Vor allem an heißen Sommertagen sind gekühlte Getränke sehr gefragt, und wer schon einmal beim Arzt in einem stickigen Wartezimmer gesessen hat, der weiß ein Glas kühles Wasser mit Sicherheit zu schätzen. Aber nicht nur beim Arzt, auch in der Schule, im Einkaufszentrum, bei der Behörde, im Hotel oder sogar beim Friseur ist ein Wasserspender eine gute Idee, wenn viele wollen sich gerne erfrischen und einen Becher Wasser trinken. Was ist zu beachten, wenn ein Spender für Wasser aufgestellt werden soll und wie sieht es eigentlich mit der Hygiene eines solchen Spenders aus?
Den richtigen Wasserspender finden
Wer seinen Kunden, Mitarbeitern oder Patienten Wasser anbieten will, der steht zunächst einmal vor der Frage, welcher Wasserspender der richtige ist. Zur Wahl stehen Spender, die an die Wasserleitung angeschlossen werden und Spender, die mit einem Tank arbeiten. Grundsätzlich gilt, je mehr Menschen frisches Wasser angeboten werden soll, umso mehr lohnt sich ein Spender mit einer Verbindung zum Leitungsnetz. Hält sich die Zahl derer, die das Wasser nutzen, in einem eher geringen Rahmen, dann ist ein Spender mit einem Tank die bessere Entscheidung. Geräte, die einen Tank haben, können auch gemietet werden, das erspart die Kosten für die Anschaffung, zudem bleibt man flexibel und kann den Spender an unterschiedlichen Orten aufstellen.
Die Vor- und Nachteile der beiden Modelle
Bei der Wahl des richtigen Modells sollten die Vor- und Nachteile genau gegeneinander abgewogen werden. Für kleine Betriebe kommen Tankspender eher infrage, denn diese Spender können überall aufgestellt werden und sind an keinen festen Platz gebunden. Dazu kommt, dass es keine Anschaffungskosten gibt, da diese Modelle auch gemietet werden können. Nachteilig ist ein höherer Preis pro Liter, außerdem muss es ausreichend Platz geben, um die Wassertanks lagern zu können. Für einen Spender mit Leitungsanschluss spricht ein günstiger Preis pro Liter, auch eine bessere Hygiene ist ein Vorteil für diese Modelle. Zu den Nachteilen gehört neben den hohen Kosten für die Anschaffung auch der feste Standort, der immer in der Nähe eines Wasseranschlusses sein muss.
Wie hygienisch sind Wasserspender?
Nicht jeder würde einen Spender für Wasser benutzen, vielen haben Angst, dass diese praktischen Spender unhygienisch sind. Diese Befürchtungen sind aber unbegründet, denn wenn das Gerät regelmäßig und sachkundig gereinigt wird, dann ist eine hohe Belastung mit Krankheitserregern wie zum Beispiel Keimen, so gut wie ausgeschlossen. Zudem besitzen die meisten Spender einen hochwertigen Filter, der eine Belastung durch Keime ausschließt. Trotzdem ist nie ganz auszuschließen, dass das Wasser gesundheitsschädlich sein kann, und dafür gibt es Gründe. Zum einen kann das Leitungswasser verunreinigt sein, mit dem der Spender versorgt wird, oder das Gerät selbst ist nicht ganz so sauber, wie es eigentlich sein sollte. Das Leitungswasser in Deutschland hat eine sehr gute Qualität und unterliegt zudem der Trinkwasserverordnung. Es kann aber auch an den Rohrleitungen liegen, wenn es zu einem Befall durch Keime kommt. Da ein qualitativ hochwertiger Spender für Wasser über einen Filter verfügt, können Kupfer, Blei, Pestizide, Chlor oder auch chemische Abfälle nicht ins Wasser gelangen.
Immer gut reinigen
Selbst wenn das Wasser stets sauber und frisch ist, kann es im Spender zu einer Belastung durch Keime kommen, die meist dann entsteht, wenn viele Benutzer mit dem Gerät in Kontakt kommen. Eine gründliche Reinigung und Desinfektion ist daher sehr wichtig, denn nur so kann die Keimbelastung auf Dauer vermieden werden. Wird ein Wasserspender gemietet, dann ist die regelmäßige Reinigung durch einen Wartungsvertrag geregelt und das Gerät wird alle drei bis sechs Monate von Grund auf gereinigt. Bei der Wahl des Spenders sollte man zudem auf eine Zertifizierung der GWCA achten, deren Mitglieder einem strikten Hygienekodex verpflichtet sind.
