Schlagwort: Medikament

  • Schlafwandeln – das ungeklärte Phänomen

    Schlafwandeln – das ungeklärte Phänomen

    Wer kennt sie nicht, die Geschichten, in denen ein Schlafwandler mit ausgestreckten Armen seelenruhig auf einem schmalen Dachfirst balanciert. Zwar ist es sehr unwahrscheinlich, dass ein Mensch, der zum Schlafwandeln neigt, auf dem First seines Hausdaches im Mondschein spazieren geht, aber schlafwandeln kann die Betroffenen in ungewöhnliche und auch gefährliche Situationen bringen. Da gibt es den Schlafwandler, der am Morgen nicht mehr weiß, warum alle Schokoladenvorräte samt Verpackung verschwunden sind, und auch wer morgens mit schmerzhaften Schürfwunden aufwacht und nicht weiß, woher diese stammen, der kann davon ausgehen, dass das Schlafwandeln daran schuld ist.

    Schlafwandeln – bei Kinder besonders häufig

    Bis heute ist Somnambulismus, wie schlafwandeln medizinisch korrekt heißt, ein ungeklärtes Krankheitsbild, das bislang nur sehr wenig erforscht wurde. Was im Gehirn von Schlafwandlern vor sich geht, das weiß keiner so genau, fest steht aber, dass besonders häufig Kinder von diesem Phänomen betroffen sind. Geschätzt sind es 30 % der Kinder, die mindestens einmal Schlafwandeln und bei Jungen tritt das Phänomen häufiger auf als bei Mädchen. Rund drei Prozent der Erwachsenen, die nachts unerklärliche Dinge tun, haben in der Kindheit bereits Erfahrungen mit dem Schlafwandeln gemacht.

    Schlafen und Wachen

    Es muss im Gehirn eines Schlafwandlers irgendetwas geben, was normal Schlafende nicht haben, aber was das ist, darüber ist sich die Wissenschaft noch nicht ganz im Klaren. Schlafwandeln findet ausschließlich in der Tiefschlafphase statt und die meisten Betroffenen wandern besonders in der ersten Nachthälfte umher. Schlafwandler verhalten sich wie Menschen, die hellwach sind, aber das EEG zeigt eindeutig an, dass sie sich im Tiefschlaf befinden. Kinder schlafen meist tiefer als erwachsene Menschen und das kann ein Grund sein, warum schlafwandeln bei Kindern öfter vorkommt als bei Erwachsenen. Im Schlaflabor fanden Forscher heraus, dass beim Schlafwandeln die eine Hälfte des Gehirns tief und fest schläft, während die andere Hälfte aufgewacht ist. Dieses Phänomen nennt man partielles Erwachen, und in der Hälfte des Gehirns, die wach ist, befinden sich die Areale für die Muskelspannung und die Bewegung, was zu den ungewollten Aktivitäten in der Nacht führt.

    Komplexe Handlungen

    Schlafwandeln beginnt meist damit, dass sich die Betroffenen plötzlich in ihrem Bett aufrichten, anschließend aufstehen, das Bett verlassen und dann komplexe Handlungen verrichten. In der Regel dauert dieser Vorgang meist nur wenige Sekunden oder Minuten, manche Schlafwandler sind aber auch für Stunden umtriebig. Sie nehmen Handlungen vor, die sie aus dem Alltag kennen und die sie sehr routiniert beherrschen. Es gibt Frauen, die bereiten während einer Schlafwandelphase ein komplettes Essen zu und Schreiner setzen Schränke zusammen, obwohl sie eigentlich tief schlafen. Schlafwandler steigen Treppen hinauf und hinunter, sie schließen und öffnen Türen und sie können sich sogar unterhalten. In den USA sorgte der Film „Sleep driving“ für Aufsehen, in dem Schlafwandler ein Auto sicher durch den Straßenverkehr steuern.

