Schlagwort: Medizin

  • Neue Studie – so beeinflusst Rauchen die Lebenserwartung

    Neue Studie – so beeinflusst Rauchen die Lebenserwartung

    Dass Rauchen ungesund ist, das dürfte jedem bekannt sein, wie sehr Rauchen aber die Lebenserwartung verringern kann, das zeigt jetzt eine neue Studie der Universität Rostock, die sich mit der Lebenserwartung der Raucher in Skandinavien beschäftigt hat. Hier sind im Besonderen die Frauen aus Dänemark betroffen, denn während in anderen skandinavischen Ländern wie Schweden und Norwegen die Lebenserwartung immer weiter angestiegen ist, stagniert sie in Dänemark immer noch, und das Rauchen hat auf diese Entwicklung einen großen Einfluss.

    Die negative Seite der Emanzipation

    Rauchen war in früheren Zeiten reine Männersache, rauchende Frauen gab es selten. In Dänemark haben sich die Damen allerdings recht früh emanzipiert, besonders die Frauen zwischen 1915 und 1945 rauchten viel und hatten eine entsprechend niedrigere Lebenserwartung als gleichaltrige Frauen in Deutschland, Norwegen und Schweden. Auch die Frauen der Jahrgänge zwischen 1925 und 1934, die geraucht haben, hatten eine deutliche Differenz bei der Lebenserwartung, sie starben im Schnitt drei Jahre eher als die Frauen, die nie geraucht haben.

    Eine Schachtel macht den Unterschied

    In den 1960er Jahren nahm die Zahlen der Frauen, die geraucht haben, massiv zu und diejenigen, deren Konsum bei einer Schachtel am Tag lag, verkürzten ihr Leben um ganze zwölf Jahre. Bei den Männern sah es aber nicht sehr viel besser aus, denn hier sank die Lebenserwartung um ganze zehn Jahre. Seit der Jahrtausendwende ist die Zahl der Raucher auch in Dänemark wieder zurückgegangen, was vor allem mit einem anderen Gesundheitsbewusstsein zu tun hat.

    Kritik an der Studie

    Kritiker werfen der Rostocker Studie vor, das Leben bestimmter Generationen nur auf das Rauchen und nicht auch auf andere Aspekte des damaligen Lebens reduziert zu haben. Dass die Menschen in früheren Zeiten eine kürzere Lebenserwartung hatten, lag auch an der vergleichsweise schlechten medizinischen Versorgung und Ernährung in der damaligen Zeit.

    Bild: © Depositphotos.com / Anita_Bonita

  • Rufen Flüchtlinge zu schnell den Rettungsdienst?

    Rufen Flüchtlinge zu schnell den Rettungsdienst?

    Die Rettungsdienste in Deutschland sind im Dauereinsatz, denn die Flüchtlinge rufen bei allen möglichen Beschwerden sofort nach einem Krankenwagen oder Notarzt. Ob Atemwegsbeschwerden, Bauch- oder Kopfschmerzen, der Rettungsdienst wird angerufen und muss ausrücken. Jetzt setzen die Feuerwehren auf Prävention und Aufklärung, damit die Rettungswagen nicht bei jeder Kleinigkeit alarmiert werden. Aber die Häufigkeit der Anrufe ist nicht das Einzige, was den Rettungsdiensten zu schaffen macht.

    Neue Rettungswagen

    Besonders im Landkreis Göttingen, in dem sich das Aufnahmelager Friedland befindet, stiegen die Einsätze der Rettungsdienste dermaßen stark an, dass der Landrat einen weiteren Rettungswagen beim Land Niedersachsen angefordert hat. Das Land bewilligte den Wagen, allerdings nicht nur für die Flüchtlinge, sondern auch um die medizinische Versorgung der anderen Einwohner sicher zu stellen. Zusätzlich wurde Sanitätspersonal eingestellt, um die Versorgung zu sichern. Auch in Hessen musste man sich etwas einfallen lassen, denn alleine im Landkreis Gießen musste der Rettungsdienst über 5700 Mal ausrücken, ein Plus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Jetzt betreibt der Johanniter-Unfall-Dienst eine Ambulanz auf dem Gelände der Notunterkunft, außerdem gibt es eine Arztpraxis, die an Werktagen geöffnet ist.

