Schlagwort: Liebe

  • Reiten ist gesund, weil …

    Reiten ist gesund, weil …

    Das Pferd gehört zu den ältesten Nutztieren des Menschen. Es wird seit Jahrtausenden eingesetzt, um Lasten zu tragen, Menschen und Gegenstände zu transportieren und auch um hungrige Bäuche zu füllen. In der heutigen Zeit sind all diese Aspekte jedoch mehr und mehr in den Hintergrund gerückt. Pferde gelten heute in erster Linie als Haustiere, die von ihren Besitzern jede Menge Liebe erhalten.

    Außerdem sind Pferde ein wichtiger Bestandteil für verschiedene Sportarten wie zum Beispiel Sprung- oder Dressurreiten.

    Reiten als Sportart ist nicht nur bei jungen Mädchen sehr beliebt. Die Aktivität verbindet verschiedene Faktoren miteinander.

    Hierzu gehören:

    • Die Interaktion mit einem Tier
    • Der Aufenthalt in der Natur
    • Die sportliche Aktivierung des gesamten Körper

    Aus diesem Grund ist es auch nicht verwunderlich, dass Reiten gesund ist und sowohl dem Körper als auch der Seele guttut. Vor allem das Reiten in Dänemark ist gerade sehr beliebt.

    Reiten ist gesund, weil der gesamte Körper angespannt wird

    Wer schon mal auf dem Rücken eines Pferdes saß, weiß, dass dort oben Disziplin und Rückgrat gefragt sind. Reiten beansprucht den gesamten Körper und sorgt dafür, dass er gleichmäßig angespannt wird. Das wiederum hat einen positiven Effekt auf verschiedene Muskelpartien. Hierzu gehören auch Muskeln, die im Alltag eher wenig beansprucht werden. Reiten ist also eine abwechslungsreiche Sportart, die den Körper auf besondere Weise fordert und fördert. Durch das permanente An- und Entspannen der Muskel werden diese gestärkt und in Form gebracht.

    Reiten ist gesund, weil neue Bewegungsabläufe erlernt werden

    Mit dem Reiten ist es wie mit dem Fahrradfahren: Wenn man es erst einmal erlernt hat, sitzt man fest im Sattel. Bis es soweit ist und man sich zu 100 % sicher auf dem Pferd fühlt, sind Geduld und Durchhaltekraft gefordert. Beim Reiten gilt es in erster Linie, die Balance auf dem Pferd zu halten. Dafür ist es notwendig, dass der Körper gänzlich neue Bewegungsabläufe erlernt. Das ist nicht nur gut für die Haltung und die Muskulatur, sondern regt auch das Gehirn an. Reiten ist gesund, weil es sowohl den Körper als auch den Geist beansprucht.

    Reiten ist gesund, weil es Stress abbaut

    Pferde genießen allgemein einen äußerst positiven Ruf. Sie gelten als ruhige und ausgeglichene Tiere, die diese positive Kraft auch auf ihre Reiter übertragen können. In der Tat ist Reiten eine tolle Möglichkeit, um Stress abzubauen und sich selbst eine Auszeit zu gönnen. Auch dies ist ein Fakt, der bestätigt: Reiten ist gesund!

    [quote]Tipp: Nicht nur das Reiten an sich, sondern auch die Pflege des Pferdes entspannt. Lassen Sie sich daher ruhig Zeit beim Putzen, Striegeln und Füttern des Treuen Vierbeiners.[/quote]

    Reiten ist gesund, weil man an der frischen Luft ist

    Reiten ist, mit Ausnahme von wenigen Disziplinen, ein waschechter Outdoor-Sport. Das bedeutet, dass Sie bei einem ausgedehnten Ausritt jede Menge frische Luft aufnehmen. Darüber hinaus kann der Körper, wenn die Sonne scheint, das lebenswichtige Vitamin D produzieren. Dieses sorgt unter anderem für gute Laune und ein allgemeines Wohlbefinden.

