Schlagwort: Liebe

  • Sex im Freien: Was ist erlaubt?

    Sex im Freien: Was ist erlaubt?

    Das Steigen der Temperaturen im Sommer ist für viele der ideale Anlass, die zwischenmenschlichen Aktivitäten des Schlafzimmers ins Freie zu verlagern. Outdoor-Sex ist beliebt – und zwar bei Jung und Alt. Doch was ist eigentlich das Besondere am Sex an ungewohnten Orten und ist die Liebe tatsächlich so frei, wie alle immer behaupten?

    Raus aus dem Trott und rein ins Abenteuer

    Sex im Freien ist in erster Linie deswegen so beliebt, weil es anders ist. Es weicht vom herkömmlichen Liebesspiel ab und bietet gänzlich neue Möglichkeiten. Diese beziehen sich nicht nur auf den Ort an sich, sondern auch an Sexstellungen, Vorspiel etc. Es ist dieses Spiel mit dem Unbekannten und Neuen, was auf die meisten so eine große Faszination ausübt. Sex im Freien hat immer etwas Abenteuerliches an sich, wirkt – weit entfernt vom heimischen Bett – anrüchig und manchmal sogar ein bisschen verboten (mehr dazu weiter unten in diesem Beitrag).

    Eine weitere Komponente, die den Sex im Freien so interessant macht, ist die ständige Gefahr erwischt zu werden. Der damit verbundene Nervenkitzel stellt für viele extremen Kick dar und  steigert die sexuelle Lust noch zusätzlich. Was vielleicht ganz harmlos in einem einsamen Wald beginnt, entwickelt sich oftmals zu Selbstläufer. Menschen, die sich für Sex im Freien begeistern, sind immer auf der Suche nach noch ungewöhnlicheren Orten und der noch größeren Gefahr, beim Liebesspiel ertappt zu werden. Die Befriedigung geht also nicht nur vom Geschlechtsakt an sich aus, sondern hat auch sehr viel mit dem ganzen „Drumherum“ zu tun.

    Ausgefallene Orte für Sex im Freien

    Das Schöne an der Freiluft-Liebe ist, dass die Möglichkeiten schier grenzenlos sind. Wer mutig ist und ein Mindestmaß an Kreativität an den Tag legt, wird an vielen verschiedenen Orten Lust auf ein kleines Abenteuer bekommen. Zu den beliebtesten Orten für Sex im Freien gehören:

    • Wiese
    • Wald
    • Hochsitz (für Förster und Jäger)
    • Auto (Motorhaube, Dach, …)
    • Balkon / Terrasse
    • heimischer Garten
    • Freibad
    • Seen / Flüsse
    • Parks
    • Berge
    • Strand

    Ist Sex im Freien erlaubt?

    Wenn sich ein Paar für ein spontanes Schäferstündchen im Freien entscheidet, dann ist dieses Liebesabenteuer nicht automatisch von der Öffentlichkeit ausgeschlossen. Das gilt vor allem dann, wenn Sie beispielsweise im Freibad, Park oder einem anderen öffentlichen Ort von Ihrer Lust übermannt werden. Auch der klassische „Sex on the Beach“, also Geschlechtsverkehr am Strand, kann in aller Regel als öffentlich bezeichnet werden – und sorgt in vielen Ländern für mächtig Ärger.

    Doch nicht nur im Ausland, sondern auch hier in Deutschland kann es unter Umständen zu Problemen kommen, wenn Sie Sex im Freien haben – und zwar dann, wenn Sie dabei von anderen beobachtet werden und diese sich belästigt fühlen. In diesem Fall spricht man auch von der berühmt-berüchtigten Erregung öffentlichen Ärgernisses.

    Wichtig: Sie machen sich erst dann wirklich strafbar, wenn jemand Anzeige gegen Sie erstattet. Ein weiterer wichtiger Punkt für eine Straftat ist, dass Sie es regelrecht darauf anlegen, gesehen zu werden und damit Reaktionen anderer provozieren.