Röteln oder Rubella, wie die Viruserkrankung korrekt heißt, ist eine der bekanntesten und auch der gefährlichsten Kinderkrankheiten. Allerdings sind Röteln für Kinder keine so große Gefahr, riskant wird die Kinderkrankheit Röteln für schwangere Frauen und für Erwachsene. Schwangere, die sich mit Rubella infizieren, bringen unter Umständen ein behindertes Kind zur Welt, Erwachsene können durch die Infektion schwer krank werden. Die gute Nachricht aber ist, dass es gegen die Kinderkrankheit Röteln eine effektive Impfung gibt, die den Ausbruch der Krankheit verhindern kann.
Ein starker Rückgang
Die Kinderkrankheit Röteln ist weltweit zu finden und tritt dort, wo die Menschen nicht geimpft sind, überwiegend bei kleinen Kindern auf. In Deutschland sind die Röteln seit Ende März 2013 meldepflichtig, das heißt, Ärzte müssen die Infektion dem jeweiligen Gesundheitsamt melden, nachdem die Diagnose feststeht. Die Zahl Erkrankungen mit Röteln ist in den letzten Jahren in Deutschland stark zurückgegangen, vor allem deshalb, weil es seit 1980 in den alten Bundesländern und seit 1990 auch in den neuen Bundesländern eine kombinierte Impfung gegen Röteln, Masern und Mumps gibt. Obwohl die Infektionskrankheit in Deutschland deutlich zurückgegangen ist, stellt die Kinderkrankheit Röteln für nicht geimpfte Frauen im gebärfähigen Alter nach wie vor eine große Gefahr dar. Geschätzt sind in Deutschland zwischen sieben und zwölf Prozent der Frauen nicht gegen Röteln immun, das heißt, sie sind weder geimpft, noch sind sie jemals an Röteln erkrankt.
Welche Symptome hat die Kinderkrankheit Röteln?
Anders als die Masern oder die Windpocken, gibt es bei der Kinderkrankheit Röteln vergleichsweise milde Symptome. Ein erstes Anzeichen sind die vergrößerten Lymphknoten, aber auch entzündete Schleimhäute und Fieber können Symptome für Röteln sein. Bricht die Krankheit aus, dann kommt es zu den sichtbaren Symptomen, einem typischen Ausschlag auf der Haut, der zuerst hinter den Ohren zu sehen ist und sich dann im Gesicht und am Hals ausbreitet. Zeitgleich mit dem Ausschlag schwellen die Lymphdrüsen weiter an und schmerzen, besonders im Nacken und hinter den Ohren. Kopfschmerzen sind ebenfalls möglich, sowie eine leicht vergrößerte Milz und Schmerzen in den Gelenken, auch eine Bindehautentzündung kann zu den Symptomen einer Infektion mit Röteln sein.
Wie gefährlich sind die Röteln für Erwachsene?
Während sich Kinder mit Röteln und der Regel noch relativ fit fühlen, kann die Infektionskrankheit erwachsenen Menschen stark zusetzen. Mit zunehmendem Alter steigen auch die Risiken, die die Kinderkrankheit Röteln mit sich bringt. Eine schmerzhafte Ohrenentzündung gehört nicht selten zum Krankheitsbild, ebenso eine Bronchitis oder eine Gelenkentzündung. Weitaus gefährlicher sind eine Gehirnhautentzündung, eine Entzündung des Herzbeutels oder eine Herzmuskelentzündung, die bei Erwachsenen im Rahmen der Röteln auftreten können.
Wie werden Röteln therapiert?
Normalerweise nimmt die Kinderkrankheit Röteln einen unscheinbaren Verlauf. Gegen das Fieber können fiebersenkende Mittel wie Ibuprofen oder Paracetamol zum Einsatz kommen, zeigt sich eine Gelenkentzündung, dann helfen die entsprechenden entzündungshemmenden Mittel. Die Betroffenen sollten das Bett hüten und möglichst von anderen den Familienmitgliedern isoliert werden, die nicht geimpft sind. Ansteckend sind die Röteln, so lange noch der Ausschlag zu sehen ist. Wer einmal gegen die Röteln geimpft wurde, der wird sie sehr wahrscheinlich nie wieder bekommen, aber es gibt auch Ausnahmen. Wenn die Impfung schon sehr viele Jahre zurückliegt, dann kann es passieren, dass die Röteln noch einmal auftreten, aber eine solche sogenannte Reinfektion ist ausgesprochen selten. Kommt es trotzdem zu einer erneuten Infektion, dann merken die Betroffenen oftmals gar nichts von der Krankheit, oder die Beschwerden sind nur sehr schwach ausprägt. Nach einer Reinfektion ist der Körper dann aber endgültig gegen eine weitere Infektion immun.
