Omega-3-Fettsäuren?

    Eine der wichtigsten Quellen für Omega-3-Fettsäuren sind Fische. Besonders der Hering und die Makrele, aber auch Edelfische wie Lachs und Thunfisch sind gute Lieferanten für die gesunden Fettsäuren. Auch in Lein-, Raps- und Sojaöl sind viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren zu finden. Wer diese Öle für die Zubereitung von Speisen nutzt, der steht immer auf der richtigen Seite.

    Auf die Dosierung kommt es an

    Wie schon erwähnt, ist 1 Gramm die Grenze, denn wer weniger Omega-3-Fettsäuren zu sich nimmt, der erzielt kaum positive Effekte für seine Gesundheit. Es sollten mindestens 2 Gramm sein, um der Gesundheit etwas Gutes zu tun. Ernährungsexperten empfehlen Omega-3-Fettsäuren in Form von Fischöl zu sich zu nehmen. Dies kann in Form von Kapseln oder reinem Fischöl geschehen. Um den gewünschten Effekt zu erzielen müssen ca. 6-8 Fischölkapseln oder ein Esslöffel eines natürlichen Fischöls pro Tag eingenommen werden. Wie sehr die Menge die Gesundheit beeinflusst, das wird auch in einer Studie der Universität von Southampton deutlich. Professor Philip Calder und sein Team haben Omega-3-Fettsäuren vor allem in Hinsicht auf ihre entzündungshemmenden Eigenschaften untersucht und kamen zu erstaunlichen Ergebnissen. Der Körper produziert bei Entzündungen ein bestimmtes Hormon, mit dem Namen Prostaglandin Typ 2 und wenn der Körper Omega-3-Fettsäuren in einer ausreichenden Menge bekommt, dann reduziert sich automatisch die Produktion des Hormons. Bei Studienteilnehmern, die für die Untersuchung ein Placebo bekommen haben, wurde eine Reduzierung des Hormons von zehn Prozent nachgewiesen. Bei Probanden, die nur 1 g Omega-3-Fettsäuren bekamen, gab es keine erkennbaren Unterschiede und nur bei den Studienteilnehmern, die über zwei Gramm Omega-3-Fettsäuren bekamen, stellte sich eine deutliche Verbesserung ein. Damit weist die Studie nach, dass es bei Omega-3-Fettsäuren auf die Dosierung ankommt – mindestens 2 g Omega-3-Fettsäuren pro Tag.

    Bild: © Depositphotos.com / onepony

  • Mit Sport den Krebs bekämpfen

    Mit Sport den Krebs bekämpfen

    Sport ist für die Gesundheit immer förderlich, aber für Menschen, die an Krebs erkrankt sind, kann Sport noch viel mehr sein. Wer sich trotz einer Krebserkrankung regelmäßig bewegt, der kann das Wachstum der Tumorzellen bremsen. Eine neue, von der Techniker Krankenkasse in Auftrag gegebene Studie will jetzt erstmals beweisen, wie positiv sich Sport auf die gefürchtete Krankheit auswirken kann.

    Den Schock überwinden

    Die Diagnose Krebs ist immer ein Schock und viele Betroffene fühlen sich dann wie erstarrt. Sie haben große Angst, sind mutlos und fühlen sich am Boden zerstört. Mediziner sind davon überzeugt, dass es sich positiv auswirken kann, wenn die Patienten schon unmittelbar nachdem sie die Diagnose Krebs bekommen haben, mit einem Sportprogramm beginnen. Es müssen keine sportlichen Höchstleistungen erbracht werden, jeder Patient sollte nach einer speziell für ihn passenden Sportart suchen und mit dem Training beginnen. Dass Sport eine heilende Wirkung hat, ist bekannt, für Krebspatienten hat Sport aber auch einen psychologischen Effekt, denn durch die sportlichen Aktivitäten bekommen Patienten das Gefühl, selbst etwas gegen ihre Krankheit unternehmen zu können.

    Sport auf Rezept

    In einigen deutschen Krankenhäusern wie zum Beispiel im Klinikum rechts der Isar in München, gibt es für drei Krebsarten bereits Sport auf Rezept. Patienten, die unter Prostata, Lungen- und Darmkrebs leiden, suchen gemeinsam mit ihren behandelnden Ärzten das passende Sportprogramm für sich aus und trainieren nicht erst in der Reha, sondern schon während der Behandlung im Rehazentrum der Klinik. Die Techniker Krankenkassen will dieses Programm jetzt auch bundesweit anbieten, damit Krebspatienten überall im Land davon profitieren können.

    Die Krebszellen werden mobilisiert

    Durch ein intensives Bewegungsprogramm wird Adrenalin freigesetzt und das mobilisiert die Immunzellen, die den Krebs bekämpfen. Durch den Sport wird der Blutstrom an die Stellen im Körper gelenkt, wo ein Tumor wächst und durch die sehr aktiven Immunzellen wird der Tumor daran gehindert, weiter zu wachsen.

    Bild: © Depositphotos.com / Maridav

  • Fliegen in der Schwangerschaft – wann am Boden bleiben?

