Schlagwort: Medikament

  • Zu viel Histamin im Körper

    Zu viel Histamin im Körper

    Histamin kommt als Botenstoff im Organismus von Tieren und Menschen vor. Eine gewisse Menge Histamin im Körper kann als positiv angesehen werden. Problematisch wird es jedoch, wenn sich ein Zuviel an Histamin im Körper befindet. Die Ernährung spielt hierbei eine nicht unbedeutende Rolle.

     

    Regulierung des Histamin Spiegels

    Das Gewebshormon Histamin wird vom Körper selbst produziert. Es hat zahlreiche lebenswichtige Funktionen zu erfüllen. Ferner ist Histamin ein bedeutsamer Stoff in Bezug auf Entzündungen und Allergien. Gleichzeitig kann ein Zuviel an Histamin im menschlichen Organismus aber auch zu ernsthaften Problemen führen.

     

    Bildet sich aus den unterschiedlichsten Gründen überschüssiges Histamin im Organismus des Menschen, so zeichnet das Enzym Diaminoxidase – kurz DAO – für dessen Abbau verantwortlich. Ein Überschuss an Histamin kann bei jedem Menschen unangenehme Beschwerden hervorrufen. Im Großen und Ganzen steht unserem Körper jedoch eine ausreichende Menge DAO zur Verfügung, um einen Abbau von Histamin zu gewährleisten.

     

    Sofern allerdings eine Unterversorgung mit DAO besteht oder dem Organismus derart viel Histamin zugeführt wird, dass dieser nicht mehr dazu in der Lage, dieses Hormon im ausreichenden Tempo abzubauen, kann es zu enormen Beschwerden kommen.

     

    Was ein Überschuss an Histamin bewirken kann

    Ein Überangebot an Histamin im Körper des Menschen kann unter anderem nachfolgende Auswirkungen nach sich ziehen:

     

    • Auftreten von Blähungen an den Augenlidern oder Beinen
    • Bildung von Ödemen
    • Darmkrämpfe
    • Durchfall
    • Erhöhte Herzfrequenz
    • Erweiterung der Blutgefäße
    • Erhöhte Bildung von Magensäure Ò Entzündung der Magenschleimhaut, Sodbrennen
    • Hautausschlag
    • Juckreiz
    • Reizungen der Rachenschleimhaut und Nasennebenhöhlen
    • Verstärkter Heuschnupfen
    • Verstärkung vorhandener Entzündungsreaktionen im Organismus
    • Verstopfungserscheinungen

     

    Wie ein Überschuss an Histamin entsteht – was hat dies mit der Ernährung zu tun?

    Kann Histamin im Körper des Menschen nicht genügend reguliert werden, entsteht ein Überschuss. Dies kann dann der Fall sein, wenn ein zu geringer Anteil des Enzyms DAO verfügbar ist, da der Organismus einen Überschuss an Histamin freisetzt. Andererseits kann dies auch dann der Fall sein, wenn mit der Nahrungsaufnahme zu viel Histamin zugeführt wird.

     

    Die Ernährung nimmt eine übergeordnete Rolle ein. Verzehrt ein Mensch eine zu hohe Menge an histaminhaltigen Lebensmitteln, gerät der Organismus binnen kürzester Zeit in ein Ungleichgewicht von Zufuhr und Abbau des Histamins. Allerdings besteht auch die Möglichkeit, dass Lebensmittel nicht ausschließlich auf der Basis ihres Hinstamingehalts problematisch werden können.

     

    Eine Histamin Intoleranz basiert in aller Regel auf diesem Ungleichgewicht. Damit der menschliche Körper nicht weiterhin unnötig mit Histamin belastet wird, sollte auf weitere histaminhaltige Lebensmittel verzichtet werden.

     

    Wie können Nahrungsmittel zur Histamin-Challenge werden?

    Lebensmittel wie Parmesan, Tomaten und Rotwein stehen symbolisch für die Histamin Intoleranz. Eine Vielzahl der Menschen geht davon aus, dass gerade in diesen Lebensmitteln sehr große Mengen Histamin vorkommen. Tatsache ist jedoch, dass nicht einzig der Gehalt an Histamin in einem Nahrungsmittel entscheidend dafür ist, ob dieses bei einer vorhandenen Histamin Intoleranz vertragen wird oder auch nicht. Es müssen sämtliche Inhaltsstoffe des Nahrungsmittels Berücksichtigung finden.