Damit es erst gar nicht zu einer Ansteckung mit Röteln kommt, sollten Kinder zwischen dem elften und dem 14 Lebensmonat geimpft werden. Eine zweite Impfung erfolgt dann am Ende des zweiten Lebensjahrs.
Kein Sinnesorgan hat eine so große Bedeutung wie das menschliche Auge, denn nur mit den Augen können wir die Welt sehen und erkennen. Das Auge nimmt alle visuellen Reize wahr, die von außen kommen und verwandelt sie in elektrische Impulse. Die so gewonnenen Informationen werden dann über den Sehnerv direkt an das Gehirn weiter gegeben. Das menschliche Auge ist ein Wunderwerk aus vielen verschiedenen Bausteinen, die perfekt aufeinander abgestimmt sind. Der Augapfel, die Augenmuskeln, der Sehnerv und die Schutzvorrichtungen – das sind grob gesagt die wichtigen Bausteine, die uns das Sehen ermöglichen.
Das menschliche Auge und seine Bausteine
Der Bulbus oculi, der Augapfel, ist das, was vom Auge außen zu sehen ist, alle anderen Bausteine spielen ihre Rollen von der Außenwelt versteckt. Da ist der Bewegungsapparat mit den Augenmuskeln und die Tenon-Kapsel, der Sehnerv und die Schutzvorrichtungen, zu denen die Bindehaut, die Augenhöhle, die Augenlider und der Tränenapparat gehören. Der Augapfel ist dafür zuständig, die Lichtreize, wahrzunehmen, die von außen kommen. Er ist rund und etwas kleiner als ein Tischtennisball, und im Inneren des Augapfels verbergen sich der Glaskörper, die Linse und die Augenkammern. Der Augapfel selbst besteht aus drei Schichten, der äußeren, der mittleren und der inneren Augenhaut.
Wie können wir sehen?
Die Arbeit des Auges ist ein sehr komplexer Vorgang, der nur durch das enge Teamwork zwischen den Augen und dem Gehirn funktioniert. Um überhaupt sehen zu können, bedarf es einer Lichtquelle, und das kann zum Beispiel die Sonne oder eine Lampe sein. Wenn das Licht auf das menschliche Auge fällt, dann trifft es zunächst einmal auf die Hornhaut, dann auf die Pupille, dann die Linse und den Glaskörper und landet schließlich bei der Netzhaut. Die erste Station, die Hornhaut ist transparent und hat keine Gefäße, die Hornhaut ist das Fenster des Auges. Die zweite Station ist die Pupille, sie reguliert, wie viel des Lichts tatsächlich auf die Netzhaut kommt. Ist es dunkel, dann wird die Pupille größer, damit möglichst viel Licht hereinkommt, ist es hell, dann zieht sie sich zusammen und wird klein.
Durch die Regenbogenhaut, die die Pupille umschließt, trifft das Licht dann auf die Linse und da diese gewölbt ist, werden die Lichtstrahlen hinter der Linse gebündelt und laufen dann auf der Netzhaut zusammen. Da die Linse ihre Form verändern kann, ist das menschliche Auge in der Lage, Dinge aus der Nähe und aus der Entfernung zu fokussieren. Das Bild, das schließlich auf der Netzhaut abgebildet wird, steht auf dem Kopf, aber über den Sehnerv kommen die Impulse der Nerven zur Sehrinde im Gehirn. Das Gehirn muss dann nur noch die gesendeten Signale auswerten und das Bild um 180° Grad drehen.
So wird das Auge optimal geschützt
Das menschliche Auge ist sehr empfindlich und muss entsprechend geschützt werden. Dazu hat die Natur verschiedene Schutzvorrichtungen eingebaut, die das Auge vor Schweiß, Staub, Schmutz, Nässe, Trockenheit und auch vor Bakterien schützt. Damit die Augen nicht so schnell verletzt werden können, liegen sie in knöchernen Augenhöhlen, einer Art Mulde im Gesichtsschädel, die den Augapfel umschließt. Die Augenhöhle, die sogenannte Orbita, setzt sich aus sieben Schädelknochen zusammen, die aneinandergrenzen. In der Augenhöhle sind Öffnungen, durch die sich die Gefäße ziehen und an zwei Stellen ist die Augenhöhle sehr zerbrechlich. Der Orbita-Boden und die seitliche Innenwand können zum Beispiel bei einem Faustschlag auf das Auge sofort brechen. Das menschliche Auge wird aber auch durch, zwei bewegliche Hautfalten geschützt, die Augenlider, die die vordere Seite des Auges bedecken und den Augapfel vor Druck von außen absichern. Zudem können Fremdkörper wie Staub oder Schweiß so nicht an den Augapfel dringen, und die Augen werden auch vor dem Austrocknen geschützt.
