Schlagwort: Medikamente

  • Leukämie – Ursachen, Symptome, Behandlung

    Leukämie – Ursachen, Symptome, Behandlung

    Leukämie, umgangssprachlich auch Blutkrebs genannt, gehört zu den eher selten auftretenden Krebserkrankungen, das macht Leukämie aber nicht weniger gefährlich. Streng genommen handelt es sich bei Leukämie nicht nur um eine einzige Krankheit, sondern um verschiedene Krankheitsbilder, die eines gemeinsam haben, sie betreffen immer die blutbildenden Systeme im Körper. Welche Ursachen hat die Leukämie, welche Symptome treten auf und wie wird Leukämie behandelt?

    Die Ursachen für Leukämie

    Wird eine Leukämie diagnostiziert, dann findet im Körper ein Prozess statt, bei dem sich die weißen, noch unreifen Blutkörperchen, die sogenannten Leukozyten, unkontrolliert vermehren und die roten Blutkörperchen, die unter anderem den Sauerstoff durch den Körper transportieren, sowie die blutbildenden Stammzellen immer weiter verdrängen. Die Wissenschaft hat bis heute keine Erklärung dafür, warum die weißen Blutkörperchen außer Kontrolle geraten und so eine Leukämie auslösen. Chemikalien können eine auslösende Ursache sein, aber auch energiereiche Strahlung, wie sie zum Beispiel in der Nähe von Atomkraftwerken auftritt, steht im Verdacht, Leukämie auszulösen. Umstritten ist, ob auch das Rauchen einer der Verursacher sein kann.

    Die Symptome

    Müdigkeit, ein Gefühl der Abgespanntheit und auch verminderte Leistungsfähigkeit gehören zu den häufigsten Symptomen einer Leukämie. Es gibt aber auch unspezifische Symptome wie starker Nachtschweiß, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust, die auf eine Leukämie hindeuten. Kommt es zu einem Mangel an roten Blutkörperchen, dann wird weniger Sauerstoff in die Organe transportiert und das hat Symptome wie Atemnot, Blässe und Schwindel zur Folge. Da auch das Immunsystem angegriffen wird, sind die Betroffenen anfälliger für Infekte aller Art und der Mangel an Blutplättchen macht sich durch Entzündungen des Zahnfleisches, blaue Flecken und durch häufiges Nasenbluten bemerkbar. Setzen sich die Leukozyten in den Organen fest, dann schwellen die Lymphdrüsen an, die Milz und die Leber sind vergrößert, was zu Schmerzen im Bauchbereich führt.

    Die Behandlung bei Leukämie

    Um die Diagnose Leukämie stellen zu können, muss der Arzt zunächst ein großes Blutbild machen. Sind die Symptome und das Blutbild nicht eindeutig, dann wird bei lokaler Betäubung eine Probe des Knochenmarks entnommen und untersucht, in der Regel aus dem Beckenknochen. Steht die Diagnose dann fest, werden die meisten Leukämie Formen mit einer zyklischen Chemotherapie behandelt. Die sehr aggressiven Medikamente, sogenannte Zytostatika, greifen die Zellen an, die sich sehr häufig teilen, wie das bei Leukämiezellen der Fall ist. Aber leider werden nicht nur die kranken, sondern auch die gesunden Zellen angegriffen und das führt zu den typischen Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen und Haarausfall. Auch wenn die Therapie viele Nachteile hat, sie ist nach wie vor das beste Mittel, um die Leukämie in den Griff zu bekommen.

    Auch die Stammzellentherapie ist eine Möglichkeit, um die Leukämie erfolgreich zu behandeln. Bei dieser Therapie werden dem Patienten gesunde Stammzellen übertragen, die entweder aus Knochenmark oder durch fremdes gewonnen werden Blut. Um Stammzellen übertragen zu können, muss zuvor das Immunsystem des Leukämiekranken komplett zerstört werden, was mit einer äußerst aggressiven Chemotherapie erreicht wird. Findet sich ein geeigneter Spender, dann bekommt der Kranke dessen Stammzellen in Form einer Bluttransfusion. War die Transfusion erfolgreich, dann beginnen die neuen gesunden Zellen, frische rote Blutkörperchen zu produzieren, ein Prozess, der ca. drei Wochen dauert.

    Bild: © Depositphotos.com / decade3d

  • Schmerzen in der Brust – Was steckt dahinter?

    Schmerzen in der Brust – Was steckt dahinter?