     

    Weshalb Lebensmittel bei einer Histamin Intoleranz weniger gut vertragen werden, liegt unter anderen darin begründet, wenn sie

    • die Funktion so genannter Histaminliberatoren erfüllen (Histaminliberatoren führen im Körper eine Freisetzung des körpereigenen Histamins herbei. Dadurch erhöht sich die Konzentration, ein Überschuss kann sich bilden. Vornehmlich geschieht dies beim Verzehr von Erdbeeren, Meeresfrüchten und Zitrusfrüchten.)
    • erhebliche Mengen Histamin enthalten
    • eine Wirkung als so genannte DAO Hemmer haben. Unterschiedliche Nahrungsmittel sowie verschiedene Medikamente sind fähig, das für den Histamin Abbau zuständige Enzym vorübergehend zu hemmen. Dadurch geschieht eine kurzfristige Unterbrechung des Abbaus. Zu DAO Hemmern gehören Kakao, unterschiedliche Medikamente sowie Alkohol.
    • weitere biogene Amine enthalten, die vom Enzym DAO für den Abbau benötigt werden.

     

    Lebensmittel können demnach aus ganz unterschiedlichen Gründen ein Histamin Problem hervorrufen. Dies beruht nicht ausschließlich auf den Hinstamingehalts selbst. Das Auflisten von Nahrungsmitteln, in denen Histamin enthalten ist, macht also keinen Sinn. Stattdessen empfiehlt es sich, nach Möglichkeit sämtliche lebensmittelspezifischen Eigenschaften und Faktoren zu berücksichtigen.

     

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  • Sehnenscheide entzündet

    Sehnenscheide entzündet

    Wenn die Sehnenscheide sich entzündet

    Die Sehnenscheide entzündet sich immer dann, wenn eine bestimmte Bewegung stetig wiederholt wird. Das kann unter anderem beim Sport oder bei der Arbeit am Computer der Fall sein. Erste Anzeichen für eine entzündete Sehnenscheide äußern sich in stechenden beziehungsweise ziehenden Schmerzen und Schwellungen.

     

    Wo sich die Sehnenscheide entzünden kann

    An jenen Stellen, wo die Sehnen unmittelbar auf den Knochen treffen oder ihren Verlauf um einen Knochenvorsprung herum haben, sind diese von Sehnenscheiden bedeckt. Diese fungieren als Schutz vor zu starker Reibung.

     

    Werden jedoch bestimmte Sehnen zu heftig beansprucht, entzündet sich die Sehnenscheide. Am häufigsten trifft sich eine Sehnenscheidenentzündung am Handgelenk an. Im Grunde kann jedoch jede Sehne, die ihren Verlauf entlang einer Sehnenscheide hat, hiervon betroffen sein.

     

    Entzündete Sehnenscheide – Ursachen

    Im Großen und Ganzen entzündet sich die Sehnenscheide als Folge einer anhaltenden monotonen Bewegung. Aber auch eine auf Dauer falsche Haltung führt zu einer Sehnenscheidenentzündung. Mögliche Ursachen hierfür können unter anderem sein:

     

    • dauerhafte monotone Bewegungen, beispielsweise am Computer oder beim Rudern
    • enorme Belastungen beim Musizieren, unter anderem Geige oder Klavier spielen
    • hohe Belastungen während sportlicher Aktivitäten, zum Beispiel Tennis
    • ungeeigneter Arbeitsplatz, beispielsweise ein schlecht eingestellter Tisch oder Tastatur

     

     

     

    Eher selten zeichnet eine entzündlich-rheumatische Erkrankung von Gelenken für eine entzündete Sehnenscheide verantwortlich. Gelegentlich kann als Ursache dafür, dass die Sehnenscheide entzündet, eine Infektion beispielsweise durch Gonokokken oder Mykoplasmen in Frage kommen.