    Wann Reiten nicht geeignet ist

    Es kann an dieser Stelle festgehalten werden: Reiten ist gesund und trainiert den gesamten Körper. Dennoch ist die Sportart nicht für alle geeignet. Das gilt insbesondere für Menschen, die…

    • … eine Pferdehaar-Allergie haben
    • … einen Bandscheiben-Vorfall hatten
    • … eine Verletzung an der Wirbelsäule haben oder hatten

    Vor allem bei einer Schädigung der Wirbelsäule ist Reiten absolut nicht empfehlenswert. Das liegt daran, dass ein Großteil der Bewegungsabläufe auf dem Pferd über die Wirbelsäule stattfindet. Durch das stetige Auf- und Abwippen beim Reiten ist die Wirbelsäule hohen Kräften ausgesetzt, die sie nicht immer einwandfrei abfedern kann.

    [quote]Tipp: Wenn Sie nach mehrmaligem Reiten unter starken Rückenschmerzen leiden, sollten Sie einen Arzt konsultieren. Wenn die Schmerzen ein Resultat falscher Haltung sind, kann außerdem ein Reitlehrer helfen.[/quote]

    Bild: © Depositphotos.com / pirita

  • Teenager leiden unter Schlafmangel

    Teenager leiden unter Schlafmangel

    Bei Jugendlichen verändert sich das Gehirn und führt zu einer Anpassung des Schlaf-Wach-Rhythmus. In der Folge leiden viele Teenager am Schlafmangel und dies sorgt für eine schlechtere Leistung in der Schule. Die Wissenschaftler schlagen bereits Alarm und fordern einen späteren Schulbeginn. Auf diese wissenschaftliche Forderungen haben schon die ersten weiterführenden Schulen reagiert. Der Schulbeginn ist dort statt um 7:00 Uhr um 8:30 Uhr, was zu einem positiven Feedback durch die Schüler und Eltern führte.

    Die innere Uhr ist hauptverantwortlich für den Schlafmangel, wodurch sich Jugendliche zum so genannten Spättypen unabhängig von der abendlichen Aktivität entwickeln und länger wach bleiben. In der Pubertät befindet sich das Gehirn in einer Umbauphase und in diesem Zusammenhang fällt es Teenagern schwer am frühen Morgen aufzustehen.

    Die Einschlafzeiten verschieben sich im Alter von 9 und 11 Jahren. Der Rhythmus wird durch das Hormon Melatonin gesteuert mit der Folge, dass sich dieser Zyklus immer später in die Nachtstunden verschiebt, wie eine Studie des Rush University Medical Center aus Chicago feststellte. Die Forscher beobachteten jahrelang das Schlafverhalten und den Tagesablauf von 9 bis 15 Jahren alten Jugendlichen. Nach dem Studienergebnis blieben die Jugendlichen länger auf je älter sie wurden, obwohl Melatonin von ihrem Gehirn ausgeschüttet wurde und zum Schlafengehen anregte. Auf Grund der zu kurzen Schlafzeit konnte das Melantonin nicht vollständig abgebaut werden und hatte eine Müdigkeit bei den Teenagern zur Folge.

    Ein Großteil der Schüler erscheint unausgeschlafen in der Klasse, aber daran Schuld seien eher die Lehrer mit ihren unflexiblen Stundenplänen als die Teenager selbst. Auf Empfehlung der Studienautoren sollte die Schule später beginnen, weil es nichts bringen würde Jugendliche früher zum Schlafengehen zu schicken. In Deutschland haben bislang nur sehr wenige Schulen den Schulbeginn nach hinten verschoben, weshalb nach wie vor die meisten Schüler unausgeschlafen dem Unterricht folgen. Das frühe Aufstehen gegen 6:30 Uhr führt bei vielen Familien zu Konflikten je älter die Kinder werden. Schlafforscher empfehlen Jugendlichen vor dem Schlafengehen ein Buch zu lesen anstatt Fernsehen zu schauen oder mit der Spielkonsole zu spielen.