    Wir kennen es vom Liebeskummer oder nach einem düsteren Horrorfilm. Das Herz beginnt zu flattern, Stiche in Herzgegenden stellen sich ein. Der Brustkorb schmerzt ein wenig und wir fühlen uns ängstlich bis unsicher. Schmerzen in der Brust sind häufig harmlos und verschwinden nach Aufregung, Ärger oder Trauer. Doch es gibt auch Schmerzen in der Brust, welche immer wiederkehren, welche uns permanent das Atmen erschweren und mit teils anhaltender Müdigkeit untermauert sind. Bevor wir ins Grübeln geraten, sollten wir unseren Hausarzt kontaktieren und ihm unsere Beschwerden schildern. Nur er weiß Rat und kann durch medizinische Maßnahmen die Brustschmerzen lindern, wenn nicht sogar ganz heilen.

    Schmerzen in der Brust – Psyche oder ernsthaftes Leiden?

    „Er ist an gebrochenem Herz gestorben“ oder „Ihr blieb das Herz fast stehen“ und „Ihm ist das Herz in die Hose gerutscht“. Wer von uns kennt diese Art Herzschmerz, auch Herzleid nicht.

    Hier kommt die psychische Komponente ins Spiel. Unser Unterbewusstsein reagiert auf negative Einflüsse recht empfindlich und bringt seinen Missmut zum Beispiel auch in Form von Schmerzen zum Ausdruck. Doch „leider“ können sich hinter Schmerzen in der Brust auch ernsthafte, gar lebensbedrohliche Krankheiten verbergen. Angeborene Herzfehler, Herzmuskelentzündungen infolge einer übergangenen Viruserkrankung, Zahnvereiterung, chronische Mandelentzündungen, auch rheumatische Erkrankungen, Erkrankungen des Herz-Kranz-Systems sind für Schmerzen im Brustkorb verantwortlich. Zudem ruft auch eine Speiseröhrenentzündung oder eine Magen-Darm-Erkrankung einen solch schmerzhaften Zustand hervor. Um Folgeschäden oder eine Verchronifizierung des Leides zu umgehen, ist es sinnvoll die Ursache des Schmerzes ausfindig zu machen.

    Ein versierter Hausarzt wird auf einen gründlichen Ganzkörper-Checkup bestehen. Dazu gehören neben einer Blutuntersuchung, auch EKG und Röntgenaufnahmen des Brustkorbes. Hat er alle Ergebnisse zusammen, wird er eine eindeutige Diagnose stellen, Therapievorschläge unterbreiten und Prognosen wagen.

    Schmerzen in der Brust – Erste Hilfe – Maßnahmen

    Er kommt aus heiterem Himmel. Ein Schmerz oder ein Stich in der Brustregion. Er jagt uns Angst und Schrecken ein. Was passiert gerade? Ist etwa unser Leben in Gefahr oder ist es „nur“ eine vorübergehende, harmlos lästige Erscheinung ohne gefährlichen Hintergrund?

    Wie auch immer der Fall gelagert ist. Nun sollten wir achtsam sein und um Hilfe bitten.

    Zunächst gilt es Ruhe zu bewahren, denn jede weitere Aufregung könnte unsere Situation verschlimmern und die Schmerzen erhöhen. Hinlegen oder Hinsetzen, ruhiges Durchatmen vertreibt die in uns aufkommende Panik. Wie entwickelt sich der Schmerz in der Brust? Nimmt er trotz Ruheposition zu, wird uns schwindlig oder übel? All diese Beobachtungen helfen dem kontaktierten Arzt bei seiner späteren Diagnosestellung. Kommt es zur Ohnmacht muss umgehend ein Notarzt gerufen werden. Dieser leistet erste Hilfe, stabilisiert und bereitet auf weitere medizinisch notwendigen Maßnahmen vor.

    Schmerzen in der Brust – Operation, Kur, Therapie

    Herzinfarkt ist ein bekanntes, tückisches Übel. Rechtzeitige medizinische Betreuung, auch eine nicht mehr aufschiebbare Herzoperation können wahrhaftig Leben retten und verlängern.