     

    Sehnenscheide entzündet sich – mögliche Symptome

    Die Symptomatik einer entzündeten Sehnenscheide kann Ähnlichkeiten mit dem Karpaltunnelsyndrom aufweisen. Ist eine Sehnenscheide entzündet, kann dies an nachfolgenden Symptomen erkannt werden:

     

    • heftige stechende oder auch ziehende Schmerzen, bei von selbst in Erscheinung treten oder sich bei Bewegung bemerkbar machen
    • deutlich fühl- und hörbares Knirschen in den betroffenen Gelenken
    • Anschwellen, Erwärmung und Rötung der betroffenen Stelle

     

    Ergänzend verursacht eine chronisch auftretende Entzündung der Sehnenscheide knotenförmige Verdickungen. Derartige Verdickungen entstehen des Öfteren oberhalb des Fingergrundgelenks im Inneren der Handfläche.

     

    Sehnenscheide entzündet – Behandlungsmöglichkeiten

    Hat sich die Sehnenscheide entzündet, genügt im Allgemeinen eine nicht-operative Therapie. So können verschiedene Medikamente oder auch eine äußerliche Zufuhr von Kälte oder Wärme gegen eine entzündete Sehnenscheide wirken.

     

    Zusätzlich sollte bei auftretenden akuten Beschwerden auf die Durchführung der belastenden Tätigkeit verzichtet werden. Am besten wird das betroffene Gelenk ruhiggestellt, beispielsweise mit einer Gipsschiene.

     

    Bemerkt eine Person erste Anzeichen für eine entzündete Sehnenscheide, kann die betroffene Stelle gekühlt werden. Mit der Kühlung wird einer Entzündung entgegengewirkt. Zudem kann eine Kälte- oder Wärmezufuhr zur Linderung der Beschwerden beitragen.

     

    Als Medikamente kommen nicht-steroidale Antirheumatika zum Einsatz. Diese haben eine schmerzlindernde und zugleich entzündungshemmende Wirkung. Ferner kommen auch Präparate zum Einsatz, in denen Kortison enthalten ist sowie spezielle Salben. Diese zeigen positive Wirkungen gegen Schwellungen und Entzündungen.

     

    Treten bei einer entzündeten Sehnenscheide akute Schmerzen auf, verabreicht der Arzt auch ein örtliches Betäubungsmittel. Dieses wird in die Nähe des Nervs, der die Beschwerden verursacht, gespritzt.

     

    Zeichnet eine Infektion dafür verantwortlich, dass sich die Sehnenscheide entzündet hat, so muss der spezielle Erreger bekämpft werden. Der Arzt wird anhand einer Blutuntersuchung zunächst den Erreger bestimmen. Nach Vorliegen des Resultats verschreibt der Arzt in der Regel ein passendes Antibiotikum.

     

    Liegt ein besonders schwerer Verlauf einer Sehnenscheidenentzündung vor und bringt die nicht chirurgische Therapie keinen Erfolg, kann nur noch eine Operation helfen. Im Rahmen dieser wird der Operateur die verengte Stelle im Bereich der entzündeten Sehnenscheide aufspalten. Damit erfährt der Patient eine Entlastung.

     

    Vorbeugung möglich

    Entzündet sich die Sehnenscheide chronisch, so kann sich hieraus ein so genannter schneller Finger entwickeln. Für verschiedene Risikogruppen, die im Beruf sehr viel am Computer arbeiten müssen, gilt die Sehnenscheidenentzündung inzwischen als Berufskrankheit.

     

    Dem Phänomen einer entzündeten Sehnenscheide kann jedoch vorgebeugt werden. Und zwar, indem bei anfallenden monotonen Tätigkeiten in regelmäßigen Abständen Pausen eingelegt werden.

     

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  • Wirkstoffgruppen zur Behandlung von Diabetes Typ 2

    Wirkstoffgruppen zur Behandlung von Diabetes Typ 2

    Die chronische Stoffwechselkrankheit Diabetes Typ 2 beruht auf einer mangelnden Wirkung des Hormons Insulin an den Fett-, Leber- und Muskelzellen des menschlichen Organismus. Daraus resultieren erhöhte Blutzuckerwerte.

     

    Mithilfe von Medikamenten kann bei Diabetes Typ 2 die Restfunktion der Bauchspeicheldrüse relativ gut unterstützt werden. Somit genügt die noch produzierte Menge an Insulin für den Tagesbedarf.