    Warum Schlafwandeln gefährlich werden kann

    Schlafwandeln birgt viele unterschätzte Gefahren. So ist beim Schlafwandeln die Koordination nicht sehr gut, die Betroffenen stolpern leichter und wenn sie in der Nacht das Haus verlassen, dann wird es ebenso gefährlich wie der Versuch, aus dem Fenster zu steigen. Wer einen Schlafwandler in der Familie hat, der sollte Türen und auch Fenster verriegeln und scharfkantige Gegenstände wegschließen. Schlafwandeln ist keine psychische Störung, aber es gibt nach neusten Erkenntnissen wohl eine genetische Veranlagung. 80 % der Schlafwandler haben mindestens ein Familienmitglied, das ebenfalls nachts unterwegs und aktiv ist. Wer mit dem Schlafwandeln Probleme hat, der sollte in ein Schlaflabor gehen, um feststellen zu lassen, wie stark dieses Schlafwandeln ausgeprägt ist. Medikamente helfen den Betroffenen nicht, denn sie leiden ja nicht unter Schlafstörungen. In Schlaflaboren wurde zudem festgestellt, dass ein Schlafwandler, der ein Medikament bekommen hatte, ebenso nachts umher ging wie der Schlafwandler, der keine Tablette genommen hatte.

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  • Vorteile beim Kauf der Medikamente im Internet

    Vorteile beim Kauf der Medikamente im Internet

    Auf dem Lande zu leben hat viele Vorteile, denn die Luft ist besser als in der Stadt, der Lärmpegel ist geringer und die Lebensqualität ist höher. Aber das Leben in ländlichen Regionen hat auch gravierende Nachtteile, denn vielfach müssen die Bewohner lange Wege in Kauf nehmen, um einzukaufen. Auch die Apotheke ist nicht gleich um die Ecke und wer Kopfschmerzen hat, der muss sich wohl oder übel ins Auto setzen oder den Bus nehmen, um Tabletten zu kaufen. Das Internet hingegen macht es möglich, Medikamente online zu kaufen, und diese Möglichkeit bietet eine Reihe von Vorteilen.

    Immer geöffnet

    Immer mehr Menschen kaufen heute auf dem Onlineweg und auch wenn es um Tabletten, Pillen, Salben und Cremes geht, steigt die Zahl derer, die in der Versandapotheke einkaufen. Die Online-Apotheke hat immer geöffnet und wenn es draußen stürmt und schneit, dann muss keiner mehr aus dem Haus gehen, sondern kann sich einfach nur vor den PC setzen und per Mausklick die gewünschten Medikamente online bestellen. Arzneimittel können in der Online-Apotheke auch nachts gekauft werden, der Apotheker vor Ort verlangt einen ordentlichen Zuschlag, wenn er in der Nacht rausgeklingelt wird, und auch an den Sonn- und Feiertagen arbeiten die Apotheken vor Ort nur im Notdienst, die Online-Apotheke hat hingegen immer geöffnet.

    Medikamente online kaufen und Geld sparen

    Ein weiterer Vorteil beim Kauf von Arzneimitteln im Internet besteht darin, dass man auf einen Blick die Preise miteinander vergleichen kann. Kaum jemand der in der Stadt wohnt, macht sich die Mühe, in mehreren Apotheken die Preise zum Beispiel für einen Hustensaft zu vergleichen, man kauft in der Regel in der Apotheke, die sich in der Nähe befindet und einfach zu erreichen ist. So kann es passieren, dass für ein Medikament zu viel gezahlt wird, denn die Preise schwanken zum Teil sehr stark. Wer sich hingegen in den Online-Apotheken umschaut, der kann direkt sehen, wie viel ein bestimmtes Präparat bei welchem Anbieter kostet und das hilft effektiv dabei, Geld zu sparen. Dazu kommt, dass die Produkte in der Online-Apotheke nicht selten um bis zu 80 % günstiger sind als in der stationären Apotheke vor Ort.

    Große Auswahl, guter Service

    Selbst in einer großen Apotheke ist der Platz begrenzt und viele Mittel müssen bestellt werden, da sie nicht im Sortiment sind. Das gilt besonders für alternative Heilmittel, die vor allem in den kleineren Apotheken kaum zu bekommen sind, in der Online-Apotheke wie zum Beispiel bei Apo-Fair, gibt es hierzu ein großes Angebot. Auch der Service der Internetapotheken kann sich sehen lassen, denn die meisten Anbieter haben eine Service Hotline zum Nulltarif für alle Kunden, die eine ausführliche Beratung wünschen. Viele Apotheker bieten zudem einen kostenlosen Versand oder eine „Happy Hour“ an, in der Kunden besonders günstig einkaufen können. Wenn es um die Bezahlung geht, auch dann ist die Online-Apotheke im Vorteil, denn sie bietet ihren Kunden verschiedene Zahlungsmöglichkeiten an. In den meisten stationären Apotheken wird es nicht so gerne gesehen, wenn Beträge unter zehn Euro mit der EC-Karte oder mit der Kreditkarte bezahlt werden.