    Probleme mit den Helfern

    Neben der stark gestiegenen Zahl der Einsätze im Rettungsdienst macht den Feuerwehren noch ein anderes Problem zu schaffen, denn nicht immer verlaufen die Einsätze friedlich. Immer wieder kommt es auch zu körperlichen Auseinandersetzungen zwischen den Flüchtlingen und den Rettungsdiensten, zudem müssen die Besatzungen der Rettungswagen Streitigkeiten zwischen den Bewohnern schlichten. Ein weiteres Problem stellen die ehrenamtlichen und freiwilligen Helfer da, die oft übereilt den Rettungsdienst anrufen, denn sie haben nur geringe medizinische Kenntnisse und handeln daher übervorsichtig und übereilt.

    Um der Flut der Notrufe Herr zu werden, gibt es jetzt in den Aufnahmelagern eine Art Unterricht, in dem die Bewohner darüber aufgeklärt werden, wozu ein Rettungsdienst da ist und wann er gerufen werden muss.

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  • Warum die Krankenzusatzversicherung immer beliebter wird

    Warum die Krankenzusatzversicherung immer beliebter wird

    Steigende Beiträge, aber immer weniger Leistungen – die gesetzliche Krankenversicherung verliert mehr und mehr an Zustimmung. Durch die neuste Anhebung der Beiträge, die die Arbeitnehmer alleine tragen müssen, gibt es immer mehr gesetzlich Versicherte, die über eine private Krankenzusatzversicherung nachdenken. Sie wollen die spärlichen Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung durch eine private Zusatzversicherung ergänzen, ohne dabei die Vorteile der gesetzlichen Krankenversicherung aufgeben zu müssen. 22 Millionen Deutsche haben bereits eine zusätzliche private Krankenversicherung, neun Millionen sind komplett privat versichert.

    Welche Vorteile bietet die private Krankenzusatzversicherung?

    Bei einer privaten Krankenzusatzversicherung geht es primär nicht um das Einzelzimmer während eines Aufenthalts im Krankenhaus oder um den Besuch des Chefarztes, es geht vielmehr um schöne Zähne, die sich heute kaum noch jemand leisten kann, der sich mit den Basisleistungen der gesetzlichen Krankenkasse zufriedengeben muss. Bedingt durch die aktuelle Gesundheitsreform wird die Lücke zwischen den Basisleitungen der gesetzlichen Krankenversicherung und einer privaten Krankenzusatzversicherung besonders im Bereich der Zahnbehandlungen sehr deutlich. Gesetzlich Versicherte müssen mit Festbeträgen für den Zahnarztbesuch auskommen, wer sich bei der privaten Krankenzusatzversicherung für die Teil- oder Vollübernahme der Zahnarztkosten entscheidet, der kann einen qualitativ hochwertigen Zahnersatz wie zum Beispiel Implantate wählen, ohne dafür ein Vermögen zahlen zu müssen.

    Den passenden Tarif wählen

    Wer gesetzlich krankenversichert ist, der muss sich mit dem wenigen begnügen, was die Kasse anbietet, wer sich zusätzlich privat krankenversichert, der bekommt einen Tarif nach Maß. Jeder kann sich aussuchen, was ein Paket der privaten Krankenzusatzversicherung enthalten soll und sich individuell seinen Tarif ausrechnen lassen. Das Alter, das Geschlecht, aber auch der allgemeine gesundheitliche Zustand sind für die Berechnung des Tarifs relevant. Gab es in den vergangenen Jahren Krankheiten, Unfälle oder Krankenhausaufenthalte – auch das ist wichtig, um einen Tarif richtig zu berechnen. Wenn es zu viele Risiken, zum Beispiel durch bereits bestehende Krankheiten gibt, dann kann es passieren, dass ein Antrag abgelehnt wird, wenn aber alles stimmt, dann bietet die persönlich passende Tarifwahl eine Menge Vorteile.