    Unsere Übersicht verdeutlicht noch einmal, was beim Sex im Freien erlaubt ist und was nicht:

    Erlaubt Nicht erlaubt
    Sex im Auto (an einsamen Orten, mit verhüllten Fenstern) Sex in der Öffentlichkeit, der die „Erregung öffentlichen Ärgernisses“ erregt
    Sex an anderen, nicht einsehbaren Orten (zum Beispiel Dickicht im Wald, einsame Wiesen, etc.) Sex an öffentlichen Orten, beispielsweise Freibad

     

    Übrigens: Wer sich für ein Freiluft-Schäferstündchen an einen scheinbar verlassenen Ort zurückzieht und dennoch von jemandem beobachtet wird, muss nicht gleich mit einer Strafanzeige rechnen – schließlich haben Sie den Liebesakt bewusst unter Ausschluss der Öffentlichkeit vollzogen. Die Mehrheit der Menschen verhält sich in einer solchen Situation überaus kulant.

    Wer beim Sex im Schwimmbad oder an einem beaufsichtigten Badesee erwischt wird, muss nicht nur mit einer eventuellen Anzeige, sondern auch einem Hausverbot rechnen. Wie lang dieses gilt, liegt in den Händen des Betreibers.

    Bild: © Depositphotos.com / AntonioGuillemF

  • Nachlassabwicklung – ein notwendiger Prozess

    Nachlassabwicklung – ein notwendiger Prozess

    Wenn ein Angehöriger stirbt, dann ist das für die Hinterbliebenen immer ein großer emotionaler Schock, aber nicht immer bleibt die Zeit, den Tod zu verarbeiten. Auch wenn die Verwandten Ruhe brauchen, um die Trauer zu bewältigen, es warten viele unaufschiebbare Termine, die erledigt werden müssen. So müssen nicht nur die Beerdigung organisiert und der Nachlass geregelt werden, es stehen auch Behördengänge auf dem Plan, die Bank muss benachrichtigt werden und vielfach müssen sich die Hinterbliebenen um die Auflösung des Haushaltes kümmern. Nicht selten fühlen sich die Verwandten dann überfordert und wissen nicht, was zuerst und was zuletzt getan werden muss. In diesem Fall bietet sich eine professionelle Nachlassabwicklung an, die Zeit, Ärger und vor allem viel Stress erspart.

    Welche Leistungen umfasst eine Nachlassabwicklung?

    Den Angehörten fehlen oft die Erfahrung und auch das Wissen, wie ein Nachlass korrekt abgewickelt wird, und daher ist es eine gute Entscheidung, den Nachlass von einem Spezialisten abwickeln zu lassen. Zu einer professionellen Nachlassabwicklung gehören unter anderem:

    • Die Auflösung des Haushaltes
    • Der Verkauf von Hausrat, eventuell auch von Schmuck, Kunstgegenständen oder Antiquitäten
    • Die Kündigung des Mietverhältnisses
    • Die Kündigung bei den zuständigen Versorgungsunternehmen, wie beispielsweise dem Stromversorger
    • Der Verkauf des Autos
    • Der Verkauf eines Hauses oder einer Eigentumswohnung
    • Die Auflösung der Konten im In- und Ausland
    • Die Regelung der Grabpflege

    Alle diese Dinge kosten die Hinterbliebenen viel Zeit, aber wenn zum Beispiel eine Wohnung nicht zeitnah ausgeräumt wird, dann kostet auch das bares Geld, denn die Miete läuft in diesem Fall weiter. Eine professionelle Nachlassabwicklung umfasst jedoch nicht nur die unmittelbaren Tätigkeiten, die nach einem Todesfall getan werden müssen, auch das Erbe muss geregelt werden.

    Eine Hilfe für die Erben

    Nach dem Tod eines Angehörigen muss nicht nur der Nachlass abgewickelt, sondern auch das Erbe geregelt werden. Erben ist nicht so einfach, wie es sich vielleicht anhört, denn an Streitigkeiten rund ums Erbe sind schon viele Familien zerbrochen. Wer mit einem professionellen Nachlassverwalter wie zum Beispiel der Hoerner Bank AG zusammenarbeitet, der kann die Probleme minimieren, die es vielfach um das Erbe gibt. So kümmert sich die Hoerner Bank AG  bei der Abwicklung des Erbes auch um alle erforderlichen Dokumente und Unterlagen, die für die Beantragung eines Erbscheins benötigt werden. Die Mitarbeiter des Bankhauses kümmern sich zudem um die Suche nach möglichen Erben, die im Ausland leben und unterstützen den Alleinerben bei Verwaltung des Erbes.