    Perfekt für rezeptfreie Arzneimittel

    Vor allem bei rezeptfreien Arzneimitteln sind die Vorteile einer Online-Apotheke groß, bei Medikamenten, die ein Rezept benötigen, liegen die Vorteile aber deutlich bei der stationären Apotheke. Das Rezept muss erst an die Versandapotheke geschickt werden und bis zur Lieferung können einige Tage vergehen, der Apotheker vor Ort kann das Rezept jedoch sofort einlösen. Dazu kommt, dass rezeptpflichtige Arzneimittel einer Preisbindungspflicht unterliegen, das heißt, dass das Mittel in der Online-Apotheke das Gleiche kostet wie in der Apotheke am Ort. Wenn es um Medikamente geht, die frei verkäuflich sind, dann ist die Online-Apotheke auf jeden Fall die bessere Wahl.

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  • Warum häufiges Aufwachen in der Nacht ungesund ist

    Warum häufiges Aufwachen in der Nacht ungesund ist

    Wer kennt das nicht? Mehrfach in der Nacht aufwachen oder auch geweckt werden und sich dann am nächsten Morgen wie gerädert fühlen. Häufiges Aufwachen kann sehr nervig sein, die gute Laune verderben, und es ist zudem auch noch sehr ungesund, wie jetzt eine neue Studie aus den USA herausfand. Schlafunterbrechungen können sich auf die mentale Stimmung negativ auswirken und sie sind schädlicher als eine Nacht, die aus welchen Gründen auch immer, viel zu kurz geraten ist.

    Häufiges Aufwachen schadet der Seele

    Für die neue Studie wurden die Probanden bis zu achtmal in einer Nacht geweckt. Am Morgen waren die Studienteilnehmer nicht nur sehr müde, sie hatten auch schlechte Laune, die sich den ganzen nächsten Tag über nicht sonderlich gebessert hat. Das Gleiche galt aber auch für die Teilnehmer an der Studie, die zu spät ins Bett gegangen sind, denn sie bekamen zwar die gleiche zeitliche Menge an Schlaf, allerdings durften sie diese Zeit an einem Stück und ohne Unterbrechungen schlafen. Erst in der zweiten Nacht konnten die Wissenschaftler einen deutlichen Unterschied feststellen. Häufiges Aufwachen in der zweiten und auch in der dritten Nacht sorgte bei den Studienteilnehmern zunehmend für schlechte Laune und es kam sogar zu depressiven Verstimmungen. Auch die Energie ließ mehr und mehr nach, was sich laut der Fachzeitschrift „Sleep“, in der die Studie veröffentlicht wurde, vor allen Dingen bei den Gefühlen, den Sympathien und der Freundlichkeit der Studienteilnehmer untereinander bemerkbar machte.

    Häufiges Aufwachen verkürzt den Schlaf

    Häufiges Aufwachen hat bei den Probanden dafür gesorgt, dass es keine tiefen Schlafphasen mehr gab, weil die Zeit, in der der Schlaf besonders tief ist, immer wieder verkürzt wurde. Immer wenn der Schlaf durch häufiges Aufwachen gestört wird, dann wird auch der Schlafrhythmus gestört und die einzelnen Schlafphasen können nicht mehr durchlaufen werden. Besonders wichtig ist jedoch, dass der Tiefschlaf ungestört ist, denn dieser Schlaf ist sehr wichtig, damit sich Körper und Seele ausreichend erholen können. Die Forscher der Johns Hopkins University School of Medicine sehen in der verringerten Zeit des tiefen Schlafs und der negativen Stimmung einen direkten Zusammenhang.