    Der größere Leistungsumfang

    Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt im Ernstfall alle Kosten für die Behandlung beim Arzt oder in einem Krankenhaus, sowie diagnostische Maßnahmen, die notwendigen Medikamente und auch die Vor- und die Nachsorgeuntersuchungen. Aber das Ganze hat einen entscheidenden Nachteil, denn die Kassen zahlen immer nur das, was unbedingt notwendig ist und zweckmäßig ist. Der Grund für diese Sparsamkeit liegt im Wirtschaftlichkeitsgebot, denn die Kassen müssen mit dem Geld, das ihnen zur Verfügung steht, genau haushalten. Eine private Krankenzusatzversicherung ist hier die perfekte Ergänzung für alle, die die gesetzliche Krankenkasse nicht verlassen wollen, aber trotzdem einen größeren Leistungsspielraum haben möchten. Mehr interessante Details zum Leistungsumfang der privaten Krankenzusatzversicherungen gibt es hier: http://www.krankenzusatzversicherung.com

    Das vielfältige Angebot der privaten Krankenzusatzversicherung

    Einzelzimmer und Behandlung durch den Chefarzt sind nur zwei Aspekte, die eine private Krankenzusatzversicherung attraktiv machen. Die Möglichkeit, sich medizinisch alternativ behandeln zu lassen, zum Beispiel bei einem Heilpraktiker, ist ein weiterer Vorteil, den diese zusätzliche Versicherung anbietet. Für die private Zusatzversicherung sprechen bessere stationäre und auch ambulante Behandlungen, die Versorgung mit Medikamenten und auch schnellere Termine bei einem Facharzt. Ein weiteres wichtiges Kriterium, das für die private Krankenzusatzversicherung spricht, ist die Hilfe bei der Pflege, denn die wird in der nahen Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen.

    Hilfe im Alter

    Jeder möchte im Alter qualitativ gut versorgt werden, nur leider wird das mit der gesetzlichen Pflegeversicherung nicht mehr möglich sein, denn die gesetzliche Pflegeversicherung arbeitet umlagefinanziert. Das heißt, die jungen Menschen müssen für die Älteren aufkommen. Weiterführende Informationen befinden sich hier: http://www.bpb.de/politik/innenpolitik/gesundheitspolitik/72843/zukuenftige-finanzierungsmodelle?p=all. Bedingt durch den demografischen Wandel wird es zukünftig jedoch immer mehr ältere Menschen geben und immer weniger jüngere Menschen, die in die Pflegeversicherung einzahlen. Wer auch hier nichts dem Zufall überlassen will, der sollte sich schon heute für eine private Krankenzusatzversicherung entscheiden.

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  • Metabolisches Syndrom – eine Kombination aus vielen Risiken

    Metabolisches Syndrom – eine Kombination aus vielen Risiken

    Zu viel Fett am Bauch, zu hoher Blutdruck, erhöhte Blutfett- und Blutzuckerwerte, kurz alles, was man unter der Rubrik Wohlstandskrankheit zusammenfassen könnte, hat einen Namen – metabolisches Syndrom. Übergewicht und zu wenig Bewegung machen immer mehr Menschen krank und das bleibt auf Dauer nicht ohne Folgen, denn das metabolische Syndrom ist nur der Wegweiser, der Weg selbst führt zu Krankheiten wie Diabetes oder Beschwerden, die das Herz und den Kreislauf belasten.

    Metabolisches Syndrom – die Ursachen

    Nahrung gibt es im Überfluss, es gibt Technik, die das Arbeiten immer einfacher macht und natürlich auch Autos, mit denen man sein Ziel deutlich schneller erreicht, als zu Fuß. Diese Faktoren können ein metabolisches Syndrom auslösen und wer einmal in diesem Teufelskreis gefangen ist, der findet nur sehr schwer wieder heraus. Das metabolische Syndrom nimmt meist mit zu viel Bauchfett seinen Anfang, Mediziner sprechen dann von stammbetonter Adipositas und dieses Fett am Bauch führt dann zu vielen krankhaften Veränderungen, zum Beispiel beim Zucker- und auch beim Fettstoffwechsel. Die Hauptrolle spielt ein ganz besonderes Hormon, das Insulin, denn wenn das Insulin nicht mehr im Gewebe wirken kann, dann wird eine Resistenz aufgebaut und es kommt zum sogenannten Wohlstandssyndrom, auch metabolisches Syndrom genannt.

    Wie gefährlich ist das metabolische Syndrom?