     

    Überblick über die Wirkstoffgruppen zur Behandlung des Diabetes vom Typ 2

    Zu den wichtigsten Wirkstoffgruppen, mit den Diabetes Typ 2 erfolgreich therapiert werden können, gehören

    • DPP 4-Hemmer
    • Biguanide
    • Sulfonylharnstoffe

     

    Einfach zu handhabende DPP 4-Hemmer

    Für Patienten mit Diabetes vom Typ 2 sind die DPP 4-Hemmer am einfachsten zu haben. DPP 4-Hemmer sind maßgeblich am Abbau von Cytokinen, Peptidhormonen wie auch Neuropeptiden beteiligt. Sie tragen zur Verbesserung der Blutzuckerkontrolle mit einem verminderten Hypoglykämie Risiko bei.

     

    DPP 4-Hemmer finden ihren Einsatz insbesondere in den Anfangsphasen des Diabetes Typ 2. In diesen liegt eine genügende Kompetenz von bestimmten für den Zuckerstoffwechsel verantwortlichen Bereichen vor. Das Positive an DPP 4-Hemmern ist darin zu sehen, dass diese keine Gewichtszunahme bewirken, sondern eher zur Gewichtsreduktion beitragen.

     

    Ein Wirkstoff aus der Gruppe der DPP 4-Hemmer ist Sitagliptin. Dieser hemmt die Enzymaktivität von DPP 4, das zum Abbau des GLP 1-Hormons beiträgt. Dieses Hormon wird durch einen starken Anstieg des Blutzuckerspiegels aktiviert. Sitagliptin kann den Hormonabbau blockieren, so dass diese lebensnotwendige Funktion wieder zur Verfügung steht.

     

    Der Wirkstoff kann maßgeblich zur Ausschüttung des wertvollen Insulins beitragen. Zeitgleich kann er eine Vergrößerung der Glukoseaufnahme im Gewebe sowie eine Verringerung der Glukoseproduktion innerhalb der Leber erzielen. Das Resultat ist ein ausgeglichener Blutzucker. Sitagliptin findet sich beispielsweise in dem Medikament Januvia.

     

    Einnahme von Biguanide bei Diabetes Typ 2

    Zur Verbesserung der Insulinempfindlichkeit und der Aufnahme von Glucose im Fett- wie Muskelmuskelgewebe werden Biguanide eingesetzt . Biguanide hemmen die Glukoseaufnahme aus der Nahrung und tragen zur Senkung des Appetits bei. Ferner heben sie Verwertung der Glukose innerhalb der Muskelzellen an. Die in der Leber stattfinden Neubildung körpereigener Glukose wird blockiert. Ein typisches Biguanid ist das Medikament Metformin.

     

    Aus der verbesserten Aufnahme von Glucose im Muskel resultiert eine erhöhte Glykogen Konzentration. Diese zeigt positive Wirkungen auf die Senkung des Blutzuckerspiegels. Durch die Einnahme von Biguaniden kann eine leichte Gewichtsreduzierung erzielt werden. Diese ist mitunter bei Diabetikern recht sinnvoll, da eine Vielzahl von Typ 2 Diabetikern an Übergewicht leiden. So können Biguanide ideal in Kombination mit einer Diabetes Ernährung ihren Einsatz finden.

     

    Einzig Diabetiker, die über eine mangelnde Nierenfunktion verfügen, sollten auf die Einnahme von Biguanide verzichten. Erkrankte Nieren können den Wirkstoff nur relativ schlecht wieder ausscheiden.

     

    Gabe von Sulfonylharnstoffen

    Sulfonylharnstoffe zählen zu den Antidiabetika, die in Tablettenform gereicht werden. Sie tragen zur Senkung des Blutzuckers bei. Ihren Einsatz finden Sulfonylharnstoffe, da sie die Freisetzung von Insulin aus der Bauchspeicheldrüse ideal anregen. Diabetiker, die dieses Medikament einnehmen, sollten unbedingt auf eine Nahrungsaufnahme in regelmäßigen Abständen achten. Ansonsten könnte eine Unterzuckerung drohen. Typische Sulfonylharnstoffe sind Glibenclamid oder Glimepirid.

     

    Die Wirkweise der Sulfonylharnstoffe beruht auf die Betazellen der Bauchspeicheldrüse, die das Insulin produzieren. Diese werden durch diese Stoffe angeregt, noch mehr Insulin zu produzieren und ins Blut abzugeben. Sulfonylharnstoffe können nur solange gegeben werden, wie die Bauchspeicheldrüse in der Lage ist, eigenes Insulin zu produzieren.

