Schlagwort: Medikament

  • Wurmbefall im Darm – Hilfe gegen Parasiten

    Wurmbefall im Darm – Hilfe gegen Parasiten

    Allein die Vorstellung, dass sich im Darm Würmer aufhalten könnten, verursacht bei den meisten Menschen ein Ekelgefühl. Aber so schrecklich das auch klingen mag, Gesundheitsexperten vermuten, dass jeder Mensch im Verlauf seiner Kindheit schon einmal Würmer im Darm hatte. Wurmbefall im Darm ist unangenehm und kann gefährlich werden, je nachdem, welcher Wurm sich im Darm befindet. In der Regel werden Menschen von drei verschiedenen Wurmarten aufgesucht, dem Spulwurm, dem Madenwurm und dem bekannten Bandwurm. Alle diese Helminthen, wie die Würmer mit medizinischem Namen heißen, leben als Parasiten, also als Schmarotzer, die im Verlauf ihres Lebens immer mal wieder den Wirt oder den Zwischenwirt wechseln.

    Wie kommen die Würmer in den Darm?

    Verunreinigte Speisen oder auch der direkte Kontakt mit Tieren verursachen einen Wurmbefall im Darm. Sind die Würmer dann im Darm angekommen, dann vermehren sie sich und legen Eier, aus denen dann später Larven werden. Es gibt aber auch Wurmarten, die von Mücken oder Fliegen übertragen werden und durch den Hautkontakt in den Darm gelangen. Diese Würmer sind allerdings nicht in Europa zu finden, sie können aber ein unschönes Mitbringsel aus dem Urlaub in den Tropen sein.

    Welche Symptome sind für einen Wurmbefall typisch?

    Ist der Wurm im Darm, dann stellen sich auch schnell die ersten Symptome ein. Die Betroffenen verspüren besonders am Abend und in der Nacht einen starken Juckreiz am After, denn die Würmer legen ihre Eier am liebsten in den Falten des Afters ab. In diesem Stadium sind die weißen, ca. einen Zentimeter langen Würmer dann auch im Kot sichtbar. Neben dem Juckreiz, der nach relativ kurzer Zeit wieder abklingt, gibt es kaum Beschwerden und viele, die Würmer haben, nehmen die Symptome nicht sonderlich ernst.

    Wenn der After aber stark juckt, dann kann es durch das Kratzen zu Rissen kommen und wenn diese Risse sich entzünden, dann wird es für die Betroffenen unangenehm. Helfen kann in diesen Fällen oft ein Sitzbad mit Kamillenblüten, die die Entzündung abklingen lassen. Kommt es zu einem starken Befall durch Würmer, dann verlieren die Betroffenen häufig an Gewicht, es kommt zu Durchfall, zu Bauchschmerzen und auch rektale Blutungen sind keine Seltenheit.

    Befall durch Band- und Spulwürmer

    Im Gegensatz zu den Madenwürmern, die lediglich einen starken Juckreiz auslösen, kann ein Befall mit Spul- und Bandwürmern schon einen größeren Schaden anrichten. Spulwürmer sind rosa und können, wenn sie ausgewachsen sind, bis zu 45 Zentimeter lang werden. Die Larven des Schmarotzers können schwere allergische Reaktionen auslösen und da die Würmer sehr groß werden, gelangen sie auch ohne Probleme in die Gänge der Bauchspeicheldrüse und in die Galle, wo sie Koliken auslösen können. Bei einem starken Befall kann es sogar zu einem Darmverschluss oder zu einer Darmlähmung kommen. Wenn es den Würmern gelingt, in die Blutbahn zu kommen, dann dringen sie nicht selten bis zur Lunge vor und das führt zu Atembeschwerden, Fieber, Husten und in Einzelfällen auch zu asthmatischen Anfällen.

    Bandwürmer gehören zur Familie der Plattwürmer und sie können je nach Art, zwischen drei Millimetern und 20 m lang werden. Ist ein Bandwurm im Darm, dann kommt es zu heftigen Bauchschmerzen, zu einem starken Gewichtsverlust und häufig auch zu migräneartigen Kopfschmerzen.

    Wie wird Wurmbefall behandelt?