Zu wenig Bewegung und zu viel günstiges, ungesundes Essen sorgen dafür, dass Europas Bürger in den vergangenen Jahren stetig in die Breite gegangen sind. Selbst die WHO schlug im vergangenen Jahr Alarm und vermeldete für einige Länder, dass 2030 voraussichtlich kaum noch jemand normalgewichtig sein wird. Demnach werden fast die Hälfte aller Frauen und knapp zwei Drittel der Männer Übergewicht haben, besonders schlimm steht es dabei um Irland. Eine positive Entwicklung ist hingegen in den Niederlanden zu sehen. In Deutschland steigt die Anzahl der Übergewichtigen laut WHO ebenfalls, hierzulande sollen 2030 etwa 47 Prozent der Frauen (2010 waren es 44 Prozent) und 65 Prozent der Männer (2010 waren es 62 Prozent) übergewichtig sein. Weitere Details können beispielsweise bei der Wirtschaftswoche nachgelesen werden.
Schnell und einfach – klappt das Abnehmen auf diesem Weg wirklich?
Es überrascht bei diesen Zahlen kaum, dass viele Menschen sich um eine Gewichtsabnahme bemühen, nur selten wird dafür jedoch der gesunde und langfristige Weg gewählt. Viel verlockender sind hingegen die sogenannten Blitzdiäten, die mit schnellen Abnahmen locken und gleichzeitig eine Diät ohne Genusseinbußen versprechen. Wo eigentlich gesunde Ernährung und viel Bewegung auf dem Programm stehen sollten, wird das Essen stattdessen radikal gestrichen oder zu eher fragwürdigen Hilfsmitteln gegriffen. Vorbild sind hierbei oftmals die Hollywood-Stars, die nicht selten zwischen Über- und Untergewicht hin- und herpendeln, je nachdem, ob gerade ein Auftritt auf dem roten Teppich ansteht oder eben nicht. Auch der Einsatz verschreibungspflichtiger Medikamente oder sonstiger „Wunderpillen“, die sich auf dem Markt zahlreich tummeln, werden vielfach genutzt, um das Fett auf den Hüften schmelzen zu lassen.
Die sogenannten Blitz- oder auch Crashdiäten sorgen in der Regel zwar tatsächlich für Erfolge, diese sind jedoch oft nur von kurzer Dauer und bringen zudem einige nicht zu unterschätzende Gefahren mit sich. Ernährungsberaterin Sonja Mannhard warnt, dass die Magerkuren den Körper unter Stress setzen und das System von Hunger und Sättigung durcheinander bringen. Dementsprechend sei es sehr viel besser, vor und während des Abnehmens seinen Körper und dessen Signale kennenzulernen.
Absurde und gefährliche Diäten im Trend
Neben etlichen mehr oder weniger etablierten Diäten wie der Paleo- oder auch Steinzeit-Diät, der Low-Carb-Diät oder der Atkins-Diät, schaffen es Jahr für Jahr etliche neue Varianten auf den Markt. Viele von ihnen sind Modediäten und als solche nicht medizinisch untersucht. Sie versprechen meist eine ganz neue, bequeme oder besonders schnelle Art des Abnehmens, sind oftmals aber nicht ganz ungefährlich und schaden mehr als dass sie helfen. Der folgende Auszug zeigt, wie unterschiedlich es dabei zugehen kann – gleichzeitig wird aber auch deutlich, dass im Grunde nahezu jede Crashdiät ihre Schattenseite hat.