     

    Zum überwiegenden Teil kommen diese Wirkstoffe als Einzeltherapie zur Behandlung von Diabetes Typ 2-Patienten zum Einsatz, bei denen eine Behandlung mittels Biguaniden nicht möglich ist. Dies könnte beispielsweise in einer Unverträglichkeit gegen diese Medikamente liegen. Allerdings besteht auch die Möglichkeit, Sulfonylharnstoffe mit der Gabe von Biguanide oder weiteren Medikamenten zu kombinieren.

     

    Vorsicht ist geboten, wenn zeitgleich bestimmte Betablocker eingenommen werden. Dann ist mit einer Erhöhung des Risikos für eine verstärkte und länger anhaltende Unterzuckerung zu rechnen. Eine der Ursachen für Unterzuckerung besteht in einem verstärkten Schwitzen. Durch Betablocker kann dieses Warnzeichen schwächer auftreten.

  • Die Wirkung von Placebos – wenn der Glaube eine Besserung der Beschwerden hilft

    Die Wirkung von Placebos – wenn der Glaube eine Besserung der Beschwerden hilft

    Vor allem der Bereich der alternativen Medizin muss sich immer wieder gegen Vorwürfe wehren, nicht effektiv gegen Krankheiten eingesetzt werden zu können. Demgegenüber stehen Menschen, die -beispielsweise dann, wenn sie unter Erkältung oder Husten leiden- auf die Einnahme von Globuli und Co. schwören.

    Die Wirkung von Placebos steht jedoch besonders seit einigen Monaten wieder im Fokus der Wissenschaft. Aktuelle Ergebnisse beweisen, dass allein der Glaube an eine Besserung schon zu selbiger beitragen kann. Im Umkehrschluss zeigen einige Medikamente wenig Wirkung, wenn der Patient nicht an deren Heilkraft glaubt. Dieses Phänomen wurde nicht nur im alternativen, sondern auch im schulmedizinischen Bereich beobachtet.

     

    Wirken Placebos auch gegen Depressionen?

    Es wäre eine bahnbrechende Entdeckung: viele Wissenschaftler sind davon überzeugt, dass Placebos auch gegen Depressionen eingesetzt werden können. Viele Ergebnisse belegen diese Theorie.

    Die Mediziner fragten sich, weshalb viele klassische Antidepressiva bei den Menschen nicht anschlagen würden. Sie entschieden sich, den Betroffenen über einen Zeitraum von mehreren Wochen ein Placebo zu verabreichen, das sie den Patienten als ein neues Antidepressivum vorstellten. Erst deutlich später erhielten die Menschen das klassische Mittel erneut. Das Ergebnis: das echte Medikament wirkte bei vielen der Betroffenen besser. Doch wie ist das überhaupt möglich?

     

    Wie funktioniert’s?

    Weitere Forschungen haben ergeben, dass das Gehirn derjenigen, die eine deutliche Besserung ihres Zustandes feststellten, über eine andere Gehirnaktivität verfügten. Der Bereich, der hier für die Entstehung von Gefühlen zuständig ist, reagierte anders.

    Diese Veränderung sei laut der zuständigen Wissenschaftler auf die Erwartung der Probanden zurückzuführen. Aufgrund der vielversprechenden Erfolgsaussichten ist daher davon auszugehen, dass die Depressionsforschung auch in Zukunft stark von der Nutzung von Placebos beeinflusst werden wird. Der Glaube daran, dass ein Mittel wirklich helfen kann, ist damit weitaus ausschlaggebender als von vielen Menschen bisher angenommen.

    Der Effekt von Placebos lässt sich jedoch nicht nur in psychischer Hinsicht feststellen. Eines der beeindruckendsten Erlebnisse zeigte sich beispielsweise insofern, als dass ein Mann mit Knieschmerzen in Narkose gelegt wurde, ihm äußerliche OP-Male zugefügt wurden und er sich nach dem Aufwachen über seine Schmerzfreiheit freute. Eine Operation und die damit verbundene medizinische Beseitigung seiner Beschwerden hatte jedoch nie stattgefunden.