    Anders als in früheren Zeiten können Würmer im Darm heute gezielt und auch sehr effektiv behandelt werden. Die Patienten müssen eine Wurmkur machen, das heißt, sie müssen je nach Stärke des Wurmbefalls eine entsprechend lange Kur mit verschiedenen Medikamenten machen. Zu 90 % sind die Würmer dann verschwunden. Damit sich aber erst gar keine Würmer im Darm ansiedeln können, sollte man auf den Verzehr von rohem Fleisch wie zum Beispiel Tatar verzichten, denn im rohen Hackfleisch können sich Eier oder Larven der Würmer befinden.

    Bild: © Depositphotos.com / olgaru79

  • Tuberkulose – früher gefürchtet, heute heilbar

    Tuberkulose – früher gefürchtet, heute heilbar

    TBC, TB oder Schwindsucht – die Tuberkulose ist eine Krankheit, die viele unter ihren anderen Namen kennen. Medizinisch definiert ist die Tuberkulose eine chronisch verlaufende Infektionskrankheit, die vor 100 Jahren eine gefürchtete Krankheit war und die heute dank moderner Antibiotika, gut behandelt werden kann. Trotzdem sind vor zehn Jahren in Deutschland noch 6.000 Fälle von Tuberkulose registriert worden und das entspricht immerhin über sieben Erkrankungen auf 100.000 Einwohner. Experten schätzen, dass rund ein Drittel der Menschen weltweit mit dem TBC Virus infiziert ist, aber nicht bei jedem bricht auch eine typische Tuberkulose aus.

    Was genau ist Tuberkulose?

    Ausgelöst wird Tuberkulose vom Mycobacterium tuberculosis, und da das Bakterium auf dem Luftweg übertragen wird, sind in den allermeisten Fällen auch die Lungen betroffen, es kommt zu einer sogenannten pulmonalen Tuberkulose. Es reicht, von einem Erkrankten angehustet oder angeniest zu werden, um sich mit TB zu infizieren, und dieser schnelle Übertragungsweg macht die Tuberkulose auch heute noch immer gefährlich. Selbst wenn die Zahl der Erkrankten in den letzten Jahren stetig gesunken ist, allein in Indien gab es 2012 noch über zwei Millionen Tuberkulosefälle und auch in Afrika sterben jedes Jahr über eine Million Menschen an Tuberkulose.

    In Deutschland infizierten sich 2012 über 4.000 Menschen und 127 starben daran. Tuberkulose ist meldepflichtig, jeder Kranke wird beim Gesundheitsamt registriert, damit ein größerer Ausbruch der Krankheit verhindert werden kann.

    Welche Symptome weisen auf TBC hin?

    Die Inkubationszeit der Tuberkulose beträgt in der Regel zwischen sechs und acht Wochen. Zu Beginn der Krankheit kommt es zu einem eher unspezifischen Husten, der zusammen mit Nachtschweiß auf Tuberkulose hindeutet. Typisch ist auch eine immer leicht erhöhte Temperatur, die im weiteren Verlauf zu hohem Fieber wird. Der Husten wird stärker und es kommt zu einem grünlichen oder auch blutigem Auswurf. Diese Symptome gibt es aber nicht bei jedem Infizierten, bei einigen treten überhaupt keine Symptome auf, die Medizin spricht in diesem Fall von einer latenten Tuberkulose. Häufig ist das der Fall, wenn das Immunsystem sich erfolgreich gegen die Bakterien gewehrt hat.

    Wenn der Herd der Tuberkulose in der Lunge abgekapselt ist, dann spricht man von einer geschlossenen Tuberkulose, die nicht ansteckend ist. Ist das nicht der Fall, dann handelt es sich um eine offene TB und diese Form ist hoch ansteckend.

    Warum die Diagnose schwierig ist

    Husten, Nachtschweiß, eine erhöhte Temperatur – alle diese Symptome passen zwar zu einer Tuberkulose, sie können aber auch genauso gut die Symptome eines grippalen Infekts sein. Der Arzt kann nur durch eine gezielte Anamnese herausfinden, ob es sich tatsächlich um eine TB handelt. Zu den Fragen, die der Arzt dem Patienten stellt, gehört die Frage, ob es in der näheren Umgebung Fälle von Tuberkulose gibt, vielleicht sogar in der eigenen Familie. Eine wichtige Frage ist auch, ob sich der Betroffene in einem Gebiet aufgehalten hat, in dem es noch Tuberkulose gibt.