Asthmaspray-Diät
Angeblich soll Asthmaspray die Fettverbrennung anregen, indem es die Körpertemperatur erhöht. Tatsächlich gelten die enthaltenen Beta-2-Sympathomimetika als Anabolika und werden dementsprechend auch zum Doping genutzt, in hoher Dosierung wirken sie fettabbauend und muskelaufbauend. In den für Asthmatikern üblichen Dosen lässt sich dies in der Regel allerdings nicht erreichen, sodass sie zum Abnehmen nicht geeignet sind. Stattdessen haben sie insbesondere in hoher Dosierung massive Nebenwirkungen wie Muskelzittern und -krämpfe, Kopfschmerzen oder einen unregelmäßigen und schnelleren Herzschlag. Menschen, die ohnehin schon ein vorgeschädigtes Herz haben, begeben sich so mitunter sogar in Lebensgefahr.
Abführmittel-Diät
Die Abführmittel-Diät funktioniert ganz einfach: Ein Mittel wie beispielsweise Glaubersalz wird eingenommen, nach dem automatisch ein abführender Effekt stattfindet. Danach fühlen sich die „Abnehmenden“ leichter und der Bauch ist flacher. Bei dieser Diät verlässt die Nahrung den Körper schneller, als dass dieser Energie herausziehen kann. Beliebt ist diese Form der Diät gerade bei jungen Mädchen, die sich über diese und weitere fragwürdige Tipps in Abnehm-Foren online austauschen. Wer seine Verdauung jedoch vorzeitig beschleunigt, kann auf diesem Weg nicht dauerhaft abnehmen. Allein schon deshalb, weil die betreffende Person nicht lernt, wie eine ausgewogene und richtige Ernährung funktioniert. Nach einem Absetzen des Abführmittels wird es daher schnell wieder zu dem bekannten Jojo-Effekt kommen. Wer darüber hinaus dauerhaft zu Abführmitteln greift, provoziert Störungen des Wasser- und Elektrolythaushalts, vor allem die großen Kaliumverluste sind hierbei zu nennen. Ebenso könnte der Körper früher oder später unter Nährstoffmangel leiden. Zwar wird die Waage zunächst tatsächlich weniger Körpergewicht anzeigen, dies wird aber vor allem am Wasserverlust liegen und spätestens am Ende der Kur folgt eine erneute Gewichtszunahme.
Rohkost-Diät
Generell ist der Genuss von Rohkost nicht unbedingt negativ, immerhin ist rohes Gemüse gesund und sättigt meist besser als die gekochte Variante, da Gemüse viel Wasser enthält und es durch das Kochen viel Volumen einbüßt. Zudem muss rohes Gemüse länger gekaut werden, was ebenfalls für einen Sättigungseffekt sorgt.
Dennoch gibt es auch Nachteile dieser Ernährungsform: Denn nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung leiden Rohköstler häufiger unter Nährstoffmangel, insbesondere Protein, Vitamin B12, D, B2, Kalzium und Zink sind davon betroffen. Grund dafür ist die Tatsache, dass auf Milchprodukte und Getreide verzichtet wird und auch kaum fettlösliche Vitamine zu sich genommen werden. Langfristig ist diese Ernährungsweise demnach nicht geeignet – an sich ist der Verzehr von Rohkost aber keineswegs schlimm und kann durchaus in den Alltag eingebaut werden, um hier und da eine Mahlzeit zu ersetzen oder täglich eine gewisse Menge gesundes Obst und Gemüse zu sich zu nehmen.
Bockwurst-Wodka-Diät
Diese absurd klingende Diätvariante war laut Zeitzeugen bereits in der DDR beliebt. Getrunken wird hierbei sowohl morgens als auch abends ein kleines Glas Wodka, mittags ein großes. Dazu wird mittags außerdem eine Bockwurst gegessen. Angeblich werden auf diese Weise weniger Kalorien zu sich genommen als verbraucht werden, dementsprechend entsteht ein Gewichtsverlust. Eine solch unausgewogene Ernährung macht jedoch nicht dauerhaft schlank und schadet zudem noch der Gesundheit, denn der regelmäßige Alkoholkonsum kann abhängig und sogar krank machen – schlimmstenfalls kann das Trinken zu Leberzirrhose und einer Fettleber führen, aber auch Organe wie Bauchspeicheldrüse und Herzmuskel werden geschädigt. Nicht zuletzt könnte durch die einseitige Ernährung außerdem eine Mangelversorgung mit Nährstoffen entstehen.