  • Konkrete Formulierung bei Patientenverfügung notwendig

    Konkrete Formulierung bei Patientenverfügung notwendig

    Schwerkranke Menschen können oft keine Entscheidungen selbst treffen. Damit Angehörige im Interesse der Patienten handeln, ist es unabdingbar eine Patientenverfügung zu erstellen. Diese muss nicht nur schon vor der Erkrankung erstellt worden sein, auch erfordern die Formulierungen in den Verfügungen eine gewisse Präzision. Vor allem das jüngste Urteil lässt an dieser Notwendigkeit keine Zweifel mehr. Aus diesem Grund will nun die Ärzteschaft Bayerns zunehmend aktiv werden, so Max Kaplan, welcher Präsident der Landesärztekammer ist.

     

    Funktion von Patientenverfügungen

    In erster Linie sollen Patientenverfügungen regeln, inwieweit schwer erkrankte Patienten medizinisch und pflegerisch behandelt werden dürfen. Dazu formulieren Menschen vor ihrer Erkrankung ihren Willen, falls sie diesen nicht mehr äußern können. Allerdings werden Menschen trotz ausreichender Beratungsstellen zunehmend verunsichert. Es entstehen immer mehr Fragen hinsichtlich konkreter Formulierungen.

     

    Patienten informieren

    Um Menschen dennoch ausreichend zu informieren, will May Kaplan dieses heikle Thema auf dem 75. Bayrischen Ärztetag thematisieren. Dieser findet am Freitag in Schweinfurt statt. Seine Empfehlung lautet, bei dem Formulieren von Patientenverfügungen einen medizinischen Rat einzuholen. Kaplan äußert: „Es genügt nicht, so vage Vorgaben wie etwa, keine lebenserhaltenden Maßnahmen‘ zu formulieren“. Diese Aussage wird auch von der aktuellen Rechtsprechung unterstützt. Die meisten Formulierungen seien zu ungenau. Der Wille, wenn es um die medizinische Behandlung bei schweren Erkrankungen geht, sei oft nicht erkennbar. Gerade der Zeitpunkt, ab wann Maßnahmen wie künstliche Beatmung oder Ernährung eingestellt werden sollen, ist oftmals unklar.

     

    Soziale Hintergründe beachten

    Neben dem Willen sollte eine Patientenverfügung auch auf religiöse und ethische Belange der Patienten eingehen, so Kaplan. Zudem bestehe eine Frage darin, ob der Patient bei einer Erkrankung noch alles miterleben möchte. Dies sei beispielsweise wichtig, um herauszufinden, welche Schmerzmittel eingesetzt werden können. Diese Punkte sollen beim 75. Ärztetag in Schweinfurt ebenfalls thematisiert werden. Weiterhin ist eine Frage, mit der sich die Ärzte befassen sollten, ob bei Patienten mit einer fortgeschrittenen Demenz für Medikamentenversuche im Interesse der Allgemeinheit ausgeführt werden sollte.

    Patientenverfügung zum Ausdrucken (PDF)

  • Zehn Methoden gegen Regelschmerzen

    Zehn Methoden gegen Regelschmerzen

    Regelschmerzen

    Viele Frauen leiden monatlich an dem gleichen Problem: Menstruationsschmerzen. Einige sind vor Schmerzen nicht mehr in der Lage, den Alltag zu bewältigen. Um die Beschwerden, die aufgrund der Regel entstehen, zu mildern, gibt es dennoch einige Methoden.

     

    Zehn Methoden gegen Regelschmerzen

    Nachfolgend finden Sie zehn Tipps, mit denen Menstruationsbeschwerden gelindert werden können:

    Äußere Einflüsse

    • Sport: Eine effektive Methode, um Regelschmerzen zu lindern, besteht darin Sport zu betreiben. Ausreichend Bewegung soll vor allem während der Menstruation die Beschwerden mildern. Der Grund hierfür ist, dass Sport die Durchblutung anregt. Während der Menstruation setzt der Körper jedoch den Botenstoff Prostaglandin frei. Die Folge davon besteht darin, dass sich die Gebärmutter-Muskulatur zusammenzieht und die Durchblutung beeinträchtigt wird. Vor allem Radfahren oder Nordic Walking sollen die Blutzirkulation wieder anregen und damit gegen die Beschwerden wirken.
    • Akupunktur: Ebenso wirksam soll das Akupunktieren sein. Dazu müssen Daumen und Zeigefinger auf die Stelle der Unterschenkelseite, welche etwa eine Hand unterhalb des Knies liegt, gedrückt werden. Eine Stimulation von fünf Minuten soll bereits Abhilfe schaffen.
    • Ätherische Öle: Aromaöle wie Kamille, Fenchel oder Wacholder sind bekannt für ihre Anwendung bei Massagen. Um die Krämpfe lösen zu können, reichen schon einige Tropfen der Öle in herkömmlichen Massageöl aus, um eine Bauchmassage durchzuführen. Experten empfehlen, die Massage im Uhrzeigersinn um den Bauchnabel herum auszuführen. Auf Druck soll dabei verzichtet werden. Ein bis zwei Massagen zu je zwei bis fünf Minuten sollen bereits ausreichen, um qualvolle Regelschmerzen zu lindern.
    • Wärme: Gerade Wärme ist ein beliebtes Mittel, um den Schmerzen entgegenzuwirken. Dazu kann beispielsweise ein Kirschkernkissen oder eine herkömmliche Wärmflasche verwendet werden. Ebenso hilfreich kann ein warmes Bad sein. Durch die Wärme wird die Durchblutung angeregt und die Gebärmutter kann sich entspannen.
    • Massagen: Regelschmerzen machen sich oft nicht nur im Unterleib bemerkbar, auch beeinträchtigen sie das gesamte Wohlbefinden. Gerade der Rückenbereich wird in der Regel von den Krämpfen zunehmend belastet. Eine herkömmliche Massage kann unter Umständen wahre Wunder wirken.

    Konsum von Haushaltsmitteln

    • Tee: Das warme Getränk wirkt nicht nur beruhigend, sondern kann sich auch positiv auf die Beschwerden während der Menstruation auswirken. Vor allem Johanniskraut, Kamillenblüten oder Melisse sollen zur Entspannung der Gebärmutter beitragen.

    Chemische Mittel gegen Regelschmerzen

    • Pille: Die Pille ist nicht nur eine Verhütungsmethode, auch trägt sie zu einem beschwerdefreien Zyklus bei. Die Hormone, die in dem Medikament enthalten sind, fördern eine regelmäßige Durchblutung. Sind die Menstruationsbeschwerden dennoch nicht gelindert, hilft es oftmals ein anderes Präparat auszuprobieren. Beispielsweise soll Kontrazeptiva die Bildung der Prostaglandine, welche hauptsächlich für die Schmerzen verantwortlich sind, verhindern. Der Rat eines Gynäkologen kann durchaus hilfreich sein.

     

    Lebensstil beachten

    • Ernährung: Neben ausreichender Bewegung führt auch ein gesunder Lebensstil zur Linderung von Regelschmerzen. Frauen, die auf die Ernährung achten, können sich unter Umständen qualvolle Schmerzen während der Menstruation ersparen. Beispielsweise kann der Verzicht auf koffeinhaltige Getränke Abhilfe schaffen. Es gibt sogar Berichte von Frauen, die auf den Verzicht von Milchprodukten schwören. Die Empfehlung bei regelmäßigen Menstruationsschmerzen liegt seitens von Medizinern in einer magnesium- sowie kalziumreicher Kost. Vor allem Nüsse, Weizenkeime sowie getrocknete Hülsenfrüchte sind für diese Inhaltsstoffe bekannt.
    • Entspannung: Menstruationsbeschwerden können auch durch die Psyche ausgelöst werden. Vor allem Stress kann sich schmerzverstärkend auswirken. Aus diesem Grund empfehlen Ärzte bei regelmäßigen Beschwerden, ein Anti-Stress-Programm zu vollziehen. Hilfreich können zum Beispiel autogene Trainingseinheiten oder Methoden zur progressiven Muskelentspannung sein.
    • Kein Nikotin und Alkohol: Rauchen beeinträchtigt die Durchblutung und verstärkt damit die Krämpfe in Verbindung mit Regelschmerzen. Aus diesem Grund sind rauchende Frauen von den Schmerzen öfter geplagt. Auch der Konsum von Alkohol kann Menstruationsbeschwerden fördern. Der Verzicht auf solche Laster kann sich somit lindernd auf die Beschwerden auswirken.

     

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