    Fliegen in der Schwangerschaft – wann am Boden bleiben?

    Viele Paare gönnen sich noch einen kleinen Urlaub, bevor das Baby geboren wird, und genießen die Zweisamkeit am Strand oder lassen sich in einem Wellnesshotel verwöhnen. Im Prinzip spricht nichts gegen eine Ferienreise in der Schwangerschaft, trotzdem sollten schwangere Frauen einige Dinge beachten, wenn sie vor der Entbindung noch eine Reise unternehmen wollen. Das gilt besonders für Flugreisen, denn fliegen in der Schwangerschaft ist nicht ganz ungefährlich.

    Fliegen in der Schwangerschaft – die Regeln der Airlines

    Werdende Mütter, die sich fit und gesund fühlen, können rein theoretisch bis vier Wochen vor dem errechneten Geburtstermin noch an Bord eines Flugzeuges gehen, vorausgesetzt die gewünschte Airline nimmt sie auch mit. Jede Fluggesellschaft hat andere Regeln, wenn es um schwangere Frauen geht. Während die eine Airline schwangere Frauen nur bis zur 30. Woche an Bord lässt, nimmt eine andere Frauen bis zur 36. Woche mit. Zu diesen Fluggesellschaften gehört auch die Lufthansa, die fliegen in der Schwangerschaft bis vier Wochen vor der Geburt erlaubt. Von dieser Regelung ausgenommen sind nur Frauen, die mit Zwillingen schwanger sind, hier liegt die Grenze bei der 28. Woche.

    Nur mit ärztlichem Attest

    Fliegen in der Schwangerschaft ist nicht nur bei Urlaubsreisen ein Thema, auch Frauen, die beruflich viel unterwegs sind, sollten sich bei der jeweiligen Fluggesellschaft erkundigen, ob sie an Bord dürfen. Einige Airlines verlangen ein ärztliches Attest, bevor sie ein Flugticket an eine schwangere Frau verkaufen, um sich auf diese Weise abzusichern. Mit diesem Attest muss der behandelnde Frauenarzt bestätigen, dass es aus medizinischer Sicht keine Bedenken für eine Flugreise gibt. Zudem muss in dem Attest stehen, wann der voraussichtliche Geburtstermin ist und ob die Schwangerschaft unkompliziert verläuft. Aber selbst wenn das Attest des Arztes vorliegt und die Airline bereit ist, die Schwangere mitzunehmen, dann heißt das noch nicht, dass sie auch in das Land einreisen darf, in das sie fliegen möchte.

    Die Einreise in die USA

    Die meisten Länder haben keine Probleme damit, wenn eine schwangere Frau einreisen möchte, die USA machen jedoch eine Ausnahme. Frauen mit Babybauch, die in die Vereinigten Staaten einreisen wollen, müssen nachweisen können, dass sie während ihres Aufenthalts in den USA auch ausreichend krankenversichert sind. Außerdem muss die Schwangere bestätigen, dass sie sich nur für eine bestimmte Zeit im Land aufhalten will und nicht dauerhaft dort bleiben möchte. Kommt das Baby in den USA zur Welt, dann kann es zu einem „Million Dollar Baby“ werden, denn die Leistungen der meisten gesetzlichen Krankenkassen gelten nur im europäischen Ausland, nicht aber in den USA. Die Eltern müssen die Geburt in Amerika dann aus eigener Tasche bezahlen, und das kann sehr teuer werden.

    Die gesundheitlichen Risiken

    Fliegen in der Schwangerschaft birgt auch gesundheitliche Risiken, über die sich die Schwangere im Klaren sein sollte. Für Frauen, die unter starker Übelkeit leiden, ist fliegen in der Schwangerschaft zwar nicht gefährlich, aber sehr unangenehm. Die Gebärmutter, die mit Fruchtwasser gefüllt ist, verhält sich bei den Starts und Landungen wie ein gut gefüllter Magen während einer Fahrt im Fahrstuhl und entwickelt eine gewisse Eigendynamik. Es gibt aber auch ernstere Gründe, die das Fliegen in der Schwangerschaft zu einem Problem machen. Nicht fliegen sollten Frauen:

    • Bei Wehentätigkeit
    • Mit einer Thrombose
    • Bei starker Übelkeit
    • Bei Problemen mit dem Kreislauf
    • Wenn sich der Muttermund schon geöffnet hat
    • Bei erhöhtem Blutdruck
    • Während einer Risikoschwangerschaft
    • Bei einer Mehrlingsschwangerschaft

    Auch wenn es in der Vergangenheit Fehl- oder Frühgeburten gegeben hat, dann stellt fliegen in der Schwangerschaft ein Risiko dar. Das Gleiche gilt bei einer Fehllage der Plazenta und wenn es in der Schwangerschaft schon zu Blutungen gekommen ist. In diesen Fällen sollte vor dem Flug ein Arzt um Rat gefragt werden.

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  • Abnehmen durch Hypnose – funktioniert das wirklich?