    Menschen, bei denen ein metabolisches Syndrom diagnostiziert wird, haben erhöhte Blutfettwerte, einen viel zu hohen Blutzuckerspiegel und auch der Blutdruck bewegt sich in gefährlichen Höhen. Alle diese schlechten Werte sorgen für ein Verkalken der Arterien, aber auch Durchblutungsstörungen können die Folgen des metabolischen Syndroms sein. Wenn es schlimm kommt, dann gibt es bleibende Schäden für das Herz, ebenso wie für das Gehirn oder für die Nieren. Inwiefern sich die einzelnen Faktoren auf das Gesamtrisiko auswirken, das ist bis heute noch nicht restlos geklärt, es steht aber fest, dass besonders die Gefahr für einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt deutlich ansteigt. Wer ein metabolisches Syndrom hat, der büßt auf jeden Fall an Lebensqualität ein und spielt unter Umständen sogar mit seinem Leben.

    Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

    Um ein metabolisches Syndrom in den Griff zu bekommen, muss das Leben von Grund auf geändert werden, dazu gehört sowohl eine Nahrungsumstellung wie auch ein Sportprogramm. Je nachdem, wie schwer das metabolische Syndrom ausgeprägt ist, kann auch eine Behandlung mit Medikamenten notwendig werden, um beispielsweise den Blutdruck und den Zuckerspiegel zu senken. Die Ursachen für ein metabolisches Syndrom sind bei vielen Menschen schon in der Kindheit zu finden, umso wichtiger ist es daher, schon Kinder ausgewogen zu ernähren und sie für Sport und Bewegung zu begeistern.

    Vorbeugen ist besser als heilen

    Da das metabolische Syndrom in der Hauptsache in einer ungesunden Lebensweise zu finden ist, muss das Leben komplett umgekrempelt werden. Das ist aber leider leichter gesagt als getan, denn um das Syndrom zu bekämpfen, müssten Industrie und Politik an einem Strang ziehen. So sollte zum Beispiel das Essen in gemeinschaftlichen Einrichtungen wie Kindergärten, Kindertagesstätten und Schulen, aber auch in Kantinen ausgewogen und damit gesund sein. Da viele Gemeindekassen leer sind, kann der Plan, ein gesundes und abwechslungsreiches Essen anzubieten, leider nicht immer in die Tat umgesetzt werden. Ein weiteres Problem besteht darin, dass in weiten Teilen der Bevölkerung die Notwendigkeit des Umdenkens noch nicht angekommen ist. Viele wissen zwar, dass sie zu dick sind, was sie aber nicht wissen, ist, wie gefährlich das Übergewicht sein. Noch heute sind viele Menschen der Ansicht, dass dicke Kinder gesunde und vor allem niedliche Kinder sind, dass aus diesen Kindern später aber kranke Erwachsene werden können, wird hingegen erfolgreich verdrängt.

    Wenn der Grundstein für ein gesundes Leben nicht schon in der Kindheit gelegt wird, dann wird das metabolische Syndrom weiter auf dem Vormarsch sein.

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  • Das Diagnoseverfahren Szintigrafie – moderne Nuklearmedizin

    Das Diagnoseverfahren Szintigrafie – moderne Nuklearmedizin

    Noch vor 50 Jahren hatte die Medizin nur wenige Diagnoseverfahren, die Ärzte mussten sich auf ihr Stethoskop, auf Röntgengerät, Blutuntersuchungen und ihren gesunden Menschenverstand verlassen. Heute verfügt die moderne Medizin über eine Reihe von Verfahren, die es einfacher machen, eine exakte Diagnose zu stellen. Eines dieser hochmodernen Verfahren ist die sogenannte Szintigrafie. Das Diagnoseverfahren Szintigrafie gehört zur nuklearen Medizin, bei der schwach radioaktive Strahlen zum Einsatz kommen, um das Körpergewebe zu untersuchen. Mithilfe der Szintigrafie können Stoffwechselaktivitäten und auch die Blutversorgung des Gewebes untersucht werden.

    Was genau ist eine Szintigrafie?

    Beim Diagnoseverfahren Szintigrafie werden den Patienten radioaktive Substanzen, wie zum Beispiel Jod injiziert. Die so abgegebene Strahlung wird dann gemessen, um eine Diagnose stellen zu können. Wenn ein Entzündungsherd im Körper ist, dann lässt sich dieser mit dem Diagnoseverfahren Szintigrafie genau lokalisieren, denn in einem entzündeten Bereich funktioniert der Stoffwechsel deutlich schneller. Eine verstärkte Aktivität des Stoffwechsels kann aber auch auf einen Tumor hindeuten, und wenn auf dem Szintigramm eine geringe Stoffwechselaktivität angezeigt wird, dann kann es sich um abgestorbenes Gewebe handeln. Der Herzmuskel kann mithilfe einer Szintigrafie ebenso untersucht werden wie auch die Schilddrüse oder einzelne Knochenpartien.