    Schuld an Depressionen

    Häufiges Aufwachen und ständige Schlafunterbrechungen können nach Ansicht der amerikanischen Wissenschaftler sogar eine Depression auslösen. Im Umkehrschluss gehören Schlafstörungen und häufiges Aufwachen bei vielen Menschen, die bereits unter Depressionen leiden, zum typischen Krankheitsbild. Verstärkt wird das Ganze in der dunklen Jahreszeit, wenn die Tage immer kürzer werden, denn dann fällt es vielen Menschen besonders schwer, in der morgendlichen Dunkelheit aufzustehen.

    Was kann helfen?

    Häufiges Aufwachen in der Nacht hat vielfach mentale Probleme als Ursache. Wer ungestörten Nachtschlaf zu schätzen weiß, der muss schon am Tag damit beginnen, Abstand von seinen Problemen zu bekommen. Keiner sollte mit einem Kopf voll Sorgen ins Bett gehen, sondern versuchen, vor dem zu Bett gehen mental abzuschalten. Musik kann dabei sehr hilfreich sein, aber auch ein Spaziergang in der kühlen Abendluft kann häufiges Aufwachen in der Nacht verhindern. Der falsche Weg ist es, den Schlafproblemen mit Alkohol zu begegnen, denn Alkohol sorgt weder für einen tiefen erholsamen Schlaf, noch schützt der davor, häufig wach zu werden. Das Gleiche gilt auch für Medikamente, die den Schlaf künstlich erzeugen. Hier besteht immer eine große Suchtgefahr, denn der Körper gewöhnt sich sehr schnell daran, dass er zum Schlafen gezwungen wird. Wenn überhaupt Schlafmittel eingenommen werden müssen, weil die Qualität des Schlafes immer weiter abnimmt, dann sollten diese Mittel immer nur unter der strengen Aufsicht eines Arztes genommen werden. Mit dem Arzt muss die richtige Dosierung abgestimmt werden und das gilt ganz besonders dann, wenn die Dosis erhöht werden soll. Übrigens, ein Glas mit warmer Milch am Abend kann ebenfalls für einen besseren Schlaf sorgen.

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  • Was hilft gegen trockene Augen?

    Was hilft gegen trockene Augen?

    Das digitale Zeitalter hat viele Erleichterungen in den Alltag gebracht, aber es auch einiges, was in diesem Zusammenhang nicht so positiv ist. Immer mehr Menschen arbeiten heute am PC und sitzen nicht selten acht Stunden oder sogar mehr vor dem Computerbildschirm. Die meisten, die lange Zeit vor dem Computer verbringen, vergessen oftmals zu blinzeln, was aber sehr wichtig ist, damit die Augen nicht austrocknen. Augenärzte behandeln immer mehr Patienten, die trockene Augen haben, aber nicht nur der PC ist daran schuld, auch Zugluft und zu langes Fernsehen sorgt für trockene Augen.

    Das sind die Symptome

    Wenn die Buchstaben auf dem Bildschirm immer wieder verschwimmen und wenn die Augen anfangen zu brennen und zu jucken, dann sind das deutliche Zeichen für trockene Augen. Wer sich also nach einem langen Arbeitstag vor dem Computer öfter mal die Augen reiben muss, der sollte das nicht nur auf die Müdigkeit schieben, sondern darauf, dass die Augen zu trocken sind. Trockene Augen können auf Dauer auch zu unangenehmen Kopfschmerzen führen und da die Hornhaut unter der Augentrockenheit leidet, sollte man trockene Augen nie auf die leichte Schulter nehmen.

    Was verursacht trockene Augen?