    Ist eine Operation geplant, ist absolute Schonung angesagt. Jede Art der Überbeanspruchung und Aufregung sollten möglichst vermieden werden. Auch nach dem medizinischen Eingriff ist Ruhe die beste Medizin. Oft werden Herzpatienten mit Schmerzen in der Brust zunächst einmal in Kur geschickt. Leichte Bewegungsübungen, Schwimmen, Spaziergänge helfen wieder gesund zu werden. Um den Gesundungsprozess zu unterstützen, folgt begleitend eine medikamentöse Therapie. Viele Patienten können nach gelungener Operation ein ganz normales, schmerzfreies Leben sogar ohne Medikamente genießen. Anderen bleibt eine angeordnete Dauermedikation nicht erspart. Dies hängt individuell vom Schweregrad der Erkrankung ab.

    Sinn und Zweck einer jeglichen Behandlung von diffusen Schmerzen in der Brust, ist die Befreiung von Angst und Leid. Wer gesundheitsbewusst leben will, sollte sich deshalb regelmäßigen Untersuchungen unterziehen. Diese helfen vorzubeugen, bessere Heilungschancen zu erzielen und schaffen mehr Freiraum für ein nahezu sorgenfreies, gesundes Leben!

    Bild: © Depositphotos.com / piotr_marcinski

  • Schmerzen im Knie – Ursachen und Behandlung

    Schmerzen im Knie – Ursachen und Behandlung

    Das Treppengehen fällt schwer. Jede Bewegung, welche mit Streckung oder Beugung zu tun hat, wird zunehmend zur Qual. Das dabei auftretende stechende, ziehende oder auch brennende Gefühl strahlt vom Knie in Ober- und Unterschenkel aus.

    Schmerzen im Knie – Sie haben unterschiedliche Gründe und müssen demnach eine jeweils anders gelagerte medizinische Behandlung erfahren. Im leichtesten Fall verbergen sich hinter Knieschmerzen hartnäckige Verspannungen der umliegenden Muskelregionen. Auch eine kurzfristige Überbelastung (zum Beispiel: ungewohntes Heben schwerer Gegenstände oder ruckartige Bewegungen) kann zu kurzzeitigen Schmerzen im Knie führen.

    Schmerzen im Knie – wiederkehrende Pein bis hin zum chronischen Dauerschmerz

    Klingen Knieschmerzen nach drei Tagen nicht von selbst wieder ab, sollte ein Arztbesuch folgen. Denn hinter anhaltenden bohrenden Beschwerden im Kniebereich kann mitunter eine eventuell schleichende Erkrankung des Bewegungsapparates stecken. Auch vererbte Fehlbildungen des Knochen-, Sehnen-, Muskelbereichs stehen unter Verdacht solche dauerhaften Schmerzattacken auszulösen.

    Die bekanntesten Schmerz-Auslöser sind:

    • Verletzungen des Knies durch Stürze, Prellungen, Gewalteinwirkung
    • Infektionen, welche durch Verletzungen entstehen (unsaubere Wunden etc.)
    • Kniescheibenfehlentwicklung
    • Sehnen-, Bänderüberdehnungen oder auch Abrisse
    • Schleimbeutelentzündungen aufgrund einer wiederholten Fehl- oder Überbelastung
    • Krankhafte Knorpel- oder Knochenveränderungen
    • Entzündliche Prozesse (Arthrose oder Rheuma)
    • Stoffwechsel- oder Bluterkrankungen

    Schmerzen im Knie – Die richtige Diagnosestellung

    Bevor der Schmerz anfängt uns den wohlverdienten Schlaf zu rauben, sollten wir mit einem Orthopäden unseres Vertrauens über unsere Dauerbeschwerden sprechen. Anhand eines aufschlussreichen Fragenkatalogs, einer Röntgenaufzeichnung und einer Blutwerterhebung geht der Arzt der Schmerzursache auf den Grund. Und wird meistens recht schnell fündig! Ist der Auslöser entlarvt, die Diagnose gestellt, kann nun eine erfolgversprechende Therapie eingeleitet werden. Bekannte Therapieformen hierbei sind:

    • Krankengymnastik
    • Reizstromtherapie
    • Wärme- oder Kältetherapie
    • Akkupunktur
    • Ultraschallbehandlung

    sowie

    eine gezielte medikamentöse Behandlung oder spezielle Kurmaßnahmen!

    Sind die zu behandelnden Knieschmerzen infektiöser Natur, werden in der Regel Antibiotika in Kombination mit entzündungshemmenden, auch schmerzlindernden Medikamenten verabreicht.