    Das Gehirn würde nämlich Zeit benötigen runterzufahren und da sei ein Buch eine sinnvollere Hilfe als zum Beispiel ein spannender actionreicher Spielfilm. Ein Teenager benötigt mindestens acht bis neun Stunden Schlaf in der Nacht, um morgens ausgeschlafen und ausgeruht in der Schule erscheinen zu können. Der Umbau des Gehirns endet etwa mit 21 Jahren und bis dahin entscheidet es sich, ob der Teenager eher zu den Nachtschwärmern oder Frühaustehern zählt. Im Vorfeld der Bettruhe kann es außerdem von Vorteil sein auf Süßigkeiten und Snacks zu verzichten, da diese vor allem Zucker enthalten.

    Der Zucker hält den Körper weiter in Schwung und in Konsequenz bleibt man länger wach. Effektiver sind Tees wie Kamillentee oder Fencheltee, die dabei helfen besser und früher einzuschlafen. Die Umstellung der Ernährung auf gesunde Lebensmittel und Verzicht auf Fastfood trägt ebenso zu einem gesunden Schlaf bei wie sportliche Aktivitäten. Wer vor dem Schlafengehen sportlich aktiv ist oder einen Spaziergang unternimmt schläft bisherigen Kenntnissen zufolge besser.

    Bild: © Depositphotos.com / sabphoto

  • Wechseljahre – mehr als eine hormonelle Umstellung

    Wechseljahre – mehr als eine hormonelle Umstellung

    Hitzewallungen und Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen und Schweißausbrüche – das alles erwartet die meisten Frauen, wenn sie in die Wechseljahre kommen. Das Klimakterium, wie die Wechseljahre medizinisch korrekt heißen, ist die Zeit, in der Hormone bei Frauen völlig aus dem Gleichgewicht kommen. In dieser Zeit verändert sich die Konzentration der weiblichen Geschlechtshormone und vor allem das Östrogen und die Hormone, die Follikel, also die Eizellen stimulieren, sie spielen in den Wechseljahren ein wenig verrückt.

    Wechseljahre – Keine Erkrankung

    Selbst wenn die meisten Frauen in den Wechseljahren leiden, das Klimakterium ist keine Krankheit, aber es gibt jede Menge Symptome. Viele Frauen schlafen schlecht, die Haare werden dünner, die Haut wird welk und auch Hitzewallungen und plötzliche Schweißausbrüche machen das tägliche Leben nicht eben angenehm. Die Lust auf Sex lässt nach, die Scheidenhaut wird trocken und auch Depressionen sind während der Wechseljahre keine Seltenheit. Viele Frauen haben kaum oder gar keine Beschwerden während der Wechseljahre, bei anderen ist die hormonelle Umstellung so gravierend, dass sie ärztliche Hilfe brauchen.

    Wechseljahre – Die Zeit der Veränderungen

    Vielen Frauen machen aber nicht nur die Wechseljahre zu schaffen, in diese schwierige Zeit fallen noch mehr Veränderungen, die bewältigt werden müssen. Die Kinder sind erwachsen und gehen aus dem Haus, auch in der beruflichen Karriere ist der Zenit bei vielen Frauen bereits überschritten und die Rente kommt langsam, aber sicher in Sichtweite. Diese stetigen Veränderungen im beruflichen und privaten Leben beeinflussen das Wohlergehen selten zum Positiven. Die Wechseljahre sind auch ein Zeichen für schwindende Attraktivität, denn während der Mann auch im hohen Alter noch Kinder zeugen kann, ist bei Frauen, die in die Wechseljahre kommen, der Kinderwunsch nicht mehr möglich. Viele fühlen sich deshalb alt und hadern mit ihrem Schicksal.