    Neben einer gründlichen Anamnese geben auch Röntgenbilder oder eine Computertomografie Auskunft darüber, ob es sich um Tuberkulose handelt. In den meisten Fällen sind die Tuberkulose-Herde auf dem Röntgenbild gut zu erkennen, und das Bild gibt zudem Auskunft darüber, in welchem Stadium sich die Krankheit befindet.

    Wie wird Tuberkulose therapiert?

    Während sich die Erkrankten in früheren Zeiten in die Berge, bevorzugt in die Schweiz begeben mussten, um dort in der Höhenluft bei guter Ernährung und viel Ruhe die TB auszukurieren, müssen die Tuberkulosepatienten von heute einen Mix aus mehreren Medikamenten nehmen. Ist die TB offen, dann wird allerdings ein Aufenthalt im Krankenhaus erforderlich, um die Ansteckungsgefahr zu bannen. Bei der geschlossenen TB bekommen die Patienten Antibiotika, in der Regel für die Dauer von sechs Monaten, denn so lange kann es dauern, bis die Krankheit ausgeheilt ist.

    Bild: © Depositphotos.com / Remains

  • Kopfschmerztabletten können dauerhafte Schmerzen auslösen

    Kopfschmerztabletten können dauerhafte Schmerzen auslösen

    Viele Menschen nehmen Kopfschmerztabletten, aber nur die wenigsten wissen, dass eine Einnahme von Kopfschmerztabletten über einen längeren Zeitraum wieder Kopfschmerzen auslöst, die nicht selten stärker sind als die Schmerzen, gegen die das Mittel eingenommen wurde. Vor allem Wirkstoffe wie Acetylsalicylsäure, Ibuprofen und auch Paracetamol sind dafür verantwortlich, wenn es zu dumpfen und drückenden Schmerzen im Kopf kommt. Besonders oft sind diejenigen betroffen, die unter Migräne leiden und daher viel und oft zu Kopfschmerztabletten greifen. Vor allem wenn spezielle Migräne Mittel eingenommen werden, dann kann es zu sehr schmerzhaften Attacken kommen.

    Eine Pause einlegen

    Die dauerhafte Einnahme von Migräne- oder Kopfschmerztabletten kann schnell zu einer Art Teufelskreis führen. Das Mittel wird genommen, wenn die Kopfschmerzen auftreten, aber nach relativ kurzer Zeit ist der Schmerz omnipräsent und es müssen mehr Tabletten eingenommen werden, immer in der Hoffnung, dass der Schmerz verschwindet. Das ist bei längerer Einnahme nicht mehr der Fall, denn die vermeintlichen Helfer entpuppen sich als diejenigen, die den Schmerz erst auslösen. Immer dann, wenn sich dauerhafte Schmerzen im Kopf einstellen, dann muss eine Pause eingelegt werden, die mindestens zwei Wochen dauern sollte. In etwa 80 % der Fälle geht es den Betroffenen dann deutlich besser und die Kopfschmerzen sind verschwunden.

    Ist das nicht der Fall, dann sollte ein Facharzt aufgesucht werden, der der Ursache der Kopfschmerzen auf den Grund geht und dann eine entsprechende Therapie einleitet.

    Kopfschmerztabletten richtig einnehmen

    Wer bei gelegentlichen Kopfschmerzen mal eine Tablette nimmt, der muss nicht befürchten, dass die Schmerzen durch die Einnahme schlimmer werden. Ohne Anweisung des Arztes sollten Kopfschmerztabletten und auch spezielle Mittel gegen Migräne jedoch nicht häufiger als zehnmal im Monat eingenommen werden. Auch wer länger als drei Tage hintereinander zur Kopfschmerztablette greift, der sollte sich nicht wundern, wenn der Schmerz nicht verschwindet, sondern im Gegenteil noch stärker wird.