    Rheumatische Erkrankungen gehören hingegen ausschließlich in die Hände eines Spezialisten. Eines anerkannten Rheumatologen! Dieser wird anhand der bereits gestellten Diagnose weitere Tests durchführen und ein speziell auf uns abgestimmtes Programm zu entwickeln. Wichtig bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises sind Kontrollen. Diese sollten in regelmäßigen Abständen erfolgen, da Rheuma mitunter auch unsere inneren Organe (Nieren, Herz etc.) angreifen kann.

    Info: Erleichterung bei Schmerzen im Knie verschaffen unter anderem auch orthopädisches Schuhwerk und Bandagen. Für einen besseren Halt und Gangsicherheit sorgt der altbewährte Gehstock. Die Kosten für diese „Hilfsmittel“ werden häufig von der Krankenkasse übernommen. Eine Verschreibung durch den Arzt sollte vorher erfolgen!

    Schmerzen im Knie – Hausmittel, Selbsthilfe und Lebensfreude

    Was kann ich aber nun selbst (neben meiner ärztlich verordneten Therapie) tun, um schmerzfreier durchs Leben zu gehen und meine Lebensfreude zu stärken?

    „Lachen ist die beste Therapie“, sagt ein altes, aber dennoch nicht weniger wahres Sprichwort.

    Jede Art von positiver Ablenkung wirkt entspannend auf unser gestresstes Schmerzzentrum, welchem wir nun einmal diesen lästigen Dauerschmerz zu verdanken haben. Dennoch ist es gut und „gesund“ Schmerzen zu empfinden. Sie sind Warnsignale, zeigen auf, wenn etwas mit uns nicht stimmt. Menschen ohne Schmerzempfinden (krankhaft bedingt) erleiden wesentlich häufiger Knochenbrüche und erleiden – ohne, dass sie es fühlen – teilweise lebensbedrohliche Verletzungen. Dies soll kein Lob auf unseren Peiniger „den Schmerz“ sein, dies soll uns nur bewusst machen, dass Schmerz in gewissem Sinne lebensnotwendig ist und uns sogar vor Schlimmerem bewahren kann.

    Unser Schmerzzentrum reagiert auf Außenreize. Musik, Lachen, Freude, ein schöner Film, feine Gerüche (Duftkerzen, Blumen, Parfum…), nette Gesellschaft, das Gefühl der Geborgenheit. All jene empathischen Dinge entfachen Lebensfreude, beruhigen unsere Nerven (beeinflussen somit auch das Schmerzempfinden), tragen zu Harmonie und Balance im entscheidenden Maß bei. Die Schmerzen im Knie werden natürlich gedämpft, die Selbstheilungskräfte mobilisiert und wir atmen dauerhaft auf!

    Bild: © Depositphotos.com / wacpan

  • Borreliose Symptome und Auswirkung

    Borreliose Symptome und Auswirkung

    Im Frühling und Sommer gehen kleine, nicht ganz ungefährliche Blutsauger auf Beutezug.

    Meist versteckt in Hecken, hohen Gräsern, auch im Gebüsch warten sie gierig auf ihre Opfer, an welche sie sich wie Kletten heften und nicht eher ruhen, bis sie sich voll gesaugt, gar ihren Hunger nach unserem roten Lebenssaft befriedigt haben. Zecken! Sie sind die Überträger und zugleich Auslöser der gefürchteten Borreliose, welche neben der weniger häufig auftretenden Krankheit FSME (meist auf bestimmte Bundesländer begrenzt) zu schweren Folgeschäden führen kann. Ein dramatischer Fakt ist die Tatsache, dass Borreliose Symptome in Folge von Unachtsamkeit schier übergangen werden. Denn: hat sich die Zecke erst einmal voll gesaugt, fällt sie ab. Zurück bleibt nicht mehr als ein „Mückenstich“, welcher im Nachhinein nicht immer direkt mit einem Zeckenbiss in Verbindung gebracht werden kann. Deshalb empfiehlt sich nach jedem Waldspaziergang, nach jeder Pilzsuche oder generell nach Aktivitäten in freier Natur ein Körpercheck.