    Immer wenn die Augen trocken werden, dann ist nicht ausreichend Tränenflüssigkeit vorhanden. Normalerweise blinzeln wir alle paar Sekunden ganz automatisch, auch ohne dass es uns bewusst ist. Auf diese Weise wird die Hornhaut ausreichend mit Flüssigkeit versorgt. Die Tränenflüssigkeit schützt die Hornhaut und wenn dieser Schutz fehlt, dann wird die Hornhaut trocken, sie fängt an zu brennen, zu jucken und kann sich unter Umständen auch rot färben. Vielfach stellt sich auch das Gefühl ein, als würde sich ein Fremdkörper im Auge befinden. Oft werden trockene Augen vom Pollenflug verursacht, und auch Menschen, die unter Heuschnupfen leiden, haben oft Probleme mit trockenen Augen. Tabakqualm kann die Augen ebenso austrocknen, aber auch Autoabgase und einige Medikamente wie zum Beispiel Betablocker, sorgen für trockene Augen. Wer in einem gut klimatisierten Büro arbeitet, in dem die Fenster nicht geöffnet werden können, sollte sich nicht wundern, wenn die Augen austrocknen. Möglich ist ebenfalls eine Erkrankung der Tränendrüse, denn Menschen, die unter Diabetes, einer Erkrankung der Schilddrüse oder unter rheumatischer Arthritis leiden, haben als Folgeerkrankung oft mit trockenen Augen zu kämpfen.

    Was hilft gegen trockene Augen?

    Damit die Augen nicht noch mehr austrocknen können, muss ein Ersatzmittel für die Tränenflüssigkeit zum Einsatz kommen. Diese Ersatzflüssigkeit gibt es in unterschiedlichen Formen, beispielsweise als Tropfen oder auch als Salbe. In welcher Form und in welcher Dosierung diese Ersatzflüssigkeiten einsetzt werden, das wird immer individuell mit dem Augenarzt abgesprochen. Bei trockenen Augen kann es zudem sehr hilfreich sein, die Tränendrüsen anzuregen. Das passiert immer dann, wenn ausreichend getrunken wird, aber auch die Augen vor Zugluft und vor zu viel Sonnenlicht zu schützen, kann effektiv dabei helfen, dass die Augen nicht austrocknen.

    Was sollte beachtet werden?

    Wer häufig unter trockenen Augen leidet, der kann auch zu Hause vorbeugen. So sollten Luftbefeuchter in den Räumen aufgestellt werden, denn das erhöht die Feuchtigkeit im Raum und auch Schalen, die mit Wasser gefüllt werden, sorgen für Luftfeuchtigkeit. Im Winter ist es immer hilfreich, feuchte Tücher über die Heizkörper zu hängen, denn wenn die Feuchtigkeit nach und nach verdunstet, dann haben die Augen keine Chance mehr, auszutrocknen. Wer Kontaktlinsen trägt, der sollte das Pflegeprodukt für die Linsen öfter wechseln oder eine Zeit lang wieder eine Brille tragen, damit die Augen sich erholen können. Manchmal hilft es auch auf Make-up zu verzichten, denn besonders Wimperntusche und Eyeliner können die Augen austrocknen lassen.

    Mit den richtigen Mitteln gehören trockene Augen schnell der Vergangenheit an und die Augen werden wieder mit ausreichend Flüssigkeit versorgt.

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  • Erste Hilfe bei Vergiftungen

    Erste Hilfe bei Vergiftungen

    Es ist immer die Dosis, die das Gift macht, aber wenn es um Vergiftungen geht, dann ist es immer wichtig zu wissen, welche Maßnahmen richtig sind. Was Vergiftungen so gefährlich macht, ist zum einen, dass es sehr viele verschiedenen Möglichkeiten einer Vergiftung gibt und zum anderen, dass jedes Gift anders wirkt. Für Laien ist es daher besonders schwer, immer richtig zu reagieren, denn sie können nicht einschätzen, wie gefährlich die Situation ist. Es gibt jedoch einige Grundregeln, wie man mit Vergiftungen umgehen muss und was zu beachten ist, damit es nicht noch schlimmer wird.

    Viele verschiedene Gifte

    Wir sind von Giften der unterschiedlichsten Art umgeben. Wer die falschen Pilze isst, der spielt mit seinem Leben und auch Medikamente können, wenn sie nicht richtig dosiert werden, schnell sehr giftig sein. Haushaltsreiniger können zu Vergiftungen führen, Hygieneartikel ebenso und selbst einige Lebensmittel können giftig sein, wenn sie falsch zubereitet werden. Wenn der Frühling mit seiner Blütenpracht kommt, auch dann wird es giftig, denn Goldregen, Seidelbast oder die herrlichen duftenden Maiglöckchen lösen schwere Vergiftungen aus, wenn die Blüten oder die Samen gegessen werden. Kommt es zu einer Vergiftung, dann ist es wichtig, ruhig zu bleiben und die Nerven zu bewahren.