    Einfache Mittel gegen Kopfschmerzen und Migräne

    Wer häufig Kopfschmerzen hat, der kann mit einfachen Mitteln dagegen ankämpfen. So kann es zum Beispiel helfen, regelmäßig mit dem Rad zu fahren, spazieren zu gehen oder ein- bis zweimal pro Woche zu schwimmen. Auch wenn die Migräne es zulässt, dann kann sportliche Betätigung hilfreich sein. Alle, die unter starken Migräneattacken leiden, sind gut beraten nicht nur sportlich aktiv zu werden, sondern auch ein Training zur Entspannung der Muskeln zu machen. Mit progressiver Muskelentspannung kann der Dauerkopfschmerz wirkungsvoll bekämpft werden.

    Migräne muss nicht zwangsläufig mit Medikamenten behandelt werden. Besonders dann, wenn sich nach der Einnahme der Medikamente keine dauerhafte Besserung gibt, sollten sich die Betroffenen für eine Alternative entscheiden. Akupunktur kann eine dieser Alternativen sein, denn Akupunktur wird von den meisten Patienten sehr gut vertragen und hat keine schädlichen Nebenwirkungen, wie das bei Medikamenten der Fall ist. Der Nachteil bei einer Akupunkturbehandlung ist aber, dass sie in den meisten Fällen aus eigener Tasche bezahlt werden muss. Nur wenn die Migräneattacken so schlimm sind, dass sie das tägliche Leben nachhaltig beeinflussen, weil die Betroffenen zum Beispiel nicht mehr arbeiten gehen können, dann übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für eine alternative Behandlung. Auch Patienten, die keine starken Medikamente vertragen können, bekommen eine alternative Therapie von der Krankenkasse bezahlt.

    Kopfschmerzen und auch Migräne haben sich in den letzten Jahren zu einer Art Volkskrankheit entwickelt. Mittlerweile ist die Migräne die am häufigsten auftretende neurologische Erkrankung in Deutschland, an der bis zu 14 % der Frauen und 8 % der Männer leiden. Wer häufig Kopfschmerzen hat und wenn die Schmerzen trotz der Einnahme von Kopfschmerztabletten nicht verschwinden, dann ist ein Besuch beim Arzt zu empfehlen, um die Ursache der Schmerzen zu klären. Die Tabletten einfach weiter einzunehmen und zu hoffen, dass die Schmerzen dann verschwinden, kann ein Fehler sein.

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  • Gürtelrose – schmerzhaft aber behandelbar

    Gürtelrose – schmerzhaft aber behandelbar

    Mit einem Gürtel und einer Rose hat die Gürtelrose nur sehr entfernt zu tun. Ihren Namen verdankt die Virusinfektion den Anzeichen auf der Haut, und zwar auf der Körperpartie, wo normalerweise der Gürtel sitzt, und weil der Ausschlag mit ein wenig Fantasie an eine Rose erinnert. Eine Gürtelrose wird durch ein Virus, das sogenannte Varizella-Zoster-Virus ausgelöst, sie ist sehr schmerzhaft, aber sie lässt sich heute gut behandeln. Es gibt einige Therapien, die dafür sorgen, dass die Beschwerden gelindert werden und die Heilung beschleunigt wird.

    Welche Symptome hat eine Gürtelrose?

    Ärzte nennen die Gürtelrose etwas salopp auch Herpes Zoster. Zu den ersten Symptomen gehört ein Hautausschlag, auf dem sich kleine Bläschen bilden und der sich zunächst streifenförmig in Höhe der Hüfte zeigt. Der Grund für den Ausschlag ist in den Nervenbahnen zu finden, in die sich der Virus einnistet, und nicht selten ist es der gleiche Virus, der auch die Windpocken auslöst. Wer als Kind die Windpocken hatte, der wird die äußeren Symptome schnell wieder los, aber der Virus bleibt im Körper. Im Alter, wenn das Immunsystem nicht mehr so sicher und gut funktioniert, dann kann es ein, dass der Virus wieder zum Leben erwacht und dann eine Gürtelrose auslöst.