    Borreliose bewusst vorbeugen

    Dichte Kleidung, auch Zeckenschutzmittel (in der Apotheke oder Drogerie erhältlich) können den Menschen vor Zeckenbefall schützen – dennoch, ganz ausschließen können wir auch dann einen Zeckenangriff nicht. Zecken lieben es gerne warm und feucht. Deshalb befallen sie vorwiegend die menschlichen Weichteile (Bauch, Oberschenkel, Leistengegend etc.). Aber auch andere Körperstellen können durchaus betroffen sein. Erfahrungsgemäß fallen Zecken nicht von Bäumen herab, um sich auf dem menschlichen Haupt niederzulassen. Dieses Ammenmärchen macht gerne die Runde, wurde aber bereits von Experten widerlegt! Neben Kindern und Erwachsenen halten sich Zecken auch an das liebe Vieh. Somit ist es möglich, dass gerade Hunde Zecken mit nach Hause bringen, welche dann eventuell zum Menschen übersiedeln.

    Borreliose: Krankheit, Borreliose Symptome und Behandlung

    Der allgemeine Begriff Borreliose bezeichnet verschiedene Infektionskrankheiten, welche durch Bakterien (so genannte Borrelia) ausgelöst werden. Der Hauptüberträger ist und bleibt die heimische, infizierte Zecke. In diesem Zusammenhang tritt die bekannte Lyme-Borreliose in Erscheinung, welche durch Zeckenfall (Holzbock) auf Mensch und Säugetier übertragen werden kann. In seltenen Fällen sind auch Stechmücken und Bremsen Überträger dieser „heimtückischen“ Krankheit. Zeckensaison beginnt im März und endet im Oktober. In diesem genannten Zeitraum gilt es jede unbekannte Rötung genau zu beobachten und zu hinterfragen, denn wird ein Mensch durch einen infizierten Holzbock mit Borreliose angesteckt, ist eine schnelle Behandlung mit Antibiotika von Nöten.

    Borreliose Symptome

    Nach dem Biss einer Zecke rötet sich die Haut wie nach einem ganz normalen Mückenstich. Auch wirkt die betroffene Stelle erhaben. Anders als bei Insektenstichen juckt die „Wunde“ länger, auch die entstandene, leichte Schwellung bleibt mehrere Tage sichtbar bestehen.

    Bei einem nicht infektiösen Zeckenbiss klingen Rötung und Schwellung nach spätestens 14 Tagen vollkommen ab. Wurde ein Mensch allerdings von einer mit Borrelia infizierten Zecke gebissen, beginnt sich die Rötung auszubreiten. Um die Bissstelle entsteht ein roter, auffallender Kranz (Wanderröte). Die Schwellung insgesamt bleibt bestehen. Dieser rötliche Kreis ist ein typisches Borreliose-Symptom. Nun spätestens steht ein Arztbesuch an, denn weitere – nicht einfach von selbst verschwindende – gravierende Borreliose Symptome werden folgen. Die Lyme-Borreliose wird in drei Krankheitsphase unterteilt und verläuft in Intervallen. Unbehandelt kann die Lyme-Borreliose bis zum Nervensystem vordringen, wo sie – im schlimmsten Fall – schwere, chronische Schädigungen hervorruft. Und das wirklich Heimtückische dabei, haben die Schädlinge erst einmal die Blut-Gehirn-Schranke passiert, dann sind sie auch durch Antibiotika nicht mehr zu bekämpfen und bleiben uns ein Leben lang erhalten.

    Hierbei treten folgende, teils unspezifische Symptome auf:

    • Fieber
    • Nachtschweiß
    • Muskel- und Gelenkschmerzen
    • Abgeschlagenheit
    • Kopfschmerzen
    • Erkältungssymptome

    Borreliose-Ausbruch: Phase 1 bis 3

    Nach Phase 1 folgt meistens eine Ruheperiode. Doch die Ruhe trügt. Zwischen Phase  1 und 2 beginnen die Borrelia bereits den ganzen Organismus anzugreifen und das Immunsystem zu schwächen. Sensibilitätsstörungen, auch leichte Lähmungserscheinungen sind die Borreliose Symptome der fortschreitenden Phase 2. Blieb die bestehende Borreliose bis dahin unerkannt und unbehandelt geht sie über in die 3. Phase: Chronifizierung der Krankheit!