    Wann wird das Diagnoseverfahren Szintigrafie durchgeführt?

    Im Unterschied zu anderen Diagnoseverfahren wie der Computertomografie oder der Kernspintomografie, wird bei einer Szintigrafie auch Gewebe sichtbar, und da durch dieses Verfahren auch Tumore deutlich dargestellt werden, ist das Diagnoseverfahren Szintigrafie überwiegend in der Krebsmedizin zu finden. Es gibt aber noch weitere Bereiche, in denen dieses moderne Verfahren sehr hilfreich sein kann. Um die Schilddrüse zu untersuchen, hat sich die Szintigrafie bewährt und auch um einen verdächtigen Knoten zum Beispiel im Lymphsystem zu untersuchen, ist das Diagnoseverfahren Szintigrafie im Einsatz. Liegt der Verdacht auf eine Lungenentzündung vor, dann wird ein Szintigramm gemacht, um die Funktion der Nieren zu untersuchen. Mit der Szintigrafie wird der Herzmuskel nach einem Infarkt untersucht und um abzuklären, ob es sich um Osteonekrose oder um eine Osteoporose handelt, kann ein Szintigramm Auskunft geben.

    Was passiert bei einer Szintigrafie?

    Eine Szintigrafie wird von einem Nuklearmediziner durchgeführt, der vor der Untersuchung mit seinem Patienten auch über die Vorteile und die möglichen Risiken des Diagnoseverfahrens spricht. Für die Untersuchung sind keine besonderen Vorkehrungen notwendig und der Patient muss auch nicht nüchtern sein. Der radioaktive Stoff wird in die Vene gespritzt, dann folgt eine Pause, die je nach Dosis und Krankheitsbild wenige Minuten oder einige Stunden dauern kann. Die eigentlichen Aufnahmen dauern dann nur ein paar Minuten und sind vollkommen schmerzfrei. Im Unterschied zu einem CT oder einem MRT muss auch keiner „in die Röhre“, bei einer normalen Szintigrafie ist die sogenannte Gamma-Kamera immer frei beweglich.

    Gibt es Risiken?

    Beim Diagnoseverfahren Szintigrafie sind Nebenwirkungen kein Thema. Das Radiopharmakon, also das radioaktive Mittel, was in die Vene gespritzt wird, sorgt bei einigen Patienten für ein leichtes Hitzegefühl und auch ein Juckreiz oder eine Rötung auf der Haut sind keine Seltenheit. Einige Patienten verspüren zudem einen metallischen Geschmack im Mund oder eine leichte Übelkeit, die aber schnell wieder vorübergeht. Die meisten Menschen denken bei Radioaktivität an Atomkraftwerke oder noch schlimmer, an Atombomben, aber die Radioaktivität eines Szintigramms hat damit nichts zu tun. Die Strahlenbelastung durch eine Szintigrafie ist mit der Strahlendosis einer Röntgenaufnahme zu vergleichen, und der Körper scheidet das radioaktive Material sehr schnell wieder aus. Ob es zu einer langfristigen Belastung durch die Strahlung kommt, das hängt zum einen von der Menge und zum anderen von der untersuchten Region des Körpers ab. Um die Nieren zu entlasten, sollte man nach einer Szintigrafie möglichst viel trinken und häufig zur Toilette gehen, sowie für einige Stunden den Kontakt zu kleinen Kindern und schwangeren Frauen meiden.

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  • Ziehen im Unterleib – ein Symptom und viele Ursachen

    Ziehen im Unterleib – ein Symptom und viele Ursachen

    Schmerzen oder ein Ziehen im Unterleib, dieses Symptom wird in der Regel Frauen zugeschrieben. Unterleibsschmerzen sind jedoch nicht gleichbedeutend mit einem typischen Frauenleiden, denn auch bei Männern können Schmerzen im Unterleib auftreten. Die Ursachen für diese speziellen Beschwerden sind vielfältig, sie konzentrieren sich aber meist auf die Organe im unteren Drittel des Bauchbereichs. Die Harnblase kann ebenso wie die Harnröhre der Auslöser für die Schmerzen sein, der Blinddarm ist ein weiterer Faktor, aber auch die Geschlechtsorgane, die Nerven, die Lymphknoten und die Gefäße können für ein Ziehen im Unterleib sorgen.