    Welche medizinische Hilfe gibt es?

    Frauen müssen sich heute nicht mehr mit den Begleiterscheinungen der Wechseljahre abfinden, es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, die bei der Umstellungen der Hormone helfen können. So individuell wie die Beschwerden in den Wechseljahren, so individuell sind auch die Behandlungsmethoden. Die bekannteste Methode, die Anzeichen der Wechseljahre abzuschwächen, ist die Hormonersatztherapie, kurz HET genannt. Mit dieser Therapie bekommt der Körper die Hormone, die er selbst nicht mehr produzieren kann. Jede Hormonersatztherapie wird auf jede Frau nach Maß abgestimmt, aber das Prinzip dieser Therapie ist immer das Gleiche: So wenig Hormone wie möglich, so viel Hormone wie nötig. Auch eine HET mit einer sehr niedrigen Hormondosis kann ein großer Erfolg sein.

    Immer wieder anders

    Hormonpräparate gibt es in Tablettenform, als Gel, als Pflaster und auch als Nasenspray, als Zäpfchen, als Creme und in Form einer Injektion. Beliebt sind vor allem Hormonpflaster, die in vielen verschiedenen Dosierungen angeboten werden. Dieses Pflaster hat aber einen entscheidenden Nachteil, denn es muss zweimal in der Woche gewechselt werden, denn nur so kann ein gleichmäßiger Hormonspiegel auch gewährleistet werden. Zudem darf das Pflaster nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden, denn sonst zersetzt sich der Wirkstoff. Welches Hormonpräparat infrage kommt, das hängt vor allem von den Beschwerden ab, denn nicht jede Frau leidet unter Schlafstörungen oder unter Hitzewallungen. Der Arzt kann nach einer Blutuntersuchung entscheiden, was das richtige Pflaster ist, und es ist auch möglich mehrere Möglichkeiten auszuprobieren, bis die passende Therapie gefunden wird.

    Hilfe aus der Natur

    Nicht jede Frau möchte in der Zeit der Wechseljahre der Pharmaindustrie vertrauen, sondern lieber Hilfe aus der Natur in Anspruch nehmen. Auch die sogenannte grüne Apotheke hat einige Mittel gegen die Beschwerden der Wechseljahre, wie zum Beispiel den Mönchspfeffer. Die Traubensilberkerze ist ebenfalls ein bewährtes Mittel, um gegen Hitzewallungen, Schweißausbrüche und schlaflose Nächte vorzugehen. Beide Mittel enthalten Phytohormone, die den körpereigenen Hormonen sehr ähnlich sind und die deshalb regulierend in den weiblichen Hormonhaushalt eingreifen können.

    Bild: © Depositphotos.com / pressmaster

  • Künstliche Haut – neue Hoffnung für Verbrennungsopfer

    Künstliche Haut – neue Hoffnung für Verbrennungsopfer

    Wer sich schon einmal an heißem Wasser oder an einem heißen Topf verbrannt hat, der weiß, wie schmerzhaft diese Verletzungen sind. Verbrennungen gehören nicht nur zu den schmerzhaften und langwierigen Verletzungen, sie zeichnen die Betroffenen auch für ihr ganzes Leben. Verbrennungen lassen die Haut stark vernarben und das führt nicht nur zu optischen Beeinträchtigungen, sondern auch zu motorischen Problemen. Bislang konnten Chirurgen nur versuchen, die verbrannten Hautflächen mit Eigenhaut zu behandeln, aber bei dieser Methode blieben immer Narben. Jetzt gibt es eine künstliche Haut, die Verbrennungsopfern Hoffnung macht.