    Immerwiederkehrende Gelenkschmerzen, Verfärbungen der Haut, neurologische Defekte können nun nur noch mit entsprechenden Medikamenten nachträglich gelindert werden. Die Folgen einer nicht entdeckten Borreliose sind folgenschwer, daher ist ein Gang zum Arzt immer dann anzuraten, wenn:

    • sich Stich- oder Bissstellen (unbekannter Herkunft) am menschlichen Körper röten und nachhaltig ausbreiten
    • ein roter Kreis um die Stich- oder Bissstelle entsteht
    • Kopf-, Gliederschmerzen, Fieber, Lähmungserscheinungen auftreten

    Mit  Hilfe von Zeckenzangen (im Fachhandel erhältlich) ist das ordnungsgemäße, richtige Entfernen des gesichteten Holzbocks kein Problem. Wichtig ist, den ganzen Körper der Zecke zu entfernen. Ein stecken gebliebener Zeckenkopf kann neben Borreliose auch Entzündungen oder Vereiterungen hervorrufen.

    Wird Borreliose diagnostiziert, verschreibt der Arzt ein Antibiotikum. Bei vorgeschriebener Einnahme des Medikaments heilt die Borreliose vollständig (meist ohne Spätfolgen) ab und verliert ihren Schrecken. Deshalb: Immer schön auf Borreliose Symptome achten. Früherkennung zahlt sich aus!

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  • Scharlach Symptome, Behandlung und Prophylaxe

    Scharlach Symptome, Behandlung und Prophylaxe

    Die Kindheit. Sie ist bunt, schön, unbelastet, aber dennoch mit Sorgen behaftet. Denn zwischen Kindergartenzeit, Schule und der Pubertät schleichen sich lästige Störenfriede ein, welche unser unbekümmertes Temperament zügeln und uns notgedrungen ans Bett fesseln.

    Diese unliebsamen Begleiter unserer Kindheitstage – auch Kinderkrankheiten genannt – sind leider (fast) unumgänglich und zudem auch manchmal notwendig. Sie stärken unser kindliches Immunsystem und machen uns insgesamt widerstandsfähiger. Eine der bekanntesten Kinderkrankheiten ist Scharlach, auch Scarlatina genannt. Hierbei handelt es sich um eine Infektionskrankheit, welche hauptsächlich Kinder im Alter zwischen vier und sieben Jahren befällt. Anders als bei anderen in der Kindheit auftretenden typischen Erkrankungen, ist Scharlach durchaus in der Lage mehrmals auszubrechen. Umso wichtiger ist es rechtzeitig die ersten auftretenden Scharlach Symptome zu erkennen und die Krankheit als solche, richtig, als auch nachhaltig zu behandeln.

    Zu spätes Erkennen der typischen Scharlach Symptome kann zu schlimmen Komplikationen, als auch zu gravierenden Spätfolgen führen.

    Scharlach Symptome – Ansteckung und Verlauf

    Bricht im Kindergarten oder in der Schule Scharlach aus, werden in der Regel alle Eltern darüber in Kenntnis gesetzt. Selbst, wenn vorerst nur ein Kind davon betroffen ist, kann dies sich dramatisch schnell ändern. Scharlach besitzt die unangenehme Eigenschaft sich zum Teil rasend schnell auszubreiten und alsbald ganze Schulklassen lahm zu legen. Schuld am Ausbruch der Viruserkrankung Scharlach sind „heimtückische“ β-hämolysierende Streptokokken. Übertragen wird die Kinderkrankheit Scharlach durch Tröpfchen- und Kontaktinfektion. Sie bahnen sich ihren Weg sozusagen über die Schleimhäute von Mund und Rachen. Danach siedeln sich die „Angreifer“ im Körper des Kindes an, vermehren sich, schwächen das kindliche Immunsystem und befördern die ersten Scharlach Symptome ans Tageslicht. Scharlach bricht aus und ist in diesem Stadium höchst infektiös!

    Aufgepasst: auch kleine oder größere, offene Wunden sind Übertragungshelfer der Scharlach-Erkrankung! Teilweise tragen Menschen den Scharlach-Überträger Wochen, gar Monate in sich, ohne, dass dieser ausbricht. Trotzdem können diese „ geheimen Träger“ Scharlach auf ihre Mitmenschen übertragen, so dass wir auch ohne scheinbaren Anlass eigentlich immer dazu aufgerufen sind, auf plötzlich auftauchende Beschwerden vorsorglich zu achten!

    Eigentlich ist Scharlach eine doppelte Infektion. Viren im Bakterium (so genannte Bakteriophagen), welche das Scharlach-Toxin produzieren, verursachen letztlich den bekannten Scharlach-Ausschlag. Fehlen die Bakteriophagen in der Szenerie, bleibt es „nur“ bei einer schmerzhaften Mandelvereiterung, welche die Bakterien alleine verursachen können.