Diäten der Hollywood-Stars
Gerade die Diven Hollywoods setzen so manches Mal auf gefährliche Diättrends, die zwar sehr effektiv, aber nur selten gesund sind. Laut Woman verlor Beyoncé beispielsweise innerhalb von wenigen Tagen vor dem Dreh des Films „Dreamgirls“ ganze neun Kilo. Dafür setzte sie auf das Master Cleanse System, bei dem 10 bis 45 Tage lang nur ein Getränk aus heißem Wasser mit etwas Zitronensaft, Ahornsirup und Cayennepfeffer getrunken wird. Die Methode ist durchaus gefährlich und provoziert regelrecht einen Jojo-Effekt, denn zwar ist die Flüssigkeitszufuhr hoch, doch der Körper hungert im Grunde. Gefährlich ist hierbei vor allem die Tatsache, dass die Stars als Vorbild herangezogen werden und insbesondere ihre jungen Fans beeinflussen.
Crashdiät vs. gesunde Ernährung
Letztendlich ist festzuhalten, dass Crashdiäten zwar einen kurzfristigen Erfolg mit sich bringen, dauerhaft jedoch nur selten sinnvoll sind. Eine Veränderung der Gewohnheiten findet nicht statt, wenngleich eine Diät aber durchaus als kurzfristige Hilfestellung und Unterstützung in der Anfangsphase einer Ernährungsumstellung dienen kann. Hierbei sind es vor allem die schnellen Erfolge, die für Motivation und Durchhaltevermögen sorgen, langfristig betrachtet sollte im Anschluss jedoch eine echte Umstellung des Essverhaltens folgen. Eine solche nachhaltige Diät lebt laut des Fitnessexperten Peak.ag vor allem von drei Säulen – Motivation, Sport und Ernährung. Sie sind voneinander abhängig und bestimmen den Trainings- und Abnehmerfolg enorm. Wer Schwierigkeiten hat, einen ersten Einstieg in eine gesunde Diät zu finden, der kann sich außerdem an folgende Tipps halten:
Diättagebuch
Viele Ernährungsexperten raten zu einem sogenannten Diättagebuch, in dem einfach alles aufgeschrieben wird, was konsumiert wird. So lässt sich die aktuelle Situation abschätzen und verbessern. Idealerweise werden die Aufzeichnungen von einem Experten analysiert, sodass die Basis für eine Ernährungsberatung geschaffen wird. Wichtig ist es im Anschluss, realistische Ziele zu setzen und sich auch über kleine Teilerfolge zu freuen. So steigt letztendlich auch die Motivation.
Diät in den Alltag integrieren
Wer sich an einer Diät versucht, der sollte unbedingt darauf achten, dass sie sich in den Alltag einbinden lässt. Sind die Rezepte einfach umsetzbar? Lassen sich die Zutaten einfach besorgen? Welche Kosten bringt die Diät mit sich? Kann auf bestimmte Lebensmittel wirklich verzichtet werden? Auch hier sollte aber von Anfang an klar sein, dass kein Diätprogramm bei Gewichtsproblemen als dauerhafte Lösung zu betrachten ist. Sie können lediglich dabei helfen, die Ernährungsumstellung einzuleiten.
Stoffwechsel ankurbeln
Nur selten reicht gesundes Essen für eine Abnahme aus, meist mangelt es auch an Bewegung. Hierbei ist aber nicht nur der gewählte Sport wichtig (der in erster Linie vor allem Spaß machen sollte), sondern auch eine gute Mischung aus Ausdauer und Krafttraining. Denn zwar sorgt Ausdauersport für einen besseren Stoffwechsel, ein trainierter Körper verbrennt jedoch mehr und tut dies vor allem auch im Ruhezustand.
Etwa eine Million Menschen weltweit infiziert sich jedes Jahr mit Tetanus, einer Krankheit, die viele unter ihrem deutschen Namen Wundstarrkrampf kennen. Die Infektionskrankheit Tetanus tritt in Deutschland allerdings relativ selten auf, denn viele Deutsche sind geimpft und auch die hygienischen Verhältnisse sind hierzulande so gut, dass der Erreger kaum eine Chance hat. Clostridium tetani – so heißt der Erreger, der die Infektionskrankheit Tetanus auslöst und wenn dieser Erreger in die Muskeln des Körpers eindringt, dann verkrampft sich die Muskelmasse dermaßen, dass es zu Lähmungserscheinungen kommt.
Welche Ursachen hat die Infektionskrankheit Tetanus?