    Künstliche Haut züchten

    Zellbiologen forschen schon seit einigen Jahren daran, künstliche Haut herzustellen, die auch bei großflächigen Verbrennungen zum Einsatz kommen kann. Jetzt ist es gelungen, diese künstliche Haut zu züchten, und zwar in großen Mengen und dazu auch noch vollautomatisch. Die künstliche Haut wird aber nicht nur Verbrennungsopfern helfen, sie ist auch für die Kosmetikindustrie von großem Interesse, denn künstliche Haut bietet die Möglichkeit, neue Produkte auch ohne Tierversuche schnell und einfach zu testen.

    Die Nachteile der eigenen Haut

    Verletzten mit Verbrennungen wurden bisher kleine gesunde Hautstücke entnommen, dann wie ein Netz geweitet oder in kleine Stücke geschnitten. Während einer Operation wurden diese Stücke dann auf die verbrannte Haut gelegt. So wächst die Haut an, aber was bleibt, das sind unschöne Narben. Auch die sogenannte Spalthaut, bei der eine dünne Hautschicht zum Beispiel von der Kopfhaut des Patienten abrasiert wird, hinterlässt Narben. Die transplantierte Haut vernarbt aber nicht nur, sie schrumpft auch, denn sie ist zu dünn, und das bereitet den Patienten große Probleme.

    Große Erfolge

    Dem Zellbiologen Ernst Reimann und seinem Team in der chirurgischen Abteilung im Universitäts-Kinderspital in Zürich ist es nun gelungen, eine komplexe künstliche Haut in einem Labor zu züchten. Diese künstliche Haut besteht aus zehn mal zehn großen Hautstücken aus Ober- und Unterhaut, die Stammzellen, Pigmentzellen und auch Blutgefäße enthalten. Schon die vorklinischen Studien mit Mäusen und Ratten zeigten, wie effektiv diese künstliche Haut ist und Ernst Reimann ist sich sicher, dass dieser Effekt auch bei Menschen erfolgreich sein wird. Acht Kinder wurden im Kinderspital in Zürich bereits mit der künstlichen Haut behandelt, und obwohl die klinischen Tests noch laufen, hat sich bereits eine Firma gefunden, die die individuell angepassten Hauttransplantate auf den Markt bringen möchte.

    Ein großer Bedarf

    Es besteht ein sehr großer Bedarf an künstlicher Haut, die bei Verbrennungsopfern für eine bessere Wundheilung ohne Narben sorgt. Tierversuche könnten bald der Vergangenheit angehören, denn an der Haut, die eine exakte Kopie der menschlichen Haut ist, können Versuche vorgenommen werden, ob neue kosmetische Produkte, aber auch ob Wasch- und Reinigungsprodukte allergische Reaktionen hervorrufen. Da es seit März 2013 verboten ist, an Tieren zu testen, kann die Industrie jetzt auf künstliche Haut zurückgreifen.

    Bild: © Depositphotos.com / valuavitaly

  • Das Broken-Heart-Syndrom – wenn das Herz im Stress ist

    Das Broken-Heart-Syndrom – wenn das Herz im Stress ist

    Wie eng die Psyche und der Körper miteinander verbunden sind, das zeigt sich sehr deutlich besonders am sogenannten Broken-Heart-Syndrom. Vom Syndrom des gebrochenen Herzens wird immer wieder im Zusammenhang mit Liebeskummer gesprochen, aber das Broken-Heart-Syndrom tritt nicht nur dann auf, wenn eine Liebe unglücklich verläuft, es kann auch bei großem Stress, bei extremer Angst und auch bei Trauer zum Broken-Heart-Syndrom kommen. Nicht selten wird das Broken-Heart-Syndrom aber auch mit dem sehr viel gefährlichen Herzinfarkt verwechselt, da die Symptome ähnlich sind, und meist kann erst ein EKG Aufschluss genau darüber Auskunft geben, um was es sich handelt.