    Eine vorschriftsmäßige Behandlung mit Antibiotika ist bei einer bereits ausgebrochenen Erkrankung anzuraten. Eine gut überstandene Infektion gewährt dennoch keinen lebenslangen Schutz gegen Scharlach. Denn Scharlach verfügt über drei verschiedene Toxine (SPE-A, -B und -C), welche einen Mehrfachausbruch dieser Viruserkrankung ermöglichen. Scharlach ist alles andere als harmlos, aber zum Glück verläuft  die Scharlacherkrankung bei sonst gesunden Kindern und Erwachsenen nur in sehr seltenen Fällen lebensbedrohlich.

    Scharlach – Symptome und Behandlung

    Nach der Infektion mit den erwähnten β-hämolysierende Streptokokken vergehen zunächst einmal zwei bis vier „gesunde Tage“ (Inkubationszeitraum). Haben sich die Erreger ausreichend fortgepflanzt, steht der endgültige Ausbruch bevor und folgende Scharlach Symptome treten auf:

    • Fieber
    • Schüttelfrost
    • Mattigkeit
    • Schluckbeschwerden
    • Bauch-, als auch Kopfschmerzen
    • Erbrechen
    • Rachenentzündung (Pharyngitis)

    Auffallend hierbei ist die tiefrote (scharlachrote) Verfärbung der Gaumenmandeln (Scharlach-Angina). Weiterhin werden Weißfleckenbeläge beobachtet. Ein Anschwellen der Schleimhäute, Drüsen und des umliegenden Gewebes erschweren zunehmend das Schlucken. Selbst leichte Flüssigkeiten werden anfangs als recht unangenehm empfunden. Der Weißbelag befällt im weiteren Verlauf der Erkrankung auch die Zunge. Diese schneeähnlichen Beläge lösen sich nach einer gewissen Zeit. Zurück bleibt eine rot schimmernde Zunge und die Geschmacksknospen treten hervor. Während der Ausbruchsphase werden Teile des menschlichen Körpers von einem dicht besiedelten Ausschlag heimgesucht. Diese krankhafte Fleckenbildung hebt sich etwas von der normalen Hautoberfläche ab. Achseln, Leisten – der ganze Körper kann davon befallen sein – sind vorwiegend von diesem dunkelroten Ausschlag betroffen und stellen somit ein wesentliches Scharlach-Symptom dar. Ausgespart bleibt nur das Mund-Kinn-Dreieck (Milchbart). Nach ca. 14 Tagen klingen die Scharlach Symptome allmählich mit erkennbaren Hautschuppungen leicht ab.

    Die Abschuppung ist aber auch im Nachhinein noch kein wirkliches Indiz für eine zurückliegende Scharlach-Erkrankung, da viele allergische Reaktionen zum Beispiel auf Medikamente und einige andere Virus-Erkrankungen nahezu identisch verlaufen können. Es bedarf einer genauen ärztlichen Untersuchung. Ein Arzt wird nach eingehender Untersuchung ermessen können, ob es sich bei den vorliegenden Beschwerden um Scharlach handelt oder nicht!

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  • Lungenentzündung: Symptome der Erkrankung

    Lungenentzündung: Symptome der Erkrankung

    Eine Lungenentzündung klingt für viele Menschen eher harmlos und wird nicht selten von Patienten verschleppt, weil diese denken, unter einem einfachen Husten oder einer Grippe zu leiden. Tatsächlich aber ist die Lungenentzündung in vielen Industrieländern die Infektionskrankheit, die am häufigsten zum Tode führt. Die Symptome der Krankheit sind oft unterschiedlich und davon abhängig, welcher Erreger die Krankheit verursacht hat. Man spricht in diesem Zusammenhang von typischen und atypischen Krankheits-Symptomen.

    Eine klassische Lungenentzündung, von Medizinern auch als Pneumonie oder Bronchopneumonie bezeichnet, hat im Anfangsstadium meist grippeähnliche Symptome und wird deswegen nicht immer sofort als Infektion des Lungengewebes diagnostiziert.

    Die Anzeichen einer typischen Lungenentzündung, die meist durch Bakterien wie Pneumokokken und Streptokokken hervorgerufen wird, kommen in der Regel sehr plötzlich und treffen den Patienten mit voller Wucht.