    Abnehmen durch Hypnose – funktioniert das wirklich?

    Bei dem Wort Hypnose denken die meisten Menschen an eine Show, in der ein Hypnotiseur ahnungslose Zuschauer in Trance versetzt und sie dann unsinnige Dinge tun lässt. Mit einer echten Hypnose hat das allerdings wenig zu tun, denn der tief entspannte Wachzustand spielt in der Medizin schon sehr lange eine wichtige Rolle. Hypnose wird in der Schmerztherapie angewendet, zum Beispiel in der Geburtshilfe, psychische Blockaden werden während einer Hypnosebehandlung gelöst und selbst in der Anästhesie hat sich der Trancezustand als hilfreich erwiesen, aber ist auch Abnehmen durch Hypnose möglich?

    Abnehmen durch Hypnose – ganz ohne Diät?

    Die Anzeigen in vielen Zeitungen klingen verlockend – Abnehmen durch Hypnose, ganz ohne Diät und ohne Sport! Wie seriös sind diese Angebote? Ist es wirklich möglich, nach nur einer Stunde in Trance dauerhaft an Gewicht zu verlieren. Bis zu 100,- Euro kann eine solche Hypnosesitzung kosten, viel Geld, selbst wenn eine Erfolgsquote von 80 % versprochen wird. Oft sind es diejenigen, die schon leidvolle Erfahrungen mit unterschiedlichen Diätprogrammen gesammelt haben, die sich für eine Hypnosesitzung interessieren. Sie handeln nach dem Motto: Ich hab schon eine Menge Geld für nutzlose Diäten ausgeben, dann kann ich mir die Hypnose auch noch leisten, schaden kann es schließlich nicht.

    Falsche Essgewohnheiten ablegen

    Abnehmen durch Hypnose – dieses Programm wird vor allem von vielen Heilpraktikern angeboten. Die Patienten treffen sich zunächst einmal zu einem aufklärenden Gespräch und tauschen sich über ihre Essgewohnheiten aus, erst dann folgt die eigentliche Hypnosebehandlung. Die meisten Menschen empfinden eine Hypnose wie ein Art Dösen, ein Entspannen an einem schönen Sommertag. Irgendwo weit entfernt ist die Stimme des Hypnotiseurs zu hören, der den Patienten erzählt, dass sie in Zukunft nur noch dann essen sollen, wenn sie wirklich Hunger haben. Zu den Standardsätzen beim Abnehmen durch Hypnose gehört auch, dass das Essen nach 18:00 Uhr schädlich für die Figur ist. Wer auf dieses Programm anspricht, der kann tatsächlich in wenigen Monaten einige Kilogramm verlieren, Menschen, die willensstark sind, werden allerdings ihre Probleme haben.

    Abnehmen durch Hypnose – wissenschaftlich erwiesen

    Ob Abnehmen durch Hypnose wirksam ist, das wollten die Forscher der Universität Tübingen genauer wissen. Sie behandelten 43 adipöse Frauen über einen Zeitraum von sechs Monaten, die Hälfte der Frauen nahm alle zwei Wochen an einer Hypnosesitzung teil. Das Ergebnis war verblüffend, denn alle Frauen nahmen während der Studie ab, aber die Studienteilnehmerinnen, die unter Hypnose gesetzt wurden, verloren deutlich mehr an Gewicht. Es gab noch einen anderen positiven Effekt, denn die Frauen, die an der Hypnosebehandlung teilgenommen haben, steigerten ihre Gesundheit und auch ihre Lebensqualität. Den Grund sehen die Wissenschaftler in der menschlichen Psyche, die beim Essverhalten eine ebenso große Rolle spielt wie auch bei der Entstehung von Übergewicht. Abnehmen durch Hypnose setzt genau an diesem Punkt an, denn Abnehmen fängt immer noch im Kopf an.

    Ist Abnehmen auf Dauer möglich?

    Der größte Feind jeder Diät ist der gefürchtete Jo-Jo-Effekt. Kaum sind ein paar Pfunde verschwunden, sind sie auch schon wieder da. Der Frust über die Gewichtszunahme führt zu erneutem Essen, und es beginnt ein Teufelskreis, der nur sehr schwer zu durchbrechen ist. Eine Hypnose spricht immer das Unterbewusstsein an und das kann dabei helfen, neue Verhaltensweisen zu lernen und zu manifestieren. Ob diese Suggestion jedoch dauerhaft beim Abnehmen hilft, das sieht die Wissenschaft kritisch, denn Abnehmen ist auch eine Willenssache. Was nützt es, wenn im Unterbewusstsein Verhaltensweisen gespeichert werden, jedoch im täglichen Leben der feste Wille fehlt, dieses Verhalten umzusetzen? Wie effektiv Hypnose sein kann, das zeigen die Erfolge, die mit dieser Methode im Zusammenhang mit Prüfungsangst und besseren schulischen Leistungen erzielt werden. Wer mit Hypnose abnehmen will, der sollte auf jeden Fall einen festen Willen zum Erfolg mitbringen.

    Bild: © Depositphotos.com / Amaviael