    Ein Partner für die Erbengemeinschaft

    Nicht nur für einen Alleinerben ist ein kompetenter Nachlassverwalter eine sehr große Hilfe, auch für eine Erbengemeinschaft ist die Zusammenarbeit mit einem Nachlassverwalter ein Vorteil. Ein kundiger und seriöser Nachlassverwalter kann im Vorfeld eventuelle Zwistigkeiten zwischen den Erben schlichten und die Regelung des Erbes in eine Richtung lenken, mit der alle Mitglieder einer Erbengemeinschaft einverstanden sind. Es muss jedoch immer die Voraussetzung gegeben sein, dass sich die Erben mit der Abwicklung durch einen Nachlassverwalter einverstanden erklären. Wenn das der Fall ist, dann kann der Nachlass ohne Ärger und ohne Streit geregelt werden. Wie bei einem Alleinerben, so kümmert sich der Nachlassverwalter auch bei einer Erbengemeinschaft um die notwendigen Behördengänge, um den Verkauf der Wertgegenstände des Verstorbenen und um die Auflösung des Haushalts. Die Erben haben so immer die Gewissheit, dass nichts Wichtiges übersehen wird und dass alle Dokumente und Unterlagen zusammengefasst werden und nicht verloren gehen. Die Erben können selbstverständlich darüber bestimmen, welche Aufgaben der Nachlassverwalter übernehmen soll und welche Aufgaben sie selbst übernehmen möchten.

    Der Tod eines geliebten Menschen muss durch die Trauer verarbeitet werden, aber die Bürokratie kümmert sich nicht um diesen so wichtigen Prozess. Mit einem professionellen Nachlassverwalter wird es für die Angehörigen und auch die Erben leichter, mit dem Verlust zurechtzukommen.

    Bild: © Depositphotos.com / ivonnewierink

  • Ist zu heißer Kaffee ungesund?

    Ist zu heißer Kaffee ungesund?

    Kaffee ist mit Abstand das beliebteste Getränk der Deutschen, umso schlimmer war die Nachricht, dass der Genuss von Kaffee möglicherweise krebserregend ist. Zwar sind die internationalen Krebsforscher heute von dieser Behauptung abgerückt, aber jetzt gibt es eine neue Warnung, die vielen passionierten Kaffeetrinkern den Muntermacher am Morgen verderben wird.

    Kaffee ist nicht ungesund

    1991 schockte die Nachricht die Kaffeetrinker in Deutschland, dass Kaffee Krebs auslösen kann. Forscher hatten das beliebte Getränk in die Kategorie 2B eingeordnet und Kaffee damit, was die Gefahr für eine Krebserkrankung angeht, auf eine Stufe mit Blei und Chloroform gestellt. Damals hieß es, dass Kaffee vor allem Harnblasenkrebs auslösen könnte. Dieses Forschungsergebnis wurde zwar revidiert, jedoch gibt es eine neue Hiobsbotschaft und die betrifft die Temperatur, mit der Kaffee getrunken wird.

    Nicht zu heiß trinken

    Auch wenn kalter Kaffee angeblich schön machen soll, echte Kaffeefreunde trinken ihren Kaffee doch lieber heiß. Das kann aber, wenn es nach neuen Studien geht, gefährlich für die Speiseröhre sein, denn Kaffee, der mehr als 65° Grad heiß ist, kann nach Ansicht der Wissenschaftler Speiseröhrenkrebs auslösen. Das gilt aber nicht nur für Kaffee, sondern auch für Tee und andere Getränke, die heiß getrunken werden. Schon in früheren Untersuchungen war der in China so beliebte Mate-Tee im Visier der Forscher und stand im Verdacht, Krebserkrankungen der Speiseröhre auszulösen. Dazu muss allerdings gesagt werden, dass die Chinesen ihren Tee um einiges heißer trinken, als das in Europa der Fall ist.