    Das EKG bringt Klarheit

    Die Symptome ähneln sich, denn wie bei einem Herzinfarkt, so fühlen auch diejenigen, die ein Broken-Heart-Syndrom erleiden, quälende Schmerzen in der Brust, sie haben starke Probleme mit der Atmung und bekommen Todesangst. Erst beim EKG kann der Arzt sehen, ob es ein Broken-Heart-Syndrom oder tatsächlich ein Herzinfarkt ist. Bei einem Broken-Heart-Syndrom schlägt das Herz in der Spitze mit verminderter Leistung und die Form der linken Herzkammer ist verändert, anders als das bei einem Infarkt der Fall ist. In der Regel sieht der Arzt diese Veränderungen schon beim EKG oder bei einer Ultraschalluntersuchung, wenn der Befund aber nicht eindeutig ist, dann kann eine letztendlich nur eine Herzkatheteruntersuchung Klarheit bringen.

    Broken-Heart-Syndrom – Eine Überflutung des Herzmuskels

    Ärzte sprechen beim Broken-Heart-Syndrom auch von Stress-Kardiomyopathie, denn Stress ist einer der Hauptgründe, warum es überhaupt zu diesem Syndrom kommt. Forscher vermuten, dass eine extreme psychische oder körperliche Belastung das Broken-Heart-Syndrom auslösen kann, wenn zum Beispiel das vegetative Nervensystem zu stark aktiviert wird. Das führt dann zu einer Überreizung der Herzwand, und das besonders in der Nähe der Herzspitze. Zudem werden massiv Stresshormone ins Blut abgegeben und das einströmende Kalzium in den Zellen sorgt schließlich für eine Verkrampfung des Herzmuskels, was dann zu heftigen Schmerzen und zu Luftnot führt. Kein anderes akutes Krankheitsbild zeigt in dieser Deutlichkeit, wie eng doch Körper und Seele miteinander verbunden sind.

    Ältere Frauen sind besonders gefährdet

    Das Broken-Heart-Syndrom trifft meist ältere Frauen, die die Menopause bereits hinter sich haben und die durch einen schweren Schicksalsschlag, wie zum Beispiel durch den Tod des Ehemanns, starken psychischen Belastungen und Stress ausgesetzt sind. Es gibt jedoch auch Fälle, in denen junge Frauen nach einem heftigen Streit mit dem Partner mit dem Broken-Heart-Syndrom in die Notaufnahme eingeliefert wurden. Aber es gibt noch andere Gründe für eine Stress-Myokardiopathie, beispielsweise die Angst vor einen großen operativen Eingriff oder die Diagnose Krebs, sogar vor einem Besuch beim Zahnarzt kann es zum Broken-Heart-Syndrom kommen.

    Wie wird ein Broken-Heart-Syndrom behandelt?

    Bei ca. zwei Prozent der Patienten, die mit einem Verdacht auf Herzinfarkt in die Klinik kommen, handelt es sich nach einer genauen Untersuchung um das Broken-Heart-Syndrom. Die Dunkelziffer dürfte aber weitaus höher sein, weil das Syndrom nicht immer erkannt wird. Eine gründliche Untersuchung ist jedoch für die richtige Therapie entscheidend. Bei einem Herzinfarkt müssen die Ärzte ein Gerinnsel behandeln, das den Blutfluss blockiert, bei der Behandlung des Broken-Heart-Syndroms geht es aber darum, die Stresshormone zu bekämpfen, die außer Kontrolle geraten sind. In der Regel werden Betablocker gegeben, die das Herz beruhigen sollen, aber auch die Behandlung mit einem Beruhigungsmittel erzielt meist den gewünschten Erfolg. Die Betroffenen werden zudem einige Tage auf der Intensivstation überwacht, denn es besteht immer die Gefahr, dass die Patienten in einen Schockzustand rutschen, dass der Kreislauf zusammenbricht und dass es zu einem Multiorganversagen kommt.

    Das Broken-Heart-Syndrom verursacht anders als ein akuter Herzinfarkt, keine bleibenden Schäden bei den Patienten, in der Regel erholen sie sich sehr schnell wieder. Wenn das EKG unauffällig bleibt, dann besteht keine Gefahr mehr und die Patienten können nach Hause entlassen werden.