    Ziehen im Unterleib bei Frauen

    Würden sich Schmerzen streng an die anatomischen Grenzen halten, dann wäre es für Ärzte einfacher, die Ursachen für Unterleibsbeschwerden zu finden, leider ist das nicht so und das kann die Suche schwierig machen. Wenn Frauen über ein Ziehen im Unterleib klagen, dann handelt es sich sehr häufig um Regelschmerzen, unter denen viele Frauen vor oder auch während der Periode leiden. Diese Schmerzen sind harmlos, sie sind von Frau zu Frau verschieden und sie verändern sich in der Intensität je nach Lebensalter. Konzentrieren sich die Schmerzen auf den Schamhaarbereich, dann markieren sie einen Eisprung, die Ursache könnte aber auch auf eine Infektion der Harnwege hindeuten. Wenn zu den Schmerzen Schmierblutungen kommen und die Regel ausbleibt, dann besteht die Gefahr einer Eileiterschwangerschaft.

    Akute Beschwerden im Unterleib

    Alarmzeichen oder harmlos? Wenn starke Schmerzen im Unterleib akut auftreten, dann sollte ein Arzt aufgesucht werden. Das gilt besonders dann, wenn es zu weiteren Symptomen wie Fieber, Übelkeit, Durchfall oder Verstopfung kommt. In diesem Fall kann es sich um eine akute Blinddarmentzündung, eine Entzündung der Eierstöcke oder der Eileiter handeln. Plötzliches Ziehen im Unterleib kann ebenso auf einen Durchbruch von Geschwüren hindeuten, und wenn es starke Schmerzen sind, dann ist nicht selten eine Entzündung der Harnwege die Ursache.

    Chronische Schmerzen im Unterleib

    Wenn es immer wieder zu einem schmerzhaften Ziehen im Unterleib kommt und die Beschwerden länger als sechs Monate anhalten, dann sprechen die Mediziner von einem chronischen Leiden. Häufig handelt es sich bei diesen Beschwerden um eine chronische Entzündung der Geschlechtsorgane oder des Darms, aber auch ein Tumor kann der Auslöser sein. Störungen der Nerven, der Muskeln oder auch Probleme mit der Wirbelsäule, die bis in den Unterleib ausstrahlen, können schnell chronisch werden. Kommt es nach einer Operation zu Vernarbungen, dann können die ebenfalls Schmerzen im Unterleib auslösen. Der Rücken kann ebenfalls chronische Unterleibsschmerzen auslösen, oft sind es Verspannungen oder Probleme, mit der Wirbelsäule, die Symptome im Bereich des Unterleibs auslösen.

    Auch psychische Leiden können die Ursache sein

    Stress bis hin zum Burn-out macht sich nicht nur im Kopf bemerkbar, er kann auch körperliche Symptome auslösen. Das Gleiche gilt für anhaltende Erschöpfung, sowie für sexuelle Probleme. Menschen mit Angststörungen, Depressionen oder depressiven Verstimmungen verspüren oftmals ein Ziehen im Unterleib, für das es keine organische Ursache gibt. Wenn ein Facharzt nichts finden konnte, die Schmerzen aber anhalten, dann ist es immer ratsam, einen Psychologen aufzusuchen und mit ihm über die Probleme zu sprechen.

    Wann ist ein Arztbesuch ratsam?

    Ein Ziehen im Unterleib muss nicht zwingend einen ernsten Hintergrund haben, trotzdem sollten immer wiederkommende Schmerzen, die über einen längeren Zeitraum anhalten, von einem Arzt untersucht werden. Vor allem wenn die Schmerzen plötzlich und sehr stark auftreten, dann ist ein Besuch beim Arzt notwendig. Frauen sollten sich an einen Gynäkologen, Männer an einen Urologen wenden, auch ein Facharzt für Magen-Darmerkrankungen, ein Gastroenterologe kann der richtige Ansprechpartner sein, wenn es zu Schmerzen im unteren Bereich des Bauches kommt. Keine gute Idee ist es, Tabletten zu kaufen und zu versuchen, die Beschwerden selbst zu kurieren, denn das kann die Probleme nur vergrößern.

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