    Die Symptome, die am häufigsten auftreten, sind:

    • Starkes Fieber bis zu 40°
    • Schüttelfrost
    • Husten
    • Pulsrasen
    • Eitriger, gelb-grünlicher Auswurf, der auch mit Blut vermischt sein kann
    • Atemnot
    • Schnelles, flaches Atmen
    • Schmerzen beim Atmen, die bis in den Unterbauch strahlen können

    Diese Symptome erinnern stark an eine Grippe. Aus diesem Grund wird eine Lungenentzündung häufig nicht erkannt. Das kann schwere Folgen haben, die im schlimmsten Fall zum Tod führen. Wenden Sie sich daher unbedingt an einen Arzt, wenn Sie die Vermutung haben, an einer Lungenentzündung zu leiden.

    Neben der typischen Lungenentzündung gibt es auch eine atypische, die durch ganz bestimmte Bakterien und Viren hervorgerufen wird. Diese Form der Lungenentzündung kann sogar noch gefährlicher sein, weil die Symptome noch schwieriger auf die Erkrankung hinweisen. Diese sind:

    • Leichte Erhöhung der Körpertemperatur
    • Trockener Husten

    Man spricht in diesem Fall häufig auch von einer „kalten“ Pneumonie, die nicht selten übersehen und nicht richtig auskuriert wird. Auch hier können sich schwere Folgeerscheinungen und Beschwerden einstellen. Im Falle dieses atypischen Krankheitsverlaufs, der häufig für eine harmlose Erkältung gehalten wird, ist es wichtig, dass sie darauf achten, wie lang Symptome wie Husten, Rückenschmerzen, Atemnot, Schmerzen im Brustkorb und Schlappheitsgefühl anhalten. Erstrecken sich diese über einen längeren Zeitraum und lassen sich nicht mit herkömmlichen Erkältungsmedikamenten behandeln, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen und sich untersuchen lassen.

    Lungenentzündung Symptome bei Kindern

    Bei Kindern entwickelt eine Lungenentzündung noch ganz andere Symptome als bei Erwachsenen. Die Kleinsten leiden häufig an einem stark aufgeblähtem Bauch sowie Kopf- und Gliederschmerzen, die das Krankheitsbild nochmals verschlimmern. Auch Trink- und Sprechunlust sind typische Anzeichen einer Lungenentzündung bei Kindern. Im Falle einer „kalten“ Pneumonie haben Kinder sehr häufig kalte Hände. Eltern müssen in diesem Fall besonders aufmerksam sein, da die Symptome nicht sofort auf eine Erkrankung der Atmungsorgane hinweisen.

    Risiko-Gruppen und die Gefahren einer verschleppten Lungenentzündung

    Einige Personen-Gruppen sind besonders stark von Lungenentzündungen und ihren Auswirkungen betroffen. Dazu gehören unter anderem:

    • Rentner
    • Menschen mit einer chronischen Lungen-Erkrankung
    • Menschen mit einer Immun-Abwehrschwäche

    Die Betroffenen leiden nicht nur noch mehr unter den Symptomen, sondern sind auch allgemein anfälliger für eine Lungenentzündung. Aus diesem Grund bezahlen die Krankenkassen in der Regel eine Impfung gegen die Infektionskrankheit, die für gesunde Menschen kostenpflichtig ist.

    Die Behandlung einer Lungenentzündung erfolgt in aller Regel durch Antibiotika, die Sie vom Haus- oder Lungenarzt verschrieben kriegen. Wir die Entzündung des Lungengewebes nicht behandelt, können sich andere Komplikationen und Krankheiten einstellen, da sich die Bakterien, die für die Infektion verantwortlich sind, ungestört im Körper ausbreiten können. Zu diesen gehören unter anderem:

    • Mittelohrentzündung
    • Hirnhautentzündung
    • Entzündung des Lungenfells
    • Entzündung des Herzmuskels -> lebensbedrohlich!
    • Wasseransammlung in der Lunge
    • Blutvergiftung
    • Lungenabszess

    Um den Folgen einer verschleppten Lungenentzündung zu entgehen, ist es besonders wichtig, dass Sie sich und Ihrem Körper ausreichend Ruhe gönnen. Der größte Fehler ist, zu früh wieder zur Arbeit zu gehen.

    Die Symptome einer Lungenentzündung sind oft schwer zu deuten. Besonders die atypische „kalte“ Pneumonie wird oft sehr spät erkannt und kann dann nur schwer behandelt werden. Achten Sie daher immer auf die Anzeichen – besonders, wenn Sie zu einer der Risiko-Gruppen gehören.

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