    Erste Hilfe bei Vergiftungen

    Besteht der Verdacht, dass es zu einer Vergiftung gekommen ist, dann muss unverzüglich der Notarzt gerufen werden. Neben dem Notruf 112 gibt es in Deutschland noch die sogenannten Giftnotrufe, die im Internet einzusehen sind. Auch die Leitstelle der Feuerwehr weiß, welches Krankenhaus eine Giftnotrufzentrale hat. Wer dort anruft, der muss folgende Fragen beantworten können:

    • Ist ein Kind oder ein erwachsener Mensch betroffen?
    • Wie alt ist der Betroffene?
    • Wie viel der giftigen Substanz wurde eingenommen?
    • Wann wurde das Gift genommen?
    • Welches Gewicht hat der Betroffene ungefähr?
    • Was genau wurde eingenommen?
    • In welchem Zustand befindet sich der Betroffene?

    Wer dazu aufgefordert wird ins Krankenhaus zu kommen, der sollte das Gift mitnehmen, beispielsweise die Blüten der Pflanze, die Tablettenschachtel oder auch die Flasche mit dem Haushaltsreiniger. Kommt der Notarzt ins Haus, dann muss der Auslöser der Vergiftung bereit liegen, damit der Arzt sofort weiß, welche Therapie er einleiten muss.

    Wie sollte man bei Vergiftungen reagieren?

    Bis der Arzt kommt, können einige Minuten vergehen. Wenn der Betroffene das Bewusstsein verloren hat, dann muss er in eine stabile Seitenlage gebracht werden und auch die Atmung muss kontrolliert werden. Wenn die Atmung aussetzt, muss eine Herz-Lungen-Wiederbelebung gemacht werden, solange bis der Notarzt eintrifft. Wer in Erster Hilfe geübt ist, sollte im Wechsel mit der Herzdruckmassage auch eine Mund-zu-Mund-Beatmung vornehmen.

    Worauf muss geachtet werden?

    Es gibt einige Dinge, die müssen bei der Ersten Hilfe bei Vergiftungen unbedingt beachtet werden. So darf der Betroffene auf keinen Fall zum Erbrechen gebracht werden. Sollten sich ätzende Substanzen im Magen befinden, wie das bei Vergiftungen mit Haushaltsreinigern und auch Hygieneartikeln vielfach der Fall ist, kann es beim Erbrechen zu Verätzungen der Speiseröhre kommen. Zudem besteht die Gefahr, dass das Erbrochene in die Lunge oder in die Luftröhre gelangt und das kann zu lebensgefährlichen Erstickungen führen. Auch Kohletabletten sollten nie eigenmächtig, sondern nur nach Absprache mit einem Arzt gegeben werden. Vielfach ist bei Vergiftungen eine endoskopische Untersuchung notwendig, wenn der Betroffene aber zuvor ein Kohlepräparat eingenommen hat, dann ist eine solche wichtige Untersuchung nur noch schwer möglich.

    Effektiv vorbeugen

    Damit es nicht zu Vergiftungen kommt, sollten giftige Substanzen wie Reiniger oder Kosmetika stets sicher aufbewahrt werden. Medikamente sollten immer weggeschlossen werden und das gilt besonders dann, wenn kleine Kinder im Haus sind. Wer gerne Pilze sammelt, der ist gut beraten, die gesammelten Pilze dem örtlichen Förster zu zeigen, in vielen Orten gibt es auch sachkundig geführte Pilzwanderungen, denen man sich anschließen sollte.

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  • Angina pectoris – wenn das Herz nicht mehr mitmacht

    Angina pectoris – wenn das Herz nicht mehr mitmacht

    Angina pectoris bedeutet aus dem Lateinischen übersetzt so viel wie Herzenge oder Brustenge, und genau das ist es, was die Menschen empfinden, die unter einer Angina pectoris leiden. Sie haben das Gefühl, dass ihre Brust in einem Schraubstock steckt, der sich immer enger um ihr Herz schließt, sie können nicht mehr richtig  durchatmen und meinen, dass sie ersticken müssen. Angina pectoris ist eine sogenannte koronale Herzerkrankung, die immer dann auftritt, wenn die Herzkranzgefäße, die koronalen Arterien, nicht mehr genug Sauerstoff bekommen.