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  • Wie gut sind Deutschlands Fitnessstudios?

    Wie gut sind Deutschlands Fitnessstudios?

    Fitness ist in, Grund genug für die Stiftung Warentest, sich einmal in den Muckibuden und Wellnesstempeln der Republik umzuschauen. Nicht alle Fitnessstudios bieten ihren Kunden den gleichen Service und auch wenn es um die Preise geht, gibt es riesige Unterschiede in den Fitnessstudios zwischen München und Hamburg. Die Stiftung Warentest rät allen, die fit werden oder bleiben möchten, die Wahl des richtigen Fitnessstudios nicht dem Zufall zu überlassen, sondern anhand von acht Punkten die Auswahl zu treffen.

    Das richtige Fitnessstudios finden

    1. Der Preis

    Aktuell ist kein Fitnessstudio günstiger als der Marktführer McFit, der seinen Kunden einen Pauschalpreis von 19,90 Euro im Monat bietet. Doppelt so teuer ist das Training mit 44,99 Euro bei Fitness First und bei Injoy mit knapp 50,- Euro pro Monat. Wer günstig trainieren will, der muss aber auch Abstriche machen, so spart McFit unter anderem an qualifiziertem Fachpersonal.

    1. Sonderangebote

    Viele Fitnessstudios bieten ihren Kunden ständig neue Sonderangebote, so kostet zum Beispiel die Anmeldung kein Geld. Die Stiftung Warentest rät dazu, besonders bei den teuren Ketten Rabatte auszuhandeln und sich nach der richtigen Filiale umzuschauen, denn die Angebote gelten oftmals nicht in jeder Filiale.

    1. Probeangebote

    Probieren geht bekanntlich über studieren und so lohnt es sich nach einem Fitnessstudio zu suchen, das ein Abo zur Probe anbietet. Bei Anbietern wie Easyfitness und Fitengo kann der Vertrag monatlich gekündigt werden, was ideal für alle ist, die noch nicht wissen, ob Fitness im Studio das Richtige für sie ist. Bei Fitness First und auch bei Injoy gibt es zudem ein Probeabo für die Dauer von zwei Wochen.

    1. Die Betreuung

    Um das richtige Fitnessstudio zu finden, kann es schon hilfreich sein, nach der Qualifikation der Trainer zu fragen. Laut Stiftung Warentest haben vor allem die günstigen Fitnessstudios Probleme mit guten Trainern und das gilt besonders im Bereich der neuen Kunden. Wer auf Nummer sicher gehen will, der sollte lieber ein etwas teureres Studio wählen und dafür fachkundig trainiert werden. Neulinge sollten in ihren ersten Stunden von einem Trainer eingewiesen werden, Fitnessstudios, die nur eine oberflächliche Gruppenbetreuung anbieten, sind nicht zu empfehlen.

    1. Die Ausstattung

    Die günstigen Anbieter können, was die Geräte und die Räumlichkeiten angeht, durchaus mit den teuren Fitnessstudios mithalten. Die Stiftung Warentest rät, sich die Geräte genau anzusehen, ob diese auf dem neusten Stand sind und funktionieren. Außerdem sollte es zwischen den Geräten ausreichend Freiflächen geben.

    1. Das Kursangebot

    Kosten die Kurse extra? Die Stiftung Warentest rät, sich danach zu erkundigen, um keine teure Überraschung zu erleben. Auch wie groß das Angebot ist, sagt viel über das jeweilige Fitnessstudio aus. Jazzgymnastik, Step-Aerobic oder auch Zumba-Kurse sollte heute jedes gute Fitnessstudio im Angebot haben. Fitnessstudios, die lediglich Videokurse anbieten, sind vor allem für Anfänger nicht besonders gut geeignet.

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