Der Name Wundstarrkrampf verrät es bereits, die Ursachen für Tetanus sind in den offenen Wunden zu finden, durch der Erreger in den Körper eindringen kann. Das Bakterium hat die Form eines Stäbchens und kann sich nur dann vermehren, wenn die Umgebung arm an Sauerstoff ist, was bei offenen Wunden besonders dann zutrifft, wenn sie stark ausgefranste Ränder haben. Einmal in die Wunde eingedrungen, bilden die Bakterien Sporen und damit eine dauerhafte Form des Erregers, und wenn die Bedingungen besonders ungünstig sind, dann können sie sehr lange überleben. Erschwerend kommt hinzu, dass der Erreger zum einen widerstandsfähig gegen Hitze, Austrocknung und Desinfektionsmittel ist und zum anderen in der Umwelt praktisch überall vorkommt. Die meisten Tetanus-Erreger finden sich im Erdreich, in tierischen Ausscheidungen, aber auch auf der Haut von Tieren und in ihrer Darmflora.
Der Tetanus Infektionsweg
Es ist nicht der Erreger selbst, der in die Wunde gelangt, es sind vielmehr die Sporen, die auch ohne Sauerstoff leben können. Meist reicht schon eine kleine Verletzung, die verschmutzt wird und schon wandern die Sporen in den menschlichen Körper. Das kann zum Beispiel bei der Gartenarbeit passieren, aber auch bei Verkehrsunfällen und Unfällen in der Landwirtschaft ist die Infektionskrankheit Tetanus präsent. Ist der Erreger einmal in der Wunde, dann vermehrt er sich dort und gibt das Gift Tetanustoxin in die Blutbahn ab. Der Giftstoff gerät dann über den Blutkreislauf in das zentrale Nervensystem ins Gehirn und auch ins Rückenmark. Dort angekommen, werden bestimmte Nervenzellen deaktiviert und alle Nervenimpulse, die normalerweise die Muskeln entspannen sollen, können nicht mehr weitergeleitet werden, was schließlich zu den für Tetanus typischen Verkrampfungen führt.
Die Tetanus Symptome
Für die Infektionskrankheit Tetanus gibt es klassische Symptome, wie Kopfschmerzen, Schwindel, Schmerzen in den Muskeln, eine allgemeine Mattigkeit und auch starke Schweißausbrüche. Im weiteren Verlauf kann eine sogenannte Kieferklemme dazu kommen, die Betroffenen haben einen grinsenden Gesichtsausdruck, da sich die Zungen- und Gesichtsmuskulatur verkrampft, auch die Beine, die Arme, der Nacken und die Bauchmuskulatur werden in Mitleidenschaft gezogen. Die Muskelkrämpfe sind schmerzhaft und dauern bis zu zwei Minuten an, sie werden noch verstärkt durch optische Reize wie helles Licht, akustische Reize, laute Geräusche und mechanische Reize, wie leichte Berührungen. Die Infektionskrankheit Tetanus führt auch zu einem erhöhten Stoffwechsel, was hohes Fieber auslösen kann und wenn sich die Kehlkopfmuskulatur verkrampft, dann kommt es zu Atemnot, die Betroffenen drohen zu ersticken.
Wie wird Tetanus behandelt?
Gegen die Infektionskrankheit Tetanus gibt es kein direktes Gegenmittel, alles, was die Ärzte in einem akuten Fall tun können, ist die Symptome zu lindern und die Vermehrung des Krankheitserregers zu vermindern. Zunächst muss die Wunde gründlich gereinigt und dann breit geöffnet werden. Durch die offene Wundbehandlung kommt Sauerstoff in den Wundbereich und das ist hilfreich, damit sich die Bakterien nicht weiter vermehren. Zusätzlich werden Antibiotika gegeben, die das Tetanustoxin vor allem im Gehirn und im Rückenmark neutralisieren sollen. Der effektivste Schutz gegen die gefährliche Infektionskrankheit Tetanus ist aber eine Impfung, denn sie setzt eine aktive Immunisierung in Gang, der Körper ist in der Lage, Antikörper zu bilden und sich so vor dem Erreger dauerhaft zu schützen.
Schmerzmittel sind in der Medizin ein heikles Thema. Auf der einen Seite sind Schmerzmittel ein Segen, denn sie machen den Menschen, die zum Beispiel an Krebs erkrankt sind, das Leben einfacher, auf der anderen Seite sind Schmerzmittel ein Fluch, denn sie führen nicht selten in die Abhängigkeit. Fluch und Segen zugleich ist auch Tilidin, ein Wirkstoff, der in vielen Schmerzmitteln zu finden ist. Tilidin gegen Schmerzen ist hilfreich, aber gleichzeitig auch sehr gefährlich.
Was ist Tilidin?