    Kaffee ist gut für die Gesundheit

    Wer seinen Kaffee nicht allzu heiß trinkt, der tut etwas für seine Gesundheit, denn Kaffee hat viele positive Eigenschaften. So haben Studien bewiesen, dass Kaffee das Herz schützt und dass diejenigen, die zwischen drei und fünf Tassen Kaffee am Tag trinken, eher selten verkalkte Arterien haben und auch das Risiko ein Herzleiden zu bekommen, ist geringer.

    Bild: © Depositphotos.com / amenic181

  • So wirkt Alkohol im Gehirn

    So wirkt Alkohol im Gehirn

    Auf jeder Zigarettenschachtel sind Warnhinweise und Schockbilder zu sehen, die darauf hinweisen, wie schädlich das Rauchen ist, auf Flaschen mit Gin, Wodka oder Wein fehlen diese Hinweise und Schockbilder leider. Alkohol ist überall zu bekommen, und daher eine beliebte Droge für die Freizeit, unterschätzen sollte man die Wirkung von Alkohol jedoch nicht, denn er löst im Gehirn Aktivitäten aus, mit denen nur die wenigsten rechnen.

    Eine Stimulation fürs Gehirn

    Wer Alkohol trinkt, der verändert sein Verhalten, denn Alkohol hat Einfluss auf den Neurotransmitter Glutamat. Das Gehirn wird stimuliert und man wird entspannter und auch geselliger, Menschen, die im normalen Leben eher schüchtern und gehemmt sind, werden mit der richtigen Dosis Alkohol zu wahren Stimmungskanonen. Man sollte sich dieser Wirkung jedoch bewusst sein, denn Alkohol hat leider auch den unschönen Nebeneffekt, dass die Hemmschwelle in jeder Beziehung sehr deutlich sinkt. Wenn die Menge stimmt, dann sorgt Alkohol dafür, dass man sehr schnell ins Traumland kommt, allerdings leidet die Qualität des Schlafes, und zwar mit jedem getrunkenen Glas.

    Wirkt Alkohol gegen Schmerzen?

    Die Frage, ob und wie sich Alkohol auf das Schmerzempfinden auswirkt, lässt sich weder mit Ja noch mit Nein beantworten. Alkohol hat tatsächlich die Fähigkeit, physische Schmerzen zu lindern, aber diesen Effekt spüren nicht alle Menschen. Da Schmerzen immer ein Alarmsignal des Körpers ist, sollte man sie nach Möglichkeit nicht mit Alkohol betäuben, sondern lieber zum Arzt gehen und nach den Ursachen forschen lassen.

    Alkohol als Beruhigungsmittel?

    Einen Schnaps zur Beruhigung, wenn die Nerven flattern – das kann hilfreich sein, es sollte aber bei einem Schnaps bleiben. Alkohol kann jedoch nicht nur die Nerven beruhigen, er produziert zudem die Ausschüttung von Dopamin, was auch als Glückshormon bekannt ist, und das kann gefährlich werden. Wer durch Alkohol glücklicher wird, der möchte dieses Gefühl immer wieder haben und das ist ein erster Schritt in die Sucht.

    Bild: © Depositphotos.com / belchonock

  • iga.Report 32: psychische Belastung in der Arbeitswelt

    iga.Report 32: psychische Belastung in der Arbeitswelt

    Arbeit kann – unter Umständen – krank machen. Hierbei handelt es sich keinesfalls um eine neue Erkenntnis, die nun für große Überraschung sorgt. Doch auch wenn dieser Fakt bekannt ist, ist es wichtig, sich immer wieder mit den verschiedenen Auslösern der Erkrankungen auseinanderzusetzen. Die Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) geht da mit gutem Beispiel voraus. Die Organisation, die aus gesetzlichen Kranken- und Unfallversicherungen besteht, hat vor kurzem einen neuen Report veröffentlicht. In diesem geht es konkret um das Thema „psychische Belastung am Arbeitsplatz“.