    Trifft die Gürtelrose einen älteren Menschen, dann löst sie in der Regel starke Schmerzen aus und die Beschwerden können lange andauern. Für die Heilung ist es von entscheidender Bedeutung, wie früh die Gürtelrose erkannt wird. Wird sie früh diagnostiziert, dann kann die entsprechende Behandlung schnell eingeleitet werden und die Krankheit ebenso schnell auch ausheilen.

    Welche Therapien gibt es?

    Treten die typischen Symptome auf, dann sollte man keine Zeit verlieren und sofort einen Arzt aufsuchen. In den meisten Fällen bekommen die Patienten dann Medikamente, die die Schmerzen lindern und eine Creme, die verhindert, dass sich die Viren weiter ausbreiten können. Mit der richtigen Therapie verschwinden die Bläschen, die die Schmerzen verursachen, recht schnell wieder und der Ausbruch der Gürtelrose wird abgebremst.

    Wichtig ist aber, dass die Betroffenen spätestens zwei bis maximal drei Tage, nachdem die ersten Symptome aufgetreten sind, zu einem Arzt gehen. Patienten, die noch keine 50 Jahre alt sind, bekommen in der Regel eine leichte Form der Gürtelrose, die sehr gut mit einer antiviralen Therapie behandelt werden kann. Bei älteren Menschen reicht diese Therapie oftmals nicht aus, und der Arzt wird versuchen, mit Infusionen zu helfen.

    Wie gefährlich ist eine Gürtelrose?

    In sehr seltenen Fällen entwickelt sich eine Gürtelrose zu einer schwerwiegenden Erkrankung. Immer dann, wenn die Nerven im Gehirn betroffen sind, dann kann es passieren, dass das Auge oder das Ohr betroffen sind. Wenn die Regenbogenhaut oder die Hornhaut des Auges betroffen sind, dann kann es zu Sehstörung und im schlimmsten Fall sogar zur Erblindung kommen. Eine Gürtelrose, die aufs Ohr schlägt, kann eine Gesichtslähmung zur Folge haben.

    Bei Menschen, die unter einer ausgeprägten Immunschwäche leiden, wie das zum Beispiel bei HIV Patienten der Fall ist, betrifft die Gürtelrose nicht nur die Haut, sie kann auch die inneren Organe angreifen und dann wird die Krankheit lebensbedrohlich. Sehr selten kann sich aus einer Gürtelrose auch eine Hirnhautentzündung entwickeln. Eine Gürtelrose tritt meist nur einmalig auf und ist, wenn die Behandlung anschlägt, nach vier Wochen ausgeheilt.

    Kann man vorbeugen?

    Um erst gar nicht an einer Gürtelrose zu erkranken, gibt es einige präventive Maßnahmen. Dazu gehört das Vermeiden von Stress und auch zu viele Sonnenbäder sind schädlich, denn die Wärme auf der Haut kann den Virus aktivieren und die Gürtelrose bricht aus. Wer als Kind gegen die Windpocken geimpft wurde, ist leider nicht immun, aber wenn es zu einer Gürtelrose kommt, dann ist ein Ausbruch seltener und weniger schwer als bei denjenigen, die nicht geimpft wurden.

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  • Schnelle Hilfe bei akuter Depression

    Schnelle Hilfe bei akuter Depression

    Nicht nur wenn es um Verletzungen geht, dann ist schnelle Hilfe notwendig, auch bei Menschen, die unter Depressionen oder anderen psychischen Notfällen leiden, ist schnelle und vor allem professionelle Hilfe sehr wichtig. Aber es kann dauern, bis es einen Platz für die Therapie gibt. Um diese Lücke zu schließen, gibt es jetzt in vielen Krankenhäusern vermehrt Notfall-Ambulanzen für psychisch Kranke. Alle, die schnelle Hilfe benötigen, können sich an ihre Krankenkasse wenden, denn die Kassen haben Adressen, wo es eine Notfall-Ambulanz in der Nähe gibt, wo psychisch kranke Menschen schnell und unkompliziert Hilfe bekommen.