Tilidin ist kein Medikament, sondern ein künstlich hergestellter Wirkstoff, der vor allem in der Drogenszene zu trauriger Berühmtheit kam. Nur Tilidin gegen Schmerzen einzunehmen, wäre wenig effektiv, erst wenn der Wirkstoff sich in der Leber in Nortilidin und Bisnortilidin verwandelt, dann tritt eine schmerzstillende Wirkung ein. Die beiden Stoffe wirken im zentralen Nervensystem und aktivieren dort ein schmerzstillendes System. Da Tilidin gegen Schmerzen zu den Opioiden gehört, entfaltet es eine euphorisierende und enthemmende Wirkung, was die Substanz für Drogenabhängige so interessant macht.
Wann wird Tilidin gegen Schmerzen eingesetzt?
Schmerzmittel mit Tilidin werden in der Regel nach schweren Operationen verabreicht, aber auch Menschen, die unter Rheuma oder unter starken Tumorschmerzen leiden, bekommen Tilidin gegen ihre Schmerzen. Der Wirkstoff Tilidin gegen Schmerzen ist die eine Seite, die andere Seite ist die Gefahr, abhängig zu werden, und das passiert unweigerlich, wenn Schmerzmittel, die Tilidin enthalten, über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Um die Gefahr der Sucht so niedrig wie eben möglich zu halten, wird Tilidin mit dem Wirkstoff Naloxon kombiniert. Das Naloxon wird dabei so dosiert, dass es das Tilidin blockiert, wenn es intravenös gegeben wird. Ist die Dosierung aber zu niedrig und wird oral eingenommen, dann hat das auf die Wirkung von Tilidin keinerlei Wirkung.
Welche Nebenwirkungen hat Tilidin?
Selbst wenn Tilidin gegen Schmerzen Erfolge erzielt, die Patienten, die den Wirkstoff einnehmen müssen, klagen über zahlreiche Nebenwirkungen. So wird das Urteils- und das Wahrnehmungsvermögen gestört, es kann zu schweren Depressionen und auch zu Schlafstörungen kommen. Appetitlosigkeit ist eine Nebenwirkung und auch Krampfanfälle sind keine Seltenheit. Was Tilidin aber besonders gefährlich macht, ist die Tatsache, dass der Wirkstoff die Psyche verändert und unempfindlich gegen Schmerzen macht. Wer Schmerzmittel mit Tilidin über einen längeren Zeitraum einnimmt, der wird angstfrei, leidet unter Selbstüberschätzung, wird größenwahnsinnig, kaltblütig und hoch aggressiv. Diese fatalen Nebenwirkungen machen Schmerzmittel, die Tilidin enthalten, bei Straßenbanden, in Rockerkreisen und auch bei den Kämpfern des IS sehr beliebt.
Welche Wechselwirkungen gibt es?
Vor allem im Zusammenhang mit Alkohol werden Schmerzmittel mit Tilidin sehr gefährlich. Es kommt zu einer verstärkten und verlängerten Wirkung, die sich auf das zentrale Nervensystem auswirkt. Die Betroffenen fangen an, flach und langsam zu atmen, was im schlimmsten Fall zu einer tödlichen Atemlähmung führen kann. Auch mit anderen Opioiden sollte Tilidin nicht kombiniert werden, denn die Wechselwirkungen sind nicht einschätzbar.
Wie wird Tilidin dosiert?
Soll Tilidin gegen Schmerzen helfen, dann muss es richtig dosiert werden. Erhältlich ist Tilidin als Tabletten und in flüssiger Form. Erwachsene sollten nicht mehr als 20 bis 40 Tropfen maximal viermal am Tag einnehmen, Kinder dürfen nur viermal am Tag einen Tropfen pro Lebensjahr nehmen. Wird ein Schmerzmittel mit Tilidin über einen längeren Zeitraum gegeben, dann kann es trotz einer niedrigen Dosierung süchtig machen. Tilidin gehört zu den schwächeren Opioiden und hat nur rund ein Fünftel der Wirkung, die Morphium entfaltet. Das ist auch der Grund, warum Schmerzmittel, die den synthetischen Wirkstoff enthalten, lange Zeit nicht in der Liste der BtMG-pflichtigen Schmerzmittel zu finden war. Da es aber in den letzten Jahren vermehrt zu einem Missbrauch mit Tilidin-haltigen Mitteln gekommen ist, wurden 2013 strengere Maßstäbe eingeleitet. Heute sind Schmerzmittel, die Tilidin enthalten, im BtMG unter der Anlage III gelistet.