    Psychische Belastung ist nicht gleich psychische Erkrankung

    Hiltraut Paridon, die Hauptautorin vom iga.Report 32 stellt gleich zu Beginn des Schriftstückes klar, dass psychische Belastungen am Arbeitsplatz differenziert betrachtet werden müssen. Im Laufe der letzten Jahre hat sich ein Fehler in die Denkweise vieler Menschen eingeschlichen. Die psychischen Belastungen werden mit psychischen Erkrankungen gleichgesetzt oder als deren Vorstufe verstanden. Natürlich kann das eine das andere bedingen, doch ist es schlichtweg falsch, psychische Erkrankungen als einzige Folge einer psychischen Belastung zu sehen.

    Laut Paridon handelt es sich bei psychischen Belastungen in der Arbeitswelt um „die Anforderungen, die sich aus einer Arbeitssituation ergeben“. Sie weist außerdem darauf hin, dass sich Experten inzwischen darauf geeinigt haben, die psychische Belastung in vier Kategorien einzuteilen:

    1. die Arbeitsaufgabe bzw. den Arbeitsinhalt
    2. die Arbeitsorganisation bzw. den Arbeitsablauf
    3. die Arbeitsumgebung und die Arbeitsmittel
    4. die sozialen Beziehungen

    Demgegenüber steht die Definition von psychischen Erkrankungen, die von Hiltraut Paridon folgendermaßen erklärt werden: „Psychische Erkrankungen sind krankhafte Beeinträchtigungen der Wahrnehmung, des Denkens, Fühlens, Verhaltens bzw. der Erlebnisverarbeitung oder der sozialen Beziehungen.“

    Umfassende Literaturrecherche zum Thema

    Beim iga.Report 32 handelt es sich nicht um eine eigenständige Studie, in der neue Erkenntnisse vorgestellt werden. Peridon und ihrer Kollegin Mühlberg war mehr daran gelegen, einen umfassenden Überblick über die bisher bestehende Literatur und Forschung zu verschaffen. Um das zu realisieren, wurde eine umfassende Literaturrecherche durchgeführt, bei der im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. April 2014 761 Arbeiten zu den psychischen Belastungen am Arbeitsplatz gefunden werden konnten. Um eine qualitative Analyse durchzuführen, wurde die Zahl der Studien mehrfach dezimiert, bis schlussendlich 164 übrig blieben.

    Diese 164 Arbeiten wurden schließlich in verschiedene Kategorien eingeteilt, die die Vielseitigkeit der psychischen Belastung am Arbeitsplatz unterstrichen, und eingehender analysiert. Dabei erlangten die beiden Diplom-Psychologinnen Peridon und Mühlberg zahlreiche Erkenntnisse.

    Tipp: Hier können Sie den iga.Report 32 kostenfrei herunterladen und alle Ergebnisse nachlesen.

    Die verschiedenen Facetten der psychischen Belastung am Arbeitsplatz

    Körperliche Erkrankungen und Beschwerden z.B. Bluthochdruck, Schlaganfälle, Diabetes, Frühgeburten und geschwächtes Immunsystem
    Psychische Erkrankungen und Beschwerden z.B. Burnout, Depression, Suizid und Angststörungen
    Motivation und Affekt z.B. Arbeits(un)zufriedenheit, Kündigungsintentionen, Wohlbefinden und Motivation
    Gesundheitsverhalten z.B. Essverhalten, Sport, Raucherverhalten und Schlafqualität
    Berufliche Performanz z.B. Leistung am Arbeitsplatz, Kreativität und Gruppenleistung
    Familie und Freizeit z.B. Konflikte in der Familie, Möglichkeit abzuschalten und Erziehung
    Arbeitsausfall z.B. Abwesenheitszeiten, Frühberentung und Kündigung
    Sicherheit am Arbeitsplatz z.B. Sicherheitsverhalten
    Soziales Verhalten am Arbeitsplatz z.B. Konflikte, Aggressionspotential und Gruppenzusammenhalt

    Die Übersicht zeigt sehr gut, wie vielseitig der Einfluss der psychischen Belastung in der Arbeitswelt auf die einzelne Person ist. Sie macht außerdem klar, wie wichtig es ist, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen, um mögliche Folgen zu vermeiden. Eine präventive Vorgehensweise ist hierbei das A und O und sollte insbesondere auch von Arbeitgebern ernstgenommen werden.