    Schnelle Hilfe

    Eine akute Depression kann sehr gefährlich werden, denn es besteht bei vielen Patienten die große Gefahr, dass sie versuchen sich selbst zu töten. Wer einen akuten depressiven Schub hat, der braucht schnelle Hilfe, nicht selten geht es dabei um Minuten. Mit dem Angebot vieler Krankenhäuser, die eine notärztliche Hilfe anbieten, kann vielen Patienten geholfen werden. Aber nicht nur die Krankenhäuser bieten eine psychologische Notfallhilfe an, auch kommunale Stellen, Kirchen und die Wohlfahrtsverbände haben sich auf diese besondere Form der Notfallhilfe eingestellt.

    Auch wenn es um die Unterstützung und die Orientierung für psychisch Kranke geht, gibt es jetzt Hilfe, und zwar durch die Patientenberatungsstellen sowie den Sozialpsychiatrischen Dienst, den es für den Notfall in jeder größeren Stadt in Deutschland gibt.

    Behandlung in der privaten Praxis

    Bislang war es kaum möglich, an den Sonn- und Feiertagen oder auch an den Wochenenden schnelle Hilfe in der privaten Praxis zu bekommen, denn niedergelassene Psychologen und Psychiater haben keine Notfallpraxis, wie das bei anderen Ärzten der Fall ist. Jetzt gibt es aber die Möglichkeit, auch in einer privaten Praxis schnelle Hilfe zu bekommen, wenn sich eine Therapie nicht mehr aufschieben lässt. Welcher Facharzt schnell helfen kann, auch das können Patienten bei ihrer Krankenkasse erfahren.

    Oft ist es schon ein Gespräch, das den Betroffenen in einer akuten Situation helfen kann. Wer bei einem akuten psychischen Notfall in die normale Ambulanz kommt, der muss damit rechnen, dass er hier lediglich eine Spritze bekommt, für eine gezielte Behandlung sind die Notfallmediziner in den Krankenhäusern entweder gar nicht oder nur sehr unzureichend ausgebildet.

    Nicht nur für Notfälle

    Die Wartezeiten für eine psychologische Behandlung sind unter Umständen sehr lang, nicht selten warten die Patienten drei Monate und mehr auf einen Termin. Vor allem für alle diejenigen, die noch nie in Behandlung waren und medikamentös nicht eingestellt sind, kann die lange Wartezeit zur Qual werden. In diesen Fällen ist es gut zu wissen, dass es eine Ambulanz für den Notfall gibt, wo geschulte Mitarbeiter und Fachärzte helfen können.

    Aber nicht nur für den akuten Notfall ist es wichtig, einen adäquaten Ansprechpartner zu haben, denn wenn zwischen zwei Behandlungen der Zeitraum von einem Vierteljahr liegt, dann kann es durchaus passieren, dass Hilfe benötigt wird. Wenn das der Fall ist, dann können sich die Betroffenen an ihre Krankenkasse wenden und sich die Adresse einer Notfall-Ambulanz geben lassen.

    Keine Dauerlösung

    Der Gang zu einer psychischen Notfall-Ambulanz ist keine dauerhafte Lösung, denn wenn es um schwerwiegende Probleme geht, dann ist die Notfall-Ambulanz ist, wie der Name es schon sagt, nur eine Notlösung. Menschen mit psychischen Problemen müssen eine individuelle und gezielte Therapie machen, um ihre Krankheit in den Griff zu bekommen. Die Angst, die viele Betroffenen haben, dass es im Notfall keine Hilfe gibt, wird ihnen durch das neue Angebot der psychiatrischen Ambulanzen genommen.

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  • Seltene Krankheiten – die Stiefkinder der Wissenschaft

    Seltene Krankheiten – die Stiefkinder der Wissenschaft

    Geschätzt vier Millionen Menschen in Deutschland leiden unter seltenen Krankheiten. Für die Betroffenen ist es doppelt schlimm, denn sie sind nicht nur krank und verlieren so immer mehr Lebensfreude, es gibt auch kaum Chancen auf Heilung, weil seltene Krankheiten von der medizinischen Wissenschaft wie Stiefkinder behandelt und kaum beachtet werden. Das Problem besteht darin, dass wenn nur wenige Menschen an einer bestimmten Krankheit leiden, es sich nicht lohnt, Geld für die Forschung auszugeben oder Medikamente zu entwickeln, was ebenfalls sehr teuer ist. Viele, die unter einer seltenen Krankheit leiden, fühlen sich daher im Stich gelassen und müssen mit ihrem Leiden irgendwie zurechtkommen.