    Angina pectoris – eine häufige Erkrankung

    In den westlichen Industrienationen gehört die Angina pectoris zu den häufigsten Todesursachen. Geschätzt 30 % der Männer und 15 % der Frauen leiden mindestens einmal im Leben unter einer Angina pectoris, und mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es zu dieser besonderen Form der Herzerkrankung kommt. Frauen sind vor allem während der Wechseljahre gefährdet, und verschiedene Studien zu diesem Thema sind zu der Erkenntnis gekommen, dass in diesem Zusammenhang das Hormon Östrogen eine wichtige Rolle spielt. Angina pectoris hat jedoch noch andere Ursachen wie zum Beispiel das Rauchen, auch Übergewicht und übermäßiger Alkoholgenuss können eine Herzkranzverengung auslösen.

    Wie macht sich Angina pectoris bemerkbar?

    Angina pectoris hat viele unterschiedliche Symptome, aber die meisten Betroffenen klagen über die typische Enge in der Brust. Auch ein dumpfes Gefühl und eine Art Brennen hinter dem Brustbein gehören zu den Symptomen einer Angina pectoris. Die Schmerzen können in den linken oder den rechten Arm bis in die Fingerspitzen ausstrahlen, und auch die Schultern, die Zähne, der Hals und der Magen können in Mitleidenschaft gezogen werden. Der Schmerz wird meist nur sehr kurz wahrgenommen und hält in den meisten Fällen nur zwischen fünf und zehn Minuten an. Dann verschwinden die Schmerzen so plötzlich wieder, wie sie gekommen sind und die Betroffenen fühlen sich wieder gut. Schweißausbrüche und eine blasse Gesichtsfarbe gehören ebenfalls zu einer akuten Angina pectoris und viele Erkrankte haben während einer Schmerzattacke Todesangst oder Panik.

    Wie wird Angina pectoris behandelt?

    Kommt es zu einem akuten Anfall von Angina pectoris, dann werden die Betroffenen meist mit Nitro wie zum Beispiel Glyceroltrinitat behandelt, entweder als Spray oder auch als Kapsel, die der Patient zerbeißen muss. Nitrate haben den großen Vorteil, dass sie schon von der Mundschleimhaut aufgenommen werden und sofort ihre Wirkung entfalten. Nitro sollte aber nicht wie eine normale Tablette mit etwas Wasser eingenommen werden, denn es wird von der Leber zu schnell wieder abgebaut, bevor es die Blutbahn und damit auch das Herz erreichen kann. Wenn es wiederholt zu einen Anfall kommt, dann muss auf jeden Fall der Notarzt verständigt werden, und auch wenn die Beschwerden sehr massiv sind und nicht verschwinden, wenn der Betroffene zur Ruhe kommt, dann sollte umgehend der Notruf getätigt werden.

    Wie können Betroffene vorbeugen?

    Wer schon einmal eine Angina pectoris hatte, der kann effektiv vorbeugen, damit es nicht zu weiteren Attacken kommt. Hier kann der Verzicht auf Nikotin ebenso helfen wie auch eine Regulierung des Blutdrucks. Da auch die Patienten gefährdet sind, die unter Diabetes mellitus leiden, muss der Blutzuckerspiegel konsequent überwacht und optimiert werden. Abnehmen ist ein bewährtes Mittel, um Angina pectoris zu vermeiden, und wer sich viel bewegt, der minimiert das Risiko einer koronalen Herzerkrankung. Optimal sind 15 bis 60 Minuten leichtes Ausdauertraining an fünf Tagen in der Woche. Eine Umstellung der Ernährung ist bei Angina pectoris Pflicht, denn die Krankheit tritt nicht selten nach einem üppigen, fettreichen und schwerem Essen auf. Die Ernährung sollte reich an Ballaststoffen, möglichst fettarm und sehr vitaminreich sein. Auch vorbeugende Medikamente wie Aspirin können effektiv dabei helfen, die Angina pectoris auf Dauer in den Griff zu bekommen.

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