    Diese Faktoren machen das Arbeiten ungesund

    Im iga.Report 32 wird immer wieder auf Fehlbelastung im Beruf hingewiesen, welche für verschiedene gesundheitliche Schäden verantwortlich ist. Abschließend soll nun noch geklärt werden, welche psychischen Belastungen die Gesundheit besonders stark beeinflussen.

    • hohe Arbeitsintensität
    • geringer Handlungsspielraum
    • Kombination von hoher Arbeitsintensität und geringem Handlungsspielraum („job stain“)
    • Kombination von hohem job strain und geringer sozialer Unterstützung
    • geringe soziale Unterstützung
    • Ungleichgewicht zwischen Verausgabung und Belohnung
    • Überstunden
    • Schichtarbeit
    • Rollenstress
    • aggressives Verhalten am Arbeitsplatz
    • Arbeitsplatzunsicherheit

    Es gibt viele Variablen, die die Gesundheit eines Menschen beeinträchtigen können. Wenn Sie nicht wollen, dass Sie durch Ihre Arbeit krank werden, sollten Sie die oben stehenden Punkte vermeiden.

    Bild: © Depositphotos.com / kieferpix

  • Junger Mann stirbt nach Zahn-OP – das war der Grund

    Junger Mann stirbt nach Zahn-OP – das war der Grund

    Kaum jemand geht gerne zum Zahnarzt, viele haben Angst und einige sogar eine regelrechte Panik, wenn sie nur daran denken, auf dem Stuhl Platz nehmen zu müssen. So erging es wohl auch einem jungen Mann, der einen Besuch beim Zahnarzt vor sich hatte und der die Operation bei einem Zahnarzt nicht überlebt hat.

    Lieber Schmerzen als Behandlung

    Die panische Angst vor dem Zahnarztbesuch hat bei den meisten Angsthasen dann ein Ende, wenn die Schmerzen in den Zähnen unerträglich werden. Für eine Weile sind Schmerzmittel eine Lösung, aber auf Dauer lassen sich die Schmerzen nicht betäuben, denn der Körper gewöhnt sich daran und die erhoffte Wirkung lässt mehr und mehr nach. Der junge Mann, der jetzt beim Zahnarzt starb, hat nach den Angaben seiner Mutter so große Panik gehabt, dass er täglich zu verschiedenen Schmerzmittel wie Ibuprofen und Paracetamol gegriffen hat.

    Tod durch Herzversagen

    Laut der Obduktion der Leiche starb der Patient an einem Herzversagen, und nach Ansicht der Pathologen kann dieser plötzliche Herzstillstand durch die tägliche Einnahme von schmerzstillenden Medikamenten herbeigeführt worden sein. Studien, die sich mit diesem Thema befasst haben, sind zu dem Schluss gekommen, dass sowohl der Wirkstoff Ibuprofen als auch Diclofenac und Coxiben als Risikofaktoren gelten, wenn es um die Bekämpfung von Schmerzen im Zusammenhang mit operativen Eingriffen geht. Bis zu fünf Tabletten soll der junge Mann Tag für Tag heimlich genommen haben, nur um nicht zum Zahnarzt gehen zu müssen.

    Offene Fragen

    Die Diagnose Herzversagen steht fest, trotzdem gibt es bei der Zahnbehandlung mit tödlichem Ausgang noch viele offene Fragen. Nach den Aussagen der Mutter wurde der hohe Tablettenkonsum ihres Sohnes im Fragebogen, der vor der OP ausgefüllt werden musste, zwar erwähnt, jedoch wurden die Angaben nicht überprüft. Gegen den Zahnarzt wurde jetzt ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, um festzustellen, ob er seinen Pflichten nachgekommen ist.

    Bild: © Depositphotos.com / pressmaster