    Viele Waisenkrankheiten

    Es gibt rund 5.000 Krankheitsbilder, die als selten angesehen werden. Orphan Diseases heißen diese Krankheiten im Fachjargon, was so viel wie Waisenkrankheiten bedeutet. Eine der bekanntesten Krankheiten, die es selten gibt, die aber in der heutigen Zeit schon recht gut erforscht ist, heißt Mukoviszidose, eine Stoffwechselerkrankung, die lebensbedrohlich werden kann. Auch die Fanconi-Anämie oder das Williams-Beuren-Syndrom kennt kaum jemand. Beide Krankheiten haben genetische Ursachen, sie sind chronisch und die Betroffenen können kaum auf medizinische Hilfe hoffen, denn die Zahl derjenigen, die darunter leiden, ist zu klein, um große Forschungen ins Leben zu rufen.

    Wann ist eine Krankheit eine seltene Krankheit?

    Es mag zwar ein bisschen paradox klingen, aber die Zahl der seltenen Krankheiten steigt stetig an. Rund vier Millionen Menschen leiden in Deutschland an einer seltenen Krankheit, in Europa sind es ca. 30 Millionen Menschen, die an einer Krankheit leiden, von der nur rund 2.000 Menschen betroffen sind. Dass die seltenen Krankheiten immer häufiger auftreten, hat auch etwas mit der verbesserten Diagnosetechnik zu tun, denn mit der sogenannten Präzisionsdiagnostik können seltene Krankheiten heute schneller erkannt und definiert werden.

    Auch wenn die Zahl der seltenen Krankheiten weiter ansteigt, für die Betroffenen ändert sich wenig, denn nach wie vor müssen sie oftmals eine wahre Odyssee von Arzt zu Arzt auf sich nehmen, bis sie endlich zu einem Spezialisten kommen, der ihre Krankheit richtig erkennt und auch behandeln kann. Nicht selten müssen sich die Erkrankten anhören, sie seien Simulanten und auch die Diagnose psychische Erkrankung fällt schnell, wenn die Mediziner einfach nicht mehr weiter wissen. Auch falsche Diagnosen sind keine Seltenheit, und durch die falsche Diagnose vergeht oft wertvolle Zeit, bis die eigentliche Krankheit festgestellt und entsprechend behandelt werden kann.

    Hilfe in der Charité

    Die Charité in Berlin hat seit dem Jahr 2011 eine eigene Abteilung für seltene Krankheiten, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Patienten zu helfen, aber auch eine Liste der selten auftretenden Krankheiten zu entwickeln. Anhand dieser Liste soll es in Zukunft einfacher werden, ein Krankheitsbild einer bestimmten Krankheit schneller zuordnen zu können. So werden auch seltene Krankheiten transparent und es wird viel Zeit gespart, die den Kranken zugutekommt.

    Aber die Charité geht noch weiter, denn die Spezialisten und Experten, die dort arbeiten, sind auch bemüht nach neuen Therapien und Medikamenten zu forschen, damit denjenigen umfangreicher helfen zu können, die an einer seltenen Krankheit leiden. Die Idee zu dieser besonderen Abteilung entstand in der Kinderklinik, denn wenn es um seltene Krankheiten geht, dann sind in der Regel davon Kinder betroffen. In der Charité werden Krankheitsbilder gesammelt, das Wissen wird gebündelt und das macht es möglich, Therapiepläne für jeden einzelnen Betroffenen entwickeln zu können. Der Hausarzt sieht seine Patienten selten und wenn ein Patient mit einem „exotischen“ Krankheitsbild in der Praxis auftaucht, dann geben sich die niedergelassenen Ärzte selten die Mühe, nach der Ursache des Krankheitsbildes zu forschen. In diesem Fall ist eine Überweisung an die Berliner Charité eine gute Wahl, denn das Angebot der Spezialisten dort reicht von der Diagnose bis hin zur psychosozialen Betreuung.

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